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Ein Bericht über die Studienkonferenz am 4.6.2014

Nach etwas längerer Zeit fand letzte Woche eine Studienkonferenz (StuKo) statt, auf der wir als Studienvertretung neben anderen Institutsangehörigen (Mittelbau, Professor_innenschaft) eine bzw. mehrere Stimmen haben. Vor den Sommerferien wird traditionell die Lehrplanung für das nächste Studienjahr besprochen, so auch dieses Mal. Weiters haben wir den Vorschlag, eine Lehrveranstaltung selbst zu organisieren, eingebracht. Und wir wollen endlich die uns zustehende Theorie-Professur!

Lehrplanung Wintersemester 2014/15

Prinzipiell sind wir zufrieden mit der Lehrplanung für das Wintersemester, da es großteils genügend Kurs-Angebote gibt sowie inhaltlich spannende Themen behandelt werden. Im Bachelor bietet die Studienprogrammleitung (SPL) zahlreiche Quantitative-Methoden-Übungen an, die ja bekanntlich nur einmal im Semester stattfinden. Um Studierende nicht am Fortkommen in ihrem Studium zu behindern, wäre es trotzdem unser Anliegen, diese Übung in beiden Semestern anzubieten. Dies betrifft auch andere Lehrveranstaltungen im Master und Bachelor, z.B. Historische Grundlagen im BA oder M1 Politikwissenschaftliche Grundlagen bzw. die MA-SpezialisierungsVOs. Master-Studierende können im kommenden Wintersemester aus den Qualitativen Methoden wählen, im Sommersemester wird es voraussichtlich eine Zusatzübung im Bereich Qualitative Methoden geben, was wir befürworten.

Lehrplanung Sommersemester 2015

Wie manche von euch bereits mitbekommen haben, wartet das Institut seit Semestern auf eine neu besetzte Theorie-Professur. Scheinbar wird die Professur frühestens mit Sommersemester 2015 nachbesetzt, was wir aufs Schärfste kritisieren. Die Kommission und die Gutachten waren im Herbst 2013 fertig, seitdem liegt der ausgearbeitete Vorschlag mit potentiellen Namen beim Rektorat. Wir wollen endlich unsere Theorie-Professur! In der Lehrplanung wurde bei manchen Theorie-Lehrveranstaltungen noch keine LV-Leitung genannt, da man anscheinend doch hofft, dass bis Sommersemester der Prozess der Nachbesetzung abgeschlossen ist. Wir bleiben auf jeden Fall dran und schrecken auch nicht vor aktionistischem Protest zurück, falls wir bis Sommersemester 2015 keine Theorie-Professor_in am Institut haben.

selbstorganisierte Lehrveranstaltung

Andere STVen machen es regelmäßig – wir wollen nun auch eine selbstorganisierte LV auf die Beine stellen. Konkret schwebt uns eine RingVO im Sommersemester 2015 für BA-Studierende vor. Das haben wir auch bei der StuKo eingebracht. Zwar steht die Lehrplanung für das SoSe erstaunlicherweise schon sehr früh fest, trotzdem haben wir deutlich gemacht, dass wir die LVs mit einer von Studierenden organisierten LV ergänzen wollen. Uns schlug Skepsis und die Bedingung, das wir uns mit Lehrenden aus dem Bereich kurzschließen und eine_n Verantwortliche_n (der/die auch Prüfungen abhalten kann) finden müssen, entgegen. Weiters muss noch verhandelt werden, welchem Studienplanpunkt die LV zugeordnet wird. Wir sagen ganz klar, dass wir nicht in den Wahlbereich verfrachtet werden wollen, sondern am liebsten im Spezialisierungsbereich eine RingVO anbieten wollen. Demnächst wird es jedenfalls ein Treffen mit SPL und Institutsvorstand geben, bei dem wir unser Anliegen noch genauer besprechen. Grundsätzlich sind wir optimistisch, dass die selbstorganisierte LV im SoSe 2015 stattfinden kann. Hier auch die Aufforderung an euch: Wenn ihr Lust habt die LV mitzuorganisieren, seid ihr herzlich eingeladen mit uns Kontakt aufzunehmen. Je mehr kritische Köpfe, desto besser 🙂

Was macht die Politikwissenschaft eigentlich?

Politikwissenschaft ist eine Sozialwissenschaft. also eine Wissenschaft mit dem Erkenntnisinteresse, Erklärungen für gesellschaftliche Phänomene zu finden.

Als Abgrenzung zu anderen Sozialwissenschaften wie Soziologie, Kultur- und Sozialanthropologie u.a., schränkt die Politikwissenschaft den Gegenstand ihrer Untersuchung auf die “Politik” ein. Dabei ist allerdings schon die erste Frage, nämlich was Politik überhaupt ist und welche gesellschaftlichen Phänomene als politisch betrachtet werden können, schwer zu beantworten.

Neben einem “klassischen” Politikbegriff, der sich auf Phänomene wie den Staat, Staatsformen, politische Parteien, Gesetze und Entscheidungsfindungsprozesse in und um politische Organisationen beschränkt, ist es auch möglich, einen “erweiterten” Politikbegriff zu verwenden. Dabei wird der Blick auch über formelle Institutionen und Parteien hinaus geworfen und es können Phänomene untersucht werden, die im Allgemeinen mit Herrschafts- und Machtbeziehungen sowie Ein- und Ausschlussmechanismen zu tun haben.

