Fushimi Inari Taisha Torii-Tunnel und Fuchsstatuen

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Fushimi Inari Taisha Torii-Tunnel und Fuchsstatuen

Der Inari Schrein von FushimiFushimi Inari Taisha 伏見稲荷大社 Großschrein der Gottheit Inari in Fushimi, im Süden Kyōtos Bekannte SchreineToriiVerwandlungskuenstler im Süden Kyōtos bietet mit sei­nen tau­sen­den Schreintoren (senpon toriisenpon torii 千本鳥居  „Tausend torii“; Bezeichnung für die zu Tunneln verbundenen Schreintore des Fushimi Inari Taisha und anderer Inari-Schreine ), die oft zu rot leuch­ten­den Gän­gen ver­bun­den sind, eine Besonderheit in der an Se­hens­wür­dig­kei­ten kei­nes­wegs ar­men ehe­ma­li­gen Haupt­stadt. Die torii-Tunnel von Fushimi sind daher auch das touristische Highlight der weitläufigen Schreinanlage.

Torii-Tunnel in Fushimi.
Schreintore, torii (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Hisanori, flickr, 2014. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Torii-Tunnel des Fushimi Inari Taisha in nächtlicher Beleuchtung.

. 1 Torii Tunnel in Fushimi
Tunnel aus roten torii.
Schreintore, torii (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Tran DeVore, flickr, 2007. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Der gesamte Berg hinter der Haupthalle des Schreins ist von Wegen durchzogen, die mit roten torii bestückt sind.

. 2 senpon torii
Torii-Tunnel.
Schreintore, torii (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Yves Rubin, 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Diese torii sind Spenden von frommen Gläubigen.

. 3 senpon torii
Torii-Tunnel in Fushimi..
Schreintore, torii (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyoto
Bild © Keith Leung, 2006. (Letzter Zugriff: 2011/7).

An der Rückseite der torii des Fushimi Inari Taisha sind die Namen der Spender und das Datum der Errichtung verzeichnet.

. 4 senpon torii
Pfeiler mit „Visitenkarten“.
Schreintore (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Rolf Pressel, 2006. (Letzter Zugriff: 2009/4).

Die meisten torii werden von Firmen gespendet. Namen und Adresse der Firmen sind an der Rückseite der torii eingraviert.

. 5 senpon torii
Bemalung eines torii.
Torii (Holz); Fushimi Inari Taisha
Bild © Patrick Elmer, 2017. (Letzter Zugriff: 2017/12/9).

Bemalung eines frisch errichteten torii des Fushimi Inari Taisha. Das torii im Vordergrund erhält das Jahresdatum Heisei 19 (2017), das im Hintergrund stammt aus Heisei 5 (1993).

. 6 torii Bemalung
Eingang der Tunnelwege.
Schreintore, torii (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Binx, flickr, 2009. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Zwei parallel geführte torii-Tunnelwege am Beginn des Aufstiegs.

. 7 senpon torii
Plan der Fushimi Schreinanlage.
Informationstafel (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Salvador Busquets Artigas, flickr, 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Übersichtsplan der Schreinanlage auf einem Schild im unteren Schreinbereich. Dem Schild ist zu entnehmen, dass der Inari Berg eine Höhe von 233m hat, dass die Anlage ungefähr 900.000m² umfasst und der Rundgang in etwa zwei Stunden zu bewältigen ist. Der höchste Punkt des Rundgangs befindet sich auf der Karte rechts oben.

. 8 Plan der Anlage

Die toriitorii 鳥居 Torii, Schreintor; wtl. „Vogelsitz“ PhalluskulteOpfergabenBautenBekannte Schreine... mehr sind entlang von Wegen aufgestellt, die vom Hauptschrein zu drei Nebenschreinen auf dem Gipfel des Inari-Berges (233m) führen. Es handelt sich um Op­fer­ga­ben von Gläu­bi­gen, die sich von der Gott­heit Inari einen be­son­de­ren Dienst (meist ge­schäft­lichen Erfolg) er­hof­fen. Die meis­ten sind von Fir­men ge­spen­det. Neben den torii bietet der Fushimi Inari Schrein auch eine Menge pi­to­res­ker Fuchs­wäch­ter, die für alle Inari Schreine kenn­zeichnend sind. Eine weitere Be­son­der­heit sind die Steinaltäre (o-tsukao-tsuka お塚 Steinaltäre, oder Gedenksteine zur Verehrung der Gottheit Inari; wtl. „Hügel“ ), die sich entlang der Wege finden. Der Fushimi Inari Schrein bietet somit ein anschauliches Beispiel für die in Japan weit verbreitete Tendenz, aus der schieren Masse gleich­för­miger Votiv­gaben eine Art Gesamt­kunst­werk zu Ehren einer spe­zi­fi­schen Gott­heit entstehen zu lassen. (Siehe dazu z.B. auch die Laternen des Kasuga Schreins.)

Eingang zum Schrein.
Schreingebäude (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Bernhard Scheid, (flickr) 2013. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Eingang zur frisch gestrichenen Anlage des Fushimi Inari Taisha.

. 9 Von Füchsen bewachter Haupteingang in Fushimi
Fuchswächter.
Statue; Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Asano Noboru, 2001. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Linker Fuchswächter vor dem Haupttor des Fushimi Inari Taisha.

