Pandämonium Geistern, Dämonen und Fabelwesen

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Dieses Web-Handbuch beinhaltet 1773 Illustrationen und Bilddokumente. Die vorliegende Seite enthält Bilder zum Thema „Fabelwesen, Pandämonium“. Die Thumb-Images sind mit Bild-Seiten verlinkt, die zusätzliche Informationen (u.a. zu Quelle und Copyright) enthalten und jene Artikelseiten anzeigen, welche das jeweilige Bild benützen.

225 Bilder

Takamatsuzuka seiryu.jpg

Blauer Drache (Seiryū)

Wandmalerei, ryū (Farbe). Wahrscheinlich 7.Jh.; Takamatsu-zuka, Präf. Nara
Bild © Asuka Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Bei diesem Drachen (ryū) handelt es sich um ein chinesisches Emblem des Ostens. Das Bild stammt aus einem Hügelgrab (kofun) der Asuka-Zeit (7. Jh.), dem Takamatsu-zuka. Dass chinesische Embleme in dieser Zeit in Grabkammern festgehalten wurden, verdeutlicht den Einfluss der chinesischen Kosmologie und des daoistischen Polarstern-Glaubens im Japan der Asuka-Zeit.

Blauer Drache
Gakizoshi ausspeisung.jpg

Geschichten über die Hungergeister (Gaki zōshi)

Querbildrolle, gaki (Papier, Farbe), Detail. 12. Jh.; „Nationalschatz“; im Besitz des Kyōto National Museums; 27,1 x 552,3 cm
Bild © e-kokuhō. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Ausspeisung der Hungergeister (gaki) durch buddhistische Mönche.

Geschichten über die Hungergeister
Byakko kitora.jpg

Weißer Tiger (byakko)

Wandmalerei (Farbe). Wahrscheinlich 7.Jh.; Kitora Grabhügel, Präf. Nara
Bildquelle: Ohitsuji-za no hitorigoto, (Blog). (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Das chinesische Symboltier des Westens, dem die Farbe Weiß zugeordnet ist. Es handelt sich um keinen realistischen Tiger, da er mit flügelartigen Federn ausgestattet ist.

Weißer Tiger
Gakizoshi urabon.jpg

Geschichten über die Hungergeister (Gaki zōshi)

Querbildrolle, gaki (Papier, Farbe), Detail. 12. Jh.; „Nationalschatz“; im Besitz des Kyōto National Museums; 27,1 x 552,3 cm
Bild © e-kokuhō. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Trankopfer für die Hungergeister (gaki) beim O-bon-Fest.

Geschichten über die Hungergeister
Garuda gigaku.jpg

Garuda (Karura)

Maske (Holz, bemalt). Nara-Zeit, 8. Jh.; Höhe: 28,3 cm
Bild © Musee Guimet, Paris. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Die Maske repräsentiert eine Figur des höfischen Gigaku-Theaters, das bereits in der Nara-Zeit existierte. Laut Inschrift wurde diese Maske bei der Inauguration des Großen Buddha in Nara (752) verwendet.

Garuda
Kitsune kaibutsugahon2.jpg

Fuchslichter (kitsunebi)

Buchillustration (Papier, Farbe). 1882; aus Kaibutsu gahon (Gespenster Bilderbuch)
Bild © Kaii-yōkai gazu database, Nichibunken, Kyōto. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Füchse (kitsune) mit ihren Fuchslichtern (kitsunebi).

Fuchslichter
Ojoyoshu1790.jpg

Höllenszene

Buchillustration. Edo-Zeit, 1790

Illustration des Ōjō yōshū von Genshin.

Höllenszene
Koma kamakura2.jpg

Löwe (shishi)

Statue, shishi (Holz). Kamakura-Zeit; im Besitz des Staatlichen Museums Kyōto
Bild © Kyōto National Museum. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Mit offenem Maul entspricht dieser Löwenhund der „A-Form“ (A-gyō). Seine Gestalt ist verhältnismäßig realistisch und evoziert den Eindruck eines starken, mächtigen Tieres. Während man seinen gehörnten Partner als „Korea-Hund“ (koma'inu) bezeichnet, wird dieses Exemplar „Löwe“ (shishi) genannt. (Bei den meisten rezenten Beispielen gibt es diese Unterscheidung nicht.)

Löwe
Onigawara.jpg

Oni-Dachziegel (onigawara)

Schreindach, oni, Detail; Kasuga Schrein, Nara
Bild © Miguel Michán, flickr 2009. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Dachziegel des Kasuga Taisha in Form eines oni

Oni-Dachziegel
Koma kamakura1.jpg

Löwenhund (komainu)

Statue, komainu (Holz). Kamakura-Zeit; im Besitz des Staatlichen Museums Kyōto
Bild © Kyōto National Museum. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Mit geschlossenem Maul entspricht dieser Löwenhund der „UN-Form“ (UN-gyō). Während man dieses gehörnte Tier wtl. als „Korea-Hund“ (komainu) bezeichnet, wird sein hornloser Partner „Löwe“ (shishi) genannt. (Bei den meisten rezenten Beispielen gibt es diese Unterscheidung nicht.)

Löwenhund
Sanshi.jpg

Drei Leichenwürmer (sanshi)

Sanshi
Bildquelle: Nihon kokugo daijiten (Shogakukan 1974), Band 9, S. 237

Darstellung der Drei Würmer (sanshi)

Drei Leichenwürmer
Genbu kitora.jpg

Schwarze Schildkröte (genbu)

Wandmalerei (Farbe). Wahrscheinlich 7.Jh.; Kitora Grabhügel, Präf. Nara
Bildquelle: Ohitsuji-za no hitorigoto, (Blog). (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Das chinesische Symboltier des Nordens stellt eigentlich eine Kombination von Schlange und Schildkröte dar. Der Name bedeutet wörtlich „Dunkler Krieger“.

Schwarze Schildkröte
Gakizoshi notdurft.jpg

Bildrolle der Hungergeister (Gaki zōshi)

Querbildrolle, gaki (Papier, Farbe), Detail. 12.–13. Jh.; „Nationalschatz“; 26,9 x 380,2 cm
Bild © Tōkyō National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Die Hungergeister (gaki) warten geduldig, bis die Menschen ihre Notdurft verrichtet haben, um sich selbst daran zu laben.

Bildrolle der Hungergeister
Tengu-ron.jpg

Traktat zu den Tengu (Tengu-ron)

Buchumschlag, yōkai (Papier). 1916; aus Yōkai sōsho („Schriften zu den Monstern“); Höhe: 22 cm
Bild © National Diet Library, Tokyo. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Titelblatt von Tengu-ron, einem Werk des buddhistischen Philosophen Inoue Enryō 井上, 円了 (1858-1919), der sich die Bekämpfung des volkstümlichen Glaubens an yōkai, darunter auch tengu, zum Ziel setzte.

Traktat zu den Tengu
Jigokuzoshi nara1.jpg

Jigoku zōshi

Querbildrolle (Papier, Farbe), Detail. Späte Heian-Zeit, 12. Jh.; „Nationalschatz“; im Besitz des Nara National Museums; 26,5 x 454,7 cm
Bild © e-museum. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Die Hölle (jigoku) des Maßnehmens.

Jigoku zōshi
Shisa2.jpg

Löwenhunde (siisaa)

Skulptur, shīsā (Keramik); Naminoue-gū, Naha, Okinawa
Bild © I. Hatada, 2009. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Die Inselgruppe Okinawa im Süden Japans, die ehemals ein unabhängiges Königreich war, besitzt ebenfalls eine eigene Löwenwächtertradition. Die Löwenhunde, die hier als siisaa (jap. shīsā) bezeichnet werden, wirken lebendiger und kampflustiger als die komainu der Hauptinseln.

Löwenhunde
Namazu kanemochi.jpg

Abtransport des Reichtums (Mochimaru takara no debune)

Welsbild, namazu-e. 1855
Bildquelle: Miyata Noboru, Takada Mamoru, Namazue: Shinsai to Nihon bunka. Tokyo: Ribun Shuppan, 1995, S. 225 und 299 (#90)

Ein Erdbeben-Wels (namazu) schüttelt einen reichen Kaufmann, bis er Geld erbricht, um das sich die Armen raufen. Der Wels mahnt den Kaufmann, in Zukunft mehr Mitleid mit den Armen zu haben. Die Armen wiederum meinen, dass es besser ist, das Geld im Bordell auszugeben, da sowieso bald wieder ein Erdbeben kommt.

Abtransport des Reichtums
Suzaku kangso middle tomb.jpg

Roter Vogel (Suzaku)

Wandmalerei (Farbe). Goguryo-Zeit (vor 668), wahrscheinlich 7.Jh.; Kanso Middle Tomb, Nordkorea
Bildquelle: Jun's Memo, Blog. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Der Rote Vogel des Südens (jap. suzaku). Wandbild aus dem Inneren eines Hügelgrabs (kofun) des koreanischen Königreichs Goguryeo.

Roter Vogel
Shachi.jpg

Tigerfisch (shachi)

Dachornament (Bronze); Tsurugajo, Aizu-Wakamatsu-shi, Fukushima; Höhe: 155cm
Bild © Aizu Wakamatsu Tourist Bureau. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Imaginärer Fisch (shachi) zur Abwehr von Bränden.

Tigerfisch
Ashura1.jpg

König Asura (Ashura-ō)

Statue, ashura (Trockenlack). Nara-Zeit, 734; „Nationalschatz“; im Besitz des Kōfuku-ji, Nara; Höhe: 153 cm
Bild © J-Blog. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Obwohl im Grunde ein kriegerischer Geist, wurde Ashura vor allem in der Frühzeit des japanischen Buddhismus auch als Beschützer des Buddhismus verehrt und tritt als solcher in einer Gruppe von acht oder achtundzwanzig anderen Beschützergeistern auf. Neben Ashura zählen dazu auch der Vogelmensch Garuda/ Karura aruda

oder die Gottheiten von Wind und Donner.

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König Asura
Ashura2.jpg

König Asura (ashura-ō)

Statue, ashura (Trockenlack), Detail. Nara-Zeit; „Nationalschatz“; Kōfuku-ji, Nara
Bild © Butsuzō maniacs. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Darstellung des König Ashura

König Asura
Jigokuzoshi nara2.jpg

Jigoku zōshi

Querbildrolle (Papier, Farbe), Detail. Späte Heian-Zeit, 12. Jh.; „Nationalschatz“; im Besitz des Nara National Museums; 26,5 x 454,7 cm
Bild © e-museum. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Die Hölle (jigoku) des Eisernen Mörsers.

Jigoku zōshi
Shisa.jpg

Löwenwächter (sīsā)

Statue (Stein); Okinawa

Die Inselgruppe Okinawa im Süden Japans, die ehemals ein unabhängiges Königreich war, besitzt eine eigene Löwen­wächtertradition. Die Löwen heißen hier sīsā und werden auch in privaten Häusern aufgestellt, z.B. auf dem Dach.

Löwenwächter
Kanameishi.jpg

Schlussstein und Schwertgott

Welsbild, namazu-e. Edo-Zeit
Bildquelle: Miyata Noboru, Takada Mamoru, Namazue: Shinsai to Nihon bunka. Tōkyō: Ribun Shuppan, 1995, S. 105

Im oberen Teil des Bildes sieht man den „Schlussstein“ (kaname-ishi) das Kashima Schreins umgeben von einem Zaun und einem torii. Mit Hilfe dieses Steins, der weit ins Erdreich hinunterreichen soll, gelang es dem Gott von Kashima — dem Volksglauben der Edo-Zeit zufolge — den Erdbebenwels (namazu) im Erdinneren in Zaum zu halten.
Im unteren Bildteil sieht man den Gott von Kashima, der auch als Schwertgott bekannt ist, und den Wels in figurativer Gestalt.
Rund um die beiden sind Werkzeuge und Geldmünzen zu sehen, welche den Wiederaufbau nach dem Erdbeben symbolisieren.

