Karten und Kataster

Karten, die den Stadtgrundriss parzellengenau darstellen, so genannte Katasterkarten, finden Sie in Deutschland in den Katasterämtern – in Hessen beispielsweise bei der Hessischen Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation.

Kataster entstanden im 17. bzw. 18. Jahrhundert und hingen mit der Besteuerung zusammen. Als sich im Verlauf der frühen Neuzeit ein Steuerwesen herausbildete, das regelmäßige Vermögensabgaben erforderte, führte dies zum einen zur Erstellung von Plänen, in denen alle Gebäude und Grundstücke eingezeichnet waren und zum anderen zur Anlage eines Verzeichnisses, des Grundbuchs, in dem die jeweiligen Parzellen, ihre Inhaber, ihre Funktion und vor allem ihr Steuerwert verzeichnet waren. Waren die ersten Katasterkarten noch sehr ungenau, verbesserte sich im 19. Jh. die Technik der Landvermessung enorm. Diese Karten sind so genau, dass sie sich als Basis für neu zu erstellende Themenkarten eignen.

Die Art der alten Katasterkarten kann unterschiedlich sein. Im Falle von Grünberg handelt es sich um so genannte Inselkarten. D.h. in einer Karte sind nur Abschnitte der Stadt und nicht die gesamte Stadt verzeichnet. Diese Karten sind nicht genordet, sondern richten sich nach dem Standort des Vermessers. Dem entsprechend schwierig ist es daher, die Karten richtig zusammen zu setzen.

Ein weiteres Projekt zur Stadtgeschichte, in dem mit Katasterkarten gearbeitet wird, sind die "Hausbiographien der Stadt Hansestadt Wismar".


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