Archiv, Bibliothek, Museum und Dokumentationsstelle

Im vorwissenschaftlichen Sprachgebrauch bestehen unschärfen im Gebrauch und im Verständnis von den verschiedenen Institutionen des Informations- und Dokumentationsbereichs. Zu diesen werden neben den Archiven noch die Bibliotheken, die Museen und die Dokumentationsstellen gerechnet.

Im Unterschied zu den übrigen genannten Institutionen ist ein Archiv etwas organisch Gewachsenes. Ein Archiv kann im Gegensatz zu einem Museum nicht begründet oder im Gegensatz zu einer Bibliothek oder Dokumentationsstelle nicht aufgebaut werden.

Als Beispiel für ein klassisch museales Objekt, das im Archiv eines österreichischen Klosters aufbewahrt wird: Der Schädel eines Archivars und Bibliothekars aus dem Barock.Archive, Bibliotheken und Dokumentationsstellen verwahren in der Hauptsache Schriftquellen, wohingegen in Museen Objekte im weitesten Sinne gesammelt werden. Aber insbesondere kleinere Archive können ebenso kleinere Musealien, wie Orden und Auszeichnungen, Musikinstrumente, Münzen, etc. aufbewahren, die meist im Zuge von Nachlässen an das Archiv gekommen sind. Ein Beispiel für ein klassisch museales Objekt, das im Archiv aufbewahrt wird, ist auf dem Foto zu sehen: Mitten im Depot eines österreichischen Ordensarchivs findet sich der Totenschädel eines Archivars und Bibliothekars aus der Barockzeit. 


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