Imuhar-Nomadinnen: Kollektives Handeln in Extremen.
Momentaufnahmen pastoraler Ökonomie in der Sahara.

Wenn der Nomade Seaton mit seinen Ziegen und Dromedaren nach tagelangem Ritt in der Oase eintrifft um Handel zu betreiben, wird er von den arabischen Bewohnern als "Tuareg" bezeichnet. Seine Frau Schona, die noch nie in der Oase war, kennt die Fremdbezeichnung "Tuareg" nicht. Sie nennen sich Imuhar (Sg.w. Tamahaq Sg.m. Amahar).

Kel Ahaggar-NomadInnen, eine Untergruppe der Imuhar um die es in dieser Studie geht, leben in der algerischen Sahara und betreiben horizontalen Nomadismus mit Dromedaren, Ziegen und Schafen. Sie produzieren nicht nur für ihre eigene Subsistenz, sondern interagieren auch mit weiteren Wirtschaftsystemen.

Pastorale Ökonomie ist durch alters- und geschlechtspezifische Arbeitsteilung bestimmt. Bis dato wurde in Studien vor allem die Arbeitsorganisation d Männer als Hirtennomaden der Sahara hervorgehoben (Klute 1992, Nicolaisen 1963). Mehr und mehr wird jedoch die Bedeutung des wirtschaftlichen Handelns der Imuhar-Frauen erkannt (Spittler 1998).

Nomadinnen, als Managerinnen eines wandernden Kleinviehzuchtbetriebes, sichern in einer extremen Umwelt die Subsistenz.

Standortwechsel
Standortwechsel. Foto: Anja Fischer.

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