Archiv 2018


Martin Frouz

Gegen die Zeit

 

 

 

 

 

 

Vernissage: Mittwoch, 1. 2018, 18.30 (Einlass 18 Uhr)

 

 

 

 

Martin Frouz

 

Geb. 1970 in Tábor.

Studium in Prag, FAMU, AMU, Dissertationsthema: „Dokumentation und Popularisierung, Fotografie in den Diensten der Wissenschaft" (2012)

Magisterstudium Fotografie (AMU, FAMU, 1999)

 

Berufliche Tätigkeit(en)

 

2017-2018 offizieller Fotograf bei der Restaurierung des Altstädtder Rathauses in Prag

2011-2017 Fotograf - Dokumentrist, Tschechisches Ägyptologisches Institut Prag

2012-2015 ARU Brno, Tschechsiche Akademie der Wissenschaften, Fotograf – Dokumentarist

2009-2015 FF, UJEP, Ústí nad Labem, Lektor, Fotograf (dokumentace památek)

2005-2010 Externer Mitarbeiter, Fotograf, Tschechisches Ägyptologisches Institut

2002-2011 Fotoeditor, Fotograf, National Geographic Česko

2001-2002 Fotoeditor, bei Mladá fronta DNES

1993-1994 Chefredakteur, Elista Revue, Časopis textilního strojírenství

Seit 1994 selbständiger Gewerbetreibender

 

Pädagogische Tätigkeit

Fachpublikationen

Herausgebertätigkeit

Produktion großformatiger Wandkalender

 

Selbständige Ausstellungen (Auswahl)

 

Westägyptische Wüste, Praha, 2016,

Schönheiten Südmährens 2014 Velké Bílovice

Ägyptologie - Erfolge der tschechischen Wissenschaft durch das Objektiv von Martin Frouz, 2013, Litoměřice

Kunst aus der Zeit der Jäger in der Fotografie von Martin Frouz 2012 Přerov

Archäologie Mährens, Galerie auf der Pawlatsche Wien 2009

Rekonstruktion der Karlsbrücke Praha 2008

Paläolitische Kunst, Brno 2007

 

 

 

Gero Fischer

Brünn - das Mährische Manchester 
im Umbruch
 

 

 

7.3. - 10.4.

Vernissage: Mittwoch, 7. 3. 2018, 18.30 (Einlass 18 Uhr)

 

 

Brünn - das „Mährische Manchester”

Im XIX Jh. entwickelte sich Brünn zur dynamischsten Industriestadt der Habsburgermonarchie. Den Kern der Entwicklung bildete die Textilindustrie insbesondere in den Straßenzügen Křenová, Cejl, Bratislavská. Den wirtschaftlichen Höhepunkt erlebte die industrielle Entwicklung noch vor dem Ersten Weltkrieg. Die nachfolgenden Jahrzehnte (Vertreibung / Vernichtung der Juden 1939-45, Vertreibung der Deutschen nach 1945) bedeuteten einen kontinuierlichen Niedergang dieser ehemals prosperierenden Stadtteile, die im Volksmund alsbald als „Bronx“ bezeichnet wurden. Seit etwa 20 Jahren werden Bewohner aus alten Häusern (teilweise Pawlatschenhäuser) abgesiedelt, die Gebäude abgerissen, sehr häufig ohne Rücksicht auf deren historische, kunsthistorische oder denkmalschützerische Bedeutung und neue Gebäude von Banken, Finanzinstituten, Investmentfirmen, sowie für Wohnkomplexe (der gehobeneren Preiskategorie) hochgezogen. Der Charakter dieser Stadtgebiete verändert sich dadurch grundlegend, hinsichtlich der sozialen Zusammensetzung der Wohnbervölkerung, der städtischen Architektur, der kulturellen Infrastruktur usw.

Die vorliegende Dokumentation entstand in den Jahren 2015-8 und widerspiegelt Momentaufnahmen des Prozesses des Umbruchs der ehemaligen „Bronx“.

 

Gero Fischer

Univ. Prof. i.R. für Slawistik am Institut f. Slawistik der Universität Wien

Dokumentarphotograph, zahlrieche Ausstellungen im In- und Ausland

Gründer der Galerie auf der Pawlatsche

 

 

 

 

Gero Fischer

 

Unser Campus 2018

 

 

 

 

14. 5. - 2. 6.

Vernissage: Montag, 14. 5. 2018, 18.30 (Einlass 18 Uhr)

 

 

Unser Campus

Ursprünglich ein Militärspital, dann Allgemeines Krankenhaus. Jetzt beherbergt das Areal zahlreiche Universitätsinstitute

und ist zu einem überaus vitalen Treffpunkt mitten in der Stadt geworden. Einerseits Oase der Ruhe und andererseits Ort

für Großveranstaltungen. Fotodokumente der letzten Jahre zeigen die Lebendigkeit dieses einzigartigen Campus.

 

 

Gero Fischer

ist Prof. der Slawistik, Gründer der Galerie auf der Pawlatsche, Dokumentarfotograf. Zahlreiche Ausstellungen im

In- und Ausland. 

 

 

 

 

Jelena Kopanja

 

Neki drugi svijet / Some other world / Eine andere Welt

 

 

 

 

 

13.6. - 30.9.2018

Vernissage: 13.6. 2018 18.30 (Einlass 18.00)

 

Jelena Kopanja was born in 1981 in Banja Luka (Yugoslavia, today Bosnia and Herzegovina). During the war in Yugoslavia (1991-1995) her family moved to the United States. She has a master's in journalism and Latin American studies from New York University. In 2010 she moved to Vienna, Austria.

