Quellen und Methoden
Die Auseinandersetzung mit Quellen ist sehr eng mit der Frage nach den entsprechenden Forschungsmethoden verknüpft. Bereits im Zuge von Fragestellung und Thesenbildung wird das Spektrum des analytischen Instrumentariums stark eingeschränkt. So können Sie zum Beispiel quantitativ-repräsentative Fragen nach dem Zusammenhang von Alter der Menschen und Haushaltsformen kaum mittels qualitativer Textanalyse beantworten. Die Auswahl der Quellen reduziert die methodischen Wege weiter. Wenn Sie beispielsweise in einer Personenliste keine Altersangabe (bzw. kein Geburtsdatum) finden, können Sie auch keine statistische Korrelation von Alter und Haushaltsgröße berechnen. Dennoch bleibt auch nach der Auswahl der Quellen oft noch eine Reihe von unterschiedlichen methodischen Wegen offen. Insbesondere im Bereich der Textanalyse werden viele verschiedene Wege der praktischen Untersuchung begangen (Hermeneutik, komparative Textanalyse, Diskursanalyse, maschinelle Textanalyse, u.a.).

Bei vielen eher quellenorientierten Forschungen steht die Methodenauswahl mehr im Hintergrund und wird erst in einem fortgeschrittenerem Stadium der Untersuchung vorgenommen, bzw. wird dabei die Fragestellung, die Quellenauswahl und die Forschungsmethode nur peripher thematisiert. Neuere Forschungen setzen sich intensiver mit dem systematischen Forschungsablauf auseinander und erreichen dadurch auch einen höheren Grad an Objektivität (im Sinne von intersubjektiver Überprüfbarkeit).
Zu methodischen Fragen siehe auch Lerneinheit "Geschichtswissenschaftliches Arbeiten?" und das Lernobjekt "Operationalisierung".
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