Mönchsgalerie, Teil I Mönchstrachten

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Mönchsgalerie, Teil I Mönchstrachten
Mönche vor dem Tōji // Tempelhalle; Tōji, Kyōto // Bild © Ron Reznick, 2004 (letzter Zugriff: 2016/9/18)

Wie bereits auf der Hauptseite Mönche erwähnt, verstand sich das bud­dhis­tische Mönchs­wesen ursprünglich zur Gänze als Bettel­orden oder anders aus­ge­drückt, bud­dhis­tische Mönche hatten mit den Almosen, die ihnen die Gemeinde der Gläubigen spendete, ihr Aus­kom­men zu finden. Heute betteln nur noch wenige Mönche in Japan und wenn, dann nur während bestimmter Zeiten ihrer Aus­bildung. Diese Mönche sieht man allerdings am häufigsten in der japanischen Öf­fent­lich­keit, daher werden sie auch am häufigsten foto­gra­fiert.

Bettelmönche

Bettelmönch mit Rosenkranz (juzu) und Bettelschale // Tōkyō // Bild © Luong Quang-Tuan, 2010/9 (letzter Zugriff: 2016/8/26)
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Bettelmönch // Tōkyō, Ueno // Bild © Curtis Koshimizu, flickr 2006 (letzter Zugriff: 2007/1) // Bettelmönch betend, mit Bettelschale.
Bettelmönch // Tōdaiji, Nara // Bild © Ron Reznick, 2004 (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Bettelmönch mit Pseudo-Pilgerstab (besteht nur aus der Spitze).
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Bettelmönch mit Pilgerstab // // Bild © Han Si, flickr, 2005 (letzter Zugriff: 2016/9/18)
Bettelmönch in Kyōto // // Bild © Cody Ryal, 2006 (letzter Zugriff: 2016/9/18)
Bettelmönch // Tōdaiji, Nara // Bild © Ron Reznick, 2004 (letzter Zugriff: 2016/8) // Bettelmönch des Klosterbergs Kōya mit großem kesa.

Japanische Bettel­mönche sind immer äußerst diskret und sprechen einen nie direkt an, sondern beten oder schweigen. Allen­falls läuten sie mit einer kleinen Glocke. Trotz gewisser Unter­schiede in Kleidung und Out­fit sind sie stets mit einer Bettel­schale und mit einem Pilgerhut ausgestattet.

Bettelmönche // Photographie (handkoloriert) von Enami Nobukuni (1859–1929). Meiji-Zeit, 1892–96 // Bild © Rob Oechsle, flickr, 2009 (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Studie von mehreren Bettelmönchen, aufgenommen im Studio in Yokohama des japanischen Fotopioniers Enami Nobukuni (auch: T. Enami). Bettelmönch benützten damals kleine Gongs, um auf sich aufmerksam zu machen, die man heute allerdings kaum mehr sieht.
Bettelmönche, ca. 1895

Buddhistische Persönlichkeiten

Die fol­gen­den Bilder zeigen bekannte und un­be­kannte Personen des bud­dhis­tischen Lebens. Neben dem geschorenen Haupt zeichnen sie sich vor allem durch ihr cha­rak­teristisches Gewand aus, dessen Varianten hier zu erkennen sind. Das sym­bol­träch­tigste Element ist das kesakesa 袈裟 äußerstes Gewand der buddh. Mönchstracht, variiert zwischen einem breiten Wickeltuch und einer dünnen Stola; besteht der Theorie nach aus Flicken. MoencheYamabushiShotoku Taishi. Große, zeremonielle kesa sind zumeist aus sieben Bahnen (shichijō-gesa) zusammen­genäht und haben eine recht­eckige Form von 110x190cm. All­tägliche kesa sind viel kleiner, bestehen meist aus fünf Bahnen (gojō-gesa) und werden wie eine Tasche oder Schürze an einem Träger um den Hals oder die Schulter getragen. Darüber hinaus können kesa auch zu dünnen Schärpen zu­sam­men­gefaltet um den Hals getragen werden. Yamabushiyamabushi 山伏 Bergasket, wtl. der in den Bergen schläft; Praktikant des Shugendō MatsuriFeuergangMoenchePilgerschaft... mehr tragen ein solches kesa mit großen Bommeln auch bei festlichen Anlässen.

