Religion in JapanIkonographie

Die Sieben Glücksgötter

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Die Sieben Glücksgötter
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Sieben Glücksgötter (Bild: Steve-kun, flickr 2007). Moderne Darstellung der Shichi Fukujin.
1 Moderne Glücksgötter

Die Sieben Glücks­götter (Shichi FukujinShichi Fukujin 七福神 Sieben Glücksgötter; populäres Ensemble von Glücksgöttern verschiedener Herkunft; ) sind ein Sinn­bild für das reli­giöse Streben nach dies­seitigem Wohl­er­gehen (genze riyakugenze riyaku 現世利益 (religiöse) Belohnung in diesem Leben; ).

Sie ent­standen zusam­men mit der bürger­lichen Stadt­kultur im späten Mittel­alter und gewan­nen in der EdoEdo 江戸 Hauptstadt der Tokugawa-Shōgune, heute: Tōkyō; auch: Zeit der Tokugawa-Dynastie, 1600–1867 (= Edo-Zeit);; -Zeit (1600–1867) ihre be­kannte ikono­graphische Gestalt.1 Auf den ersten Blick scheint es, als ob das Glück, das sie ver­sprechen, nur mit materiel­lem Gewinn zu tun hat, doch transpor­tieren sie auch Tugen­den wie Fleiß, Arbeits­eifer und Selbst­genüg­sam­keit. Ihre Bot­schaf­ten sind jedoch völlig frei von jeder trans­zen­denten Dimen­sion. Auf diese Weise haben sie sich mühe­los aus der Vor­moderne in die moderne Konsum­gesell­schaft hin­über­gerettet.

Heute gelten die fukujin zwar als Shintō-Götter (kamikami Gottheit; im engeren Sinne einheimische oder lokale japanische Gottheit, Schreingottheit (s. jinja), Gottheit des Shintō; ), doch sie tragen viele buddhis­tische oder daois­tische Merk­male aus der Zeit ihrer Ent­stehung, als die Trenn­wand zwischen BuddhasBuddha (skt.) बुद्ध „Der Erleuchtete“, jap. butsu (hotoke) 仏 oder Budda 仏陀; und kami noch wesent­lich durch­lässiger war. Sie ver­einen die mild­tätige Barm­herzig­keit der BodhisattvasBodhisattva (skt.) बोधिसत्त्व „Erleuchtetes Wesen“, jap. bosatsu 菩薩; , die ehr­furcht­gebie­tende Strenge der Wächter­götter tenbutenbu 天部 Gruppe der indischen bzw. aus Indien übernommene Gottheiten (skt. Deva); und das daois­tische Ver­sprechen des Langen Lebens mit einer boden­stän­digen Lebens­tüchtig­keit und sind damit ein an­schau­liches Bei­spiel für den un­ver­krampf­ten Um­gang der japani­schen Kultur mit ver­schie­denen religiösen Tradi­tionen.

Noch heute ist es Brauch, in der Neu­jahrs­nacht ein Bild der Glücks­götter unter den Kopf­polster zu legen, um das Neue Jahr mit einem glücks­ver­heißenden Traum zu begin­nen. Auch kleine Pilger­fahrten zu Sieben Tempeln oder Schreinen, die jeweils einem der Götter ge­wid­met sind, erfreuen sich am Jahres­anfang großer Beliebt­heit. Jeder Gott kann aber auch allein an­ge­betet werden und hat seinen eigenen Zustän­dig­keits­bereich.

Die einzelnen Fukujin

Daikoku

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„Karriere-Daikoku“ (Shusse Daikoku) (Bild: Ron Reznick, 2004). Leider wurde der Shusse Daikoku des Kiyomizu Tempels mittlerweile ziemlich lieblos restauriert und verströmt nicht mehr die gleiche geheimnisvolle Aura wie auf diesem Bild.
2 Daikoku

DaikokuDaikoku 大黒 Glücksgott und Stellvertreter der Sieben Glücksgötter (Shichi Fukujin); skt. Mahakala = „Großer Schwarzer“; auch Daikoku-ten; ist so etwas wie der Anführer aller sieben Glücks­götter, viel­leicht, weil er am längsten in dieser Funktion ver­ehrt wird. Zu seinen wich­tigsten Emble­men zählen Reis­sack und Glücks­ham­mer. Er steht in erster Linie für Wohl­ergehen in Form von Nah­rung, doch so wie der gebündelte Reis einst auch ein Zahlungs­mittel war, lässt sich sein Zu­stän­dig­keits­bereich leicht auf jede Form von materiel­lem Wohlstand aus­dehnen. Sein Boten­tier ist die Maus, die im chine­sischen Horoskop eben­falls mit Reich­tum (oder Geiz) asso­ziiert wird. Wenn Daikoku als ein­zelne Gott­heit verehrt wird, bewacht mitun­ter ein Paar Mäuse seinen Tempel oder Schrein.

