Architektur Sonstige architektonische Elemente

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Architektur Sonstige architektonische Elemente
Dieses Web-Handbuch beinhaltet 1788 Illustrationen und Bilddokumente. Die vorliegende Seite enthält Bilder zum Thema „Architektur“. Die Thumb-Images sind mit Bild-Seiten verlinkt, die zusätzliche Informationen (u.a. zu Quelle und Copyright) enthalten und jene Artikelseiten anzeigen, welche das jeweilige Bild benützen.

58 Bilder

Sotoba.jpg sotoba Grabbeigaben.
Sotoba (Holz).

Die Schriftzeichen in stilisiertem Sanskrit auf den sotoba symbolisieren die Fünf Elemente: Raum, Wind, Feuer, Wasser, Erde.

Grabbeigaben
Jizo opfergabe.jpg sonaemono Opfergaben.
Sonaemono. 1980; Kyōto
Bild © Curious Museum, (inaktive Website).

Opfergaben (sonaemono) für den Bodhisattva Jizō

Opfergaben
Izumo shimenawa miko.jpg shimenawa Riesen-Shimenawa in Izumo.
Shimenawa
Bild © Yasuda Eiki, Flickr, 2013. (Letzter Zugriff: 2018/9/20).

Das riesige shimenawa an der Kagura-Halle des Izumo Schreins, darunter eine Schreindienerin (miko) neben einem Verkaufsstand für Glücksbringer.

Riesen-Shimenawa in Izumo
Fushimi friedl1.jpg o-tsuka O-tsuka.
Steinaltäre, o-tsuka; Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Jeffrey Friedl, 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

O-tsuka, welche von torii in allen Größen umrahmt sind.

O-tsuka
Otsuka.jpg o-tsuka Steinaltäre.
O-tsuka; Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Asano Noboru, 2001. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Wörtlich „Hügel“ genannt, sind sie sich auch rund um diese Schreine (o-tsuka) zu finden.

Steinaltäre
Jusanbutsu.jpg nyorai Dreizehn Buddhas (Jūsanbutsu).
Grabmonument, nyorai (Stein). Muromachi-Zeit, 1553; Konshō-ji, Nara-ken; Höhe: 1,73m
Bild © Itoshiki monotachi, (Blog) 2006. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Die dreizehn Buddhas gelten als Urformen von dreizehn Königen, die über die Totenseelen richten. Grabmonumente wie dieses finden sich auf Friedhöfen häufig neben Darstellungen der Sechs Jizō, die ebenfalls einen besonderen Bezug zum Jenseits haben.

Dreizehn Buddhas
Hie mandara.jpg mandara Mandala des Sannō Schreins (Sannō-miya mandara).
Hängerollbild, mandara (Farbe und Tusche auf Seide). Muromachi-Zeit, datiert 1447; im Besitz des Nara National Museum; 120,7 x 68,1 cm
Bild © E-Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Das Motiv dieses Bildes ist der Berg Hachiōji, ein Teil des Hiei-Massivs. Hiei ist der zentrale Klosterberg des Tendai Buddhismus. Es ist vielleicht kein Zufall, dass der dargestellte Berg einem Affen ähnelt, denn auch die Schutzgottheit des Berges, Sannō, wird gelegentlich als Affe dargestellt. Diese Schutzgottheit besitzt einen Schrein am Fuße des Berges, der hier detailreich dargestellt ist. Seine Einzelgottheiten (die kollektiv die Gottheit Sannō bilden) sind in der oberen Bildleiste abgebildet (s. Detailabbildung). Die Schreinanlage ist als shintoistischer Wächter des buddhistischen Klosters konzipiert.

Mandala des Sannō Schreins
Kumano mandara.jpg mandara Kumano Mandala (Kumano kanshin jikkai mandara).
Rollbild, mandara, Detail. Edo-Zeit, 17. Jh..

Der Ausschnitt dieses Mandalas zeigt die japanische Unterwelt (jigoku) nach geläufigen buddhistischen Vorstellungen der Edo-Zeit. Torii dienen zur Abgrenzung der einzelnen Bereiche der Wiedergeburt.

