Historische Datenbanken
Was sind die Besonderheiten von historischen Informationsdatenbanken und wie unterscheiden sie sich von elektronisch gespeicherten Quellensammlungen?
Historische Datenbanken speichern Information meist in hoch aggregierter Form und nicht als reine Abbildungen der Quelle (egal ob diese textlich, bildlich oder akustisch ist). Information wird entsprechend einem klar strukturierten Datenbankmodell in transkribierter Form und nach genauen Regeln in eine elektronische Datenbank eingegeben. Es existieren auch Mischformen, in denen sowohl Abbildungen der Originalquelle als auch strukturierte Transkriptionen in einer Datenbanken vereint werden (z. B. Audio- Video- und Bilddaten).
Sehr oft werden den Datenbanken zur Optimierung der Auswertung noch zusätzliche Instrumentarien beigefügt. Im Zuge von Codierung und Kategorienbildung werden elektronische Codebücher angelegt; Memofelder bieten die Option Zusatzinformation in textlicher Form beizufügen und damit nutzbar zu machen.
In den letzten Jahrzehnten wurde eine große Zahl von personenbezogenen Datenbanken (Konfessionelle Seelenzählungen, staatliche Volkszählungen, Mitgliederlisten, Steuerlisten, u. v. a. m.) aufgebaut. Daneben gibt es aber auch ökonomische Datenbanken, Mediendatenbanken, Datenbanken von Kulturgütern (z. B. Bilddatenbanken) und viele andere Formen.
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