Daikoku trägt manchmal den Götter­titel -ten-ten wtl. Himmel; Göttertitel für eine eine aus Indien übernommene Gottheit (skt. deva); , was ihn als mit dem Buddhis­mus in Zu­sammen­hang stehende devadeva (skt.) देव „Gottheit“, oberste Klasse indischer Götter, jap. -ten 天 oder tenbu 天部; -Gott­heit ausweist. Konkret handelt es sich um die zorn­volle tantristi­sche Gott­heit MahakalaMahākāla (skt.) महाकाल „Großer Schwarzer“, esoterische Gottheit, jap. Makakara 摩訶迦羅 oder Daikoku; . Beide Namen lassen sich als „Großer Schwarzer“ über­setzen. Ältere Dar­stellun­gen zeigen Daikoku daher auch mit schwarzer Haut und drei Gesichtern. Einige seltene Daikoku-Bilder ähneln sogar den Mahakala Dar­stel­lungen des tibeti­schen Bud­dhis­mus, mit furcht­ein­flößenden Attri­buten wie Raub­tier­zähnen, Schmuck aus Schlangen und Toten­schädeln und dgl. mehr. Doch gibt es seit alters­her auch eine „ein­heimi­sche“ Variante des Daikoku, in der er als ein­facher Bauer auf­tritt. In dieser Gestalt wird er auch häufig mit dem mytho­logi­schen Gott ŌkuninushiŌkuninushi 大国主 mythol. Gottheit; wtl. Großer Meister des Landes; iden­tifiziert. (Mehr dazu...)

Auf vielen Bildern ist Daikoku zusam­men mit Ebisu, dem Gott des Fisch­fangs, zu sehen. Daikoku und Ebisu sorgen für die materiel­len Grund­be­dürf­nisse, die Ernäh­rung, und ver­treten oft die Gesamt­heit der Glücks­göt­ter, sozu­sagen in kleiner Be­setzung.

Ebisu

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EbisuEbisu 恵比寿 Glücksgott der Händler und Fischer; andere Schreibung: 夷 oder 戎; Grundbedeutung wahrscheinlich „Fremder“ oder „Barbar“; trägt die klassi­sche Hof­tracht (kariginukariginu 狩衣 Priestertracht (ehemals Hoftracht); wtl. „Jagdgewand“; ), die heute noch von Shintō-Priestern benützt wird, in der Edo-Zeit aber auch von Bauern und Hand­werkern getragen wurde. Anhand seiner Attri­bute ist er deut­lich als Gott des Fisch­fangs zu er­ken­nen: Er hält eine Angel und trägt eine riesige Rote Meer­brasse (taitai Meerbrasse, „Markenzeichen“ des Ebisu; ) unter dem Arm. Den­noch scheint er in manchen Gegen­den auch als Gott der Land­wirt­schaft ver­ehrt worden zu sein. Heute ist er unter Laden­besit­zern, Klein­gewerbe­treiben­den und Wir­ten beson­ders populär. Auch die bekannte Bier­marke „Yebisu“ trägt seinen Namen.

Ebisu gilt als der einzige „einhei­mische“ Gott unter den Shichi Fukujin, sein Name dürfte aller­dings die Grund­bedeutung „Fremder“ besitzen. Laut manchen Schrein­legen­den wird er mit dem so­genann­ten „Blutegel-Kind“ (Hiru-koHiru-ko 蛭子 wtl. Blutegel-Kind; erstes (missratenes) Kind von Izanagi und Izanami; ), dem ersten und etwas miss­glück­ten Spröss­ling des Ur­göt­ter­paares IzanagiIzanagi 伊耶那岐/伊奘諾 Göttervater; auch Izanaki (ki hier männliche Endung); und IzanamiIzanami 伊耶那美/伊奘冉 Göttermutter, Göttin der Unterwelt (mi hier weibliche Endung); in Ver­bindung gebracht. (Diese Her­leitung ent­stammt wohl dem Nishinomiya JinjaNishinomiya Jinja 西宮神社 Ebisu Schrein in der Stadt Nishinomiya, Hyōgo-ken, bei Ōsaka; in der Nähe von Ōsaka, einem Zentrum des Ebisu-Kultes, beruht jedoch nicht auf klas­sischen Quel­len wie KojikiKojiki 古事記 „Aufzeichnung alter Begebenheiten“; älteste jap. Chronik (712); oder Nihon shokiNihon shoki 日本書紀 Zweitältestes Schriftwerk und erste offizielle Reichschronik Japans (720); .) Anderer­seits wird Ebisu auch gern mit der mytho­logi­schen Zwerg-Gottheit SukunabikonaSukunabikona 少名毘古那 winzige Gottheit, Gefährte oder alter ego von Ōkuninushi, auch: Sukunahikona; asso­ziiert, eine Art Alterego des oben genann­ten Ōkuninushi (Daikoku). In beiden Fällen soll Ebisu über das Meer nach Japan gekommen sein. Dieses Motiv eines Fremden, der per Schiff quasi auf Besuch kommt und wieder verschwin­det, könnte auch dem Schatz­schiff, auf dem die gesamte Gruppe der Glücks­götter häufig abge­bildet ist, zugrunde liegen. (Mehr dazu...)

