Beispiele: Archive zur Erforschung von Migrationsgeschichte
Einige österreichische Archive haben Abteilungen, in denen gezielt Quellen zu Migration und Exil gesammelt und verwahrt werden:

Das Österreichische Staatsarchiv/Allgemeines Verwaltungsarchiv verwaltet in der Abteilung für Inneres Polizeiakten, die aufgrund des Zuständigkeitsbereichs auch Akten zur Migration beherbergen.

In den Landesarchiven werden Meldenachweise verwahrt, wobei die Einsicht darin naturgemäß sehr beschränkt ist.

Im Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands gibt es als Pendant zur Exilbibliothek einen Archivbestand "Exil" (Beispiel: Fingierter Brief, den der öst. Journalist Otto Leichter im Jahr 1938 im Namen der Züricher Freundin Millicent Furrer aus Paris an seine in Wien inhaftierte Frau Käthe Leichter schrieb. ).

Auch in einigen internationalen Archiven kann nach österreichischen MigrantInnen gesucht werden:

Die University of Minnesota sammelt im Integrated Public Use Microdata Series (IPUMS) internationale Volkszählungsdaten aus dem 19. und 20. Jahrhundert, die sich aufgrund der meist verzeichneten Herkunftsangaben der registrierten Personen ausgezeichnet für Migrationsforschung eignen.

Die ehemalige US-amerikanische Einwanderungsbehörde beherbergt in Ellis Island eine Sammlung der Einwanderungsakten aller Immigranten aus der Zeit von 1855-1954. Neben dem Archiv wird in Ellis Island auch ein äußerst sehenswertes Museum betrieben.


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