Schlussstein und Schwertgott
Datsueba gofukuji.jpg Datsueba

Datsueba

Muromachi-Zeit; Gofuku-ji, Matsumoto, Präfektur Nagano
Bild © Gofuku-ji. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Darstellung der Datsueba

Datsueba
Dojojiengi.jpg Dōjō-ji engi emaki

Dōjō-ji engi emaki

Querbildrolle (Papier, Farbe) von Tosa Mitsushige, Detail. Um 1600; „Besonderes Kulturgut“
Bildquelle: Wakayama Prefectural Museum. (Letzter Zugriff: 2018/8)

Die in eine Schlange verwandelte Kiyo-hime bringt die Glocke, unter der sich ihr Liebhaber versteckt, zum Glühen.
Es handelt sich um eine illustrierte Chronik des Tempels Dōjō-ji, wo sich die Geschichte im Jahr 928 abgespielt haben soll.

Tosa Mitsushige Dōjō-ji engi emaki
Ema tengu.jpg Ema mit Tengu-Motiv

Ema mit Tengu-Motiv

Votivbild, ema (Holz); Myōgi Jinja, Gunma-ken
Bild © indulgence boy, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Neben einer Maske sind auf diesem ema auch die für tengu typischen einstegigen geta-Sandalen zu erkennen.

Ema mit Tengu-Motiv
Karasu tegu takao.jpg Karasu tengu

Karasu tengu

Maske, yōkai; Yakuo-in, Berg Takao, Tōkyō; überdimensional groß
Bild © Takao Daisuke, Flickr, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Der Inschrift ist zu entnehmen, dass dieses Bild von einer gewissen Ebara Isshin Bruderschaft anlässlich ihres fünfzigjährigen Bestehens gestiftet wurde. Es handelt sich dabei um eine Laiengruppe ( 講), möglicherweise Shugendō-Adepten, die gemeinsam das tengu-Zentrum auf Berg Takao regelmäßig besuchen.

Karasu tengu
Karasutengu takao.jpg Karasu tengu als Torwächter

Karasu tengu als Torwächter

Statue, niō; Yakuo-in, Berg Takao, Tokyo
Bild © Shige's Wallpapers. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Ein karasu tengu als niō-Wächtergottheit.

Karasu tengu als Torwächter
Karasutengu3.jpg Karasu tengu mit yamabushi-Gewand

Karasu tengu mit yamabushi-Gewand

Yōkai
Bildquelle: thetengu.com. (Letzter Zugriff: 2005/6)

Modernes Design eines karasu-tengu.

Karasu tengu mit yamabushi-Gewand
Kitsune kokan.jpg Kitsune

Kitsune

Hängerollbild, kitsune von Shiba Kōkan (1747–1818), Detail
Bildquelle: The Kitsune page. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Kitsune im Gewand einer Nonne

Shiba Kōkan Kitsune
Komainu ninnaji.jpg Komainu

Komainu

Komainu, karashishi; Ninna-ji, Kyoto
Bildquelle: 663highland, Wikimedia Commons (jap.), 2010

Hier sind die beiden Tiere noch deutlich in einen „Korea-Hund“ (komainu, mit Horn und geschlossenem Maul) und einen „China-Löwen“ (karajishi, mit Mähne und offenem Maul) unterschieden.

Komainu
Komainu5.jpg Komainu mit Helmkopf

Komainu mit Helmkopf

Statue, komainu (Stein); Ninomiya Jinja, Sado, Präfektur Niigata
Bild © komainu.net. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Der Stil dieser komainu-Statuen scheint sich auf der Insel Sado einer gewissen Beliebtheit zu erfreuen (s. Jinja tanbō).

Komainu mit Helmkopf
Komainu1.jpg Komainu-Paar

Komainu-Paar

Statue, komainu (Stein). Datiert 1840; Totowaki Jinja, Fukushima-ken
Bild © komainu.net, 2003. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Zwei sehr unterschiedliche komainu-Exemplare. Der A-gyō, mit aufgestellten Ohren, erinnert frappant an den österreichischen Bundespräsidenten und ehemaligen Chef der österreichischen Grünen, Alexander Van der Bellen. Hier nicht zu sehen: Diese beiden komainu folgen einem in China üblichen Schema, bei dem das „Männchen“ (A-gyō) einen Ball und das Weibchen (UN-gyō) ein Junges unter den Pranken hält.

Komainu-Paar
Makara.jpg Makara

Makara

Skulptur, makera (Stein). Kambodscha, 8. Jh.; Urspr. Teil eines Khmer Tempels, Musée Guimet, Paris
Bild © Wikimedia Commons-. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Der makara ist ein Fabelwesen der hinduistischen Mythologie, das mehrere Tiere, z.B. Fisch und Elefant oder Fisch und Krokodil, kombiniert. Aus seinem Maul können andere Wesen oder Nahrung entstehen. In der indischen Astrologie übernimmt er die Rolle des Steinbocks.

Makara
Oni sekien.jpg Oni beim Verspeisen eines anderen Monsters

Oni beim Verspeisen eines anderen Monsters

Illustration, oni (Papier, Tusche) von Toriyama Sekien. 1779; aus Konjaku gazu zoku hyakki („Gespenster-Enzyklopädie“)

Der beigefügte Text erklärt den Zusammenhang zwischen dem Aussehen des oni und der Himmelsrichtung ushi-tora (Rind-Tiger = NW = „Dämonentor“).

Toriyama Sekien Oni beim Verspeisen eines anderen Monsters
Onibaba.jpg Onibaba

Onibaba

Film von Shindō Kaneto. 1965
Bild © Cinema Strikes Back. (Letzter Zugriff: 2011/11/18)

Die Titelheldin Onibaba (die dämonische Alte) mit einer hannya-Maske, von der sie sich nicht mehr befreien kann.

Shindō Kaneto Onibaba
Tengu shunga.jpg Shunga mit tengu-Maske

Shunga mit tengu-Maske

Farbholzschnitt, yōkai (Papier; Farbe). Edo-Zeit
Bildquelle: Wikimedia. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Erotische Darstellung (shunga) eines lesbischen Paars. Die tengu-Maske dient als Dildo.

Shunga mit tengu-Maske
Tengu takao eki.jpg Tengu

Tengu

Statue (Stein); Bahnhof, Berg Takao
Tengu
Tengu sekien.jpg Tengu

Tengu

Buchillustration, yōkai (Papier, Tusche, Farbe). 1882; aus Kaibutsu gahon (Gespenster Bilderbuch)
Bild © Kinsei fūzoku zue database. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Die Darstellung dieses tengu basiert auf einer Vorlage des Gelehrten und Malers Toriyama Sekien (1712–1788) aus dem Jahr 1776.

Tengu
Tengu33.jpg Tengu mit yamabushi-Gewand

Tengu mit yamabushi-Gewand

Statue, Detail. 20. Jh.; Berg Takao, Tōkyō

Dieser tengu ist mit einem typischen Emblem ausgestattet: Ein magischer Fächer aus Federn. Außerdem trägt er das Gewand eines Bergasketen (yamabushi).

Tengu mit yamabushi-Gewand
Tengu phallus.jpg Tengu mit Phallusnase

Tengu mit Phallusnase

Votivbild, yōkai (Holz); im Besitz des Shōkachi Schreins, Ihara-shi, Präfektur Okayama
Bild © 万屋満載, 2009. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Tengu mit Phallusnase. Der Schrein ist auf Frauenkrankheiten und Kinderwünsche spezialisiert. (Siehe dazu auch Phalluskulte.)

Tengu mit Phallusnase
Kongobo tengu konpira.jpg Tengu rettet ein Kind

Tengu rettet ein Kind

Buchillustration, yōkai (Papier, Tusche); aus Schreinchronik Zōzusan Konpira Daigongen Reigenki
Bild © Sarah Thal, Rearranging the Landscape of the Gods, 2005, S. 31

Darstellung einer Legende des Konpira Schreins, Shikoku. Dass tengu in der Lage sind, nicht nur sich selbst, sondern auch andere blitzartig verschwinden zu lassen und an einen anderen Ort zu transportieren, dürfte mit ein Grund für den Ausdruck kamikakushi 神隠し, „übernatürliches Verschwinden“, sein, der wtl. „von den kami [hier eher Geister, Dämonen] versteckt“ bedeutet. Diesen Ausdruck gebrauchte man früher vor allem in Zusammenhang mit entsprechenden tengu-Legenden (Nihon kokugo daijiten).

Tengu rettet ein Kind
Sojobo.jpg Tengu-Meister Sōjōbō

Tengu-Meister Sōjōbō

Farbholzschnitt, yōkai von Utagawa Kunitsuna (1805–1868); Tryptichon
Bildquelle: Karasu Tengu. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Tengu-Meister Sōjōbō beobachtet die Fortschritte seines Schützlings Ushiwakamaru (Minomoto no Yoshitsune), der sich in der Schwertkunst (Holzschwert) mit jungen Krähen-tengu misst.
Der berühmte Feldherr Minamoto no Yoshitsune (1159–1189) war Halbwaise und verbrachte seine Kindheit im Tempel Kurama nördlich von Kyōto, in dessen Nähe der tengu Sōjōbō gehaust haben und Yoshitsune (bzw. Ushiwakamaro, wie er als Kind hieß) in der Kunst des Schwertkampfs zur Perfektion gebracht haben soll. Yoshitsune ist einer der beliebtesten Helden Japans. Das Motiv seines Schwerttrainings bei den tengu wurde von den ukiyo-e-Künstlern der Edo Zeit häufig dargestellt.

Utagawa Kunitsuna Tengu-Meister Sōjōbō
Zegaibo emaki.jpg Zegaibō emaki

Zegaibō emaki

Querbildrolle, yōkai, Detail. Muromachi-Zeit, 1354
Bild © Saichō to Tendai kokuhō, 2006, Abb. 221

Gefangennahme und Züchtigung des Zegaibō, eines tengu aus China, durch Tempelknaben auf Berg Hiei. Illustration einer mittelalterlichen Legende, die von einem chinesischen tengu erzählt, der im Jahr 966 Japan besucht, um sich hier mit den wunderkräftigsten Mönchen auf Berg Hiei zu messen. Er erleidet dabei drei mal hintereinander herbe Demütigungen. Schließlich erbarmen sich japanische tengu ihres Kollegen, pflegen ihn gesund und schicken ihn zurück nach China.

Zegaibō emaki
Kappa und Donner.jpg Abends an der Ryōgoku-Brücke

Abends an der Ryōgoku-Brücke (Ryōgoku no yūdachi)

Farbholzschnitt, yōkai (Papier, Farbe) von Utagawa Hirokage. Edo-Zeit, 1859; aus der Serie Edo meisho dōke zukushi (Parodien auf berühmte Orte in Edo)
Bild © National Diet Library, Tōkyō. (Letzter Zugriff: 2016/9/6)

Ein versehentlich in einen Fluss gestürzter Donnergott (Raijin) flieht vor einem Flussgeist (kappa).

Utagawa Hirokage Abends an der Ryōgoku-Brücke
Drachen horyuji.jpg Absteigender Drache

Absteigender Drache

Schnitzwerk (Holz); Haupthalle, Hōryū-ji
Bild © Ron Reznick, 2004

Drache (ryū) als Dachdekoration des Hōryū-ji. Während viele Gebäude des Hōryū-ji zu den ältesten Gebäuden der Welt zählen und angeblich aus dem 6. Jahrhundert stammen, dürfte dieses Schnitzwerk aus späterer Zeit, wahrscheinlich aus der Edo-Zeit stammen.

Absteigender Drache
Akiba gongen lee institute2.jpg Akiba Gongen

Akiba Gongen

Statue, yōkai (Holz). 16. Jh.; Höhe: 87 cm, Sockel: 42 x 42 cm
Bild © Ruth and Sherman Lee Institute. (Letzter Zugriff: 2016/8)
Ruth and Sherman Lee Institute for Japanese Art collection

Akiba Gogen ist ebenso wie Izuna Gongen mit dem Schwert und dem Seil des Fudō ausgestattet und reitet auf einem Fuchs.