Mit der Entscheidung, welcher Politikbegriff verwendet wird wird also immer auch der Untersuchungsgegenstand definiert und eingeschränkt – und das macht diese Entscheidung im weiten Sinne selbst zu einer politischen. Verwendet mensch einen rein beschreibenden Politikbegriff, der sich nur auf Analysen und rationale Erklärungen stützt – oder ist selbst diese “Beschreibung” nicht selbst schon eine Beeinflussung? Mensch denke dabei beispielsweise an Meinungsumfragen, die selbst – obwohl vorgeblich nur beschreibend – doch auch eine Auswirkung auf das tatsächliche Ergebnis einer Wahl haben können. Doch welche Konsequenzen zieht es mit sich, sich von einem rein beschreibenden Politikbegriff zu trennen? Ist die Politikwissenschaft nur eine Wissenschaft über Politik, oder nicht auch selbst eine politische Wissenschaft (und ist nicht jede Wissenschaft auch immer eine politische?)

Dieser “erweiterte” Politikbegriff erklärt auch, warum Politikwissenschaft schon in ihrer Grundkonzeption stark auf interdisziplinäre Forschung ausgerichtet ist und diese für die Politikwissenschaft unverzichtbar ist.

Politikwissenschaft ist allerdings auch eine Wissenschaft – und keine Ausbildung zur Politiker_in. Das heißt, ihr Forschungsgegenstand, die Politik, wird nach einer bestimmten Vorgehensweise, also mit Methode, untersucht. Nur dank einer gewissen Methodologie kann Politikwissenschaft Aussagen treffen, die sich nachvollziehen lassen – und das ist die “Wissenschaft” daran.

Kurz: Im Politikwissenschafts-Studium wird nicht einfach in Köpfe eingehämmert, was Politik ist, sondern es geht darum, wie sich politische Phänomene wissenschaftlich beschreiben, analysieren und beeinflussen lassen. Dazu ist es unbedingt nötig, kritisches Denken zu fördern und selbst einfache und banale Tatsachen nicht unhinterfragt stehen zu lassen. Das wir im obrigen Absatz statt dem sonst so selbstverständlich verwendeten Wort „man“ das ungewöhnliche „mensch“ verwendet haben, ist zum Beispiel kein Zufall. Vielleicht kommst du ja selbst darauf, was der Grund dahinter sein könnte und warum es sich dabei um eine politische Entscheidung handelt.

Diese Fähigkeit zum kritischen Denken, die im Laufe eines erfolgreichen Politikwissenschaftsstudiums gefördert werden sollte, ist wohl auch die zentrale Qualifikation, die Student_innen dieses Fachs auszeichnet.

Eine der wichtigen Anliegen der Studienvertretung ist es, die Geschlechterforschung, die in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Forschungsgebiete im Bereich der Politikwissenschaft wurde, weiter zu fördern und eine eigene Professur für Feministische Theorien am Institut für Politikwissenschaft einzurichten. Dieses Forschungsgebiet zeigt paradigmatisch, wie moderne Politikwissenschaft Phänomene der Ausgrenzung, Diskriminierung und Fragen von Machtverhältnissen als genuin politische behandelt – so ist es mit einem erweiterten Politikbegriff beispielsweise möglich, Gewalt in der Familie auch als ein politisches und daher gesellschaftliches Problem zu untersuchen. Auch Fragen nach Diskriminierung aufgrund von Klassenzugehörigkeit, Ethnie, Religion und sexueller Orientierung werden immer wieder aufgegriffen und miteinander zu komplexen Fragesträngen verwoben, zu deren Analyse politikwissenschaftliche Methoden angewandt werden können. Mit einem erweiterten Politikverständnis lässt sich aber z.B. auch verstehen, warum ökonomische Entscheidungen, die gerne als „Sachzwänge“ dargestellt werden, in aller Regel auch politische Entscheidungen sind, die untrennbar mit Machtverhältnissen verbunden sind.

Arbeitsfelder

Durch Interdisziplinarität und empirische Forschung soll auch eine möglichst große Annäherung zwischen Theorie und Praxis ermöglicht werden. Den Kern der Ausbildung zum_zur Politikwissenschaftler_in bildet die Tatsache, dass erlernte Methoden und Theorien im späteren Beruf auf entsprechende Probleme angewendet werden können. In diesem Sinne wird in letzter Zeit vermehrt auf Kontakte zu Expert_innen verschiedenster Bereiche im Rahmen des Studiums Wert gelegt.

Neben den klassischen Bereichen der Verwaltung, Parteien und Parlamente, der Internationalen Organisationen und der Medien werden zusätzlich Bereiche bzw. potenzielle Berufsfelder wie PR- und Pressearbeit in der Privatwirtschaft, im Sozial- und Kulturbereich und in NGOs (Nichtregierungsorganisationen) im Rahmen des Studiums abgedeckt. In eben genannten Bereichen liegen später auch die hauptsächlichen Berufsfelder von Absolvent_innen der Politikwissenschaft.

