»Time never dies.«: Filmische Achronien

Freitag, 19. Oktober 2018, 15-16:30h
Seminarraum 1, Hauptgebäude, Stiege 7, 1. ZG

Gastvortrag im Rahmen des Seminars Aktuelle literaturwissenschaftliche Dissertationsprojekte

Unter Achronien sind, ausgehend von Gérard Genettes Definition, Erzählungen zu verstehen, in denen eine chronologisch geordnete Gesamthandlung nicht mehr rekonstruierbar ist. Gleichzeitig ist das Phänomen allerdings erstaunlich wenig untersucht. Im Vortrag werden narrative Verfahren achronischen Erzählens typologisch systematisiert und an vier Filmbeispielen exemplarisch untersucht – BEFORE THE RAIN (MK/F/GB 1994), RECONSTRUCTION (DK 2003), MULHOLLAND DR. (USA/F 2001) und STAY (USA 2005).

Stefanie Kreuzer – Professorin für »Neuere Deutsche Literaturwissenschaft / Medienwissenschaft« an der Universität Kassel (seit 2017), zuvor an der Universität des Saarlandes (2017–2013). Habilitation 2012 an der Leibniz Universität Hannover (Traum und Erzählen in Literatur, Film und Kunst – Fink 2014). Promotion 2005 an der Goethe-Universität Frankfurt (Literarische Phantastik in der Postmoderne. Klaus Hoffers Methoden der Verwirrung – Winter 2007) | Persönliche Website