Kunstwerke aus Altertum und Mittelalter (Anonyme Kunst vor 1600)

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Kunstwerke aus Altertum und Mittelalter (Anonyme Kunst vor 1600)
Dieses Web-Handbuch beinhaltet 1789 Illustrationen und Bilddokumente. Die vorliegende Seite enthält Bilder zum Thema „Skulptur, Malerei, Holzschnitt, Druck“. Die Thumb-Images sind mit Bild-Seiten verlinkt, die zusätzliche Informationen (u.a. zu Quelle und Copyright) enthalten und jene Artikelseiten anzeigen, welche das jeweilige Bild benützen.

Werke ohne Angabe zum Künstler 293 Bilder

Akiba gongen lee institute2.jpg yōkai Akiba Gongen // Statue, yōkai (Holz). 16. Jh.; Höhe: 87 cm, Sockel: 42 x 42 cm // Bild © Ruth and Sherman Lee Institute (letzter Zugriff: 2016/8). Ruth and Sherman Lee Institute for Japanese Art collection // Akiba Gogen ist ebenso wie Izuna Gongen mit dem Schwert und dem Seil des Fudō ausgestattet und reitet auf einem Fuchs. Akiba Gongen
Zegaibo emaki.jpg yōkai Zegaibō emaki // Querbildrolle, yōkai, Detail. Muromachi-Zeit, 1354 // Bild © Saichō to Tendai kokuhō, 2006, Abb. 221 // Gefangennahme und Züchtigung des Zegaibō, eines tengu aus China, durch Tempelknaben auf Berg Hiei. Illustration einer mittelalterlichen Legende, die von einem chinesischen tengu erzählt, der im Jahr 966 Japan besucht, um sich hier mit den wunderkräftigsten Mönchen auf Berg Hiei zu messen. Er erleidet dabei drei mal hintereinander herbe Demütigungen. Schließlich erbarmen sich japanische tengu ihres Kollegen, pflegen ihn gesund und schicken ihn zurück nach China. Zegaibō emaki
Tenguzoshi.jpg yōkai Versammlung hochrangiger Mönche // Querbildrolle, yōkai, Detail. Kamakura-Zeit, 1296; aus Tengu zōshi; Tokyo, Nezu Museum // Bild © Cultural Heritage Online (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Die versammelten Mönche aus verschiedenen Schulen des mittelalterlichen Buddhismus sind durch ihre Schnäbel als Tengus zu erkennen. Das Tengu zōshi bringt in seinen Lehrerzählungen das Tenguwesen mit den typischen Verfehlungen des Mönchsstandes, vor allem Arroganz und Hochmut, in Zusammenhang. Versammlung hochrangiger Mönche
Dakini taizokai.jpg tenbu, mandara Dakinis im Taizōkai mandara // Hängerollbild, tenbu, mandara (Seide, Farbe), Detail. Heian-Zeit, 9. Jh.; „Nationalschatz“; Saiin Kyōōgokoku-ji (Tōji Tempel), Kyōto; 183,6 x 164,2 cm // Bildquelle: Katō Yoshihira, Blog (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Detail aus dem Taizōkai mandara Mandara, dem Mandala der Mutterschoß-Welt des Shingon Buddhismus (Gesamtansicht links oben). Drei Dakinis beim Verzehr einer Leiche. Es ist nicht ganz klar, ob die Dämoninnen hier dem indischen Vorbild entsprechend als Frauen dargestellt sind. Dakinis im Taizōkai mandara
Zochoten.jpg tenbu Zōjō-ten // Skulptur, tenbu (Holz, bemalt). Nara-Zeit, 8. Jh.; „Nationalschatz“; Tōdaiji (Kaidan-dō), Nara; Höhe: 164,5 cm // // Zōjō-ten, der Wächter des Südens aus der Gruppe der Vier Himmelskönige (Shi-Tennō). Zōjō-ten
Enma o.jpg tenbu Enma, Richter der Unterwelt // Statue, tenbu; Hōshaku-ji, Kyoto // Bild © Kyoto National Museum (letzter Zugriff: 2016/8) // Eine Darstellung des Totenrichters Enma (skt. Yama) aus der Unterwelt. Enma, Richter der Unterwelt
Jambhala.jpg tenbu Jambhala // Skulptur, tenbu (Metall). Nepal, 15. Jh. // Bild © Himalayan Art (letzter Zugriff: 2016/9/19). Collection of Rubin Museum of Art // Jambhala, Gottheit des Reichtums, hier in einer einfachen Erscheinungsform (ein Kopf, zwei Arme). In der rechten Hand hält er eine Zitrusfrucht (bijapuraka), in der linken einen Mungo, der Juwelen ausspeit. Jambhala
4ten N.jpg tenbu Tamon-ten oder Bishamon-ten (skt. Vaishravana) // Statue, tenbu. Kamakura-Zeit; Yakushi-ji, Nara // // Bishamon-ten, Himmelskönig des Nordens und zugleich Anführer aller Himmelswächter (Shi-Tennō). Zählt außerdem zu den Sieben Glücksgöttern (Shichi Fukujin). Auf seiner offenen Handfläche sollte eigentlich eine Pagode stehen. Tamon-ten oder Bishamon-ten (skt. Vaishravana)
I tnm.jpg tenbu Göttlicher General (Eber) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit, 1207; „Nationalschatz“; Kōfuku-ji, Nara; ca. 120 cm // Bild © Takashi Mibayashi (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Kubira Taishō 宮毘羅大將 bezeichnet. Auf seinem Helm ist ein Eber (i) bzw. ein Schwein erkennbar. Göttlicher General (Eber)
Hitsuji tnm.jpg tenbu Göttlicher General (Ziege) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit; Tōkyō National Museum (ehem. Sōgen-ji, Kanagawa-ken) // Bild © Now2000 Jewell, (Flickr), 2009 (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als A'nira Taishō 頞儞羅大將 bezeichnet. Auf seinem Helm ist eine Ziege (hitsuji) erkennbar. Göttlicher General (Ziege)
Fujin 33.jpg tenbu Windgott (Fūjin) // Statue, tenbu (Holz, Glasaugen). Kamakura-Zeit; Sanjūsangen-dō, Kyōto // Bild © Sanjūsangen-dō, Scan aus dem Tempelkatalog // Figur des Windgottes (Fūjin) aus dem Gefolge des tausendarmigen Kannon. Windgott
Enmaten tnm.jpg tenbu Enma-ten und Gefolge // Tafelbild, tenbu (Holz, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit, 13.–14. Jh. // Bild © Tokyo National Museum (letzter Zugriff: 2011/7, entzerrt) // König Enma auf einem Büffel. Mandala-artige Komposition, die Enmas Funktionen als Richter der Unterwelt und als Wächter des Dharma vereint. Das Bild befindet sich auf der Rückwand eines Miniaturaltars (zushi), in dem eigentlich eine Statue des Aizen Myōō im Zentrum steht. Enma-ten und Gefolge
Enmaten enmao.jpg tenbu Enma-ten und Enma-ō // Hängerollbild, tenbu (Seide, Farbe, Gold). Kamakura-Zeit; 151,9 x 62,2 cm // Bild © Freer and Sackler Gallery, (#F1904.340a-h) (letzter Zugriff: 2016/9/6) // Enma als deva-Gottheit. Am unteren Bildrand ist seine Rolle als Richter der Unterwelt dargestellt. Enma-ten und Enma-ō
Enma-ten.jpg tenbu Enma-ten // Hängerollbild, tenbu (Seide, Farbe); 112,4 × 63,6cm // Bild © Tokyo National Museum (letzter Zugriff: 2016/7/29) // Enma als deva-Gottheit auf einem Büffel, flankiert von einem roten Dämon und einem friedvollen Jüngling. Trotz der Bodhisattva-ähnlichen Gestalt gemahnt der Stab mit dem Kopf (der Enma über die Taten der Verstorbenen berichtet) an Enmas Rolle als Richter der Totenwelt. Enma-ten
Enma gericht1.jpg tenbu Gerichtshof des Enma und die Richter der Unterwelt // Statue, tenbu (Holz). 13. Jh.; Hōshaku-ji, Kyōto // Bild © Kyōto National Museum (letzter Zugriff: 2016/8) // Im Hintergrund Enma und zwei weitere Richter, im Vordergrund der Urteilsverkünder und der Schreiber. Gerichtshof des Enma und die Richter der Unterwelt
Jinjataisho.jpg tenbu Wüsten-General (Jinja Taishō) // Skulptur, tenbu (Holz). Kamakura-Zeit, um 1200; Höhe: 142 cm // Bild © Kūkai and Mount Kōya, Treasures of a Sacred Mountain. (Austellungskatalog) Kyōto National Museum, 2003, Abb. 93. // In dieser Gestalt namens Jinja Taishō soll Bishamon-ten dem Pilgermönch Xuanzang erschienen sein. Das besondere Merkmal dieser Figur sind die Hosenbeine in Gestalt von Elefantenköpfen. Wüsten-General
Dakini kamakura.jpg tenbu Gottheit Dakini // Hängerollbild, tenbu. Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 68 x 39 cm // Bild © Ruth and Sherman Lee Institute (letzter Zugriff: 2011/7) // Dakini auf einem weißen Fuchs (kitsune). Gottheit Dakini
Daikoku tenshin.jpg tenbu Daikoku Tenshin // Tenbu. Späte Heian-Zeit, 1139; aus Zuzōshō, 図像抄 // Bild © Ryūkoku Daigaku, Bibliothek der buddhistischen Universität, Kyoto (letzter Zugriff: 2011/7) // Abbildung des Daikoku aus dem ältesten Kompendium der buddhistischen Ikonographie Japans. Das Werk enthält 142 Vorlagen von buddhistischen Abbildungen. Die vorliegende Bildfassung stammt aus einer Kopie des Werks aus dem Jahr 1702. Daikoku Tenshin
Bishamonten hoshoin.jpg tenbu Bishamon-ten // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Heian-Zeit, 12. Jh.; Hōshō-in, Kyōto; Höhe: 135,6 cm // Bild © Saichō to tendai no kokuhō (Saichō und die Nationalschätze des Tendai Buddhismus). Tōykō 2005 (Ausstellungskatalog), Abb. 215. // Bishamon-ten mit vergleichsweise martialischem Gesichtsausdruck. Das Werk soll im Dunstkreis von Exkaiser Go-Shirakawa, einer Schlüsselfigur des Genpei-Kriegs (1180–1185), entstanden sein sein. Bishamon-ten
Bishamonten guimet.jpg tenbu Bishamon-ten // Statue, tenbu. Kamakura-Zeit, um 1200; Paris, Musee Guimet // Bild © insecular.com (letzter Zugriff: 2011/7) // Bishamon-ten, der alles Hörende. Bishamon-ten
Bishamonten 12jh.jpg tenbu Bishamon-ten // Statue, tenbu (Holz, bemalt, tlw. vergoldet, Kristallaugen), Detail. Kamakura-Zeit, 12. Jh.; Höhe: 58cm // Bild © Minneapolis Institute of Art (letzter Zugriff: 2018/6/7). The John R. Van Derlip Fund; purchase from the collection of Elizabeth and Willard Clark // Bishamon-ten, der Hüter des Nordens. Ehemals bemalte Skulptur mit den für die Kamakura-Zeit typischen eingelegten Kristallaugen. Bishamon-ten
Bishamon zennishi.jpg tenbu Bishamon-ten und Zennishi Dōji // Hängerollbild, tenbu (Seide, Farbe). Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 113 x 65,5 cm // Bild © Princeton University Art Museum (letzter Zugriff: 2016/9/5) // Bishamon-ten in Begleitung seines Sohnes Zennishi Dōji und eines Dämonen, möglicherweise Jinja Taishō. Bishamon-ten und Zennishi Dōji
Jikokuten.jpg tenbu Jikoku-ten // Skulptur, tenbu (Holz, bemalt). Nara-Zeit, 8. Jh.; „Nationalschatz“; Tōdaiji (Kaidan-dō), Nara; Höhe: 160,5 cm // // Jikoku-ten, der Wächter des Ostens aus der Gruppe der Vier Himmelskönige (Shi-Tennō). Jikoku-ten
Komokuten.jpg tenbu Kōmoku-ten // Skulptur, tenbu (Holz, bemalt). Nara-Zeit, 8. Jh.; „Nationalschatz“; Tōdaiji (Kaidan-dō), Nara; Höhe: 170 cm // // Kōmoku-ten, der Wächter des Westens aus der Gruppe der Vier Himmelskönige (Shi-Tennō). Kōmoku-ten
Kisshoten.jpg tenbu Kisshō-ten // Hängerollbild, tenbu (Leinen, Farbe). Nara-Zeit; „Nationalschatz“; Yakushi-ji, Nara; 53,3 x 32 cm // Bild © Gap (letzter Zugriff: 2016/9/19) // Kisshō-ten, oder Kichijō-ten, skt. Lakshmi, eine Schutzgottheit des Goldglanz Sutras auf dem ältesten erhaltenen Farbbild Japans aus dem 8. Jahrhundert. Die Göttin soll die Züge der Hauptfrau (701–760) des Shōmu Tennō tragen, deren posthumer Name Kōmyō wiederum dem Goldglanz Sutra (Konkōmyō-kyō) entnommen ist.

In der Nara-Zeit entstand ein besonderer Bußritus um Kichijō-ten, Kichijō keka, der Mitte des ersten Monats vollzogen wurde. Dank dieses Ritus überflügelte Kichijō-ten eine andere Göttin aus dem Goldglanz Sutra, Benzaiten (welche heute jedoch die bekanntere ist). Das vorliegende Bild entstand wahrscheinlich im Zusammenhang mit diesem Bußritus.

Kisshō-ten
Tamonten nara.jpg tenbu Tamon-ten (Bishamon-ten) // Statue, tenbu (Holz, bemalt). Nara-Zeit, 8. Jh.; „Nationalschatz“; Tōdaiji (Kaidan-dō), Nara; Höhe: 164,5 cm // Bildquelle: Huntington Archive (letzter Zugriff: 2012/2/22) // Bishamon-ten, Wächter des Nordens und Anführer der Gruppe der Vier Himmelskönige (Shi-Tennō). Tamon-ten (Bishamon-ten)
Vajrapani dunhuang.jpg tenbu Vajrapani (Kongōshu) // Buddhistisches Banner, tenbu (Seide, Farbe). Tang Zeit, China, 9. Jh.; aus der „Verborgenen Bibliothek“ der Mogao Höhlen in Dunhuang, China; 79,5 x 25,5 cm // Bild © The British Museum (letzter Zugriff: 2011/7). Collected by Sir Marc Aurel Stein // Abbildung des Vajrapani. Im British Museum gibt es mehrere Banner dieser Art, die belegen, dass die in Japan seit dem achten Jahrhundert bekannten Torwächter in ähnlicher Form auch in China existiert haben müssen. Allerdings treten sie hier offenbar auch in Vierer- oder Achtergruppen (Schutz der Himmelsrichtungen?) auf. Vajrapani
Ushi kannami.jpg tenbu Göttlicher General (Ochse) // Statue, tenbu (Holz), Detail. Kamakura-Zeit // Bild © Kannami Buddha Statues Museum (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Shōtora 招杜羅 (skt. Catura) bezeichnet. Auf seinem Kopf trägt er den Kopf eines Rinds (ushi). Göttlicher General (Ochse)
Uma.jpg tenbu Göttlicher General (Pferd) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit; Kannami Buddha Statue Museum, Shizuoka // Bild © J-Blog (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise Santeira Taishō 珊底羅大將 bezeichnet. Auf seinem Kopf trägt er den Kopf eines Pferdes (uma). Göttlicher General (Pferd)
U.jpg tenbu Göttlicher General (Hase) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit; Jion-ji, Yamagata-ken // Bild © J-Blog (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Makora Taishō 摩虎羅大將 bezeichnet. Auf seinem Kopf ist der Kopf eines Hasen (u) erkennbar. Göttlicher General (Hase)
Tori kofukuji.jpg tenbu Göttlicher General (Hahn) // Statue, tenbu (Holz), Detail. Kamakura-Zeit, 1207; „Nationalschatz“; Kōfuku-ji, Nara; ca. 120 cm // // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Mekira Taishō 迷企羅大將 bezeichnet. Trägt einen Hahn (tori) im Haar. Göttlicher General (Hahn)
Tora tnm.jpg tenbu Göttlicher General (Tiger) // Statue, tenbu (Holz), Detail. Kamakura-Zeit; Tōkyō National Museum (ehemals Sōgen-ji , Kanagawa-ken) // Bild © Kun Inaka (Flickr), 2013 (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Shindara 眞達羅 (skt. Kinnara) bezeichnet. Zwischen den zu Berge stehenden Haaren ist ein kleiner Tigerkopf (tora) erkennbar. Göttlicher General (Tiger)
Tobatsu dazaifu.jpg tenbu Tobatsu Bishamon-ten // Statue, tenbu (Holz). Heian-Zeit, 10.Jh.; Kanzeon-ji, Dazaifu, Kyushu; Höhe: 160 cm // Bildquelle: Mark Schumacher (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Tobatsu Bishamon-ten steht mit beiden Beinen auf der Göttin Jiten (Pṛthvī), die von zwei jaki-Dämonen gesäumt ist. In seiner linken Hand hält er die ihn auszeichnende Pagode. Tobatsu Bishamon-ten
Tobatsu bishamonten.jpg tenbu Tobatsu Bishamon-ten // Skulptur, tenbu (Holz, bemalt). Tang-Zeit, 8. Jh.; „Nationalschatz“; Tōji, Kyōto // Bild © Nihon no bijutsu 315 (1992), Abb. 16 // Statue des sog. Tobatsu Bishamon-ten (Bishamon aus Turfan). Kennzeichnend ist vor allem die weibliche Erdgöttin (Jiten) zu Bishamons Füßen. Eine weitere Besonderheit liegt in der Krone, auf deren Vorderseite ein Vogel zu sehen ist. Diese Statue wurde in China angefertigt und möglicherweise von Kūkai nach Japan gebracht. Sie soll zunächst im Stadttor Rajō-mon aufgestellt worden sein, da man sich davon besonderen Schutz erhoffte. Später kam sie in den Besitz des Shingon Tempels Tōji. Es existieren mehrere ziemlich originalgetreue Kopien dieses Tobatsu Bishamon. Tobatsu Bishamon-ten
Tamonten horyuji.jpg tenbu Tamon-ten (Bishamon-ten) des Hōryū-ji // Statue, tenbu (Holz). Asuka Zeit, 7. Jh. n.Chr.; Hōryū-ji, Nara; Höhe: 134,2 cm // Bild © Nihon no bijutsu 315 (1992), Abb. 1 // Japans älteste erhaltene Statue des Tamon-ten/Bishamon-ten. Teil einer Gruppe von vier Statuen der Himmelskönige. Bishamon-tens Gesichtsausdruck wirkt auf dieser Darstellung relativ friedlich, doch steht auch dieser frühe Himmelskönig auf einem unterworfenen Dämonen (jaki), was seine kriegerischen Fähigkeiten unterstreicht. Tamon-ten (Bishamon-ten) des Hōryū-ji
Kitanotenjin engi metny.jpg tenbu Chronik des Kitano Tenjin Schreins (Kitano tenjin engi) // Querbildrolle, tenbu, Detail. Kamakura-Zeit, 13. Jh.; 29,8 x 863 cm // Bild © Metropolitan Museum of Art, New York (letzter Zugriff: 2011/7). Fletcher Fund, 1925 // Sugawara no Michizanes Geist in Gestalt eines zürnenden Donnergottes (Raijin). Chronik des Kitano Tenjin Schreins
Shukongojin todaiji.jpg tenbu Shukongō-jin // Statue, tenbu (Ton, bemalt). Nara Zeit; „Nationalschatz“; im Besitz des Tōdai-ji, Sangatsu-dō (Nara); Höhe: 174 cm // Bild © Huntington Archive (letzter Zugriff: 2016/9) // Shukongō-jin ist einer der Namen des buddhistischen „Vajraträgers“ (skt. Vajrapani). Die Statue ist das älteste Abbild dieser Figur in Japan. Das Nihon ryōiki enthält eine Legende (Band 2, #21), der zufolge ein wunderhaftes Leuchten, das von dieser Figur ausging, zur Gründung des Tōdaiji führte (s. Nihon Ryo-Wiki). Überdies dürfte die Figur des

Shukongō-jin das Modell der buddhistischen Torwächter darstellen, die allerdings stets paarweise (links und rechts des Tores) auftreten. S. dazu Niō.

