Urheberrecht


Glossar: Umweltwissenschaften

Das nachfolgende Glossar stellt eine kleine Auswahl an umweltrelevanten Begriffen zusammen. Die Definitionen wurden verschiedenen Quellen im Internet entnommen und überarbeitet. Rechtliche Begriffe beziehen sich in fast allen Fällen auf die Situation in der BRD. Eine Internetseite mit einer sehr umfangreichen Sammlung an on-line Lexika, Glossaren und Wörterbüchern zu den Themen finden Sie unter:
http://home8.inet.tele.dk/p-spitz/Bookmarks/Bookmarks6A.html
Zu einer Reihe von Stichworten finden Sie weiterführende Artikel auf den Webseiten der Internetenzyklopädie Wikipedia.
Das Glossar befindet sich derzeit im Aufbau und wird weiter ergänzt.

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A

Anthropogen
Der Begriff anthropogen (vom griechischen anthropos = Mensch und von genese = Erzeugung/Erschaffung) bezeichnet alles vom Menschen beeinflusste, verursachte oder hergestellte.

Arbeitsausnutzung --> Lastfaktor

B

Biomasse
Gesamtheit der lebenden Organismen bezogen auf eine bestimmte Volumen- oder Flächeneinheit: oft ein Maß für die Vegetationsbedeckung.

Brennstoffzelle
Eine Brennstoffzelle ist eine galvanische Zelle, die die chemische Reaktionsenergie eines kontinuierlich zugeführten Brennstoffes und eines Oxidationsmittels in elektrische Energie umwandelt. In der Regel als katalytischer ("kalter") Verbrennungsprozeß --> mehr

BGBl.
Bundesgesetzblatt

BLärmG
Bundes-Umgebungslärmschutzgesetz

BLärmV
Bundes-Umgebungslärmschutzverordnung

BMLFUW
BunBMLdesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

C

Carzinogen --> Karzinogen

D

dB
Abkürzung für die Einheit Dezibel. Das Bel dient zur Kennzeichnung des dekadischen Logarithmus des Verhältnisses zweier gleichartiger Leistungs- bzw. Energiegrößen. --> mehr

Drehrohrofen
Der Drehrohrofen ist ein Ofen für kontinuierliche Prozesse in der Verfahrenstechnik --> mehr

Dünnschichtzellen
Solarzellen, deren Halbleiterschicht nur mikrometerdick auf einer Trägersubstanz aufgebracht wird (im Unterschied zu Zellen aus Wafern).

E

Einheitsprozess
In einer Ökobilanz als Synonym für ein Modul verwendet.

Elementarfluss
Definition nach ISO Norm: Stoff oder Energie, der bzw. die dem untersuchten Produktsystem oder Einheitsprozess zugeführt wird und der Umwelt ohne vorherige Behandlung durch den Menschen entnommen wurde.
Stoff oder Energie, der bzw. die das zu untersuchende Produktsystem oder Einheitsprozess verlässt und ohne anschliessende Behandlung durch den Menschen an die Umwelt abgegeben wird.

Emission
Abgabe von Stoffen (Gase, Aerosole, Stäube) oder Energie (Strahlung, Wärme, Lärm) in die Umwelt (Atmosphäre).

Energiedichte
ein Maß für die Energie pro Raumvolumen eines Stoffes (volumetrische Energiedichte, Einheit Joule/m3) oder ein Maß für die Energie pro Masse eines Stoffes (gravimetrische Energiedichte, Einheit Joule/g). -->mehr

Energierücklaufzeit
Jene Zeit in der ein Kraftwerk gleich viel elektrische Energie erzeugt hat wie zu seiner Errichtung und Betrieb aufgewendet werden.

Entladezeit
Die Entladezeit gibt an, über welchen Zeitraum hinweg ein Speicher Strom liefern kann, bevor er erneut geladen werden muss.

Erntefaktor
Der Erntefaktor eines Kraftwerks beschreibt das Verhältnis von während seiner Produktionszeit abgegebenen Nutzenergie zu der Energie die für Errichtung und Betrieb aufgewendet wird. -->mehr

F

Funktionale Einheit
Nach ISO Norm: Quantifizierter Nutzen eines Produktsystems für die Verwendung als Referenzeinheit (Bezugsgrösse) in einer Ökobilanz-Studie.