Fuchswächter.
Statue; Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Asano Noboru, 2001. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Rechter Fuchswächter vor dem Haupttor des Fushimi Inari Taisha

Fuchswächter
Torii-Tunnel.
Schreintore, torii (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Kevin Hulsey, 2009. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Torii-Tunnel des Fushimi Inari Taisha.

Außerhalb des Tunnels.
Schreintore, torii (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Jeffrey Friedl, 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Es dauert mehrere Stunden, den ganzen Berg mit seinen torii-Tunneln zu bewandern.

Torii-Tunnel.
Schreintore, torii (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Markowich, (pbase) 2005. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Immer wieder zweigen Seitenpfade der torii-Tunnel vom Hauptweg ab.

Miniatur-torii.
Schreintore, torii (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Bernhard Scheid, flickr, 2013. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Zwischen den torii-Tunnel sieht man auch manchmal Miniatur-torii, die zur Ausgestaltung individueller Schreinaltäre (o-tsuka) dienen.

. 10. 11. 12. 13 senpon torii

Inari Fuchsstatuen

Es gibt in Japan ca. 30.000 Inari Schreine, viele davon eher klein und un­schein­bar. An­de­rer­seits gibt es — wie so oft in Japan — auch hier die „Drei Großen Inari“, also ein Set von drei re­prä­sen­tativen Heilig­tümern. Zu diesen zählen neben dem Fushimi Inari Schrein in Kyōto, der Yutoku Schrein in Kyūshū und der Toyokawa Inari Tempel(!), welcher der ZenZen chin. Chan, wtl. Meditation; Zen Buddhismus TempeltoreArhatsHeian ZeitZoga... mehr-Schule angehört. Alle Tempel und Schreine eint die Ver­wen­dung der charak­teristi­schen Fuchs­statuen, die meist als Boten der Gottheit Inari ge­deu­tet werden.

Füchse (kitsune).
Statuen (Stein); Toyokawa Inari Tempel (!), Präfektur Aichi
Bild © takmagar, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Die Fuchsstatuen (kitsune) sind individuelle Opfergaben (sonaemono) von Gläubigen (ähnlich wie z.B. die zahllosen torii des Fushimi Inari Schreins).

. 14 Füchse des Toyokawa Inari Tempels
Fuchswächter.
Statue (Stein); Inari Schrein
Bild © bycollie, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Statue eines Fuchswächters (kitsune)

Fuchs mit Sutrenrolle.
Statue (Stein); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © orandajin, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Statue eines Fuchses (kitsune) mit einer Sutrenrolle.

. 15. 16 Fuchsstatuen

Die Bilder oben stammen aus Schreinen der Gottheit InariInari 稲荷 Reisgottheit, häufig von Fuchswächtern bewacht Bekannte SchreineBerg KoyaShinto-GoetterImaginaere Tiere... mehr, die stets von Fuchs­wächtern be­wacht wird und teil­weise selbst in Fuchs­gestalt dar­ge­stellt wird. Genau genommen handelt es sich um weiße Füchse, die sich durch diese Farbe von den gewöhn­lichen, „welt­lichen“ Füchsen unter­scheiden. Auch tragen sie meist eine Sutrenrollesūtra सूत्र „Faden“, Lehrrede des Buddha, kanonische Schrift, jap. kyō 経 oder kyōten 経典 GluecksbringerTempelAmidismusFruehzeit... mehr oder ein Wunsch­juwel im Maul. Auf manchen Dar­stel­lungen ver­dickt sich auch ihre Schwanz­spitze zu einem Wunsch­juwel. All dies zeigt die magische Macht dieser Füchse an. Als Boten (o-tsukaio-tsukai お使い wtl. Bote; auch: Götterbote, häufig in Tiergestalt KasugaSymboltiere) der Inari paaren sie diese Macht aller­dings nicht mit der sprich­wört­lichen Heim­tücke, die den Füchsen (kitsunekitsune Fuchs Bekannte SchreineNamazu-eVerwandlungskuenstlerKitsune) auch in Japan nach­gesagt wird. Sutrenrollen und Juwele sind bud­dhis­tische Symbole, was auf bud­dhis­tische Wurzeln des Inari-Glaubens hindeutet.

Individuell bemalte Fuchs-ema.
Votivbilder, ema (Holz, Farbe); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Matthew Bednarik, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Bemalte ema mit Füchsen (kitsune) des Fushimi Inari Taisha

Fuchs-ema, die zum Verkauf angeboten werden.
Votivbilder, ema (Holz, Farbe)
Bild © Ajisai, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Auch Filzstifte zur Beschriftung und Bemalung der ema liegen bereit.

. 17. 18 Votivbilder (ema) des Fushimi Schreins
Fröhliche kitsune-Familie.
Statue (Stein); Matsuyama Inari Schrein, Präfektur Fukushima
Bild © komainu.net, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Kitsune-Familie eines Inari Schreins in Fukushima

. 19 Fröhliche Fuchsfamilie
Fuchsstatue.
Statue; Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Owen Waygood, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Exzentrischer Inari Fuchs (kitsune) mit Juwel auf dem Haupt

. 20 Exzentrische Fuchsstatue
Füchse.
Souvenir; Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Wonder Elf, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Füchse (kitsune), welche als Souvenir im Fushimi Inari Taisha verkauft werden.

