Politische Partizipation als Grundrecht in Europa und Nordamerika.
Entwicklungsprozesse zum allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrecht für Männer und Frauen vom späten 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert


Birgitta Bader-Zaar

 

Zusammenfassung Chronologie Literatur

 

 


Zusammenfassung

Das Wahlrecht gehört heute zu jenen Grundrechten, die nicht jedem Menschen offenstehen. Es unterliegt einigen Einschränkungen, so der Voraussetzung der Staatsangehörigkeit und der Ausübung nur im eigenen Staat oder der Staatenunion, einem Mindestalter usw. Durch den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte von 1966 (1976 in Kraft) haben sich die Unterzeichnerstaaten aber verpflichtet, politische Rechte "ohne Unterschied insbesondere der Rasse, der Hautfarbe, des Geschlechts, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen oder sozialen Herkunft, des Vermögens, der Geburt oder des sonstigen Status zu gewährleisten".
In einem Überblick widmet sich dieser Beitrag drei Schwerpunkten: 1) Erstens geht er der Frage nach, wie sich die Idee der politischen Partizipation seit der frühen Neuzeit in Europa und Nordamerika entwickelte, wie es also zur Ablösung der Idee der absoluten Herrschaft des Monarchen durch die Idee der Volkssouveränität mit dem Grundsatz "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus" kam. 2) Ein weiterer Teil ist Normen und Praxis des aktiven Wahlrechts als "la grande affaire" des 19. Jahrhunderts, wie Pierre Rosanvallon es bezeichnet hat, gewidmet, wobei das Wahlrecht als Recht der Besitzenden dem Wahlrecht als Individualrecht gegenübergestellt und insbesondere auf die Entwicklung zum allgemeinen und gleichen Wahlrecht eingegangen wird. Es wird besonders hervorgehoben, dass eine genaue Begutachtung der Bestimmungen, die die Durchführung einer Wahl regulierten und die Repräsentation organisierten, sowie des Ablaufs von Wahlen in der Praxis darüber aufklären kann, ob die Ausübung des Wahlrechts wirklich allen Wahlberechtigten ermöglicht wurde bzw. ob ihre Stimmen zur Geltung kamen. 3) Schließlich wird die Geschichte des Frauenwahlrechts exemplarisch für die Debatten des 19. Jahrhunderts hervorgehoben. Sie soll auch auf die allgemeine Problematik von Theorien über Geschlecht und Staatsbürgerschaft sowie Nationsbildung hinweisen.
Aus Zeitgründen muss sich dieser Beitrag auf das späte 18. und lange 19. Jahrhundert bis zum Ende des Ersten Weltkriegs und auf die oberste Ebene politischer Partizipation - der parlamentarischen - beschränken. Nur beispielhaft kann am Frauenwahlrecht aufgezeigt werden, wie wichtig die Berücksichtigung des unterschiedlichen Rechts auf nationaler, provinzialer und kommunaler Ebene für die Geschichte der repräsentativen Demokratie wäre.