Benzaiten

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Sarasvati . Die indische Göttin Sarasvati
Sarasvati

BenzaitenBenzaiten 弁才天/弁財天 Glücksgöttin im Ensemble der Sieben Glücksgötter (Shichi Fukujin); Gottheit des Wassers, der Musik und der Beredsamkeit; skt. Sarasvati; auch: Benten; oder abge­kürzt Benten („Deva der Bered­samkeit“) ist die einzige Frau unter den Sieben Glücks­göttern. Allein schon auf­grund ihrer äußeren Er­schei­nung steht Benten für Anmut. In den meisten Ab­bildun­gen hält sie eine biwabiwa 琵琶 japanische Kurzhalslaute mit vier oder fünf Saiten, wird mit einem großen Plektron angeschlagen; -Laute in der Hand. Dieses Instru­ment hat sie von ihrer indischen Ahnin, der Fluss­göt­tin SarasvatiSarasvatī (skt.) सरस्वती indischer Fluss; Flussgöttin der Beredsamkeit, der Musik und der Gelehrsamkeit, jap. Benzaiten 弁才天; über­nommen. Beide Göttin­nen sind aus­gehend vom Wasser auch für Be­red­sam­keit, für Musik, für das Wissens und die Künste zuständig.

Der Glücks­aspekt Benzai­tens kann natürlich eben­falls vom Wasser her­rühren, also von Benzai­tens Einfluss auf den Regen und damit auf die Land­wirt­schaft. Noch direkter scheint aber eine heute fast in Ver­gessen­heit geratene Dar­stellung einer acht­armigen Benzai­ten mit ihrer Funktion als Glücks­göttin in Ver­bindung zu stehen. In dieser Gestalt hält Benzai­ten ein buddhisti­sches Wunsch­juwel (nyoi no tamanyoi no tama 如意の玉 Wunschperle, Wunschjuwel; s.a. hōju; ) in der Hand und ist häufig von fünfzehn (oder sechzehn) Jüng­lingen umgeben, die ihre wohl­tätigen Eigen­schaften reprä­sentieren.

Trotz der verschie­denen Er­scheinungs­formen, die Benzai­ten im Laufe ihrer Ge­schichte zuge­schrieben wurden, hat sie ihre enge Verbin­dung zum Wasser stets bei­behalten. Ihre Schreine oder Tempel befinden sich sind fast immer auf natür­lichen oder künst­lichen Inseln, sind also ganz von Wasser um­geben. In Kamakura gibt es darüber hinaus den berühm­ten Zeniarai-Benten Schrein — den Schrein der „geld­waschen­den Benten“. Wer an der dortigen Quelle sein Geld wäscht, darf auf dessen wunder­same Vermeh­rung hoffen. (Mehr dazu...)

Bishamon-ten

Der Name Bishamon-tenBishamon-ten 毘沙門天 Himmelswächter des Nordens, Glücksgott; abgeleitet von einem indischen Gott des Reichtums, Vaishravana; leitet sich von skt. VaishravanaVaiśravaṇa (skt.) वैश्रवण „Sohn des Gerühmten“, Himmelswächter des Nordens, aka. Kubera, jap. Bishamon-ten 毘沙門天 oder Tamon-ten 多聞天; ab. Vaishravana ist einer der Vier Himmels­könige (Shi-TennōShi-Tennō 四天王 wtl. Vier Himmelskönige, die aber eher als Himmelswächter auftreten und jeweils eine Himmelsrichtung beschützen; angeführt von Bishamon-ten, dem Wächter des Nordens; der Ausdruck wird auch für diverse Gruppen von vier Kriegern angewendet; ), und zwar der Hüter des Nordens. In Japan ist Bishamon-ten auch unter dem Namen Tamon-tenTamon-ten  多聞天 Synonym von Bishamon-ten, Himmelswächter des Nordens (skt. Vaishravana); (einer Über­setzung des Sanskrit­namens mit der Be­deutung „der alles Hörende“) bekannt. Zu seinen Attri­buten zählen ein Drei­zack und eine kleine Pagode. In der klas­sischen Ikono­graphie strahlt er die Würde eines Feld­herren aus und wurde in früherer Zeit auch mit der Bitte um Kriegs­glück an­ge­betet. Auch als Glücks­gott wird er immer in chine­sischer Rüstung dargestellt.

