Satzungen der √Ėsterreichischen Mykologischen Gesellschaft

1. Name und Sitz der Gesellschaft:

Die Gesellschaft f√ľhrt den Namen „√Ėsterreichische Mykologische Gesellschaft“ und hat ihren Sitz in Wien.

2. Zweck der Gesellschaft:

Zweck der Gesellschaft, deren Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, ist es, die heimische Pilzflora zu erforschen, die wissenschaftliche Pilzkunde zu fördern und Kontak­te der Pilzforscher untereinander zu vermitteln und zu pflegen.

3. Mittel zur Erreichung dieses Zweckes:

a) Bildung von Fachaussch√ľssen f√ľr bestimmte Aufgaben und von Sonderabtei¬≠lungen zur Forschung und Vergr√∂√üerung des Wissens in einzelnen Teilgebieten der Pilzkunde.

b) Anlage einer Fachb√ľcherei und einschl√§giger Sammlungen.

c) Einrichtung eines Herbariums.

d) Herausgabe einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift, in der die Ergebnisse der ge­meinsa­men Forschungstätigkeit publiziert werden können.

e) Veranstaltung von regelm√§√üigen Zusammenk√ľnften, Vortr√§gen, Kursen, Aus¬≠stellun¬≠gen und Exkursionen mit der in ¬ß 2 definierten Zielsetzung.

4. Aufbringung der Mittel:

a) Durch die regelmäßigen, alljährlich festzusetzenden Jahresbeiträge der Mit­glieder;

b) durch Zuwendungen und freiwillige Spenden;

c) durch die Erträgnisse der von der Gesellschaft zu unternehmenden Veranstal­tungen und sonstige Einnahmen.

5. Die Mitgliedschaft:

Die Gesellschaft besteht aus:

a) Ehrenmitgliedern;

b) Korrespondierenden Mitgliedern;

c) Förderern;

d) Ordentlichen Mitgliedern;

e) Unterst√ľtzenden Mitgliedern.

Zu a) Ehren- und b) Korrespondierenden Mitgliedern werden in der Hauptver¬≠samm¬≠lung √ľber Vorschlag des Ausschusses solche Personen ernannt, die sich entweder um die My¬≠kologie oder um die Gesellschaft hervorragende Verdienste erworben haben.

Den Titel eines F√∂rderers k√∂nnen von der Hauptversammlung √ľber Vor¬≠schlag des Aus¬≠schusses jene Personen erhalten, welche die Interessen der Ge¬≠sellschaft durch gr√∂√üe¬≠re Zu¬≠wendungen f√∂rdern.

Die Aufnahme der d) Ordentlichen und e) Unterst√ľtzenden Mitglieder er¬≠folgt durch den Ausschuss √ľber Empfehlung durch zwei Ausschussmitglieder. Un¬≠terst√ľtzende Mitglieder k√∂nnen in der Regel nur Studierende oder im gleichen Haushalte mit ordent¬≠lichen Mitgliedern lebende Verwandte werden.

6. Rechte der Mitglieder:

a) Alle Mitglieder haben das Recht, sich an den Veranstaltungen der Gesell­schaft zu be­teili­gen;

b) die der Gesellschaft geh√∂rigen literarischen und wissenschaftlichen Hilfsmit¬≠tel gem√§√ü den vom Ausschuss festgesetzten Anordnungen zu ben√ľtzen oder die Anschaffung solcher Hilfsmit¬≠tel zu beantragen.

Ehrenmitglieder, Förderer und ordentliche Mitglieder haben aktives und passives Wahlrecht, Sitz und Stimme in der Hauptversammlung, das Recht, An­träge zu stellen, und beratende Stimme in den Ausschusssitzungen.

7. Pflichten der Mitglieder:

Die Mitglieder sind verpflichtet, die Zwecke der Gesellschaft nach Kr√§ften zu f√∂rdern und die von der Hauptversammlung festgesetzten Beitr√§ge und Geb√ľh¬≠ren, von deren Entrichtung nur die korrespondierenden, die Ehrenmitglieder und F√∂rderer enthoben sind, zu leisten.

