Institut für Germanistik - Newsletter #16 Winter 2020

15. Dezember 2020

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir freuen uns, Ihnen den sechzehnten Newsletter des Instituts für Germanistik der Universität Wien übermitteln zu können.
Der Newsletter berichtet über die Aktivitäten des Instituts im Wintersemester 2020/21 und informiert über aktuelle Tagungen und Veranstaltungen, neue Projekte und Publikationen, gerade begonnene und im Jahr 2020 abgeschlossene Dissertationen sowie über Personelles.

Inhalt:
I. Neues aus dem Institut
Wir gratulieren!
II. Tagungen und Veranstaltungen
Vorschau
Rückschau
III. Neue Projekte am Institut
IV. Neue Publikationen
V. Dissertationen
Begonnen (seit Mai 2020)

I. NEUES AUS DEM INSTITUT

Die Institutsleitung informiert:

Liebe Kolleg*innen!

Es freut mich sehr, dass es uns in der schwierigen Zeit der COVID 19-Pandemie, in der viele (Arbeits-)Routinen über Bord geworfen werden mussten und Unsicherheiten entstanden sind, gelungen ist, den neuen halbjährlichen Institutsnewsletter vorzulegen. Ich danke allen an seiner Produktion Beteiligten herzlich für ihren Einsatz! Der Newsletter zeigt, dass das Institut trotz des vielen Sitzens im Home-Office beweglich geblieben ist: es gibt neue Mitarbeiter*innen, neue Projekte finden statt und weitere akademische Ereignisse, die hoffnungsvoll stimmen.

Was erwartet uns neben neuen Projekten und anderen fachlichen Tätigkeiten im neuen Jahr? Zunächst werden wir weiterhin daran arbeiten müssen, gesund durch die Pandemie durchzukommen und das Institut „am Laufen zu halten“. Das bedeutet, dass weiterhin eine Balance zwischen Home-Office und Bürotätigkeit gefunden werden muss – eine vielfältige Herausforderung, die alle Bereiche des Instituts durchdringt. Dennoch dürfen wir im Laufe des Sommersemesters mit einigen „Normalisierungen“ rechnen, die wir werden umsichtig einführen müssen. Sobald wieder in Präsenz gearbeitet werden kann, wird Liegengebliebenes wie Budgetverhandlungen wieder möglich werden und uns beschäftigen wie auch die neuen hochschulpolitischen Entwicklungen, die auf uns bzw. die Studierenden zukommen. In dieses Feld der Hochschullehre fällt auch die Entwicklung der „Doctoral Schools“, die in der nächsten Zeit zu Ende geführt werden dürfte.

Es bleibt zu hoffen, dass wir in ein Sprechen kommen werden, in der der Indikativ nach und nach den Konjunktiv ersetzt und zwar nicht etwa aus Gründen eines „Sprachverfalls“, sondern vielmehr als Ausdruck wiederkehrender Stabilität.

Bleiben Sie zuversichtlich, gesund und aktiv!

Es grüßt Sie herzlich
Ihre
İnci Dirim, Institutsvorständin

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Wir konnten folgende neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begrüßen:

Dr. Pascal Zambito ist seit 1.1.2020 Gastforscher am Institut für Germanistik im Rahmen eines Feodor Lynen-Forschungsstipendiums der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Univ.-Prof. Dr. Astrid Lembke ist seit 1.7.2020 Professorin für Jiddische Literatur- und Kulturwissenschaft am Institut für Europäische und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft und lehrt am Institut für Germanistik im Bereich Ältere deutsche Literatur.

Dr. Irina Hron M.A. ist seit 1.8.2020 mit dem Projekt „Nahwelten: Poetiken und Praktiken der Nachbarschaft“ am Institut.

Im SFB-Projekt „Deutsch in Österreich“ von Univ.-Prof. Dr. Alexandra N. Lenz sind seit 15.8.2020 Amelie Dorn BA. M.Phil. MA. PhD und seit 1.10.2020 Jan Höll BA MA tätig.

Univ.-Prof. Mag. Dr. Norbert Christian Wolf hat seit 1.9.2020 die Professur Neuere deutsche Literatur mit besonderer Berücksichtigung der österreichischen Literatur inne.

