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up 3 Ausgewählte statistische Grundlagen und Analysemethoden
up 3.1 Notwendiges Wissen für die Wahl geeigneter statistischer Analysemethoden
up 3.1.2 Skalenniveaus

3.1.2.3 Ordinalskalierung

Bei der Ordinal- oder Rangskalierung werden Gegenstände oder Sachverhalte miteinander verglichen und nur der Größe oder Intensität entsprechend gereiht. Eine Rangreihung ist möglich und sinnvoll, jedoch können die Abstände nicht interpretiert werden, d.h. der Abstand vom Zweit- zum Drittgrößten kann anders sein als vom Dritt- zum Viertgrößten.

Beispiele wären die Beliebtheit von SchülerInnen (hier kann ich diese eindeutig danach reihen), die Sympathie für Zuwanderer etc.

Schulnoten ordinal- oder intervallskaliert?

Schulnoten werden von vielen behandelt, wie wenn sie zur Intervallskalierung gehören würden, in welcher Abstände interpretiert werden können. Daher errechnen viele zur Beurteilung der Qualität einer Klasse das arithmetische Mittel von Noten, was man jedoch nur bei zumindest intervallskalierten Variablen machen sollte. Überlegen wir: Falls Schulnoten intervallskaliert wären, müsste der Abstand von einer Schulnote zur nächstbesseren/- schlechteren einem präzisen und stabilen Leistungsunterschied zwischen SchülerInnen entsprechen. Oft ’steht’ man jedoch zwischen zwei Noten, die PrüferIn muss sich dennoch für eine entscheiden. Auch wenn alle SchülerInnen einer extrem begabten Klasse eine sehr gute Arbeit abgeben, wird die PrüferIn dennoch meistens versuchen, zwischen ihnen durch unterschiedliche Noten zu differenzieren, um die Motivation und den anspornenden Wettbewerb hochzuhalten. Daher gibt es trotz des offiziellen objektiven Anspruchs von Schulnoten einen zu hohen subjektiven Einfluss, um sie als intervallskalierte Variablen behandeln zu können.

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