zurück zur Hauptseite

Französische Revolution und Religion

Von der Verfolgung zur Entchristianisierung

Impressum

Druckversion

 
Überblick

Religiöse Situation vor 1789

Problem der Finanzen

Einschränkungen/Verfolgung:

Entchristianisierung:

Die Entwicklung bis 1801

Die Kirche des 19. Jh.

Literaturverzeichnis

 

Die Auflösung der Mönchsorden

Der revolutionäre Staat nahm die Kirchenreform selbst in die Hand und gestaltete die Kirche nach seinen eigenen Vorstellungen um. Mit dem Finanzproblem war auch die religiöse Frage eng verknüpft. Durch die Einziehung der Kirchengüter war die traditionelle Organisation des Klerus in Frage gestellt worden und es wurde eine Neuregelung der rechtlichen und sozialen Stellung des Klerus notwendig.

Zunächst beschäftigte sich die Nationalversammlung mit den Mönchsorden. Bereits am 28. Oktober 1789 wurde ein Dekret erlassen, das besagte, dass bis auf weiteres keine Gelübde mehr abgelegt werden durften.

Am 11. Februar 1790 begann die Debatte über das endgültige Schicksal der Orden, in deren Zusammenhang sich auch die Frage nach der Nützlichkeit der Orden stellte. Die Nationalversammlung hielt die Gelübde der Klosterleute für unvereinbar mit den Menschenrechten - der Verzicht auf Familie, Eheglück und Bürgerrecht sowie die Unterordnung und Aufgabe der eigenen Freiheit komme einem Selbstmord als Bürger gleich (suicide civile) (Erdmann, 194) - und daher wurden die Klöster am 13. Februar 1790 verboten und aufgehoben. Zunächst waren davon all jene Orden - mit Ausnahme der Frauenklöster - betroffen, die nicht im Erziehungs- oder Gesundheitswesen tätig waren, ab 1792 kam es auch zur Aufhebung caritativer Orden, indem die Anwerbung von Novizen verboten wurde. (Uni Würzburg, 25).