Kumano Mandala
Wakasa komainu.jpg komainu Schrein mit Komainu.
Querbildrolle, komainu (Papier, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit; „Besonderes Kulturgut“; Wakasahiko Jinja, Obama, Fukui-ken; 31,3 x 1407 cm
Bild © Kyoto National Museum, AK262. (Letzter Zugriff: 2015/11/15).

Detail aus der illustrierten Legende des Wakasa Ichinomiya Schreins aus der Kamakura-Zeit. Darstellung eines Schreingebäudes der damaligen Zeit sowie eines Priesters. Die komainu haben offenbar einen höheren Status als in den meisten modernen Schreinen. Sie sind aus Holz, bemalt und zum Schutz vor der Witterung auf der Veranda des Schreins unterhalb des Daches aufgestellt. Ähnliche Arrangements findet man heute noch im Hie Taisha.

Schrein mit Komainu
Nintoku kofun.jpg kofun Grab des Nintoku Tennō (Daisen kofun).
Grabhügel, kofun. Mitte des 5. Jh.; Ōsaka, Ortsteil Sakai; Länge: 486m
Bild © www.georggerster.com, Georg Gerster, 1985. (Letzter Zugriff: 2016/9/6).

Das Daisen Kofun ist ein Hügelgrab (kofun) mit knapp einem halben Kilometer Länge. Es stellt das größte Mausoleum seiner Art in Japan und liegt heute mitten in der modernen Stadtlandschaft Ōsakas. Das Grab wird offiziell dem semi-mythologischen Nintoku Tennō zugeschrieben, doch ist die historische Existenz dieses Herrschers nicht über jeden Zweifel erhaben, sodass auch nicht sicher ist, wer wirklich in diesem Grab bestattet ist und aus welchem Jahr es stammt.

Grab des Nintoku Tennō
Hongsalmun.jpg hongsalmun Rotes Pfeiltor.
Tor, hongsalmun (Holz). Korea.

Koreanisches Rotes Pfeiltor (hongsalmun) vor einem Königsgrab der Joseon Dynastie

Rotes Pfeiltor
Gorinto.jpg gorintō Grab von Hōjō Akitoki (1248-1301).
Grabmal, gorintō (Stein); Shōmyō-ji, Yokohama
Bild © Akita Yoshitaka. (Letzter Zugriff: 2005/10).

gorintō-Grabstein am Grab von Hōjō Akitoki

Grab von Hōjō Akitoki (1248-1301)
Gorinto amidagatake hide.jpg gorintō Grabmal.
Grab, gorintō (Stein). 1898; Amidagatake, Kyōto
Bild © Kyoto o kanjiru hibi, 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Grab des Toyotomi Hideyoshi (1537-1598) im gorintō-Stil (Meiji-zeitliche Rekonstruktion).

Grabmal
Gorinto kuroda.jpg gorintō Grabanlage der Kuroda.
Grabsteine, gorintō (Stein). Edo-Zeit; Tōchō-ji, Fukuoka, Kyushu
Bild © Bernhard Scheid, flickr, 2018. (Letzter Zugriff: 2018/12/1).

Grabanlage der Familie Kuroda, die in der Edo-Zeit über das Daimyat Fukuoka, heute Teil der Präfektur Fukuoka im Norden Kyushus herrschten. Die Grabsteine sind im klassischen gorintō-Stil gehalten. Die Anlage befindet sich auf dem Gelände des Tempels Tōchō-ji, des ältesten Shingon-Tempels auf Kyushu. Der zentrale Grabstein birgt die Urne des zweiten Kuroda Daimyo, Tadayuki (1602–1654), der ein großer Förderer dieses Tempels war.

Grabanlage der Kuroda
Gorinto mimizuka.jpg gorintō Gorintō, Mimizuka, Kyōto.
Grabmonument, gorintō (Stein). Errichtet 1773
Bild © Frank Gualtieri, Wikimedia Commons 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Das Monument in Form eines gorintō-Grabsteins ist mit deutlich erkennbaren Sanskrit-Zeichen versehen, die die fünf Elemente der buddhstischen Naturlehre symbolisieren. Es befindet sich auf dem Mimizuka ("Ohrenhügel") in Kyōto, wo die Nasen und Ohren der koreanischen Kriegsgegner, die im Zuge von Toyotomi Hideyoshis Korea-Invasion (1592–98) getötet wurden, beigesetzt sind. Zugleich ein Zeichen des Triumphes und der Bitte um Vergebung.

