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13. Mai 2015 – Jour Fixe

Markus Ebenhoch (Salzburg):

Religion in der portugiesischsprachigen Narrativik des 18. Jahrhunderts

(Moderation: Karl Vocelka)

Abstract:

Die Religionsthematik stellt in der europäischen und amerikanischen Aufklärung einen Zankapfel dar. Das 18. Jahrhundert ist einerseits von religiösem Skeptizismus und Kirchenkritik, andererseits von einer starken Volksreligiosität und neuen Frömmigkeitsbewegungen geprägt. Dieselbe paradoxe Situation besteht größtenteils auch in Portugal, wo die divergierenden Positionen etwa in den öffentlichen Reaktionen auf das Erdbeben von Lissabon (1755) klar zu erkennen sind.

Es ist bisher noch wenig erforscht, inwiefern die Debatten um den Status der Religion (im Staat, im kulturellen Leben etc.) in die literarische Produktion Portugals und Brasiliens Einzug gehalten haben. Vor dem Hintergrund der historischen Entwicklung im 18. Jahrhundert möchte ich die folgenden Fragen im Rahmen des Vortrags beantworten: Auf welche Art und Weise wird die Religionsthematik in der fiktionalen Erzählliteratur Portugals und Brasiliens aufgegriffen? Was ist die Intention der Texte? Welche literarischen Subgattungen verwenden die portugiesischsprachigen Autoren hierbei? Werden etwa typisch religiöse Genres wie Bekenntnisse, Homilien oder Sentenzen textuell eingewoben? Welchen internationalen literarischen und ideengeschichtlichen Einflüssen unterliegen die Schriftsteller?

Zur Person:

Markus Ebenhoch (Mag. theol., Dr. phil.) ist Universitätsassistent für iberoromanische Literatur- und Kulturwissenschaft (Lehrstuhl Prof. Christopher F. Laferl) am Fachbereich Romanistik der Universität Salzburg und forscht in seinem Habilitationsprojekt zur portugiesisch- und spanischsprachigen Aufklärungsliteratur.

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