Shukongō-jin
Shitenno met.jpg tenbu Die Vier Himmelskönige (Shitennō) // Querbildrolle, tenbu (Papier, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit, 13. Jh.; aus Jikkanshō, Rolle 9; 30,5 x 1623,3 cm // Bild © Metropolitan Museum, New York (letzter Zugriff: 2016/9) // Die Vier Himmelskönige (von rechts nach links: Osten = Jikoku-ten , Süden = Zōjō-ten, Westen = Kōmoku-ten, Norden = Tamon-ten) in einem ikonographischen Handbuch namens Jukkan-shō (auch Zuzō-shō oder Ejū-shō). Das vorliegende Werk ist eine Kopie aus der Kamakura-Zeit, das Original stammt dem Jahr 1139 und gilt als eines der frühesten Standardwerke der buddhistischen Ikonographie Japans. Andere Kopien (Kamakura-Zeit, Edo-Zeit) zeigen, dass die Darstellungen der Figuren weitgehend gleich geblieben sind. Die Vier Himmelskönige
Shitenno jikkansho.jpg tenbu Die Vier Himmelskönige (Shitennō) // Querbildrolle, tenbu (Papier, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit, 13. Jh.; aus Jikkanshō // Bild © Nara National Museum (letzter Zugriff: 2016/9/5) // Die Vier Himmelskönige (von rechts nach links: Osten = Jikoku-ten , Süden = Zōjō-ten, Westen = Kōmoku-ten, Norden = Tamon-ten) in einem ikonographischen Handbuch namens Jukkan-shō (auch Zuzō-shō oder Ejū-shō). Es ist vielleicht kein Zufall, dass Tamon-ten (auch Bishamon-ten) hier als Anführer der Gruppe leicht erhöht dargestellt ist. Das vorliegende Werk ist eine Kopie aus der Kamakura-Zeit, das Original stammt dem Jahr 1139 und gilt als eines der frühesten Standardwerke der buddhistischen Ikonographie Japans. Andere Kopien (Kamakura-Zeit, Edo-Zeit) zeigen, dass die Darstellungen der Figuren weitgehend gleich geblieben sind. Die Vier Himmelskönige
Saru tnm.jpg tenbu Göttlicher General (Affe) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit; Tokyo National Museum (ehem. Jōruri-ji, Soraku-gun, Kyōto) // Bild © eKokuho (letzter Zugriff: 2014/1) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Anteira Taishō 安底羅大將 bezeichnet. Unter seiner Kopfbedeckung lugt ein Affe (saru) hervor. Göttlicher General (Affe)
Raijin 33.jpg tenbu Donnergott (Raijin) // Statue, tenbu (Holz, Glasaugen). Kamakura-Zeit; Sanjūsangen-dō, Kyōto // Bild © Sanjūsangen-dō, Scan aus dem Tempelkatalog // Figur des Raijin aus dem Gefolge des tausendarmigen Kannon. Wenn man will, kann man in dieser Figur bereits die humorvollen Züge erkennen, die sich in späteren Darstellungen von Wind und Donner durchsetzen. Donnergott
Ne jionji.jpg tenbu Göttlicher General (Ratte) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit; Jion-ji, Yamagata-ken // Bild © J-Blog (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Bikara 毘羯羅 (skt. Vikarāla) bezeichnet. Auf seinem Helm ist eine kleine Maus (ne) oder Ratte erkennbar. Göttlicher General (Ratte)
Mi tnm.jpg tenbu Göttlicher General (Schlange) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit; Tokyo National Museum (ehem. Jōruri-ji, Soraku-gun, Kyoto) // Bild © eKokuho (letzter Zugriff: 2014/1) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Indara Taishō 因達羅大將 bezeichnet. Auf seinem Kopf ringelt sich eine kleine Schlange (mi). Göttlicher General (Schlange)
Bishamon hekija.jpg tenbu Bishamon bekämpft Krankeiten // Querbildrolle, tenbu (Papier, Farbe), Detail. 12. Jh.; „Nationalschatz“; 25,8 x 76,5 cm // Bild © Wikimedia Commons (letzter Zugriff: 2016/9/19) // In der linken unteren Ecke sieht man einen Mönch mit einer aufgeschlagenen Sutrenrolle. Wahrscheinlich handelt es sich um das Konkōmyō-kyō, den Haupttext der Bishamon-ten (oder Himmeslwächter) Verehrung. Der Rest des Bildes illustriert einen Aspekt dieses Sutras, nämlich die Wirkkraft Bishamon-tens im Kampf gegen Krankheiten. Die Krankheiten werden als Tengu-artige Dämonen dargestellt, die Bishamon-ten mit Pfeil und Bogen erlegt. Das Bild ist Teil einer Querbildrolle, mit dem Namen hekija-e, „Bilder von der Vernichtung des Übels“. Darin werden mehrere besonders effektive Gottheiten dargestellt. Stilistisch ist diese Querbildrolle mit den Höllen-Bildrollen (jigoku zōshi), die unter Ex-Kaiser Shirakawa hergestellt wurden, verwandt. Anlass waren wohl nicht nur die Kriege des 12. Jahrhunderts, sondern auch die epidemischen Krankheiten, die in dieser Zeit das größte gesellschaftliche Problem darstellten. Bishamon bekämpft Krankeiten
Bishamon kamakura.jpg tenbu Bishamon-ten // Tenbu. Kamakura-Zeit, um 1200 // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2016/9/19) // Bishamon-ten mit einem bunten Gefolge aus unterworfenen Dämonen und edlen Gestalten. Bishamon-ten
Inu tnm.jpg tenbu Göttlicher General (Hund) // Statue, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit; Tōkyō National Museum (ehem. Jōruri-ji, Soraku-gun, Kyōto) // Bild © eKokuho (letzter Zugriff: 2014/1) // Einer von Zwölf Göttlichen Generälen (Jūni Shinshō) des Yakushi Nyorai, üblicherweise als Basara Taishō 伐折羅大將 bezeichnet. Trägt einen Hund (inu) auf seinem Kopf. Grün bemaltes Gesicht. Göttlicher General (Hund)
Bishamon guimet.jpg tenbu Bishamon-ten // Skulptur, tenbu (Holz, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit, 13. Jh.; Musee Guimet, Paris // Bild © Mamgroin, flickr, 2008 (letzter Zugriff: 2016/9/19) // Bishamon-Statue aus der Kamakura Zeit. Gut erkennbar die eingelegten Glausaugen, zu dieser Zeit eine übliche Praxis, um der Statue zusätzliche Lebendigkeit zu verleihen. (S.a. Gesamtbild der Skulptur.) Bishamon-ten
4ten O.jpg tenbu Jikoku-ten (skt. Dhritarashtra) // Statue, tenbu. Kamakura-Zeit; Yakushi-ji, Nara // // Jikoku-ten, der Himmelskönig des Ostens. Einer der vier Himmelskönige (Shi-Tennō) des Tempels. Jikoku-ten (skt. Dhritarashtra)
4ten W.jpg tenbu Kōmoku-ten (skt. Virupaksha) // Statue, tenbu. Kamakura-Zeit; Yakushi-ji, Nara // // Kōmoku-ten, Himmelskönig des Westens. Einer der vier Himmelskönige (Shi-Tennō) des Tempels. Kōmoku-ten (skt. Virupaksha)
4ten S.jpg tenbu Zōjō-ten (skt. Virudhaka) // Statue, tenbu. Kamakura-Zeit; Yakushi-ji, Nara // Bild © urushi-art (letzter Zugriff: 2016/8) // Zōjō-ten, der Himmelskönig des Südens. Einer der vier Himmelskönige (Shi-Tennō) des Tempels. Zōjō-ten (skt. Virudhaka)
Bishamon familie.jpg tenbu Bishamon mit Kichijō-ten und Zennishi // Hängerollbild, tenbu (Seide, Farbe). 13. Jh.; Kōdai-in, Berg Kōya; 110,3 x 60,6 cm // Bild © Kūkai and Mount Kōya, Treasures of a Sacred Mountain. (Austellungskatalog) Kyōto National Museum, 2003, Abb. 93. // Die beiden Begleiter, Bishamons „Gattin“ Kichijō-ten und ihrer beider Sohn Zennishi Dōji, kehren Bishamon-tens Eigenschaften als Gott des Reichtums hervor. Bishamon mit Kichijō-ten und Zennishi
Benten hasedera.jpg tenbu Benten in einer Felsenhöhle // Tenbu; Hasedera Kannon Tempel, Kamakura // Bild © Ron Reznick, 2004 (letzter Zugriff: 2010/9) // Darstellung der Benzaiten bzw. Benten in einer Steinhöhle. Benten in einer Felsenhöhle
BishamonKuramadera.jpg tenbu Bishamon-ten des Kurama-dera // Statue, tenbu (Holz). Heian-Zeit, 12. Jh.?; „Nationalschatz“; Kurama-dera, Kyōto; Körpergröße: 175,7 cm // Bild © Kuramadera Bishamon-ten to Kisshō-ten (Nihon no Butsuzō 21, 2007/11/8), S. 3. (letzter Zugriff: 2015/11/16) // Bishamon-ten in einer für die Skulptur der Heian-Zeit typischen, wuchtig-gedrungenen Gestalt. Seine Miene ist streng, drückt aber auch Sorge aus. Mit der Linken schützt er seinen Blick, der von Norden in Richtung Hauptstadt gerichtet ist, was seine Schutzfunktion unterstreicht (sein Tempel, der Kurama-dera, liegt exakt im Norden Kyōtos). Allerdings soll diese Hand erst nachträglich so gestaltet worden sein, ursprünglich hielt dieser Bishamon, wie viele andere auch, wohl eine Pagode in der linken Hand. Flankiert wird die Statue von (hier nicht zu sehenden) zwei kleineren Figuren, die Kichijō-ten und Zennishi Dōji darstellen, die als Frau und Sohn des Bishamon-ten aufgefasst werden. Von der Kichijō-ten Statue weiß man, dass sie 1172 errichtet wurde.

Die Statue stellt das Hauptheiligtum des Kurama Tempels dar und ist im Tempel-eigenen Museum zu besichtigen. Sie galt jedoch früher als Geheimer Buddha (hibutsu), was auch ihren guten Erhaltungszustand erklärt.

Bishamon-ten des Kurama-dera
Koma kamakura2.jpg shishi Löwe (shishi) // Statue, shishi (Holz). Kamakura-Zeit; im Besitz des Staatlichen Museums Kyōto // Bild © Kyōto National Museum (letzter Zugriff: 2011/7) // Mit offenem Maul entspricht dieser Löwenhund der „A-Form“ (A-gyō). Seine Gestalt ist verhältnismäßig realistisch und evoziert den Eindruck eines starken, mächtigen Tieres. Während man seinen gehörnten Partner als „Korea-Hund“ (koma'inu) bezeichnet, wird dieses Exemplar „Löwe“ (shishi) genannt. (Bei den meisten rezenten Beispielen gibt es diese Unterscheidung nicht.) Löwe
Kumano kami.jpg shinzō, ichiboku-zukuri Kumano Hayatama no Ōmikami // Shinzō, ichiboku-zukuri (Holz, bemalt). Frühe Heian-Zeit; „Nationalschatz“; Hayatama Schrein, Kumano; Höhe: 101cm // Bildquelle: Wada Toshio (letzter Zugriff: 2016/9/5) // Männliche Gottheit des Hayatama Schreins, eines der drei Schreine von Kumano. Wird auch mit Göttervater Izanagi identifiziert. Kumano Hayatama no Ōmikami
Matsunoo josei.jpg shinzō Weibliche Gottheit // Statue, shinzō. Heian-Zeit, 9. Jh.; Matsunoo Schrein, Kyōto // Bildquelle: galleryhip.com (letzter Zugriff: 2015/10) // Weibliche Gottheit des Matsunoo Taisha. Zählt zu den ältesten kami-Skulpturen Japans. Möglicherweise identisch mit den Gottheiten von Munakata Taisha und Itsukushima. Weibliche Gottheit
Zao gongen.jpg shinzō Zaō Gongen // Statue, shinzō (Bronze). Heian-Zeit, 11. Jh.; Höhe: 34.6 cm // Bild © Metropolitan Museum of Art (letzter Zugriff: 2016/9/6). Harry G. C. Packard Collection of Asian Art // Zaō Gongen ist eine der Hauptgottheiten der yamabushi. Seinem Titel (Gongen) nach ist er ein einheimischer kami, er trägt jedoch die Züge eines buddhistischen Myōō. Ursprünglich hielt er wohl einen vajra, also ein buddhistisches Ritualinstrument, in der Hand. Zaō Gongen
Fusumi.jpg shinzō Fusumi no Kami // Statue, shinzō (Holz, bemalt). Frühe Heian-Zeit; „Nationalschatz“; Kumano Hayatama Taisha, Shingū, Wakayama-ken; Höhe: 101cm // Bild © Kyushu National Museum, 2014 (letzter Zugriff: 2016/9/5) // Weibliche Hauptgottheit des Kumano Hayatama Schreins, eines der drei Schreine von Kumano. Wird auch als Göttermutter Izanami gedeutet. Fusumi no Kami
Kasuga hirschmandala.jpg shinzō Die Kasuga-Götter verlassen den Kashima Schrein (Kashima tatsu shineizu) // Hängerollbild, shinzō (Tusche und Farbe auf Seide). Muromachi Zeit, 14. Jh.; im Besitz des Nara National Museums; 140,6 x 40,2 cm // Bild © Nara National Museum (letzter Zugriff: 2016/9/19) // Auf den Hirschen sind die Götter von Kashima und Katori zu sehen, die sich von der östlichen Kantō-Region auf den Weg zum Kasuga Schrein in Nara machen. Unter ihnen sind zwei Angehörige der Fujiwara Familie zu sehen, welche die Götter begleiteten und in Nara zu Priestern des Kasuga Schreins wurden. Die Legende erzählt genau genommen nur davon, dass Takemikazuchi, der Gott von Kashima, in den Jahren 766–68 auf diese Weise nach Nara übersiedelte, doch da der Kashima Schrein in der Nähe des Katori Schreins liegt und dessen Gottheit Futsunushi auch zu den Göttern des Kasuga Schreins zählt, war es für die mittelalterlichen Künstler offenbar logisch, dass sie die Reise gemeinsam antraten. Die Kasuga-Götter verlassen den Kashima Schrein
Hachiman01.jpg shinzō Hachiman in buddhistischer Tracht (Sōgyō Hachiman) // Statue, shinzō (Holz, bemalt). Heian-Zeit, späteres 9. Jh.; Yasumigaoka Hachiman-gū, Nara; Höhe: 38,6 cm // // Der Yasumigaoka Schrein befindet sich innerhalb des buddhistischen Tempels Yakushi-ji. Hachiman fungiert dort als Schutzgottheit (chinjujin) des Buddhismus. Hachiman in buddhistischer Tracht
Tenjin.jpg shinzō Sitzportrait des Tenjin (Tenjin zazō) // Skulptur, shinzō (Holz, bemalt). Kamakura-Zeit, 1259; im Besitz des Yoki Tenman Schreins, Nara; Höhe: 94,9 cm // Bild © Nara National Museum (letzter Zugriff: 2011/7) // Äußerlich gleicht diese Darstellung des Tenjin dem konventionellen Bild eines höfischen Staatsmannes, die extrem strengen Gesichtszüge deuten jedoch göttliche Autorität an. Sitzportrait des Tenjin
Jingu.jpg shinzō Kaiserin Jingū // Statue, shinzō (Holz). Heian-Zeit, 9. Jh.; „Nationalschatz“; Yakushi-ji, Yasumigaoka Hachimangū, Präfektur Nara; 33,9 cm // // Darstellung der mythologischen Kaiserin Jingū Kōgō. Bestandteil einer der ältesten plastischen Darstellung japanischer Gottheiten, bestehend aus Jingū, ihrem Sohn Hachiman und dessen Frau Himegami. Kaiserin Jingū
Matsunoo dansei.jpg shinzō Männliche Gottheit von Matsunoo // Statue, shinzō (Holz, bemalt). Heian-Zeit, 9. Jh.; Matsunoo Schrein, Kyōto // // Gottheit des Matsunoo Taisha. Die für kami-Darstellungen typische Haltung deutet an, dass dieser Gott ursprünglich ein shaku-Zepter in den Händen hielt. Dieses Szepter zeichnet auch weltliche Herrscher aus und symbolisiert sakrale ebenso wie politische Autorität. Männliche Gottheit von Matsunoo
Odakejinja.jpg saru Affen // Statuen, saru (Stein); Ondake Schrein, Insel Iki (in der Meerenge zwischen Kyūshū und Korea) // Bild © Kaze ni fukarete, 2015 (letzter Zugriff: 2016/9/6) // Der Ondake Schrein auf der Insel Iki besitzt die vielleicht größte Ansammlung von Affenstatuen in Japan. Er ist dem Gott Sarutahiko geweiht, der seinerseits manchmal als Affe (saru) erscheint und die Gottheit Shōmen Kongō substituiert. Die über 200 Statuen stammen von Gläubigen, die erfolgreich zu Sarutahiko gebetet haben. Affen
Affenmaske.jpg saru Affengott // Maske, saru (Holz). Kamakura-Zeit; 25,1 x 20 cm // Bild © Miho Museum, Japan (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Maske in Form eines Affen (saru). Affengott
Takamatsuzuka seiryu.jpg ryū Blauer Drache (Seiryū) // Wandmalerei, ryū (Farbe). Wahrscheinlich 7.Jh.; Takamatsu-zuka, Präf. Nara // Bild © Asuka Museum (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Bei diesem Drachen (ryū) handelt es sich um ein chinesisches Emblem des Ostens. Das Bild stammt aus einem Hügelgrab (kofun) der Asuka-Zeit (7. Jh.), dem Takamatsu-zuka. Dass chinesische Embleme in dieser Zeit in Grabkammern festgehalten wurden, verdeutlicht den Einfluss der chinesischen Kosmologie und des daoistischen Polarstern-Glaubens im Japan der Asuka-Zeit. Blauer Drache
Arhat1 ryozen.jpg rakan Arhat 1 (Longmian-Stil) // Entwurf, rakan (Farbe auf Papier). Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 115 × 57cm // Bild © Komazawa University Library (letzter Zugriff: 2013/9) // Arhat (Pindola Bharadvaja), eine Miniaturpagode mit Buddhafigur hochhaltend. Sitzt auf einem Felsen, im Hintergrund Meer. Möglicherweise Entwurf oder Kopie der gleichnamigen Serie von Ryōzen in der Sammlung Freer, in der dieses Bild fehlt. Arhat 1 (Longmian-Stil)
Arhat nara.jpg rakan Arhat (Gien Sōzu) // Skulptur, rakan (Holz, bemalt). Nara-Zeit, 8. Jh.; „Nationalschatz“; Oka-dera, Nara-ken (heute Nara Ntl. Museum); Höhe: 93 cm // Bildquelle: Meihin zuroku (Ausstellungskatalog). Nara National Museum 2012, Abb. 115, S. 94 // Eines der ältesten realistischen Mönchsportraits, das in Japan hergestellt wurde. Den Quellen des Tempels Okadera zufolge handelt es sich um den Tempelgründer Gien, einen Mönch der Hossō Schule. Historiker nehmen jedoch an, dass es sich um den arhat Pindola (Binzuru) handelt, was unter anderem die exotischen Gesichtszüge der Figur erklären würde. In jedem Fall besteht zwischen dem Realismus der Mönchsportraits und der Arhat-Darstellungen eine enge kunsthistorische Verbindung. Arhat (Gien Sōzu)
Arhat10 ryozen detail.jpg rakan Arhat 14 [oder 10] (Longmian-Stil) // Entwurf, rakan (Farbe auf Papier), Detail. Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 115 × 57cm // Bild © Komazawa University Library (letzter Zugriff: 2013/9) // Arhat (Panthaka oder Vanavāsin). Detail einer Arhat-Skizze; vgl. Arhat 10 von Ryōzen. Arhat10 ryozen.jpg Arhat 14 [oder 10] (Longmian-Stil)
Arhat4 ryozen.jpg rakan Arhat 4 (Longmian-Stil) // Entwurf, rakan (Farbe auf Papier). Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 115 × 57cm // Bild © Komazawa University Library (letzter Zugriff: 2013/9) // Arhat (Angaja) mit vajra und Vajra-Glocke (in Ausübung eines esoterischen Rituals), in Begleitung eines Königs oder Generals in prunkvollem Gewand (Rüstung?). Der Begleiter ist von einem grünlichen Flammenkranz umgeben. Möglicherweise Entwurf oder Kopie der gleichnamigen Serie von Ryōzen in der Sammlung Freer, in der dieses Bild fehlt. Arhat 4 (Longmian-Stil)
Arhat13 ryozen.jpg rakan Arhat 13 (Longmian-Stil) // Entwurf, rakan (Farbe auf Papier). Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 115 × 57cm // Bild © Komazawa University Library (letzter Zugriff: 2013/9) // Arhat (Angaja) auf einem Felsen, mit aufgestelltem Bein (Haltung der Gelassenheit), sich einem weißen Löwen zuwendend. Im Hintergrund goldene Wolken. Möglicherweise Entwurf oder Kopie der gleichnamigen Serie von Ryōzen in der Sammlung Freer, in der dieses Bild fehlt. Arhat 13 (Longmian-Stil)
Nakibotoke horyuji.jpg rakan Arhats in Verzweiflung // Skulpturen, rakan (Holz, bemalt), Detail. Nara-Zeit, 8. Jh.; Hōryū-ji, Nara-ken // Bildquelle: Kita Naoko, Picasa (letzter Zugriff: 2013/9) // Zwei Schüler Buddhas (Arhats) in Verzweiflung über Buddhas Tod. Aus einer Darstellung von Buddhas Eintritt ins Nirvana (nehanzu), die sich im untersten Geschoß der Gojū-Pagode des Hōryū-ji befindet. Insgesamt sind zehn Figuren auf diese Weise dargestellt. Es handelt sich also um die Gruppe der Zehn Buddha Schüler, die den Arhats zuzurechnen sind. Die Gruppe ist auch als nakibotoke, „weinende Buddhas“ bekannt. Arhats in Verzweiflung
Arhat14 ryozen.jpg rakan Arhat 10 [oder 14] (Longmian-Stil) // Entwurf, rakan (Farbe auf Papier). Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 115 × 57cm // Bild © Komazawa University Library (letzter Zugriff: 2013/9) // Arhat (Panthaka oder Vanavāsin) als Wanderasket mit dunkler Haut und langen Fingernägeln, auf einen Stock gestützt. Zur Seite gedreht. Ein Diener rückt einen Schemel vor seinen Hocker. Daneben ein Tisch mit eingewickelter Bettelschale und Blumenvase. Möglicherweise Entwurf oder Kopie der gleichnamigen Serie von Ryōzen in der Sammlung Freer. In dieser ansonsten vollkommen parallelen Serie sind lediglich die Figuren 10 und 14 vertauscht. Allerdings lässt sich in den Skizzen der beiden erkennen, dass die Namen auf eigene Zetteln geschrieben und (nachträglich?) aufgeklebt wurden. Arhat 10 [oder 14] (Longmian-Stil)
Arhat9 ryozen detail.jpg rakan Arhat 9 (Longmian-Stil) // Entwurf, rakan (Farbe auf Papier), Detail. Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 115 × 57cm // Bild © Komazawa University Library (letzter Zugriff: 2013/9) // Arhat (Jivaka). Detail einer Arhat-Skizze; vgl. Arhat 9 von Ryōzen. Arhat9 ryozen.jpg Arhat 9 (Longmian-Stil)
Gosonzomandara.jpg nyorai, mandara Mandala der Fünf Erhabenen (gosonzō mandara) // Nyorai, mandara. Kamakura-Zeit // Bild © Yamaguchi Sumio, Kyōto shiseki sansaku kai (letzter Zugriff: 2016/8) // Dargestellt sind Shōtoku Taishi und Kūkai zu Füßen des Dainichi Nyorai. Mandala der Fünf Erhabenen
Diamant Sutra.jpg nyorai, bosatsu Diamant Sutra // Buchillustration, nyorai, bosatsu (Papier, Tusche). Tang-Zeit, 686; Dunhuang; British Library; 27,6 x 499,5cm // Bild © International Dunhuang Project (letzter Zugriff: 2015/9/1) // Das Bild zeigt den Mönch Subhuti und Buddha Shakyamuni im Dialog, wie er im Diamant Sutra wiedergegeben ist. Es handelt sich um die einzige Illustration in der ersten Druckversion dieses Textes aus dem Jahr 868. Dargestellt sind Subhuti und der wesentlich größere Buddha, umringt von seinen Hauptschülern (zu denen auch Subhuti zählt), zwei Bodhisattvas, zwei Wächtern niō, zwei Löwenhunden (komainu), zwei Himmlischen Wesen, sowie einem weltlichen Herrscher mit Gefolge (unten rechts).

