Archivbesuch

Bei einem erstmaligen Besuch in einem Archiv ist in der Regel ein Benutzerbogen auszufüllen. Dort sind die persönlichen Daten wie Name und Anschrift bekannt zu geben, wobei ein Lichtbildausweis zur Überprüfung der Identität vorzuweisen ist. Auf dem Benutzerbogen wird meist auch das Forschungsgebiet und der Grund der Forschung (Diplomarbeit, genealogische Forschung, ...) vermerkt. Mit der Unterschrift auf dem Benutzerbogen werden meist auch die Benutzungsbestimmungen akzeptiert. Dabei verpflichtet man sich in der Regel, so genannte Belegexemplare unentgeltlich und unaufgefordert an das Archiv zu übergeben, sobald die Arbeit im Druck oder als (ungedruckte) Hochschulschrift erschienen bzw. approbiert ist.

Im Archiv selbst können die bestellten Archivalien im so genannten Lese- oder Benutzersaal durchgesehen werden. Das Verhalten im Archiv regelt die Benutzerordnung. Bei allfälligen Fragen steht der Archivar bzw. die Benutzeraufsicht jederzeit zur Verfügung.

Für die Arbeit an den Beständen empfiehlt es sich, die einschlägigen Nachschlagewerke, Handbücher, Lexika etc. wenn möglich an den Arbeitsplatz mitzunehmen. Arbeitet man beispielsweise an mittelalterlichen lateinischen Urkunden, so empfiehlt es sich, den "Grotefend" – ein Handbuch zum Auflösen von Tagesangaben – und ein Lateinwörterbuch mitzunehmen. Diese sind zwar in der Regel in der Archivbibliothek vorhanden, aber wenn ein anderer Benutzer diese gerade verwendet, ist man in der Arbeit blockiert.

Über die Recherche und zu den durchgesehenen Archivalien sollte man sich stets Aufzeichnungen machen, am besten in Form eines Journals. Wichtig dabei ist, stets die entsprechende Signatur der Archivalien zu notieren, denn dadurch ist gewährleistet, dass man diese gegebenenfalls in seiner wissenschaftlichen Arbeit korrekt zitieren kann.Bei der Durchsicht der Archivalien finden sich oft auch noch Hinweise auf andere relevante Archivalien, die dann beim Archivar bestellt werden können. Weiters können die im Archiv gegebenenfalls vorhandenen Findmittel zusätzlich auf interessierende Bestände hin untersucht werden. Sofern eine solche vorhanden ist, lohnt sich ebenso ein Blick in die Archivbibliothek. Dort werden neben der einschlägigen Literatur zu den Archivbeständen oft auch nur schwer zugängliche oder sogar nur einmalig vorhandene Typoskripte, Hochschulschriften, Manuskripte etc. verwahrt.


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