Akiba Gongen
Aragensaburo.jpg Ara-Gensaburō bezwingt einen Kappa

Ara-Gensaburō bezwingt einen Kappa

Buchillustration (Papier, Tusche, handkoloriert) von Tomioka Settei (1710–1787). 1759; aus Ehon kōmyō futaba gusa, Bd. 3; 18 x 36cm
Bild © Museum für Kunstgewerbe, Hamburg. (Letzter Zugriff: 2016/10/20)

Die Szene illustriert die Geschichte eines Kriegers der sengoku-Zeit aus der Provinz Aki (Hiroshima) namens Ara-Gensaburō (auch Inoue Motoshige), der die Kraft von 70 Männern besaß. Hier sieht man ihn, wie er einen gewalttätigen Kappa namens Fushizaru (Schluchtaffe), der Frauen und Kinder verspeiste, unschädlich macht. (Quelle: Furuya Tomiyoshi, 1920.)

Tomioka Settei Ara-Gensaburō bezwingt einen Kappa
Ausfahrt gandhara.jpg Ausfahrt des Buddha

Ausfahrt des Buddha

Relief (Stein). Gandhara, Kushan-Periode, 2 Jh. u.Z.; Indian Museum, Kolkata; 48 x 54 x 8,6 cm
Bildquelle: Printerest. (Letzter Zugriff: 2016/10/8)

Prinz Siddhartha verlässt heimlich den Palast seines Vaters, um die reale Welt kennen zu lernen. Dies ist ihm u.a. mit Hilfe von Halbgöttern möglich, die die Hufe seines Pferdes halten, damit kein Lärm entsteht.

Ausfahrt des Buddha
Baku hokusai.jpg Baku

Baku

Buchillustration, baku von Katsushika Hokusai
Bildquelle: Mark Schumacher. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)
Photo courtesy Evgeny Steiner (SOAS)

Hokusais Illustration des legendären baku.

Katsushika Hokusai Baku
Baku2.jpg Baku und Shishi

Baku und Shishi

Hängerollbild, kakemono, Detail. 11. Jh.; „Nationalschatz“; Kyōto National Museum; 160 x 229,5 cm
Bild © e-Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Aus einer Darstellung von Buddhas Ableben (nehanzu). In dieser Abbildung aus dem Altertum erscheinen baku und shishi in der gleichen ikonographischen Gestalt, in der sie heute noch im Schnitzwerk von Tempeln zu bewundern sind.

Baku und Shishi
Ryuko sannin.jpg Bekannte Figuren im Rausch

Bekannte Figuren im Rausch

Welsbild, namazu-e. Edozeit
Bildquelle: University of Tōkyō Library. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Ein Reicher, eine Geisha und ein Handwerker verzehren zusammen einen Wels (namazu). Der Text besagt: Der Reiche, ein zorniger Trinker; der Handwerker, ein fröhlicher Trinker; die Geisha, eine weinende Trinkerin. Noch einmal wird hier satirisch auf die vom Erdbeben betroffenen Berufsgruppen angespielt. In der Darstellung nehmen die drei unbewusst Haltungen ein, die den Gesten des Ken-Spiels ähneln.

Bekannte Figuren im Rausch
Gakizoshi geburt.jpg Bildrolle der Hungergeister

Bildrolle der Hungergeister (Gaki zōshi)

Querbildrolle, gaki (Papier, Farbe), Detail. 12.–13. Jh.; „Nationalschatz“; 26,9 x 380,2 cm
Bild © Tōkyō National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Ein Hungergeist (gaki) beobachtet eine Geburt — zweifellos in der Hoffnung auf Nahrung.

Bildrolle der Hungergeister
Gakizoshi friedhof.jpg Bildrolle der Hungergeister

Bildrolle der Hungergeister (Gaki zōshi)

Querbildrolle, gaki (Papier, Farbe), Detail. 12.–13. Jh.; „Nationalschatz“; im Besitz des Tokyo National Museums; 26,9 x 380,2 cm
Bild © Tokyo National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Die gaki streunen um die Gräber und teilen sich das Aas mit den Hunden.

Bildrolle der Hungergeister
Oni shohaku.jpg Blauer oni

Blauer oni

Zeichnung, oni (Papier, Farbe) von Soga Shōhaku (1730–1781). 1764; 170 x 125 cm
Bild © Muian. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Detail einer Darstellung der Legende des „Knaben vom Schneeberg“ (Sekizan dōji). Es handelt sich dabei um eine frühere Existenz des Buddhas Shakyamuni, der sich einem Dämon (oni) in den Bergen des Himalaya zum Fraß anbietet.

Soga Shōhaku Blauer oni
Nikko nakiryu.jpg Brüllender Drache

Brüllender Drache (Naki ryū)

Deckengemälde, ryū von Katayama Nanpū (1887–1980). 1968; Yakushi-Halle in Nikkō

Drache (ryū) als Deckengemälde in Nikkō.

Katayama Nanpū Brüllender Drache
Qilin ming tomb.jpg Chinesisches Drachenpferd

Chinesisches Drachenpferd (qilin)

Halbrelief, kirin (Stein), Detail. China, Qing-Zeit, 17. Jh.; Grabmal des Generals Zu Dashou (–1656), Ming Gräber in Yongtai (bei Beijing); heute Royal Ontario Museum, Kanada
Bild © Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Reliefdarstellung eines kirin.

Chinesisches Drachenpferd
Dakini taizokai.jpg Dakinis im Taizōkai mandara

Dakinis im Taizōkai mandara

Hängerollbild, tenbu, mandara (Seide, Farbe), Detail. Heian-Zeit, 9. Jh.; „Nationalschatz“; Saiin Kyōōgokoku-ji (Tōji Tempel), Kyōto; 183,6 x 164,2 cm
Bildquelle: Katō Yoshihira, Blog. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Detail aus dem Taizōkai mandara Mandara, dem Mandala der Mutterschoß-Welt des Shingon Buddhismus (Gesamtansicht links oben). Drei Dakinis beim Verzehr einer Leiche. Es ist nicht ganz klar, ob die Dämoninnen hier dem indischen Vorbild entsprechend als Frauen dargestellt sind.

Dakinis im Taizōkai mandara
Daruma yokai kuniyoshi.jpg Daruma als yōkai

Daruma als yōkai

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi, Detail; aus der Serie Minamoto no Yorimitsu-kō no yakata ni tsuchigumo yōkai o nasu zu (Im Hause des Minamoto no Yorimitsu erzeugt der Erdspinnerich Monster, 1843
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Das Bild entstammt einem Tryptichon, auf dem Minamoto no Yorimitsu mit seinen Getreuen von einem Erdspinnerich umgarnt wird. Im Gefolge des Spinnenmonsters befinden sich die hier dargestellten yōkai-Gespenster, befehligt von einem Daruma (Figur in Rot).

Utagawa Kuniyoshi Daruma als yōkai
Daruma spielzeug.jpg Daruma als Kinderspielzeug

Daruma als Kinderspielzeug

Farbholzschnitt, hōsō-e. Edo-Zeit, 19. Jh.
Bild © Japanese Woodblock Print Collection, UC San Francisco. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Spielzeug, das Kinder besonders bei Krankheiten stärken soll, u.a. die Daruma-Puppe. Das Bild enthält auch eine Werbung für leichtes Gebäck (karuyaki senbei), die man bei Besuchen von kranken Kindern als Geschenk mitbrachte (Kusuri no hakubutsukan).

Daruma als Kinderspielzeug
Namazue ise pferd 1855.jpg Das Götterpferd des kaiserlichen Ise Schreins

Das Götterpferd des kaiserlichen Ise Schreins

Welsbild, namazu-e. 1855
Bildquelle: Tōkyō Metropolitan Library. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Dieses Bild zeigt, wie die Gottheit von Ise, hier als Pferd dargestellt, den Erdbebenwels (namazu) besiegt. Es entstand in der Folge des großen Erdbebens von 1855 (Ansei 2), das vor allem in Edo (Tōkyō) großen Schaden anrichtete. Der dem Bild eingeschriebene Text berichtet davon, dass die Gottheit von Ise im Zuge des Erbebens als weißes Pferd (uma) durch die Straßen der Stadt gallopierte und all jene, die zu ihr beteten, vor Unheil bewahrte. Zur gleichen Zeit erfreuten sich Wallfahrten nach Ise einer großen Beliebtheit. Es kündigte sich darin bereits eine neue Aufwertung des Tennō an, die schließlich im Jahr 1868 in Gestalt der Meiji-Restauration vollzogen wurde.

Das Götterpferd des kaiserlichen Ise Schreins
Datsueba mak.jpg Datsueba

Datsueba

Skizze (Papier, Farbe), Detail. Edo-Zeit; aus der Serie Jūōzu (Bilder der Zehn Könige)
Bild © MAK, Museum für Angewandte Kunst, Wien. (Letzter Zugriff: derzeit nicht online verfügbar)

Datsueba, hier als weiblicher Hannya-Dämon dargestellt, markiert die Handflächen der von ihr entkleideten Totensseelen mit ihren Klauen.

Datsueba
OkinoJiroHiroari tengu kuniyoshi.jpg Der Meisterschütze Hiroari erlegt ein tengu-artiges Monster

Der Meisterschütze Hiroari erlegt ein tengu-artiges Monster (Oki Shirō Hiroari)

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi. C. 1820; 37,6 x 25,7 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Der Meisterschütze Hiroari erlegt ein tengu-artiges Monster. Die dargestellte Episode beruht auf einer Erzählung aus dem Kriegerepos Taiheiki. Bei dem hier besiegten Monster handelt es sich streng genommen nicht um einen Tengu, sondern, laut Taiheiki (Bd. 12), um einen Vogel mit dem Leib einer Schlange und dem Gesicht eines Menschen, der 1,6 (4,8 m, die Größe eines Buddhas) maß. Sein giftiger Atem führte im Jahr 1334 zu einer Seuche, die durch die Heldentat des Hiroari beendet wurde. Der Vogel soll die Menschen außerdem durch seinen Ruf itsumade, itsumade („bis wann, bis wann“) geängstigt haben, und wird daher auch so bezeichnet.

Utagawa Kuniyoshi Der Meisterschütze Hiroari erlegt ein tengu-artiges Monster
Asakura togo kuniyoshi.jpg Der Totengeist des Asakura Tōgo

Der Totengeist des Asakura Tōgo (Asakura Tōgo no bōrei)

Farbholzschnitt, yūrei (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861). 1851; 36,5 x 24,8 cm
Bildquelle: The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Das Bild zeigt den Kabuki-Schauspieler Ichikawa Kodanji IV in der Rolle des Totengeist (yūrei) Asakura Tōgo, im Stück Higashiyama sakura zoshi. In dieser Darstellung ist die, für japanische Gespenster typische, schlaffe Handhaltung ganz besonders gut zu erkennen.

Utagawa Kuniyoshi Der Totengeist des Asakura Tōgo
Devadatta hokusai.jpg Devadattas Höllenfahrt

Devadattas Höllenfahrt

Buchillustration (Papier, Tusche) von Katsushika Hokusai; aus Shaka go-ichidai zue („Das Leben des Shakyamuni, illustriert“, Textautor Kokado Yatei), Bd. 5, 1845
Bild © Waseda University Library. (Letzter Zugriff: 2015/8/26)

Das Bild stammt aus einem Buch mit Legenden aus Buddhas Leben. Es zeigt Buddha, umgeben von mehreren Jüngern und im Vordergrund Buddhas Gegenspieler, seinen Cousin Devadatta, der aus Eifersucht diverse Anschläge auf Buddhas Leben unternahm. Das Bild trägt folgende Inschrift: „Devadatta, der dem Welt-Heiligen [Buddha] schaden wollte, wie er bei lebendigem Leib in die Hölle stürzt.“

Katsushika Hokusai Devadattas Höllenfahrt
Kuzunohana.jpg Die Blüte der Kuzu-Ranke

Die Blüte der Kuzu-Ranke (Kuzu no hana)

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Ogata Gekkō (1859–1920). Meiji Zeit, 1899; aus der Serie Wettstreit zwischen Schönheiten und Blumen (Bijin hana kurabe); 35 × 23,8 cm
Bild © Rijksmuseum, Amsterdam (RP-P-1982-94). (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

So könnte die Fuchsfrau Kuzunoha (Rankenblatt) ausgesehen haben, als ihr Mann sie zum ersten Mal traf. Hut und Stock deuten eine Reisekleidung an. Auf dem Kimono ist ein Kuzu-Rankenmuster erkennbar. Die Haltung ähnelt derjenigen des tanzenden Fuchses von Ohara Koson, aber vor allem das Spiegelbild im Wasser verrät, dass es sich um eine Fuchsfrau handelt.

