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Horst Schreiber
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Lange Zeit war das offizielle Tirol an der Aufarbeitung des Nationalsozialismus und des Leidensweges der einheimischen jüdischen Bevölkerung wenig interessiert. Die Geschichte des jüdischen Mädchens Ilse Brüll wurde der Öffentlichkeit daher sehr spät ab 1988 bekannt, als der Geschichtslehrer Rudolf Jopp im Gymnasium in der Sillgasse eine Ausstellung organisierte und Wolfgang Plat einen ersten kurzen Abriss über Ilse Brüll veröffentlichte. 1994 schrieb Julia König bei Horst Schreiber im Akademischen Gymnasium Innsbruck eine Fachbereichsarbeit für ihre Matura, die in erweiterter Form im Standardwerk von Thomas Albrich über jüdische Lebensgeschichten in Tirol und Vorarlberg herausgegeben wurde. 2004 wurde auf Initiative von Peter Stöger ein SchülerInnenprojekt der Hauptschule Wilten unter der Leitung von Henriette Hölzl ins Leben gerufen, das an die ehemalige Schülerin der Schule Ilse Brüll erinnerte. Im Zuge dieses Projekts und der wissenschaftlichen Begleitung Stögers wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt Innsbruck eine Gedenktafel am Schultor angebracht.

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