Berrak Atmaca, BEd, Mag. Özlem Demir und Muhammed Onur Sentepe, BA sind seit 1.9.2020 im Projekt „Dodo – Diagnose früher türkisch-deutscher Literalität“ bei Univ.-Prof. Dr. Inci Dirim tätig.

Mag. Dr. Stephanie Langer arbeitet seit 1.9.2020 im Projekt „Landschaft, Leben, Form. Die Poetik des Anthropozäns“ von Univ.-Prof. Dr. Eva Horn.

Dr.sc.ed. Beatrice Müller, BA MA ist am 1.9.2020 aus der Karenz in den Arbeits­bereich von Univ.-Prof. Dr. İnci Dirim zurückgekehrt.

Mag. Dr. phil. Verena Blaschitz hat am 7.9.2020 als Universitätsassistentin „post doc“ bei Univ.-Prof. Dr. İnci Dirim begonnen.

Mag. Lydia Maria Rammerstorfer hat am 1.10.2020 bei Univ.-Prof. Mag. Dr. Norbert Christian Wolf als Universitätsassistentin „prae doc“ begonnen.

Gernot Waldner, MA MA PhD hat am 1.10.2020 bei Univ.-Prof. Mag. Dr. Norbert Christian Wolf als Universitätsassistentin „post doc“ begonnen.

Univ.-Prof. Dr. Roland Innerhofer und Univ.-Prof. Dr. Nicolas von Passavant haben im Wintersemester 2020/2021 jeweils eine Gastprofessur im Bereich Neuere deutsche Literatur übernommen.

Im Wintersemester 2020/2021 sind Michael Tobias Straub, BA und Mag. Isabella Temper Studienassistent*innen bei der Studienprogrammleitung und Vera Eßl bei Univ.-Prof. Mag. Dr. Norbert Christian Wolf.

Katharina Maria Hofer BA MA hat am 1.11.2020 bei Univ.-Prof. Dr. Stephan Müller als Universitätsassistentin „prae doc“ begonnen.

Mag. Ursula Ebel MA, Mag. Holger Englerth und Nicole Kiefer, BA MA sind seit 1.11.2020 im Projekt „Die Internationalisierung Wiens im Feld der Literatur durch die ÖGL von 1960 bis 1989/90“ bei Assoz. Prof. Mag. Dr. Günther Stocker, Privatdoz. beschäftigt.

 

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Wir gratulieren!

Mag. Dr. Thomas Antonic wurde mit dem Förderungspreis der Stadt Wien für Geistes-, Sozial-, Kulturwissenschaften 2020 ausgezeichnet.

Mag. Kristina Babic (Betreuerin: Prof. Dr. İnci Dirim) wurde mit dem EFNIL-Preis für Masterarbeiten ausgezeichnet.
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Dr. Szilvia Gellai hat im Rahmen des LOEWE-Schwerpunkts „Architekturen des Ordnens“ ein zweimonatiges Forschungsstipendium erhalten. Anfang 2021 wird sie als Fellow am interdisziplinären Austausch der Forschergruppe zum Jahresthema „Architektur als Metapher“ mitwirken, der dieses Jahr mit einer internationalen Konferenz (5.-7.11.2020) begonnen hat. „Architekturen des Ordnens“ ist ein auf vier Jahre (2020-2023) angelegtes interdisziplinäres Forschungsprojekt der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Technischen Universität Darmstadt, mit dem Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte und dem Deutschen Architekturmuseum als außeruniversitären Partnern.

Univ.-Prof. Mag. Dr. Norbert Christian Wolf wurde im Oktober zum 3. Mal der Kurt-Zopf-Förderpreis der Universität Salzburg zur Auszeichnung „hochrangiger und international beachteter Publikationsleistungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Salzburg“ für seine Monographie „Revolution in Wien. Die literarische Intelligenz im politischen Umbruch 1918/19“ (Wien/Köln/Weimar: Böhlau 2018) zuerkannt.

Emer. o. Univ.-Prof. Dr. Herbert Zeman feierte am 4.6.2020 seinen 80. Geburtstag.
Im November 2020 wurde ihm der Große Sudentendeutsche Kulturpreis verliehen. Die Überreichung durch die Bayrische Sozialministerin bzw. den Bayrischen Ministerpräsidenten wird aufgrund des aktuellen Lockdowns im Frühjahr 2021 stattfinden.