Ogata Gekkō Die Blüte der Kuzu-Ranke
Rashomon yoshitoshi.jpg Die Dämonin des Rashō-mon

Die Dämonin des Rashō-mon

Farbholzschnitt, oni (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi; aus der Serie Shinkei sanjūroku kaisen („Neue Sammlung von 36 Geistern“), 1889–92; 23,5 x 36,2 cm
Bildquelle: Rijksmuseum, Amsterdam (RP-P-1983-393). (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Die Dämonin (hannya) ist hocherfreut, denn es ist ihr gelungen, ihren abgehackten Arm wieder zu erbeuten. Die komplexe Legende dieser Dämonin, die im Südtor der Stadt Kyōto haust, findet sich bereits in der Heian-zeitlichen Sammlung Konjaku monogatari-shū.

Tsukioka Yoshitoshi Die Dämonin des Rashō-mon
Zehn welten.jpg Die Entstehung der Zehn Welten

Die Entstehung der Zehn Welten (jippōkai no hatsugen)

Hängerollbild (Tusche, Farben und Gold auf Papier), Detail. Ca. 19. Jh.
Bild © Völkerkundemuseum der Universität Zürich
Sammlung Spinner, Inv.-Nr. 19427

Die Zehn Stufen der Existenz nach japanisch-buddhistischen Vorstellungen. Nach der Reihenfolge und Terminologie des Tendai Buddhismus sind dies:

  1. Hölle (jigoku)
  2. Hungergeister (gaki)
  3. Tiere (chikushō)
  4. Kriegergeister (shūra)
  5. Menschen (ninkai)
  6. [Deva]-Götter (tenkai; hier: tenjo, „Himmelsfrauen“)
  7. [Buddha]-Schüler (shōmon, skt. shravaka)
  8. Pratyeka-Buddhas (enkaku)
  9. Bodhisattvas (bosatsu)
  10. Buddhas (butsu)

Die unteren sechs werden als die sechs Bereiche der Wiedergeburt (rokudō) bezeichnet, die oberen vier sind die erstrebenswerten Bereiche, welche aus dem Kreislauf der Wiedergeburten hinausführen. Bereiche 7 und 8 entsprechen den in China und Japan marginalisierten Vorstellungen des „Kleinen Fahrzeugs“ (Hinayana), Bereiche 9 und 10 denen des „Großen Fahrzeugs“ (Mahayana).

Die Zehn Welten sind kreisförmig um ein Zentrum mit dem Schriftzeichen für „Herz“ (auch „Seele“ oder „Bewusstsein“) angeordnet, aus dem sie, wie der Bildtitel besagt, „entstehen“.

Die Entstehung der Zehn Welten
Tamamo chikanobu.jpg Die Enttarnung der Tamamo no Mae

Die Enttarnung der Tamamo no Mae

Holzschnitt (Papier, Farbe) von Chikanobu. 1886
Bild © National Diet Library. (Letzter Zugriff: 2009/5)

Enttarnung der Tamamo no Mae durch den Priester Abe no Yasunari. Im oberen Bildteil sieht man sie als neunschwänzigen Fuchs, verfolgt von den tapfersten Bogenschützen des Landes.

Chikanobu Die Enttarnung der Tamamo no Mae
Tamamo kuniyoshi.jpg Die Enttarnung der Tamamo no Mae

Die Enttarnung der Tamamo no Mae (Abe no Yasuchika Tamamo no Mae o inoru)

Holzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861). Um 1835; 37.4 x 26 cm
Bild © Museum of Fine Art, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)
William Sturgis Bigelow Collection

Exorzismus der Tamamo no Mae durch Abe no Yasunari (hier: Yasuchika) mit Hilfe eines Spiegels, in dem sie als neunschwänziger Fuchs erscheint.

Utagawa Kuniyoshi Die Enttarnung der Tamamo no Mae
Kuzunoha yoshitoshi.jpg Die Fuchsfrau Kuzunoha verlässt ihr Kind

Die Fuchsfrau Kuzunoha verlässt ihr Kind (Kuzunoha kitsune dōji wakaruru no zu)

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi. 1890; aus der Serie Shinkei sanjūroku kaisen (Neue 36 Geister)
Bild © Kichō shiryō gazō database, (Tōkyō Metropolitan Library). (Letzter Zugriff: 2011/10)

Der Schatten verrät die wahre Natur der Fuchsmutter. Im Vordergrund die Rankenpflanze (kuzu), die Kuzunoha ihren Namen gab.

Tsukioka Yoshitoshi Die Fuchsfrau Kuzunoha verlässt ihr Kind
Kuzunoha toyokuni2.jpg Die Fuchsmutter Kuzunoha

Die Fuchsmutter Kuzunoha

Farbholzschnitt, nishiki-e (Papier, Farbe) von Utagawa Toyokuni II. Edo-Zeit
Bildquelle: National Diet Library. (Letzter Zugriff: 2016/9/6)

Die Haltung der Kuzunoha verrät ihre wahre Fuchsnatur.

Utagawa Toyokuni II Die Fuchsmutter Kuzunoha
Kuzunoha hiroshige.jpg Die Füchsin Kuzunoha

Die Füchsin Kuzunoha (Kitsune Kuzunoha)

Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Hiroshige (1797–1858); aus der Serie Ogura nazorae hyakunin isshu, 1845–49
Bild © National Diet Library, Tōkyō. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Darstellung der Kuzunoha

Utagawa Hiroshige Die Füchsin Kuzunoha
Kuzunoha kuniyoshi.jpg Die Füchsin Kuzunoha

Die Füchsin Kuzunoha (Kuzu no ha kitsune)

Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi; aus der Serie Genji kumo ukiyo e-awase („Vergleiche von Bildern der Fließenden Welt mit den Wolken des Genji monogatari“), Kapitel 2, 1844/45
Bild © Kichō shiryō gazō database, Tōkyō Metropolitan Library. (Letzter Zugriff: 2011/10)

Auf dieser Darstellung wird der verräterische Schatten der Fuchsfrau (Kuzunoha) besonders hervorgehoben.

Utagawa Kuniyoshi Die Füchsin Kuzunoha
Kuzunoha toyokuni.jpg Die Füchsin Kuzunoha

Die Füchsin Kuzunoha

Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Toyokuni (1769–1825). 1861
Bild © National Diet Library, Tōkyō. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Die Fuchsmutter Kuzunoha schreibt, ihr Kind in den Armen, ihr Abschiedsgedicht. Die Figur der Mutter ist für Eingeweihte als Portrait des Kabuki-Schauspielers Nakamura Shikan IV (1831–1899) zu identifizieren.

Utagawa Toyokuni Die Füchsin Kuzunoha
Namazu.jpg Die Namazu von Shinano und Edo

Die Namazu von Shinano und Edo

Farbholzschnitt, namazu-e (Papier, Farbe). 1855
Bild © Kichō shiryō gazō database, (Tōkyō Metropolitan Library) Stichwort 鯰. (Letzter Zugriff: 2011/10)

Die beiden Welse (namazu) in der Bildmitte tragen die Schriftzeichen für „Shinshū“ und „Edo“. Dies bezieht sich auf das sog. Zenkō-ji Erdbeben in Shinano (Shinshū, heute Nagano, 1847) und das Erdbeben in Edo (1855). Der groß geschriebene Text ist ein „Erdbeben-Abwehr-Lied“, in dem die neuen Freudenviertel, die nach dem Erdbeben errichtet wurden, gefeiert werden.

Ganz oben sieht man den verzweifelten Gott von Kashima, darunter den Donnergott. Die meisten Bürger der Stadt sind wütend auf die namazu, manche aber zweifeln.

Bilderläuterung: Miyata Noboru, Takada Mamoru, Namazue: Shinsai to Nihon bunka. Tōkyō: Ribun Shuppan, 1995, S. 266–267.

Die Namazu von Shinano und Edo
Botandoro.jpg Die Pfingstrosenlaterne

Die Pfingstrosenlaterne (botandōrō)

Farbholzschnitt, yūrei (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi. Meiji-Zeit; aus der Serie Shinkei sanjūroku kaisen („Neue Sammlung von 36 Geistern“), 1889–92; 23,5 x 36,2 cm
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8)

In der hier dargestellten Geschichte geht es um eine verführerische Geisterfrau, die einen verwitweten Samurai in ein erotisches Liebesverhältnis verstrickt. Jede Nacht erscheint sie in Begleitung ihrer Dienerin mit einer Laterne in Form einer Pfingstrose (Päonie, jap. botan). Als der Samurai entdeckt, dass seine Geliebte ein Totengeist (yūrei) ist, beendet er die Beziehung mithilfe religiöser Spezialisten, wird aber rückfällig und endet selbst im Grab. Herkunft und Motivation der Geisterfrau bleiben in dieser Geschichte im Dunkeln. Die Erzählung stammt von Asai Ryōi (1612–1691) und erschien erstmals 1666. Sie basiert auf einer chinesischen Vorlage.

Tsukioka Yoshitoshi Die Pfingstrosenlaterne
Kiyohime kuniyoshi.jpg Die Schlangenfrau Kiyohime

Die Schlangenfrau Kiyohime

Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Honchō musha kagami (Spiegel der Krieger unseres Landes), 1855
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/8)
William Sturgis Bigelow Collection

Kiyohime, die sich zur Hälfte in eine Schlange verwandelt hat, windet sich um eine Tempelglocke, unter der ihr ehemaliger Geliebter Zuflucht vor ihrer Rache gesucht hat.

Utagawa Kuniyoshi Die Schlangenfrau Kiyohime
Toyotamahime hokusai.jpg Die wahre Gestalt der Toyotama-hime

Die wahre Gestalt der Toyotama-hime (Toyotama-hime no hontai)

Buchillustration von Katsushika Hokusai (1760–1849). Edo-Zeit; aus Ehon sakigake (Bilderbuch der Vorreiter), 1836
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Toyotama-hime, die Tochter des Drachenkönigs, gebiert in ihrer wahren Gestalt einen Sohn. Der Vater, Hikohohodemi wirft einen verbotenen Blick in die Gebärhütte. Dies wird die Drachenfrau veranlassen, ins Meer zurückzukehren. Der lebhafte Knabe, der den Bauch der Drachenmutter wie eine schwere Decke von sich stemmt, hat den komplizierten Namen Hiko-nagisa-takeugaya-fukiaezu. Er wird später seine Tante, ebenfalls eine Drachenfrau heiraten und mit ihr den ersten Tennō, Jinmu, zeugen.

Katsushika Hokusai Die wahre Gestalt der Toyotama-hime
Yoshino fountain.jpg Drache

Drache

Statue, ryō (Bronze); Nōten Ōkami Schrein, Yoshino, Nara-ken
Bild © Skydancer. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Drache (ryū) als Wasserspender

Drache
Drachen shokokuj.jpg Drache

Drache

Deckengemälde, ryū; Shōkoku-ji, Kyōto

Darstellung eines Drachen (ryū). Besonders in den Zen-Tempeln Kyōtos sind Drachengemälde beliebt.