Institute

Für die Studienrichtung Politikwissenschaft gibt es zwei Institute, die Lehrveranstaltungen anbieten: das Institut für Politikwissenschaft – IPW (im Neuen Institutsgebäude [NIG], 2. Stock) und das Institut für Staatswissenschaft in der Hohenstaufengasse 9. An beiden Instituten wird hauptsächlich Forschung betrieben.

Studienprogrammleitung – SPL

Für Angelegenheiten die das Studium direkt betreffen (beispielsweise Lehrveranstaltungsangebot, Anrechnungen, etc.), ist die Studienprogrammleitung (SPL) zuständig. Leiterin der Studienprogrammleitung ist Regina Köpl.

ÖH-Versicherungsschutz

Als ÖH-Mitglied bist du für die Zeit auf der Uni und den Weg dorthin automatisch unfall-, und haftpflichtversichert.  Denn mit nur 50 Cent pro Semester genießen alle ÖH-Mitglieder bei der Allianz Elementar Versicherungs-AG eine umfassende Unfall- und Haftpflichtversicherung, die (fast) alle Eventualitäten abdeckt.

Infos und Formulare für die Unfallmeldung findest du auf den Seiten der ÖH-Bundesvertretung.

FAQs zur ÖH-Studierendenversicherung findest du hier!

Diverse ÖH-Sozialfonds

Die Mittel der ÖH-Fonds stammen zu einem Drittel vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, von der Bundesvertretung der ÖH und der jeweiligen Universitätsvertretung. Zu den ÖH-Fonds zählen der Sozial-, der Wohn-, der Kinder- und der Kinderbetreuungsfonds, weiters übernimmt die ÖH die Kosten für eine begrenzte Zahl von Mediationseinheiten (näheres zu den einzelnen Fonds weiter unten). Wird deinem Antrag stattgegeben, bekommst du eine im Studienjahr
einmalige Summe ausbezahlt, auf die du allerdings keinen Rechtsanspruch hast.

:: Voraussetzungen

Die Voraussetzungen für die Gewährung einer Unterstützung aus den Mitteln der ÖH-Fonds sind folgende:

  1. Du musst Mitglied der ÖH sein.
  2. Du musst ein ordentliches Studium betreiben (unter bestimmten Umständen können auch außerordentliche Studierenden eine Unterstützung erhalten, dazu unten).
  3. Du musst im Sinne der Richtlinien sozial bedürftig sein (dazu unten).
  4. Du musst einen adäquaten Studienerfolg vorweisen können (dazu unten).
  5. Du darfst von keiner anderen Stelle eine ausreichende Unterstützung erhalten.

:: Soziale Bedürftigkeit

Du bist im Sinne der Richtlinien sozial bedürftig, wenn du nicht bei deinen Eltern wohnst und deine monatlichen Ausgaben die monatlichen Einnahmen übersteigen. Als Einkünfte gelten hier u.a. Einkünfte aus Erwerbstätigkeit, Leistungen aus dem Arbeitslosenversicherungsgesetz, dem Karenzurlaubsgesetz und anderen Gesetzen, Wohn-, Familien-, Studienbeihilfe und sonstige Stipendien, Unterhaltszahlungen sowie sonstige Zuwendungen von Seiten der Eltern und/oder Verwandten. Als Ausgaben dürfen maximal EUR 270 für Wohnkosten zum Abzug gebracht werden, für zum Studium notwenige Aufwendungen EUR 150 (nachgewiesenerweise, ohne Nachweis pauschal EUR 75), für Telefon-, Rundfunk- und Fernsehgebühren sowie Haushaltsversicherung maximal EUR 60, für Kinderbetreuung maximal EUR 200 etc.

:: Adäquater Studienerfolg

Ein adäquater Studienerfolg liegt vor, wenn du aus den letzten beiden Semestern zumindest Prüfungen im Ausmaß von acht Wochenstunden (bei Studierenden mit Kind reichen vier Wochenstunden) nachweisen kannst. Außerdem darfst du die doppelte gesetzliche Mindeststudiendauer im aktuellen Studienabschnitt nicht überschreiten, wobei aber Verzögerungsgründe wie die Erziehung eigener Kinder und Krankheit berücksichtigt werden.

:: Außerordentliche Studierende

Außerordentliche Studierende können im zweiten Semester zur Vorbereitung eines ordentlichen Studiums (z.B. Besuch eines Sprachkurses) eine Unterstützung erhalten, wenn sie aus dem ersten Semester Zeugnisse über Prüfungen im Ausmaß von mindestens acht Wochenstunden vorweisen können.

Sozialfonds

Der Sozialfonds ist für Studierende, die ohne eigenes Verschulden in große finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, gedacht; sie können eine Unterstützung von höchstens EUR 1.200 (die genaue Höhe richtet sich nach dem Grad der sozialen Notlage) pro Studienjahr erhalten.

Wohnfonds

Studierende mit hohen Wohnkosten können eine Unterstützung aus dem Wohnfonds erhalten, wobei Größe und Preis der Wohnung den studentischen Wohnverhältnissen entsprechen müssen. Die Unterstützung für behinderte Studierende und Studierende mit Kind beträgt höchstens EUR 1.200 pro Studienjahr, für alle anderen Studierenden höchstens EUR 1.000.

