150 Jahre Österreich-Japanische Beziehungen

Praktische Medienarbeit für JapanologInnen über die Stationen einer langjährigen Freundschaft.

Ongaku no Miyako

Von den etwas mehr als 2000 in Österreich lebenden Japaner*innen studieren einige hundert Musik in Wien. “Typisch”, möchte man meinen, sieht man die vielen japanischen Tourist*innen in der Wiener Staatsoper oder im Musikverein. Als Ongaku no Miyako, als Musikhauptstadt, ist Wien in Japan bekannt. Dass neben Klischee beladener Habsburg-Romantik vor allem persönliche Lebensträume und Emanzipation ein Faktor für den Zuzug meist junger Japaner*innen sind, wird dabei oft übersehen.

Sehnsucht nach Wien

Ein Bösendorfer-Flügel war es, mit dem alles begann. Nein, die Rede ist nicht vom Geschenk Kaiser Franz Josephs an das japanische Kaiserhaus vor 150 Jahren, als die diplomatischen Beziehungen zwischen Japan und Österreich ihren Anfang nahmen. Gemeint ist ein Bösendorfer, auf dem Kaino Yūkako mit acht Jahren in Japan zum ersten Mal etwas vorgespielt wurde. „Bösendorfer ist dann auch ein Teil meiner Wiener Sehnsucht geworden“, erzählt die Japanerin, welche mir ihr Alter nicht nennen will. Nach Wien kam sie gegen den Willen ihrer Eltern, die eine Musikkarriere als viel zu unsicher befanden. Statt der ersehnten Musikausbildung wurde es ein Job im juristischen Bereich in Japan. Der Traum eines Musikstudiums in der Musikhauptstadt, der Ongaku no Miyako, wie Wien in Japan oft genannt wird, sollte ein Traum bleiben. Doch Yūkako, unglaublich redselig und vor Energie nur so sprudelnd, setzte ihren Willen letztendlich durch und fügt hinzu: „Natürlich will ich die Sachen machen, die ich als Kind machen wollte, aber nicht konnte. Und so dachte ich mir, ich arbeite und spare Geld und verwirkliche den Traum aus eigener Kraft.” Seit fünf Jahren studiert sie nun in Wien am Franz-Schubert Konservatorium, mit Klavier als Hauptfach.

Wien als Hauptstadt des Kitschs?

Szene aus  “Wiener Capriccio” (ウィーン奇想曲) von Kana Sachiko aus 1972. Einer der vielen an junge Mädchen gerichteten Mangas, die in Wien spielen und wo Musik das Hauptmotiv ist. © Kodansha

Ähnlich wie in Amerika verbindet man auch in Japan Österreich oft mit kitschiger „Sound of Music“ Romantik, im Falle Wiens kommen dann natürlich noch Sissi oder Johann Strauß hinzu. Geschaffen wird dieses Bild nicht nur von Tourismusverbänden und Reisebüros hüben wie drüben, es gibt durchaus auch eine eigene japanische Kulturproduktion zum Thema „Wien und klassische Musik“. Ein Großteil der Mangas, die in Wien spielen, sind an junge Mädchen und Frauen gerichtete Romanzen. 1976 und 1980 erschienen mit „Wiener Konzert“ (ウィーン協奏曲 Uīn Kyōsōkyoku) und “Wiener Träumerei“ (ウィーン幻想 Uīn Gensō) zwei Werke der Zeichnerin Takemiya Keiko. Sie, eine Feministin, gilt als Vorreiterin des an junge Frauen und Mädchen gerichteten „Boys Love“-Genres, in dem homosexuelle Beziehungen zwischen Männern im Mittelpunkt stehen. Während „Wiener Träumerei“ eine im Sängerknabenmilieu angesiedelte Geschichte mit homoerotischem Einschlag ist, geht es in „Wiener Konzert“ um ein junges Mädchen, das in Wien Klavier studiert. Die Idee zur Geschichte stammt von Co-Autorin Masuyama Hōe, die damit ihren Kindheitstraum, selbst in Wien zu studieren, als Manga verarbeitete. Man könnte fast meinen, der Manga hätte andere junge Frauen zum  Musikstudium in Wien inspiriert.