Drache
Dragon okyo boston.jpg Drache

Drache (Ryūzu)

Hängerollbild (Papier, Tusche) von Maruyama Ōkyo (1733–1795); 134,7 x 89,4 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/8)
William Sturgis Bigelow Collection

Zu diesem Bild existiert noch ein weiteres Drachenportrait mit geöffnetem Mund.

Maruyama Ōkyo Drache
Drache hakone.jpg Drache Hakone

Drache Hakone

Brunnenfigur (Bronze); Hakone Jinja, Kanakawa-ken
Bild © Eddie Lin, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Abbildung eines Drachen (ryū) als Brunnenfigur.

Drache Hakone
Drache tenno.jpg Drache als Symbol kaiserlischer Herrschaft

Drache als Symbol kaiserlischer Herrschaft

Stickerei, ryū
Bildquelle: Imperial Politics and Symbolism in Ancient Japan. The Tenmu Dynasty, 650–800., Herman Ooms, Honolulu: University of Hawai'i Press, 2008 (Umschlagbild)

Darstellung eines Drachen (ryū) auf einem Zeremonialgewand von Kōmei Tenno, r. 1847–1866.

Drache als Symbol kaiserlischer Herrschaft
Drache nikko.jpg Drache als Wasserspender

Drache als Wasserspender

Statue (Bronze) von Okazaki Sessei (1854–1921), Detail. Meiji-Zeit, 1897; Rinnō-ji, Nikkō
Bild © Luica Mak, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Brunnenfigur eines Drachen (ryū) an einem der bekanntesten Sightseeing-Spots Japans.

Okazaki Sessei Drache als Wasserspender
Drache fuji.jpg Drache und Fuji

Drache und Fuji (Tōryū no Fuji)

Buchillustration von Katsushika Hokusai (1760–1849). Edo-Zeit; aus Fugaku hyakkei („Hundert Ansichten des Fuji“), Bd. 2, 1835; Buchseite ca. 23 x 16 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2011/9)
Jack Hillier Collection

Ein aufsteigender Drache (ryū) gilt als besonders glücksverheißend, ebenso der Berg Fuji.

Katsushika Hokusai Drache und Fuji
Drachen und schlange.jpg Drache und Schlange

Drache und Schlange

Papier-Lampion (Papier, Tusche, Farbe) von Katsushika Hokusai. Spätere Edo-Zeit, 19. Jh; 50,8 x 30,5 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Drache (ryū) und Schlange (hebi) auf einem Papierlampion, wahrscheinlich mit Bezug auf das Schlangenjahr der Tierkreiszeichen.

Katsushika Hokusai Drache und Schlange
Drache myoshinji.jpg Drache, Myōshin-ji

Drache, Myōshin-ji

Deckengemälde, ryū von Kano Tan'yu (1602–1674); Zen Tempel Myōshin-ji, Kyoto
Bild © After the Silver Rain, (Blog). (Letzter Zugriff: 2013/12)

Der Drache (ryū,) dessen eines Auge sich im Zentrum des Bildes befindet und den Betrachter überallhin zu verfolgen scheint, ist auch unter dem Spitznamen „Drache, der in acht Richtungen blickt“ bekannt.

Kano Tan'yu Drache, Myōshin-ji
Drache chichibu.jpg Drachen

Drachen

Schnitzwerk, ryū (Holz, Farbe) von Hidari Jingoro(?). Frühe Edo-Zeit; Chichibu Schrein, Präfektur Saitama, nordwestl. von Tokyo
Bild © indulgence boy, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Dieser Drache (ryū) soll vom legendären Bildhauer Hidari Jingorō geschaffen worden sein. Er ist auch als Schöpfer der „Schlafenden Katze“ von Nikkō bekannt.

Hidari Jingoro(?) Drachen
Drache kiyomizu.jpg Drachen als Wasserspender

Drachen als Wasserspender

Statue, ryū. 1861; Kiyomizu Tempel, Kyōto
Bild © Foundation J.-E. Berger. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Darstellung eines Drachen (ryū) in Form eines Wasserspenders im Kiyomizu-dera.

Drachen als Wasserspender
Drachen hachiman engi.jpg Drachen verschlingen Soldaten

Drachen verschlingen Soldaten

Querbildrolle (Papier, Tusche, Farbe), Detail. Muromachi-Zeit; aus Hachiman Daibosatsu goengi, 1389; 29,8 x 1412,8 cm
Bildquelle: Hachiman Digital Handscrolls, Universität Heidelberg. (Letzter Zugriff: 2015/11/1)
Courtesy of Asian Art Museum of San Francisco, The Avery Brundage Collection, B64D6. Photograph © Asian Art Museum of San Francisco

Detail aus einer der frühesten illustrierten Querbildrollen der Legenden rund um die Gottheit Hachiman. Die Szene zeigt den Angriff japanischer Truppen auf Korea unter der Führung der Kaiserin Jingū Kōgō. Drachen (ryū) kommen der japanischen Flotte zu Hilfe und verschlingen einige koreanische Soldaten. Die Drachen sind im Unterschied zu späteren Darstellungen mit Rüsseln ausgestattet.

Drachen verschlingen Soldaten
Drachen hakozaki engi.jpg Drachen verschlingen Soldaten

Drachen verschlingen Soldaten

Querbildrolle (Papier, Tusche, Farbe) von Sumiyoshi Gukei (1631–1705), Detail. Edo-Zeit; aus Hakozaki Hachiman-gū engi, 1672; Hakozaki-gū; 33,6 x 860,8 cm
Bild © Hachiman Digital Handscrolls, Universität Heidelberg. (Letzter Zugriff: 2015/11/1)

Detail aus einer Querbildrolle der Legenden rund um die Gottheit Hachiman. Die Szene zeigt den Angriff japanischer Truppen auf Korea unter der Führung der Kaiserin Jingū Kōgō. Drachen (ryū) kommen der japanischen Flotte zu Hilfe und verschlingen einige koreanische Soldaten. Ein Vergleich mit der gleichen Szene in einer Bildrolle aus der Muromachi-Zeit (1389) zeigt, dass die Drachen in der Edo-Zeit offenbar ihre langen, rüsselartigen Nasen verloren haben.

Sumiyoshi Gukei Drachen verschlingen Soldaten
Ryuo nehanzu.jpg Drachenkönig

Drachenkönig

Hängerollbild (Seide), Detail. Heian-Zeit, 1086; „Nationalschatz“; im Besitz des Kongōbu-ji, Berg Kōya; 267,6 x 271.2 cm ×108 cm
Bild © Kokuhō Butsu nehanzu: Ōtoku sannen mei. Kōyasan Reihōkan 2000, S. 61.

Detail aus einem nehanzu, einem Bild von Buddhas Sterbeszene (s. Ikonographie/Shaka). Im Vordergrund des Bildes befindet sich der Drachenkönig (bzw. der König der indischen Nāgas) der Herrscher des Meeres. Ein kleiner Drache (ryū), der sich aus dem Kragen des Königs auf seinen Kopf hinauf gewunden hat, verdeutlicht die Rolle der dargestellten Figur.

Drachenkönig
Drachen kenninji.jpg Drachenpaar

Drachenpaar (sōryū-zu)

Deckengemälde, ryū von Koizumi Junsaku. 2002; Zen-Tempel Kennin-ji, Kyōto
Bild © Kenninji Gallery. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Der Kennin-ji ist der älteste Zen-Tempel Kyōtos. Dennoch — oder vielleicht gerade deshalb — besaß er als einziger unter den sieben großen Tempeln des Rinzai Zen keine Halle mit Drachenbild (ryū) an der Decke. Dies änderte sich erst 2002, als der Tempel anlässlich seines 800jährigen Bestehens dieses Deckengemälde vom damals 77-jährigen Künstler Koizumi Junsaku anfertigen ließ.

Koizumi Junsaku Drachenpaar
Kirin hoonji.jpg Drachenpferd

Drachenpferd (kirin)

Schnitzwerk (Holz); Hōon-ji, Morioka, Iwate Chiba
Bild © Tanaka Jūyō, flickr, 2010. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Schnitzdarstellung eines kirin

Drachenpferd
Drachen narita.jpg Drachenportrait

Drachenportrait

Schnitzwerk, ryū (Holz); Shinshō-ji, Narita, Präfektur Chiba
Bild © Reggie Thomson, 2002. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Schnitzwerk eines Drachen (ryū) im Shinshō-ji in Narita.

Drachenportrait
Hokusai setsubun.jpg Dämonenaustreibung

Dämonenaustreibung

Buchillustration (Papier, Tusche) von Katsushika Hokusai. 1816; aus Hokusai manga, Bd. 4
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2013/8/16)

Illustration des Brauchs, Dämonen (oni) am Jahresende mit getrockneten Bohnen zu verjagen. Dabei wird traditionellerweise gerufen: „Rein mit dem Glück, raus mit den Oni (fuku wa uchi, oni wa soto)!“

Katsushika Hokusai Dämonenaustreibung
Raigo.jpg Ein Mönch als Ratte

Ein Mönch als Ratte

Farbholzschnitt, ukiyoe (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi. Meji-Zeit, 1891; aus der Serie Shinkei sanjūroku kaisen (Neue Auswahl von 36 Geistern)
Bild © Japan Print Gallery. (Letzter Zugriff: 2016/9)

Der Mönch Raigō verwandelt sich aus Rache nach seinem Tod eine riesige Ratte.

Tsukioka Yoshitoshi Ein Mönch als Ratte
Nehanzu.jpg Eintritt des Buddha ins Nirvana

Eintritt des Buddha ins Nirvana

Hängerollbild, nehanzu (Seide, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 196,9 × 188,6 cm
Bild © Metropolitan Museum of Art, New York. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Bei Buddhas Tod, der gleichzeitig seinen Eintritt ins nirvana bedeutet, klagen nicht nur seine menschlichen Schüler. Auch diverse Schutzgottheiten können sich vor Schmerz kaum fassen. Lediglich die edlen Bodhisattvas sind in der Lage, ihre Gefühle im Zaum zu halten.

Eintritt des Buddha ins Nirvana
Enmas spiegel.jpg Enmas Spiegel

Enmas Spiegel

Skizze (Papier, Farbe), Detail. Edo-Zeit; aus der Serie Jūōzu (Bilder der Zehn Könige)
Bild © MAK, Museum für Angewandte Kunst, Wien. (Letzter Zugriff: derzeit nicht online verfügbar)

Ein gehörnter Gerichtsdiener zwingt einen Angeklagten, sein eigenes Kapitalverbrechen (Raubmord) im magischen Spiegel des Richterkönigs Enma zu verifizieren, während eine Hilfsrichter mit Gerichtsakten unter dem Arm eine entsprechende Anklage vorbringt.

Enmas Spiegel
Namazu ken.jpg Erdbeben Ken

Erdbeben Ken

Welsbild, namazu-e. Edo-Zeit
Bild © University of Tōkyō Library. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Das Bild illustriert ein Sprichwort der Edo-Zeit: „Die größten Gefahren sind: Erdbeben, Gewitter, Feuer — und Väter.“ Donnergott, Erdbeben-Wels (namazu) und Feuer spielen Ken, der Vater bewirtet sie dabei.

Erdbeben Ken
Seppuku namazu.jpg Erdbeben-Wels

Erdbeben-Wels

Welsbild, namazu-e. 1855
Bildquelle: Miyata Noboru, Takada Mamoru, Namazue: Shinsai to Nihon bunka. Tokyo: Ribun Shuppan, 1995, S. 9

Der Erdbeben-Wels (namazu), der das Erdbeben von 1855 hervorgerufen hat, ist von einem Pfeil des Gottes Kashima Daimyōjin getroffen worden und begeht Selbstmord durch seppuku (Harakiri). Im Hintergrund, unterhalb des Gottes, sind links die verstorbenen Opfer des Bebens, rechts die Geschädigten (Großhändler, Daimyos, etc.) zu sehen. Aus dem Bauch des Welses strömt Geld (das offenbar den Armen zugute kommt).