 

II. TAGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN

3.10.2020-26.1.2021
Ringvorlesung: Gender Studies – Comic Studies
Organisation: Mag. Katharina Serles, Mag. Dr. Marina Rauchenbacher in Kooperation mit dem Gender Referat der Universität Wien.
Comic Studies sind interdisziplinär und schon aufgrund der Hypermedialität des Mediums erweisen sich Comics als besonders produktiv, um mediale Grenzziehungen auszuloten sowie zu hinterfragen, disziplinübergreifend zu denken und theoretische Konzepte weiter zu entwickeln. Aufgrund ihrer Wurzeln im Underground und einer oft schon politisch-kritischen Ausrichtung diskutieren sie grundlegende gesellschaftliche Kategorisierungen und Machtverhältnisse,wie – unter vielen anderen – Gender/Geschlecht. Die notwendige visuelle Präsenz des Körpers bietet dabei ideale Voraussetzungen für eine komplexe Auseinandersetzungen mit Konzepten von Geschlecht und Körperrepräsentation.
Ort: online, Universität Wien.
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VORSCHAU:

23.2.2021
Online-Tagung: Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Linguistische Pragmatik e.V. 2021 „Sprachliche Grenzziehungspraktiken“
Organisation: Univ.-Prof. Dr. Lars Bülow, Prof. Dr. Marie-Luis Merten, Dr. Susanne Kabatnik, Dr. Robert Mroczynski.
Ort: online, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
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RÜCKSCHAU:

22.9.2020
Symposium: Sprache.Macht.Politik
Organisation: ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Pia Janke, Mag. Andrea Heinz, Interuniversitärer Forschungsverbund Elfriede Jelinek der Universität Wien und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien und Elfriede Jelinek-Forschungszentrum in Kooperation mit der wortwiege und dem Institut für Soziologie der Universität Wien.
Das Symposium befasste sich mit dem Spannungsfeld von Sprache, Macht und Politik. Ausgangspunkte waren Elfriede Jelineks Untersuchungen des Zusammenhangs von politischer Sprache, Manipulation und Gewalt und die Frage nach der (Un-)Möglichkeit einer differenzierenden literarischen Sprache. Wie kann die Literatur politisch Position beziehen? Mit welchen Strategien kann die Kunst der manipulativen populistischen Sprache der Politik etwas entgegensetzen? Und wie kann sie neu wirksam werden?
Ort: 2700 Wiener Neustadt, Kasematten, Bahngasse 27.
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30.9.2020
Festveranstaltung anlässlich der Emeritierung von Univ.-Prof. Dr. Roland Innerhofer: Bauformen der Science Fiction
Organisation: Dr. Desiree Hebenstreit, Dr. Arno Herberth, Mag. Kira Kaufmann, MA, Dr. Rebecca Schönsee, Laura Tezarek, BA MA, MA, Dr. Christian Zolles.
Gefördert vom Verein Neugermanistik Wien / Stadt Wien, Universität Wien.
Die Veranstaltung fand anlässlich der Emeritierung von Roland Innerhofer im Herbst 2020 an der Universität Wien statt. Im Fokus der Veranstaltung standen demgemäß zwei seiner zentralen Forschungsinteressen: Science Fiction und Architektur, die miteinander in Bezug gestellt wurden.
Ort: Universität Wien, Hauptgebäude, Hörsaal 5; Livestream.