G

Globale Erwärmung
Die globale Erwärmung beschreibt den aktuellen Anstieg des globalen Wärmegehalts, sichtbar unter anderem am messbaren Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur. --> mehr

Gondel
Maschinenhaus einer Windturbine, in dem der Generator und gegebenenfalls das Getriebe untergebracht sind.

H

I

Input
Stoff oder Energie, der bzw. die einem Prozess zugeführt wird. Anmerkung: Stoffe können Ressourcen, Ausgangsmaterialien, Zwischenprodukte und Produkte/Dienstleistungen einschliessen.

Installierte Leistung
siehe Kraftwerkskapazität

J

K

Karzinogen
Substanz oder Produkt, welches krebsauslösend ist.

KFG
Kraftfahrgesetz

Kraftwerkskapazität
Die Kraftwerkskapazität oder installierte Leistung ist die angabe der maximalen elektrischen Leistung die von einem Elektrizitätswerk abgegeben werden kann.

L

Lastfaktor
Der Lastfaktor eines Kraftwerks beschreibt das Verhältnis von tatsächlich geleisteter Arbeit zur Nennarbeit.

Laufwasserkraftwerk
Laufwasserkraftwerke oder Laufkraftwerke wandeln die Kraft des fließenden Wassers in elektrische Energie um. --> mehr

LGBl.
Landesgesetzblatt

Life Cycle Assessment
Englische Bezeichnung für Ökobilanz.

M

Modul
Im Zusammenhang einer Ökobilanz nach ISO Norm: Kleinster Anteil eines Produktssystems, für den zur Erstellung einer Ökobilanz Daten gesammelt werden.

MRG
Mietrechtsgesetz

N

O

Ökobilanz
Eine Ökobilanz ist eine Methode, mit der sich die Auswirkungen eines Produktes auf die Umwelt abschätzen lassen. Dabei werden Lebensstadien, Rohstoffgewinnung, Herstellung, Verarbeitung, Transport, Gebrauch, Nachnutzung und Entsorgung auf ihre Umweltrelevanz hin untersucht. Bezüglich Methode, Kriterien und Gewichtung der Kriterien bestehen keine einheitlichen Absprachen. Ökobilanzen erfragen zudem nicht den Nutzen eines Produktes, wie es z.B. die Produktlinienanalyse tut.

Ökologischer Fußabdruck
Statistischer Begriff, der die Fläche beschreibt, die Städte tatsächlich für ihre Ver- und Entsorgung benötigen.

Output
Nach ISO Norm: Stoff oder Energie, der bzw. die von einem Prozess abgegeben wird. Anmerkung: Stoffe können Ausgangsmaterialien, Zwischenprodukte, P te/Dienstleistungen, Emissionen und Abfall einschliessen.

P

Photovoltaik
Stromerzeugung mittels Solarzellen.

Produktlinienanalyse
Eine Produktlinienanalyse (PLA) ist eine Ökobilanz, die zusätzlich die sozialen und gesellschaftlichen Gesichtspunkte eines Produktes darstellt. Sie beurteilt ein Produkt hinsichtlich sämtlicher Auswirkungen der Rohstoffbeschaffung, seiner Herstellung, seiner Verarbeitung, seines Transports, seiner Verwendung und seines Recyclings oder seiner Entsorgung. --> mehr

Produktsystem
Nach ISO Norm: Zusammenfassung der durch Material- und Energieflüsse verbundenen Prozesse, die eine oder mehrere festgelegte Funktionen erfüllen.

Prozessnetzwerk
In der Ökobilanz ein Synonym für Produktsystem.

Pumpspeicherkraftwerk
Ein Pumpspeicherkraftwerk ist eine besondere Form eines Speicherkraftwerkes und dient der Speicherung von elektrischer Energie durch Hochpumpen von Wasser. --> mehr

Pyrolyse
Die Pyrolyse ist eine thermo-chemische Spaltung organischer Verbindungen, wobei durch hohe Temperaturen (500-900 C) ein Bindungsbruch innerhalb großer Moleküle in kleinere erzwungen wird. --> mehr

Q

R

Repowering
Ersatz alter Windkraftanlagen durch neue, leistungsstärkere am selben Standort.

