Fragestellung und Hypothesen
Laurentius de Voltolina, Einzelblatt aus einem Liber ethicorum des Henricus de Allemania, Schule von Bologna, 2.Hälfte 14.Jh. Quelle: Diathek, Institut für GeschichteAls Beiträge und Produkte einer fragenorientierten Forschungsdisziplin sollten geschichtswissenschaftliche Arbeiten darum bemüht sein, im wissenschaftlichen Forschungsprozess neue Hypothesen zu bilden. Im Unterschied zu den vom persönlichen Interesse abgeleiteten Fragen, die noch Unschärfen aufweisen können, müssen wissenschaftliche Thesen als exakte Aussagen formuliert werden. Das bedeutet, dass es sich dabei nicht um Mutmaßungen handeln darf sondern um wissenschaftliche, mit Hilfe von Literatur und anderen Informationen, begründete Annahmen. Diese müssen dann in weiterer Folge bewiesen oder aber - wenn sie sich als falsch herausstellen - verworfen werden. Wenn sich eine These als falsch herausstellen sollte, ist damit die Arbeit aber nicht abgeschlossen. Nun muss versucht werden mithilfe von Literatur bzw. anderen Informationen Begründungen für das Scheitern der These zu finden, und diese in der Folge mit Hilfe der neuen Information modifiziert und erneut überprüft werden.

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