Beson­ders im frühen japa­nischen Buddhis­mus erfreute sich Bishamon-ten einer großen Be­liebt­heit. Das Goldglanz Sutra portraitiert ihn als Er­finder einer Gebets­formel (mantramantra (skt.) मन्त्र Gebetsformel, jap. shingon 真言; ), die alle Wünsche verwirk­lichen hilft. Obwohl seine Bedeu­tung mit der Zeit abnahm, ent­wickelte sich ein dem Bishamon-ten ge­weihter Tempel, der Kurama-deraKurama-dera 鞍馬寺 Tempel im Norden Kyōtos, wo unter anderem Bishamon-ten, der Hüter des Nordens, als Beschützer der Hauptstadt verehrt wurde.; in den Bergen nördlich von Kyōto, im ja­panischen Mittel­alter zu einer Art Pilger­zentrum für die Stadt­bevöl­kerung. Dies dürfte einer der Gründe sein, warum diese kriege­rische Gott­heit in den ur­sprüng­lich aus Kyōto stammen­den Kreis der Sieben Glücks­götter auf­ge­nom­men wurde. Doch auch der indische Vorläufer dieser Gott­heit konnte als Reich­tums­gott­heit angebetet werden. (Mehr dazu ...)

Hotei

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Kano Masanobu, Hotei (Bild: Awakenings, Zen Painting in Medieval Art). Ein besonders freundlicher Hotei, dessen Bauch durch seinen Sack ausbalanciert wird. Sein äußeres Erscheinungsbild (gedrungene Statur, dicker Bauch, fleischige Ohrläppchen, ...) ähnelt bereits den Sieben Glücksgöttern (Shichi Fukujin), deren Kombination etwa zur gleichen Zeit (15. oder 16. Jahrhundert) erstmals als Bildmotiv auftaucht.
3 Hotei (15. Jh.)

Die Figur des HoteiHotei 布袋 Glücksgott; Manifestation von Bodhisattva Maitreya; chin. Budai; geht auf die legenden­umwo­bene Gestalt des chi­nesi­schen Mönchs Qici (auch Changting zi) zurück. Dieser führte im neun­ten Jahr­hun­dert ein Wan­der­le­ben als Bet­tel­mönch. Er trug seine Hab­selig­kei­ten stets in einem großen Sack mit sich, so­dass er vor allem unter sei­nem Spitz­na­men „Jute­sack“ (chin. Budai oder Pu-tai, jap. Hotei) bekannt wurde.

Budai/Hotei erwies sich nach seinem irdi­schen Leben als In­karna­tion des BodhisattvaBodhisattva (skt.) बोधिसत्त्व „Erleuchtetes Wesen“, jap. bosatsu 菩薩; MaitreyaMaitreya (skt.) मैत्रेय „Der Freundliche, der Liebevolle“, Buddha der Zukunft, jap. Miroku 弥勒; (jap. MirokuMiroku 弥勒 Bodhisattva Maitreya, „Buddha der Zukunft“; , chin. Mile-fo, auch als „Buddha der Zukunft“ bekannt) und wurde in China zum typi­schen „Lachen­den Buddha“. Be­son­ders be­liebt ist er im Chan/Zen Bud­dhis­mus, wo seine Heiter­keit als Aus­druck der Selbst­genüg­sam­keit be­grif­fen wird. Er stellt er ein be­lieb­tes Motiv der Zen Tusche­zeich­nungen (zengazenga 禅画 Zen-Tuschebild; ) dar. (Mehr dazu ...)

Fukurokuju und Jurōjin

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Tani Bunchō, Jurōjin (Bild: Tani Buncho-ha Database). Jurōjin in Begleitung von Hirsch und Schildkröte. Der Literat und Maler Tani Bunchō kopierte hier ein Bild von Sesshū 雪舟 aus der Muromachi-Zeit.
4 Jurōjin
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Tani Bunchō, Fukurokuju (Bild: Tani Buncho-ha Database). Darstellung des Fukurokuju.
5 Fukurokuju
Glücksgötter von Tani Buncho (späte Edo-Zeit)

FukurokujuFukurokuju 福禄寿 Glücksgott, Gott des Langen Lebens; (wtl. „Glück-Erfolg-Langes Leben“) und Ju­rō­jinJurōjin 寿老人 Glücksgott, Gott des Langen Lebens; (wtl. „Alter Mann des Lan­gen Lebens“) erschei­nen beide als alte Männer und sind mit allen mögli­chen Eigen­schaf­ten und Emblemen daois­tischer Un­sterb­licher aus­ge­stat­tet. Dazu gehört auch die markante, phal­lisch anmu­tende Form ihres Schädels, der aller­dings oft dezent unter einer Kappe ver­borgen ist. Beide Götter tragen das Zeichen 寿ju 寿 Langes Leben; für Langes Leben im Namen und ge­währen den ent­spre­chen­den Wunsch. Die tierischen Be­gleiter der beiden sind Kranich, Schild­kröte und Hirsch, wobei der letztere meist an der Seite von Jurōjin zu finden ist. Vor allem die Schild­kröte, aber auch Kranich und Hirsch gelten als Symbol­tiere des Langen Lebens.