Kinderfonds

Der Kinderfonds ist für Studierende, denen unerwartet einmalige Ausgaben für die Versorgung eines Kindes erwachsen, gedacht – studierenden Vätern und Müttern soll es so ermöglicht bzw. erleichtert werden, ein begonnenes Studium fortzusetzen bzw. zu beenden.

Kinderbetreuungsfonds

Durch den Kinderbetreuungsfonds soll studierenden Eltern zumindest ein Teil der Kosten, die ihnen durch die Betreuung ihrer Kinder (z.B. im Kindergarten, in der Kinderkrippe, durch BabysitterInnen) erwachsen, rückerstattet werden.

Mediationsfonds

Durch den Mediationsfonds sollen Studierenden die bezüglich Unterhalt mit ihren Eltern in Konflikt stehen die Möglichkeit haben, Mediation in Anspruch zu nehmen.

Antrag

Die Antragsformulare bekommst du in allen Sozialreferaten sowie unter diesem Link zum Download; ausgefüllt und mit den notwendigen Dokumenten versehen (welche genau erforderlich sind, steht am Antragsformular) bringst du sie dann ins Sozialreferat der ÖH Bundesvertretung (Taubstummengasse 7-9,1040 Wien), du kannst sie aber auch mit der Post schicken.

Weitere Fragen

Die Sozialfondsbetreuerin der Bundes-ÖH ist immer Dienstag und Donnerstag von
10 – 12 Uhr unter 01/310 88 80-22 erreichbar.

Referat für Sozialpolitik

ÖH Bundesvertretung Taubstummengasse 7-9, 1040 Wien +43 (1) 310 88 80-22

www.oeh.ac.at/soziales
sozial@oeh.ac.at

Lehrveranstaltungstypen

VO: Vorlesung. Hier besteht keine Anwesenheitspflicht. Der/die ProfessorIn trägt den Stoff vor. Am Ende des Semesters Prüfung über den gesamten Stoff der Vorlesung. In der Regel musst du dich für Vorlesungen an der Politikwissenschaft nicht im Vorhinein anmelden, sondern erst am Ende des Semesters zur Prüfung. Sollte dies nicht der Fall sein findest du einen entsprechenden Hinweis im Vorlesungsverzeichnis.

PS: Proseminar. Hier besteht Anwesenheitspflicht. Meistens darf mensch max. zweimal im Semester fehlen. Am Ende des Semesters ist eine größere Arbeit abzugeben. Im Laufe des Semesters muss mensch meistens ein Referat halten und/oder ein paar kleinere Texte abgegeben. Um einen Platz im Proseminar zu erhalten musst du dich vor Beginn des Semesters anmelden.

UE: Übungen. Sind grundsätzlich Proseminaren ähnlich, jedoch ist am Ende des Semesters eine kleinere Arbeit abzugeben. Während des Semesters sind mehrere Übungsarbeiten zu verfassen. Es besteht Anwesenheitspflicht. Um einen Platz in einer Übung zu erhalten musst du dich vor Beginn des Semesters anmelden.

LK: Lektürekurs. Lektürekurse sind zusätzlich zu den Kernfachvorlesungen zu absolvieren. Hierbei soll der Vorlesungsstoff  mittels Lektüre und Diskussion einschlägiger Fachliteratur vertieft werden. Um einen Platz in einem Lektürekurs zu erhalten musst du dich vor Beginn des Semesters anmelden.

PR: Praktikum. Im Rahmen des Bachelor Studiums Politikwissenschaft hast du ebenfalls die Möglichkeit ein Praktikum zu absolvieren. Dieses muss von der Studienprogrammleitung genehmigt werden und muss in einer studienrelevanten Institution absolviert werden. Die genauen Richtlinien findest du unter diesem Link.

BA-SE: Bachelor Seminar. Im Rahmen dieses Seminars verfasst du deine 25-35 seitige Bachelor Arbeit, mit der du das Bachelorstudium der Politikwissenschaft abschließt. Das dazugehörige Seminar soll dir Hilfestellung beim Verfassen geben und dich unterstützen. Um einen Platz im Bachelorseminar zu erhalten musst du dich vor Beginn des Semesters anmelden. Anmeldevoraussetzung ist die benotete kleine Bachelorarbeit.

Master-Curriculum

Den rechtsverbindlichen Text des Studienplans, findest du im Mitteilungsblatt der Universität Wien, unter diesem Link. Die Kurzversion, die Übersicht über die Studienplanpunkte, findest du  hier!

Das Masterstudium Politikwissenschaft umfasst insgesamt 120 ECTS, bei einer Mindeststudiendauer von vier Semestern. Als Zugangsvoraussetzung gilt der Abschluss eines fachlich verwandten Bachelorstudiums. Auf jeden Fall gilt dies für das Bachelorstudium Politikwissenschaft.

Falls die Verwandtschaft, lediglich aufgrund einzelner Details, nicht anerkannt wird, kann die Studienprogrammleitung bis zu 30 ECTS an zusätzlichen Lehrveranstaltungen vorschreiben.