Risiko Analyse
Qualitative und quantitative Definition von Gefahren und Ableitung von Maßnahmenplänen zur Vermeidung von Umwelschäden bzw. deren wirksame Bekämpung.

Rostfeuerung
Die Rostfeuerung ist ein Verbrennsgverfahren in Müllverbrennungsanlagen. Es handelt sich um eine Feststofffeuerung, bei der der Brennstoff auf einem Rost, einer mit Öffnungen versehenen Auflagefläche, liegend verbrennt. --> mehr

Rotor
Rotierendes Bauteil einer Windkraftanlage, aus Rotorblättern und Nabe bestehend.

S

Schwarzstartfähigkeit
Die Schwarzstartfähigkeit bezeichnet die Eigenschaft eines Speichers, ohne zusätzliche elektrische Energie aus dem abgeschalteten Zustand hochfahren und Energie bereitstellen zu können. Diese Eigenschaft ist besonders bei totalen Stromausfällen von Bedeutung.

Selbstentladerate
Die Selbstentladerate gibt an, wie viel Prozent der gespeicherten Energie ohne aktive Entnahme pro Stunde bzw. pro Tag verloren gehen. Diese Größe wird umso relevanter, je länger die Energie gespeichert werden soll.

Solarmodul
Montagefertiges System zur Erzeugung von Solarstrom, bestehend aus einer Vielzahl mit einander verschalteter Solarzellen in einem soliden, wetterfesten Rahmen.

Solarthermisches Kraftwerk
Anlage zur Stromerzeugung, bei der ein Wärmeträgermedium solar erhitzt wird, um anschließend eine Kraftmaschine (z. B. Dampfturbine, Stirling) anzutreiben.

Solarzelle
Halbleiter, der Strahlungsenergie in Strom umwandelt.

Speicherkraftwerk
Speicherkraftwerke nutzen Wasser aus einem Stausee zur Stromproduktion. Um das Wasser zu stauen, müssen Talsperren (Staumauern, Staudämme) errichtet werden. --> mehr

Stromspeicherkapazität
Die Stromspeicherkapazität gibt an wieviel elektrische Ladung, in Amperestunden, Ah, in einer Batterie gespeichert werden kann.

T

U

UVP
Umweltverträglichkeitsprüfung

V

W

Wafer
Dünnes Plättchen aus Halbleitermaterial, aus dem Solarzellen hergestellt werden.

WBLG
Wiener Baulärmgesetz

Wechselrichter
Elektronisches Bauteil, das den Gleichstrom der Solarmodule in netzkompatiblen Wechselstrom umformt.

Windhöffigkeit
Auch als Windklassen (aus dem Englischen übernommen) bezeichnet ist nicht mit der Windstärke zu verwechseln. Die Windhöffigkeit teilt den Bereich von mittleren Windgeschwindigkeiten (Jahresmittel) abhängig von der Höhe über Grund in 7 Klassen ein. Sie dient als Bewertungskriterium für die Errichtung von Windkraftanglagen.

Wirbelschichtfeuerung
Die Wirbelschichtfeuerung ist eine Feuerung, mit der zerkleinerter Brennstoff in einer Wirbelschicht aus heißem Bettmaterial (z. B. Sand) verbrannt werden kann. --> mehr

Wirkungsgrad
Der Wirkungsgrad gibt an, wie viel Prozent der dem Speicher zugeführten Energie nach der Speicherung wieder zur Verfügung steht. Er bezeichnet damit das Verhältnis von abgegebener zu aufgenommener Leistung.

WULV
Wiener Umgebungslärmschutzverordnung

WVG
Wiener Veranstaltungsgesetz

X

Y

Z

Zyklenzahl
Die Zyklenzahl oder Zyklenfestigkeit eines Speichers gibt Auskunft darüber, wie oft ein Speicher geladen und entladen werden kann.