Trotz ihrer unver­kennbar daoisti­schen Attribute sind die beiden Gott­heiten als solche in China selbst nicht zu finden. Fuku-roku-ju (chin. fu-lu-shouFu-lu-shou (chin.) 福禄寿 wtl. Glück, Wohlstand und Langes Leben; in China Gruppe von drei Göttern, die diese Eigenschaften symbolisieren. In Japan zur Figur des Fukurokuju verschmolzen.; ) be­zeich­net jedoch eine Gruppe von drei chin­esi­schen Glücks­göttern, die u.a. im Feng ShuiFeng Shui (chin.) 風水 chin. Raumkonzept auf der Grundlage von Yin und Yang; für zeremonielle Architektur wichtig; eine wichtige Rolle spielen. Jurōjin könnte aus einem der vielen Namen für den Süd­lichen Polar­stern (Canopus) ab­geleitet sein. Dieser wird in China selbst als Gott­heit des Langen Lebens und als Verkör­perung Laotse’sLaozi (chin.) 老子 trad. Schreibung: Laotse; Lao Tse, Lao-tzu; legendärer Philosoph und Begründer des Daoismus; angesehen.

Fukuro­kuju und Jurōjin sind somit aus allerlei daois­tischen Versatz­stücken zu­sammen­gesetzt, die um das Thema „Langes Leben“ kreisen und sich im Grunde beliebig kombi­nieren lassen. Daher ver­wundert es nicht weiter, dass sie mit­un­ter zu einem Gott ver­schmol­zen wurden. In diesem Fall wurde die Gruppe der shichi fukujin bei­spiels­weise durch die weib­liche Gottheit Kichijō-tenKichijō-ten 吉祥天 Hindu-buddhistische Göttin des Glücks; wtl. „Gottheit des Guten Omens“; auch: Kisshōten; skt. Lakshmi; (auch Kisshōten) ergänzt.

Wieso Sieben?

Vorbilder oder Verwandte der Sieben Glücks­götter finden sich vor allem in China, dort sind es aber üblicher­weise acht daois­tische Un­sterb­liche, die zusam­men auf einem Boot zur Insel der Glück­selig­keit unter­wegs sind. Es gibt ver­schiedene Theorien, wieso man sich in Japan statt dessen auf die Zahl Sieben fest­legte. So wird z.B. immer wieder auf die Sieben Übel (shichinan), bzw. die Sieben Tugen­den (shichi shōzai) des Bud­dhis­mus hin­ge­wiesen.2 Die Zahl Sieben spielt aber auch im chinesi­schen Polar­stern-Glauben eine wichtige Rolle (Anzahl der Sterne im Stern­bild des Großen Wagens). Auch die Sieben Weisen im Bambus­hain, eine Gruppe chine­sischer Philo­sophen, die gerne auf den Tusch­male­reien der mittel­alter­lichen Zen-Mönche dar­ge­stellt wurde, könnten eine Inspria­tions­quelle der Shichi Fukujin gewesen sein.3

Eine bekannte Anek­dote besagt, dass das Ensemble der Sieben Glück­götter auf den Mönch TenkaiTenkai 天海 1536?–1634; Abt und Reformer des Tendai Buddhismus, religiöser Berater des Tokugawa Shōgunats; auch: Nankōbō Tenkai; Jigen Daishi; , einen wich­tigen religi­ösen Rat­geber des ersten Tokugawa Shōguns Tokugawa IeyasuTokugawa Ieyasu 徳川家康 1543–1616; Begründer des Tokugawa Shogunats; Reichseiniger; zurück­geht. Tenkai hätte die Sieben Tugen­den des Bud­dhis­mus in ab­ge­wandel­ter Form auf Ieyasu über­tragen und mit sieben Gott­heiten folgen­der­maßen in Ver­bindung ge­bracht: Langes Leben (Jurōjin), Wohlstand (Daikoku), Be­liebt­heit (Fukurokuju), Auf­richtig­keit (Ebisu), Liebens­würdig­keit (Benzaiten), Autorität (Bishamon­ten), Großmut (Hotei). Diese Kombi­nation sei der Schlüs­sel zu Ieyasus erfolg­reicher Be­friedung des Landes. Klar, dass Ieyasu von dieser Charak­terisierung be­geis­tert war und seinen Hof­maler anwies, die sieben Gott­heiten in einem Bild darzu­stellen. Leider dürfte es sich aller­dings bloß um eine Legende handeln, die durch verläss­liche histo­rische Quellen nicht bestätigt werden kann.

