Kolpokleisis

E. Hanzal

 

Pat. A.H. 75a, massiver Totalprolaps mit kompletter Eversion der Vagina und Vorfall der Gebärmutter, keine Pessartherapie möglich, card. Decomp. (NYHA IV), keine Kohabitationen (auch in Zukunft keine mehr gewünscht). Die Patientin ist ASA Risikogruppe IV, besteht wegen ihrer starken Beschwerden aber unbedingt auf einer operativen Sanierung

 

Kolpokleisis nach Neugebauer-Kahr in Lokalanästhesie (bei dieser Technik der Kolpokleisis bleiben vor der Portio und seitlich über den Verlauf der ganzen Vagina jeweils ca. bleistiftdicke Kanäle, über die Sekretionen abfließen können)

 

 

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Infiltration mit Lokalanästhetikum 1

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Infiltration mit Lokalanästhetikum 2

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Längsrechteckige Exzisionfigur vorne, Abpräparieren des Vaginalepithels

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Kongruente längsrechteckige Exzisionfigur hinten, Abpräparieren des Vaginalepithels

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Aneinandernähen des Diaphragma urogenitale an das Septum rectovaginale (A-A, B-B, usw.) mit zahlreichen Einzelknopfnähten (Vicryl 1)

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Ende der ersten Nahtreihe (Portio nicht mehr sichtbar)

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Vorletzte Nahtreihe

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Letzte Nahtreihe

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U-förmige Umschneidungsfigur im Bereich des Introitus von 9-3 Uhr

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Darstellung des M. Bubocavernosus, in der Vereinigung Mittellinie (Vicryl 1)

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Gegen Ende der Kahr´schen Plastik

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Nähte am Perineum

Die Patientin war unter zusätzlicher leichter Sedierung mit Dormicum intraoperativ nahezu vollständig schmerzfrei und konnte unmittelbar postoperativ mobilisiert werden. Postoperative Phase unauffällig, es mussten keine Schmerzmittel verabreicht werden.

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Introitus postoperativ

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Dauerkatheter (max. 1 Tag)

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