ARABÖ 1924-1934
Geschichte der Rundfunknachrichten
1927 wurde der Freie Radiobund in Arbeiter-Radiobund Österreichs (ARABÖ) umbenannt. Die Mitgliederzahl des ARABÖ stieg sukzessive an und betrug Ende 1931 bereits an die 18.000.

Dank der finanziellen Unterstützung durch Arbeiterkammer und Arbeiterbank wurde ein gut ausgebautes Sendenetz installiert, das sich über alle Bundesländer erstreckte. Ab 1928 gab es einen regelmäßigen geheimen Sendedienst, der zwei Mal wöchentlich je drei Stunden sendete. Insgesamt gab es 13 geheime Sendeanlagen in Wien - wo auch die Zentrale war - Linz, Salzburg, Klagenfurt, Villach, Innsbruck, Bregenz, Ried i. Innkreis, Bad Ischl, Knittelfeld, Leoben, Bruck a. d. Mur und Selzthal.

Mit dem zunehmend nationalistischen Programm der RAVAG nach der Machtübernahme durch BK Engelbert Dollfuß wurden Protest und Widerstand der sozialdemokratischen HörerInnenschaft immer lauter. Es kam zu einem HörerInnenstreik. 66.000 AbonnentInnen kündigten bis Ende 1933 ihr Radioabonnement (das entsprach 13 % aller Empfangsgenehmigungen) und manifestierten so ihren Widerstand gegen das immer stärker werdende klerikal nationale Radioprogramm der RAVAG.
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