Mit dem Wintersemester 2011/2012 wurde das Masterstudium Politikwissenchaft geringfügig geändert. Einerseits konnte die Voraussetzungsketten zwischen Vertiefungs- und Spezialisierungsseminar gestrichen werden, andererseits wurde das Pflichtmodul Methoden nach hinten gereiht ist nun nicht mehr M2 sondern M10. Aufgrund der geringen Änderungen sind alle Studierenden automatisch in die Neufassung des Studienplans migriert worden.

Pflichtmodul: Grundlagen

  • M1 Politikwissenschaftliche Grundlagen

Zu absolvieren sind Lehrveranstaltungen im Umfang von 8 ECTS. Der Typ der Lehrveranstaltungen (sprich: VO,  UE oder SE) ist dabei nicht relevant.

Pflichtmodul: Methoden

  • M2 Politikwissenschaftliche Methoden

Zu absolvieren ist die Übung (UE) Politikwissenschaftliche Methoden im Umfang von 8 ECTS.

Wahlmodulgruppe: Spezialisierungen

Insgesamt sind zwei Spezialisierungen im Umfang von jeweils 22 ECTS zu wählen. Dabei ist pro Spezialisierung eine Vorlesung (4 ECTS), ein Vertiefungsseminar (10 ECTS) und ein Spezialisierungsseminar (8 ECTS) erfolgreich zu absolvieren.

Bei den Spezialisierungen kannst du aus folgenden Themengebieten wählen:

  • M3 Politische Theorien und Theorienforschung
  • M4 Internationale Politik und Entwicklung
  • M5 EU und Europäisierung
  • M6 Österreichische Politik
  • M7 Staatstätigkeit, Policy- und Governanceanalysen
  • M8 Geschlecht und Politik
  • M9 Osteuropastudien
  • M10 Kultur und Politik

Pflichtmodul: Forschungspraktikum

Zu wählen ist ein Forschungspraktikum (M11) im Umfang von 12 ECTS. Das Forschungspraktikum ist einer der gewählten Spezialisierungen zuzuordnen

Wahlbereich

Im Wahlbereich (M12) können beliebige Lehrveranstaltungen aus dem gesamten Lehrangebot der Politikwissenschaft im Umfang von 16 ECTS gewählt werden. Auf Antrag, kann die SPL auch das Absolvieren von Lehrveranstaltungen aus anderen Studienrichtungen oder weitere Lehrveranstaltungen anrechnen lassen.

Pflichtmodul: Masterseminar und Masterarbeit

Zum Abschluss des Masterstudiums musst du ein Masterseminar im Umfang von 2 ECTS besuchen, eine Masterarbeit im Umfang von 26 ECTS anfertigen und eine Masterprüfung zu 4 ECTS ablegen. Die Masterarbeit welche belegen soll, dass du befähigt bist eigenständig wissenschaftlich zu arbeiten, soll zwischen 75 und 150 Seiten umfassen.

Achtung: Als Teilnahmevoraussetzung für das Masterseminar gilt die erfolgreiche Absolvierung der anderen Pflichtmodule.

Infos zum Abschluss des Masterstudiums sind auf der Seite der Studienprogrammleitung (SPL) zusammengefasst.

Anrechnungen

Basierend auf §78 des Universitätsgesetzes 2002 kannst du dir Prüfungen welche du an anderen in- oder ausländischen Postsekundären Bildungseinrichtungen (Universitäten, Fachhochschulen, Akademien, …) oder in anderen Studienrichtungen der Universität Wien absolviert hast, für Lehrveranstaltungen welche in deinem jeweiligen Studienplan (BA/MA) vorgesehen sind anerkennen lassen.

Hierfür ist ausschlaggebend ob deine Lehrveranstaltung von der Studienprogrammleitung als inhaltlich äquivalent der im Studienplan vorgesehenen Prüfung anerkannt wird und die ECTS-Punkte ident sind oder nur geringfügig voneinander abweichen. Laut einschlägigen Gesetzeskommentaren darf eine anzurechnende Lehrveranstaltung maximal 20% weniger ECTS-Punkte aufweisen als die im Studienplan vorgesehene. (bspw. kann also für eine Lehrveranstaltung mit fünf ECTS Punkten, eine inhaltlich äquivalente Prüfung anerkannt werden welche mindestens vier ECTS-Punkte hat)

Achtung: Die Möglichkeit der Anrechnung besteht nicht für die Erweiterungscurricula welche im Bachelor-Studium zu absolvieren sind. Von diesen kannst du dir lediglich maximal 15-ECTS im Rahmen der Alternativen Erweiterungen an anderen Universitäten oder in anderen Studienrichtungen absolvieren. Genauere Informationen findest du im Abschnitt zu Erweiterungscurricula.

Als Studienvertretung finden wir diese Regelung komplett widersinnig und setzen uns im Rahmen unserer Möglichkeiten dafür ein das Anrechnungen auch im Bereich der Erweiterungscurricula möglich sind und Erweiterungscurricula gänzlich frei zusammenstellbar werden.

Alle Informationen zur Stellung eines Anrechnungsantrags findest du unter diesem Link!

Als Studienvertretung unterstützen wir dich jederzeit gerne bei der Formulierung deines Anrechnungsantrags. Am besten kommst du hierfür mal mit deinen Zeugnissen persönlich bei der Beratung vorbei!