Gorintō, Mimizuka, Kyōto
Gorinto koya.jpg gorintō Grabsteine.
Gorintō (Stein); Oku-no-in, Berg Kōya
Bild © Gregor Hohpe, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8).
Grabsteine
Pagode kaneiji.jpg gojū no tō Skizze einer Pagode.
Handzeichnung, gojū no tō. 1897; aus Tōeizan Kan'ei-ji gojūtō ezu; Kan'ei-ji, Tōkyō
Bild © Ō-Edo to rakuchū („Groß-Edo und Kyōto“; Ausstellungskatalog). Edo-Tōkyō Hakubutsukan, 2014, S. 142, Abb. 108. (Letzter Zugriff: 2018/5/22).

Auf dieser Architekturskizze einer fünfstöckigen Pagode (gojū-tō) erkennt man anhand der beigefügten Säulenschemata sehr schön, wie sich die fünf „Stockwerke“ mit zunehmender Höhe verjüngen. Nur der Mittelpfeiler ist aus einem Stück, er ist allerdings nicht im Boden verankert. Die anderen Stützpfeiler sind immer nur so hoch wie ein Stockwerk. Die Pagode selbst wurde 1631 errichtet und zählt zu den wenigen erhaltenen Gebäuden des einstmals weitläufigen Kan’ei-ji, des Familientempels der Tokugawa im heutigen Ueno-Park .

Skizze einer Pagode
Emaden3.jpg ema Traditionelle Halle für Votivbilder (ema-dō).
Votivbilder, ema (Holz); Kasuga Jinja, Imai-chō, Kashihara, Nara-ken..

Ema-Halle, wie man sie auch heute noch bei manchen großen Tempeln und Schreinen findet. Neben einigen großformatigen Bildern mit individuellen Motiven, sind kleinformatige, standardisierte Darstellungen zu sehen, einige davon mit Pferdemotiv. Diese Bilder wurden wahrscheinlich — ähnlich wie heute — direkt vor Ort gekauft und gespendet. Einige der Bilder entstanden bereits in der Edo-Zeit.

Traditionelle Halle für Votivbilder
Daibutsu shigisanengi.jpg daibutsu Der vergoldete Nara Daibutsu.
Querbildrolle, daibutsu (Papier, Farbe). 12. Jh.; aus Shigisan engi; „Nationalschatz“; 31,8 x 1417,4 cm
Bild © Nara National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Die einzige bekannte Abbildung der Statue des Dainichi Daibutsu (Vairocana) vor der Zerstörung von 1181. Vor der Statue sind undeutlich menschliche Figuren zu erkennen. Es handelt sich um die Protagonistin der dargestellten Episode, die vor dem Buddha eine Nacht in Gebet und Meditation verbringt, um den Aufenthaltsort ihres Bruders geweissagt zu bekommen.

Der vergoldete Nara Daibutsu
Koya jizo.jpg bosatsu Jizō umringt von Grabsteinen.
Grabmonumente, bosatsu (Stein); Oku-no-in, Berg Kōya.

Auch Jizō bosatsu darf auf Berg Kōya natürlich nicht fehlen. Auch die kleinen Figuren im Vordergrund repräsentieren diesen wichtigsten Erretter der buddhistischen Totenwelt.

Jizō umringt von Grabsteinen
Osorezan flickr11.jpg Stupa.
Grab (Stein); Osore-zan
Bild © yuezhi, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2005/10).

Stupa in stelenartiger Form, rundherum ein weiteres Mal die Raben.

Stupa
Asakusa1820.jpg Bild des Tempels Kinryū-san Sensō-ji (Kinryū-san Sensō-ji zu).
Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Totoya Hokkei (1780–1850). 1820; 44 x 62 cm
Bildquelle: Japanese Prints, Richard Kruml. (Letzter Zugriff: 2012/4).

Hier ist der Asakusa Tempel aus der Vogelperspektive inmitten des umgebenden Stadtviertels im frühen 19. Jh. zu sehen. Im Hintergrund der Fluss Sumidagawa und der Berg Tsukuba, im NO der Stadt.