Der Text gilt als das älteste gedruckte Buch der Welt. Er überdauerte Jahrhunderte in Vergessenheit in einer der Höhlen von Dunhuang, wo er vom Altösterreicher in britischen Diensten Sir Aurel Stein (1862–1943) in den Jahren 1906–1908 entdeckt wurde.

Diamant Sutra
Jusanbutsu.jpg nyorai Dreizehn Buddhas (Jūsanbutsu) // Grabmonument, nyorai (Stein). Muromachi-Zeit, 1553; Konshō-ji, Nara-ken; Höhe: 1,73m // Bild © Itoshiki monotachi, (Blog) 2006 (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Die dreizehn Buddhas gelten als Urformen von dreizehn Königen, die über die Totenseelen richten. Grabmonumente wie dieses finden sich auf Friedhöfen häufig neben Darstellungen der Sechs Jizō, die ebenfalls einen besonderen Bezug zum Jenseits haben. Dreizehn Buddhas
Alchi buddha predigt.jpg nyorai Buddha predigt seinen Schülern // Wandmalerei, nyorai. Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh // // Der historische Buddha Shakyamuni hält seinen Schülern Lehrreden. Buddha predigt seinen Schülern
Raigo chionin.jpg nyorai Amida // Hängerollbild, nyorai (Seide, Farbe). Kamakura-Zeit; „Nationalschatz“; im Besitz des Chion-in Tempels in Kyōto // Bild © Wada Yoshio (letzter Zugriff: 2016/8) // Amida kommt mit einem Gefolge von 25 Bodhisattvas zum Haus eines Sterbenden, um ihn ins Reine Land (jōdo) zu geleiten. Das Bild stammt aus dem Haupttempel der Jōdo-shū, Chion-in. Amida
Mudra amidahoryuji.jpg nyorai Mudrā des predigenden Amida // Wandgemälde, nyorai; Hōryū-ji, Präfektur Nara // // Mudra des Dharma-Rad-Drehens, tenbōrin-in, des Amida Buddha. Mudrā des predigenden Amida
Kamakuradaibutsu meiji.jpg nyorai Kamakura Daibutsu // Statue, nyorai (Bronze). 1252?; Höhe: 11 m // Bild © UNIDAM, Japanologie Wien (letzter Zugriff: 2011/7). Privatsammlung Sepp Linhart // Handkolorierte Aufnahme des Kamakura-Daibutsu aus der Meiji-Zeit. Kamakura Daibutsu
Amida yamagoe 13jh.jpg nyorai Amida hinter den Bergen // Hängebildrolle, nyorai. Kamakura-Zeit, 13. Jh.; „Nationalschatz“; 120,6 x 80,3 cm // Bildquelle: Wikimedia Commons (letzter Zugriff: 2016/8). Kyōto National Museum // Das Bild zeigt „Amida, der die Berge überschreitet“. Er tut dies, um einem Sterbenden entgegenzugehen und ihn in sein Reines Land zu geleiten. Dieses Motiv ist in den Amida-Darstellungen der Kamakura-Zeit besonders häufig anzutreffen. Amida hinter den Bergen
Amida horyuji.jpg nyorai Amida mit der Geste des Predigens // Wandgemälde, nyorai, Detail. Spätes 7. Jh.; 1949 durch Brand zerstört; Hōryū-ji, Präfektur Nara // Bild © Yamashina Reiji (letzter Zugriff: 2016/9/19) // In Fresco-Technik an der Haupthalle des Tempels Hōryū-ji, Abbildung des Amida Buddha mit der mudra-Geste des Predigens. Amida mit der Geste des Predigens
Juichimen kannon.jpg nyorai Jūichimen Kannon // Hängerollbild, nyorai (Seide, Farbe, Blattgold), Detail. Heian-Zeit, 12. Jh.; „Nationalschatz“; Hokki-ji, Nara-ken; 169 x 90 cm // Bild © Nara National Museum (letzter Zugriff: 2016/9/5) // Die Ausgestaltung der elf Köpfe, die Kannon (auch Kanzeon; skt. Avalokiteshvara; chin. Guanyin) hier auf dem eigenen Kopf trägt, ist einem Sutra entnommen, das sich ausschließlich mit dieser Erscheinungsform des Bodhisattvas befasst (jap. Jūichimen jinjushin-gyō) und 656 vom Pilgermönch Xuanzang ins Chinesische übertragen wurde. Hierin heißt es, dass drei der Köpfe mild, drei weitere streng blicken, drei hätten nach oben stehende Zähne, einer ein wildes Grinsen und einer das Aussehen eines Buddhas (Kajitani Ryōji in Epprecht 2007, S. 133-134). Niels Gülberg beschreibt die Köpfe folgendermaßen:

... am Scheitel ein Kopf des Tathâgata; zur Stirnseite drei milde lächelnde Bodhisattvamasken; zur linken Seite die drei sog. "Zornesaugenmasken", die Übel abwehren sollen; zur rechten Seite drei gestrenge Gesichter mit nach oben weisenden Eckzähnen, die den Menschen zum Praktizieren des Guten anhalten sollen; und auf der Rückseite ein in Gelächter ausbrechendes Gesicht, das die schlechten Taten der Menschen tadeln soll. (Niels Gülberg, „Michizane und die Kannon von Hase: Ergänzende Anmerkungen zum mittelalterlichen Tenjin-Kult.“ Asiatische Studien 48 (1994), S. 207.)

In der vorliegenden Darstellung tragen alle Zusatzköpfe bis auf den obersten Buddha-Kopf wiederum eine Art Kopfputz, der einen Buddha (wahrscheinlich Amida) darstellt. In der linken Hand hält Kannon das für ihn typischste Attribut: eine Vase mit Lotosblüte.

Jūichimen Kannon
Aniin middle.jpg nyorai An'i-in // Statue, nyorai (Holz, vergoldet), Detail // // Mudra des Yakushi Nyorai. An'i-in
Shaka heian boston.jpg nyorai Buddha Shakyamuni (Shaka Nyorai) // Skulptur, nyorai (Holz, vergoldet). Späte Heian-Zeit, 12. Jh.; Höhe: 88,5 cm // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (Denman Waldo Ross Collection) (letzter Zugriff: 2016/8) // Der historische Buddha Shaka Nyorai (skt. Shakyamuni) mit der für ihn typischen mudra „Fürchtet euch nicht“ — semui-in, segan-in. Buddha Shakyamuni
Shaka muroji.jpg nyorai Buddha Shakyamuni (Shaka Nyorai) // Skulptur, nyorai (Holz). 9. Jh.; „Nationalschatz“; im Besitz des Shigon-Tempels Murō-ji bei Nara // Bildquelle: Wakasa Haikai, (Blog) [Scan aus Nara no furudera to butsuzō, Mitsui Memorial Museum, 2010] (letzter Zugriff: 2016/1) // Eine Skulptur des Shaka Nyorai (skt. Shakyamuni) im Lotos-Sitz mit der für ihn typischen mudra „Fürchtet euch nicht“ — semui-in, segan-in. Buddha Shakyamuni
Mccallum.jpg nyorai Angeblich ältester Amida Japans // Statue, nyorai; Zenkō-ji, Nagano // // Angeblich die älteste Amida-Skulptur Japans, befindet sich im Besitz des Zenkō-ji, Nagano. Angeblich ältester Amida Japans
Alchi buddha seduction.jpg nyorai Verführung unter dem Bodhi-Baum // Wandmalerei, nyorai. Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh // Bild © Heinzjimmybaumgartner, Blog (letzter Zugriff: 2016/8) // Siddhartha ist während der Meditation unter dem bodhi-Baum Verführungen und Einflüsterungen ausgesetzt. Verführung unter dem Bodhi-Baum
Shaka birth.jpg nyorai Shakyamuni bei seiner Geburt (Tanjōbutsu) // Statue, nyorai (Bronze). Nara-Zeit, 8. Jh.; Tōdaiji, Nara; Höhe: 47cm // Bild © Foundation J.-E. Berger (letzter Zugriff: 2011/7) // Diese Statue des Buddha Shaka Nyorai (skt. Shakyamuni) fungiert in einem Ritual, das zu Ehren von Buddhas Geburt traditionellerweise am achten Tag des Vierten Monats abgehalten wird. Dem Nihon shoki zufolge fand ein derartige Zeremonie in Japan erstmals im Jahr 606 statt. Shakyamuni bei seiner Geburt
Amida heian.jpg nyorai Amida Statue mit Meditations-mudrā // Statue, nyorai (Holz, vergoldet). Späte Heian-Zeit, 11. Jh.?; Höhe: 152,5 cm // Bild © Kyōto National Museum (letzter Zugriff: 2016/8) // Abgebildet ist der Buddha Amida mit der für ihn typischen Meditations-mudrā. Sein Gewand besteht aus einem langem Tuch namens kashaya (jap. kesa), das um dem Körper gewickelt ist. Amida Statue mit Meditations-mudrā
Dainichi usuki.jpg nyorai Kopf des Furuzono Dainichi // Statue, nyorai (Stein), Detail. 12. Jh.; Usuki-shi, Kyushu // Bild © Art Calendar, 2005, Japan Airlines // Darstellung des Furuzono Dainichi aus Stein in der Stadt Usuki auf Kyūshū. Kopf des Furuzono Dainichi
Alchi buddha excursion.jpg nyorai
Siddhartha verlässt erstmals den Königspalast // Nyorai //   // Siddhartha, der historische Buddha (auch Shakyamuni; jap. Shaka Nyorai), verlässt erstmals seine Geburtsstätte, den Königspalast, um die legändären Vier Ausfahrten zu machen. 
Siddhartha verlässt erstmals den Königspalast
Daibutsu kamakura3.jpg nyorai Kamakura Daibutsu // Statue, nyorai (Bronze). 1252?; Höhe: 11 m // Bild © Burgessbroadcast, 2000 (letzter Zugriff: 2016/8) // Die Daibutsu-Statue von hinten. Im Inneren befindet sich eine kleine Treppe, durch die geöffneten Fenster in Schulterblatthöhe dringt Licht und Frischluft in den Innenraum. Kamakura Daibutsu
Yakushi fussohle.jpg nyorai Fuß einer Statue des Yakushi Nyorai // Statue, nyorai (Bronze), Detail. Nara-Zeit; Yakushi-ji, Nara; Höhe: 254,7 cm // // Die Figuren, die sich auf der Sohle des Yakushi Nyorai abzeichnen, entsprechen dem Merkmal 2 eines Buddhas. Fuß einer Statue des Yakushi Nyorai
Alchi buddha birth.jpg nyorai Geburt Buddhas // Wandmalerei, nyorai. Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh // Bild © Christian Luczanits & Jaroslav Poncar (letzter Zugriff: 2016/8) // Königin Maya hält sich während der Geburt an den Zweigen eines Baumes fest. Geburt Buddhas
Borobudur buddha.jpg nyorai Buddhafigur im Heiligtum // Statue, nyorai (Stein); Borobudur, Java // Bild © Jacques Edouard Berger, 1988 (letzter Zugriff: 2016/9) // Buddhafigur am Stupa-Berg von Borobodur, Java. Buddhafigur im Heiligtum
Alchi buddha ascetism.jpg nyorai
Siddhartha kleidet sich in Leichentücher // Wandmalerei, nyorai. Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh //   //  Siddhartha treibt die Askese soweit, dass er nur die Kleider von Toten als Schutz vor der Witterung akzeptiert. 
Siddhartha kleidet sich in Leichentücher
Dainichi boston.jpg nyorai Dainichi Nyorai // Statue, nyorai (Holz). 12. Jh. // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2010/8) // Dainichi Nyorai mit dem Mudra der höchsten Weisheit. Dainichi Nyorai
Dainichi douganji.jpg nyorai Dainichi Nyorai // Statue, nyorai (Holz). 12. Jh.; Dōgan-ji, Präfektur Shiga // Bild © Takatsuki Folk Museum // Darstellung des Dainichi Nyorai mit den Händen in der Haltung der Meditations-mudrā. Dainichi Nyorai
Dainichi sonsho mandara.jpg nyorai Dainichi als zentrale Figur eines Mandalas (Sonshō mandara) // Hängerollbild, nyorai (Farbe und Gold auf Seide), Detail. Kamakura-Zeit; Hōju-in, Berg Kōya; 117,9 x 62,1 cm // Bild © Kūkai mandara: Kōbō Daishi to Kōya-san (Katalog), Reihōkan 2006, S. 120, Abb. 44 // Buddha Dainichi in der Mitte des Sonshō Mandara, auf dem Dainichi von acht Bodhisattvas umgeben ist. Dainichi formt die für ihn typische mudra der Weisheitsfaust. Das Mandala wurde in Riten zur Abwehr von Katastrophen, sicherer Geburt und Bitte um Regen eingesetzt. Dainichi als zentrale Figur eines Mandalas
Yakushi gangoji.jpg nyorai Yakushi Nyorai // Statue, nyorai (Holz). Heian-Zeit, 9. Jh.; „Nationalschatz“; Gangō-ji, Nara-ken; Höhe 1,64 m // // Wie die meisten Statuen des Medizin-Buddhas Yakushi Nyorai ist auch diese durch ein kleines Medizinfläschchen identifizierbar. Die wuchtige Erscheinung ist typisch für die frühe Heian-Zeit, in der Statuen zumeist aus einem einzigen Holzstamm herausgeschnitten wurden. Yakushi Nyorai
Nio horyuji.jpg niō Torwächter // Statuen, niō (Ton, bemalt). 711; Hōryū-ji, Nara; Höhe: ca. 380 cm // Bild © Ron Reznick, 2008 (letzter Zugriff: 2016/8) // Darstellung der Wächterfiguren (niō) des Hōryū-ji in Nara. Torwächter
Nio sokenji.jpg niō Niō // Statue, niō (Holz, bemalt). Muromachi-Zeit, 1467; Sōken-ji, Shiga-ken; Höhe: ca. 212cm --> // Bild © Shinbutsu imasu Ōmi (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Niō mit besonders kräftigen Oberarmen. Niō
Nehanzu.jpg nehanzu Eintritt des Buddha ins Nirvana // Hängerollbild, nehanzu (Seide, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 196,9 × 188,6 cm // Bild © Metropolitan Museum of Art, New York (letzter Zugriff: 2016/10/5) // Bei Buddhas Tod, der gleichzeitig seinen Eintritt ins Nirvana bedeutet, klagen nicht nur seine menschlichen Schüler. Auch diverse Schutzgottheiten können sich vor Schmerz kaum fassen. Lediglich die edlen Bodhisattvas sind in der Lage, ihre Gefühle im Zaum zu halten. Eintritt des Buddha ins Nirvana
Butsu nehanzu.jpg nehanzu Eintritt des Buddha ins Nirvana // Hängerollbild, nehanzu (Seide). Heian-Zeit, 1086; „Nationalschatz“; im Besitz des Kongōbu-ji, Berg Kōya; 267,6 x 271.2 cm ×108 cm // Bild © Kongōbu-ji „Butsu nehanzu“. Kokuhō no bi (National treasures of Japan) #20 (2010), S. 4–5. // Standardisierte Darstellung vom Ableben des hist. Buddha (skt. Shakyamuni): Umgeben von Bodhisattvas, Schülern, Gottheiten und Tieren haucht der Buddha in einem Hain von Shala-Bäumen sein irdisches Leben aus, um ins Nirvana einzutreten. Traditionellen Vorstellungen gemäß überragt er alle anderen an Körpergröße, hat auch im Alter von achtzig Jahren ein ewig jugendliches Aussehen und eine goldene Haut.

Darstellungen dieser Art wurden für buddhistische Feiern zu Buddhas Todestag (15. 2.) angefertigt. Das vorliegende Bild ist das älteste und berühmteste Beispiel dieses Genres in Japan.

