Archiv 2014

 

 

 

 

Spuren der Vergangenheit auf der Dalmatinischen Insel Hvar

 Die Spuren der Vergangenheit lassen sich auf drei verschiedenen Ebenen in der Soziolandschaft der Insel Hvar ausmachen:   

 Das Geisterdorf Brusje

Im 19. Jh. waren die Bewohner von Brusje sukzessive ausgewandert. Sie konnten mit ihrem Auskommen in Brusje ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten. Ihr hiesiges Einkommen beschränkte sich auf die Oliven- und die Lavendelernte, wovon noch verlassene Felder zeugen, sowie den Weinbau. Ihre Emigration führte sie nach Südamerika, nach Brasilien oder Argentinien, wo sie sich bald Land erwarben und eine neue Existenz aufbauten. Nur wenige kehrten von dort in ihre ursprüngliche Heimat zurück. Die Nachkommen jener, die zurückblieben, hatten ihre Häuser im alten Stil dalmatinischer Steinhäuser restauriert. Andere Häuser verfielen oder wurden abgetragen, um an Ort und Stelle neu aufgebaut zu werden. Neue, teils amerikanische Villen entstanden und setzten einen ausgeprägten Kontrast zu den noch übrig gebliebenen authentischen Steinhäusern. Dieser letztere Prozess ist bis heute noch nicht abgeschlossen.

  Die "Sommerresidenz" Humac

Hier, in einem Dorf auf einer Anhöhe der Insel Hvar, weilten Ziegen und Schafe während des Sommers. Auch hier zeigen sich die Spuren der Vergangenheit sowohl in der Einrichtung im Inneren der über den Sommer bewohnten Häuser als auch in deren  korrodiertem Äußeren.

3.     Waldbrände

Spuren der Vergangenheit besonderer Art gehen auf sommerliche Waldbrände zurück, die immer wieder auf der ganzen Insel Hvar ausbrechen. Die Zerstörung der Baumbestände ist dabei gewaltig. Zur Ursache dieser Waldbrände gibt es verschiedene noch ungeklärte Theorien:

a.     Die Brände wurden durch die sommerliche Hitze, also ohne Eingreifen durch Menschenhand ausgelöst.

b.     Die Brände wurden durch Menschenhand ausgelöst.Von dem Feuer versprechen sich mutmaßliche Brandleger eine Auflockerung des Waldbodens und von der zurückgebliebenen Asche eine günstige Düngung für die nachwachsende Vegetation.

 

Claudia Schweizer

1950 in Basel geboren. Nach Studien in Zürich, Norwich (GB) und Wien 2002 Interesse für Photographie und autodidaktische Aneignung der notwenigen Kenntnisse. Seither intensive Beschäftigung einerseits mit Dokumentarphotographie, andererseits mit digitaler Kunst unter Einbindung der Photographie. Mehrere Ausstellungen in Wien.

 

 

 

 

Siegfried Werner König

 

 

steingeschrieben

 

Stein. Gestalt. Wandel

Architektur im slawischen Raum

 

 

 

 

 

 

12. 03.  - 29.4. 2014 

Vernissage: Mittwoch, 12. 03. 2014, 18.30 (Einlass 18 Uhr)

 

 

 

Siegfried Werner König

hat

1950 im oberösterreichischen Steyrling das Licht erblickt,

in Linz und an der Wiener Universität Bildungsangebote genutzt,

an einer Kremser BHS Deutsch und Geographie vermittelt,

drei Jahrzehnte lang achtsam slawische Lande durchstreift,

den Kairos gelobt für Fingerzeige auf so manches Detail,

den digitalen Verlockungen (bislang) widerstanden,

dankbar von Manfred Fürst ergänzende Fotos angenommen,

Steingeschriebenes feinthematisch sortiert und kommentiert.