Totoya Hokkei Bild des Tempels Kinryū-san Sensō-ji
Osorezan 14.jpg Windräder.
Osore-zan
Bild © Eve Andersson, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Windräder für verstorbene Kinder am Osore-zan.

Windräder
Omura 1945.jpg Statue von Ōmura Masujirō im Yasukuni Schrein.
Postkarte (Papier, handkoloriert). Frühe Shōwa-Zeit, vor 1945
Bild © East Asia Image Collection, Digital Image Collections at Lafayette. (Letzter Zugriff: 2013/7).

Postkarte aus der Zwischenkriegszeit. Im Vordergrund die Statue Ōmuras, damals mit Kanonen „verziert“. Im Hintergrund das zweite torii und das shinmon des Yasukuni Schreins.

Statue von Ōmura Masujirō im Yasukuni Schrein
Nikko torii meiji.jpg Nikkō, torii und Pagode.
Photographie (Schwarzweiß Foto). Spätes 19. Jh.
Bild © New York Public Library. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Torii und Pagode () des Tōshō-gū aus einer weniger touristischen Zeit (frühe Meiji-Zeit).

Nikkō, torii und Pagode
Okunoin1.jpg Gorintō.
Grabmonumente (Stein).

Typische Grabsteine (gorintō) aus vormoderner Zeit, entlang der Route zum Mausoleum Kūkais auf Berg Kōya.

Gorintō
Shinsenen.jpg Shinsen’en, der Garten der Göttlichen Quelle.
Gartenanlage; Kyoto
Bild © Seattle Japanese Garden Community Blog, 2014. (Letzter Zugriff: 2019/1/13).

Der Shinsen’en war ehemals ein weitläufiger Garten der kaiserlichen Palastanlage in Kyoto. Heute ist er auf einen Bruchteil seiner einstigen Größe zusammengeschrumpft, beherbergt aber noch immer jenen Teich, dem er seinen Namen verdankt, die „göttliche Quelle“, die u.a. auch als Ort für aufwendige Regenriten (amagoi) genutzt wurde.

Shinsen’en, der Garten der Göttlichen Quelle
Red arrow gate seoul.jpg Rotes Pfeiltor (hongsalmun).
Tor (Holz). Korea
Bild © Kernbeisser, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Rotes Pfeiltor (hongsalmun) bei den Altären der Erde und Ernte in Seoul

Rotes Pfeiltor (hongsalmun)
Schrein bruecke.jpg Schrein unter einer Brücke.
Schreinhalle; Fukuoka, Kyūshū
Bild © u*yam, flickr 2001. (Letzter Zugriff: 2016/9).

Schrein (jinja) und torii unter einer Brücke in Fukuoka, Kyūshū.

Schrein unter einer Brücke
Shachi.jpg Tigerfisch (shachi).
Dachornament (Bronze); Tsurugajo, Aizu-Wakamatsu-shi, Fukushima; Höhe: 155cm
Bild © Aizu Wakamatsu Tourist Bureau. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Imaginärer Fisch (shachi) zur Abwehr von Bränden.

Tigerfisch
Shibi.jpg Flossenornament (shibi).
Dachornament (vergoldet), Detail. Nara-Zeit; Tōdaiji, Nara
Bild © Ikomaike Takaoka, 2011. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Dachornament des Tōdaiji in Gestalt eines Fisch- (oder Vogel-)Schwanzes. Rekonstruktion des Nara-zeitlichen Originals.

Flossenornament
Stupa sanchi.jpg Buddhistische Grabmonumente von Sanchi.
Stupa, Grab (Ziegel). Indien, 3. Jh. v.u.Z..

Die stupa-Anlage von Sanchi nahe der Stadt Vidisha in Zentralindien gilt als UNESCO Welterbe. Der größte Stupa soll Reliquien des Buddha bergen und auf Befehl König Ashokas (ca. 273–236 v.u.Z.) errichtet worden sein. Ein kleinerer Stupa enthält angeblich Reliquien von Schülern des Buddha. Die Anlage wurde bis ins 12. Jh. immer weiter ausgebaut.

Buddhistische Grabmonumente von Sanchi
Tenri.jpg Gottesdienst der Tenri-kyō.
Bild © Tenrikyo Kyunsang Church. (Letzter Zugriff: 2005/7).

Anhänger der Tenri-kyō bei einer Messe im Haupttempel.