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Chronologie

1579 In einer Schrift der Monarchomachen "Vindiciae contra tyrannos", Philippe Duplessis-Mornay zugeschrieben, wird erstmals die Vertragstheorie zwischen Fürst und Volk ausformuliert.
1647 in den Putney-Debates debattieren Levellers und Independenten um Oliver Cromwell über das Wahlrecht als Individualrecht
1688 Glorious Revolution in England
1689 Bill of Rightsin England, u.a. Verankerung des Petitionsrechts
1690 John Locke, "Two Treatises of Government"
1748 Charles de Secondat, Baron de la Brède et de Montesquieu, "De l'Esprit des Loix"
1762 Jean-Jacques Rousseau, "Du contrat social ou principes du droit politique"
1776 Major John Cartwright, "The Legislative Rights of the Commonnalty Vindicated or Take Your Choice"
Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika
1777 Verfassung des Territoriums von Vermont: Wahlrecht für alle erwachsenen Männer
1789 Französische Revolution / Deklaration der Menschen- und Bürgerrechte
1790 bis 1807 Frauenwahlrecht in New Jersey
1791 Olympe de Gouges, "Déclaration des droits de la femme et de la citoyenne"
1792 Mary Wollstonecraft, "A Vindication of the Rights of Woman", Theodor Gottlieb von Hippel, "Über die bürgerliche Verbesserung der Weiber"
1793 Französische Verfassung: erstmals das allgemeine und direkte Wahlrecht für Männer ab dem 21. Lebensjahr, verfassung tritt nicht in Kraft
1798 Verfassung der Helvetischen Republik: allgemeines und gleiches, jedoch indirektes Wahlrecht
1835 Der erste Band von Alexis de Tocquevilles "De la Démocratie en Amérique" erscheint, 1840 folgt der zweite.
1848 Einführung des allgemeinen Wahlrechts für Männer in Frankreich (nach dem zweiten Kaiserreich ab 1852 in der Dritten Republik 1870 wiederaufgenommen) und der Schweiz / das Kommunistische Manifest erscheint / erste öffentliche Frauenrechtsversammlung in Seneca Falls im Staate New York, "Declaration of Sentiments and Resolutions"
1849 Frankfurter Paulskirche: Reichswahlgesetz über das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht für alle unbescholtenen männlichen Deutschen ab 25 Jahren
1850 Das preußische Vereinsgesetz untersagt bis 1908 Frauen die Mitgliedschaft in politischen Vereinen und verbietet deren Teilnahme an politischen Versammlungen.
1857 Einführung der Wahlzelle in Australien
1861 John Stuart Mill, "Considerations on Representative Government" / Frauenwahlrecht für die Landtage der österreichischen Reichshälfte der Habsburgermonarchie (gegen Ende des 19. Jhs. vielfach Beschränkung auf Großgrundbesitzerinnen)
1867 Das österreichische Vereinsgesetz untersagt bis 1918 "Frauenspersonen" die Mitgliedschaft in politischen Vereinen.
1868 Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts für Männer in Spanien, 1876 Zensuswahlrecht, 1890 allgemeines, aber ungleiches Wahlrecht für Männer
1869 Allgemeines Wahlrecht für Männer im Norddeutschen Bund / Wahlrecht für ledige Frauen in englischen Stadtgemeinden / Einführung des Frauenwahlrechts im Territorium von Wyoming (bei der Aufnahme in die Union 1890 beibehalten)
1870 USA: 15. Bundesverfassungszusatz garantiert das Wahlrecht unabhängig von Rasse, Hautfarbe oder ehemaliger Versklavung
1871 Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts für Männer im Deutschen Reich
1872 Geheimes Wahlrecht in England und der Schweiz
1876 Hedwig Dohm, "Der Frauen Natur und Recht"
1877 Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts für Männer in Griechenland
1879 Einführung des allgemeinen Wahlrechts für Männer in Bulgarien
1890 Gründung der National American Woman Suffrage Association in den USA
1893 Einführung des allgemeinen Wahlrechts in Belgien mit Pluralwahlrecht / Einführung des Frauenwahlrechts in Neuseeland und Colorado
1894 Kommunalwahlrecht für verheiratete Frauen in England
1896 Einführung des allgemeinen, aber ungleichen Wahlrechts für Männer in der österreichischen Reichshälfte der Habsburgermonarchie im Rahmen des Kurienwahlsystems / Einführung des Frauenwahlrechts in Idaho und Utah
1897 Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts für Männer in Norwegen / Gründung der National Union of Women's Suffrage Societies in England
1903 Gründung der Women's Social and Political Union in Manchester
1904 Gründung der International Woman Suffrage Alliance
1906 Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts für Frauen und Männer in Finnland
1907 Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts für Männer in der österreichischen Reichshälfte der Habsburgermonarchie und in Spanien (hier zum zweiten Mal, siehe 1868) / passives Wahlrecht für Frauen in der englischen Kommunalverwaltung
1911 Erstmals halten die Sozialdemokratinnen in Deutschland und Österreich den internationalen Frauentag ab. / Einführung des Frauenwahlrechts in Kalifornien
1912 Die Vorsitzende der jungtschechischen Frauenorganisation erringt in Böhmen bei einer Ersatzwahl einen Sitz im Landtag. / Einführung des allgemeinen, aber ungleichen Wahlrechts für Männer in Italien
1913 Einführung des Frauenwahlrechts in Norwegen (bereits 1907 als Zensuswahlrecht)
1915 Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts für Frauen und Männer in Dänemark
1917 Einführung des Frauenwahlrechts im Staat New York / Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts für Männer in den Niederlanden
1918 Einführung des allgemeinen Wahlrechts für Männer und des beschränkten Wahlrechts für Frauen in England / Einführung des Frauenwahlrechts in Österreich, Deutschland und Luxemburg, in Kanada auf Bundesebene / Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts für Männer in Italien, Rumänien, für Frauen und Männer in Polen
1919 Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts für Männer in Belgien, Witwen und verwitwete Mütter im Krieg gefallener Staatsbürger sowie Frauen, die unter der deutschen Besatzung aus patriotischen Gründen inhaftiert gewesen waren, dürfen ebenfalls wählen / Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts für Frauen in den Niederlanden, für Frauen und Männer in Schweden, der Tschechoslowakei, Ungarn (für Frauen galt eine höhere Altersgrenze) und der Sozialistischen Föderation der Sowjetrepubliken
1920 USA: 19. Bundesverfassungsverfassungszusatz garantiert das Wahlrecht unabhängig vom Geschlecht
1922 Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts für Frauen und Männer in Irland
1924 Die Indianer werden in den USA zu Staatsbürgern erklärt.
1928 Einführung des allgemeinen Wahlrechts für Frauen in England
1931 Einführung des Frauenwahlrechts in Spanien und des beschränkten Frauenwahlrechts in Portugal
1934 Einführung des Frauenwahlrechts in der Türkei
1944 Einführung des Frauenwahlrechts in Bulgarien und in Frankreich
1945 Einführung des allgemeinen und gleichen Frauenwahlrechts in Albanien, Italien und Ungarn
1946 Einführung des Frauenwahlrechts in Jugoslawien, Malta und Rumänien
1948 Abschaffung des Pluralwahlrechts in England / Einführung des allgemeinen Wahlrechts für Frauen in Belgien
1952 Einführung des Frauenwahlrechts in Griechenland
1962 Einführung des Frauenwahlrechts in Monaco
1966 Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte, 1976 in Kraft getreten
1971 Einführung des Frauenwahlrechts auf Bundesebene in der Schweiz
1976 Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts für Frauen und Männer in Portugal
1984 Einführung des Frauenwahlrechts in Liechtenstein

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Literatur

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