Erdbeben-Wels
Kanameishi2.jpg Erdbeben-Wels und schlafender Ebisu

Erdbeben-Wels und schlafender Ebisu

Welsbild, namazu-e, fukujin. 1844
Bild © Kichō shiryō gazō database, (Tōkyō Metropolitan Library) Stichwort 鯰. (Letzter Zugriff: 2011/10)

Oben: Der Erdbeben-Wels (namazu) und die Zerstörungen, die er anrichtet.
Bildmitte: Der Gott von Kashima reitet eilig herbei. Links der Donnergott.
Unten: Der „Schlussstein“ (kanameishi 要石) und der schlafende Gott Ebisu, der den Gott von Kashima vertreten sollte.

Obwohl Ebisu oft als lachender, jugendlicher Glücksgott dargestellt wird, gibt es auch Legenden, denen zufolge er schwerhörig ist und aus diesem Grund den alljährlichen Aufruf an die Götter, sich im Oktober in Izumo zu versammeln, nicht hört (oder hören will). Er bleibt daher als „Aufpassergott“ (rusugami) in seiner Heimatregion. Doch auch diese Aufgabe erfüllte er im 10. Monat 1855, als der Erdbebenwels das große Ansei-Beben verursachte, nicht sorgfältig genug.

Erdbeben-Wels und schlafender Ebisu
Shibi.jpg Flossenornament

Flossenornament (shibi)

Dachornament (vergoldet), Detail. Nara-Zeit; Tōdaiji, Nara
Bild © Ikomaike Takaoka, 2011. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Dachornament des Tōdaiji in Gestalt eines Fisch- (oder Vogel-)Schwanzes. Rekonstruktion des Nara-zeitlichen Originals.

Flossenornament
Kappa.jpg Flussgeist

Flussgeist (kappa)

Buchillustration, yōkai (Papier, Tusche) von Toriyama Sekien (1711–1788); aus der Serie Gazu Hyakki Yakō, Band 1, 1776
Bild © Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Ein kappa steigt zwischen Lotosblüten und -blättern aus einem Teich.
Der Bildtext lautet: „Kappa, auch Kawatarō genannt.“ Kawatarō könnte man frei mit „Fluss-Hans“ oder „Fluss-Max“ ins Deutsche übersetzen.

Toriyama Sekien Flussgeist
Folterszene 2.jpg Folterszene vor dem zweiten Richter

Folterszene vor dem zweiten Richter

Skizze (Papier, Farbe), Detail. Edo-Zeit; aus der Serie Jūōzu (Bilder der Zehn Könige)
Bild © MAK, Museum für Angewandte Kunst, Wien. (Letzter Zugriff: derzeit nicht online verfügbar)

Zwei Gerichtsdiener brechen einem Angeklagten die Knochen. Daneben stehen zwei Verstorbene, die offenbar mit besserem Karma ausgestattet sind.

Folterszene vor dem zweiten Richter
Kitsune hokusai.jpg Fuchs und Fuchsfalle

Fuchs und Fuchsfalle

Hängerollbild, kitsune von Katsushika Hokusai (1760–1849), Detail
Bildquelle: Muian. (Letzter Zugriff: 2011/8)

Der als Mönch verkleidete Fuchs (kitsune) kurz vor dem Tritt in die Falle.

Katsushika Hokusai Fuchs und Fuchsfalle
Kitsune ojiinari hiroshige.jpg Fuchslichter am Ōji Inari Schrein zum Jahresende

Fuchslichter am Ōji Inari Schrein zum Jahresende

Farbholzschnitt, nishiki-e (Papier, Farbe) von Utagawa Hiroshige (1797–1858). Edo-Zeit, 1857; aus der Serie Meisho Edo hyakkei (Hundert berühmte Ansichten von Edo), 1857
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/6)
Denman Waldo Ross Collection

Das Bild illustriert den Glauben, dass sich Füchse (kitsune) mit den ihnen eigenen Fuchslichtern (kitsunebi) am letzten Tag des Jahres an bestimmten Orten treffen. In diesem Fall handelt es sich um einen Zürgelbaum (enoki) in der Nähe des Inari Schreins von Ōji (heute im Stadtgebiet Tōkyōs). Enoki-Bäume wurden in der Edo-Zeit auch als eine Art Meilenstein in festgesetzten Entfernungen entlang der Überlandstraßen angepflanzt.

Utagawa Hiroshige Fuchslichter am Ōji Inari Schrein zum Jahresende
Fuchsgeist yoshitoshi.jpg Fuchsschrei (Konkai)

Fuchsschrei (Konkai)

Farbholzschnitt, nishiki-e (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi (1839-1892); aus der Serie Tsuki hyakushi (Hundert Formen des Mondes), 1886
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Das Bild trägt den Titel eines komödiantischen Theaterstücks, in dem ein Fuchs (kitsune) die Gestalt eines Mönchs annimmt.

Tsukioka Yoshitoshi Fuchsschrei (Konkai)
Tamamo hokusai.jpg Füchsin mit weißem Gesicht und neun Schwänzen

Füchsin mit weißem Gesicht und neun Schwänzen

Farbholzschnitt, kitsune (Papier, Farbe) von Katsushika Hokusai, Detail. Edo-Zeit, um 1810; aus der Serie Sangoku yōko-den (Fuchsgeschichten aus drei Ländern), 1807
Bild © Tōkyō National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/6)

Ein neunschwänziger Fuchs als Personifikation einer übelwollenden Dämonin stürzt ein ganzes Reich ins Chaos: Es handelt sich um Kayō Fujin — eine frühere Existenz der Füchsin Tamamo no Mae— die hier als „goldener Fuchs mit weißem Gesicht und neun Schwänzen“ in einer Wolke aus schwarzem Rauch erscheint.

Katsushika Hokusai Füchsin mit weißem Gesicht und neun Schwänzen
Tsunodaishi.jpg Gansan Daishi

Gansan Daishi

Buchillustration (Papier, Tusche); aus Gansan daishi omikuji-e shō (Gansan Daishis Omikuji-Bilder), 1785
Bildquelle: Wikimedia Commons (jap.). (Letzter Zugriff: 2016/8)

Der Mönch Ryōgen, (aka. Gansan Daishi, 912–985) in zwei unterschiedlichen Erscheinungsformen: Als Mönch und als Dämon (mit dem hier nicht angeführten Namen) Tsuno Daishi.

Das Bild ist eine Art Glückslos (o-mikuji). Der beigefügte Text lautet:

Gansan Daishi war eigentlich eine Manifestation von Kannon mit dem Wunschjuwel. Daher müssen alle, die dieses Los ziehen, aus ganzem Herzen folgenden Spruch rezitieren.
Mantra von Kannon mit dem Wunschjuwel: on harada handomei un / on handoma jindamani jinhara un
(OM VARADA PADME HUM / OM PADMA CINTAMANI DŻWALA HUM)

Gansan Daishi
Baku iwashimizu.jpg Gebälk mit Baku

Gebälk mit Baku

Schnitzwerk, baku (Holz, bemalt), Detail. Frühe Edo-Zeit; Iwashimizu Hachiman-gū, Yawata-shi, Kyōto
Bild © Bernhard Scheid, 2013

Dachdekoration in Form eines baku

Gebälk mit Baku
Baku shishi.jpg Gebälk mit Baku (rechts) und Shishi

Gebälk mit Baku (rechts) und Shishi

Schnitzwerk, baku (Holz). Edo-Zeit; Daien-ji, Meguro-ku, Tokyo
Bild © Sekishinrō, 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8)
Gebälk mit Baku (rechts) und Shishi
Hannya.jpg Gehörnte Hannya

Gehörnte Hannya

Maske, oni (Holz, Lack). Edo-Zeit; Höhe: 24,2 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Standard-Maske im für „wahnsinnige Frauen“ (hannya).

Gehörnte Hannya
Kayako juon.jpg Geist der Kayako

Geist der Kayako

Filmszene, yūrei von Shimizu Takashi; aus The Grudge, 2003
Bild © Ju-on-the-grudge-Wikia, Wiki. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Totengeist (yūrei) der Kayako, dargestellt von Fuji Takako. Die Handlung enthält gewisse Ähnlichkeiten mit der Geschichte der Oiwa, von deren Edo-zeitlicher Darstellung auch die Betonung des einen hervorquellenden Auges inspiriert sein dürfte.

Shimizu Takashi Geist der Kayako
Sadako ringu.jpg Geist der Samara (Sadako)

Geist der Samara (Sadako)

Filmszene, yūrei; aus The Ring, 2002

Adaptierte amerikanische Fassung des Films Ringu von Nakata Hideo, 1998. Dieser wiederum orientiert sich an der Gestalt der Okiku, die in den Brunnen geworfen wurde.

Geist der Samara (Sadako)
Amanojaku.jpg Geschlechtsverkehr der bösen Geister

Geschlechtsverkehr der bösen Geister (ama no jaku)

Farbholzschnitt, shunga von Utagawa Kunisada. Edo-Zeit

Ama no jaku sind Kobolde, die böswillig allerlei Verdrehungen bewirken, also „perverse“ Geister im wörtlichen Sinne.

Utagawa Kunisada Geschlechtsverkehr der bösen Geister
Morokoshi kinmozui affe.jpg Göttlicher General Affe

Göttlicher General Affe

Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719
Bild © Staatsbibliothek Berlin. (Letzter Zugriff: 2017/4/12)

Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Affen (saru), der u.a. für die neunte Stunde steht und als Yang-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Ko Bunchō 扈文長 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).

Tachibana Morikuni Göttlicher General Affe
Morokoshi kinmozui drache.jpg Göttlicher General Drache

Göttlicher General Drache

Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719
Bild © Staatsbibliothek Berlin. (Letzter Zugriff: 2017/4/12)

Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Drachen (tatsu), der u.a. für die fünfte Stunde steht und als Yang-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischenNamen Mō Hikei 孟非卿 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).

Tachibana Morikuni Göttlicher General Drache
Morokoshi kinmozui eber.jpg Göttlicher General Eber

Göttlicher General Eber

Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719
Bild © Staatsbibliothek Berlin. (Letzter Zugriff: 2017/4/12)

Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Eber (i), der u.a. für die zwölfte Stunde steht und als Yin-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Chō Buntō 張文通 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).

Tachibana Morikuni Göttlicher General Eber
Morokoshi kinmozui hahn.jpg Göttlicher General Hahn

Göttlicher General Hahn

Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719
Bild © Staatsbibliothek Berlin. (Letzter Zugriff: 2017/4/12)

Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Hahn (tori), der u.a. für die zehnte Stunde steht und als Yin-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Zō Bunkō 臧文公 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).  

Tachibana Morikuni Göttlicher General Hahn
Morokoshi kinmozui hase.jpg Göttlicher General Hase

Göttlicher General Hase

Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719
Bild © Staatsbibliothek Berlin. (Letzter Zugriff: 2017/4/12)

Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Hasen (u), der u.a. für die vierte Stunde steht und als Yin-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Shima 司馬 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).

Tachibana Morikuni Göttlicher General Hase
Morokoshi kinmozui hund.jpg Göttlicher General Hund

Göttlicher General Hund

Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719
Bild © Staatsbibliothek Berlin. (Letzter Zugriff: 2017/4/12)

Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Hund (inu), der u.a. für die elfte Stunde steht und als Yang-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Ten Shikō 展子江 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).

Tachibana Morikuni Göttlicher General Hund
Morokoshi kinmozui ochse.jpg Göttlicher General Ochse

Göttlicher General Ochse

Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719
Bild © Staatsbibliothek Berlin. (Letzter Zugriff: 2017/4/12)

Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Ochsen (ushi), der u.a. für die zweite Stunde steht und als Yin-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Chō Shigyoku 趙子玉 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).

Tachibana Morikuni Göttlicher General Ochse
Morokoshi kinmozui pferd.jpg Göttlicher General Pferd

Göttlicher General Pferd

Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719
Bild © Staatsbibliothek Berlin. (Letzter Zugriff: 2017/4/12)

Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt das Pferd (uma), das u.a. für die siebente Stunde steht und als Yang-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Ei Kyokukei 衛玉卿 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).