Gottesdienst der Tenri-kyō
Torana detail.jpg Torana.
Tor (Stein), Detail; Sanchi, Indien
Bild © Scott Weatherson, flickr 2009. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Die detailreichen Skulpturen auf diesem torana-Tor vor einem stupa in Sanchi stammen wahrscheinlich aus dem 1. Jh. u.Z.; dieser Dekor spricht dagegen, dass die indischen torana als Vorläufer der japanischen torii anzusehen sind.

Torana
Urashima hiroshige.jpg Urashima Tarō.
Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Hiroshige (1797–1858). Edo-Zeit, um 1850; aus der Serie Honchō nenreki zue (Illustrierte Chronologie Japans); 22,2 x 34,7 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2017/6/22).

Geschichte des Urashima Tarō, illustriert von Utagawa Hiroshige. Der Künstler folgt hier der frühesten Fassung der Legende im Nihon shoki und interpretiert den Meerespalast, zu dem Urashima geführt wird, als Hōrai (auch tokoyo no kuni), die Insel der ewigen Jugend. Der eigentliche Bildtitel lautet daher: „Die Schildkröte geleitet den Jüngling nach Hōrai“ (kame rō wo tomonaite Horai ni hairu). Dem Nihon shoki entsprechend wird die Begebenheit auf das Jahr 22 der Regierung des Yūryaku Tennō (478 u.Z.) datiert. Die entsprechende Legende von seinem Verschwinden für dreihundert Jahre, die er selbst nur als drei Jahre erlebte, ist im letzten Textabschnitt des Farbholzschnitts festgehalten.

Utagawa Hiroshige Urashima Tarō
Mantoe kyoto.jpg Laternenfest.
Grabanlage
Bild © Of Rice and Zen, Andy Heather. (Letzter Zugriff: 2011/5).

Friedhof in Kyōto zur Zeit des Bon-Festes. Über den Gräbern sind auf dünnen Seilen Laternen angebracht, die einzeln entzündet werden.

Laternenfest
Koya6.jpg Mausoleumsbrücke (Gobyō no hashi).
Bogenbrücke (Stein); Oku-no-in, Berg Kōya
Bild © Amy Nakazawa, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Mönche beim Transport eines rituellen Gegenstandes über die Brücke, die zum Mausoleum Kūkais führt.

Mausoleumsbrücke
Koya rakete.jpg Moderne Gräber.
Grabmonument; Oku-no-in, Berg Kōya
Bild © Trane DeVore, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Auch einige moderne Gräber (haka) mit erstaunlichen Grabmonumenten sind auf Berg Kōya zu finden.

Moderne Gräber
Izumo zentralpfeiler.jpg Rekonstruktion eines Pfeilers.
Izumo Schrein, Präfektur Shimane.

Rekonstruktion eines Pfeilers des Izumo Taisha, welche man bei Ausgrabungen gefunden hat.

Rekonstruktion eines Pfeilers
Deshima 1790.jpg Dejima.
Buchillustration (Papier) von Shiba Kōkan (1747–1818); aus Saiyū ryodan 西遊旅譚 (Vergnügungsreise in den Westen), 1790
Bild © Japan Netherlands Exchange in the Edo-Period, National Diet Library, Tōkyō. (Letzter Zugriff: 2016/9/6).

Skizze der künstlichen Insel Dejima (oder Deshima) in der Bucht von Nagasaki, die den einzigen europäischen Handelsstützpunkt der Edo-Zeit darstellte. Die dort Ansässigen waren offiziell alles Holländer. Sie wurden streng kontrolliert und durften die Insel nur selten und in Begleitung verlassen, stellten aber für viele Japaner auch einen faszinierenden Anziehungspunkt dar. So auch für den Maler und Autor Shiba Kōkan (1747–1818), der Deshima besuchen durfte und hier unter anderem die westliche Ölmalerei erlernte. Das über Deshima nach Japan gebrachte Wissen wurde „Holland-Wissenschaft“ (rangaku) genannt. Shiba Kōkan war auch als Gelehrter in dieser Wissenschaft aktiv und gilt als großer Popularisierer von westlicher Wissenschaft und Kunst im Edo-zeitlichen Japan.