Erweiterungscurricula

Um das Bachelorstudium Politikwissenschaft absolvieren zu können, ist es notwendig, auch Lehrveranstaltungen aus anderen Studienrichtungen zu belegen und mit Prüfungen abzuschließen. Diese müssen in Form der so genannten Erweiterungscurricula absolviert werden. Darunter sind Lehrveranstaltungs-Pakete diverser Studienrichtungen zu verstehen, in denen mehrere Lehrveranstaltungen eines Fachgebiets, meist Vorlesungen, zusammengefasst werden. Ein Erweiterungscurriculum umfasst entweder 15 oder 30 ECTS Punkte. Insgesamt werden für das BA-Studium der Politikwissenschaft 30-ECTS, ergo eines oder zwei  (je nach Zusammenstellung) dieser Curricula benötigt.

Studierende welche ihr Studium vor dem WiSe 2011/2012 begonnen haben und nicht auf den neuen Bachelor-Studienplan umgestiegen sind müssen 60 ECTS an Erweiterungscurricula absolvieren.

Auf der Homepage http://ec.univie.ac.at findest du eine Liste aller angebotenen Erweiterungscurricula sowie  weitere Informationen über deren Voraussetzungen und Inhalt, sowie über die notwendige Registrierung für ein Erweiterungscurriculum. Ebenso findest du auf der HP wie du dich über das UNIVIS für einzelne ECs registrierst.

Die einzelnen Lehrveranstaltungen im Rahmen der Erweiterungscurricula, sowie deren Termine findest du wiederum im Vorlesungsverzeichnis.

Alternative Erweiterungen

Aufgrund der Studierendenproteste im Zuge der Umstellung auf die Bologna-Struktur (Stichwort: Audimax) wurde die Universitätsleitung gezwungen, von ihrem ursprünglichen Plan als Erweiterung zum Hauptstudium lediglich vorgefertigte Module anzubieten, abzurücken.

Dementsprechend besteht ab Wintersemester 2010 die Möglichkeit bis zu 15-ECTS an Erweiterungscurricula im Rahmen des Moduls “Alternative Erweiterung” zu absolvieren. Dieses bietet dir die Möglichkeit, vollkommen frei zu wählen, welche Lehrveranstaltungen du an der Universität Wien oder unter gewissen Einschränkungen auch an anderen in- und ausländichen Universitäten absolvieren willst. Konkrete Informationen auf der Seite der Studienpräses findest du auch unter diesem Link.

Folgende Regelungen sind hierbei zu beachten:

  • Du kannst beliebige Lehrveranstaltungen aus dem Lehrangebot des Bachelor-Studiums Politikwissenschaft im Rahmen der Alternativen Erweiterungen absolvieren, sofern du die Anmeldungsvoraussetzungen für diese Lehrveranstaltung (sprich: Voraussetzungsketten) erfüllst. Diese Lehrveranstaltungen musst du nicht extra anrechnen lassen, du musst sie lediglich im UNIVIS dem Modul „Alternative Erweiterungen“ zuordnen.
  • Ebenso kannst du, sofern du die Anmeldungsvoraussetzungen erfüllst, aus dem gesamten Lehrangebot der Universität Wien Lehrveranstaltungen im Rahmen der Alternativen Erweiterungen absolvieren. Auch hier musst du einfach nur die betreffenden Lehrveranstaltungen im UNIVIS dem Modul „Alternative Erweiterungen“ zuordnen. Solltest du die betreffende Lehrveranstaltung unter einer anderen Studienkennzahl als jener des Bachelor-Studiums Politikwissenschaft absolviert haben (bspw. für die deines Zweitstudiums) musst du dir diese von der Studienprogrammleitung als Alternative Erweiterung anrechnen lassen.
  • Lehrveranstaltungen an anderen inländischen postsekundären Bildungseinrichtungen (Universitäten, Fachhochschulen, Akademien) können ebenso im Rahmen der Alternativen Erweiterungen absolviert werden. Diese musst du dir allerdings im Rahmen der Inlandsanrechnung genehmigen lassen, was auch noch im Nachhinein möglich ist. Unter diesem Punkt können auch explizit Sprachkurse absolviert werden.
  • Im Ausland absolvierte Prüfungen und Lehrveranstaltungen können ebenso im Rahmen der Alternativen Erweiterungen absolviert werden. Hierfür ist allerdings grundsätzlich ein Vorausbescheid vonseiten der Studienprogrammleitung vonnöten.

Auch wenn diese Regelung einige Probleme und Absurditäten der Erweiterungscurricula in Ansätzen beseitigt, ist diese in unseren Augen weiterhin unzureichend. Als Studienvertretung setzen wir uns dafür ein das der gesamte Ergänzungsbereich des Hauptstudiums frei zusammenstellbar sein soll. Vorgefertigte Module können hierbei, sofern sie nicht nur lediglich aus Massenvorlesungen bestehen, interessante und strukturierte Angebote darstellen. Alle Studierenden sollten allerdings die Möglichkeit haben ihre Module gänzlich nach ihren eigenen Erkentnisinteressen zusammenstellen zu können.

Das Bachelor-Curriculum (Studienplan)

Den rechtsverbindlichen Studienplan des Bachelorstudienplans findest du im Mitteilungsblatt der Universität Wien. Im Folgenden haben wir für dich die wichtigsten
Informationen zusammengefasst.

