Die Biographie des Charles-Henri Sanson

 

Charles-Henri Sanson wurde 1739 als ältester Sohn der Familie von Jean-Baptiste Sanson geboren. Die Familie Sanson hatte das Amt des Henkers bereits seit 1688 inne.

Im Alter von 17 Jahren kommt er zum ersten Mal in Berührung mit seinem späteren Beruf, dem Henkersamt. Er muss 1757 der Hinrichtung des Königattentäters Damiens beiwohnen, die sein Onkel Nicolas Gabriel Sanson aufgrund einer Lähmung des Vaters, durchführt. Als ältester Sohn soll er später das Amt in Paris weiterführen. Auch seine Brüder, sechs an der Zahl, bleiben von ihrer düsteren Erbschaft nicht verschont und werden auf die Provinzen Frankreichs aufgeteilt. Charles-Henri ist das verbindende Glied zwischen den verstreuten Sansons und ist zweifellos die Nummer eins der Henkerfamilie.

Charles-Henri Sanson heiratet am 20. Jänner 1765 die um sechs Jahre älterere Marie-Anne Jugier (sie war bereits seine zweite Ehefrau) und übersiedelt mit seiner Familie vom Haus des Schandpfahls, in der die Scharfrichter üblicherweise hausten, in ein stattliches Anwesen in der Rue Saint-Jean.

Im Gegensatz zum Klatsch über seine Frau, blieb der Ruf von Charles-Henri Sanson stets ein guter. Dieser Ruf nahm der Ehe des "Mannes von Welt mit guten Manieren" nie seine Beständigkeit, auch wenn er unter den jungen Töchtern des Volkes sehr beliebt war. Für sie war er der Rächer der Armen, wohingegen der Adel seinen Namen mit Schaudern auszusprechen gedachte. Dieser Herr mit den guten Manieren führte sogar eine neue Mode ein. Mit Vorliebe trug der junge Charles-Henri

 

 

 

 

 

 

 

Blau, die Farbe des Adels. Dass dies nicht gern gesehen war, wundert nicht und so zog er es vor, sich in noch eleganteres Grün zu begeben, was bald auf den Hof und die Städte überging.

1778 bekommt Charles-Henri Sanson schließlich feierlich den blutroten Mantel verliehen. Wie auch schon seine Ahnen zuvor, beschäftigt er sich intensiv mit der Anatomie des menschlichen Körpers und der heilenden Wirkung von Pflanzen. Hinter seinem Haus in der Rue Saint-Jean wuchsen die verschiedensten Heilkräuter und Gewürze, die er zu Medikamenten weiterverarbeitet hat. Sein Wissen über den Körper holte sich der Henker von den Leichnamen seiner Opfer, die er sezierte. Das Henkeramt unter König Ludwig XVI. übernommen, führt er es auch weiter, als die Revolution über Frankreich hereinbricht.

Schon im Jahre 1789 fordert ein gewisser Doktor Guillotin eine humane Tötungsmaschine, an der alle Verbrecher, gleich welchen Geschlechts und Ranges, ihr Leben lassen sollten. Auch der Scharfrichter selbst nimmt an den Verhandlungen teil und besteht darauf, die Verurteilten waagrecht an einer Vorrichtung auszustrecken, damit diese wehrlos sind. Bei einem Musizierabend des begeisterten Klavierspielers Sanson mit dem deutschen Mechaniker Tobias Schmidt bekommt die später genannte "Guillotine" schließlich ihre Gestalt.Charles-Henri Sanson war trotz seines furchtbaren Berufes stets ein Verfechter der Gerchtigkeit und treuer Anhänger des Königs. In der Schreckenszeit 1793/94 unter Robespierre richtet der "Monsieur von Paris" etwa 3000 Menschen hin. Diese Aufgabe und der gewaltverachtende Charakter von Charles-Henri Sanson führen letztendlich dazu, dass er schwer erkrankt und sein Amt an seinen Sohn Henri weitergibt. Fest steht, dass an Charles-Henris Händen niemals Blut der Opfer klebte, er schnallte diese lediglich an der Guillotine fest.

Die Guillotine, Bild 2)

Das Henkeramt unter König Ludwig XVI. übernommen, führt er es auch weiter, als die Revolution über Frankreich hereinbricht. Schon im Jahre 1789 fordert ein gewisser Doktor Guillotin eine humane Tötungsmaschine, an der alle Verbrecher, gleich welchen Geschlechts und Ranges, ihr Leben lassen sollten. Auch der Scharfrichter selbst nimmt an den Verhandlungen teil und besteht darauf, die Verurteilten waagrecht an einer Vorrichtung auszustrecken, damit diese wehrlos sind. Bei einem Musizierabend des begeisterten Klavierspielers Sanson mit dem deutschen Mechaniker Tobias Schmidt bekommt die später genannte "Guillotine" schließlich ihre Gestalt.

Charles-Henri Sanson war trotz seines furchtbaren Berufes stets ein Verfechter der Gerchtigkeit und treuer Anhänger des Königs. In der Schreckenszeit 1793/94 unter Robespierre richtet der "Monsieur von Paris" etwa 3000 Menschen hin. Diese Aufgabe und der gewaltverachtende Charakter von Charles-Henri Sanson führen letztendlich dazu, dass er schwer erkrankt und sein Amt an seinen Sohn Henri weitergibt.

Fest steht, dass an Charles-Henris Händen niemals Blut der Opfer klebte, er schnallte diese lediglich an der Guillotine fest.

1806 stirbt der Sanson, der das seit 1688 bestehnde Amt als längstes in der Familie innehatte und der zweifelsohne die längste Liste an Opfern nach sich trägt.

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