16.10.2020
Lesung und Werkstattgespräch: STUBE-Freitag: Allegro. Lyrischer Auftakt
Zu Gast: Nils Mohl und Heinz Janisch
Bei diesem lyrischen Auftakt der STUBE-Freitage im Herbst sprach Nils Mohl darüber, was es heißt, Kinderlyrik zu verfassen. Als Ehrengast war auch Heinz Janisch eingeladen, der 2020 mit dem Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet wurde.
Ort: 1010 Wien, Stephansplatz 3, Stefanisaal.
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22.-24.10.2020
Online Präsentation und Eröffnungssymposium: Wissenschaft.Kunst.Gesellschaft
Organisation: ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Pia Janke, Mag. Andrea Heinz, Mag. Dr. Christian Schenkermayr, Mag. Susanne Teutsch, Interuniversitärer Forschungsverbund Elfriede Jelinek der Universität Wien und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien in Kooperation mit dem Tanzquartier Wien, dem Burgtheater Wien und dem Elfriede Jelinek-Forschungszentrum.
Der Interuniversitäre Forschungsverbund Elfriede Jelinek zeigte vom 22.-24.10. seine Präsentation und das anschließende Eröffnungssymposium als Stream aus dem Tanzquartier Wien und der Universität Wien.
In Keynotes, Dialogen, Gesprächen, künstlerischen Interventionen sowie mehreren „Laboren“ wurden grundsätzliche Aspekte des Spannungsfeldes von Wissenschaft und Kunst diskutiert sowie die Schwerpunkte des Interuniversitären Forschungsverbunds vorgestellt und gemeinsam erste Fragestellungen dazu entwickelt.
Ort: online, Universität Wien, Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien.
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13.11.2020
Tagung: Kindgerechte „Arbeit am Mythos“ – Moderne Rezeptionsstrategien von der Adaptation bis zur Transformation / Child-friendly “Explorations of the Myth” – Modern Reception Strategies from Adaptation to Transformation
Organisation: Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung.
Ort: online.
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27.11. und 10.12.2020
Online-Symposium: Aktualisierung oder Auslöschung? Die Kunst der Überschreibung
Organisation: ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Pia Janke, Mag. Dr. Rosa Eidelpes, Interuniversitärer Forschungsverbund Elfriede Jelinek der Universität Wien und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien und Elfriede Jelinek-Forschungszentrum in Kooperation mit dem Kunsthistorischen Museum, Wien Modern, Neue Oper Wien, Volkstheater Wien, Wiener Staatsballett, Schauspielhaus Zürich und mdw.
Das Symposium befasst sich mit dem Spannungsfeld zwischen künstlerischem Werk, seiner Interpretation und Tradierung – und den damit verbundenen Praktiken der Fort-, Neu- und Weiterschreibung. Ausgangspunkte sind Elfriede Jelineks künstlerische Produktionstechniken und die Intertextualität in ihren Arbeiten.
Ort: online, Universität Wien, Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien.
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10.-11.12.2020
Online-Konferenz: SFB-Days „Deutsch in Österreich. Variation – Kontakt – Perzeption“ 2020
Organisation: Univ.-Prof. Dr. Alexandra N. Lenz.
Ort: online, Universität Wien.
Bei den diesjährigen SFB-Days treffen sich die Mitarbeiter_innen aller am SFB beteiligten wissenschaftlichen Institutionen samt dem internationalen Advisory Board zum fachlichen Austausch und Networking. Das beinhaltet Präsentationen und Diskussionen von Forschungsstand und Forschungsergebnissen sowie Evaluation, Abstimmung und Festlegung zukünftiger Arbeitsschritte und Aufgaben. Die Konferenz findet dieses Jahr online statt.
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14.-15.12.2020
Workshop: Gender and/in Comics
Organisation: Mag. Dr. Marina Rauchenbacher, Mag. Katharina Serles, Mag. Dr. Susanne Hochreiter.
Teilnehmer*innen aus Österreich, Deutschland, Schweden und den USA werden aktuelle Comics in Hinblick auf die Darstellung von Geschlechtern diskutiert.
Ort: online.

 