8. Jahresbeitrag:

Die H√∂he des Jahresbeitrages bestimmt die Jahreshauptversammlung √ľber Vor¬≠schlag der Leitung. Der Jahresbeitrag ist im Laufe des 1. Quartals eines jeden Jahres zu bezah¬≠len.

9. Ende der Mitgliedschaft:

Die Mitgliedschaft erlischt zufolge

a) Tod;

b) ausdr√ľcklich erfolgter Austrittserkl√§rung vor Schluss des laufenden Kalender¬≠jahres, f√ľr das der Mitgliedsbeitrag unbedingt zu leisten ist;

c) Streichung infolge Nichtbezahlung des Mitgliedsbeitrages trotz wiederholter Mah­nung;

d) Ausschluss (durch die Gesellschaftsleitung), wenn das Mitglied die Interessen oder das An­sehen der Gesellschaft in gröblicher Weise verletzt.

Ausgeschiedene Mitglieder haben weder auf R√ľckerstattung geleisteter Beitr√§ge, noch auf das Gesellschaftsverm√∂gen irgendwelchen Anspruch.

10. Die Organe der Gesellschaft sind:

Das Präsidium, der Ausschuss und die Hauptversammlung.

11. Präsidium:

Das Präsidium besteht aus dem Präsidenten und den Vizepräsidenten und wird von der Hauptversammlung auf die Dauer von 3 Jahren gewählt. Eine Funktion währt bis zum Amtsantritt eines neugewählten Präsidiums. Eine in dieser Amtsdauer vorgenom­mene Er­satzwahl gilt bis zum nächsten Wahltermin.

Wirkungskreis und Rechte des Präsidenten:

a) Er beruft und leitet die Hauptversammlung und die Ausschusssitzungen;

b) hat Sitz und Stimme in den Fachaussch√ľssen;

c) vertritt die Gesellschaft nach au√üen und den Beh√∂rden gegen√ľber;

d) unterzeichnet mit einem Ausschussmitglied alle die Gesellschaft verpflichten¬≠den Ur¬≠kunden und Schriftst√ľcke.

Der Präsident wird durch die Vizepräsidenten vertreten.

12. Ausschuss:

Der Ausschuss besteht aus den Ausschussräten und den Sekretären, deren Zahl jeweils von der Hauptversammlung festgelegt wird. Dem Ausschuss obliegt:

a) Die Beschlussfassung √ľber die nicht ausdr√ľcklich dem Pr√§sidium und der Hauptversamm¬≠lung vorbehal¬≠tenen Angelegen¬≠heiten auf Grund einer von ihm aufgestellten Gesch√§ftsord¬≠nung;

b) die Vorbereitung von an die Hauptversammlung zu erstattenden Anträgen und Vor­schlä­gen. Zur Beschlussfähigkeit des Ausschusses ist die Anwesenheit von mindestens 6 Ausschussräten erforderlich. Im Ausschuss stimmen die Mit­glieder des Präsidiums mit. Bei Stimmen­gleichheit gilt jener Beschluss als ange­nommen, dem der Vorsitzende beige­treten ist.

Die Sekretäre sind die Exekutivorgane des Ausschusses. Es obliegt ihnen:

a) die Besorgung der Korrespondenz;

b) die Protokollf√ľhrung;

c) die Kassengebarung;

d) Verwaltung der B√ľcherei;

e) die Durchf√ľhrung aller ihnen vom Pr√§sidium, vom Ausschuss oder gem√§√ü der Ge¬≠sch√§ftsord¬≠nung √ľbertragenen Gesch√§fte.

Die Ausschussr√§te und die erw√§hnten Funktion√§re werden von der Hauptver¬≠samm¬≠lung mit absoluter Stimmenmehrheit gew√§hlt. Der Ausschuss kann sich auch durch Kooptierung erg√§n¬≠zen. F√ľr die Amtsdauer der gew√§hlten und koop¬≠tierten Mitglieder gilt sinngem√§√ü ¬ß 11/1.

Der Ausschuss kann Sonderabteilungen und Fachaussch√ľsse bilden und die Mitglieder und den Obmann (Stellvertreter) daf√ľr w√§hlen.