150 ECTS Politikwissenschaft + 30 ECTS Erweiterungscurricula

BAK1 Studieneingangs- und Orientierungsphase (15 ECTS)

Du hast jeweils 3 Prüfungsantritte pro Vorlesung in der STEOP. Der positive Abschluss der STEOP ist Voraussetzung für die Anmeldung zu allen weiteren Lehrveranstaltungen. Wer die STEOP nicht schafft, ist für das weitere Studium gesperrt. Dass die STEOP somit wenig mit Orientierung zu tun hat sondern stattdessen ein Rausprüfen von Leuten darstellt, liegt auf der Hand.

• BAK 1.1 Grundlagen sozialwissenschaftlicher Methodologie VO 2 SStd. / 6 ECTS
• BAK 1.2 Fachspezifische Einführung in die Politikwissenschaft VO 2 SStd/6 ECTS
• BAK 1.2 Propädeutikum Politikwissenschaft VO 2 SStd/3 ECTS

BAK2 Sozialwissenschaftliche und interdisziplinäre Grundlagen (22 ECTS)

Die Vorlesungen aus BAK 2 können bereits im ersten Semester absolviert werden, für die Anmeldung zur Prüfung müssen im Vorhinein allerdings bereits beide Vorlesungsprüfungen aus der STEOP positiv benotet worden sein.

• BAK 2.1 Grundlagen sozialwissenschaftlicher Denkweisen VO 2 SStd./5 ECTS
• BAK 2.2 Sozialwissenschaften und gesellschaftlicher Wandel: aktuelle Debatten VO 2 SStd/5 ECTS

• BAK 2.3 Historische Grundlagen VO 2 SStd / 4ECTS (nur im Wintersemester)
• BAK 2.4 Politik und Ökonomie VO 2 SStd / 4ECTS (nur im Sommersemester)
• BAK 2.5 Politik und Recht VO 2 SStd / 4 ECTS (nur im Sommersemester)

BAK 3 Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten (5 ECTS)

BAK 3 Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten PS 2 SStd / 5 ECTS

BAK 4 Methoden (18 ECTS)

In den Modulen aus BAK 4 müssen jeweils eine Vorlesung zu 3 und eine Übung mit 6 ECTS absolviert werden.

• BAK 4.1 Qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung VO+UE = 2+2 SStd / 3+6 ECTS (nur im Sommersemester)
• BAK 4.2 Quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung VO+UE = 2+ 2 SStd/ 3+6 ECTS (nur im Wintersemester)

Kernfächer (36 ECTS)

Um die Kernfächer zu absolvieren musst du in jedem Kernfach eine Vorlesung, sowie den dementsprechenden Lektürekurs absolvieren. Es wird empfohlen die entsprechende Vorlesung und den Lektürekurs nach Möglichkeit paralell zu besuchen, dies ist allerdings nicht verpflichtend vorgeschrieben

• BAK 5 Theoriegeschichte und Theoriedebatten VO+LK = 2+2 SStd/3 + 6 ECTS
• BAK 6 Das politische System Österreichs und die EU VO+LK = 2+2 SStd/3 + 6 ECTS
• BAK 7 Vergleichende Analyse von Politik VO+LK = 2+2 SStd/3 + 6 ECTS
• BAK 8 Internationale Politik  VO+LK = 2+2 SStd/3 + 6 ECTS

Spezialisierungen

ACHTUNG: Für die Anmeldung zu Lehrveranstaltungen und Prüfungen der Module ab inklusive BAK 9 ist der positive Abschluss der Module BAK 1, BAK 2 und BAK 3 Voraussetzung.
Du kannst bzw. musst aus den acht Modulen insgesamt drei unterschiedliche wählen, in denen du eine Vorlesung mit 3 und ein Seminar mit 6 ECTS absolvieren musst.

Spezialisierungsmodule

• BAK 9 Politische Theorien und Theorieforschung VO+SE = 2+2 SStd / 3+6 ECTS
• BAK 10 Internationale Politik und Entwicklung VO+SE = 2+2 SStd / 3+6 ECTS
• BAK 11 Europäische Union und Europäisierung VO+SE = 2+2 SStd / 3+6 ECTS
 BAK 12 Österreichische Politik VO+SE 2+2SStd/3+6 ECTS
 BAK 13 Staatstätigkeit, Policy- und Governanceanalysen VO+SE = 2+2 SStd/3+6ECTS
 BAK 14 Geschlecht und Politik VO+SE = 2+2SStd / 3+6 ECTS
• BAK 15 Osteuropastudien VO+SE = 2+2SStd / 3+6 ECTS
• BAK 16 Kultur und Politik VO+SE = 2+2SStd / 3+6 ECTS

BAK 17 Vertiefungsmodul (15 ECTS)
Im Rahmen des Vertiefungsmoduls kannst du zwischen zwei Varianten wählen, von denen du eine wählen musst:

• BAK 17a Wahlmodul
Hier kannst du beliebige Lehrveranstaltungen aus den Bereichen BAK 9 – BAK 16 im Umfang von 15-ECTS absolvieren.

• BAK 17b Wahlmodul
Besteht aus der Übung „Politikwissenschaft in der Praxis“ und einem Praktikum mit jeweils 6 ECTS. Darüber hinaus muss eine Vorlesung aus den Bereichen
BAK 9 – BAK 16 gewählt werden.