Früh­formen der Shichi Fukujin legen die Ver­mutung nahe, dass das Ensemble tat­sächlich von bud­dhis­tischen Mönchen kreiert wurde. Wahr­schein­lich geht die Idee aber nicht auf einen einzigen Mönch zurück, sondern bildete sich all­mäh­lich im Laufe der MuromachiMuromachi 室町 Stadtteil in Kyōto; Sitz des Ashikaga Shōgunats 1336–1573 (= Muromachi-Zeit); -Zeit (14.–16. Jh.) heraus. In jedem Fall waren die Shichi Fukujin in der EdoEdo 江戸 Hauptstadt der Tokugawa-Shōgune, heute: Tōkyō; auch: Zeit der Tokugawa-Dynastie, 1600–1867 (= Edo-Zeit);; -Zeit wesent­lich be­kannter und populärer als mytholo­gische Gott­heiten wie AmaterasuAmaterasu 天照 Sonnengottheit; Ahnherrin des Tennō-Geschlechts; oder SusanooSusanoo 須佐之男 mytholog. Gottheit; Trickster-Gott, Sturmgott, Mondgott; . Vor allem auf bild­lichen Dar­stel­lungen sind sie all­seits präsent, während die „eigent­lichen“ Shintō-Götter nur sehr selten ab­ge­bildet werden. Daran hat sich im Grunde bis heute nichts geän­dert.

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Katsushika Hokusai, u.a., Shichi Fukujin (Bild: Muian). Die Glücksgötter (Shichi Fukujin) in ihrer ikonographisch ausgereiften Form, dargestellt von verschiedenen ukiyo-e-Künstlern des frühen 19. Jahrhunderts.
6 Die Glücksgötter einst...
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...und heute.
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„Die Sieben Glücksgötter.“ In: Bernhard Scheid, Religion-in-Japan: Ein digitales Handbuch. Universität Wien, seit 2001

Verweise

Verwandte Themen

Fußnoten

  1. Dieser Befund stammt von Kita Sadakichi, einem um­stritte­nen Historiker und Volks­kundler der Zwischen­kriegs­zeit, der 1935 den Aufsatz „Shichifukujin no seiritsu“ (Die Ent­stehung der Sieben Glücks­götter) ver­öffent­lichte. Kitas zeit­liche Ein­ord­nung der Glücks­götter wird jedoch von der japa­nischen Volks­kunde heute allge­mein akzep­tiert.
  2. Im Sutra der Barmherzigen Könige, Ninnō-kyō, heißt es im Zu­sammen­hang mit dem Rezi­tieren eines Sutren­textes: „... da vergingen die Sieben Übel, und die Sieben Wohl­taten ent­standen“ (shichinan sokumetsu, shichifuku sokushō 七難即滅七福即生). Diese Wendung wurde in späteren Schriften des japa­nischen Buddhis­mus häufig zitiert. Worin die Sieben Übel bestehen, wird allerdings unter­schiedlich angegeben. (Kita 1935, in Miyata 1998, S. 300).
  3. Laut Kita soll ein gewisser Mönch Keishun 瓊春 bereits im 15. Jh. ein Bild gemalt haben, in dem die Götter Ōkuninushi, Hiruko, Uzume, Bishamon, Fukurokuju, Jurōjin und Hotei in Imitation der Sieben Weisen im Bambus­hain darge­stellt wurden. Das Original wurde allerdings 1473 durch Brand ver­nichtet und ist nur in Kopien erhalten. Jeden­falls ent­sprechen diese Götter weit­gehend den späteren Glücks­göttern, lediglich Ame no Uzume wurde durch Benzai­ten ersetzt. (Ibid, S. 301–302)

Literatur

Ugo A. Casal 1958
Die sieben Glücksgötter: Shichifukujin. Wiesbaden: Harrassowitz 1958.
Miyata Noboru 宮田登 (Hg.) 1998
Shichifukujin shinkō jiten 七福神信仰事典. Tokyo: Ebisu Kōshō Shuppan 1998.
Bernhard Scheid 2014
„Synkretismus als Methode: Die Sieben Glücksgötter Japans im Spannungsfeld von Buddhismus und Volksreligion.“ In: Alexander Grau, Gerson Raabe (Hg.), Religion: Facetten eines umstrittenen Begriffs. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt 2014, S. 65–90.

