Verhalten im Ernstfall - Die Benutzerordnung

Für das Verhalten im Archiv gibt es eine Reihe von Regeln und Vorschriften, die es zu beachten gibt. Häufig kann man die Benutzerordnungen bereits auf den Homepages der Archive einsehen und es empfiehlt sich, dies schon vor dem Besuch zu tun.

Beispiele für Benutzerordnungen: Österreichisches Staatsarchiv, Vorarlberger Landesarchiv, Archiv der Technischen Universität Wien, Stiftsarchiv Herzogenburg.

In der Benutzerordnung ist vermerkt, was in den jeweiligen Archiven erlaubt und was verboten ist. Ungeachtet der einzelnen Bestimmungen sind in allen Archiven folgende Punkte zu beachten:

  • Da es sich um wertvolle Unikate handelt, ist beim Umgang mit Archivalien größtmögliche Sorgfalt angebracht. Auf die Archivalien darf nichts gelegt werden. Bei Büchern sind, wenn vorhanden, so genannte Buchkeile zu verwenden.
  • Während der Benutzung der Archivalien sind aus konservatorischen Gründen prinzipiell weiße, saubere Baumwollhandschuhe zu tragen. Häufig erhält man solche gegen einen kleinen Betrag im Archiv selbst. Plant man öfters an Archivalien zu arbeiten, empfiehlt sich die Anschaffung eines solchen Paars.
  • Die Ordnung der Archivalien darf nicht verändert werden. Das selbständige Umsortieren etwa von Akteninhalten ist ausnahmslos untersagt.
  • Exzerpieren ist nur mit Bleistiften erlaubt. Tintenfedern, Kugelschreiber, Textmarker oder dergleichen sind im Lesesaal ausnahmslos verboten. Die Gefahr der Verschmutzung der Archivalien bei Verwendung solcher Schreibgeräte ist nämlich zu groß.
  • Aus dem gleichen Grund sind Nahrungsmittel und Getränke im Lesesaal ebenso verboten.
  • Im Lesesaal ist aus Rücksicht auf andere Benutzer Ruhe zu wahren. Telefonieren und laute Unterhaltungen sind nicht gestattet.
  • Die Verwendung von Notebooks ist in der Regel gestattet. Oft sind die Arbeitsplätze im Lesesaal mit Steckdosen versehen.
  • Das Fotografieren von Archivalien ist ohne vorheriges Einholen einer Erlaubnis nicht gestattet. Besonders dieser Punkt ist auf Grund der Urheber- und Verwertungsrechte an solchen Bildern genau geregelt und muss daher auf jeden Fall im Vorhinein mit dem Archivar besprochen werden. Für Reproduktionen – etwa als Digitalisate, als Mikroformen oder einfach als Kopie – gibt es häufig die Möglichkeit, diese gegen entsprechende Gebühren von den Archivaren bzw. von beauftragten Fotografen anfertigen zu lassen. Über Kosten informiert in der Regel die Gebührenordnung des Archivs.Be

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