. 21 Fuchssouvenirs
Inari-Miniaturstatuetten.
Statuen
Bild © Lostintokyo, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Kleine Inari-Statuen

Inari-Statuetten.
Statuen
Bild © Trane DeVore, flickr 2009. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Detailansicht kleiner Inari-Statuen

. 22. 23 Kitsune Miniatur-Statuetten
Inari-Ensemble mit grauen und weißen Füchsen.
Bild © [Tokyoblig's Blog ], 2010. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Boten der Gottheit Inari werden immer als weiße Füchse (kitsune) gedacht, allerdings nicht notwendigerweise weiß bemalt. Außerdem besitzen sie ein Wunschjuwel, das manchmal an ihrer Schwanzspitze erscheint.

. 24 Inari Ensemble
Inari-Maske.
Maske; Ishioka, Präfektur Ibaraki
Bild © Thomas Lottermoser, 2006. (Letzter Zugriff: 2010/9).

Tänzer mit Fuchsmaske bei einem matsuri in Ishioka, nördlich von Tōkyō.

. 25 Fuchsmaske

Die Fuchsstatuen werden außerdem gern mit roten Lätzchen versehen. Dies ist auch bei anderen Statuen üblich, von denen sich Gläubige direkten Bei­stand erhoffen (vgl. z.B. JizōJizō 地蔵 wtl. Schatzhaus/Mutterleib der Erde; skr. Kṣitigarbha; populäre Bodhisattva Figur MoencheOpfergabenShotoku TaishiOsorezan... mehr). Die Farbe rot soll be­son­ders wirksam zur Ab­wehr böser Dämonen (mayokemayoke 魔除け Dämonenabwehr; kann auch Talismane oder Amulette bezeichnen ) geeignet sein. Dieser Symbo­lis­mus wurde auch während einer Pocken­epi­demie Mitte des 19. Jahr­hunderts in Form von sog. „Rotbildern“ (aka-eaka-e 赤絵 „Rotbilder“; in rot gehaltene Bilder zur Abwehr der Pocken; rot gilt auch als Farbe der Dämonenabwehr (mayoke); unabhängig davon wurden auch Farbholzschnitte der Meiji-Zeit wegen ihrer hervorstechenden Rotfärbung als aka-e bezeichnet Bodhidharma) ein­ge­setzt, als sogenannte Pockengottheiten (hōsōgamihōsōgami 疱瘡神 Pockengottheit; hōsōgami können die Pocken selbst versinnbildlichen, werden aber auch als Wirkmacht gegen die Pocken verehrt, sie besitzen also einen krankmachenden und einen heilenden Aspekt Bodhidharma) in roter Farbe auf einfache Bilder gedruckt wurden, die als Talismane fungieren sollten. Die Wurzeln dieses Brauchs liegen aller­dings weit­gehend im Dunkeln.

O-tsuka

O-tsuka.
Steinaltäre, o-tsuka; Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Jeffrey Friedl, 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

O-tsuka, welche von torii in allen Größen umrahmt sind.

. 26 Steinaltäre (o-tsuka) mit kleinen torii

Füchse und torii finden sich im Fushimi Inari Schrein auch auf zahl­reichen Stein­altären namens o-tsukao-tsuka お塚 Steinaltäre, oder Gedenksteine zur Verehrung der Gottheit Inari; wtl. „Hügel“ , die sich in großer Zahl über die Hügel der Schrein­anlage verstreut finden. O-tsuka (wtl. „Hügel“) haben eine gewisse Ähn­lich­keit mit japani­schen Grab­stätten, es handelt sich aber um An­dachts­stätten oder Altäre für die Gott­heit InariInari 稲荷 Reisgottheit, häufig von Fuchswächtern bewacht Bekannte SchreineBerg KoyaShinto-GoetterImaginaere Tiere... mehr. Im Zentrum einer solchen Anlage befinden sich ein oder mehrere natürliche Steine mit einer Inschrift. Diese Inschrift ist als indivi­dueller Name der Inari Gott­heit zu verstehen, mit dem Inari an diesem Altar ange­spro­chen wird. (Verwir­ren­der Weise sind unter diesen „Spitz­namen“ auch die Namen anderer bekannter Gott­heiten.) Das Auf­stellen solcher o-tsuka-Steine geht auf eine volks­reli­giöse Bewegung zurück, die sich in den Jahren unmittelbar vor der Meiji Restau­rationMeiji Ishin 明治維新 Meiji Restauration, wtl. Meiji-Erneuerung, umfasst den politischen Umsturz 1867–68 und die nachfolgende Konsolidierung Japans als moderner Nationalstaat NikkoSchreinanlage IseStaatsshintoBenzaiten (1868) spontan heraus­bildete. Gläubige er­richte­ten ihre eigene Ver­ehrungs­stätte für Inari auf dem Berg, indem sie große Steine her­bei­schafften und darauf indivi­duelle Götter­namen schrieben. Dieser indivi­duelle Zugang, den man auch watakushi no Inari-sama („meine per­sönliche Inari-Gottheit“) bezeichnet, wurde von den Schrein­prie­stern zunächst einmal ver­boten. Als es aber nicht gelang, diese Form der Laien­fröm­mig­keit abzu­schaffen, gingen die Inari Priester dazu über sie zu kon­trol­lieren. Man schuf bestimmte Areale, in denen die Errichtung von o-tsuka gestattet war, und förderte die Bildung von Laien­orga­nisa­tionen, die die Zuteilung der noch freien Plätze über­nahmen. Heute ist es zwar kaum mehr möglich, einen neuen Altar zu errichten, man kann aber über diese Organi­sationen einen Altar zugeteilt bekommen.1 Dieser wird dann von den je­wei­ligen Gläubigen mit torii und Fuchs­sta­tuen aus­ge­stat­tet, die wiederum vom Inari Schrein hergestellt werden. Dank der großen Zahl der o-tsuka (ca. 10.000) ist dies zweifel­los ein ein­träg­liches Geschäft.