Eintritt des Buddha ins Nirvana
Godai toji.jpg myōō Godai Myōō // Statuen, myōō. 839; Tō-ji, Kyōto // // Die Godai Myōō des Toji, Kyōto, aus dem Jahr 839 Godai Myōō
Gosanze myoo toji.jpg myōō Gosanze Myōō // Statue, myōō (Holz, bemalt). Heian-Zeit, 839; „Nationalschatz“; Tōji, Kyōto; Höhe: ca. 170 cm // // Gōzanze Myōō (skt. Trailokyavijaya) mit vier Gesichtern und acht Armen, auf den Körpern von Shiva und seiner Gespielin Parvati (Umā) tanzend. Statue aus der Gruppe der n der „Fünf Großen Myōō“ (Godai Myōō) des Tōji in Kyōto, die zusammen mit anderen Figuren des esoterischen Buddhismus im Auftrag von Kūkai als dreidimensionales Mandala angelegt und 839 vollendet wurden. S.a. Tōji kōbō-ichi (2011/10) Gosanze Myōō
Gosanze mudra.jpg myōō Mudrā des Gōsanze Myōō // Statue, myōō. 12. Jh.; Myōtsū-ji, Obama-shi, Präfektur Fukui // Bild © Wakasa Obama dejitaru bunkazai (letzter Zugriff: 2011/7) // Gōzanze Myōō — skt. Trailokyavijaya, der „Bezwinger der Drei Welten“ — ist eine Erscheinungsform des Vajrapani, der im esoterischen Buddhismus zumeist als zornvolle Gottheit dargestellt wird. Hier mit der mudra gōzanze-in. Mudrā des Gōsanze Myōō
Gosanze myoo.jpg myōō Bezwinger der drei Welten (Gōsanze Myōō) // Statue, myōō. 14. Jh.; Mudō-ji, Berg Hiei; Holz // Bild © Kyōto National Museum, Saichō and Treasures of Tendai (Ausstellungskatalog) 2005, S. 165 // Gōzanze Myōō (skt. Trailokyavijaya) mit der charakteristischen mudra der Dämonenabwehr (Gōsanze-in). Bezwinger der drei Welten
Aizen nezu.jpg myōō Aizen Myōō // Hängerollbild, myōō (Seide, Farbe). Kamakura-Zeit; Tōkyō; 123,8cm x 95,0 cm // Bild © Nezu Museum (letzter Zugriff: 2016/8) // Drei Augen, sechs Arme, mit Pfeil und Bogen bewaffnet, thront Aizen Myōō hier auf einer Lotosblüte, umrahmt von einer roten Mondscheibe. Die Ikonographie beruht auf dem Yugi-kyō, einem wahrscheinlich in China entstandenen Sutra des esoterischen Buddhismus, das Aizen ein eigenes Kapitel widmet. Aizen Myōō
Gozanze toji.jpg myōō Gōzanze Myōō // Statue, myōō (Holz, Metall, Farbe). Heian-Zeit, 839; „Nationalschatz“; im Besitz des Tōji Tempels, Kyoto; Höhe: ca. 170 cm // Bild © Huntington Archive, Ohio State University (letzter Zugriff: 2011/10) // Gōzanze Myōō (skt. Trailokyavijaya) mit vier Gesichtern und acht Armen, auf den Körpern von Shiva und seiner Gespielin Parvati (Umā) tanzend. Eine von fünf Statuen der „Fünf Großen Myōō“, die zusammen mit anderen Figuren des esoterischen Buddhismus im Auftrag von Kūkai als dreidimensionales Mandala angelegt und 839 vollendet wurden. S.a. Tōji kōbō-ichi (2011/10) Gōzanze Myōō
Gundari myoo toji.jpg myōō Gundari Myōō // Statue, myōō (Holz, bemalt). Heian-Zeit, 839; „Nationalschatz“; Tōji, Kyōto // // Gundari Myōō aus der Gruppe der Godai Myōō des Tōji in Kyōto. Gundari Myōō
Daiitoku myoo.jpg myōō Daiitoku (skt.Yamantaka) // Statue, myōō (Holz), Detail. Kamakura-Zeit, 13. Jh.; 137 x 64 x 92 cm // Bild © Ruth and Sherman Lee Institute (letzter Zugriff: 2016/8) // Daiitoku (skt. Yamantaka), ein myōō mit sechs Köpfen, sechs Beinen und sechs Armen. Daiitoku
Acala xixia 1226.jpg myōō Acala // Tangka, myōō. Königreich Xi Xia, 1226 // Bild © Himalayan Art, Museum of Tibet, Lhasa (letzter Zugriff: 2016/8) // Laut Beschreibung auf Himalayan Art stammt dieses Bild des Acala aus dem chinesischen Vasallenstaat Xi Xia (Tangutien) im Grenzgebiet zwischen China und Tibet, das seit Dschingis Khan zu China gehört. Acala
Kannon bato hase.jpg myōō Batō Kannon // Statue, myōō. Muromachi-Zeit; Kannon Tempel Hase-dera, Kamakura // Bild © Mark Schumacher (letzter Zugriff: 2016/8) // Eine etwas friedlichere Darstellung des Batō Kannon. Batō Kannon
Daiitoku myoo detail.jpg myōō Daiitoku (skt.Yamantaka) // Statue, myōō (Holz), Detail. Kamakura-Zeit, 13. Jh.; 130.81 × 64.14 × 91.44 cm // Bild © Minneapolis Institute of Art (letzter Zugriff: 2018/6) // Daiitoku (skt. Yamantaka), ein myōō mit sechs Köpfen, sechs Beinen und sechs Armen. Teil der Fünf Großen Myōō (Godai Myōō), dem Westen zugeordnet. Verkörpert den zornvollen Aspekt des Budda Amida. Daiitoku
Fudo koya.jpg myōō Frühe Darstellung des Fudō // Statue, myōō. Heian-Zeit, 9. Jh.; Shōchi-in, Berg Kōya // Bild © Kōyasan, Kōya: Kongobuji, 1998. S. 35 // Frühe Darstellung des Fudō Myōō (skt. Acala). Frühe Darstellung des Fudō
Bato kannon heian.jpg myōō Batō Kannon // Statue, myōō (Holz, bemalt), Detail. Heian-Zeit // Bild © Tōkyō Geijutsu Daigaku Bijutsukan (letzter Zugriff: 2016/9/6) // Heian-zeitliche Darstellung des Batō Kannon. Batō Kannon
Bato kannon.jpg myōō Kannon mit dem Pferdekopf (Batō Kannon) // Seidenrollbild, myōō (Tusche, Farbe, Gold, Silber), Detail. Heian-Zeit, 12. Jh.; Museum of Fine Arts, Boston; 190,5 x 93,3 cm // Bild © Wikimedia Commons (letzter Zugriff: 2016/9/5) // Im oberen Teil des Kopfes des Batō Kannon ist undeutlich ein Pferd zu erkennen. Kannon mit dem Pferdekopf
Kongoyasha myoo toji.jpg myōō Kongō Yasha Myōō // Statue, myōō (Holz, bemalt). Heian-Zeit, 839; „Nationalschatz“; Tōji, Kyōto // // Kongōyasha Myōō aus der Gruppe der Godai Myōō des Tōji in Kyōto. Kongō Yasha Myōō
Fudo doji.jpg myōō Fudō mit Begleitern // Hängerollbild, myōō (Seide, Farbe, Gold). Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 196,9 x 74,4 cm // Bild © Smithonian Institution (letzter Zugriff: 2016/7/29). Freer Gallery of Art (#F1907.639) // Fudō Myōō als stehende Figur, begleitet von jugendlichen Gehilfen namens Kongara Dōji und Seitaka Dōji. Fudō mit Begleitern
Fudo kongobuji.jpg myōō Fudō Myōō // Statue, myōō (Holz, Farbe). Heian-Zeit, 12. Jh.; Kongōbu-ji, Berg Kōya // Bild © Kūkai mandara: Kōbō Daishi to Kōya-san (Katalog), Reihōkan 2006, S. 96, Abb. 38 // Fudō Myōō (skt. Acala) auf einem stilisierten, sanduhrförmigen Felsen sitzend. Rote Haare, schwarzblaue Haut. Schwert und Seil. Im Flammennimbus deuten sich Vogelköpfe an. Frühes Beispiel des „assymetrischen Typs“ mit schiefem Mund, assymmtrischen Eckzähnen und einem halb geschlossenen Auge. Gemessen an anderen Beispielen milder Gesichtsausdruck. Fudō Myōō
Acala 12jh.jpg myōō Acala (der Unbewegbare) // Tangka, myōō (Baumwolle, Erdfarben), Detail. Tibet, 12. Jh.; 17,2 x 35,6 cm // Bild © Himalayan Art (letzter Zugriff: 2016/8). Collection of Shelley & Donald Rubin // Abbildung des Acala Acala (der Unbewegbare)
Daiitoku myoo toji.jpg myōō Daiitoku Myōō // Statue, myōō (Holz, bemalt). Heian-Zeit, 839; „Nationalschatz“; Tōji, Kyōto // // Daiitoku Myōō aus der Gruppe der Godai Myōō des Tōji in Kyōto. Charakterisiert durch sein Reittier, den Stier. Dies verbindet in mit Enma (skt. Yama), dem Herrn der Totenwelt. Daiitoku Myōō
Fudo toji.jpg myōō Fudō // Statue, myōō (Holz, Farbe). 839; Tō-ji, Kyoto // Bild © Tōji Kōdō Ritai Mandara (letzter Zugriff: 2016/8) // Älteste erhaltene Statue des Fudō Myōō (skt. Acala) Japans. Fudō
Fudo stehend.jpg myōō Fudō Myōō, stehend // Statue, myōō (Holz, bemalt). Späte Heian-Zeit, 12. Jh.; Höhe: 162cm // Bild © Metropolitan Museum, New York (letzter Zugriff: 2016/9/5) // In dieser Darstellung aus der späten Heian-Zeit ist der Charakter eines trotzigen Kindes, der ja auch in den klassischen Beschreibungen angedeutet wird, gut zu erkennen. Fudō Myōō, stehend
Fudo rockefeller.jpg myōō Fudō // Hängerollbild, myōō (Seide, Farbe, Tusche, Gold). 14. Jh.; 182,9 x 114,3 cm // Bild © Rockefeller Collection of Asian Art (letzter Zugriff: 2016/9/5) // Fudō Myōō (skt. Acala), begleitet von Seitaka dōji (l.) und Kongara dōji (r.). Fudō
Fudo tendai 10jh.jpg myōō Fudō, verbissen // Statue, myōō. Heian-Zeit, 9. Jh.; Hanshū-in, Kyōto // Bild © Saichō to tendai no kokuhō, 2005, Abb. 123 (Ausstellungskatalog von Schätzen des Tendai Buddhismus) // Statue des Fudō Myōō (skt. Acala) des Hanshū-in in Kyōto. Fudō, verbissen
Hie sanno mandala.jpg mandara Mandala des Sannō Schreins (Sannō-miya mandara) // Hängerollbild, mandara (Farbe und Tusche auf Seide), Detail. Muromachi-Zeit, 1447; im Besitz des Nara National Museum; 120,7 x 68,1 cm // Bild © e-Kokuhō (letzter Zugriff: 2016/8) // Buddhas und kami des Hie (Hiyoshi) Schreins (auch Sannō Schrein) am Fuße des Klosterbergs Hiei-zan, nach dem honji suijaku-Schema. In der oberen Reihe die buddhistische „Urform“, in der unteren die „Spur“, also die unmittelbare Erscheinungsform der wichtigsten Schreingottheiten. Siehe auch Gesamtbild Mandala des Sannō Schreins
Hie mandara.jpg mandara Mandala des Sannō Schreins (Sannō-miya mandara) // Hängerollbild, mandara (Farbe und Tusche auf Seide). Muromachi-Zeit, datiert 1447; im Besitz des Nara National Museum; 120,7 x 68,1 cm // Bild © E-Museum (letzter Zugriff: 2016/9/5)

Das Motiv dieses Bildes ist der Berg Hachiōji, ein Teil des Hiei-Massivs. Hiei ist der zentrale Klosterberg des Tendai Buddhismus. Es ist vielleicht kein Zufall, dass der dargestellte Berg einem Affen ähnelt, denn auch die Schutzgottheit des Berges, Sannō, wird gelegentlich als Affe dargestellt. Diese Schutzgottheit besitzt einen Schrein am Fuße des Berges, der hier detailreich dargestellt ist. Seine Einzelgottheiten (die kollektiv die Gottheit Sannō bilden) sind in der oberen Bildleiste abgebildet (s. Detailabbildung). Die Schreinanlage ist als shintoistischer Wächter des buddhistischen Klosters konzipiert.

Mandala des Sannō Schreins
Kasuga miya mandara.jpg mandara Mandala des Kasuga Schreins // Schrein, mandara (Seide, Farbe, Tusche). Kamakura-Zeit, 14. Jh. // Bildquelle: Blätter zur japanischen Geschichte und Religion, Niels Gülberg, 2009 (letzter Zugriff: 2016/9/5) // Schreine von Kasuga Taisha mit den fünf Hauptgöttern in buddhistischer Gestalt (honji). Im Vordergrund die Pagoden des Kōfuku-ji. Mandala des Kasuga Schreins
Taizokai kamakura.jpg mandara Mutterschoßwelt Mandala (Taizōkai mandara) // Hängerollbild, mandara (Seide, Farbe). Heian-Zeit, 9. Jh.; „Nationalschatz“; Saiin Kyōōgokoku-ji (Tōji Tempel), Kyōto; 183,6 x 164,2 cm // Bildquelle: Wikimedia Commons (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Der Hauptbuddha dieses Taizōkai mandara-Mandalas, Dainichi mit der Meditations-mudra, befindet sich im Zentrum des Bildes. Dieses Mandala ist einem Palast nachempfunden. (s.a. ten Grotenhuis 1999, Japanese Mandalas, plate 8.) Mutterschoßwelt Mandala
Iwashimizu mandara.jpg mandara Iwashimizu Schrein Mandala // Schrein-Mandala, mandara, Detail. 14. Jh.; Nezu Museum, Tōkyō // Bild © Yamashiro Iwashimizu Hachimangū, S. Minaga (letzter Zugriff: 2013/11) // Im oberen Bildteil ist die Anlage des Hauptschreins des Iwashimizu Hachiman-gū, in deren Mitte die doppelte Haupthalle im Hachiman-Stil zu erkennen ist. Der Haupteingang ist im Süden (links). Im Vordergrund (Osten), etwas unterhalb des Schreins sieht man das Gebäude des Gokoku-ji, eines buddhistischen Tempels. Zwischen Tempel und Schrein ist eine Pagode () zu erkennen. Die buddhistischen Gebäude gibt es heute nicht mehr, insgesamt ist die Anlage aber trotz mehrmaliger Zerstörungen heute nicht allzu verschieden von diesem Bild. Iwashimizu Schrein Mandala
Pagoden mandala.jpg mandara Pagode aus Goldlettern // Hängerollbild, mandara (Goldtinte auf blauschwarzem Grund). 12. Jh.; „Nationalschatz“; Chūson-ji, Hiraizumi, Iwate-ken // Bild © Izutsuya no kigō, (Blog) 2011 (letzter Zugriff: 2016/9/5) // Mandala aus Schriftzeichen (Kinji hōtō mandara), welche eine zehnstufige Pagode () bilden. Die Schriftzeichen ergeben zusammen ein Kapitel des Goldglanz Sutras (Konkōmyō-kyō). Pagode aus Goldlettern
Pagoden mandala detail.jpg mandara Mandala einer Schatzpagode aus Goldlettern // Hängerollbild, mandara (Goldtinte auf blauschwarzem Grund), Detail. 12. Jh.; „Nationalschatz“; Chūson-ji, Hiraizumi, Iwate-ken // Bild © Bamse, 2011, Wikimedia Commons (letzter Zugriff: 2016/8) // Detail eines Mandalas aus Schriftzeichen ( Kinji hōtō mandara), welches eine zehnstufige Pagode (), zeigt. Die Schriftzeichen ergeben zusammen ein Kapitel des Goldglanz-Sutras (Konkōmyō saishōō-kyō 金光明最勝王経). Mandala einer Schatzpagode aus Goldlettern
Kasugamandala 4.jpg mandara Kasuga mandara // Hängerollbild, mandara (Seide). Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 159,4 x 68,9 cm // Bild © Victor Harris, Shintō (Tōkyō: Seikandō bunko, 2001), S. 167. // Schreinmandala (mandara) des Kasuga Taisha. Kasuga mandara
Kasugamandala 3b.jpg mandara Kasuga // Schreinanlage, mandara (Seide), Detail // Bild © Kamigraphie (letzter Zugriff: 2016/8) // Detaildarstellung des Kasuga Schreins. Kasuga
Kasuga hirsch.jpg mandara Kasuga Hirsch Mandala // Hängerollbild, mandara (Seide, Farbe). 14. Jh.; Nara National Museum; 76,5 x 40,5cm // Bild © Nara National Museum (letzter Zugriff: 2016/9/5) // Schrein-Mandala des Kasuga Taisha, der hier lediglich durch einen Hirsch, das Botentier der Kasuga-Götter, repräsentiert ist. Aus dem Sattel des Hirsches wächst ein Baum, dessen Zweige die fünf Hauptschreingötter verkörpern. Kasuga Hirsch Mandala
Kasugamandala 1.jpg mandara Kasuga mandara // Hängerollbild, mandara (Seide), Detail. 14. Jh.; 159,4 x 68,9 cm // Bild © Victor Harris, Shintō (Tōkyō: Seikandō bunko, 2001), S. 167. // Darstellung der Götter des Kasuga Schreins in kami-Form (suijaku), unterste Reihe, und darüber in Buddha-Form (honji). Die oberste Gottheit (ganz oben) wurde offenbar zwei Buddha-Gestalten, Shaka (re.) und Kannon (li.) zugeordnet. Kasuga mandara
Kongokai.jpg mandara Vajra-Welt Mandala (Kongōkai mandara) // Hängerollbild, mandara (Seide, Farbe). Heian-Zeit, 9. Jh.; „Nationalschatz“; Saiin Kyōōgokoku-ji (Tōji Tempel), Kyōto; 183,5 x 163 cm // Bildquelle: Wikimedia Commons (letzter Zugriff: 2016/9/19) // Der Hauptbuddha dieses Kongōkai mandara, Dainichi mit der Weisheits-mudra, befindet sich im mittleren, oberen Feld. Dieses Mandala ist einer Hauptstadt mit dem Palast im Norden nachempfunden. (s.a. ten Grotenhuis 1999, Japanese Mandalas, plate 6.) Vajra-Welt Mandala
Makara.jpg makera Makara // Skulptur, makera (Stein). Kambodscha, 8. Jh.; Urspr. Teil eines Khmer Tempels, Musée Guimet, Paris // Bild © Wikimedia Commons- (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Der makara ist ein Fabelwesen der hinduistischen Mythologie, das mehrere Tiere, z.B. Fisch und Elefant oder Fisch und Krokodil, kombiniert. Aus seinem Maul können andere Wesen oder Nahrung entstehen. In der indischen Astrologie übernimmt er die Rolle des Steinbocks. Makara
Usuki daibutsu kopf.jpg magaibutsu, nyorai Kopf des Furuzono oder Usuki Daibutsu // Felsenbuddha, magaibutsu, nyorai, Detail. Späte Heian Zeit; nahe der Stadt Usuki, Präfektur Oita, Kyūshū // Bild © Foundation J.-E. Berger (letzter Zugriff: 2011/7) // Darstellung des Dainichi Nyorai (skt. Vairocana). Die heute wieder rekonstruierte Daibutsu-Statue misst etwa drei Meter. Es ist die größte einer ganzen Reihe von Felsenbuddhas, die über ein weites Areal in freier Natur verteilt sind. Kopf des Furuzono oder Usuki Daibutsu
Wakasa komainu.jpg komainu Schrein mit Komainu // Querbildrolle, komainu (Papier, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit; „Besonderes Kulturgut“; Wakasahiko Jinja, Obama, Fukui-ken; 31,3 x 1407 cm // Bild © Kyoto National Museum, AK262 (letzter Zugriff: 2015/11/15) // Detail aus der illustrierten Legende des Wakasa Ichinomiya Schreins aus der Kamakura-Zeit. Darstellung eines Schreingebäudes der damaligen Zeit sowie eines Priesters. Die komainu haben offenbar einen höheren Status als in den meisten modernen Schreinen. Sie sind aus Holz, bemalt und zum Schutz vor der Witterung auf der Veranda des Schreins unterhalb des Daches aufgestellt. Ähnliche Arrangements findet man heute noch im Hie Taisha. Schrein mit Komainu
Komainu nodajinja.jpg komainu Melodramatische komainu mit Glupschaugen // Statue, komainu (Stein). Datiert 1567; Noda Jinja, Oyama-shi, Präfektur Tochigi // Bild © you1gran'pa, photozou 2008 (letzter Zugriff: 2016/9/19) // Ein korpulentes, melodramatisches Paar komainu von beträchtlichem Alter. Am Podest findet sich angeblich die Datierung Tenshō 天正 4 (1567). Oder heißt es doch Taishō 大正 4 (1915)? Melodramatische komainu mit Glupschaugen
Koma kamakura1.jpg komainu Löwenhund (komainu) // Statue, komainu (Holz). Kamakura-Zeit; im Besitz des Staatlichen Museums Kyōto // Bild © Kyōto National Museum (letzter Zugriff: 2011/7) // Mit geschlossenem Maul entspricht dieser Löwenhund der „UN-Form“ (UN-gyō). Während man dieses gehörnte Tier wtl. als „Korea-Hund“ (komainu) bezeichnet, wird sein hornloser Partner „Löwe“ (shishi) genannt. (Bei den meisten rezenten Beispielen gibt es diese Unterscheidung nicht.) Löwenhund
Komainu koya.jpg komainu Komainu // Hängerollbild, komainu, Detail. Muromachi-Zeit, 14. Jh.; 94,9 x 40,6 cm // Bild © Metropolitan Museum of Art, New York (letzter Zugriff: 2016/9/19) // Details aus einem Mandala, das vier einheimische Schutzgottheiten des Klosterbergs Kōya darstellt. Hier ist deutlich zu erkennen, dass es im Mittelalter zwei leicht unterschiedliche komainu-Varianten gab, mit Horn und ohne Horn. Komainu
Kukai koya myojin.jpg kami Kōbō Daishi und die beiden Gottheiten Niu und Kōya (Kōbō daishi Niu Kōya ryōmyōjin zō) // Hängerollbild, kami (Seide). Kamakura-Zeit, 14. Jh.; Kongōbu-ji, Berg Kōya; 212 x 127,5cm // Bild © Kūkai mandara: Kōbō Daishi to Kōya-san (Katalog), Reihōkan 2006, S. 39, Abb. 10 // Kūkai in der klassischen Darstellung mit vajra in der rechten Hand, auf dem Sessel eines Tempelabtes, flankiert von den beiden Schutzgöttern von Berg Kōya: Die Göttin Niu-tsu-hime in chinesisch anmutender Tracht und der Jäger Kariba (hier Kōya Myōjin) in klassischer Hoftracht. Oberhalb der drei Gestalten ist undeutlich eine Abbildung von Kūkais Mausoleum, Oku no In, zu sehen, unterhalb eine Abbildung des Amano Niu Schreins am Fuße von Berg Kōya. Das Bild wurde für einen bestimmten Ritus zur Verehrung der Gottheiten angefertigt, der sich mondōkō 問答講, wtl. Frage und Antwort Vortrag, nannte und 1291 begonnen wurde. Kōbō Daishi und die beiden Gottheiten Niu und Kōya
Shotoku taishi.jpg kakemono Shōtoku Taishi // Hängerollbild, kakemono (Tinte und Farbe auf Papier). Kopie eines Originals aus dem 8. Jh.; Sannomaru Shōzōkan, Museum of Imperial Collections // // Shōtoku Taishi als junger Regent von zwei kindlichen Prinzen begleitet. Der Prinzregent ist bereits erwachsen und trägt ein Zepter (shaku) als Zeichen seiner weltlichen Macht. Bei den beiden Knaben soll es sich um Shōtokus Sohn sowie um seinen jüngeren Bruder handeln. Das Motiv soll auf eine Vision eines koreanischen Prinzen (Asa Taishi) zurückgehen. Das Original dieser Darstellung befand sich ursprünglich im Besitz des Tempels Hōryū-ji und ist heute öffentlich unzugänglich im Besitz des kaiserlichen Palastamtes (Ku'naichō). Shōtoku Taishi
Shotoku taishi kamakura.jpg kakemono Kōyō Taishi mit Rauchopferschale // Hängerollbild, kakemono (Seide, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit, frühes 14. Jh.; 105 x 51,5 cm // Bild © The British Museum (letzter Zugriff: 2011/7) // Shōtoku Taishi bei der Abhaltung eines buddhistischen Rauchopfers. Kōyō Taishi mit Rauchopferschale
Eisai kenninji.jpg kakemono Zenmeister Yōsai // Hängerollbild, kakemono (Farbe auf Seide). Muromachi-Zeit, 14.–15. Jh.; Ryōsoku-in, Kennin-ji, Kyōto // Bildquelle: Kurokawa Takao no Bi (letzter Zugriff: 2014/6) // Myōan Yōsai war der Begründer des japanischen Rinzai-Zen und Abt des Kennin-ji. Die charakteristische Schädelform findet sich auf anderen Portraits von ihm. Yōsai sitzt auf dem traditionellen Abtsessel, in der Hand den Stock Linjis. Man beachte, dass Yōsai zwar auf einem erhöhten Stuhl sitzt, die Schuhe aber ausgezogen und die Beine überkreuzt hat. Diese Sitzweise ist auch auf vielen anderen Mönchsportraits zu beobachten. Zenmeister Yōsai
Shukuyo.jpg kakemono Karazu 火羅図 // Hängerollbild, kakemono, Detail; Museum des Tōji Tempels, Kyōtō // Bild © Tōji no mikkyō zuzō (Bildwerke des Tōji Tempels; Ausstellungskatalog), 1999, Abb. 12 // Abgebildet sind die 12 Tierkreiszeichen (jūni shi) und die „Neun Planeten“ (kuyōsei), die kleinen Figuren im inneren Bereich stellen die chinesischen Sternbilder dar. In der Mitte befindet sich Bodhisattva. Karazu 火羅図
Jion daishi.jpg kakemono Portrait des Jion Daishi (Jion daishi zō) // Hängerollbild, kakemono (Seide, Tusche, Farbe, Gold), Detail. Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 80,9 x 41,4 cm // Bildquelle: Museum of Fine Arts (letzter Zugriff: 2016/8) // Jion Daishi (632-682, chin. Kuiji) ist der chinesische Begründer der Hossō-Schule, die auch im Japan des 8. Jahrhunderts großen Einfluss hatte. Die individuellen Gesichtszüge des Dargestellten gehen auf ein Portrait zurück, das im Jahr 838 seinen Weg von China nach Japan fand. Portrait des Jion Daishi
Aisawa seishisai.jpg kakemono Aizawa Seishisai // Hängerollbild, kakemono, Detail // Bild © Bakumatsu Guide (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Der Mito-Gelehrte Aizawa Seishisai, 1782–1863. Aizawa Seishisai
Shotoku Taishi eden bettler.jpg kakemono Illustrierte Biographie Prinz Shōtokus, 2 // Hängerollbild, kakemono (Tusche, Farbe und Gold auf Seide), Detail. Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 171,8 x 84,5 cm // Bild © MET Museum (letzter Zugriff: 2013/5/21). H. O. Havemeyer Collection // Begegnung Shōtoku Taishis mit dem Bettler von Kataoka. Illustrierte Biographie Prinz Shōtokus, 2
Shotoku Taishi eden geburt.jpg kakemono Illustrierte Biographie Prinz Shōtokus, Geburt vor dem Pferdestall // Hängerollbild, kakemono (Tusche, Farbe und Gold auf Seide), Detail. Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 171,8 x 84,5 cm // Bild © MET Museum (letzter Zugriff: 2013/5/21). H. O. Havemeyer Collection // Dargestellt wird die überlieferte Geburt von Shōtoku Taishi vor einem Pferdestall. Illustrierte Biographie Prinz Shōtokus, Geburt vor dem Pferdestall
Kobodaishi kind.jpg kakemono Der Meister als Kind (Chigo daishi) // Hängerollbild, kakemono (Seide, Farbe), Detail. Muromachi-Zeit; 86,7 x 48., cm // Bildquelle: Kōbō Daishi Kūkai and the Sacred Treasures of Mount Kōya, 2003, Abb. 2 // Kūkai als frühkindliches Genie, betend auf einer Lotusblume. Ähnlich wie um Prinz Shōtoku ranken sich auch um Kūkai zahlreiche Legenden, die von seinen erstaunlichen frühen Begabungen erzählen. Die vorliegende Abbildung stützt sich auf einen Auszug aus Kūkais angebliches Testament (Goyuigo), der einer anderen Version des Bildes als Textteil eingeschrieben ist:

Long ago, when I was living in my parents' home, sometime between the age of five or six, I always had visions of myself in my dreams seated on an eight-petaled lotus conversing with the buddhas. However, I didn't tell anyone, not even my parents, much less anyone else. [...]

Nach: Christine Guth, „The Divine Boy in Japanese Art.“ Monumenta Nipponica 42/1 (1987), S. 2.

Der Meister als Kind
Shotoku Taishi eden schlacht.jpg kakemono Illustrierte Biographie Prinz Shōtokus, Kampf gegen Monobe no Moriya // Hängerollbild, kakemono (Tusche, Farbe und Gold auf Seide), Detail. Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 171,8 x 84,5 cm // Bild © MET Museum (letzter Zugriff: 2013/5/21). H. O. Havemeyer Collection // Rechts: Der Prinz betet zu den Vier Himmelskönigen. Mitte: Der Prinz im Heer der Soga. Links: Mononobe no Moriya (auf einer Mauer stehend) wird von einem Pfeil getroffen, fällt und wird enthauptet. Illustrierte Biographie Prinz Shōtokus, Kampf gegen Monobe no Moriya
Seimei.jpg kakemono Portrait des Abe no Seimei // Hängerollbild, kakemono (Seide, Farbe). 14. Jh.; im Besitz des Abe Ōji Schreins, Osaka // Bild © Osaka City (letzter Zugriff: 2011/8) // Der Yin Yang-Meister Abe no Seimei (921?–1005). Im Abe Schrein, wo dieses Bild herstammt, wird auch Seimeis angebliche Mutter, die Füchsin Kuzunoha, verehrt. Portrait des Abe no Seimei
Saicho ichijoji.jpg kakemono Dengyō Daishi Saichō // Hängerollbild, kakemono (Seide, Farbe), Detail. Heian-Zeit, 11. Jh.; „Nationalschatz“; Ichijō-ji // Bild © Saichō to Tendai no kokuhō, 2006, Abb. 5-5 // Saichō, der Begründer der japanischen Tendai-Schule des Buddhismus, mit Mönchskapuze (mōsu). Eines von zehn Bildern aus der Serie „Portraits von Tendai-Patriarchen“ (Tendai kōsōzō 天台高僧像) des Tempels Ichijō-ji, die als Ganzes zu den japanischen Nationalschätzen zählt. Die Serie enthält auch Portraits von indischen Mönchen wie Nagarjuna und interessanterweise den Prinzen Shōtoku Taishi. Unter den japanischen Tendai-Mönchen sind nur Saichō und sein Schüler Ennin (793–864) vertreten. Dengyō Daishi Saichō
Baku2.jpg kakemono Baku und Shishi // Hängerollbild, kakemono, Detail. 11. Jh.; „Nationalschatz“; Kyōto National Museum; 160 x 229,5 cm // Bild © e-Museum (letzter Zugriff: 2016/8) // Aus einer Darstellung von Buddhas Ableben (nehanzu). In dieser Abbildung aus dem Altertum erscheinen baku und shishi in der gleichen ikonographischen Gestalt, in der sie heute noch im Schnitzwerk von Tempeln zu bewundern sind. Baku und Shishi
Kakebotoke miho.jpg kakebotoke Hängebuddha (kakebotoke) // Spiegel, kakebotoke (Bronze). Kamakura-Zeit // Bild © Miho Museum, Japan (letzter Zugriff: 2016/8) // Ein metallener Spiegel der die Schreingottheit repräsentiert. Auf der Rückseite befindet sich ein Relief des jeweiligen honji-Buddhas. Die Bezeichnung kakebotoke stammt daher, dass sie an der Außenseite von Schreinen aufgehängt wurden. Hängebuddha
Hoo byodoin.jpg hōō Phönix (hōō) // Skulptur, hōō (Bronze). 1053; Byōdō-in, Präfektur Kyōto // Bildquelle: John W. Bennett, Ohio State University (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Zwei dieser imaginären Vögel (hōō) zieren das Dach der Haupthalle des berühmten Amida-Tempels Byōdō-in im Süden Kyōtos. Schwarzweiß Photographie, publiziert 1966. Der Vogel ist auch auf dem derzeitigen 10.000-Yen-Schein Japans abgebildet. Phönix
Haniwa mukade.jpg haniwa Tonfiguren (haniwa) // Statue, haniwa (gebrannter Ton). Kofun-Zeit, 6. Jh.; Mukadezuka, Miyazaki-ken, Kyūshū // Bild © Japanese Archaeological Association, 2006 (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Die vier haniwa-Figuren stammen aus einem Hügelgrab in Kyūshū, dem Mukadezuke, das in der späten Kofun-Zeit errichtet wurde. Die beiden Figuren im Vordergrund tragen wahrscheinlich buddhistische Stolen (kesa), die Figur mit dem Hut dürfte ein Mann sein. Die Figuren wurden an der Außenseite der Hügelgräber in Reihen nebeneinander aufgestellt. Tonfiguren
Gakizoshi urabon.jpg gaki Geschichten über die Hungergeister (Gaki zōshi) // Querbildrolle, gaki (Papier, Farbe), Detail. 12. Jh.; „Nationalschatz“; im Besitz des Kyōto National Museums; 27,1 x 552,3 cm // Bild © e-kokuhō (letzter Zugriff: 2016/9/19) // Trankopfer für die Hungergeister (gaki) beim O-bon-Fest. Geschichten über die Hungergeister
Gakizoshi geburt.jpg gaki Bildrolle der Hungergeister (Gaki zōshi) // Querbildrolle, gaki (Papier, Farbe), Detail. 12.–13. Jh.; „Nationalschatz“; 26,9 x 380,2 cm // Bild © Tōkyō National Museum (letzter Zugriff: 2016/9/19) // Ein Hungergeist (gaki) beobachtet eine Geburt — zweifellos in der Hoffnung auf Nahrung. Bildrolle der Hungergeister
Gakizoshi friedhof.jpg gaki Bildrolle der Hungergeister (Gaki zōshi) // Querbildrolle, gaki (Papier, Farbe), Detail. 12.–13. Jh.; „Nationalschatz“; im Besitz des Tokyo National Museums; 26,9 x 380,2 cm // Bild © Tokyo National Museum (letzter Zugriff: 2016/9/19) // Die gaki streunen um die Gräber und teilen sich das Aas mit den Hunden. Bildrolle der Hungergeister
Gakizoshi ausspeisung.jpg gaki Geschichten über die Hungergeister (Gaki zōshi) // Querbildrolle, gaki (Papier, Farbe), Detail. 12. Jh.; „Nationalschatz“; im Besitz des Kyōto National Museums; 27,1 x 552,3 cm // Bild © e-kokuhō (letzter Zugriff: 2016/9/19) // Ausspeisung der Hungergeister (gaki) durch buddhistische Mönche. Geschichten über die Hungergeister
Butai lingyin closeup.jpg fukujin Budai // Felsskulptur, fukujin, Detail; Ling-yin Tempel in Hangzhou, China // Bild © Libby Santella, flickr 2005 (letzter Zugriff: 2016/8) // Felsskultpur des Budai Budai
Budai.jpg fukujin Budai und die 16 Arhats // Felsskulptur, fukujin. Südliche Song-Zeit, 1126–1279; Ling-yin Tempel, Hangzhou, China // Bild © Bernhard Scheid, 2009 // Die berühmteste Statue der Feilaifeng-Felsskulpturen an einem der ältesten Tempel Chinas, dem Chan (Zen) Tempel der Ruhenden Seele (Lingyin Tempel). Budai (Maitreya, Buddha der Zukunft) ist hier inmitten der Sechzehn Arhats dargestellt (die bis zu seinem Erscheinen auf Erden nicht ins Nirvana eintreten dürfen). Die Statue belegt, dass die Ikonographie des Budai/ Hotei schon seit dem 13. Jahrhundert mehr oder weniger gleichbleibend überliefert wird. Budai und die 16 Arhats
Daikoku koya.jpg fukujin Daikoku // Fukujin. Späte Kamakura-Zeit; Hōju-in, Berg Kōya // Bild © Kōbō Daishi and the Sacred Treasures of Mount Kōya, 2003, Abb. 31 // Darstellung des Daikoku. Daikoku
Otogoze.jpg fukujin Oto-goze // Kyōgen-Maske, fukujin (Holz, Farbe). Muromachi-Zeit, 15./16. Jh.; Museum Folkswang, Essen; 18,5 x 15,5 x 8 cm // Bild © Hans Hansen, 2009 (letzter Zugriff: 2016/9/19) // Oto-goze, auch Okame oder Otafuku, eine komödiantische Figur des kyōgen-Theaters. Sie wird auch als Erscheinung der Ame no Uzume, der Ahnherrin des japanischen Theaters, angesehen.
Benzaiten muromachi.jpg fukujin Benzaiten, männlich // Hängerollbild, fukujin (Seide, Farbe, Gold). Muromachi-Zeit, 14. Jh.; 135,5 x 57,4 cm // Bild © The British Museum (letzter Zugriff: 2016/9/19) // Benzaiten als (offensichtlich männlicher) Bodhisattva mit feinem Bart. Die Darstellung erinnert stark an Abbildungen von Bodhisattva Kannon in seinem Reinen Land, symbolisiert durch einen Felsen im Meer. Spezifisch für Benzaiten ist jedoch die Laute. Interessant auch der Wasserfall im Hintergrund. Benzaiten, männlich
Daikoku kongorinji.jpg fukujin Daikoku im halben Lotossitz (Daikoku hanka-zō) // Statue, fukujin (Holz). Heian-Zeit; im Besitz des Kongōrin-ji, Shiga-ken; Sitzhöhe: 49,9cm, Gesamthöhe: 73,5cm // Bild © Shinbutsu imasu Ōmi (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Dies ist die angeblich älteste Darstellung des japanischen Daikoku aus einem Tendai-Tempel in der Umgebung von Saichōs Klosterberg Hiei. Die Rüstung und vor allem die langen Ohren offenbaren einen starken Einfluss der buddhistischen Ikonographie. Dennoch verleihen die Mütze und die gedrungene Statur diesem Daikoku eine gewisse Bodenständigkeit. Die Figur ist ein ichiboku zukuri, d.h. sie ist aus einem einzigen Holzblock herausgearbeitet.

Das Motiv einer Figur, die im sogenannten „halben Lotossitz“ auf einem Felsen sitzt, erinnert an Kannon oder Benzai-ten, die dann jeweils auf ihrer eigenen Insel dargestellt sind. Im Falle Daikokus ist das Motiv jedoch äußerst selten und praktisch nur auf Tendai Tempel beschränkt. (Iyanaga 2002, S. 300.)

Daikoku im halben Lotossitz
Daikoku kojimadera.jpg fukujin Daikoku // Statue, fukujin (Holz). Muromachi Zeit; Kojima-dera, Präfektur Nara // Bild © Don Pancho, Scan aus dem Tempelkatalog (letzter Zugriff: 2016/8) // Frühes Beispiel des „typischen“ Glücksgottes Daikoku mit Sack und Glückshammer, Barrett und den für die meisten Glücksgötter typischen riesigen Ohrläppchen. Die Statue befindet sich im Kojima-dera, einem sehr alten Tempel des Shingon Buddhismus. Daikoku
Daikoku kiyomizu.jpg fukujin „Karriere-Daikoku“ (Shusse Daikoku) // Skulptur, fukujin (Holz, Lack). Muromachi-Zeit?; Kiyomizu Tempel, Kyōto // Bild © Ron Reznick, 2004 (letzter Zugriff: 2016/8) // Leider wurde der Shusse Daikoku des Kiyomizu Tempels mittlerweile ziemlich lieblos restauriert und verströmt nicht mehr die gleiche geheimnisvolle Aura wie auf diesem Bild. „Karriere-Daikoku“
Putai.jpg fukujin Portrait eines modernen Budai // Statue, fukujin; im kalifornischen Chan Tempel Hsi-Lai // Bild © Aaron Logan, 2004 (letzter Zugriff: 2016/8) // Statue des Budai/Hotei Portrait eines modernen Budai
Daikoku kanzeonji.jpg fukujin Daikoku // Statue, fukujin (Holz). Späte Heian-Zeit, 11.–12. Jh.; Kanzeon-ji, Präfektur Fukuoka; Höhe: 171,8 cm // Bild © Saichō to Tendai kokuhō, 2006, Abb. 131, S. 161 // Darstellung des Daikoku. Daikoku
Hadaka benten.jpg fukujin Die berühmte Nackte Benten von Enoshima // Statue, fukujin (Holz). Kamakura-Zeit; Enoshima Jinja; 54 cm // Bild © Wada Yoshio (letzter Zugriff: 2011/7) // Eine der „Drei Großen Benten Japans“. Offiziell heißt diese Statue Myôon Benzaiten, „Benzaiten des Wunderbaren Klanges“. Sie ist zweifellos die bekannteste, aber nicht die einzige Aktdarstellung Bentens (Hadaka Benten). Die berühmte Nackte Benten von Enoshima
Daikoku 1301.jpg fukujin Daikoku, gehend // Statue, fukujin (Holz). Kamakura-Zeit, 1301; im Besitz des Enryaku-ji, Berg Hiei; Höhe: 76cm // Bild © Shinbutsu imasu Ōmi (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Daikoku aus dem Enryaku-ji auf Berg Hiei, jenem Kloster, das wahrscheinlich den Ausgangspunkt des japanischen Daikoku Glaubens darstellt. Frühes Beispiel der klassischen Glücksgott-Ikonographie.

Die Statue enthält eine Inschrift mit Datum (1301) und Namen des Stifters: Jakuson 寂尊.

Daikoku, gehend
Mokoshurai ekotoba1.jpg emakimono Suenaga's tollkühner Angriff // Querbildrolle, emakimono. Kamakura-Zeit, 13. Jh. (mit nachträglichen Einfügungen); aus der Serie Mōkō shūrai ekotoba (Illustrierte Chronik der Mongolenangriffe) // Bild © Scrolls of the Mongol Invasions of Japan (letzter Zugriff: 2011/7) // Die Schlüsselszene der Bildrolle: Takezaki Suenaga (der später die Bilder selbst in Auftrag gab) stürzt sich in einen vorzeitigen Angriff auf die Mongolen und wird dabei verwundet. Über ihm ist ein explosives Wurfgeschoss (teppō) zu sehen, was die Darstellung auch aus waffentechnischer Sicht bedeutsam macht. Kunsthistoriker haben allerdings schwerwiegende Hinweise darauf gefunden, dass die explodierende Bombe erst später, möglicherweise erst im 19. Jahrhundert, in die Bildrolle eingefügt wurde (Conlan 2013). Suenaga's tollkühner Angriff
Ingakyo meditation.jpg emakimono Buddha in Meditation // Querbildrolle, emakimono (Papier, bemalt). Kamakura-Zeit, 13. Jh.; aus E-inga-kyō (Illustriertes Sutra von Ursache und Wirkung) // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2016/10/5) // Am Ende seiner Lehrjahre meditiert Buddha, um schließlich die volle Erleuchtung zu erfahren. In dieser Zeit wird er von diversen Versuchungen durch den Dämon Mara heimgesucht. Auf dem Bild sind links die Töchter des Mara zu sehen, die ihn verführen sollen während rechts die Krieger des Mara erfolglos auf den Buddha schießen: Die Pfeile werden einfach umgeleitet. Buddha in Meditation
Mokoshurai ekotoba2.jpg emaki Japanische Krieger kapern ein mongolisches Boot // Querbildrolle, emaki. Kamakura-Zeit, 1275-1293; aus der Serie Mōkō shūrai ekotoba // Bildquelle: Wikimedia Commons (letzter Zugriff: 2016/9/6) // Angriff auf ein mongolisches Boot während der ersten Mongoleninvasion; in Auftrag gegeben von Takezaki Suenaga. S.a. Scrolls of the Mongol Invasions of Japan (T. Conlan) Japanische Krieger kapern ein mongolisches Boot
Buddha predigt ingakyo.jpg emaki Buddha, predigend // Querbildrolle, emaki (Papier, bemalt), Detail. Nara-Zeit, 8. Jh.; 25,7 × 27,3 cm // Bild © Metropolitan Museum of Art (letzter Zugriff: 2016/10/5) // Flankiert von seine Schülern (erkennbar am geschorenen Haupt) predigt Buddha zu frommen Laien. Buddha, predigend
Ausfahrt ingakyo.jpg emaki Ausfahrt des Prinzen Siddhartha // Querbildrolle, emaki (Papier), Detail. Nara-Zeit, 8. Jh.; „Nationalschatz“; Ōhara Bijutsukan, Okayama // Bild © Bunka Isan (letzter Zugriff: 2016/10/5) // Prinz Siddhartha, der zukünftige Buddha, verlässt den Palast seines Vaters und begegnet einem Kranken. Nach weiteren Begegnungen mit einem Alten, einem Toten und einem Asketen beschließt er, selbst Asket zu werden.

Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der Buddha-Vita aus der der Nara-Zeit.