Tachibana Morikuni Göttlicher General Pferd
Morokoshi kinmozui ratte.jpg Göttlicher General Ratte

Göttlicher General Ratte

Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719
Bild © Staatsbibliothek Berlin. (Letzter Zugriff: 2017/4/12)

Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt die Ratte (ne), die u.a. für die erste Stunde steht und als Yang-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Ō Bunkei 王文卿 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).

Tachibana Morikuni Göttlicher General Ratte
Morokoshi kinmozui schlange.jpg Göttlicher General Schlange

Göttlicher General Schlange

Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719
Bild © Staatsbibliothek Berlin. (Letzter Zugriff: 2017/4/12)

Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt die Schlange (mi), die u.a. für die sechste Stunde steht und als Yin-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Sai Kyokei 崔巨卿 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).

Tachibana Morikuni Göttlicher General Schlange
Morokoshi kinmozui tiger.jpg Göttlicher General Tiger

Göttlicher General Tiger

Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719
Bild © Staatsbibliothek Berlin. (Letzter Zugriff: 2017/4/12)

Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt den Tiger (tora), der u.a. für die dritte Stunde steht und als Yang-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Mei Buntō 明文童 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).

Tachibana Morikuni Göttlicher General Tiger
Morokoshi kinmozui ziege.jpg Göttlicher General Ziege

Göttlicher General Ziege

Buchillustration von Tachibana Morikuni (1679–1748), Detail. Edo-Zeit; aus Morokoshi kinmōzui (Lehrreiche Bilder über China), 1719
Bild © Staatsbibliothek Berlin. (Letzter Zugriff: 2017/4/12)

Detail aus einer Edo-zeitlichen Bildenzyklopädie. Die zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) sind hier als göttliche Generäle aufgelistet. Das Bild zeigt die Ziege (hitsuji), die u.a. für die achte Stunde steht und als Yin-Zeichen klassifiziert wird. Hier mit dem daoistischen Namen Shuku Tō 叔通 bezeichnet. Diese Bezeichnung findet sich auch in der Kaiserlichen Enzyklopädie der Qing-Zeit (Gujin tushu jicheng 古今圖書集成).

Tachibana Morikuni Göttlicher General Ziege
Hannya edo.jpg Hannya Maske

Hannya Maske

Nō-Maske, oni (Holz, bemalt). Edo-Zeit, 18. Jh.; im Besitz des Tokyo National Museums; 21,2 × 13,9 cm
Bild © Tokyo National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Hannya Maske: Darstellung einer zum Dämon (oni) gewordenen Frau.

Hannya Maske
Rashomon kuniyoshi.jpg Hannya-Dämonin

Hannya-Dämonin

Farbholzschnitt, oni (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861). Ca. 1825; 38,1 x 25,8 cm
Bild © Freer / Sackler, The Smithonian Museums of Asian Art. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)
The Anne van Biema Collection

Der wackere Watanabe Tsuna wird heimtückisch von hinten attackiert, kann der Dämonin (hannya) aber mit dem Schwert einen Arm abtrennen.

Utagawa Kuniyoshi Hannya-Dämonin
Kachikachiyama.jpg Hase und Tanuki

Hase und Tanuki

Farbholzschnitt, yōkai (Papier, Farbe) von Utagawa Kunisada. 1840; aus der Serie Mokkadogonsui no uchi (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wassser)
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2018/2/20)

Szene aus dem Märchen Kachi-kachi Yama, von Kabuki-Schauspielern dargestellt. Ein Hase rächt die Untat eines tanuki, indem er das Bündel Holz, das der tanuki trägt, anzündet. Das Märchen wurde 1840 im Kabuki-Theater auf die Bühne gebracht. Die Szene wird hier mit dem Element „Feuer“ aus der Lehre der Fünf Wandlungsphasen (gogyō) assoziiert.

Utagawa Kunisada Hase und Tanuki
Hikohohodemi.jpg Hiko Hohodemi auf dem Rückweg an Land

Hiko Hohodemi auf dem Rückweg an Land

Querbildrolle, emakimono (Papier, bemalt), Detail. Muromachi- oder Edo-Zeit; aus Kamiyo monogatari (Geschichten aus der Götterzeit)
Bild © Ekkyō suru e-monogatari. (Ausstellungskatalog, Univ. Nagoya.) Nishio-shi: Iwase Bunko, 2016, S. 2.. (Letzter Zugriff: 2017/3/23)

Hiko Hohodemi auf einem Krokodil-artigen Meeresungeheuer (wani), in Begleitung des Meeresgottes Watatsumi und seiner Töchter. Watatsumi hält den wieder gefundenen Angelhaken in der Hand, während seine Töchter die magischen Flutsenke- und Fluthebe-Juwelen mit sich tragen.

Hiko Hohodemi auf dem Rückweg an Land
Folterszene 8.jpg Höllenszene

Höllenszene

Skizze (Papier, Farbe), Detail. Edo-Zeit; aus der Serie Jūōzu (Bilder der Zehn Könige)
Bild © MAK, Museum für Angewandte Kunst, Wien. (Letzter Zugriff: derzeit nicht online verfügbar)

In vielen Darstellungen der Zehn Richterkönige (Jūō) werden die Konsequenzen ihres Urteils gleichsam vorausschauend eingeblendet. Hier eine typische Folterszene in der Hölle, die auf einer Darstellung des achten Königs Byōdō-ō 平等王 (wtl. König des Ausgleichs) zu finden ist.

Höllenszene
Kasugagongen kenki1.jpg Höllenszenen

Höllenszenen

Querbildrolle, emakimono (Papier, Farbe) von Takashina Takakane, Detail. Kamakura-Zeit, 1309; aus Kasuga gongen kenki (Wunder der Gottheit des Kasuga Schreins) 6; Kopie aus dem Jahr 1870
Bild © National Diet Library, Tōkyō. (Letzter Zugriff: 2015/11)

Darstellung der Hölle (jigoku) in einer hochwertigen Querbildrolle der Kamakura-Zeit (reproduziert in der frühen Meiji-Zeit). Die vorliegende Episode erzählt von einem Tänzer des Kasuga Schreins, der von der Gottheit davor bewahrt wird, in die Hölle zu gelangen. (Der Verstorbene und die Gottheit sind rechts im Bild zu sehen.) Als Grund gibt die Gottheit die Tugend der kindlichen Pietät an. Die Hölle wird in allen Einzelheiten bildlich dargestellt. Die einzelnen Stationen sind (von rechts nach links): a) Schwarzseil-Hölle (kokujō jigoku 黒縄地獄) mit glühendem Eisenseil, auf dem ein Flammenmeer durchquert werden muss, mit anschließender Verfolgung durch bewaffnete Dämonen; b) Hölle des Zermalmens (shūgō jigoku 衆合地獄): ochsen- und pferdeköpfige Höllenknechte treiben die Sünder zwischen Felsen, wo sie zerquetscht werden; andere werden zwischen Steinplatten, wieder andere in einem Mörser zermalmt; Hölle der Schreie (kyōkan jigoku 叫喚地獄): die Sünder werden in ein brennendes Haus getrieben, in einem Kessel gekocht, und bekommen siedendes Kupfer zu trinken; Große Hölle der Schreie (daikyōkan jigoku 大叫喚地獄): den Sündern wird die Zunge herausgerissen; [nochmals Hölle des Zermalmens:] Schwerterbaum: auf diesem sitzt eine schöne Frau, die die Sünder zu erreichen versuchen und sich dabei an den Schwertern aufschlitzen oder die männlichen Sünder werden auf die Spitze des Baums gesetzt und schlitzen sich beim Hinunterklettern auf. Die Szenen entsprechen den Schilderungen des Ōjō yōshū. (Quelle: Kōbe setsuwa kenkyūkai, Kasuga gongen kenki, 2005, S. 79–80.)

Takashina Takakane Höllenszenen
Homyo doji.jpg Hōmyō Dōji und die Schlange

Hōmyō Dōji und die Schlange

Buchmalerei, Nara ehon (Farbe). Frühe Edo-Zeit; aus Hōmyō dōji; 29 x 23,7 cm
Bild © National Institute for Japanese Literature. (Letzter Zugriff: 2017/2/3)

Der fromme Knabe Hōmyō Dōji rezitiert buddhistische Texte für die Schlange, der er sich zum Fraß vorwerfen ließ. Unterstützt wird er von einer Gruppe himmlischer Musiker.

Hōmyō Dōji und die Schlange
Yoshitoshi iganotsubone.jpg Iga no Tsubone mit tengu

Iga no Tsubone mit tengu

Farbholzschnitt, yōkai (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi (1839–1892); aus der Serie Tsuki hyakushi (Hundert Ansichten des Mondes), 1886
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)
William Sturgis Bigelow Collection

Die unerschrockene Hofdame des Tennō Go-Daigo, besänftigt den tengu-Geist eines ehemaligen Vasallen des Tennō, der ungerechtfertigterweise zu Tode kam.

Tsukioka Yoshitoshi Iga no Tsubone mit tengu
Baku nikko.jpg Imaginäre Elefanten

Imaginäre Elefanten (Sōsō no zō)

Relief (Holz, bemalt) von Kanō Tan'yū (Werkstatt) (1602–1674), Detail. 1635; Kamijinko, Tōshō-gū, Nikkō
Bild © Ron Reznick, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Zwei imaginäre Elefanten am Giebel des Kamijinkō 上神庫 (Göttlicher Speicher) im Tōshō-gū Schrein, Nikkō. Der Entwurf der Elefanten vom Hofmaler Kanō Tan'yū folgt weitgehend dem etablierten Bild des in Japan unbekannten Tieres. Der Unterschied zum Fabeltier Baku, das ebenfalls häufig im Tōshō-gū dargestellt ist, scheint ein fließender zu sein.

Kanō Tan'yū (Werkstatt) Imaginäre Elefanten
Iyadahime.jpg Iyadahime

Iyadahime

Buchillustration (Farbholzschnitt) von Katsukawa Shunshō (1726-1792); aus der Serie Hyaku bobo gatari (in etwa „Geschichten von hundert Mösen“), 1771
Bild © Hyaku bobogatari, (jp.). (Letzter Zugriff: 2011/7)

Dieses ungewöhnliche Bild stammt aus einer skurril-erotischen Anthologie, in der die bekanntesten japanischen Monster in Form von Genitalien dargestellt werden. Dieses Bild enthält eine Anspielung auf die mythologische Szene, in der [Kushi-] Inada-hime (hier Iyada-hime, „Prinzessin Rühr-mich-nicht-an“) von der achtköpfigen Schlange Yamata no Orochi (hier Yamara no Orochi, „Achtpenis Schlange“) bedroht wird.

Katsukawa Shunshō Iyadahime
Kappa shunga.jpg Kappa und Fischerin

Kappa und Fischerin (kappa to ama)

Farbholzschnitt (shunga), yōkai (Papier, Tusche) von Kitagawa Utamaro (1753–1806); aus der Serie Utamakura (Kopfkissen-Gedichte), 1788
Bild © British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/6)

Eine Perlentaucherin (ama) wird unter Wasser von zwei Flussgeistern (kappa) vergewaltigt, während eine andere halb erschreckt, halb neidisch zusieht. Vielleicht imaginiert sie sich aber auch nur selbst in sexuellem Kontakt mit den kappa. Perlentaucherinnen bzw. Fischerinnen sind ein beliebtes erotisches Sujet der Edo-Zeit, die Kombination mit kappa scheint jedoch Utamaros Idee gewesen zu sein. Der Band mit erotischen Bildern (shunga), dem diese Illustration angehört, erschien im übrigen anonym, doch sind sich Experten einig, dass die Illustrationen von Utamaro stammen.