III. NEUE PROJEKTE AM INSTITUT

Am Rand des Wiener Kreises: Formale Systeme und Dichtung um 1930
Projektleitung: Dr. Pascal Zambito.
Laufzeit: 1.1.2020-31.12.2021.
Förderstelle: Alexander von Humboldt-Stiftung.
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Entwicklung eines Erhebungsinstruments zur Erfassung der Rezeption von ‚dialektnahem‘ Deutsch in Österreich durch Deutschlernende
Projektleitung: Univ.-Prof. Dr. İnci Dirim.
Mitarbeiter*innen: Kevin Rudolf Perner, BA MA, Mag. Maria Weichselbaum, B.A. MA.
Laufzeit: Frühjahr 2020 bis voraussichtlich Herbst 2021.
Förderstelle: Eigene Mittel.
Ziel des Projekts im engeren Sinn ist die Entwicklung eines geeigneten Erhebungsinstruments für die Erfassung von Bestandteilen ‚dialektnahen‘ Deutschgebrauchs, die Lernenden Schwierigkeiten bereiten. Im weiteren Sinn geht es darum, Grundlagenforschung für die Entwicklung didaktischer Modelle für die Deutschvermittlung im bairisch-österreichischen Variationsraum zu schaffen.
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Dodo – Diagnose früher türkisch-deutscher Literalität
Projektleitung: Univ.-Prof. Dr. İnci Dirim in Kooperation mit Prof. Dr. Drorit Lengyel (Univ. Hamburg).
Mitarbeiter*innen: Berrak Atmaca, Bed, Mag. Özlem Demir, M. Onur Şentepe, BA, Aybike Savaç (Univ. Hamburg).
Laufzeit: 1.9.2020-31.8.2021.
„Dodo“ verfolgt das Ziel, die im Projekt Evaluation Rucksack Schule erhobenen schriftlichen Sprachdaten für die Entwicklung eines Sprachstandsdiagnoseverfahrens zu nutzen, welches für die frühe deutsch-türkische Schreibentwicklung und Textproduktion in der Primarstufe genutzt werden soll.
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Die Internationalisierung Wiens im Feld der Literatur am Beispiel der Österreichischen Gesellschaft für Literatur (ÖGfL) von 1960‑1989/90
Projektleitung: Assoz. Prof. Mag. Dr. Günther Stocker.
Mitarbeiter*innen: Mag. Ursula Ebel, MA, Mag. Holger Englerth, Nicole Kiefer BA MA.
Laufzeit: 1.11.2020-31.5.2022.
Förderstelle: Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank (P 18603).
Im Fokus dieses Projekts stehen sowohl die von Wien ausgehenden als auch die in der Stadt selbst ihren Niederschlag findenden internationalen literarischen Beziehungen im Zeitraum von 1960 bis ins Wendejahr 1989/90. Die Österreichische Gesellschaft für Literatur (ÖGfL) fungierte dabei als einflussreiches Scharnier zwischen Kulturpolitik, AutorInnen, Verlagen, Publikum und Germanistik. Auf Basis umfangreicher Archivmaterialien werden sowohl die Positionierung der ÖGfL im literarischen Feld als auch ihre einschlägigen Aktivitäten nachgezeichnet und analysiert werden.
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Website

Demokratie verstehen. Zur politischen Ästhetik der Kollektivstimme im langen 19. Jahrhundert
Projektleitung: DDr. Sabine Müller.
Mitarbeiter*innen: Dr. Tamara Scheer, N.N.
Laufzeit: 1.12.2020-31.11.2024.
Förderstelle: Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank.
Die kulturwissenschaftliche Forschung konzentriert sich angesichts der steigenden Attraktivität antidemokratischer und rechtspopulistischer Bewegungen zurzeit stark auf die Wirkung negativer Emotionen. Das Projekt plädiert an diesem Punkt für eine umgekehrte Sichtweise und schlägt vor, das Erlernen des Verstehens von Demokratie zu erforschen. Während der Beitrag individueller Sprechpraktiken zur Demokratisierung theoretisch wie historiografisch gut aufgearbeitet ist, ist eine entsprechende, Disziplinen übergreifende Berücksichtigung kollektiver Sprechpraktiken (Skandieren, Deklamieren, Beten usw.) ausständig. Das Projekt will für diesen erweiterten Blick auf den Zusammenhang zwischen kollektiver Praxis und politischem System erste Grundlagen schaffen.
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IV. NEUE PUBLIKATIONEN

Helen Bito, Ursula Esterl, Elisabeth Schabus-Kant (Hg.): Schrift und Schriftlichkeit. ide – Informationen zur Deutschdidaktik 1/2020.
Die kritische Auseinandersetzung mit Schrift und Schriftlichkeit wird bei jedem medialen Umbruch neu geführt, zuletzt insbesondere mit Blick auf das Schreiben mit der Hand oder am Computer. Die Bedeutung der Kulturtechnik Schreiben wird aus den Perspektiven von Sprach- und Kulturwissenschaft auf Implikationen für Didaktik und Unterrichtspraxis untersucht. Mit Einblicken in verschiedene Bereiche, in denen Schrift weit über die Vermittlung des Schreibens in der Schule hinausgehend vertiefende Verbindungen mit anderen Fachrichtungen, sei es Kunst, Literatur oder Geschichte und Alltagskultur, eingeht.
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Susanne Blumesberger u. Sonja Schreiner (Hg.): libri liberorum. Fachzeitschrift für Kinder- und Jugendliteraturforschung. Heft 52-53, 2020.
Open-Access