Kaino Yūkako bei einem ihrer über 100 Besuche des Musicals “Elisabeth”. © Kaino Yūkako

Einen noch größeren Einfluss auf die Entwicklung des Wien-Bildes als Ongaku no Miyako hatte das Musical „Elisabeth“, eine romantisierte Nacherzählung des Lebens der Kaiserin Sissi.1996 kam es nach Japan, aufgeführt von der Takarazuka-Revue aus Tōkyō. Das Merkmal dieser Musiktheatergruppe ist, dass alle Rollen ausschließlich von Frauen dargestellt werden. Für Kaino Yūkako war eben dieses Musical, neben ihrem Erlebnis mit dem Bösendorfer-Flügel, letztlich der wichtigste Grund, um nach Wien zu kommen, wie sie mir im Interview erzählt.

 

Ongaku no Miyako als in Japan produzierter kitschig-romantischer Traum für junge Frauen?

Tatsächlich könnte man diesen Eindruck gewinnen, sieht man sich alleine die Zahlen über japanische Musikstudent*innen an. An der Wiener Universität für darstellende Musik und Kunst (MDW) sind beispielsweise von 103 japanischen Student*innen 85 weiblich. Nur unter Student*innen aus Südkorea, welches mit Japan geschichtlich und kulturell starke Verbindungen hat, sind Frauen ähnlich überrepräsentiert. Man braucht aber nicht zu glauben, dass die Erfüllung kitschiger Mädchenträume der alleinige Grund fürs Musikstudium wäre. Letztendlich reden wir hier von erwachsenen Frauen, die tausende Kilometer entfernt von ihrer Heimat ein Studium beginnen. Angesichts starrer, konservativer Geschlechterrollen, die in Japan immer noch fest in der Gesellschaft verankert sind, kann der Weg nach Wien durchaus auch als persönliche Emanzipation verstanden werden. Von Frauen wird oftmals erwartet, dass sie ihre Karriere zugunsten der Ehe aufgeben und sich um Haushalt und Kindererziehung kümmern, für die Männer ist nach einigen Jahren an der Universität Arbeit angesagt. Der Gang ins Ausland, noch dazu für eine als wenig aussichtsreich angesehene Musiker*innen Ausbildung, steht in diesem Gesellschaftskonzept nicht unbedingt an erster Stelle. Dies ist auch eine Erklärung dafür, wieso viel mehr japanische Frauen als Männer in Wien Musik studieren, wie Akita Sanae erzählt.

 

Akita Sanae ist Bratschistin beim RSO des ORF. © Akita Sanae

Die 29-jährige Bratschistin Akita Sanae kam mit 24 Jahren nach Wien, um an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) ihren Master zu machen. Mittlerweile ist sie Berufsmusikerin beim Radio-Symphonieorchester des ORF und arbeitet auch an der Wiener Volksoper. Während des Interviews scheint es mir, als hätte Sanae von all meinen Gesprächspartner*innen die größten Startschwierigkeiten gehabt, sich in Österreich einzuleben. Auf die Frage nach österreichischen Freund*innen folgt zuerst betretene Stille und danach die Aussage, dass es für japanische Student*innen grundsätzlich schwer sei, österreichische Freund*innen zu finden. Sprachliche und kulturelle Unterschiede sind nichts, was man von heute auf morgen überwindet.