 

 

 

Gero Fischer

 

 

Landschaftsbeziehungen

 

aus drei Jahrzehnten 

 

 

 

 

 

21.5.  - 29.6. 2014 

Vernissage: Mittwoch, 21. 05. 2014, 18.30 (Einlass 18 Uhr)

 

 

Landschaftsfotografie

Zur Landschaftsfotografie gibt es zahlreiche vorgefasste Meinungen, etwa der Art - Blende 8 und 1/125 und das war's dann. Es mag schon vorkommen, dass die genannten technischen Aufnahmeparameter irgendwo zutreffen, aber BIlder, die beeindrucken, die haften bleiben, erfordern etwas Anderes, nämlich eine intensive Auseinandersetzung mit und eine emotionale Bindung an die porträtierte Landschaft. Ja, es sind Porträts, bewusste und allmähliche Annäherungen und keine Zufallsbekanntschaften. Die präsentierten Bilder sind gewissermaßen Erfahrungs- und Erlebnisberichte über Landschaften, mit denen mich eine enge Beziehung verbindet und in denen ich mich zu Fuß, per Rad, auf Langlaufschiern, zu Pferd lange und wiederholt bewegt habe. 

Die meisten Aufnahmen wurden ausschließlich in analoger Technik auf Schwarz-Weiß im Mittelformat (6x6, 6x4,5) gemacht, einige im Großformat (4x5") und der Rest im Kleinbild. Die FIlme habe ich alle selbst entwickelt und vergrößert. Die wenigen Farbaufnahmen (alle 6x6) sind stark monochrom gehalten und wurden in einem Fachlabor vergrößert. 

 

 

Gero Fischer

Geb. 1944 in OÖ, seit 1970 Hochschullehrer am Institut für Slawistik d. Universität Wien, Gründer und Leiter der Galerie auf der Pawlatsche. 

 

 

 

 

Sven Abraham

 

 

Reisenotizen aus Transdanubien

 

Dauer der Ausstellung: 1. 10 -  31. 10. 2014

Vernissage: 1.10. 18.30 (Einlass 18 Uhr) unter Anwesenheit des Autors

 

Meine  Reisenotizen , die ich als Essay verstehe, sind während regelmäßiger  Reisen in die ungarisch-deutsch-kroatische Heimat meiner Mutter entstanden. Jedes Jahr kamen Bilder hinzu, andere entfielen. Wie bei der Rückkehr an bekannte Orte die Echos des vorigen Besuches präsent sind, überlagern sich die Eindrücke in einem Bild. Entfallene Bilder sind als Widerhall in den hinzugekommenen existent.

Frei und konzeptlos entwickelte sich dieser Zyklus der in diesem Jahr enden wird.  

Alle Arbeiten sind  rein analog entstanden, sind Doppel- zum Teil Mehrfachbelichtungen auf das selbe Stück Film, auf unterschiedlichen Papieren vergrößert. Die im Arbeitsablauf entstandenen technischen Mängel bleiben bestehen, die Makellosigkeit der Abzüge steht nicht im Vordergrund.

 Sven Abraham

 

Reisenotizen aus Transdanubien

Keine Gewissheiten zu haben, dass heißt nicht dem Ort selbst jede Gewissheit abzusprechen. Kaleidoskopisch oder kristallin scheint das Land hinter dem Fluß in Abrahams Lichtbildern auf. Erscheinungen fächern sich auseinander oder schimmern durch sich selbst hindurch. Die Geflechte des noch weitgehend oberirdisch verlaufenden Leitungsnetzes und die Baumkronen vervielfachen sich in Reihen mit den gekalkten Bauernhäusern, den bekuppelten Türmen und Fensterbögen von Palästen und Kirchen. Bäume werden Skulpturen und Statuen zu Baumnymphen. Ein verwischender Lichtpinsel trägt Schatten ein und schlägt lichte Schneisen in eine vermeintliche Wirklichkeit. Die Trostlosigkeit des Horizonts vergeht mit der Erschütterung des Standpunkts. Er beginnt zu schwimmen, zerfasert oder biegt sich. Das Gran Eigenwürze erst, das die musische Betrachtung der Welt von der Inventur unterscheidet, schenkt den Erscheinungen die Kraft der Dauer. Wer anschaut, der gewinnt dazu. Wer überzählt, der wird verlieren.