Ni-no-mine.
Steinaltäre, torii; Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Asano Noboru, 2001. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Hier befindet sich der zweite von drei Gipfelschreinen des Inari Berges; o-tsuka und torii sind hier ganz besonders konzentriert und in einander verschachtelt.

Torii.
Schreintore, torii (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto.

Noch nicht aufgestellte torii.

Schreintore.
Torii (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Asano Noboru, 2001. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Die Wege führen zu (torii) und kleineren Schreinen (hokora) oder anderen Kultstätten.

Steinaltäre.
O-tsuka; Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Asano Noboru, 2001. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Wörtlich „Hügel“ genannt, sind sie sich auch rund um diese Schreine (o-tsuka) zu finden.

. 27. 28. 29. 30 O-tsuka-Altäre

Wer ist Inari?

Dakiniten und Inari Daimyōjin.
Buchillustration, kami (Papier) von Katsushika Hokusai. 1814; aus Abbildung aus Hokusais Manga, Band 3
Bild © Institut des Traditions du Japon. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Buchillustration der Gottheiten Dakini und Inari Daimyōjin.

. 31 Inari Gottheiten

Der Fushimi Inari Schrein taucht in den Quellen bereits im Jahr 711 erstmals auf. Er war zu dieser Zeit ein Ahnen­schrein des Klans der Hata, die wiederum einige Gene­rationen zuvor aus Korea eingewandert waren. Offenbar verehrten die Hata auf den drei Gipfeln des Inari Berges drei Gott­heiten, die später kollek­tiv als „Inari“ bezeichnet wurden. Unter diesen Gott­heiten soll sich auch die weib­liche Nahrungs­gott­heit Uka-no-mitamaUka-no-mitama 宇迦之御魂 Weibliche Nahrungsgottheit, die v.a. im Fushimi Inari Schrein verehrt wird. befunden haben. Mög­licher­weise ist diese Nah­rungs­gott­heit dafür ver­ant­wort­lich, dass Inari stets als Reis­gott­heit charak­terisiert wird.

Als im Jahr 794 in der un­mit­tel­baren Nach­bar­schaft des Schreins die neue Hauptstadt Heian-kyoHeian 平安 alter Name Kyōtos, eig. Heian-kyō 平安京, „Stadt des Friedens“; politisches Zentrum 794–1185 (= Heian-Zeit) ShichigosanJahrMatsuriMoencheOpfergaben... mehr errichtet wurde, erlangte der Schrein rasch über­regionale Bedeutung. Er diente nun nicht mehr als Klan-Schrein der Hata, sondern wurde von KūkaiKūkai 空海 774–835, Gründer des Shingon Buddhismus; Eigennamen Saeki Mao, Ehrennamen Kōbō Daishi FeuergangShikokuBekannte SchreineBekannte Tempel... mehr (774–835), dem vielleicht be­deu­tendesten Mönch des japanischen Bud­dhis­mus, zum Schutz­schrein des neu gegründeten „Ost-Tempels“ (TōjiTōji 東寺 Ost-Tempel in Kyōto, eig. Kyōō Gokoku-ji (Tempel des Königs der Lehre zum Schutz des Landes) Berg KoyaBishamon-tenHonji suijakuMyoo... mehr) der neuen Haupt­stadt umfunktioniert. In einer Gründungs­legende des Schreins wird davon erzählt, dass die Gott­heit von Inari Kūkai in der Gestalt eines alten Mannes, der Reis auf dem Rücken trug, erschien:

Auf seinen Wan­derun­gen traf Kūkai in Tanabe in der Provinz Kii [heute Waka­yama, südlich von Nara] auf einen seltsamen alten Mann. Obwohl sich die beiden zum ersten Mal sahen, er­kann­ten sie sofort, dass sie sich in einem früheren Leben bei der Rede des BuddhaBuddha बुद्ध „Der Erleuchtete“, jap. butsu (hotoke) 仏 oder Budda 仏陀 AlltagAhnenkultFriedhofGorintoShikoku... mehr auf dem Geier­berg (GrdhrakutaGṛdhrakūṭa गृध्रकूट „Geiergipfel“, indischer Berg bei Rajagrha (Rajgir), auf dem Buddha predigte, jap. Ryōjusen 霊鷲山 PilgerschaftEn no Gyoja) in Indien getroffen hatten. Hoch erfreut über das Wieder­sehen lud Kūkai den Greis ein, ihn in der Haupt­stadt zu besuchen, wo er einen Tempel er­richten wollte. Einige Jahre später, als der Tōji bereits erbaut war, erschien der Greis am Südtor des Tempels mit einigen Reis­garben auf dem Rücken2 und Zypres­sen­zweigen in den Händen in Be­gleitung zweier Mädchen und zweier Kinder. Kūkai war über­glück­lich und hielt ihm zu Ehren eine Predigt und alle seine Schüler, weltliche wie geist­liche, boten ihm zu essen an. Der Greis blieb eine Zeit lang im Hause des Laien­schülers Shibamori nahe dem Tōji3 und richtete sich schließlich auf dem Berg Inari ein, wo das Holz für den Bau des Tōji gerodet worden war.4