Lars Bülow, Kristina Herbert, Ann-Kathrin Fischer (Hg.): Dimensions of linguistic space: variation – multilingualism – conceptualisations / Dimensionen des sprachlichen Raums: Variation Mehrsprachigkeit – Konzeptualisierung. Wien: Lang 2019 (= Schriften zur deutschen Sprache in Österreich 45).
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Lars Bülow, Michael Johann (Hg.): Politische Internet-Memes – Theoretische Herausforderungen und empirische Befunde. Berlin: Frank & Timme 2019 (= Texte und Diskurse 4).
Weitere Informationen

Simon Meier, Lars Bülow, Frank Liedtke, Konstanze Marx, Robert Mroczynski (Hg.): 50 Jahre Speech Acts. Bilanz und Perspektiven. Tübingen: Narr 2019 (= Studien zur Pragmatik 3).
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Lars Bülow, Simone Pfenninger: Intra-speaker variation across time and space – Sociolinguistics meets psycholinguistics. 2020 (= Special Issue in Linguistics Vanguard).

İnci Dirim, Anke Wegner: Inter- und transdisziplinäre Zugänge zu Deutsch als Zweitsprache. Leverkusen-Opladen: Barbara Budrich. In Druck voraussichtlich Ende Dezember 2020 (= Reihe: Mehrsprachigkeit und Bildung 3).
Weitere Informationen

Assimina Gouma: Migrantische Mehrsprachigkeit und Öffentlichkeit – Linguizismus und oppositionelle Stimmen in der Migrationsgesellschaft. Wiesbaden: Springer/VS 2020.
Weitere Informationen

Desiree Hebenstreit, Arno Herberth, Kira Kaufmann, Rebecca Schönsee, Laura Tezarek, Christian Zolles (Hg.): Austrian Studies: Literaturen und Kulturen. Eine Einführung. Anlässlich der Emeritierung von Roland Innerhofer. Wien: Praesens Verlag 2020.
Die „Austrian Studies“ sollen eine vertiefende Auseinandersetzung mit österreichischer Geschichte, Literatur, Sprache und Kultur im europäischen Kontext sowie die Reflexion österreichischer Identitätskonzepte fördern. Sie sind interdisziplinär und interkulturell, sie bewegen sich räumlich auf dem Gebiet der einstigen Habsburgermonarchie, der als Erinnerungsraum aufgefasst werden kann: als ein Raum, der hochgradig über die Literaturen studiert und erschlossen werden kann, dessen Grenzen vielfach sind, dessen Identitäten und Handlungsträger damals wie heute zur Verhandlung stehen.
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Roland Innerhofer, Bernhard Fetz, Christian Zolles, Laura Tezarek, Arno Herberth, Desiree Hebenstreit und Holger Englerth (Hg.): Andreas Okopenko: Tagebücher aus dem Nachlass (1945-1955). Wien: Klever 2020.
Der zweite und abschließende Teil der Hybridedition: Der Band lässt Andreas Okopenko zu seinem zehnten Todestag noch einmal zu Wort kommen, und zwar persönlich wie nie zuvor. Die hier in Auswahl abgedruckten Auszüge aus den frühen Tagebüchern führen zurück in die letzten – vom schockierten Pimpf – erlebten Kriegstage, in die von Stabilisierung und doch von ständiger Furcht vor der Ausbürgerung geprägte Nachkriegszeit. Sie geben Einblicke in den Ausbildungsweg und nicht zuletzt in die ersten literarischen Geh- und Publikationsversuche Okopenkos.
Weitere Informationen
Website

Stephanie Langer: Obduktion und Leichenschau. Tote Körper in Literatur und Forensik. Baden-Baden: Rombach Wissenschaft 2020 (= Das unsichere Wissen der Literatur 7).
Obduktionen sind heute omnipräsent. In der Obduktion, so heißt es immer wieder, erzählt eine Leiche ihre Geschichte. In ihrer Studie zeigt Stephanie Langer, dass dieses Konzept von einer genuin gegenwärtigen Rhetorik geprägt ist. Anhand ausgewählter literarischer Texte, die mit zeitgenössischen Fällen kontextualisiert werden, fragt sie nach den Medien und den Metaphern der Rechtsmedizin sowie nach dem Einsatzpunkt von Literatur in der Geschichte des toten Körpers.
Weitere Informationen