Sebastian Hennig

Jiří Ernest und Studierende

 

Jihlava / Iglau einst und jetzt

 

 

 

 

 

 

Jihlava / Iglau 1909

 

 

Jihlava / Iglau 2010

 

 

20.11. 2014 - 7.01.2015

Vernissage: Donnerstag, 20.11. 2014, 18.30 (Einlass 18 Uhr)

 

Jihlava / Iglau einst und heute

Im Jahre 2011 begann ich mit Studierenden der mittleren graphischen Kunstschule in Jihlava die Arbeit am fotografischen Projekt Jihlava einst und heute. Urimpuls war das Interesse um die Geschichte Jihlavas, einer Stadt, die in der Geschichte überwiegend Zeit mehr deutsch als tschechisch war. Im Archiv des Museums Vysočina von Jihlava wählte ich historische Aufnahmen aus, die am meisten über die Veränderungen der Stadt etwas aussagen können und ließ sie abscannen. Ausgewählte Studenten bekamen dann Kopien dieser Aufnahmen zu Verfügung gestellt und suchten die Orte aus, wie sie heute aussehen und registrierten Veränderungen. Das Projekt geht von einem traditionellen Vergleich von (alten und neuen) Fotografien aus und vom Versuch das Bewusstsein über die Veränderungen zu wieder zu erwecken, die sich in der Geschicthe der Stadt vollzogen haben und welche Eingriffe in die Struktur und Architektur der Stadt die unterschiedlichen Zeiten hinterlassen haben. Ob es sich um die Zeit der NS-Okkupation handelt, als Iglau deutsche Sprachinsel in den tschechischen Ländern war, oder ob es sich um die Epoche des sozialistischen Aufbaues handelt, der gänzlich den Charakter der Stadt ignorierte und inmitten eines der größten Plätze in der Tschechischen Republik das Einkaufszentrum Prior errichten ließ, dessen Abriss jetzt in Erwägung gezogen wird.

Die Arbeit am Projekt dauerte etwa zwei Jahre und die Aufnahmen kommen aus allen Jahreszeiten. Die Ausstellung wurde im Museum Vysočina im Jahre 2011 präsentiert und in der Partnerstadt von Jihlava in Heidenheim.

Jiří Ernest

 

 

 

 

 

MgA. Jiří Ernest

Geb. 30.10.1973 in Hořovice, Bezirk Beroun.

 

Studium

FAMU Praha, Institut für Fotografie.

École superieure d´Art de Grenoble (Francie).

Mittlere künstlerisch-technische Schule in Brno (ŠUŘ), Abteilung Fotografie.

   

Teilnahme an Ausstellungen

1997 „Milánské kompozice“, Galerie AB, Brno

1997 „Stůl“, Galerie U dobrého pastýře, Brno

1997 „Jedinečná příroda“, České centrum, Wien (Rakousko)

1999 „Autoportrét“, Galerie Milana Zezuly, Brno

2001 „Hledání identity“, palác Lažanských, Praha

2001 „FamuFest“, divadlo Archa, Praha

2002 „Skoki 2002“, setkání filmových škol, Poznań (Polsko)

2003 „Měsíc fotografie“, Lodz (Polsko)

2003 „Bakalářské soubory FAMU“, Novoměstská radnice, Praha

2003 „Space“, galerie IN and OUT, Grenoble (Francie)

2004 „45e paralléle“, art centrum Magasin, Grenoble (Francie)

2004 „INTERACTION”, MuseumQuartier, Wien (Rakousko)

2005 „Krajiny na kraji“, Lapidárium, Betlémská kaple, Praha

2005 “Magisterské soubory FAMU”, Zámek Dobřichovice, Dobřichovice

2005 “Máchovy Litoměřice”, galerie Ve dvoře, bienále grafiky a fotografie, Litoměřice

2006 „Festival Fotografie Internazionale di Roma“, Hadrian's Temple, Roma (Itálie)

2006 „Ateliér Štěpána Grygara“, Malá výstavní síň, Liberec

2006 „Prostory v čase“, Galerie mladých, Brno

2006 „Fragmenty“, ČC Brusel, Brusel (Belgie)

2006 „Xposeptember“, Festival fotografie Stockholm (Švédsko)

2006 „Kaunas Photo Days 2006“, Festival fotografie Kaunas (Litva)

2006 „Odloučené prostory“, Varšava (Polsko)

2006 „Salon“, galerie D 21, Lipsko (Německo)

2007 „Doma“ galerie Leica ve vlaku

2007 „Kaunas Photo 07“, Kaunas (Litva)

2007 „Máchovy Litoměřice“, bienále grafiky a fotografie, Muzeum Litoměřice

2009 „Mezinárodní setkání fotografie“, Plovdiv (Bulharsko)

2009 „CRONACA DELLA CADUTA DI UN REGIME COMUNISTA“, Miláno (Itálie)

