Archiv 2017

 

 

 

 

Dalibor Bednář

 

Fasching / Masopust

 

 

 

Vernissage  1. 3. 2017 um 18.30

Die Ausstellung dauert bis 4. 4. 2017

Öffnungszeiten: Mo bis Frei 8-19 

 

 

DaliborBednář: Masopust / Fasching

Fasching hat in den böhmischen Ländern, in Mähren und in Schlesien eine Jahrhunderte alte Tradition, die in jeder Region einen egtwas unterschiedlichen Charakter hat. Allgemein kann man sagen, dass der Fasching die Fastenzeit vor Ostern eröffnet. Der Fasching bedeutete immer Zeit des Feierns und der Fröhlichkeit, der Tanzvergügungen, des Schweineschlachtens und der Hochzeiten. Die Fachingszeit gipfelt im letztenViertel des Faschings am so genannten „Fetten Donnerstag“ (Tučný čtvrtek). Der war unabdingbar mit einem Schweineschlachten verbunden und einem Festmahl und es wasr geboten, sich richtig satt zu essen. Denjenigen, die nicht daran teilnehmen konnten, wurde gewöhnlich ein Gastgeschenk zugestellt – Sülze, Würste, Blutwurst, Leberwurst, Krenfleisch, Grammeln. Die letzten drei Tage – Faschingssonntag, Montag und Dienstag, werden ostatky (d.h. was übrig bleibt), končiny (Faschingsende) und fašank oder direkt Fasching genannt, wo Maskenumzüge, volkstümliche Spiele veranstaltet werden, die üblicher Weise in Tanzunterhaltungen enden. Der Fasching endet mit dem Aschermittwoch.

An die traditionellen Faschingsumzüge binden sich verschiedene Figuren, die sich von Region zu Region unterscheiden können. Meistens ist es die Figur des Bacchus und seines Gefolges, des Masopust (auch tchechische Bezeichnung für den Fasching) und seiner Frau, des Gevatters Tod, des Půst (tschechisch: Fastenzeit), des Richters, des Bären und anderer Figuren. Die Tradition des Faschings und seiner ungebundenen Fröhlichkeit hält sich in unterscheiedlichen Varianten vor allem auf dem Lande. In den letzten Jahren jedoch kehrt sie in die Städte zurück und das nicht nur in Form von Carnevals sondern auch von Faschingsumzügen. So als ob sich in der heutigen unruhbigen Zeit die Menschen die alten Traditionen ihrer Vorfahren vergegenwärtigen wollten, etwas, was unauflösbar zu unserer Kultur und den Gewohnheiten gehört, die uns mit der Vergangenheit und dem Ort verbinden, wo wir leben.

Der Fasching ist immer eine sehr farbige Zeit, umgebenmit bunten Figuren, Masken, die die Gemeinschaft der Menschen eines ganzen Dorfes anzieht und die mit vielen Ereignissen verbunden ist, Feiern und ausgiebigem Trinken. Vielleicht ist er auch deshalb ein attraktives Sujet für jeden Fotografen, der zu beobachten vesteht, was um ihn herum geschieht.

Der Autor dieser monothematischen Ausstellung hat in seinem Zyklus auf Faschingsfeiern in Staré Město bei Bruntál (Altstadt bei Freudenthal) ausgewählt, das am Fuße des Jeseníkgebirges und an der Hrčava an der Grenze Böhmens (Schlesiens), Polens und der Slowakei liegt. Reigen von Masken und ungebundener Fröhlichkeit fotografiert er in dieser Gegend beinahe schon sieben Jahre. Er verleugnet nicht sein jahrelanges Interesse dieses Thema zu bearbeiten, das erest nach einer gewissen Zeit Ergebnisse bringt. Er bietet uns so ein interessantes Dokument, eine Zeitreise, ein Zeugnis davon, wie der Fasching an verschiedenen Orten sich entwickelt und auf welche Art nicht nur die direkten Organisatoren der Faschingsfeiern ihn auffassen sondern auch wie sich die Öffentlichkeit einbringt und welche Ereignisse den Fasching begleiten.