Alexandra N. Lenz, Mateusz Maselko (Hg.): Variationist Linguistics meets Contact Linguistics. Göttingen: Vienna University Press 2020 (= Wiener Arbeiten zur Linguistik 6).
Weitere Informationen

Elissa Pustka, Markus Pöchtrager, Alexandra N. Lenz, Johanna Fanta-Jende, Julia Horvath Luise Jansen, Julia Kamerhuber, Nicola Klinger, Hannah Leykum, John Rennison (Hg.): Akten der Konferenz „Phonetik und Phonologie im deutschsprachigen Raum (P&P14), Proceedings of the Conference „Phonetics and Phonology in the German Language Area (P&P14)“. Wien: Institut für Romanistik (Univ. Wien) & Institut für Schallforschung (ÖAW) 2020.
Weitere Informationen

Anna Lindner (Hg.): Arthur Schnitzler: Der grüne Kakadu. Historisch-kritische Ausgabe. Berlin, Boston: De Gruyter 2020 (= Werke in historisch-kritischen Ausgaben. Hg. v. Konstanze Fliedl).
In der Groteske „Der grüne Kakadu“(1899) zeichnet Schnitzler ein existentielles Verwirrspiel um Schein und Sein am Vorabend der Französischen Revolution. Der mittlerweile zwölfte Band der historisch-kritischen Ausgabe legt u.a. das gesamte Nachlassmaterial zu dem Einakter in diplomatischer Umschrift mit Faksimiles, einen Drucktext mit Variantenapparat sowie einen kulturhistorischen Kommentar vor und ist open access einsehbar.
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Dorothee Kimmich und Sabine Müller (Hg.): Tiefe. Kulturgeschichte ihrer Konzepte, Figuren und Praktiken. Berlin/ Boston et al.: de Gruyter 2020.
Die Tiefe zählt zu den ältesten und wichtigsten Metaphern der Kulturgeschichte. Dies verdankt sie ihrer engen Bindung an Konzepte von Wahrheit und Erkenntnis, Ursprung und Seele, Substanz und Grund. Diesen positiven Konnotationen stehen ebenso zahlreiche negative Aufladungen gegenüber, in denen die Tiefe als Projektionsraum für das Dunkle, Irrationale, Bedrohliche und Unkontrollierbare dient. Der Band erkundet die Funktion der Figur der Tiefe in einschlägigen kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Zusammenhängen und veranschaulicht damit das historiografische wie theoretische Potenzial des interdisziplinären Gegenstands.
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Birgit Erdle und Annegret Pelz (Hg.): Momentaufnahmen – Augenblicksaufzeichnung. Kleinste Zeiteinheit, Denkfigur, mediale Praktiken. Paderborn: W. Fink / Brill 2021.
Der Band erforscht das Interventionspotential kleinster Zeiteinheiten und fragt, wie literarische, musikalische und künstlerische Momentaufnahmen und Augenblicksaufzeichnungen mit Konzepten einer sprunghaften und diskontinuierlichen Zeitwahrnehmung korrespondieren.
Mit Beiträgen von Eva Axer, Ursula Geitner, Toni Hildebrandt, Alexander Honold, Thomas Macho, Sigrid Nieberle, Birger Petersen, Eckhard Schumacher, Christian Wimplinger, Norbert Christian Wolf.
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Alexandra Ganser und Annegret Pelz (Hg.): Mobile Kulturen und Gesellschaften / Mobile Cultures and Societies. Göttingen: Vienna University Press 2021 (Erscheinungstermin 16.11.2020).
Die Mobilitätsforschung erhält durch die hier präsentierten Arbeiten neue Perspektiven. Der zweisprachige Band versammelt kritische Studien zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft im Feld der interdisziplinären Mobilitätsforschung. Die kultur- und sozialwissenschaftlichen Inhalte spiegeln die Arbeit der Forschungsplattform „Mobile Kulturen und Gesellschaften“ an der Universität Wien. Mit Beiträgen von Synthia Hasenöhrl, Roman Kabelik, Barbara Maly-Bowie, Petra Dannecker, Birgit Sauer, Alev Cakir, Katharina Fritsch, Birgit Englert, Franz Eybl, Viktoria Metschl, Annegret Pelz, Alexandra Ganser, Marianne Windsperger, Philipp Wagner, Christian Wimplinger, Antje Wischmann, Mimi Sheller.
Weitere Informationen