Bilder

Quellen und Erläuterungen zu den Bildern auf dieser Seite:

  1. ^ 
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    Sieben Glücksgötter (Bild: Steve-kun, flickr 2007). Moderne Darstellung der Shichi Fukujin.
  2. ^ 
    Daikoku kiyomizu.jpg
    „Karriere-Daikoku“ (Shusse Daikoku) (Bild: Ron Reznick, 2004). Leider wurde der Shusse Daikoku des Kiyomizu Tempels mittlerweile ziemlich lieblos restauriert und verströmt nicht mehr die gleiche geheimnisvolle Aura wie auf diesem Bild.
  3. ^ 
    Hotei masanobu.jpg
    Kano Masanobu, Hotei (Bild: Awakenings, Zen Painting in Medieval Art). Ein besonders freundlicher Hotei, dessen Bauch durch seinen Sack ausbalanciert wird. Sein äußeres Erscheinungsbild (gedrungene Statur, dicker Bauch, fleischige Ohrläppchen, ...) ähnelt bereits den Sieben Glücksgöttern (Shichi Fukujin), deren Kombination etwa zur gleichen Zeit (15. oder 16. Jahrhundert) erstmals als Bildmotiv auftaucht.
  1. ^ 
    Jurojin buncho.jpg
    Tani Bunchō, Jurōjin (Bild: Tani Buncho-ha Database). Jurōjin in Begleitung von Hirsch und Schildkröte. Der Literat und Maler Tani Bunchō kopierte hier ein Bild von Sesshū 雪舟 aus der Muromachi-Zeit.
  2. ^ 
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    Tani Bunchō, Fukurokuju (Bild: Tani Buncho-ha Database). Darstellung des Fukurokuju.
  3. ^ 
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    Katsushika Hokusai, u.a., Shichi Fukujin (Bild: Muian). Die Glücksgötter (Shichi Fukujin) in ihrer ikonographisch ausgereiften Form, dargestellt von verschiedenen ukiyo-e-Künstlern des frühen 19. Jahrhunderts.

Glossar

Namen und Fachbegriffe auf dieser Seite:

