Praktika im Rahmen des Masters Deutsch als Fremd- und Zweitsprache

Studierende im Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache sollen im Laufe des ersten Studienabschnitts ein Inlandspraktikum absolvieren,

  • um die Lebens- und Lernsituation von Migrantinnen und Migranten konkret kennenzulernen und einen ersten Einblick in die Struktur von DaF/DaZ-Unterricht zu bekommen;
  • um die Praxisrelevanz ihrer Studien überprüfen und von praktischen Erfahrungen her Rückfragen an die Theorie stellen zu können;
  • um zu überprüfen, ob sie für eine (Lehr-)Tätigkeit in diesem Praxisfeld auch die erforderliche persönliche Motivation mitbringen.

Es werden folgende Arten Inlandspraktika angeboten: Hospitationspraktikum, Unterrichtspraktikum, Transkulturelles Praktikum und Mentoring-Praktikum.

Im zweiten Studienabschnitt wird den Studierenden ein Auslandspraktikum empfohlen. Es soll ihnen die Gelegenheit geben, die besonderen Bedingungen des Lehrens und Lernens von Deutsch als Fremdsprache im Ausland kennenzulernen. Das im MA-Studiengang angebotene Auslandspraktikum DaF ist fakultativ und ersetzt nicht das Inlandspraktikum.

Für den Arbeitsbereich „Deutsch als Fremd- und Zweitsprache“ stellen die Praktika eine wichtige Form des Praxisbezuges dar und bilden vielfach den Kern einer wechselseitigen Kooperation mit den entsprechenden Gastinstituten.

Hospitationspraktikum

Das Hospitationspraktikum I (HP I) im Umfang von 2 SWSt. kann in Verbindung mit der Lehrveranstaltung „Methodik DaF/Z“ oder für Masterstudierende in Verbindung mit der Lehrveranstaltung „Einführung in die Analyse und Beobachtung von Unterricht“ absolviert werden. In dieser Lehrveranstaltung müssen die Studierenden 10 Stunden hospitieren, d.h. Unterricht beobachten.

Das Hospitationspraktikum II (HP II) im Umfang von 2 SWSt. wird in Verbindung mit der Lehrveranstaltung „Methodik DaF/Z“ absolviert. In dieser Lehrveranstaltung müssen die Studierenden 10 Stunden hospitieren, d.h. Unterricht beobachten.

Ein Hospitationspraktikum kann durch ein Interkulturelles Praktikum (IKP) und/oder durch ein Mentoring-Praktikum ersetzt werden. Auch das Fremdsprachenassistentenjahr ersetzt ein 10-stündiges Hospitationspraktikum.

Ansprechpartnerin: Dr. Renate Faistauer

Unterrichtspraktikum

Das Unterrichtspraktikum (UP) wird nur in Verbindung mit der Lehrveranstaltung „Methodik DaF/DaZ“ absolviert, wobei Hospitationen im Umfang von 5 UStd. und eigenverantwortliche Unterrichtstätigkeit im Umfang von 5 Stunden vorgesehen sind, worüber ein Bericht zu verfassen ist. Ein Zeugnis kann nur gleichzeitig mit der Lehrveranstaltung „Methodik DaF/DaZ“ erworben werden.

Alle Studierenden müssen 25 Stunden hospitieren und 5 Stunden unterrichten. 10 Stunden Hospitation können entweder durch ein IKP, ein Mentoring-Praktikum oder durch ein Fremdsprachenassistentenjahr ersetzt werden. Studierende, die ein IKP und ein Mentoring-Praktikum absolvieren oder ein IKP und ein Fremdsprachenassistentenjahr oder ein Mentoring-Praktikum und ein Fremdsprachenassistentenjahr  müssen auf alle Fälle 5 Stunden hospitieren und 5 Stunden unterrichten.

Ansprechpartnerin: Dr. Renate Faistauer

Transkulturelles Praktikum

Das „Transkulturelle Praktikum“ (TKP) ist eine Praktikumsform, die in Kooperation mit dem Vorstudienlehrgang der Wiener Universitäten (VWU) durchgeführt wird. Studierende der Germanistik der Universität Wien und die internationalen Studierenden des VWU arbeiten in kleinen multikulturellen Teams zu selbst gewählten Themen miteinander. Vorbereitet und begleitet werden diese Gruppentreffen durch Lehrveranstaltungen an der Universität Wien und am Vorstudienlehrgang, die die gemeinsame Arbeit in den Teams durch kooperative Übungen anleiten und die Möglichkeit zu (Selbst-)Reflexion und Austausch über die gemeinsame Arbeit bieten.

Mit dem Transkulturellen kann das Hospitationspraktikum I oder II ersetzt werden. 

Ansprechpartnerin: Dr. Ulrike Eder

Mentoring-Praktikum: Nightingale Wien

Der Bereich Deutsch als Zweitsprache startet im Wintersemester 2010/11 mit einem neuen Lehrveranstaltungskonzept. Angelehnt an das internationale Integrationsprojekt „Nightingale“ bietet das Praktikum Studierenden die Möglichkeit, über zwei Semester lang Kinder mit Migrationshintergrund im Alter von 8-12 Jahren als MentorIn in ihrer Freizeit zu begleiten. Die Zielsetzung liegt nicht in Deutschnachhilfe und Lernbetreuung, sondern in der Begegnung und wechselseitigen Bereicherung. Die Studierenden sind in dieser Zeit wichtige Bezugspersonen für die Kinder und gewinnen wertvolle Einblicke in deren Lebenswelten. Andererseits werden sie zu einem Vorbild für ihre Mentees, das die Bildungs- und Integrationsbestrebungen der Kinder positiv inspirieren kann.

Die Studierenden treffen sich im Projektzeitraum November bis Mai möglichst jede Woche für zwei Stunden mit ihren Mentees, verbringen mit ihnen Zeit und planen verschiedene soziale und kulturelle Aktivitäten.

Die Treffen mit den Kindern werden nach einem Start-Day (zusammen mit den Kooperationspartnern Österr. Schulkompetenzzentrum und Volksschule Kleine Sperlgasse) autonom vereinbart und durchgeführt, begleitet und reflektiert durch einige wenige Präsenzphasen innerhalb der Lehrveranstaltung und der jederzeitigen Möglichkeit individueller Beratung und Supervision.

Die LV gilt als Praktikum und wird anstelle des Hospitationspraktikums I und II angerechnet.

Ansprechpartnerin: Mag. Andrea Dorner