Suchmaschinenkritik
Das Suchen von internetgestützter Information mithilfe einer Suchmaschine (Google, Altavista, Yahoo, u.a.) ist zu einer ganz selbstverständlichen Tätigkeit, auch im Wissenschaftsbetrieb geworden. Da das WWW in den letzten Jahren zu einer sehr umfangreichen Informationsquelle zu fast allen Themen geworden ist, und auch wissenschaftliche Institute ihre Forschungsergebnisse in wachsendem Ausmaß online publizieren, kann kein anderes wissenschaftliches Medium in Punkto Aktualität mit dem Internet mithalten. So hat das WWW teilweise die Funktion einer Universalenzyklopädie mit der größten Anzahl von Stichworten übernommen.
Gleichzeitig ist das Internet aber heute in erster Linie ein kommerzielles Medium, in dem vor allem nicht wissenschaftliche (und damit für uns nur selten interessante) Angebote präsentiert werden. Sie finden aber auch unzählige Seiten mit Fälschungen, populärwissenschaftlichen Publikationen oder auch qualitativ schlechte Präsentationen, bei denen man den Eindruck gewinnen könnte, dass sie nur deshalb im Netz stehen, weil sich dafür kein anderes Publikationsmedium gefunden hat.
Wenn Sie nun das Internet nach einem bestimmten Suchbegriff absuchen lassen, werden Sie von der Suchmaschine unter Umständen vorwiegend Internetadressen von nichtwissenschaftlichen Anbietern erhalten. Dieses Problem wird noch dadurch vergrößert, dass kommerzielle Firmen in letzter Zeit ihre Websites immer gezielter auf die Suchroutinen der verschiedenen Suchmaschinen ausrichten. Dadurch geraten wissenschaftliche Websites in den Trefferlisten immer weiter nach hinten.
Oftmals erhalten Sie von der Suchmaschine aber auch Antworten aus anderen Fachbereichen, die Ihnen eventuell nicht weiterhelfen.
Daher sollten Sie am Beginn jeder Suche im Internet genau überlegen, ob Sie Ihr Ziel nicht besser über ein vertrauenswürdiges Portal (z.B.: Zeitgeschichte Informations System Innsbruck, Virtual Library History) eher erreichen, und nur dann eine Suchmaschine einsetzen, wenn Sie sicher sind, dass dieser Weg zielführender ist. Dabei sollten Sie dann auch ihre Suchbegriffe besonders sorgfältig auswählen, damit Sie Ihr Ergebnis optimal eingrenzen (zur Minimierung der Anzahl der Treffer), gleichzeitig aber gewährleisten, dass Sie möglichst wenig sinnvolle Ergebnisse ausgrenzen.
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