Vorgeschichte zum Edikt:
1685 wurde das Edikt von Nantes (1589), das den Calvinisten die Ausübung ihrer Religion erlaubte, von Ludwig XIV aufgehoben. Die französischen Calvinisten standen nun unter dem massiven Druck zum Katholizismus zu konvertieren. Von da an war für Calvinisten die freie Ausübung ihrer Konfession verboten, trotz dieser Einschränkungen wurde die Religion im Geheimen praktiziert. Das Toleranzedikt von 1787 (es trat erst im Jänner1788 in Kraft) garantierte den Calvinisten nach mehr als einem Jahrhundert wieder freie Religionsausübung. Wehrmutstropfen: Sie bekamen zwar zivile aber keine politischen Rechte. Obwohl der im Edikt verwendete Ausdruck "Nicht - Katholisch" vom Malesherbes, der diesen Begriff prägte, eindeutig auf alle religiösen Minderheiten gemünzt war, wurde er in der Praxis nur auf  Calvinisten angewandt. Juden und Lutheraner waren von der Regelung also ausgenommen.
Der Stil der Präambel des Edikts, sie ist sehr ausweichend und gequält formuliert, lässt die Probleme mit denen die Regierung zu kämpfen hatte, erahnen. Sowohl die starke katholische Kirche, als auch die Fürsprecher der religiösen Minoritäten, oft einflussreiche  Intellektuelle, übten massiven Druck aus. 
http://www.louis-xvi-fr.com/sacre.htm

Originaltext des Edikts: http://chnm.gmu.edu/revolution/