Soviel Deutsch zu lernen, wie man für den Unterricht braucht, und dann mit dem prestigeträchtigen Diplom aus der Ongaku no Miyako zurück nach Japan. Das sei der Weg, wie ihn laut meinen Interviewpartner*innen der Großteil der japanischen Musikstudent*innen einschlägt. Akita Sanae habe sich Anfangs auch nie vorstellen können, in Wien eine Stelle als Musikerin anzutreten. Mittlerweile schätzt sich glücklich, durch harte Arbeit einen Job als Musikerin in Wien ergattert zu haben.  Dies sei nicht für alle Japaner*innen möglich, wie mir meine Gesprächspartner*innen versichern. Zuerst Österreicher*in, dann EU-Bürger*in, dann Japaner*in – so laute bei Jobcastings die ungeschriebene Regel, wer bevorzugt werde. Auch die Anzahl der japanischen Lehrkräfte auf österreichischen Musikunis geht über eine Handvoll nicht hinaus. Auf der prestigeträchtigen MDW unterrichteten 2017 beispielsweise 13 Japaner*innen; mit den zusätzlichen 11 nicht mehr aktiven Lehrkräften macht dies 0,9 Prozent des Lehrkörpers aus. Und dies, obwohl japanische Student*innen etwa auf der MDW nach den Deutschen die größte Gruppe an Auslandsstudent*innen darstellen. Berufliche Perspektivlosigkeit ist einer der Gründe, weshalb viele Japaner*innen nach dem Studium wieder nach Japan zurückkehren.

“Japanesen am Wiener Conservatorium” – Zur Einseitigkeit japanisch-österreichischen Kulturtransfers

Österreich und Japan pflegen traditionell freundschaftliche diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen. Sie begannen mit der Ankunft der ersten Österreichischen Delegation in Japan 1869 und dem Abschluss des ersten Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrages, 1869. Zu diesem Anlass wurde als österreichisches Gastgeschenk der schon erwähnte Bösendorfer-Flügel überreicht. Es war eine Zeit, in der es vor allem Bürger*innen aus größeren europäischen Städte durch die Industrialisierung zu einem gewissen Wohlstand brachten. Tourismus war dadurch nicht mehr nur Reichen vorbehalten, sondern wurde für den immer größer werdenden Mittelstand zu einem Teil des Alltags. Im “Wiener Baedeker”, dem ersten Wiener Reiseführer aus dem Jahr 1868, liest man vom musikalischen “Volkscharakter” der Wiener*innen. Laut Überzeugung von “Tanzgelehrten” wie den Gebrüdern Strauß, sei es so, dass “man nur in Wien verstehe, zum Tanz zu spielen”. Es sei auf das Engagement des Mittelstands zurückzuführen, dass in Wien die “deutsche Tonkunst” der italienischen Paroli bieten könne. Der “Baedeker” war ein  großer Erfolg, und fortan verbreitete sich das Bild von Wien als Musikstadt auch international.

Im April 1887 schickte das japanische Bildungsministerium eine Delegation an das Wiener Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde, die Vorgängerinstitution der MDW. Ziel war es, ähnliche Bildungsstrukturen auch in Japan aufzubauen. Teil des Planes war auch die Entsendung japanischer Musikstudent*innen nach Wien. “Japanesen am Wiener Conservatorium” titelte “Die Presse”. Der Kulturaustausch gestaltete sich zunächst jedoch einseitig. Österreichische Musikgelehrte und Komponisten gingen in großer Zahl nach Japan, aber erst 1933 promovierte mit Arima Daigorō der erste Japaner im Fach Musikwissenschaften an der Universität Wien. Durch seine hervorragenden Deutschkenntnisse war er bis weit nach dem zweiten Weltkrieg der wichtigste Motor für die musikalischen Beziehungen zwischen Japan und Österreich. Arima lud zahlreiche österreichische Musiker*innen nach Japan ein, darunter den Dirigenten Kurt Wöss, der seit 1938 NSDAP-Mitglied war und während des Nationalsozialismus Karriere gemacht hatte. Mit Hilfe Arimas wurde er Leiter des NHK-Symphonieorchesters und Lehrer an der Musikhochschule in Tōkyō. Dass Arimas Forschungsschwerpunkt auf der Geschichte japanischer Musik lag, ist in Österreich beinahe vergessen.

