150 Jahre Österreich-Japanische Beziehungen

Praktische Medienarbeit für JapanologInnen über die Stationen einer langjährigen Freundschaft.

Robert Jungk und Hiroshima

Mahnmal aus der Asche

Ein japanisch-österreichischer Briefwechsel, der das Herz Hiroshimas weiterleben lässt.

6. August 1945 – eine lebhafte Handelsstadt verwandelte sich augenblicklich in eine Atomwüste. Was genau war geschehen, was passierte danach?

Der österreichische Journalist Robert Jungk spürte eine dringliche Notwendigkeit, die Stimmen der Überlebenden der Atombombe von Hiroshima aufzuzeichnen, um ein ewiges Mahnmal für die nachkommenden Generationen zu hinterlassen. Als er 1957 zum ersten Mal Hiroshima besuchte, sah er Menschen, die sich trotz großer Trauer, unsicherer Lage und Angst vor den zu diesem Zeitpunkt unklaren Auswirkungen eifrig der Wiederbelebung der Stadt widmeten und sich bemühten, wieder einen Alltag zu finden.

Ein japanischer Dolmetscher namens Kaoru Ogura unterstützte ihn nicht nur vor Ort, sondern auch danach durch mühevolle Recherchen, bei denen er die damaligen sozialen Gegebenheiten dokumentierte, und Jungk in 213 Briefen darüber berichtete.

Diese enge Zusammenarbeit und die dadurch entstandene, tiefe Freundschaft zwischen zwei Menschen aus Österreich und Japan, die dasselbe Ziel verfolgten, resultierten im Buch Strahlen aus der Asche. Es soll uns stets an die enorme Wichtigkeit von Frieden und die Arbeit dafür, erinnern.

 

Text: Yoshie Kagawa

 

Yoshie

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