Robert Pichl und Margarete Wagner (Hg.): Jahrbuch der Grillparzer-Gesellschaft, unter Mitarbeit von Florian Hochwarter, 3. Folge, Band 28 (2019-2020). Wien: Lehner 2020.
Weitere Informationen

Matthias Prikoszovits: Berufsbezug in südeuropäischen DaF-Hochschulcurricula vor und nach der Krise von 2008. Untersuchungen an Lehrplänen aus Italien und Spanien. Tübingen: Narr 2020 (= Kommunizieren im Beruf. Fachwissenschaftliche und fachdidaktische Perspektiven 2).
Weitere Informationen

Wolfgang Straub (Hg.): Alpensagas und Modelldörfer. Heimatbesichtigungen in Literatur und Film. Innsbruck: Studienverlag 2020 (= Archiv der Zeitgenossen 6).
Die Attraktivität des Begriffs ‚Heimat‘ scheint ungebrochen. „Alpensagas und Modelldörfer“ unternimmt eine Besichtigung dieses schillernden Begriffs in seinen literarischen und filmischen Ausformungen und stellt dabei die 1970er Jahre in den Mittelpunkt.
Weitere Informationen

Laura Tezarek, Christian Zolles, Ingo Börner, Roland Innerhofer, Bernhard Fetz (Hg.): Wiener Digitale Revue 1/2020. Tagebücher.
Die 1. Nummer der neuen Open Access-Zeitschrift „Wiener Digitale Revue“ behandelt den Schwerpunkt „Tagebücher 1945-1955. Zwischen zeitgeschichtlicher und poetischer Reflexion“. Die Hauptbeiträge versuchen das Verhältnis von Dichtung und Zeitzeugenschaft, Privatheit und Öffentlichkeit sowie Autorschaft und literarisches Feld mit Fokus auf die Jahre 1945–1955 auszuloten. Darüber hinaus finden sich Beiträge „Aus der Digitalen Praxis“ und am „Schwarzen Brett“ sowie ein Videoblogbeitrag von Daniel Strigl.
Website

Lena Zudrell: Historische Narratologie der Figur. Studien zu den drei Artusromanen des Pleier. Berlin/Boston: Walter de Gruyter 2020 (= Hermaea. Neue Folge 152).
Die Figur als literarisches Subjekt wurde im narratologischen Diskurs lange marginalisiert. Ausgehend von theoretischen Leerstellen, werden in der vorliegenden Studie Reden und Handlungen der Figuren in den Texten des Pleier analysiert sowie etablierte narratologische Kategorien wie „histoire“ und „discours“ oder spezifische Problemfelder wie Handlung oder Subjektivität kritisch hinterfragt und auf ihre Funktionalität in Bezug auf das Konzept Figur überprüft.
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V. Dissertationen

Begonnen (seit Mai 2020):

  • Ursula Ebel: Literarischer Aufstand und ‚neuer Realismusʻ in der österreichischen Literatur der 1970er Jahre: Am Beispiel des AutorInnenkollektivs „Wespennest“. Betreuer: Assoz. Prof. Mag. Dr. Günther Stocker.
  • Julia Enzinger: Klimakonzeptionen in Literatur und Wissenschaft um 1900. Betreuerin: Univ.-Prof. Dr. Eva Horn.
  • Orsolya Nagy: Mündliche Geschäftskommunikation aus pragmalinguistischer DaF-Perspektive. Ein Vergleich von Lehrwerkdialogen für Wirtschaftsdeutsch mit authentischen Geschäftsverhandlungen zwischen deutschen und ungarischen Geschäftsleuten. Betreuerin: Univ.-Prof. Dr. Karen Schramm.
  • Thomas Schlager: Bedarfserhebung und Entwicklung eines Fortbildungskonzepts zur Institutionalisierung sprachsensiblen Fachunterrichts an Österreichischen Auslandsschulen. Betreuerin: Univ.-Prof. Dr. Karen Schramm.
  • Sebastian Thome: Die Metapolitik der Neuen Rechten. Geschichte einer diskursiven Strategie. Betreuerin: Univ.-Prof. Dr. habil. Juliane Schröter.

 

Redaktion:
Pia Janke, Christina Misar-Dietz, Elke Krotz, Sonja Loidl,
Barbara Scheffl, Anke Sennema, Rita Stiglbauer

Herausgegeben vom Institut für Germanistik an der Universität Wien, Universitätsring 1
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