Filmplakat zu Tanaka Michikos Film “Letzte Liebe”. © Wiener Film KG

Die erste japanische Austauschstudentin inskribierte 1930 auf der MDW. Ihr Name war Tanaka Michiko, eine junge Frau aus guten Hause. Nach Österreich kam sie nicht freiwillig, sondern sie wurde von ihren Eltern aufgrund ihrer Affäre zu einem verheirateten Mann nach Wien geschickt. Tanaka machte im deutschsprachigen Raum Karriere als Sopransängerin und Schauspielerin. Auf der Bühne und der Leinwand wurde sie durch Rollen bekannt, in denen sie Asiatinnen darstellte. Etwa Cio-Cio-san in Madame Butterfly oder als Geisha in „Yoshiwara“. Fast schon autobiografisch erscheint daher Tanakas zweiter Film „Letzte Liebe“ aus dem Jahr 1935, in dem sie eine japanische Austauschstudentin in Wien darstellt. Trotz der Tatsache, dass Tanakas ausschweifender Lebensstil in Wien fast dazu führte, dass sie zurück nach Japan geschickt worden wäre, war die Rolle der Sanada Namiko (gespielt von Tanaka) die einer braven, unterwürfigen Studentin, die stets mit Verniedlichungsformen angesprochen wurde. Der Wiener Musikwissenschaftler Juri Giannini spricht in diesem Zusammenhang von einer Exotisierung Tanakas und dem bewussten Einsatz von Klischees, welche in Österreich gegenüber asiatischen Frauen herrschten. Weiters macht er darauf aufmerksam, dass jedes Mal, wenn Tanaka im Film ein japanisches Lied anstimmt, dies für die Manifestierung des Status Tanakas als Exotin bestimmt ist. Dass Tanaka lange Zeit mit ihrer Rolle als exotischer weiblicher Aufputz unzufrieden war, davon zeugt auch die Aussage in ihrer 1954 nur auf Japanisch erschienen Autobiografie: „Ehrlich gesagt, habe ich die Europäer gehasst“.

Angesprochen darauf, ob sie mit Tanaka Michiko mitfühlen könne, antwortet mir Akita Sanae, dass sie selbst nur selten exotisiert worden sei. Insbesondere in der Musikwelt tätige Österreicher*innen wissen durch regelmäßige Auftritte in Japan von der Popularität der Ongaku no Miyako. Auch Japaner*innen, die in österreichischen Orchestern spielen, seien keine Seltenheit mehr. Sie sei vielmehr froh, als Ausländerin in Österreich nicht so behandelt worden zu sein, wie Ausländer*innen in Japan.

Fremd in Japan

Endo Kei an seinem Instrument. © Endo Kei

“Ich kenne da eine japanische Kellerbar, da ist es total ruhig“, schlägt Endo Kei vor. Ich bin erleichtert, schließlich war es im Cafe, in dem wir uns zuerst treffen wollten, viel zu laut für ein Interview. In die engen Seitengassen des ersten Bezirks verschlägt es mich selten, Kei ist hier zu Hause und kennt sich dementsprechend gut aus. Ein günstiges Zimmer, welches er von einer Mitstudentin aus Japan erhalten hat, erlaubt es ihm, im teuersten aller Bezirke zu einem leistbaren Preis zu wohnen. Wie die meisten aller japanischen Musikstudent*innen, hat auch Kei vor allem am Anfang seiner Zeit in Wien öfter die Hilfe anderer Japaner*innen in Anspruch genommen. Mittlerweile besteht sein Wiener Freundeskreis aber größtenteils aus Nicht-Japaner*innen, sein Deutsch ist nahezu makellos. Aus den anfänglich geplanten zwei Jahren wurden sieben, in Japan fühle er sich mittlerweile „wie ein Fremder“, erzählt er.

 

Auch Keis Lebensweg ist so gar nicht „typisch Japanisch“. Wie auch Yūkako hat er den Weg zum Profimusiker erst als zweiten Bildungsweg eingeschlagen. Beide beteuerten immer wieder, sichtlich stolz, keine „normalen“ Japaner*innen zu sein. Tatsächlich ist in Japan der gesellschaftliche Druck zur Homogenität sehr hoch. „Der Nagel, der hervorsteht, wird hineingeschlagen“ ist in Japan nicht nur ein Sprichwort, sondern die Idee dahinter auch treibende Kraft nationalkonservativer japanischer Regierungspolitik. Ein Land „einer Sprache, einer Kultur und einer Rasse“ sei Japan, so der damalige Premier Asō Tarō im Jahr 2005.