Jelena is interested in topics that deal with displacement, memory, belonging and imagined homelands. This is her third exhibition.

   

Jelena Kopanja wurde 1981 in Banja Luka (damals Jugoslawien, heute Bosnien-Hercegovina) geboren. Während des Krieges in Jugoslawien (1991 – 1995) zog die Familie in die Vereinigten Staaten. Sie hat ein Master-Studium aus Journalistik und Lateinamerikanische Studien an der Universität New York absolviert. 2010 übersiedelte sie nach Wien.

J.K. ist an Themen interessiert, die mit Vertreibung, Erinnerung, Zugehörigkeit, imaginierte Heimaten

 

    

Sládek

 

Raum

 

 

24.10. - 30.11.2018

Vernissage: 24.10. 2018 18.30 (Einlass 18.00)

 

 

Raum

In der Ausstellung präsentiere ich mehrere thematische Kreise, die ihren festen Platz in meinem fotografischen Schaffen haben. Es ist dies eine Auswahl von Fotografien, ich zeige Serien von Fotografien wie Porträts, Stillleben, der Mensch in der Stadt, städtische Details, Natur in der Stadt und Menschen bei einem Musikfestival. Alle Bilder haben einen dokumentarischen Charakter und jeder Themenkreis wird  durch einen kurzen Text eingeleitet.

 

Anton Sládek

Geb. 1956 in Bratislava. Absolvierte die Filmakademie in Prag, Fach Künstlerische Fotografie, arbeitete im Slowakischen Nationaltheater, dann in Redaktionen verschiedenen slowakischen Zeitschriften. Der Theaterfotografie widmet er sich kontinuierlich seit den 80-er Jahren. 1996 gewann er den ersten Preis Czech Press Photo für Theaterfotografie. 

Lebt und arbeitet in Bratislava

   

 

 

Gero Fischer - Vladimír Kočí

 

Hybris und Ödnis 2006 - 2018

 

 

5.12. 2018 - 15.1.2019

Vernissage: 5.12. 2018 18.30 (Einlass 18.00)

 

Hybris und Ödnis 2006 - 2012

 

Die Idee zum Projekt „Ödnis und Hybris“ entstand irgendwann Ende 2005 und wurde mit einer gleichnamigen Ausstellung 2006 (Gero Fischer – Magdalena Żelasko – Vladimír Kočí) präsentiert. 12 Jahre später sahen sich GF und VK noch einmal im südmährischen Grenzgebiet um, nahmen das Themas fotografisch wieder auf.

An der österreichisch-mährischen Grenze stoßen sozioökonomische Strukturen, Wohlstandsgefälle auf einander. Überschreitet man die österreichisch-tschechische Grenze Richtung Znojmo/Znaim, so nehmen den Reisenden sogleich einige Augenfälligkeiten in Beschlag. Da ist einmal das Shopping- und Vergnügungsparadies Excalibur City im Niemandsland (dessen unsäglicher Kitsch um die Mythen von König Artus als stabiles Gestaltungselement das gesamte Areal dominiert), weiters Casinos auf der grünen Wiese und daneben Reste des vietnamesischen „Kiosk-Kapitalismus“ entlang der E59. Letzterer ist nun offensichtlich in eine qualitativ neue Phase der Entwicklung eingetreten, er hat in großen Hallen im Shopping-Paradies Excalibur City eine fixe Herberge gefunden. Der Erlebnispark in Excalibur City wurde noch weiter ausgebaut (insbes. Abenteuer- und Spielbereiche für Kinder). Es ist sichtbar viel Kapital investiert worden und so ist Excalibur City ist zu einem wichtigen Arbeitgeber in dieser Region geworden (es wurde übrigens auch den Dienstleistungsbereich ausgeweitet, auch Zahnarztpraxen finden sich darunter). Im Unterschied zu 2006 liegt jetzt auch eine rechtsextreme Gratisdruckschrift auf.

Niemandem kann verborgen bleiben, dass sich die E59 ab der Grenze nach wie vor als Puffmeile präsentiert, diesbezüglich hat sich Tschechien als Billigsexland in Konkurrenz zu den westlichen Nachbarländern etabliert. Der Polizeipsychologe Adolf Gallwitz (Polizeihochschule in Villingen-Schwenningen) spricht sogar (2004) von einem der „größten Freiluftbordelle Europas“. Unverblümte Weinviertler Ausdrucksweise formuliert eine Variante des Grenzverkehrs lebensnah: „Die Mama geht zum Friseur, der Papa derweilen ins Puff“. Nicht zu übersehen ist, die ökonomische Bedeutung der Prostitution in dieser Region, seit 2006 hat sich das Niveau der Etablissements verbessert (auf 3- und 4-Stern-Niveau), aber auch im Sexbusiness hier gibt es kapitalistischen Verdrängungswettbewerb: Ein Bordell – in unmittelbarer Nähe zu einer Schule und einem Kindergarten – hat dichtgemacht und steht zum Verkauf …

Die Vororte von Znojmo/Znaim sind mittlerweile auch schon im Westen angekommen: Großkaufhallen (Billa, Eurospar usw.) haben bestehende Infrastruktur (Gaststätten, Kleinhandel etc.) verdrängt und nicht nur die Vororte buchstäblich verwüstet.

Aber bemerkenswert: Baumax hat im Gegensatz zu Österreich in Znojmo/Znajm überlebt!

 

   

Gero Fischer

Slawist, Fotograf, Gründer und Betreiber der Galerie auf der Pawlatsche

 

Vladimír Kočí

Kunsterzieher, Maler, Restaurator, Fotograf, Kurator und Mitarbeiter an der Galerie auf der Pawlatsche.