2010 „Stmívání“, Galerie České spořitelny, Kladno

2010 „Město hledá budoucnost“, Galerie auf der Pawlatsche, Vídeň

2011 „Jihlava tehdy a dnes“, Muzeum Vysočiny, Jihlava (projekt se studenty Střední Grafické školy)

2012 „Jihlava a Heidenheim“, Galerie radnice města Heidenheim, Německo

   

Selbständige Ausstellungen

 

2000 „Genius Santini“, klášter Sv. Petra a Pavla, Rajhrad

2001 „Laterna Magica“, galerie Velryba, Praha

2006 „Fragmente“, ČC Stockholm, Stockholm (Švédsko)

2006 „Zeit“, Festival fotografie Amsterdam, Utrecht (Holandsko)

2007 „Fragmente“, Galerie Jána Šmoka, Jihlava

2007 „Dämmerung“, kavárna Francouzského institutu, Praha

2007 „Fragmente“, Malá výstavní síň, Liberec

2008 „Fragmente“, Reykjavík Museum of Photography - SKOTID, Reykjavík (Island)

2009 „Intime Landschaft“, „Rund um das Wasser”, České centrum, Sofia (Bulharsko)

2009 „Pohraničí“, České centrum, Paříž (Francie), festival Aprés 89

2009 „Grenzgebiet“, Galerie auf der Pawlatsche, Vídeň

2012 „Praha, meine Stadt“, Galerie Divadla Na zábradlí, Praha

 

Preise

2001 „Famufest, 1. cena MAXIM“ za soubor fotografií „Laterna Magica“.

2001 „Cena katedry fotografie pražské FAMU” za soubor „Laterna Magica“

2003 „Čestné uznání - Ortenova Kutná Hora“

2004 „Cena Josefa Hlávky” Nadace Nadání.

 

 

Veröffentlichte Arbeiten, Texte, Gespräche

Katalog výstavy, Laterna Magica, text k výstavě napsal Doc. Robert Silverio.

Ateliér, říjen 2004, INTERACTION, text k výstavě napsal Doc. Štěpán Grygar.

Lidové Noviny, říjen 2004. Studenti FAMU vystavují ve Vídni, text k výstavě.

FotoVideo, 2004, Fotografové zítřka, rozhovor.

Revolver Revue č. 59, jaro 2005. Nové práce, čb. fotografie – Kolem vody.

Revolver Revue č. 61, podzim 2005. Nové práce, čb. fotografie – Stmívání.

Lidové Noviny, duben 2006. Příloha Orientace, Galerie – Camera Obscura.

Ateliér, květen 2006, Prostory v čase, text k výstavě napsal Aleš Kuneš.

HOST, Co kdybychom museli odejít? …k fotografiím Jiřího Ernesta listopad 2006, text – Aleš Kuneš.

Svědek stmívání – Petr Král, fotografická ilustrace ke knize pěšího románu.

Český rozhlas Vltava – rozhovor, prosinec 2001.

Český rozhlas Brno – rozhovor, květen 2006.

Česká televize Brno – portrét, květen 2006, kulturní události.

www.democraticbooks.org,  soubor  fotografií „At home“.

Hospodářské noviny, duben 2007, Zátiší, umakart a hausbóty, text k výstavě „Fragmenty“ – Petr Vendera

Almanach VOŠP v Praze, duben 2007, fotografický doprovod.

HOST, Prostor k nahlédnutí…k fotografiím Jiřího Ernesta, březen 2009, text – Aleš Kuneš

FotoVideo, březen 2009, Událost – Prostor k nahlédnutí, fotografie Jiřího Ernest

Český rozhlas Vltava – Mozaika, rozhovor k výstavě Pohraniční regiony, březen 2009

Ateliér, duben 2009,  Prostor k nahlédnutí, text Aleš Kuneš

Mezinárodní setkání fotografie Plovdiv, katalog k výstavě 2009

HOST, Touha stát se strojvedoucím, březen 2010, text Jiří Ernest

ATELIÉR, Město hledá budoucnost, říjen 2010, text k výstavě Helena Musilová

Jihlavské listy a Česká televize, „Jihlava tehdy a dnes“, Muzeum Vysočiny, Jihlava (projekt se studenty Střední Grafické školy)

HOST, Ateliér, leden 2013

 

 

 

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