Demzufolge sind autoritäre Strukturen auch im japanischen Unterrichtssystem nicht unüblich. „An Österreich sehr überrascht hat mich, wie Professor Müller, mein Lehrer, mir gleich das Du-Wort angeboten hat. Und ebenso, dass ich ihn einfach Herbert nennen kann. Das wäre in Japan undenkbar, deswegen blieb ich eine Zeit lang noch beim Sie”, so Akita Sanae. Weiters gelten Japaner*innen bei österreichischen Lehrenden zwar als fleißig und technisch begabt, es fehle ihnen aber am Gefühl, an der Klangfarbe. Eine Behauptung, die die MDW-Diplomandin Satō Noriko schon 1992 in ihrer Diplomarbeit über japanische Musikstudent*innen aufstellt und die auch von meinen Interviewpartner*innen öfters wiederholt wird. Das starre, hierarchische japanische Unterrichtssystem böte nicht viele Möglichkeiten zur individuellen Entfaltung des musikalischen Könnens. In Wien sei das anders.

Verfliegt der Zauber der Musikhauptstadt?

Dass die Anzahl an japanischen Musikstudent*innen in Zukunft zurückgeht, ist aber nicht zu erwarten. Einerseits wird sich Wien auch weiterhin als Musikstadt verkaufen. Die Anzahl japanischer Tourist*innen steigt von Jahr zu Jahr, 2018 waren es etwas mehr als 200.000, die in der Ongaku no Miyako übernachteten. Wien ist in Japan also beliebt wie nie zuvor.

Alle meine drei Gesprächspartner*innen scheinen aus japanischer Sicht her „Nägel, die herausstehen“ geblieben zu sein. Ob dies an der im Vergleich zu Japan individualistischeren Gesellschaftsstruktur Österreichs liegt? Vielleicht. Mit Sicherheit aber liegt es am persönlichen Mut und Ehrgeiz dreier junger Menschen, welche sich trotz allen Gegenwindes ihre Träume verwirklichen konnten. Hier, in der „Ongaku no Miyako“.

Text: Gregor Wakounig, Voiceover: Tanja Malle

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Es folgt: Pressetext (Verfasst November 2018)

Wien als romantischer Sehnsuchtsort für junge Japaner*innen

Wer regelmäßig klassische Konzerte und Opern in Wien besucht, dem/der werden sie sicher schon aufgefallen sein: japanische Tourist*innen, welche einen bedeutenden Teil des Publikums ausmachen. Wien wird in Japan als Ongaku no Miyako, also als die Musikhauptstadt vermarktet. Dass dabei typisch wienerische Klischees bedient werden, ist im Kontext der Tourismusindustrie nicht weiter überraschend. Der Einfluss des Bildes von Wien als Welthauptstadt der klassischen Musik ist etwa an den Musikschule der Stadt erkennbar. Vor allem weibliche Studentinnen aus Japan sind dort in hoher Anzahl inskribiert. Für einige dieser Schulen ist der Zulauf japanischer Student*innen schon ein derartig großer Wirtschaftsfaktor geworden, dass man sogar eigene Dolmetscher*innen anstellt um den Unterricht reibungslos ablaufen lassen zu können.

Gregor Wakounig hat Japaner*innen unterschiedlichen Alters befragt, welche mit dem Ziel in der Ongaku no Miyako Musik zu studieren, nach Wien gekommen sind. Wie viel bleibt über von den romantisch verklärten Klischees der Musikhauptstadt, wenn man einmal hier angekommen ist? Wie passen Ottakring und Favoriten in diese Klischeebilder? Und steht die klassische Musik nach einigen Jahren Wien wirklich noch im Mittelpunkt des Lebensentwurfes?

Gregor Wakounig

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