Der Autor der Ausstellung, Dalibor Bednář (1960, Opava), fotografiert hauptsächlich schwarz-weiß, konsequent „klassisch“ mit analogen manuerllen Spiegelfreflexkameras, entwickelt seine Filme selbst und verarbeitet sie in der Dunkelkammer. Mit Begeisterung verfolgt er das zunehmende Interesse der Jungen an der analogen Fotografie nicht nur in seinem Umfeld sondern auf der ganzen Welt. Er wechselt gerne die Negativformate der Filme vomKinofilm (Nikon, Leica, Widelux) über das Mittelformat (Hasselblad, Yashica D, Flexaret VI) bis zum Großformat (Linhof, Magnola). Er lehnt Schablonenhaftigkeit ab und das Kleben an „Ausstgellungsformaten“ der Fotografien und experimentiert gerne mit kleinen Kontaktkopien und großen Verbgrößerungen. Grundsätzlich beschneidet er seine Bilder nicht und nutzt das volle Aufnahmeformat. Die Aufnahme muss so im Augenblick der Aufnahme mit dem Auslösen der Kamera entstehen. Und muss eine Seele haben.

Auf seinem Konto hat er seit dem Jahr 2001 eine Reihe von Ausstellungen in der Tschechischen Republik und im Ausland, ständi oszillierend zwischen Dokument, Porträt und Landschaft. Oftmals verwischen sich die Unterschiede und überlagern sich die einzelnen Genres. Das ist auch nicht anders bei seinem neuesten Dokument MASOPUST.

Mgr. BOHDANA RYWIKOVÁ

 

Petra Cepková - Jozef Sedlák

 

Slowakisches Landleben

 

 

Vernissage  01. 03. 2017 um 18.30 (Einlass 18 Uhr)

Die Ausstellung dauert bis 09. 05. 2017

Öffnungszeiten: Mo bis Frei 8 -19 

 

Slowakisches Landleben

Das Projekt der Ausstellung von Petra Cepková und Jozef Sedlák mit dem Titel Slowakisches Landleben (Sublokácie / Slovenský vidiek) stellt eine bildhafte Dokumentation kultureller Schichten des Landes in der Slowakei nach dem Jahr 1989 dar. Konzept und Dramaturgie der Ausstellung verbinden zeitlich Fragmente sozialistischer Kultur und Geschmacks mit der neuen Kultur unter demokratischen Bedingungen.

Das Projekt beschäftigt sich vor allem mit der Aufdeckung verborgener und wenig bekannter geografischer Lokalitäten auf dem slowakischen Lande.

Petra Cepková und Jozef Sedlák interpretieren subjektiv, jeder auf eine andere Art die gegenwärtigen Realien der slowakischen Landschaft, und der Menschen, die in ihr leben. Auf einer symbolischen Ebene finden sie Zeugen der Vergangenheit, also etwas, was im verborgenen Gedächtnis des menschlichen Wesens bleibt, im Gedächtnis des Ortes und der Erlebnisse der Menschen. Etwas, was das fotografische Bild in den Ausnahmesituationen entdeckt, wenn wir die eigene Authentizität gemeinsam mit der Authentizität der Realität um uns akzeptieren.

Das Projekt ist außergewöhnlich gerade im dringlichen Fragenstellen durch das Fotoobjektiv, das mittels der Live-Fotografie auf das Wesen des Gesehenen und Erlebten in universellere Zeichen und Botschaften des künstlerischen Werkes konzentriert.