13. Die Hauptversammlung:

Dieser sind vorbehalten:

a) Die Wahl des Präsidenten und der Vizepräsidenten sowie eines etwaigen Eh­renpräsi­den­ten;

b) die Wahl der Ausschussr√§te und der der √ľbrigen Funktion√§re;

c) die Ernennung von Ehren- und korrespondierenden Mitgliedern;

d) die Verleihung des Titels eines Förderers;

e) die Festsetzung des Jahresbeitrages und allf√§lliger anderer Geb√ľhren;

f) die Genehmigung des Rechenschafts(Tätigkeits-)berichtes;

g) die Erteilung der Entlastung √ľber die Jahresgebarung;

h) die Abänderung der Satzungen der Gesellschaft;

i) die Beschlussfassung √ľber die Aufl√∂sung der Gesellschaft.

Die ordentliche Hauptversammlung findet jährlich einmal in der ersten Hälfte des Ka­len­derjahres statt.

Au√üerordentliche Hauptversammlungen zur Erledigung besonders wichtiger Angele¬≠genhei¬≠ten und zur Vornahme etwaiger Wahlen sind einzuberufen, wenn a) der Ausschuss einen dies¬≠bez√ľglichen Beschluss fasst oder

b) mindestens 20 ordentliche Mitglieder unter Angabe der Gr√ľnde einen diesbe¬≠z√ľglichen An¬≠trag schriftlich beim Pr√§sidenten stellen.

Die Anberaumung der Hauptversammlung ist den Mitgliedern mindestens 14 Tage vor dem Termin mitzuteilen, gleichzeitig m√ľssen die wesentlichen Gegen¬≠st√§nde der Ta¬≠gesordnung be¬≠zeichnet werden. Selbst√§ndige Antr√§ge der Mitglie¬≠der f√ľr die Hauptver¬≠sammlung m√ľssen ih¬≠rem Wortlaut nach mindestens 8 Tage vor derselben beim Pr√§si¬≠denten schriftlich angemeldet werden. Die Hauptver¬≠sammlung ist zur festgesetzten Zeit auf jeden Fall beschlussf√§hig und fasst ihre Beschl√ľsse im Allgemeinen mit absoluter Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleich¬≠heit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Zur Beschlussfassung √ľber Sat¬≠zungs√§nderungen und √ľber die Aufl√∂sung der Gesellschaft ist eine Zweidrittel¬≠mehrheit der abgegebenen g√ľlti¬≠gen Stimmen erforderlich. Abwesende Mitglieder k√∂nnen Ihr Stimmrecht durch andere Mit¬≠glieder, die sich durch eine diesbe¬≠z√ľgli¬≠che schriftliche Vollmacht und durch die Mitgliedskarte des Vollmachtgebers aus¬≠zuweisen haben, aus√ľben lassen.

14. Schiedsgericht:

Bei Streitigkeiten aus dem Gesellschaftsverh√§ltnis entscheidet ein Schiedsge¬≠richt, f√ľr das jede der beiden streitenden Parteien zwei Mitglieder w√§hlt, die wieder ein weiteres Mitglied zum Obmann w√§hlen. Kommt bei dieser Wahl eine Einigung nicht zustande, so entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los. Das Schiedsgericht fasst seine Be¬≠schl√ľsse mit einfacher Mehrheit.

15. Auflösung der Gesellschaft:

(1) Die freiwillige Aufl√∂sung der Gesellschaft kann nur in einer ordentlichen oder au√üeror¬≠dentlichen Haupt¬≠versammlung und nur mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen g√ľltigen Stimmen beschlossen werden.

(2) Diese Hauptversammlung hat auch ‚Äď sofern Vereinsverm√∂gen vorhanden ist ‚Äď √ľber die Abwicklung zu beschlie√üen. Insbesondere hat sie einen Abwickler zu berufen und Beschluss dar√ľber zu fassen, wem dieser das nach Abdeckung der Passiva verbleibende Vereinsverm√∂gen zu √ľbertragen hat. Dieses Verm√∂gen soll, soweit dies m√∂glich und erlaubt ist, einer gemeinn√ľtzigen Organisation zufallen, die gleiche oder √§hnliche Zwecke wie dieser Verein verfolgt.