Im rechten Bildteil steht: „Die Holländer haben auf Deshima einen Kyūshū-Stützpunkt errichtet. Jedes Jahr bringen sie aus ihrem Land 55 Silber-monme nach Japan.“ Das bezieht sich möglicherweise auf die „Miete“, die die Holländer für Dejima zahlen mussten. Im linken Bildteil sind die Ausmaße der Insel verzeichnet. Demnach war die fächerförmige Insel 35 kan (ca. 63m) breit und maß an der Außenseite 180 kan (ca. 324m).

 

Shiba Kōkan Dejima
Drachen horyuji.jpg Absteigender Drache.
Schnitzwerk (Holz); Haupthalle, Hōryū-ji
Bild © Ron Reznick, 2004.

Drache (ryū) als Dachdekoration des Hōryū-ji. Während viele Gebäude des Hōryū-ji zu den ältesten Gebäuden der Welt zählen und angeblich aus dem 6. Jahrhundert stammen, dürfte dieses Schnitzwerk aus späterer Zeit, wahrscheinlich aus der Edo-Zeit stammen.

Absteigender Drache
Enoshima eki wada.jpg Bahnhof von Enoshima.
Bauwerk (Stahlbeton); Fujisawa-shi, Kanagawa-ken (südwestlich von Tokyo)
Bild © Wada Toshio, 2007. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Modernes Beispiel eines Gebäudes, das in Anspielung auf den Drachenpalast des Meeres entworfen wurde. Vor allem der Eingang ist nach dem Muster der traditionellen Drachenpalasttore gestaltet. Der Bahnhof wird heute in erster Linie von Strandtouristen genützt, unweit davon befindet sich aber auch die bekannte Schreininsel von Enoshima, die ihren Ursprung von einer Drachensage herleitet.

Bahnhof von Enoshima
Grab yanaka.jpg Traditionelle Gräber.
Grab; Friedhof Yanaka, Tōkyō
Bild © Jens Quade, fickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Traditionelles Grab in Tōkyō.

Traditionelle Gräber
Himmelstempel.jpg Eingang zum Tempel des Himmels.
Tor. China; Beijing
Bild © Bernhard Scheid, 2008.

Eingang zur Stätte durch ein Palasttor (paifang), wo ehemals die chinesischen Kaiser jährliche Opferzeremonien vollzogen.

Eingang zum Tempel des Himmels
Hiroshige nachtregen.jpg Nachtregen bei Azuma no mori.
Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Hiroshige. Edo-Zeit; aus der Serie Edo kinto hakkei (Acht Ansichten in der Umgebung von Edo), 1838
Bild © National Diet Library, Tōkyō. (Letzter Zugriff: 2016/2/22).

Schrein am Stadtrand von Edo (heute Tōkyō, Bezirk Sumida). Der Schrein ist in einem Wäldchen nahe der Straße verborgen, ein torii markiert den Zugang. Nächtliche Regenlandschaften zählen zu den besonderen Stärken des berühmten Landschaftsdarstellers Hiroshige.

Utagawa Hiroshige Nachtregen bei Azuma no mori
Hoto ieyasu nikko.jpg Grabmal des Tokugawa Ieyasu.
Grabstupa (Bronze). 1683
Bild © Ron Reznick, 2008. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Das Grabmal ist nicht identisch mit dem Hauptschreingebäude, in dem Ieyasu als „Gottheit, die den Osten erleuchtet“ verehrt wird. Es befindet sich hangaufwärts der Schreingebäude und ähnelt einer buddhistischen Pagode im tahōtō-Stil.

Grabmal des Tokugawa Ieyasu
Hyakumanto.jpg Miniatur-Stupas.
Holz. Nara-Zeit, 8. Jh.; im Besitz des Hōryū-ji, Präfektur Nara; Höhe: 21,5 cm
Bildquelle: Tanaka Motomasa. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Im Inneren der Stupas befinden sich Papierzettel mit einem buddhistischen Text. Diese Zettel wurden mit einem einfachen Druckstempelverfahren hergestellt und gelten als die ältesten erhaltenen Druckwerke der Welt. Etwa 40.000 Exemplare befinden sich derzeit noch im Besitz des Hōryū-ji.