In abgelegenen und vergessenen Gebieten der Slowakei finden die Autoren ein Paradigma gemeinsamen Lebens von Menschen slowakischer, ungarischer und anderer Nationalitäten, unterschiedlicher religiöser Konfessionen wie Katholiken, Kalviner, Orthodoxer oder Griechischkatholischer. Es sind das kulturelle Schichten, die intensiv wahr genommen werden, die das slowakische Landleben nach dem Jahr 1989 autonom schaffen, wo der postsozialistische Mix einer untergehenden Welt in sich neue sozial-kulturelle Beiezhungen generiert. Auf den Fotografien von Petra Cepková und Jozef Sedlák können wir die natürliche Landschaft der Nationalparks, Porträts und Intimität alter, verlassener Menschen wahrnehmen, bizarre Stillleben ländlicher Höfe und Häuser ... Kulturelle Schichten der profanen Welt sind inhaltlich verbuncne mit religiöser und geistlicher Thematik, die stets den starken Hingtergrund des slowakischen Landlebens reflektiert.

Das Projekt der Ausstellung Slowakisches Landleben / Sublokácie slovenského vidieka stellt vom zeitlichen Gesichtspunkt aus ein Konzept längerfristiger Dokumentation der slowakischen Regionen des südlichen Zemplín, der nördlichen Spiš, Liptov, Záhorie und Gemer im Laufe von fünf Jahren dar.

Jozef Sedlák, Petra Cepková

Kuratorin derAusstellung:

Fiona Rukschcio (1972 Vienna) is an artist living in Vienna who also works as a curator. There she specifies in marginalized topics and venues: art from different artists with the same first name, erotic drawing and assumptions on paper are the last curated shows. She studied photography at the Academy of Fine Arts, Vienna, Austria (1977), Media Studies, University of Ulster, Coleraine, Ireland (1993), Visual Communication Art College, Belfast, Ireland (1993),  Political Sience and combination of Sociology, Media Studies and Women Studies, University of Vienna, Austria (1990).

 

Petra Cepková (geb. 1979)

studierte das Fach Fotografie (2000 – 2009) auf der Lehrkanzel für Fotografie und neue Medien im Atelier Fotografie und intermedialer Interventionen bei Prof. Ľuba Stach an der Hochschule bildender Künste in Bratislava. Seit 2012 ist sie interne Pädagogin an der Fakultät für Komunikation der Massenmedien der Universität Hl. Cyril und Method in Trnava, Lehrkanzel Künstlerische Kommunikation, externe Pädagogin an der Lehrkanzel für Fotografie und neue Medien an der Hochschule Bildender Künste in Bratislava und interne Pädagogin an der Privaten Künstlerischen Design-Mittelschule in Bratislava. Außer der pädagogischen widmet sie sich der künstlerischen, Kuratoren- und Ausstellungstätigkeit. In ihrem Schaffen widmet sie sich der inszenierten und der Dokumentarfotografie. Individuell und im Kollektiv stellte sie nicht nur in der Slowakei und in Tschechien aus, sondern auch in Polen, Frankreich, Ungarn, Österreich, Deutschland, Belgien, Mexiko, Korea, Italien, Spanien. Im Jahre 2009 gewann sie einen prestigeträchtigen Aufenthalt im Rahmen des Projektes SETSE / Europäische Kultur in den Augen eines Ausländers, Universidad Politécnica de Valencia, Valencia, Spanien.

 

Jozef Sedlák (geb. 1958 Bratislava)

Absolvierte die Mittlere Schule der Künstlerischen Industrie in Bratislava, Fach Fotografie bei Prof. Milota Havránková und Prof. Fero Tomík (1973 – 1977) und die Filmfakultät der Akademie der Musischen Künste in Prag, Fach Künstlerische Fotografie bei Prof. Ján Šmok und Prof. Jaromír Krejčí (1979 – 1984). Seit 1991 bis heute wirkt er als externer Pädagoge an der Lehrkanzel für Fotografie und Neue Medien an der Hochschule für Bildende Künste / VŠVU in Bratislava. Seit 2006 ist er interner Pädagoge an der Fakultät für Kommunikation der Massenmedien der Universität Kyril und Method in Trnava, an der Lehrkanzel für Künstlerische Kommunikation. In seinem Schaffen widmet er sich der inszenierten, dokumentarischen und Konzeptfotografie. Seine Arbeiten präsentierte er im Rahmen von Autoren- und Kollektivausstellungen in der Slowakei, Tschechien, Österreich, Deutschland, Bulgarien, Polen, Japan, USA, Großbritannien, Frankreich, Finnland, Russland, Schweden, Italien und Griechenland.