In dieser buddhistischen Version der Schrein­le­gende ist also von einem Inari Schrein vor der Zeit Kūkais gar keine Rede. Der rätsel­hafte Greis scheint durch den Reis auf seinem Rücken den Schrein­namen zu be­grün­den — tat­sächlich wird der Name Inari meist mit den Zeichen „Reis­ähre tragen“ (稲荷) geschrie­ben. Doch hat der Berg, auf dem er sich letztlich ein­quartiert, ebenfalls den Namen Inari. Es sind also zirkuläre (karmische) Ver­bin­dungen, die die Gottheit in Gestalt eines Reis-tragenden alten Mannes zu ihrem Be­stim­mungs­ort, dem Reistrage-Berg (Inari-yama), führen.

Die Legende könnte natürlich auch so gedeutet werden, dass sich hier bereits ein Schrein befand, der unter Kūkai einer neuen Gott­heit zuge­schrieben wurde. In jedem Fall deutet die Legende an, dass die Ver­bindung zum Reis essentiell für die Iden­tität des Fushimi Inari Schreins war. Fraglich bleibt, wieso die Reis­gott­heit auch als Frau bzw. als Fuchs dar­gestellt wird.

Inari, Fuchs und Dakini

Japanische Dakini auf einem weißen Fuchs.
Tenbu; Tōkyō
Bild © Toyokawa Inari Schrein. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Auf ihren Schultern trägt Dakini Reisballen.

. 32 Japanische Dakini
Die Gottheit Inari.
Farbholzschnitt, tenbu von Utagawa Kuniyoshi. Edo-Zeit
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Die Gottheit Inari auf einem weißen Fuchs (kitsune) erscheint dem Krieger Taira no Kiyomori.

. 33 Gottheit Inari

Die Verbindung Inaris mit dem Fuchs wird manchmal durch die Tat­sache erklärt, dass sich Füchse gern in der Nähe von Feldern auf­halten, als Mäuse­fän­ger sogar nützlich für die Land­wirt­schaft sein können und sich daher als Götter­boten einer Reisgott­heit besonders anboten. Anderer­seits finden sich Text­belege für die Ver­bindung zwischen Fuchs und Inari erst ab dem elften Jahr­hundert. Es ist daher wahr­schein­lich, dass die Ver­bindung Inari-Fuchs nicht aus land­wirt­schaft­lichen Asso­ziationen zu erklären ist, sondern aus der Tatsache, dass Inari neben der Gestalt des alten Mannes auch als junge, auf einem Fuchs reitende Frauen­ge­stalt imaginiert wurde.

Die weibliche Gottheit Inari ist eine Erscheinungs­form der indisch-stämmigen Gott­heit DakiniDakini 荼枳尼 weibl. buddhist. Schutzgottheit, identifiziert mit Inari; skt. Dākinī; auch: menschenfressende Dämonin VajrapaniHeilige. Diese wiederum ist eine charak­teristi­sche Gestalt des tantri­schen oder eso­terischen Buddhis­mus. In Indien bezeichnet DakiniḌākinī डाकिनी „Himmelstänzerin“, indische Dämonin, jap. Dakini 荼枳尼 eigentlich eine Spezies von dämoni­schen Menschen­fres­serin­nen, die gemäß den Legenden des indischen Bud­dhis­mus bekehrt wurden und sich darauf hin in eine bud­dhis­tische Schutz­gottheit ver­wan­delten. Auf indo-tibeti­schen Dar­stel­lungen ist Dakini nach wie vor mit furcht­ein­flößenden und zugleich erotischen Zügen dargestellt, die sie in die Nähe der esoterischen Wächtergötter rückt. Auch auf einem der klassischen Mandalas des Shingon Bud­dhis­mus, im Taizōkai mandaraTaizōkai mandara 胎蔵界曼陀羅 Mutterschoß-Welt-Mandala; Mandala des Buddha Dainichi DainichiRyogai MandaraMudra, erinnert eine Abbildung von drei Dakinis beim Verzehr einer Leiche an die in­di­sche Urform. Als aus der indischen Dämonin eine ver­trau­te Gestalt des Inari-Kults wurde, gingen diese dunklen Züge jedoch verloren, während sich der Schakal, der der indischen Dakini zur Seite steht, in einen Fuchs ver­wan­delte, der ihr als Reittier dient.

Gottheit Dakini.
Hängerollbild, tenbu. Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 68 x 39 cm
Bild © Ruth and Sherman Lee Institute. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Dakini auf einem weißen Fuchs (kitsune).

. 34 Dakini auf weißem Fuchs
Gottheit Dakini.
Tenbu
Bild © exoticindiaart.com. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Tanzende Dakini des indischen Tantrismus.

. 35 Dakini des indischen Tantrismus
Dakinis im Taizōkai mandara.
Hängerollbild, tenbu, mandara (Seide, Farbe), Detail. Heian-Zeit, 9. Jh.; „Nationalschatz“; Saiin Kyōōgokoku-ji (Tōji Tempel), Kyōto; 183,6 x 164,2 cm
Bildquelle: Katō Yoshihira, Blog. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Detail aus dem Taizōkai mandara Mandara, dem Mandala der Mutterschoß-Welt des Shingon Buddhismus (Gesamtansicht links oben). Drei Dakinis beim Verzehr einer Leiche. Es ist nicht ganz klar, ob die Dämoninnen hier dem indischen Vorbild entsprechend als Frauen dargestellt sind.