Ausfahrt des Prinzen Siddhartha
Askese ingakyo.jpg emaki Siddhartha als Asket // Querbildrolle, emaki (Papier, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit, 13. Jh.; aus E-inga-kyō; 28,3 x 40,3 cm // Bild © Museum of Fine Art, Boston (letzter Zugriff: 2016/10/5) // Prinz Siddhartha übt sechs Jahre lang strengste Askese. Siddhartha als Asket
Honen predigt2.jpg emaki Hōnen erteilt Ratschläge // Querbildrolle, emaki (Papier, Farbe). Kamakura-Zeit; aus der Serie Hōnen shōnin eden // Bild © Makura no sōshi, (Blog) (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Hōnen spricht zu einer gemischten Zuhörerschaft aus niederrangigen Mönchen und Nonnen, sowie Männern und Frauen in Alltagsgewand. Er geht dabei ganz offensichtlich auf deren individuelle Fragen ein. Hōnen erteilt Ratschläge
Versuchungen ingakyo.jpg emaki Meditation und Versuchung des Buddha // Querbildrolle, emaki (Papier, bemalt). Kamakura-Zeit, 13. Jh.; aus Inga-kyō; 27.8 x 156.5cm // Bild © Metropolitan Museum of Art (letzter Zugriff: 2016/10/5) // Am Ende seiner Lehrjahre meditiert Buddha, um schließlich die volle Erleuchtung zu erfahren. In dieser Zeit wird er von diversen Versuchungen durch den Dämon Mara heimgesucht. In dieser Version des Inga-kyō sind die Bestien, die dabei zum Einsatz kommen, besonders drastisch ausgeführt. Meditation und Versuchung des Buddha
Fudo engi.jpg emaki Abe no Seimei vollzieht ein Ritual // Querbildrolle, emaki (emaki), Detail. Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie Fudō riyaku engi emaki; 28,4 x 947,5 cm // Bild © Tōkyō National Museum (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Der Heian-zeitliche Magier Abe no Seimei vollzieht ein Ritual, um mit Hilfe von Geistern die Krankheit eines alten Meisters auf dessen Schüler zu übertragen. Das Bild zeigt ihn beim Rezitieren eines rituellen Textes. Abe no Seimei vollzieht ein Ritual
Ennogyoja skelett.jpg emaki En no Gyōja und das Skelett // Bildrolle, emaki (Papier, Farbe), Detail. Muromachi Zeit, 1531; aus Taimadera engi, Rolle 1; Taima-dera, Nara-ken (heute Nara Ntl. Museum); Höhe: 35 cm // Bildquelle: Taima-dera, gokuraku jōdo e no akogare (Ausstellungskatalog). Nara National Museum 2013, Abb. 11, S. 45 // En no Gyōja findet im Ōmine Gebirge ein Skelett, dass einen vajra fest umklammert. Abbildung aus einer illustrierten Ursprungslegende des Taima-dera, der únweit des Berges Katsuragi errichtet wurde, wo En seine spirituelle Basis errichtete. Der Legende nach soll En dem Bau des Tempels ausdrücklich zugestimmt haben. En no Gyōja und das Skelett
Jomon venus.jpg dogū Venus der Jōmon-Zeit // Kultfigur, dogū (Ton). Jōmon-Zeit, 2–3000 v.u.Z.; „Nationalschatz“; Präfektur Nagano, Chino; Höhe: 27cm, Gewicht: 2,14kg // // Im Jahr 1989 ausgegrabene weibliche Figur aus der mittleren Jōmon-Zeit. Die Figur wird, ähnlich wie die österreichische „Venus von Villendorf“, üblicherweise als Gottheit interpretiert. Venus der Jōmon-Zeit
Shako dogu.jpg dogū „Schneebrillen“-Figur // Kultfigur, dogū (gebrannter Ton). Jōmon-Zeit, 1000–400 v.u.Z.; Tōkyō Nat. Museum; Höhe: 36cm // Bild © e-yakimono.com (letzter Zugriff: 2016/9/5) // Keramik-Figur (dogū) aus der späten Jōmon-Zeit. Ausgrabungsort Ebisuda, Tajiri-chō, Präf. Miyagi. „Schneebrillen“-Figur
Kamakura Daibutsu.jpg daibutsu, nyorai Kamakura Daibutsu // Statue, daibutsu, nyorai (Bronze). 1252?; Höhe: 11 m // Bild © Ron Reznick, 2004 (letzter Zugriff: 2016/9/19) // Die Große Buddha-Statue (Daibutsu) des Amida (skt. Amitabha) von Kamakura, Seitenansicht. Kamakura Daibutsu
Daibutsu head2.jpg daibutsu, nyorai Kamakura Daibutsu // Statue, daibutsu, nyorai (Bronze), Detail. 1252?; Höhe: 11 m // Bild © Balendu Sharma Dadhich, flickr 2007 (letzter Zugriff: 2016/9/19) // An dieser Daibutsu-Statue des Amida (skt. Amitabha) lassen sich einige allgemeine Merkmale der Darstellung von Nyorai Figuren sehr gut erkennen:

Gelocktes Haar, Schädelwölbung, Stirnmal, feiner Schnurrbart, langgezogene, durchlöcherte Ohrläppchen (Zeichen des abgelegten Schmucks), drei Halsfalten.

Kamakura Daibutsu
Mudra kamakuradaibutsu.jpg daibutsu Kamakura Daibutsu // Statue, daibutsu (Bronze), Detail. 1252?; Höhe: 11 m // Bild © Jenny Huang, flickr 2006 (letzter Zugriff: 2016/9/5) // Die mudra der Mediation (jōin) mit den für Amida (skt. Amitabha) charakteristischen abgewinkelten Zeigefingern. Die „Schwimmhaut“ zwischen Daumen und Zeigefinger ist kein künstlerischer Missgriff, sondern entspricht den 32 Merkmalen eines Buddha. Kamakura Daibutsu
Alchi maitreya.jpg daibutsu Bodhisattva Maitreya // Statue, daibutsu (Stein). Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh; Höhe: 463 cm // Bild © Christian Luczanits & Jaroslav Poncar (letzter Zugriff: 2016/8) // Auf dem Hüfttuch (dhoti) dieser Statue des Maitreya (Miroku) ist die gesamte Heiligenlegende des historischen Buddha abgebildet. Bodhisattva Maitreya
Maitreya mulbekh.jpg daibutsu Der Große Buddha von Mulbekh // Felsenbuddha, daibutsu. 8.–9. Jh.; Mulbekh Kloster in Ladakh, Indien, an der Grenze zu Tibet; Höhe: ca. 10m // Bild © Satyender S Dhull, (flickr), 2012 (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Bodhisattva Maitreya (Miroku), Buddha der Zukunft, mit vier Armen. Der Große Buddha von Mulbekh
Todaiji daibutsu.jpg daibutsu Nara Daibutsu // Statue, daibutsu (Bronzeguss). 752, letzter Neuguss 1704; „Nationalschatz“; Tōdaiji, Nara; Sitzhöhe: 15m // Bild © Ron Reznick, 2004 (letzter Zugriff: 2016/9/5) // Der große Dainichi (skt. Vairocana), der Reiesenbuddha (Daibutsu) des Tōdaiji. Nara Daibutsu
Naradaibutsu.jpg daibutsu Nara Daibutsu // Statue, daibutsu (Bronzeguss). 752, letzter Neuguss 1704; „Nationalschatz“; Tōdaiji, Nara; Sitzhöhe: 15m // Bild © Matthias Scommoda, 2004 (letzter Zugriff: 2016/8) // Der große Dainichi (skt. Vairocana) Daibutsu des Tōdaiji. Nara Daibutsu
Kamakuradaibutsu meiji2.jpg daibutsu Kamakura Daibutsu // Statue, daibutsu (Bronze). 1252?; Kamakura; Höhe: 11 m // Bild © UNIDAM, Japanologie Wien (letzter Zugriff: 2011/7) // Handkolorierte Aufnahme des Amida Daibutsu von Kamakura aus der Meiji-Zeit. Kamakura Daibutsu
Daibutsu kamakura1.jpg daibutsu Kamakura Daibutsu // Statue, daibutsu (Bronze). 1252?; Höhe: 11 m // Bild © Burgessbroadcast, 2000 (letzter Zugriff: 2016/8) // Daibutsu-Statue von Kamakura. Kamakura Daibutsu
Dabutsu back.jpg daibutsu Kamakura Daibutsu // Statue, daibutsu (Bronze). 1252?; Höhe: 11 m // Bild © Studio Yamako, (J-Blog), 2012 (letzter Zugriff: 2016/9/19) // Die Daibutsu-Statue des Amida (skt. Amitabha) von hinten. Im Inneren befindet sich eine kleine Treppe, durch die geöffneten Fenster in Schulterblatthöhe dringt Licht und Frischluft in den Innenraum. Kamakura Daibutsu
Daibutsu kamakura 2.jpg daibutsu Kamakura Daibutsu // Statue, daibutsu (Bronze). 1252?; Höhe: 11 m // Bild © James P. Davis, 2000 // Touristen bei der Besichtigung der Daibutsu-Statue in Kamakura. Kamakura Daibutsu
Kamakura daibutsu morgen.jpg daibutsu Kamakura Daibutsu // Statue, daibutsu (Bronze). 1252?; Höhe: 11 m // Bild © Nikki, 2006 (letzter Zugriff: 2012/5/25) // Die Große Buddha-Statue (Daibutsu) des Amida (skt. Amitabha) von Kamakura an einem ruhigen Frühlingsmorgen. Kamakura Daibutsu
Kamakuradaibutsu face.jpg daibutsu Gesicht des Großen Buddha von Kamakura // Statue, daibutsu (Bronze), Detail. 1252 // Bild © Robert Prestiano (letzter Zugriff: 2008/2) // Gesicht des Amida (skt. Amitabha) Daibutsu von Kamakura. Die Gusstechnik in ringförmigen Segmenten ist hier gut zu erkennen. Gesicht des Großen Buddha von Kamakura
Kamakura daibutsu2008.jpg daibutsu Kamakura Daibutsu // Statue, daibutsu (Bronze). 1252?; Höhe: 11 m // Bild © Tom Richardson, flickr 2008 (letzter Zugriff: 2016/8) // Die Große Buddha-Statue (Daibutsu) des Amida (skt. Amitabha) von Kamakura im herbstlichen Abendrot. Kamakura Daibutsu
Daibutsu nara.jpg daibutsu Buddha Vairocana (Rushana butsu) // Statue, daibutsu (Bronze), Detail. 752; Tōdaiji, Nara; Gesamthöhe (mit Lotos-Podest): 14,98 m // Bild © Frank Gualtieri, Wikimedia Commons 2005 (letzter Zugriff: 2016/9/19) // Obwohl sie durch über zwölf Jahrhunderte viel gelitten hat, ist die weltweit größte Bronzestatue (Daibutsu) noch heute äußerst eindrucksvoll. Buddha Vairocana
Daibutsu shigisanengi.jpg daibutsu Der vergoldete Nara Daibutsu // Querbildrolle, daibutsu (Papier, Farbe). 12. Jh.; aus Shigisan engi; „Nationalschatz“; 31,8 x 1417,4 cm // Bild © Nara National Museum (letzter Zugriff: 2016/8) // Die einzige bekannte Abbildung der Statue des Dainichi Daibutsu (Vairocana) vor der Zerstörung von 1181. Vor der Statue sind undeutlich menschliche Figuren zu erkennen. Es handelt sich um die Protagonistin der dargestellten Episode, die vor dem Buddha eine Nacht in Gebet und Meditation verbringt, um den Aufenthaltsort ihres Bruders geweissagt zu bekommen. Der vergoldete Nara Daibutsu
Daibutsu reinigung.jpg daibutsu Der Kopf des großen Buddha bei der Reinigung // Statue, daibutsu (Bronze), Detail. 752; Tōdaiji, Nara // Bild © Neko to Nara no shashinshū, J-Blog, 2009 (letzter Zugriff: 2011/9) // Einmal im Jahr, am 7. August, findet eine rituelle Großreinigung des Vairocana Daibutsu und seiner Halle statt. Wie man sieht, werden ausgeklügelte traditionelle Techniken angewendet, um jedes Fleckchen des Budda zu erreichen. Insgesamt nehmen etwa 200 Mönche, alle in weiß gekleidet, an der Putzaktion teil. Der Kopf des großen Buddha bei der Reinigung
Leshan.jpg daibutsu Der Große Buddha von Leshan // Felsenbuddha, daibutsu. Fertigstellung: 719–803; Höhe: 71 m // Bild © Visiontimes (letzter Zugriff: 2016/8) // Der größte Felsenbuddha der buddhistischen Welt. Auf dem Bild kann man ganz klein die Touristenmassen erkennen, die auf steilen Felstreppen zur Augenhöhe des Buddhas emporsteigen. Die beinahe „europäisch“ wirkende Sitzhaltung kennzeichnet diese Figur als Maitreya (jap. Miroku, chin. Mile), den „Buddha der Zukunft“. Der Große Buddha von Leshan
Longmen.jpg daibutsu Buddha Vairocana, Longmen // Statue, daibutsu (Stein). China, Tang-Zeit, err. 672–676; Longmen Grotten, Henan, China; Höhe der zentralen Statue: 17,14m // Bild © Global Travel Authors (letzter Zugriff: 2016/9/5) // Hauptnische der berühmten Felsengrotten von Longmen (Drachentor), einem Zentrum der buddhistischen Felsskulptur. Die größte Nische stammt aus der Tang-Zeit, aus der Zeit der einzigen Kaiserin dieser Zeit, Wu Zetian (625–705), die ihrerseits eine große Förderin des Buddhismus war. Im Zentrum dieser Nische steht Buddha Vairocana, dessen individuelle Züge angeblich der Kaiserin nachempfunden sind. Jedenfalls repräsentiert die Statuengruppe einen Höhepunkt des chinesischen Buddhismus. Buddha Vairocana, Longmen
Jizo 14c.jpg bosatsu Abstieg des Bodhisattva Jizō (Jizō bosatsu raigō zu) // Hängerollbild, bosatsu (Seide, Tusche, Farbe, Gold). Muromachi-Zeit, 14. Jh.; 94,7 x 38,9 cm // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2016/8). William Sturgis Bigelow Collection // Jizō (skt. Kshitigarbha) mit Pilgerstab und Wunscherfüllungsperle (nyoi no tama), auf zwei Lotusblättern stehend, unterwegs auf einer Wolke, um Sünder aus der Hölle zu erretten. Abstieg des Bodhisattva Jizō
Guanyin 12c.jpg bosatsu Guanyin in der „Haltung königlicher Gelassenheit“ // Statue, bosatsu (Holz, bemalt, vergoldet). China,Shanxi, 12. Jh.; Höhe: 117cm // Bild © Rijksmuseum Amsterdam (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Sung-zeitliche Darstellung der Guanyin (jap. Kannon; skt. Avalokiteshvara). Guanyin in der „Haltung königlicher Gelassenheit“
Jizo dunhuang.jpg bosatsu Bodhisattva Dizang (Jizō) und die Zehn Könige // Querbildrolle, bosatsu (Fragment). Tang Zeit, 10. Jh.; Dunhuang, Nord-China; 30 x 56 cm // Bild © The British Museum (letzter Zugriff: 2011/7) // Jizō und die Zehn Könige (Jūō). Deckblatt einer illustrierten Ausgabe des Sutras der Zehn Könige. Aus Höhle 17 der sogenannten „Tausend Buddha Höhlen“. Bodhisattva Dizang (Jizō) und die Zehn Könige
Jizo hakone.jpg bosatsu Jizō // Statue, bosatsu (Fels). 1300; Hakone // Bild © Wolfgang Wiggers, Bild aus dem frühen 20. Jh. (letzter Zugriff: 2016/9/6) // Heute ist diese Statue des Jizō (skt. Kshitigarbha) zwar renoviert, befindet sich aber in einem kleinen Häuschen und ist daher nicht mehr so fotogen. Jizō
Nyoirin kannon 14c.jpg bosatsu Nyoirin Kannon // Hängerollbild, bosatsu (Seide). Späte Heian-Zeit; „Nationalschatz“; 169 x 90 cm // Bild © www.emuseum.jp (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Kannon (skt. Avalokiteshvara; chin. Guanyin) mit der Wunscherfüllungsperle (nyoi no tama) in meditativer Haltung, in seinem Reinen Land, Fudaraku. Die Darstellung mit sechs Armen entspricht der geläufigsten Form dieses Motivs. Nyoirin Kannon
Nyoirin kannon.jpg bosatsu Kannon mit Wunscherfüllungsperle (Nyoirin Kannon) // Statue, bosatsu (Holz). Mitte 9. Jh.; „Nationalschatz“; Kanshin-ji, Ōsaka; Sitzhöhe: 109,4 cm // Bild © Huntington Archive (letzter Zugriff: 2017/1) // Sechsarmiger Kannon (auch Kanzeon; skt. Avalokiteshvara; chin. Guanyin) in der Haltung „königlicher Gelassenheit“ (d.h. mit aufgestelltem Knie), mit dem Juwel oder der Perle der Wunscherfüllung (nyoi no tama), einem magischen Gegenstand, an seiner Brust und dem „Rad der Lehre“ (hōrin, skt. Dharmachakra) in erhobener Position. Diese beiden Attribute geben der Figur den Namen Nyoirin Kannon. Daneben ist auch eine Lotosblüte zu erkennen. Dieser Kannon sitzt außerdem auf einer Lotosblüte, auf anderen Abbildungen aber auf einem Felsen im Meer. Dieser Felsen symbolisiert Kannons Reines Land, also quasi das Zuhause des Bodhisattvas.
Die Nyoirin-Statue des Kanshin-ji ist die früheste bekannte japanische Statue dieses Typs. Ihr ausgezeichneter Erhaltungszustand erklärt sich daraus, dass die Statue auch heute noch als „geheimer Buddha“ (hibutsu) gilt und nur einmal im Jahr öffentlich gezeigt wird.
Kannon mit Wunscherfüllungsperle
Jizo usuki.jpg bosatsu Jizō und die Zehn Richter // Felsskulptur, bosatsu. Heian-Zeit; Usuki, Kyūshū // Bild © Prismo, 2010 (letzter Zugriff: 2016/8) // Jizō inmitten der Gruppe der Zehn Richter/Könige (Jūō) der Unterwelt. Jizō und die Zehn Richter
Baozhi heian.jpg bosatsu Portrait des chinesischen Mönchs Baozhi (418-514) // Einstammstatue, bosatsu (Holz). 11. Jh.; Saiju-ji, Kyōto; Höhe: 159 cm // // Baozhi wurde später als Manifestation des Bodhisattva Kannon angesehen. Es handelt sich also nicht um die Darstellung eines kami, die Statue zeigt jedoch, wie konkret man sich die Manifestation eines Buddhas oder Bodhisattvas in einer anderen Daseinsform vorstellte. Portrait des chinesischen Mönchs Baozhi (418-514)
Maitreya gandhara.jpg bosatsu Bodhisattva Maitreya // Statue, bosatsu (Stein). Gandhara, Pakistan, 2. od. 3. Jh. u.Z.; im Besitz des Norton Simon Museums // Bild © Ron Reznick (letzter Zugriff: 2016/9) // Hellenistische Statue des Maitreya. Bodhisattva Maitreya
Fukukensaku kannon.jpg bosatsu Fukukensaku Kannon mit Shūkongō-jin und Bishamon-ten // Hängerollbild, bosatsu (Seide). Kamakura-Zeit; 123,1 x 87,6 cm // Bild © The British Museum (letzter Zugriff: 2016/9/19) // Fukūkensaku Kannon (wtl. Kannon mit dem niemals leeren [rettenden] Seil) ist eine Form Kannons, die erst mit dem esoterischen Buddhismus (ab dem 8. Jh.) aufkam. Als Begleiter des Bodhisattvas fungieren auf dieser Darstellung Shūkongō-jin (Vajrapani) und Bishamon-ten. Die Darstellung des Shūkongo-jin erinnert stark an die gleichnamige Nara-zeitliche Statue aus dem Tōdaiji. Die Kombination dieser drei Gottheiten ist ungewöhnlich und beruht auf keiner textlichen Grundlage (vgl. British Museum). Fukukensaku Kannon mit Shūkongō-jin und Bishamon-ten
Kannon fresco horyuji.jpg bosatsu Shō Kannon // Wandgemälde (fresco secco), bosatsu, Detail. Nara-Zeit, 1949 durch Brand zerstört; Hōryū-ji, Nara // Bild © Yamashina Reiji, aus Haruyama Takematsu, Hōryūji no hekiga 法隆寺壁画 (1947) (letzter Zugriff: 2016/9/19) // Bodhisattva Kannon (auch Kanzeon; skt. Avalokiteshvara; chin. Guanyin) als Begleiter von Amida in Fresco-Technik. Die photographische Aufnahme entstand vor dem Brand des Hōryū-ji im Jahr 1949. Shō Kannon
Kannonfresco horyuji.jpg bosatsu Shō Kannon // Wandgemälde, bosatsu, Detail. Nara-Zeit, 1949 durch Brand zerstört; Hōryū-ji, Nara // Bild © Yamashina Reiji, aus Haruyama Takematsu, Hōryūji no hekiga 法隆寺壁画 (1947) (letzter Zugriff: 2016/8/23) // In Fresco-Technik an der Haupthalle des Tempels. Die photographische Aufnahme entstand vor 1949. Shō Kannon
Yakuo.jpg bosatsu Bodhisattva Medizin-König (Yakuō Bosatsu) // Statue, bosatsu (Holz, bemalt). Kamakura-Zeit, 1202; Kōfuku-ji, Nara; Höhe: 362cm // Bildquelle: Kurokawa Takao (letzter Zugriff: 2014/6) // Der selten dargestellte Yakuō Bosatsu tritt im Kōfuku-ji zusammen mit seinem „Bruder“, Yakujō Bosatsu, auf. Bodhisattva Medizin-König
Asuka bosatsu.jpg bosatsu Bodhisattva // Statue, bosatsu (Holz). Asuka-Zeit, 7. Jh.; im Besitz des Hōryū-ji, Nara // Bild © Foundation J.-E. Berger (letzter Zugriff: 2011/7) // Möglicherweise handelt es sich um Maitreya (jap. Miroku), den „Buddha der Zukunft“. Bodhisattva
Miroku kamakura obama.jpg bosatsu Bodhisattva Maitreya (Miroku) // Seidenbild, bosatsu. Kamakura-Zeit; Chōgen-ji, Stadt Obama // Bild © Wakasa Obama no dejitaru bunkazai (letzter Zugriff: 2011/7) // Bodhisattva Maitreya hier in orthodoxer Erscheinungsform. Bodhisattva Maitreya
Bodhisattva korea.jpg bosatsu Bodhisattva Maitreya // Statue, bosatsu (Bronze, vergoldet). Korea, um 600; „Nationalschatz“; Seoul; Höhe: 93,5 cm // Bild © National Museum of Korea (letzter Zugriff: 2011/7) // Koreanische Statue eines Bodhisattvas, möglicherweise Bodhisattva Maitreya, im Stil der Nördlichen Wei-Dynastie (385–535). Bodhisattva Maitreya
Ashura1.jpg ashura König Asura (Ashura-ō) // Statue, ashura (Trockenlack). Nara-Zeit, 734; „Nationalschatz“; im Besitz des Kōfuku-ji, Nara; Höhe: 153 cm // Bild © J-Blog (letzter Zugriff: 2011/7) // Obwohl im Grunde ein kriegerischer Geist, wurde Ashura vor allem in der Frühzeit des japanischen Buddhismus auch als Beschützer des Buddhismus verehrt und tritt als solcher in einer Gruppe von acht oder achtundzwanzig anderen Beschützergeistern auf. Neben Ashura zählen dazu auch der Vogelmensch Garuda/ Karura aruda oder die Gottheiten von Wind und Donner.