 

 

 

 

Almin Zrno

 

Vijećnica

 

 

Vernissage: Dienstag, 23. 05. 2017 um 18.30 (Einlass 18 Uhr)

Die Ausstellung dauert bis 30. 06. 2017

Öffnungszeiten: Mo bis Frei 8 -19

 

 

 

Almin Zrno Vijećnica

 

Almin Zrno knows exactly what he is doing. His photographic documentation of three exhibitions set up at the Vijećnica, exhibitions by three great artists, Jannis Kounellis, Edo Murtić and Braco Dimitrijević, is a parable about the siege and the war, their legacy and reconstruction that followed, told through the sensual zooming in and out from the building that in the consciousness of humanity sublimated the totality and senselessness of the planned destruction of Sarajevo. When a story such as his flows from the beginning to end smoothly, clearly and precisely, when the thousands of words emanating from each photograph tell with calm and dignity the cruel and magnificent accounts of human greatness and human misery, of rising from the ashes and the ever necessary hope that ultimately humanity will prevail, when the author gradually disappears from our mental horizon because we become so immersed in this message that it seems like our own, then we have entered the space of empathy, the commonality of emotion, thinking and intuition, and we know exactly what he means to tell us.“

Branko Franceschi, Art Historian, Director of the Museum of Fine Arts, Split Croatia.

 

Almin Zrno

Almin Zrno is widely recognized as one of the most influential photographers in Bosnia and Herzegovina. Born in 1966 in Sarajevo, he early discovered his love for photography and started exhibiting his artwork in number of joint exhibition organized in ex-Yugoslavia as a member of photo-cine club CEDUS. He received his first award for the best photograph at the age of 17. After the Bosnian war, he continued to pursue his professional career, working mainly in the field of journalistic photography, which resulted with two awards for best published photograph awarded to Zrno by the Association of Journalist of Bosnia and Herzegovina. In 2000, he became a member of the Association of Applied Artists and Designers of Bosnia and Herzegovina (ULUPU BiH), which he currently presides. In 2003 he organized his first solo exhibition at the Art Gallery of Bosnia and Herzegovina and slowly turned to other ways of expression, primarily nude and portrait photography. So far, he has organized ten solo exhibitions in Bosnia and Herzegovina and abroad and participated in numerous joint exhibitions worldwide, received six most prestigious Collegium Artisticum awards for best photo design and published his first photograph 'Vijećnica- Almin Zrno' in 2015.

 

 

 

Hansgert Lambers

 

Ostrava 1973 - 1989

 

 

Donnerstag, 19.10.2017

 

Hansgert Lambers

 

1937   in Hannover geboren

1957   nach Berlin – bis heute

          Studium an der Technischen Universität Berlin, Dipl.Ing.

1965 bis 1993 EDV-Berater bei der IBM

1967 bis 1974 Abordnung zur IBM-ROECE in Wien, Einsatz in der DDR, VR Polen, CSSR u.a.

 

Fotografiert seit seinem 14. Lebensjahr.

Zeitweilger Foto-Galerist, viele Veröffentlichungen zur Fotografie, Kuratierung von Ausstellungen,

seit 1986 Verleger von Fotobüchern: ex pose verlag,

Veröffentlichungen eigener Fotografien in Zeitschriften und Büchern.

 

Ostrava 1973-1989

1972 kam ich zur Installation von IBM-Computern bei Nova Hut Klementa Gottwalda nach Ostrava. In den folgenden Jahren besuchte ich immer wieder meine dort gewonnenen Freunde. Ostrava war tatsächlich eine ”Schwarze Stadt“. Das wird auf einigen meiner Bilder sichtbar, aber auch eine lebendige Stadt mit ganz eigenem Charakter ist zu sehen. Vielleicht sind meine Bilder die einzigen, die in den ”sozialistischen Jahren“ von einem Ausländer gemacht wurden.

 

 

 

 

 

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