. 36 Drei Dakinis beim Verzehr einer Leiche (Taizōkai mandara, 9. Jh.)

Die Entstehungszeit der fuchs­reitenden Dakini und ihre Trans­for­mation zu Inari sind nach wie vor rätsel­haft, doch dürften beide unter der Regie des Shingon Bud­dhis­mus zustande gekommen sein, da dieser ja, wie aus der oben er­wähn­ten Legende ersichtlich, eine besondere Beziehung zu Inari entwickelte. Die Ass­oziation Inari-Dakini lässt sich bei­spiel­haft an einem der größten Inari Heilig­tümer erkennen: Toyokawa InariToyokawa Inari 豊川稲荷 Inari Kultstätte in Toyokawa, Aichi-ken; eig. ein buddh. Tempel, Myōgon-ji in der Präfektur Aichi wird gerne zu den „Drei Großen Inari [Schreinen]“ Japans gezählt, doch im Grunde handelt es sich um eine buddhisti­sche Tempelanlage. Zudem stellt KannonKannon 観音 auch Kanzeon 観世音, wtl. der den Klang der Welt erhört; skt. Avalokiteśvara; chin. Guanyin; als Bodhisattva des Mitleids bekannt PhalluskulteKasugaNikkoBekannte Tempel... mehr das Haupt­heilig­tum (honzonhonzon 本尊 Hauptheiligtum eines Tempels ShikokuAsakusaSchreineTempel... mehr) des Tempels dar, während in den Grün­dungs­legen­den Dakini die wichtigste Rolle spielt.5 Es handelt sich also um einen Kannon-Tempel, in dem Dakini als beson­dere Schutz­gott­heit verehrt wird. Dies führte wiederum dazu, dass in Toyo­kawa ein besonderer Inari Kult entstand, da man Dakini als identisch mit Inari ansah. In der Ikono­graphie dieses Tempels erscheint Dakini als schöne Frau, die auf einem weißen Fuchs reitet und Reis­ballen trägt. Die gleichen Attri­bute besitzt auch die weibliche Inari. Die spezielle ikono­graphi­sche Gestalt der Dakini/ Inari von Toyo­kawa soll im übrigen auf den Zen-Mönch Kangan GiinKangan Giin 寒巌義尹 Zen-Mönch, 1217–1300 (1217–1300) zurückgehen.

Es deutet also vieles darauf hin, dass die komplexe Natur der Inari Gott­heit(en) mit einst­mals populären Kulten und Figuren des eso­teri­schen Bud­dhis­mus in Ver­bindung steht. Viel­leicht ist es sogar der Unter­stützung durch den eso­terischen Bud­dhis­mus zu ver­danken, dass sich die Schreine für Inari in größerer Zahl ver­breite­ten, als für irgend eine andere Schrein­gott­heit in Japan. Heute sind die bud­dhisti­schen Ele­mente (Kūkai, Dakini) des Inari-Glaubens allerdings weit­gehend in Ver­gessen­heit geraten, während die Ver­bindung Inari–Fuchs–Frau–Reis nach wie vor präsent ist.

Verweise

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Fußnoten

  1. Smyers 1999, S. 160–64
  2. Ine o ninai 稻を荷い, „Reis­garben tragend“, eine An­spie­lung auf den Schrein­namen Inari 稻荷
  3. Laut Iyanaga handelt es sich um den tabishotabisho 旅所 wtl. „Reiseort“; Ziel einer Prozession mit tragbarem Schrein (mikoshi) bei Schreinfesten Matsuri von Fushimi Inari, also jenen Ort, wohin die Gott­heit Inari während der Schrein­feste gebracht wird.
  4. Auszug aus Inari Daimyōjin ryū no ki 稻荷大明神流記. Angeblich ein Text des Kūkai Schülers Shinga (801–879), wahr­schein­lich jedoch aus der Kamakura-Zeit. Übersetzung B. Scheid nach Iyanaga Nobumi: Ḍākinī et l’Empereur.
  5. S. Gründungs­legende des Toyo­kawa Inari Tempels (jap.).

Bilderläuterungen

  1. Fushimi nacht.jpg
    Torii-Tunnel in Fushimi.
    Schreintore, torii (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
    Bild © Hisanori, flickr, 2014. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

    Torii-Tunnel des Fushimi Inari Taisha in nächtlicher Beleuchtung.

  2. Fushimi 3.jpg
    Tunnel aus roten torii.
    Schreintore, torii (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
    Bild © Tran DeVore, flickr, 2007. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

    Der gesamte Berg hinter der Haupthalle des Schreins ist von Wegen durchzogen, die mit roten torii bestückt sind.

  3. Fushimi 5.jpg
    Torii-Tunnel.
    Schreintore, torii (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
    Bild © Yves Rubin, 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8).

    Diese torii sind Spenden von frommen Gläubigen.

  4. Fushimi 7.jpg
    Torii-Tunnel in Fushimi..
    Schreintore, torii (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyoto
    Bild © Keith Leung, 2006. (Letzter Zugriff: 2011/7).