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König Asura
Ashura2.jpg ashura König Asura (ashura-ō) // Statue, ashura (Trockenlack), Detail. Nara-Zeit; „Nationalschatz“; Kōfuku-ji, Nara // Bild © Butsuzō maniacs (letzter Zugriff: 2016/8) // Darstellung des König Ashura König Asura
Daihannyakyo.jpg Sutra Daihannya-kyō // Querrolle, Sutra (Indigo-farbenes Papier, Goldtinte). Heian-Zeit, ca. 1175; Chūson-ji, Hiraizumi, Nordost-Japan; 25,4 x 18,1 cm // Bild © Metropolitan Museum, 2003, Abb. 28 (letzter Zugriff: 2016/9/5). Dr. and Mrs. Roger G. Gerry Collection // Abschrift des Daihannya-kyō aus der Heian-Zeit.

Das Titelblatt stellt Buddhas erste Predigt im Hirschpark von Sarnarth in Indien dar. Der Buddha und zwei Bodhisattvas sitzen auf Lotos-Blüten, dahinter die fünf Asketen, mit denen Buddha ehemals gemeinsam praktizierte, sowie die friedlichen Hirsche.

Das sutra wurde auf Bestellung von Fujiwara Hidehira (–1187) angefertigt, um für die Seele seines verstorbenen Vaters Motohira (–1157) zu beten. Dieser Zweig der Fujiwara begründete Ende der Heian-Zeit in Hiraizumi, Nordost-Japan ein florierendes geistig-religiöses Zentrum.

Daihannya-kyō
Vajrapani gandhara.jpg Vajrapani // Statue (Terracotta). Zentralasien, 5. Jh. // Bild © Asianart.com (letzter Zugriff: 2011/7) // Vajrapani-Statue aus Terracotta. Vajrapani
Vajrapani nepal 7cent metny.jpg Friedlicher Vajrapani // Statue (Kupferlegierung). Nepal, Licchavi Periode, 6. oder 7. Jh.; 20,5 cm // Bild © Metropolitan Museum of Art (letzter Zugriff: 2011/7). Lent by The Kronos Collections // Statue des Bodhisattva Vajrapani. Friedlicher Vajrapani
Daigo nyudo.jpg Daigo Tennōs Eintritt in den Mönchsstand // Querbildrolle (Papier), Detail. Kamakura-Zeit, 13. Jh.; aus Kitano Tenjin engi; Höhe ca. 30cm // Bild © Metropolitan Museum of Art (letzter Zugriff: 2014/8/5) // Nach einer Reihe von Katastrophen, die dem zürnenden Totengeist eines zu unrecht exilierten Höflings (Sugawara no Michizane) zugeschrieben werden, tritt Daigo Tennō (885–930) von seinem Amt zurück und lässt sich zum Mönch weihen. Zwei Mönche führen die Tonsur und begleitende Rituale aus, während einige Höflinge in Tränen ausbrechen. Daigo Tennōs Eintritt in den Mönchsstand
Tenguzoshi koyasan daito.jpg Berg Kōya // Querbildrolle, Detail. Kamakura-Zeit, 1296; aus Tengu zōshi; Höhe: ca. 30 cm // Bild © Tōkyō National Museum (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Die Tempelanlage auf Berg Kōya in einer mittelalterlichen Darstellung. Die Anlage ist hier auf drei essenzielle Bestandteile reduziert: Die Große Pagode (Daitō), die Tempelhalle zu Ehren Kūkais (Miei-dō) und die Kiefer (Sanko no Matsu), auf der der Vajra landete, den Kūkai von China aus in Richtung Japan geschleudert hatte. Berg Kōya
Tenguzoshi koyasan okunoin.jpg Oku-no-in auf Berg Kōya // Querbildrolle, Detail. Kamakura-Zeit, 1296; aus Tengu zōshi; Höhe: ca. 30 cm // Bild © Tōkyō National Museum (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Das Mausoleum Kūkais auf Berg Kōya auf einer mittelalterlichen Darstellung. Die Grabkapelle befindet sich links auf dem Bild und ist durch einen Zaun von der Tempelhalle davor getrennt. Entlang des Zugangsweges befinden sich Grabmonumente. Während diese heute zumeist aus Stein sind, handelt es sich auf dieser Darstellung zumeist um hölzerne Stäbe (sotoba). Oku-no-in auf Berg Kōya
Bodhidharma 14jh.jpg Bodhidharma auf dem Schilfhalm // Hängerollbild (Seide, Farbe). 14. Jh.; 69 x 40,6 cm // Bild © Museum of Fine Arts, Boston (letzter Zugriff: 2016/9/19). William Sturgis Bigelow Collection // Illustration der Legende von Bodhidharmas Flucht in den Norden Chinas, im Zuge derer er den Yangtse auf einem Schilfhalm überquerte. Bodhidharma auf dem Schilfhalm
Tenkawa benzaiten doji.jpg Tenkawa Benzaiten und Begleiter // Hängerollbild (Seide, Farbe). Muromachi-Zeit, 16. Jh.; Taima-dera, Naka no bō; Präf. Nara (heute Nara National Museum); 95,1 x 39,9 cm // Bildquelle: Taima-dera, gokuraku jōdo e no akogare (Ausstellungskatalog). Nara National Museum 2013, Abb. 126, S. 189 // Das Bild stellt die besonderen Fähigkeiten der Benten des Tenkawa Schreins in der Nähe von Nara dar. Benzai-ten hält diverse schutzbringende Gegenstände in ihren acht Händen. Auf ihrem Kopf Ugajin in Schlangengestalt. Im Vordergrund fünfzehn Begleiter, die verschiedene Berufe und deren Produkte verkörpern, sowie ein mit Reisballen beladenes Boot. Neben den Begleitern außerdem eine kleine Figur des Daikoku-ten, mit dunkler Haut. Im Hintergrund der tausendarmige Kannon als „Urform“ (honji) der Benzaiten. Tenkawa Benzaiten und Begleiter
Yoritomo.jpg Angebliches Portrait des ersten Minamoto Shōguns Yoritomo // Statue (Holz). Kamakura-Zeit, 13.–14. Jh. // Bild © Bunka Isan (letzter Zugriff: 2016/8) // Möglicherweise handelt es sich um eine andere Person als um Minamoto no Yoritomo, auf jeden Fall aber um einen hohen Repräsentanten des Kriegeradels. Angebliches Portrait des ersten Minamoto Shōguns Yoritomo
Borobudur beginn der askese.jpg Buddha wird Asket // Relief (Stein), Detail. 9. Jh.; Borobudur, Java // Bild © The Life of the Buddha (Lalitavistara) from Borobudur, Bhante Anandajoti (letzter Zugriff: 2016/10/9) // Am Beginn seiner Askese schneidet sich Siddhartha, der zukünftige Buddha, das Haupthaar ab. Wandrelief aus Borobudur. Buddha wird Asket
Borobudur erste predigt.jpg Erste Predigt des Buddha // Relief (Stein), Detail. 9. Jh.; Borobudur, Java // Bild © The Life of the Buddha (Lalitavistara) from Borobudur, Bhante Anandajoti (letzter Zugriff: 2016/10/9) // Buddha während seiner ersten Predigt in Benares. Wandrelief aus Borobudur. Erste Predigt des Buddha
Borobudur verfuehrung.jpg Versuchungen des meditierenden Buddha // Relief (Stein), Detail. 9. Jh.; Borobudur, Java // Bild © The Life of the Buddha (Lalitavistara) from Borobudur, Bhante Anandajoti (letzter Zugriff: 2016/10/9) // Während seiner Meditation versuchen die Töchter des dämonischen Mara, den zukünftigen Buddha zu verführen und so von seinem Erlösungsweg abzubringen. Wandrelief aus Borobudur. Versuchungen des meditierenden Buddha
Bronzespiegel okinoshima.jpg Spiegel mit Drachenmotiven // Kultgegenstand (Bronze). Kofun-Zeit, 5. Jh.; „Nationalschatz“; Oki no shima, Munakata Schrein, Kyūshū; Durchmesser: 22 cm // Bild © Harris 2001, S. 109, Abb. 37 // Dieser Spiegel entstammt einer Schreininsel des Munakata Taisha in Kyūshū. Auf der verzierten Außenseite des Spiegels befinden sich vier mythologische Tiere, die als Drachen (daryū 鼉龍) gedeutet werden.

(Siehe auch: e-Kokuhō).

Spiegel mit Drachenmotiven
Vajrapani kusana2 hunt.jpg Buddha und Vajrapani // Skulptur (grauer Schiefer), Detail. Kushana Periode, N-Indien, 1.–3.Jh. u.Z.; Höhe: 29,2 cm // Bild © Huntington Archive (letzter Zugriff: 2011/7) // Darstellung der Unterwerfung der schwarzen Schlange in Rajgrha durch Buddha und Vajrapani. Buddha und Vajrapani
Buddha geburt.jpg Buddhas Geburt // Hängerollbild (Seide, Farbe), Detail. Muromachi-Zeit, 15. Jh.; 75 x 111,5 cm // Bild © Metropolitan Museum of Art, New York (letzter Zugriff: 2016/10/5) // Im Blumengarten von Lumbini erblickt der zukünftige Buddha zum letzten Mal das Licht der Welt. Er wird dabei aus der rechten Seite seiner Mutter geboren, ein Zeichen, dass er die „Unreinheit“ der Geburt nicht erfahren hat. Buddhas Geburt
Vajrapani kashmir 8cent cle.jpg Vajrapani // Statue (Bronze, Silber). 8. Jh.; Kashmir // Bild © Amico Library (letzter Zugriff: 2011/7) // Frühes Beispiel eines kriegerischen Vajrapani mit Raubtierzähnen, Schlangenkette, zu Berge stehendem Haar und hervorquellenden Augen. Hier allerdings noch nicht tanzend, sondern im für friedliche Bodhisattvas typischen halben Lotossitz. Vajrapani
Trailokavijaya.jpg Trailokyavijaya (Bezwinger der Drei Welten) // Statue (Bronze). Ca. 10. Jh.; Patna Museum, Nalanda, Indien; Höhe ca. 20cm // Bild © Huntington Archive (letzter Zugriff: 2011/7) // Trailokyavijaya (jap. Gōzanze) ist ein Beiname von Vajrapani. Er bezieht sich auf die Tatsache, dass Vajrapani den Gott Shiva, den Herrn der Drei Welten (Götterwelt, Menschenwelt, Unterwelt), besiegt hat. Shiva und seine Gespielin Parvati (oder Umā) sind auch die beiden Leichen, auf denen Trailokyavijaya tanzt. Vajrapani besitzt in dieser Manifestation vier Köpfe (der vierte ist rückwärts gewandt) und acht Arme. Von seinen acht Händen (die sicher auch einen Vajra gehalten haben) sind nur die innersten erhalten. Sie formen die Mudra (Handgeste) „Abwehr von Unheil“, die auch auf japanischen Abbildungen von Gōzanze Myōō zu sehen ist. (Datierung nach Linroth 1999, Ruthless Compassion, S. 196.) Trailokyavijaya (Bezwinger der Drei Welten)
Byakko kitora.jpg Weißer Tiger (byakko) // Wandmalerei (Farbe). Wahrscheinlich 7.Jh.; Kitora Grabhügel, Präf. Nara // Bildquelle: Ohitsuji-za no hitorigoto, (Blog) (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Das chinesische Symboltier des Westens, dem die Farbe Weiß zugeordnet ist. Es handelt sich um keinen realistischen Tiger, da er mit flügelartigen Federn ausgestattet ist. Weißer Tiger
Buddha palast.jpg Buddha als Prinz // Querbildrolle (Papier, bemalt), Detail. Nara-Zeit, 8. Jh.; aus Kako genzai e-inga-kyô; „Besonderes Kulturgut“; 26,4 x 115,9cm // Bild © Nara National Museum (letzter Zugriff: 2016/10/5) // Siddhartha, der zukünftige Buddha, genießt das angenehme Leben eines Prinzen.

Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der Buddha-Vita aus der der Nara-Zeit.

Buddha als Prinz
Vajrapani kamakura.jpg Vajrapani? // Hängerollbild (Seide, Farbe, Gold). Kamakura-Zeit; 192,3 x 75,8 cm // Bildquelle: Freer Collection, (bildbearbeitet) (letzter Zugriff: 2016/8). Gift of Charles Lang Freer // Laut Freer Collection handelt es sich um die „Yaksa form of Vajrapani (Blue Fudo)“. Mit Fudō hat diese Figur allerdings nur den Biss auf die Unterlippe gemeinsam. Möglicherweise ist Kongō Yasha (skt. Vajra yaksha) gemeint, einer der „Untergebenen“ des Fudō in der Gruppe der Fünf Myōō. Da auch diese Figur klassischerweise recht anders aussieht, tendiere ich eher dazu, die Figur mit Shukongōjin oder Kongō dōji zu identifizieren. Beide führen den Vajra (jap. kongō) im Namen, den diese Figur als einziges Erkennungsmerkmal in der Hand hält, und leiten sich direkt oder indirekt von Vajrapani ab. Vajrapani?
Buddha geburt gandhara.jpg Geburt Buddhas // Relief. Gandhara, Kushan-Periode, 2.–3. Jh. u.Z.; Freer Gallery of Art, Washington // Bild © Daderot, Wikimedia Commons, 2013 (letzter Zugriff: 2016/10/8) // Der zukünftige BuddhaBuddha बुद्ध „Der Erleuchtete“, jap. butsu (hotoke) 仏 oder Budda 仏陀 RegenmachenAmidismusKamikazeVier WahrheitenBuddhas Leben... mehr wird aus der rechten Taille seiner Mutter Maya geboren, die gerade im Garten von Lumbini lustwandelt und sich an den Zweigen eines Baumes festhält. Geburt Buddhas
Buddha geburt dunhuang.jpg Buddhas Geburt // Hängerollbild (Seide, bemalt), Detail. Tang-Zeit, 9. Jh.; Dunhuang, Qianfo Dong (Tausend Buddha Höhlen) // Bild © The British Museum (letzter Zugriff: 2016/10/9) // Zwei Szenen von Buddhas Geburt, nämlich die Waschung des Babies und die ersten Schritte. Die Geburt selbst (aus der rechten Taille seiner Mutter) ist hier nicht dargestellt. Die Waschung wird von neun nagas überwacht, die hier als chinesische Drachen dargestellt sind. Buddhas Geburt
Vaishravana 947.jpg Vaishravana // Holzschnitt (Papier). Fünf Dynstien (China), 947; Mogao Grotte 17 („Bibliothek“), Dunhuang, Gansu; 40 x 26,5 cm // Bildquelle: The British Museum (letzter Zugriff: 2016/9/19) // Dieses Blatt ist eines der ältesten bekannten Druckwerke weltweit und zugleich eines der ältesten Werke auf Papier. Es stammt aus Dunhuang enthält jedoch Motive, die für das Königshaus von Khotan kennzeichnend sind. In der Mitte steht Vaishravana (Bishamon) unterstützt von der Erdgöttin, links seine Gemahlin Lakshmi. Im Hintergrund ein Dämon, der einen nackten Säugling hochhält, nämlich jenen Sohn, den Vaishravana einst dem Königshaus von Khotan schenkte. Der Text gibt Auskunft über die überragenden Fähigkeiten des Vaishravana, Frieden und Wohlstand zu bewahren. Als Auftraggeber des Werks ist Cao Yuanzhong (r. 944–974), der damalige Militärherrscher von Dunhuang genannt. Cao Yuanzhongs Schwester war die Frau des damaligen Königs von Khotan, Li Shengtian.

Der Text unter dem Bild besagt:

Der große Himmelsgott des Nordens, Vaishravana, gebietet über das ganze Reich unter dem Himmel und befiehlt die Geister und Götter. Wer zu ihm voll Inbrunst betet, wird alles bekommen, was sein Herz begehrt. Seinen respektvollen Anhängern lässt er jede Hilfe zukommen. Der Militärgouverneur und Außerordentliche Inspektor des Guanyi Passes, Cao Yuanzhong, ließ einen Schnitzmeister diesen Druck anfertigen, damit das Land weiterhin in Frieden gedeihe, das Volk zu Wohlstand gelange, die Straßen sicher seien und alle in Zufriedenheit lebten. Aufgezeichnet im Feuer-Ziege Jahr Kaiyun 開運 4 der Großen Jin-Dynastie [947]*), 7. Monat, 15. Tag.
(Übersetzt nach Wicks 2002, S. 237.)

Man nimmt an, dass der Druck u.a. den Zweck hatte, die angeführten Titel Cao Yuanzhongs publik zu machen. Diese Titel implizierten eine besondere Anerkennung durch die Nordchina beherrschende Dynastie, die jedoch zu der Zeit keine direkte Befehlsgewalt über die Cao-Familie besaß.

*) Ironischerweise war die sog. Spätere Jin-Dynastie (936–947) zu diesem Zeitpunkt bereits untergegangen, doch in Dunhuang wusste man offenbar noch nichts davon.

Vaishravana
Vajrapani herakles3.jpg Buddha und Vajrapani mit Fliegenwedel // Skulptur. Gandhara, 1.Jh u.Z.; im Besitz des Museum für Indische Kunst, Berlin-Dahlem // Bild © Gryffindor, Wikimedia Commons, 2010 (letzter Zugriff: 2016/8) // Buddha in Begleitung von Vajrapani. Buddha und Vajrapani mit Fliegenwedel
Vaishravana dunhuang.jpg Vaishravana (Bishamon) und Gefolge // Hängerollbild (Seide, Farbe). Tang-Zeit, 9. Jh.; Dunhuang; 37,6 x 26,6 cm // Bild © The British Museum (letzter Zugriff: 2016/9/19) // Vaishravana durchmisst auf einer lila Wolke und in Begleitung seines göttlichen Gefolges, das er um das Doppelte überragt, sein Reich am Fuße des Weltenbergs Sumeru. Er hält Dreizack und Stupa (auf einer eigenen Wolke) in Händen, aus seinen Schultern schlagen Flammen, er tägt eher eine Krone als einen Helm. Vor ihm seine Gefährtin (Lakshmi) mit Blumen auf einem Teller. Hinter ihm ein Greis, zwei Jugendliche (Söhne), und diverse Yaksha-Dämonen. Schließlich ein Bogenschütze, der möglicherweise den geflügelten Dämon im oberen Bildteil abschießen möchte. Vaishravana (Bishamon) und Gefolge
Vajrapani ajanta.jpg Vajrapani // Wandmalerei (Farbe), Detail. Ajanta (Nord-Dekhan, Indien), Höhle #1, 7. Jh. // Bildquelle: Wikimedia Commons (letzter Zugriff: 2016/8) // Wandmalerei des Vajrapani. Vajrapani
Vajrapani india 8cent volke.jpg Friedlicher Vajrapani // Statue (Basaltgestein). Indien, 7. oder 8. Jh.; 41 x 22 cm // Bild © Museumkennis, (NL) (letzter Zugriff: 2011/7) // Darstellung des friedlichen Vajrapani. Friedlicher Vajrapani
Maitreya koryuji.jpg Gekrönter Maitreya (Hōkan Miroku) // Statue (Holz, bemalt). Asuka-Zeit, 7. Jh.; „Nationalschatz“; Kōryū-ji, Kyōto; Höhe: 123,5 cm // Bildquelle: Frypan, Blog (letzter Zugriff: 2018/5/16) // Darstellungen eines „nachdenklichen“ Bodhisattvas, möglicherweise Maitreya (jap. Miroku), aus dem 7. Jh., der Frühzeit der japanisch-buddhistischen Skulptur. Besitzt starke Ähnlichkeiten mit zeitgleichen Statuen aus Korea, die ihrerseits dem Stil der Nördlichen Wei-Dynastie (385–535) zugeordnet werden. Im Unterschied zu den kontinentalen Vorbildern wurde diese Statue nicht aus Bronze, sondern aus Holz angefertigt. Gekrönter Maitreya (Hōkan Miroku)
Daruma kamakura.jpg Bodhidharma // Statue (Holz, bemalt, vergoldet; Kristallaugen). Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 58.42 × 36.83 × 26.04 cm // Bild © Minneapolis Institute of Art (letzter Zugriff: 2018/6/7) // Der Zen-Patriarch Bodhidharma in einer frühen plastischen Darstellung, in der für ihn typischen Meditationshaltung.

Seine exotischen Züge in späteren Darstellungen treten hier nicht hervor. An dieser Plastik lässt sich gut beobachten, dass Holzskulpturen in der Kamakura-Zeit zunächst eine Grundierung aus Stoff erhielten, bevor sie mit Farbe und Blattgold behandelt wurden. Auch die Kristallaugen sind typisch für den aufwändigen realistischen Stil dieser Zeit.

