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2.1.2.1.1 Güter und Waren

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Verkauf von Opfergaben bei einem hinduistischen Tempel, Süßwaren im Supermarkt, Obst und Zigarretten in Indonesien. Fotos: Elke Mader

Marx unterscheidet zwischen Gütern und Waren. Güter zeichnen sich dadurch aus, dass sie nützlich sind, dass sie einen Gebrauchswert haben. "Die Nützlichkeit eines Dings macht es zum Gebrauchswert" (Marx 1977: 50). Diese Nützlichkeit ist an den Gegenstand gebunden und unabhängig davon, wie viel menschliche Arbeit dahinter steckt. Sie ist auch unabhängig davon, ob das Gut getauscht wird, oder ausschließlich für den eigenen Bedarf selbst hergestellt ist. Güter werden nur durch den Austausch zur Ware. Damit verschiedene Güter gegeneinander austauschbar sind, benötigen sie eine weitere spezifische Wertform, den Tauschwert. Warenproduktion ist die Produktion von Gütern für Andere. Sie setzt Geldwirtschaft voraus und bedeutet eine neue Qualität, die der einfache Austausch von Ware gegen Ware noch nicht besitzt.

In der Warenzirkulation treten einander Besitzer von Waren, welche Gebrauchswert und Tauschwert haben, gegenüber. Voraussetzung dazu ist ein gewisses Maß an Arbeitsteilung. Marx unterscheidet nun verschiedene Formen der Warenzirkulation:

1.: W – W

Die einfachste Form der Warenzirkulation besteht darin, dass Ware gegen Ware getauscht wird. Ein Ding, das für mich nutzlos ist, weil ich zu viel davon habe, wird gegen ein nützliches Ding, das ich nicht habe, getauscht.

2.: W – G – W

Beim Tausch Ware gegen Geld, um mit diesem Geld wiederum eine Ware einzutauschen, ist die Motivation dieselbe wie bei W – W. Über den Umweg des Geldes wird etwas, das Gebrauchswert für andere hat, in mehreren Schritten zu etwas, das Gebrauchswert für mich hat. Die Funktion des Geldes besteht hier darin, die verschiedenen Waren als "qualitativ gleiche und quantitativ vergleichbare, darzustellen" (Marx 1977: 109).

3.: G – W – G

Dies ist die Zirkulationsform im Kapitalismus. Geld wird verausgabt, um Waren zu kaufen, die zu mehr Geld führen sollen. Das treibende Motiv ist nun nicht mehr ein Bedürfnis nach anderen Gebrauchswerten, sondern der aus dem Tausch resultierende Mehrwert.

In der Warenzirkulation tauschen sich gleiche Werte gegeneinander aus. Marx stellt sich nun die Frage, wie es sein kann, dass der Geldbesitzer Waren zu ihrem Wert kaufen und zu ihrem Wert verkaufen kann, und bei dieser Transaktion mehr Wert herausgezogen wird.

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