BAK 18 Bachelorseminar und -arbeit (12 ECTS)

Im Rahmen des Bachelorseminars musst du deinen Bachelorarbeit verfassen, diese sollte zwischen 30 und 35 Seiten umfassen und die Befähigung zur eigenständigen Bearbeitung einer politikwissenschaftlichen Fragestellung belegen.

Achtung: Um dich für das Bachelorseminar anmelden zu können, musst du mindestens zwei deiner drei Module aus BAK 9 – BAK 16 positiv abgeschlossen haben.

• BAK 18 Bachelorseminar BA-SE 2 SStd/12 ECTS

Erweiterungscurricula (30 ECTS)

• BAK 19 Erweiterungscurricula

Um das Bachelor Studium erfolgreich abschließen zu können, benötigst du außerdem 30 ECTSanErweiterungscurricula. Diese werden von anderen Studienrichtungen angeboten (zu je 15 oder 30 ECTS).

Genauere Informationen findest du auf der Seite zu Erweiterungscurricula

Wohnbeihilfe

Keinen Anspruch haben folgende Personen

  • WohnungseigentümerInnen
  • Bewohner_innen von Heimplätzen
  • Nutzungsberechtigte von Kleingartenwohnhäusern
  • (Mit)Eigentümer_innen der Liegenschaft die sie bewohnen, sowie Mieter_innen, die in einem Naheverhältnis zum_zur Vermieter_in einer ungeförderten Wohnung stehen.
  • Bezieher_innen von Wohnkostenbeihilfe nach dem Heeresgebührengesetz oder der Mietzinsbeihilfe des Finanzamts

Einen Antrag auf Wohnbeihilfe kannst du stellen

  • Wenn du Österreichische Staatsbürger_in oder Bürger_in eines EU Landes bist, bzw. wenn du seit mindestens 5 Jahren legal in Österreich lebst.
  • Wenn du in der Wohnung (für die der Antrag gestellt wird) regelmäßig aufhalten
  • Wenn du in der Wohnung (für die der Antrag gestellt wird) gemeldet sind
  • Wenn dein Name im Mietvertrag steht
  • Wenn du das zulässige Höchsteinkommen nicht überschreitest
  • Wenn du das erforderliche Mindesteinkommen erreichst
  • Wenn du das erforderliche monatliche Mindesteinkommen (inklusive Urlaubs- und Weihnachtsgeld erreichst (für das Jahr 2014: 813,99 Euro für eine erwachsene Person, 1.220,44 Euro für zwei erwachsene Personen)

Zur Berechnung der Wohnbeihilfe

  • Werden alle Personen berücksichtigt, die mit dem/der AntragsstellerIn im gemeinsamen Haushalt leben. (Hauptwohnsitz notwendig)
  • Wird das Haushaltseinkommen herangezogen. Nachgewiesen wird das Einkommen durch den Einkommenssteuerbescheid oder durch eine eidesstattliche. Wenn sich das Einkommen auch aus Unterstützungen der Eltern zusammensetzt, muss der Geldfluss der letzten drei Monate mittels Kontoauszug bestätigt werden. Aus dem Haushaltseinkommen wird errechnet wie viel für Miete ausgegeben werden kann, der so genannte Zumutbare Wohnungsaufwand (ZWA). Die Berechnungstabelle findest du hier.

zum Einkommen zählen:

  • Alimente
  • Kinderbetreuungsgeld
  • Wochengeld
  • Arbeitslosengeld
  • Notstandshilfe
  • AMFG Beihilfe
  • Stipendien von inländischen Unis
  • Lehrlingsentschädigung
  • Präsenz- und Zivildienstentgelt
  • Sozialhilfe

nicht zum Einkommen zählen:

  • Familienbeihilfe (außer beim Mindesteinkommen)
  • Außergewöhnliche Belastungen für Behinderte
  • Pflegegeld
  • Behindertenbeihilfen
  • Zusatzrenten und Unfallrenten

Wichtig: Das Haushaltseinkommen wird um –20% vermindert für:

  • Familien deren sämtliche Mitglieder das 40. Lebensjahr nicht überschritten haben
  • Familien mit einem noch schulpflichtigen Kind
  • Familien mit einem Familienmitglied mit einer Behinderung von mind. 45%
  • Familien mit mindestens 3 Kindern
  • Familien mit einem behinderten Kind
  • Alleinerziehende Elternteile (ohne Haushaltsgemeinschaft mit einem/einer PartnerIn)

Wohnungsgröße

Die angemessene Nutzungsfläche beträgt für eine Person 50 qm, für zwei Personen 70 qm und für jede weitere Person 15 qm zusätzlich. Alles was darüber hinausgeht, wird für den anrechenbaren Wohnungsaufwand nicht mehr berücksichtigt. Damit wird der maximale anrechenbare Wohnungsaufwand (AWA) errechnet und davon der zumutbaren Wohnungsaufwand (ZWA) subtrahiert. Das Ergebnis ist die Höhe der Wohnbeihilfe.

Welche Unterlagen du benötigst, findest du hier. Die Formulare findest du ebenfalls unter der angegebenen Homepage Adresse.