    An der Rückseite der torii des Fushimi Inari Taisha sind die Namen der Spender und das Datum der Errichtung verzeichnet.

  5. Fushimi12.jpg
    Pfeiler mit „Visitenkarten“.
    Schreintore (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
    Bild © Rolf Pressel, 2006. (Letzter Zugriff: 2009/4).

    Die meisten torii werden von Firmen gespendet. Namen und Adresse der Firmen sind an der Rückseite der torii eingraviert.

  6. Fushimi torii.jpg
    Bemalung eines torii.
    Torii (Holz); Fushimi Inari Taisha
    Bild © Patrick Elmer, 2017. (Letzter Zugriff: 2017/12/9).

    Bemalung eines frisch errichteten torii des Fushimi Inari Taisha. Das torii im Vordergrund erhält das Jahresdatum Heisei 19 (2017), das im Hintergrund stammt aus Heisei 5 (1993).

  7. Fushimi 2.jpg
    Eingang der Tunnelwege.
    Schreintore, torii (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
    Bild © Binx, flickr, 2009. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

    Zwei parallel geführte torii-Tunnelwege am Beginn des Aufstiegs.

  8. Fushimi map.jpg
    Plan der Fushimi Schreinanlage.
    Informationstafel (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
    Bild © Salvador Busquets Artigas, flickr, 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

    Übersichtsplan der Schreinanlage auf einem Schild im unteren Schreinbereich. Dem Schild ist zu entnehmen, dass der Inari Berg eine Höhe von 233m hat, dass die Anlage ungefähr 900.000m² umfasst und der Rundgang in etwa zwei Stunden zu bewältigen ist. Der höchste Punkt des Rundgangs befindet sich auf der Karte rechts oben.

  9. Fushimi inari romon.jpg
    Eingang zum Schrein.
    Schreingebäude (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
    Bild © Bernhard Scheid, (flickr) 2013. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

    Eingang zur frisch gestrichenen Anlage des Fushimi Inari Taisha.

  10. Torii Fushimi.jpg
    Torii-Tunnel.
    Schreintore, torii (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
    Bild © Kevin Hulsey, 2009. (Letzter Zugriff: 2011/7).

    Torii-Tunnel des Fushimi Inari Taisha.

  11. Fushimi friedl2.jpg
    Außerhalb des Tunnels.
    Schreintore, torii (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
    Bild © Jeffrey Friedl, 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

    Es dauert mehrere Stunden, den ganzen Berg mit seinen torii-Tunneln zu bewandern.

  12. Fushimi 1.jpg
    Torii-Tunnel.
    Schreintore, torii (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
    Bild © Markowich, (pbase) 2005. (Letzter Zugriff: 2011/7).

    Immer wieder zweigen Seitenpfade der torii-Tunnel vom Hauptweg ab.

  13. Miniatur torii.jpg
    Miniatur-torii.
    Schreintore, torii (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
    Bild © Bernhard Scheid, flickr, 2013. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

    Zwischen den torii-Tunnel sieht man auch manchmal Miniatur-torii, die zur Ausgestaltung individueller Schreinaltäre (o-tsuka) dienen.

  14. Toyokawa kitsune.jpg
    Füchse (kitsune).
    Statuen (Stein); Toyokawa Inari Tempel (!), Präfektur Aichi
    Bild © takmagar, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

    Die Fuchsstatuen (kitsune) sind individuelle Opfergaben (sonaemono) von Gläubigen (ähnlich wie z.B. die zahllosen torii des Fushimi Inari Schreins).

  15. Inari portrait.jpg
    Fuchswächter.
    Statue (Stein); Inari Schrein
    Bild © bycollie, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

    Statue eines Fuchswächters (kitsune)

  16. Inari sutrenrolle.jpg
    Fuchs mit Sutrenrolle.
    Statue (Stein); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
    Bild © orandajin, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/8).

    Statue eines Fuchses (kitsune) mit einer Sutrenrolle.

  17. Ema inari.jpg
    Individuell bemalte Fuchs-ema.
    Votivbilder, ema (Holz, Farbe); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
    Bild © Matthew Bednarik, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

    Bemalte ema mit Füchsen (kitsune) des Fushimi Inari Taisha

  18. Ema inari leer.jpg
    Fuchs-ema, die zum Verkauf angeboten werden.
    Votivbilder, ema (Holz, Farbe)
    Bild © Ajisai, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8).

    Auch Filzstifte zur Beschriftung und Bemalung der ema liegen bereit.

  19. Nikokitsuneoyako.jpg
    Fröhliche kitsune-Familie.
    Statue (Stein); Matsuyama Inari Schrein, Präfektur Fukushima
    Bild © komainu.net, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

    Kitsune-Familie eines Inari Schreins in Fukushima

  20. Inari kitsune exzent.jpg
    Fuchsstatue.
    Statue; Fushimi Inari Schrein, Kyōto
    Bild © Owen Waygood, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

    Exzentrischer Inari Fuchs (kitsune) mit Juwel auf dem Haupt

  21. Kitsune.jpg
    Füchse.
    Souvenir; Fushimi Inari Schrein, Kyōto
    Bild © Wonder Elf, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/8).

    Füchse (kitsune), welche als Souvenir im Fushimi Inari Taisha verkauft werden.