Bodhidharma
Nehanzu1086.jpg Der Tod des Shakyamuni im Kreis seiner Jünger // Hängerollbild (Seide). Heian-Zeit, 1086; „Nationalschatz“; im Besitz des Kongobu-ji, Berg Kōya; 267,6 x 271,2 cm // Bild © Nara National Museum (letzter Zugriff: 2011/7) Der Tod des Shakyamuni im Kreis seiner Jünger
Jigokusoshi chinoike.jpg Jigoku zōshi // Querbildrolle (Seide, Farbe), Detail. Späte Heian-Zeit, 12. Jh.; „Nationalschatz“; im Besitz des Tokyo National Museums; 26,9 x 249,3 cm // Bild © e-museum (letzter Zugriff: 2016/8) // Blutteich (chi no ike) Jigoku zōshi
Jigokuzoshi nara1.jpg Jigoku zōshi // Querbildrolle (Papier, Farbe), Detail. Späte Heian-Zeit, 12. Jh.; „Nationalschatz“; im Besitz des Nara National Museums; 26,5 x 454,7 cm // Bild © e-museum (letzter Zugriff: 2016/8) // Die Hölle (jigoku) des Maßnehmens. Jigoku zōshi
Parinirvana gandhara.jpg Ableben des Buddha // Relief (Schiefer). Kushan-Periode, 2. Jh. u.Z.; Gandhara; 39,4 x 57,2cm // Bild © Alain Truong (letzter Zugriff: 2016/10/8) // Greaco-buddhistische Darstellung von Buddhas Ableben (parinirvana); obwohl Buddha friedlich entschlafen ist, sind seine Anhänger außer sich vor Schmerz. Lediglich die Figur am Fußende des Buddha trägt die Szene mit Fassung. Es ist dies der Buddha-Schüler Kashyapa, der Buddhas Lehre verstanden hat. Die Darstellung entspricht der Schilderung von Buddhas Ableben im Mahaparinirvana Sutra. In späteren Darstellungen des Mahayana Buddhismus ist der Kontrast im Ausdruck des Schmerzes beibehalten worden, doch nehmen Bodhisattvas die Rolle der gefassten Trauernden ein, während die Buddha-Jünger typischerweise verzweifeln. (Vgl. Nehanzu.jpg.) Ableben des Buddha
Jigokuzoshi nara2.jpg Jigoku zōshi // Querbildrolle (Papier, Farbe), Detail. Späte Heian-Zeit, 12. Jh.; „Nationalschatz“; im Besitz des Nara National Museums; 26,5 x 454,7 cm // Bild © e-museum (letzter Zugriff: 2016/8) // Die Hölle (jigoku) des Eisernen Mörsers. Jigoku zōshi
Nehanzu ryugenji.jpg Eintritt des Buddha ins Nirvana (Nehanzu) // Hängerollbild (Seide). Kamakura-Zeit; im Besitz des Ryūgen-ji, Suzuka, Mie-ken; 130,9 ×108 cm // Bild © Ryūgen-ji (letzter Zugriff: 2011/8) // Standardisierte Darstellung von Buddhas Ableben: Umgeben von Schülern, Gottheiten und Tieren haucht der Buddha in einem Hain von Shala-Bäumen sein irdisches Leben aus, um ins Nirvana einzutreten. Traditionellen Vorstellungen gemäß überragt er alle anderen an Körpergröße, hat auch im Alter von achtzig Jahren ein ewig jugendliches Aussehen und eine goldene Haut. Eintritt des Buddha ins Nirvana
Nehanzu butsudeshi.jpg Zwei Jünger des Buddha // Hängerollbild (Seide), Detail. Heian-Zeit, 1086; „Nationalschatz“; im Besitz des Kongōbu-ji, Berg Kōya; 267,6 x 271.2 cm ×108 cm // Bild © Kokuhō Butsu nehanzu: Ōtoku sannen mei. Kōyasan Reihōkan 2000, S. 48–49. // Detail aus einem Butsu nehanzu, einem Bild von Buddhas Sterbeszene (s. Ikonographie/Shaka). Die Namen der beiden dargestellten Jünger (jap. Ribata 離波多 und Kuchira 倶絺羅) sind dem Bild beigefügt. Im Gegensatz zu den ebenfalls anwesenden Bodhisattvas, sind sie nicht im Stande, ihre Gefühle zu unterdrücken, und werden von Trauer übermannt. Zwei Jünger des Buddha
Amoghavajra.jpg Amoghavajra // Hängerollbild (Seide, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit, 1314; aus der Serie Shingon hasso sō 真言八祖像 (Die acht Patriarchen des Shingon) // Bild © Tokyo National Museum (letzter Zugriff: 2016/9/5) // Der esoterische Mönch Amoghavajra (705–774), der vom Shingon Buddhismus als vierter Patriarch angesehen wird. Er spielte für die Popularisierung des esoterischen Buddhismus (mikkyō) in China eine entscheidende Rolle und schuf damit die Grundlage für die später von Kūkai in Japan entwickelten Lehren. Das Portrait beruht wahrscheinlich auf chinesischen Originalen. Die zentralasiatischen Züge des Mönchs (er stammt aus Samarkand im heutigen Usbekistan) sind nach wie vor zu erkennen. Amoghavajra
Ryuo nehanzu.jpg Drachenkönig // Hängerollbild (Seide), Detail. Heian-Zeit, 1086; „Nationalschatz“; im Besitz des Kongōbu-ji, Berg Kōya; 267,6 x 271.2 cm ×108 cm // Bild © Kokuhō Butsu nehanzu: Ōtoku sannen mei. Kōyasan Reihōkan 2000, S. 61. // Detail aus einem nehanzu, einem Bild von Buddhas Sterbeszene (s. Ikonographie/Shaka). Im Vordergrund des Bildes befindet sich der Drachenkönig (bzw. der König der indischen Nāgas) der Herrscher des Meeres. Ein kleiner Drache (ryū), der sich aus dem Kragen des Königs auf seinen Kopf hinauf gewunden hat, verdeutlicht die Rolle der dargestellten Figur. Drachenkönig
Kasugamandala 2.jpg Kasuga // Mandala (Seide), Detail // // Detaildarstellung des Heiligen Hirschs. Kasuga
King khotan.jpg König von Khotan // Wandgemälde. Südl. Song-Zeit, 10. Jh.; Dunhuang, Mogao Grotte 98 // Bild © Cave Temples of Dunhuang (Ausstellungskatalog, Los Angeles, Getty 2016), S. 21, Abb. 1 (letzter Zugriff: 2018/5/31) // Li Shengtian, der König von Khotan, der mit einer Tochter des Herrschers von Dunhuang verheiratet war und daher in den dortigen Höhlentempeln verewigt wurde. Die Darstellung stattet ihn mit Elementen der khotanesischen Vaishravana-Legende aus, nämlich die ihn tragende Erdgöttin (jap. Jiten), die am unteren Bildrand nur undeutlich zu erkennen ist, sowie zwei engelhafte Kinder im oberen Teil des Bildes, die wohl den Sohn repräsentieren, den Vaishravana einst dem Königshaus von Khotan schenkte. König von Khotan
Kitano nyudo.jpg Abbildung aus dem Kitano tenjin engi // Querbildrolle (Papier, Tusche, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit, 13. Jh.; 29,8 x 863 cm // Bild © Metropolitan Museum of Art. Fletcher Fund, 1925 // Der abgedankte Kaiser Daigo (885-930) lässt sich anlässlich seines Eintritts in den Laienmönchsstand von einem professionellen Mönch das Haupt scheren. Abbildung aus dem Kitano tenjin engi
Michizane funeral.jpg Begräbnis des Michizane // Querbildrolle (Papier, Farbe). Kamakura-Zeit, 15. Jh.; aus der Serie Kitano tenjin engi, Rolle b; 28,8 x 763 cm // Bild © Metropolitan Museum of Art (letzter Zugriff: 2011/8) // Ein Ochs entscheidet die Stelle, wo Michizane begraben werden soll. Begräbnis des Michizane
Kongorikishi nehanzu.jpg Kongō-rikishi // Hängerollbild (Seide), Detail. Heian-Zeit, 1086; „Nationalschatz“; im Besitz des Kongōbu-ji, Berg Kōya; 267,6 x 271.2 cm ×108 cm // Bild © Kokuhō Butsu nehanzu: Ōtoku sannen mei. Kōyasan Reihōkan 2000, S. 61. // Detail aus einem Butsu nehanzu, einem Bild von Buddhas Sterbeszene (s. Ikonographie/Shaka). In der rechten unteren Ecke des Bildes befindet sich auch ein verzweifelter Tempelwächter (Niō, bzw. Kongō-rikishi), der sich vor Schmerz nicht mehr auf den Beinen halten kann. Kongō-rikishi
Kuukai2.jpg Nordwärts gewandter Kōbō Daishi (hokumen daishi) // Statue (Holz). Kamakura-Zeit // // Kūkai, hier auch bekannt als der „nordwärtsgewandte Kōbō Daishi“ mit Vajra und Rosenkranz. Nordwärts gewandter Kōbō Daishi
Ashikaga yoshimitsu.jpg Ex-Shōgun Ashikaga Yoshimitsu // Statue (Holz). Muromachi-Zeit; Shōkoku-ji, Kyōto // Bild © Shokokuji Treasures (letzter Zugriff: 2010/8) // Ashikaga Yoshimitsu (1358–1408) in der Tracht eines Zen-Abtes. Yoshimitsu trat nach seinem Rücktritt vom Amt des Shōguns (1394) in den Laienmönchstand (nyūdō) ein, dominierte aber weiterhin die Politik seiner Nachfolger. Er war auch ein besonderer Förderer des Nō-Theaters. Ex-Shōgun Ashikaga Yoshimitsu
Honen predigt.jpg Hōnen predigt zu Schülern und Laien // 14. Jh.; aus Hōnen shōnin eden // Bild © Chionin, Kyoto // Aus der illustrierten Hōnen-Biografie. Hōnen predigt zu Schülern und Laien
Taizokai shuji.jpg Taizōkai mit shūji-Zeichen // Mandala. Heian-Zeit, 9. Jh. // Bild © Bukkyō no benkyōshitsu (letzter Zugriff: 2016/8) // Taizōkai mandara mit shuji (skt. bija), Silben­zeichen in einer in­dischen Schrift namens siddham, die jeweils für einen Buddha stehen. Taizōkai mit shūji-Zeichen
Shotoku Taishi eden2.jpg Illustierte Biographie Prinz Shōtokus, 2 // Hängerollbild (Tusche, Farbe und Gold auf Seide). Kamakura-Zeit, 14. Jhdt.; 171,8 x 84,5 cm // Bild © MET Museum (letzter Zugriff: 2016/9/19). H. O. Havemeyer Collection // Auf dem zweiten von zwei Rollbildern sind Erwachsenenalter, Tod und Apotheose von Shōtoku Taishi dargestellt.

Insgesamt sind auf beiden Hängerollbildern 62 Szenen der Shōtoku Legende dargestellt. Die Episoden sind chronologisch nur lose geordnet, eher gehen Szenen, die räumlich mit einander verbunden sind, in einander über. Der Prinz ist meist in Orange gekleidet, auf weißen Schildern ist sein jeweiliges Lebensalter verzeichnet.

Siehe auch: Bild:Shotoku_Taishi_eden1.jpg

Illustierte Biographie Prinz Shōtokus, 2
Datsueba gofukuji.jpg Datsueba // Muromachi-Zeit; Gofuku-ji, Matsumoto, Präfektur Nagano // Bild © Gofuku-ji (letzter Zugriff: 2011/7) // Darstellung der Datsueba Datsueba
Suzaku kangso middle tomb.jpg Roter Vogel (Suzaku) // Wandmalerei (Farbe). Goguryo-Zeit (vor 668), wahrscheinlich 7.Jh.; Kanso Middle Tomb, Nordkorea // Bildquelle: Jun's Memo, Blog (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Der Rote Vogel des Südens (jap. suzaku). Wandbild aus dem Inneren eines Hügelgrabs (kofun) des koreanischen Königreichs Goguryeo. Roter Vogel
Departure dunhuang.jpg Buddha begegnet dem Alter und der Krankheit // Hängerollbild (Seide, bemalt). Tang-Zeit; Dunhuang, Qianfo Dong (Tausend Buddha Höhlen) // Bild © The British Museum (letzter Zugriff: 2016/10/9). Marc Aurel Stein // Prinz Siddhartha, der zukünftige Buddha, begegnet auf seinen sog. Vier Ausfahrten erstmals dem menschlichen Leid, in Form von Alter, Krankheit, Tod und Askese, was ihn schließlich auf den Weg der Entsagung bringt. Das Banner mit zwei Darstellungen dieser Episode trägt die Inschriften „Wie der Prinz die Stadt durch das Osttor verließ und einen Alten sah“ und „Wie der Prinz die Stadt durch das Südtor verließ und einen Kranken sah“. Es gehörte wahrscheinlich zu einem Set von Illustrationen zu Buddhas Leben. Buddha begegnet dem Alter und der Krankheit
Drachen hachiman engi.jpg Drachen verschlingen Soldaten // Querbildrolle (Papier, Tusche, Farbe), Detail. Muromachi-Zeit; aus Hachiman Daibosatsu goengi, 1389; 29,8 x 1412,8 cm // Bildquelle: Hachiman Digital Handscrolls, Universität Heidelberg (letzter Zugriff: 2015/11/1). Courtesy of Asian Art Museum of San Francisco, The Avery Brundage Collection, B64D6. Photograph © Asian Art Museum of San Francisco // Detail aus einer der frühesten illustrierten Querbildrollen der Legenden rund um die Gottheit Hachiman. Die Szene zeigt den Angriff japanischer Truppen auf Korea unter der Führung der Kaiserin Jingū Kōgō. Drachen (ryū) kommen der japanischen Flotte zu Hilfe und verschlingen einige koreanische Soldaten. Die Drachen sind im Unterschied zu späteren Darstellungen mit Rüsseln ausgestattet. Drachen verschlingen Soldaten
Ausfahrt gandhara.jpg Ausfahrt des Buddha // Relief (Stein). Gandhara, Kushan-Periode, 2 Jh. u.Z.; Indian Museum, Kolkata; 48 x 54 x 8,6 cm // Bildquelle: Printerest (letzter Zugriff: 2016/10/8) // Prinz Siddhartha verlässt heimlich den Palast seines Vaters, um die reale Welt kennen zu lernen. Dies ist ihm u.a. mit Hilfe von Halbgöttern möglich, die die Hufe seines Pferdes halten, damit kein Lärm entsteht. Ausfahrt des Buddha
Asket ingakyo.jpg Siddhārtha begegnet einem Asketen // Querbildrolle (Papier, bemalt), Detail. Nara-Zeit, 8. Jh.; aus Kako genzai e-inga-kyô; 26,4 x 115,9cm // Bild © Nara National Museum (letzter Zugriff: 2016/10/5) // Prinz Siddhartha, der zukünftige Buddha, verlässt den Palast seines Vaters und begegnet einem Asketen. Zuvor hat er erstmals einen Alten, einen Kranken und einen Toten gesehen und verstanden, das alle irdische Existenz auf Leid hinausläuft. Er beschließt nun, selbst Asket zu werden.

Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der Buddha-Vita aus der der Nara-Zeit.

Siddhārtha begegnet einem Asketen
Shotoku Taishi eden1.jpg Illustierte Biographie Prinz Shōtokus, 1 // Hängerollbild (Tusche, Farbe und Gold auf Seide). Kamakura-Zeit, 14. Jhdt.; 171,8 x 84,5 cm // Bild © MET Museum (letzter Zugriff: 2016/9/19). H. O. Havemeyer Collection // Auf dem ersten von zwei Rollbildern sind Empfängnis, Geburt, Kindheit und Jugend von Shōtoku Taishi dargestellt. Ähnlich der Biographie Buddhas und anderer religiöser Figuren sind diese Episoden von wundersamen Vorzeichen und übernatürlichen Erscheinungen begleitet.

Insgesamt sind auf beiden Hängerollbildern 62 Szenen der Shōtoku Legende dargestellt. Die Episoden sind chronologisch nur lose geordnet, eher gehen Szenen, die räumlich mit einander verbunden sind, in einander über. Der Prinz ist meist in Orange gekleidet, die schriftlichen Erklärungen auf weißem Grund enthalten meist sein jeweiliges Lebensalter.

Illustierte Biographie Prinz Shōtokus, 1
Sarnath kushan metny.jpg Buddhas Predigt in Sarnath // Skulptur (grauer Schiefer). Kushan Periode, 3. Jh.; Gandhara im heutigen Pakistan; 28,6 x 32,4 cm // Bild © Metropolitan Museum of Art (letzter Zugriff: 2016/8). Gift of Daniel Slott, 1980 // Buddhas erste Predigt im sog. Hirschpark von Sarnath. Als nackter, Herkules-artiger Leibwächter (mit Knüppel) ist Vajrapani hinter dem Buddha zu sehen. Diese graeco-romanische Figur ist typisch für die frühe buddhistische Ikonographie. Das Rad in Buddhas rechter Hand symbolisiert die Lehre des Buddhismus. Buddhas Predigt in Sarnath
Fuxi.jpg Fuxi und Nüwa // Tang-Zeit; National Museum China // Bild © Wikimedia (letzter Zugriff: 2016/8) // Der mythologische Kaiser Fuxi und seine Schwester/Gemahlin Nüwa. Neben den Trigrammen erfand Fuxi auch das Winkelmaß, das er hier in der Hand hält. Fuxi und Nüwa
Garuda gigaku.jpg Garuda (Karura) // Maske (Holz, bemalt). Nara-Zeit, 8. Jh.; Höhe: 28,3 cm // Bild © Musee Guimet, Paris (letzter Zugriff: 2011/7) // Die Maske repräsentiert eine Figur des höfischen Gigaku-Theaters, das bereits in der Nara-Zeit existierte. Laut Inschrift wurde diese Maske bei der Inauguration des Großen Buddha in Nara (752) verwendet. Garuda
Genbu kitora.jpg Schwarze Schildkröte (genbu) // Wandmalerei (Farbe). Wahrscheinlich 7.Jh.; Kitora Grabhügel, Präf. Nara // Bildquelle: Ohitsuji-za no hitorigoto, (Blog) (letzter Zugriff: 2016/9/18) // Das chinesische Symboltier des Nordens stellt eigentlich eine Kombination von Schlange und Schildkröte dar. Der Name bedeutet wörtlich „Dunkler Krieger“. Schwarze Schildkröte
Gozu.jpg Ochsenköpfiger Höllenknecht (gozu) // Querbildrolle (Papier, Tusche, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit, 13. Jh., Kitano tenjin engi // Bild © Metropolitan Museum of Art (letzter Zugriff: 2016/8). Fletcher Fund, 1925 // Die Abbildung entstammt einer illustrierten Chronik des Kitano Schreins (Kitano tenjin engi), des Schreins von Sugawara no Michizane. Ein ochsenköpfiger Höllenknecht fungiert als Reiseführer der Hölle im Zuge der Jenseitswanderung des Mönchs Nichizō. Von dieser Reise bringt Nichizō die Informationen über Michizanes Schicksal mit, die schließlich zur Errichtung des Kitano Tenjin Schreins führen. Ochsenköpfiger Höllenknecht
Hayagriva.jpg Hayagriva // Thangka (Baumwolle). Tibet, 16. Jh. // Bild © Himalayan Art (letzter Zugriff: 2016/8) // Im Unterschied zu japanischen Darstellungen besitzt dieser Hayagriva drei Pferdeköpfe als Kopfputz. Hayagriva
Seokguram.jpg Buddha von Seokguram // Statue (Marmor). 8. Jh.; „UNESCO Kulturerbe“, „Nationalschatz“; Bulguksa Tempel, Berg Tohamsan, Gyeongju, Südkorea; Höhe: 3,45 m // Bild © KBS WORLD Radio, 2016 (letzter Zugriff: 2018/4/26) // Statue des Buddha Shakyamuni in Seokguram, ein Denkmal der buddhistischen Kunst im alten koreanischen Reich Silla. Die Statue ist von einer Halbkugel-förmigen, künstlichen Grotte aus Granitblöcken umgeben, an deren Wänden sich Steinreliefs von Bodhisattvas und Buddha-Schülern befinden. Die Statue „blickt“ von einem ca. 500m hohen Berg auf das Meer in Richtung Osten, während die meisten buddhistischen Statuen in Japan nach Süden hin ausgerichtet sind. Der zugehörige Haupttempel befindet sich in 4km Entfernung im Tal nahe der ehemaligen Hauptstadt Sillas, Gyeongju. Buddha von Seokguram
Hayagriva khmer.jpg Vishnu Hayagriva // Skulptur (Stein), Detail. Sambor Prei Kuk, Kambodscha, 10. Jh.; Musee Guimet, Paris // Bild © Bernhard Scheid, 2015 // Der hinduistische Gott Vishnu in einer Manifestation mit Pferdekopf. Vishnu Hayagriva
10kings dunhuang.jpg Totengericht // Schriftrolle (Papier, Tusche, Farbe), Detail. China, 10. Jh.; gefunden in den Höhlentempeln von Dunhuang; 29 x 491cm // Bild © Intenational Dunhuang Project, (British Library) // Hier wird der Gerichtshof im buddhistischen Jenseits in vielen Einzelheiten gemäß dem Tang-zeitlichen Sutra der Zehn Könige (Jūō-kyō) dargestellt. Hier die Szene vor dem Zweiten König. Die Totenseelen werden durch einen Fluss getrieben. Die hölzernen Joche zeigen die Totenseelen gemäß der vormodernen chinesischen Rechtspraxis als Delinquenten. Totengericht

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