  • Amaterasu 天照 ^
    Sonnengottheit; Ahnherrin des Tennō-Geschlechts
  • Benzaiten 弁才天/弁財天 ^
    Glücksgöttin im Ensemble der Sieben Glücksgötter (Shichi Fukujin); Gottheit des Wassers, der Musik und der Beredsamkeit; skt. Sarasvati; auch: Benten
  • Bishamon-ten 毘沙門天 ^
    Himmelswächter des Nordens, Glücksgott; abgeleitet von einem indischen Gott des Reichtums, Vaishravana
  • biwa 琵琶 ^
    japanische Kurzhalslaute mit vier oder fünf Saiten, wird mit einem großen Plektron angeschlagen
  • Bodhisattva (skt.) बोधिसत्त्व ^
    „Erleuchtetes Wesen“, jap. bosatsu 菩薩
  • Buddha (skt.) बुद्ध ^
    „Der Erleuchtete“, jap. butsu (hotoke) 仏 oder Budda 仏陀
  • Daikoku 大黒 ^
    Glücksgott und Stellvertreter der Sieben Glücksgötter (Shichi Fukujin); skt. Mahakala = „Großer Schwarzer“; auch Daikoku-ten
  • deva (skt.) देव ^
    „Gottheit“, oberste Klasse indischer Götter, jap. -ten 天 oder tenbu 天部
  • Ebisu 恵比寿 ^
    Glücksgott der Händler und Fischer; andere Schreibung: 夷 oder 戎; Grundbedeutung wahrscheinlich „Fremder“ oder „Barbar“
  • Edo 江戸 ^
    Hauptstadt der Tokugawa-Shōgune, heute: Tōkyō; auch: Zeit der Tokugawa-Dynastie, 1600–1867 (= Edo-Zeit);
  • Feng Shui (chin.) 風水 ^
    chin. Raumkonzept auf der Grundlage von Yin und Yang; für zeremonielle Architektur wichtig
  • Fukurokuju 福禄寿 ^
    Glücksgott, Gott des Langen Lebens
  • Fu-lu-shou (chin.) 福禄寿 ^
    wtl. Glück, Wohlstand und Langes Leben; in China Gruppe von drei Göttern, die diese Eigenschaften symbolisieren. In Japan zur Figur des Fukurokuju verschmolzen.
  • genze riyaku 現世利益 ^
    (religiöse) Belohnung in diesem Leben
  • Hiru-ko 蛭子 ^
    wtl. Blutegel-Kind; erstes (missratenes) Kind von Izanagi und Izanami
  • Hotei 布袋 ^
    Glücksgott; Manifestation von Bodhisattva Maitreya; chin. Budai
  • Izanagi 伊耶那岐/伊奘諾 ^
    Göttervater; auch Izanaki (ki hier männliche Endung)
  • Izanami 伊耶那美/伊奘冉 ^
    Göttermutter, Göttin der Unterwelt (mi hier weibliche Endung)
  • ju 寿 ^
    Langes Leben
  • Jurōjin 寿老人 ^
    Glücksgott, Gott des Langen Lebens
  • kami ^
    Gottheit; im engeren Sinne einheimische oder lokale japanische Gottheit, Schreingottheit (s. jinja), Gottheit des Shintō
  • kariginu 狩衣 ^
    Priestertracht (ehemals Hoftracht); wtl. „Jagdgewand“
  • Kichijō-ten 吉祥天 ^
    Hindu-buddhistische Göttin des Glücks; wtl. „Gottheit des Guten Omens“; auch: Kisshōten; skt. Lakshmi
  • Kojiki 古事記 ^
    „Aufzeichnung alter Begebenheiten“; älteste jap. Chronik (712)
  • Kurama-dera 鞍馬寺 ^
    Tempel im Norden Kyōtos, wo unter anderem Bishamon-ten, der Hüter des Nordens, als Beschützer der Hauptstadt verehrt wurde.
  • Laozi (chin.) 老子 ^
    trad. Schreibung: Laotse; Lao Tse, Lao-tzu; legendärer Philosoph und Begründer des Daoismus
  • Mahākāla (skt.) महाकाल ^
    „Großer Schwarzer“, esoterische Gottheit, jap. Makakara 摩訶迦羅 oder Daikoku
  • Maitreya (skt.) मैत्रेय ^
    „Der Freundliche, der Liebevolle“, Buddha der Zukunft, jap. Miroku 弥勒
  • mantra (skt.) मन्त्र ^
    Gebetsformel, jap. shingon 真言
  • Miroku 弥勒 ^
    Bodhisattva Maitreya, „Buddha der Zukunft“
  • Muromachi 室町 ^
    Stadtteil in Kyōto; Sitz des Ashikaga Shōgunats 1336–1573 (= Muromachi-Zeit)
  • Nihon shoki 日本書紀 ^
    Zweitältestes Schriftwerk und erste offizielle Reichschronik Japans (720)
  • Nishinomiya Jinja 西宮神社 ^
    Ebisu Schrein in der Stadt Nishinomiya, Hyōgo-ken, bei Ōsaka
  • nyoi no tama 如意の玉 ^
    Wunschperle, Wunschjuwel; s.a. hōju
  • Ōkuninushi 大国主 ^
    mythol. Gottheit; wtl. Großer Meister des Landes
  • Sarasvatī (skt.) सरस्वती ^
    indischer Fluss; Flussgöttin der Beredsamkeit, der Musik und der Gelehrsamkeit, jap. Benzaiten 弁才天
  • Shichi Fukujin 七福神 ^
    Sieben Glücksgötter; populäres Ensemble von Glücksgöttern verschiedener Herkunft
  • Shi-Tennō 四天王 ^
    wtl. Vier Himmelskönige, die aber eher als Himmelswächter auftreten und jeweils eine Himmelsrichtung beschützen; angeführt von Bishamon-ten, dem Wächter des Nordens; der Ausdruck wird auch für diverse Gruppen von vier Kriegern angewendet
  • Sukunabikona 少名毘古那 ^
    winzige Gottheit, Gefährte oder alter ego von Ōkuninushi, auch: Sukunahikona
  • Susanoo 須佐之男 ^
    mytholog. Gottheit; Trickster-Gott, Sturmgott, Mondgott
  • tai ^
    Meerbrasse, „Markenzeichen“ des Ebisu
  • Tamon-ten  多聞天 ^
    Synonym von Bishamon-ten, Himmelswächter des Nordens (skt. Vaishravana)
  • -ten ^
    wtl. Himmel; Göttertitel für eine eine aus Indien übernommene Gottheit (skt. deva)
  • tenbu 天部 ^
    Gruppe der indischen bzw. aus Indien übernommene Gottheiten (skt. Deva)
  • Tenkai 天海 ^
    1536?–1634; Abt und Reformer des Tendai Buddhismus, religiöser Berater des Tokugawa Shōgunats; auch: Nankōbō Tenkai; Jigen Daishi
  • Tokugawa Ieyasu 徳川家康 ^
    1543–1616; Begründer des Tokugawa Shogunats; Reichseiniger
  • Vaiśravaṇa (skt.) वैश्रवण ^
    „Sohn des Gerühmten“, Himmelswächter des Nordens, aka. Kubera, jap. Bishamon-ten 毘沙門天 oder Tamon-ten 多聞天
  • zenga 禅画 ^
    Zen-Tuschebild