  22. Kitsune4.jpg
    Inari-Miniaturstatuetten.
    Statuen
    Bild © Lostintokyo, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

    Kleine Inari-Statuen

  23. Inari3.jpg
    Inari-Statuetten.
    Statuen
    Bild © Trane DeVore, flickr 2009. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

    Detailansicht kleiner Inari-Statuen

  24. Inari2.jpg
    Inari-Ensemble mit grauen und weißen Füchsen.
    Bild © [Tokyoblig's Blog ], 2010. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

    Boten der Gottheit Inari werden immer als weiße Füchse (kitsune) gedacht, allerdings nicht notwendigerweise weiß bemalt. Außerdem besitzen sie ein Wunschjuwel, das manchmal an ihrer Schwanzspitze erscheint.

  25. Fuchsmaske.jpg
    Inari-Maske.
    Maske; Ishioka, Präfektur Ibaraki
    Bild © Thomas Lottermoser, 2006. (Letzter Zugriff: 2010/9).

    Tänzer mit Fuchsmaske bei einem matsuri in Ishioka, nördlich von Tōkyō.

  26. Fushimi friedl1.jpg
    O-tsuka.
    Steinaltäre, o-tsuka; Fushimi Inari Schrein, Kyōto
    Bild © Jeffrey Friedl, 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

    O-tsuka, welche von torii in allen Größen umrahmt sind.

  27. Ninomine.jpg
    Ni-no-mine.
    Steinaltäre, torii; Fushimi Inari Schrein, Kyōto
    Bild © Asano Noboru, 2001. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

    Hier befindet sich der zweite von drei Gipfelschreinen des Inari Berges; o-tsuka und torii sind hier ganz besonders konzentriert und in einander verschachtelt.

  28. Fushimi gates.jpg
    Torii.
    Schreintore, torii (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto.

    Noch nicht aufgestellte torii.

  29. Rikimatsusha.jpg
    Schreintore.
    Torii (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
    Bild © Asano Noboru, 2001. (Letzter Zugriff: 2016/8).

    Die Wege führen zu (torii) und kleineren Schreinen (hokora) oder anderen Kultstätten.

  30. Otsuka.jpg
    Steinaltäre.
    O-tsuka; Fushimi Inari Schrein, Kyōto
    Bild © Asano Noboru, 2001. (Letzter Zugriff: 2016/8).

    Wörtlich „Hügel“ genannt, sind sie sich auch rund um diese Schreine (o-tsuka) zu finden.

  31. Inari hokusai.jpg
    Dakiniten und Inari Daimyōjin.
    Buchillustration, kami (Papier) von Katsushika Hokusai. 1814; aus Abbildung aus Hokusais Manga, Band 3
    Bild © Institut des Traditions du Japon. (Letzter Zugriff: 2016/8).

    Buchillustration der Gottheiten Dakini und Inari Daimyōjin.

  32. Dakini.jpg
    Japanische Dakini auf einem weißen Fuchs.
    Tenbu; Tōkyō
    Bild © Toyokawa Inari Schrein. (Letzter Zugriff: 2011/7).

    Auf ihren Schultern trägt Dakini Reisballen.

  33. Inari kuniyoshi2.jpg
    Die Gottheit Inari.
    Farbholzschnitt, tenbu von Utagawa Kuniyoshi. Edo-Zeit
    Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8).

    Die Gottheit Inari auf einem weißen Fuchs (kitsune) erscheint dem Krieger Taira no Kiyomori.

  34. Dakini kamakura.jpg
    Gottheit Dakini.
    Hängerollbild, tenbu. Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 68 x 39 cm
    Bild © Ruth and Sherman Lee Institute. (Letzter Zugriff: 2011/7).

    Dakini auf einem weißen Fuchs (kitsune).

  35. Dakini indien.jpg
    Gottheit Dakini.
    Tenbu
    Bild © exoticindiaart.com. (Letzter Zugriff: 2011/7).

    Tanzende Dakini des indischen Tantrismus.

  36. Dakini taizokai.jpg
    Dakinis im Taizōkai mandara.
    Hängerollbild, tenbu, mandara (Seide, Farbe), Detail. Heian-Zeit, 9. Jh.; „Nationalschatz“; Saiin Kyōōgokoku-ji (Tōji Tempel), Kyōto; 183,6 x 164,2 cm
    Bildquelle: Katō Yoshihira, Blog. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

    Detail aus dem Taizōkai mandara Mandara, dem Mandala der Mutterschoß-Welt des Shingon Buddhismus (Gesamtansicht links oben). Drei Dakinis beim Verzehr einer Leiche. Es ist nicht ganz klar, ob die Dämoninnen hier dem indischen Vorbild entsprechend als Frauen dargestellt sind.

Links

Letzte Überprüfung der Linkadressen: Sept. 2016

Literatur

Iyanaga Nobumi 1999
Dākinī et l’Empereur: Mystique bouddhique de la royauté dans le Japon médiéval.“ VS (Versus) — Quaderni di studi semiotici 83/84 (1999), S. 41–111.
Karen Smyers 1999
The Fox and the Jewel: Shared and Private Meanings in Contemporary Inari Worship. Honolulu: University of Hawaii Press 1999.
Bauten/Bekannte Schreine (zurück zum Hauptartikel)
Ikonographie 
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„Fushimi Inari Taisha Torii-Tunnel und Fuchsstatuen.“ In: Bernhard Scheid (Hg.), Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 19.9.2018). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Bauten/Bekannte_Schreine/Fushimi?oldid=71042