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Französische Revolution und Religion

Von der Verfolgung zur Entchristianisierung

Impressum

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Überblick

Religiöse Situation vor 1789

Problem der Finanzen

Einschränkungen/Verfolgung:

Entchristianisierung:

Die Entwicklung bis 1801

Die Kirche des 19. Jh.

Literaturverzeichnis

 

Die Französische Revolution war ursprünglich nicht christenfeindlich. Das Verhältnis zur Kirche vollzog sich in drei Phasen:

  • Einschränkungen

  • Verfolgung

  • Entchristianisierung

Nachdem in der Nacht vom 4. August 1789 die Geistlichkeit auf den "Kirchenzehnten" verzichtete und mit Dekret vom 2. November 1789 alle kirchlichen Güter der Nation unterstellt werden sollten, war die traditionelle Organisation des Klerus in Frage gestellt worden und eine Reform der Geistlichkeit wurde unumgänglich. Zunächst beschloss die Nationalversammlung die Aufhebung der Ordensgeistlichkeit (mit Ausnahme der caritativen Orden) und danach widmete sie sich der Neuordnung der Weltgeistlichkeit. Am 12. Juli 1790 wurde die "Constitution civile du clergé" verabschiedet, die sich mit den kirchlichen Ämtern, der Ernennung zu den kirchlichen Ämtern, der Besoldung des Klerus und dem Gesetz der Ortsgebundenheit des Klerus befasste. Nachdem am 27. November 1790 die Nationalversammlung von allen Priestern den Eid auf die Verfassung und somit auch auf die Zivilverfassung forderte, der Papst jedoch den Eid verbot, kam es zur Spaltung innerhalb der französischen Kirche in eine eidleistende und eine eidverweigernde Gruppe. Die daraufhin einsetzenden Verfolgungen der "clergé réfractaire" mündeten schließlich ab 1793 in der Entchristianisierung Frankreichs.

In der vorliegenden Arbeit sollen die beiden Phasen der Verfolgung und der Entchrisitanisierung näher beleuchtet werden, wobei der Schwerpunkt auf die Entchristianisierung gelegt wurde, die ab 1793 vor allem mit der Einführung des Revolutionskalenders sowie der Revolutionskulte einsetzte. Allerdings soll auch kurz auf die religiöse Situation in Frankreich vor 1789 sowie das Problem der Finanzen eingegangen werden, da diese beiden Punkte eine Grundlage für die spätere Verfolgung bilden.