Sakai Yūsai // Portraitphoto von Takaoka Kunihiko. 2010 // Bild © Takaoka Diary, 2010 (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Der Tendai-Mönch Sakai Yūsai (1926–2013) ist Japans berühmtester „Marathon-Mönch“. Er vollbrachte die schwierige 1000-Tage Umrundung des Klosterbergs Hiei (sennichi kaihōgyō) insgesamt zweimal, das zweite Mal mit sechzig Jahren. Insgesamt legte er dabei eine Distanz von ca. 40.000km, also etwa eine Erdumrundung zurück. Sakai trat erst mit 40 Jahren nach schweren persönlichen Krisen in den Mönchsstand ein und fand in körperlicher Askese seine Erfüllung. Auf diesem Photo ist er mit schnurartigem kesa-Umhang zu sehen.
Junger Mönch mit feierlichem kesa // // // Junger Mönch mit feierlichem kesa.
Zen Mönch // // Bild © Foundation J.-E. Berger, („Japan/Daitokuji“) (letzter Zugriff: 2014/8/5) // Abt des Zen-Tempels Daitoku-ji (Kyōto) mit taschenförmigem gojō-gesa.
Setouchi Jakuchō // Portraitphoto von Jeremie Souteyrat. 2012 // Bild © Aeon, 2012 (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Die buddhistische Nonne und Schriftstellerin Setouchi Jakuchō (*1922).
Junger Mönch im Reise-Outfit, mit taschenförmigem kesa // // Bild © Thomas Lottermoser, 2006 (letzter Zugriff: [2010/9])
Zwei Mönche in Kamakura // // Bild © Takaku Masayuki, 2005 (letzter Zugriff: 2016/9/18)
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Junger Mönch auf dem Klosterberg Kōya // // Bild © Wada Yoshio, 2003 (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Junger Mönch auf dem Klosterberg Kōya beim Bemalen eines Schilds.
Zen-Mönch // // Bild © Frantisek Staud, 1998 (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Zen-Mönch im klassischen, grau-schwarzen Habit
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Junger Mönch // // Bild © Lord Ivan, flickr, 2006 (letzter Zugriff: 2016/8/26) // Junger Mönch im Internetcafe, Tōkyō.

Während in Japan die hand­liche Um­hän­ge­form vorherrscht, erinnert die große toga-artige Form noch daran, dass das kesa im indischen Bud­dhis­mus ur­sprüng­lich die einzige bud­dhis­tische Mönchs­kleidung darstellte. Der strengen Lehre gemäß sollte es überdies aus Lumpen her­ge­stellt werden und wird daher manchmal auch als wtl. „Klo­putz­fetzen“ (funzōefunzōe 糞掃衣 Bezeichnung für das kesa im Zen-Buddhismus; wtl. in etwa „Kloputzfetzen“ ) bezeichnet. Von dieser Übung in Be­schei­den­heit blieb le­dig­lich das Ideal erhalten, sich sein kesa am besten selbst zu nähen. Es kann aber auch von Meister zu Schüler weiter­ge­geben werden. Besonders im Zen wird dieser Weiter­gabe des kesa große Be­deu­tung bei­ge­mes­sen.

Alltag im Tempel

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Shingon-Mönche // // Bild © Wada Yoshio, 2003 (letzter Zugriff: 2015/8/29) // Shingon-Mönche mit einfärbigem kesa (Berg Kōya)
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Mönch eines Zen Tempels // Tōfuku-ji, Kyōto //
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Shingon-Mönch // // Bild © Wada Yoshio, 2003 (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Junger Shingon-Mönch (Berg Kōya)
Mönch im Gebet // // Bild © Frantisek Staud, 1998 (letzter Zugriff: 2016/9/18)
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Mönch am Schreibtisch // Jingo-ji, Kyōto // Bild © cjw, flickr, 2007/1 (letzter Zugriff: 2016/9/18) // An einem sonnigen Wintertag, in einem Klostertempel außerhalb der Stadt geht ein Mönch seinen Aufgaben nach.
Mönch beim Anschlagen der Tempelglocke // // Bild © Takaku Masayuki, 2005 (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Mönch beim Anschlagen der Tempelglocke, Kamakura

Siehe auch: Buddhistische Würdenträger

Alltag/Moenche (zurück zum Hauptartikel)
Ikonographie 
Diese Seite zitieren
„Mönchsgalerie, Teil I Mönchstrachten.“ In: Bernhard Scheid (Hg.), Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 20.8.2018). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Alltag/Moenche/Moenchstracht?oldid=70225