Miniatur-Stupas
Karamon 19jh.jpg Nikkō, Kara-mon.
Photographie. Meiji-Zeit, 19. Jh.
Bild © Museum für Angewandte Kunst (MAK), Wien. (Letzter Zugriff: 2016/10/3).

Das „Chinesische Tor“ (Karamon) des Tōshō-gū Schreins, Nikkō. Foto eines unbekannten Meisters aus dem 19. Jh.

Nikkō, Kara-mon
Koya muenbotoke2.jpg Grabpyramide.
Stein, Detail; Oku-no-in, Berg Kōya
Bild © Molly Des Jardin, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Grabpyramide aus gorintō für (Kinder-)Seelen ohne Angehörige (muen botoke).

Grabpyramide
Koya1.jpg Gorintō.
Grabmonumente (Stein); Berg Kōya
Bild © MOQOO, flickr 2009. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Typische Grabsteine (gorintō) aus vormoderner Zeit, entlang der Route zum Mausoleum Kukais auf Berg Kōya.

Gorintō
Koya10.jpg Oku-no-in.
Friedhof; Berg Kōya
Bild © Molly Des Jardin, 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Der Friedhof mit gorintō auf dem Tempelberg Kōya im Morgenlicht.

Oku-no-in
Koya11.jpg Friedhof Oku-no-in.
Friedhofsweg; Tempelberg Kōya
Bild © Simon le nippon, flickr 2009. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Der Friedhof Oku-no-in auf Berg Kōya, einer der ältesten und größten Friedhöfe Japans, befindet sich inmitten eines alten Zedernwaldes.

Friedhof Oku-no-in
Koya3.jpg Oku-no-in, alte und neue Gräber.
Grabmonumente (Stein); Berg Kōya
Bild © Amy Nakazawa, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/9).

Alte und neue Gräber (gorintō) auf dem Oku-no-in Friedhof auf Berg Kōya.

Oku-no-in, alte und neue Gräber
Bangkok swing.jpg Sao Ching Cha, die Große Schaukel.
Tor. Thailand; vor dem Tempel Wat Suthat, Bangkok; Höhe: 30 m
Bildquelle: Mattana, Wikimedia Commons, 2007. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Sao Ching Cha, die Große Schaukel in Bangkok, welche erstaunliche Ähnlichkeit mit einem torii aufweist.

Sao Ching Cha, die Große Schaukel
Koya7.jpg Friedhof im Schnee.
Grabmonumente (Stein); Oku-no-in, Berg Kōya
Bild © Edward Faulkner, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Auf der linken Seite ist noch einmal das Grab (haka) von Yūki Hideyasu zu sehen.

Friedhof im Schnee
Koya matsudaira.jpg Grab der Matsudaira aus Shimabara/Kyūshū.
Grabmonumente (Stein); Berg Kōya
Bild © Amy Nakazawa, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Grab (gorintō) der Matsudaira auf Berg Kōya.

Grab der Matsudaira aus Shimabara/Kyūshū
Koya muenbotoke.jpg Grab für die Namenlosen (muen-botoke).
Grabpyramide (Stein); Oku-no-in, Berg Kōya
Bild © Molly Des Jardin, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Muen-botoke bedeutet wtl. „Buddhas (= Verstorbene) ohne Bindung (= Angehörige)“. Meist bezieht sich der Begriff auf abgetriebene Kinder. Jeder Verstorbene ist durch eine kleine gorintō-Stele repräsentiert, manche davon sind mit Lätzchen versehen. Auch einige Jizō-Statuen sind darunter.

Grab für die Namenlosen
Yoyogi sporthalle.jpg Olympische Sporthalle Yoyogi.
Sporthalle (Beton) von Tange Kenzō (1913–2005). 1964; Tōkyō, Yoyogi Park
Bild © William Bullimore, flickr, 2009. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Vielleicht das berühmteste Bauwerk des Meisterarchitekten Tange Kenzō, das oft mit dem Schreinstil von Ise verglichen wird (obwohl es meiner Meinung nach eher an den Tōdaiji erinnert).

Tange Kenzō Olympische Sporthalle Yoyogi
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Ikonographie 
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„Architektur Sonstige architektonische Elemente.“ In: Bernhard Scheid (Hg.), Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 14.8.2016). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Metalog:Bilder/Architektur_sonstige?oldid=65034