Kitagawa Utamaro Kappa und Fischerin
Karasutengu takaodaisuke.jpg Karasu Tengu

Karasu Tengu

Statue, yokai; Shōkachi Schrein, Berg Takao, Tokyo
Bild © Takao Daisuke, 2004. (Letzter Zugriff: 2011/7)
Karasu Tengu
Kayo fujin.jpg Kayō Fujin

Kayō Fujin

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi; aus der Serie Wa-kan hyaku monogatari („Hundert [Gespenster-]Gesichten aus Japan und China“), 1865
Bild © ukiyo-e. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Kayō Fujin ist die erste Inkarnation des neunschwänzigen Fuchs-Monsters in Indien, das sich später in Japan als Tamamo no Mae zeigen wird. Gemeinsames Merkmal: Die herrschende Dynastie zu stürzen.
Besonders interessant ist die Darstellung einer „Inderin“ in eropäischem Erscheinungsbild. Die Darstellung entstand kurz nach der erzwungenen „Öffnung“ Japans (1853), aber noch vor der Meiji-Restauration, als Japan von einer Welle anti-westlicher Ressentiments erfasst wurde.

Tsukioka Yoshitoshi Kayō Fujin
Kirin logo.jpg Kirin

Kirin

Brauerei-Logo

Das Logo der Brauerei ziert deren Namensgeber, ein kirin.

Kirin
Kirin meiji.jpg Kirin

Kirin

Farbdruck. 1895; Beilage der ersten Nummer der Zeitung Jitsugyō Shinbun; 37 × 50cm

Drachenpferde (kirin).

Kirin
Tengu boy.jpg Knabe mit tengu-Maske als Phallus

Knabe mit tengu-Maske als Phallus

Statue, yōkai (Bronze). 20. Jh.; Minakami-machi, Gunma-ken
Bild © Vladimir Vyskocil, flickr, 2013. (Letzter Zugriff: 2015/5/22)

Moderne Statue mit tengu-Maske in einem verschwiegenen Onsen.

Knabe mit tengu-Maske als Phallus
Otani yoshitsugu.jpg Kobayakawa Hideaki und der Totengeist des Ōtani Yoshitsugu

Kobayakawa Hideaki und der Totengeist des Ōtani Yoshitsugu

Farbholzschnitt, yūrei (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi, 1868
Bildquelle: Antique Art Morimiya. (Letzter Zugriff: 2016/8/31)

Hideaki (1577–1602) kämpfte in der Schicksalsschlacht von Sekigahara (1600) anfangs gegen Tokugawa Ieyasu, lief aber zu ihm über. Sein Verrat trug entscheidend zum Sieg Ieyasus bei und wurde reich belohnt. Während der Schlacht fiel er seinem ehemaligen Verbündeten Yoshitsugu (1559–1600) in den Rücken. Dieser fiel in der Schlacht. Später soll er Hideaki als Totengeist (yūrei) jede Nacht aufgesucht und so das frühe Ende des letzteren herbeigeführt haben.

Tsukioka Yoshitoshi Kobayakawa Hideaki und der Totengeist des Ōtani Yoshitsugu
Koheiji kuniyoshi.jpg Kohada Koheiji

Kohada Koheiji

Hängerollbild, yūrei (Seide, Farbe) von Utagawa Kunitoshi. Meiji-Zeit
Bildquelle: Pink Tentacle. (Letzter Zugriff: 2016/9)

Der Totengeist (yūrei) des Koheiji lugt über das Moskitonetz, um seine Frau und seinen Nebenbuhler beim Liebesakt zu stören.

Utagawa Kunitoshi Kohada Koheiji
Komainu4.jpg Komainu

Komainu

Statue, komainu (Stein) von Kobayashi Kazuhira, Detail. 1961; Shō Hachiman Jinja, Ishikawa-gun, Fukushima
Bild © komainu.net, 2004. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Skultpur eines komainu.

Kobayashi Kazuhira Komainu
Komainu koya.jpg Komainu

Komainu

Hängerollbild, komainu, Detail. Muromachi-Zeit, 14. Jh.; 94,9 x 40,6 cm
Bild © Metropolitan Museum of Art, New York. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Details aus einem Mandala, das vier einheimische Schutzgottheiten des Klosterbergs Kōya darstellt. Hier ist deutlich zu erkennen, dass es im Mittelalter zwei leicht unterschiedliche komainu-Varianten gab, mit Horn und ohne Horn.

Komainu
Komainu3.jpg Komainu

Komainu

Statue, komainu (Stein) von Komatsu Nobutaka. Meiji-Zeit, 1892; Tenmangū, Nishishirakawa-gun, Fukushima
Bild © komainu.net, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Statue eines komainu.

Komatsu Nobutaka Komainu
Komainu2.jpg Komainu

Komainu

Statue, komainu (Stein) von Komatsu Nobutaka. Meiji-Zeit, 1771; Kumano Jinja, Hachiōji, Tokyo
Bild © komainu.net, 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Besonders der komainu mit dem offenen Maul erinnert erstaunlich stark an den ehemaligen österreichischen Bundeskanzler Alfred Gusenbauer.

Komatsu Nobutaka Komainu
Komainu a mak.jpg Komainu (A-Form)

Komainu (A-Form)

Wandtafel, komainu (Farbe auf Holz, Vergoldung) von Kano Tsunenobu (1636–1713). Edo-Zeit, 18. Jh.; Zōjō-ji, Shiba (Tōkyō); ca. 2 x 2m
Bild © Museum Angewandter Kunst (MAK), Wien

Komainu mit geöffnetem Maul (A-Form; A-gyō). Das Bild stammt aus dem Tempel Zōjō-ji in Tōkyō, einem Familientempel der Tokugawa. Teile der Anlage wurden in der Meiji-Zeit geschliffen. Der Sammler Heinrich von Siebold erwarb Teile des Gebäudes und brachte sie Ende des 19. Jh.s nach Wien.

Kano Tsunenobu Komainu (A-Form)
Komainu mak.jpg Komainu (UN-Form)

Komainu (UN-Form)

Wandtafel, komainu (Farbe auf Holz, Vergoldung) von Kano Tsunenobu (1636–1713). Edo-Zeit, um 1710; ca. 2 x 2m
Bild © Museum Angewandter Kunst (MAK), Wien. (Letzter Zugriff: 2014/3)

Komainu mit geschlossenem Maul (UN-Form; UN-gyō). Das Bild stammt aus dem Tempel Zōjō-ji in Tōkyō, einem Familientempel der Tokugawa. Teile der Anlage wurden in der Meiji-Zeit geschliffen. Der Sammler Heinrich von Siebold erwarb Teile des Gebäudes und brachte sie Ende des 19. Jh.s nach Wien.

Kano Tsunenobu Komainu (UN-Form)
Komainu6.jpg Komainu mit Stirnfransen

Komainu mit Stirnfransen

Statue (Stein) von Fukuda Tsuneyoshi. 1923; Sumiyoshi Jinja, Nikkō, Tochigi-ken
Bild © komainu.net. (Letzter Zugriff: 2016/8)
Fukuda Tsuneyoshi Komainu mit Stirnfransen
Haetae2.jpg Koreanischer Löwenhund (haetae)

Koreanischer Löwenhund (haetae)

Statue (Stein)

Auch hier Löwenhunde, die eher drollig als gefährlich wirken.

Koreanischer Löwenhund (haetae)
Haetae5.jpg Koreanischer Löwenhund (haetae)

Koreanischer Löwenhund (haetae)

Gyeongbokgung Palast, Seoul
Bild © Vank, 2002

Statue eines koreanischen Löwenhundes.

Koreanischer Löwenhund (haetae)
Haetae1.jpg Koreanischer Löwenhund (haetae)

Koreanischer Löwenhund (haetae)

Statue (Stein). Korea; Gwangwhamun, Seoul
Bild © Andrew Haig, flickr 2011. (Letzter Zugriff: 2016/8)

In Korea bewachen Löwenwächter eher weltliche Paläste, ähneln aber ansonsten ihren japanischen Artgenossen durchaus.

Koreanischer Löwenhund (haetae)
Haetae3.jpg Koreanischer Löwenhund (haetae)

Koreanischer Löwenhund (haetae)

Statue (Stein)

Die Zähne koreanischer Haetae haben allerdings eine charakteristische Ausprägung, die man in Japan nicht findet.

Koreanischer Löwenhund (haetae)
Tengu sairinji.jpg Krähen-Tengu

Krähen-Tengu (karasu tengu)

Hängerollbild (Seide, Farbe) von Kaihō Yūtoku, Detail. Späte Edo-Zeit, 19. Jh.; im Besitz des Sairin-ji, Kyōto
Bild © Saichō to Tendai kokuhō, 2006, Abb. 234

Tengu in der Kleidung eines Kriegermönchs, auf einem Wildschwein reitend. Der dargestellte tengu ist wahrscheinlich Tarōbō, ein berühmter tengu, der auf dem Berg Asago im Westen Kyōtos wohnte und der Sage nach häufig die „tengu-Kiefer“ (tengu no matsu), die sich auf dem Tempelgelände befand, aufsuchte, um sich auszuruhen. Der Tempel Sairin-ji, von dem dieses Bild stammt, ist eng mit dem Shugendō, dem Glauben der yamabushi, verbunden.

Kaihō Yūtoku Krähen-Tengu
Kuchisake.jpg Kuchisake

Kuchisake

Film, oni von Hashiguchi Takaaki. 2007

Kuchisake onna (die Frau mit dem Schlitzmund), eine moderne Version der Hannya.

Hashiguchi Takaaki Kuchisake
Kuzunoha kuniyoshi2.jpg Kuzunoha in ihrer Wechselgestalt von Frau und (trauernder) Füchsin

Kuzunoha in ihrer Wechselgestalt von Frau und (trauernder) Füchsin

Holzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi. 1852; aus der Serie „Die 69 Stationen der Kiso-Route“
Bild © Japanese Finearts. (Letzter Zugriff: 2014/8/30)

Neben Kuzunoha ist hier auch der Ehemann der Kuzunoha, Abe no Yasuna, dargestellt.

Utagawa Kuniyoshi Kuzunoha in ihrer Wechselgestalt von Frau und (trauernder) Füchsin
Hokusai hannya.jpg Lachende Hannya

Lachende Hannya (Warai hannya)

Farbholzschnitt, oni (Papier, Farbe) von Katsushika Hokusai (1760–1849); aus der Serie Hyaku monogatari („Hundert Geschichten“), 1831–32
Bild © Tokyo National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Portrait einer menschenfressenden Dämonin (hannya), die eben einen Säugling verspeist.

Katsushika Hokusai Lachende Hannya
Hokusai oiwa.jpg Lampiongespenst Oiwa

Lampiongespenst Oiwa

Farbholzschnitt (nishiki-e), yūrei (Papier, Farbe) von Katsushika Hokusai (1760–1849); aus der Serie Hyaku monogatari (Hundert Geschichten), 1830; 25,5 x 18,5 cm
Bild © Rijksmuseum, Amsterdam (AK-MAK-930). (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Im zerschlissenen Lampion eines Friedhofs erscheint der Totengeist (yūrei) der ruchlos ermordeten Oiwa.

Katsushika Hokusai Lampiongespenst Oiwa
Oiwa kuniyoshi.jpg Lampiongespenst Oiwa

Lampiongespenst Oiwa

Farbholzschnitt, yūrei von Utagawa Kuniyoshi. 1836
Bildquelle: Lyon Collection. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Oiwa ist eben aus dem Lampion getreten und trägt ihr ungeborenes Kind mit sich, das hier die Züge des Jizō Bosatsu angenommen hat. Kuniyoshi betont in dieser Version ganz besonders Oiwas durch Gift entstelltes Gesicht mit dem einen hervorquellenden Auge. Das Bild entstand anlässlich einer Kabuki-Aufführung 1836 mit Onoe Kikugorō III in der Rolle der Oiwa.

Utagawa Kuniyoshi Lampiongespenst Oiwa
Akiba tengu kyosai.jpg Langnasen- und Krähen-Tengu

Langnasen- und Krähen-Tengu

Farbholzschnitt, yōkai (Papier, Farbe) von Kawanabe Kyōsai (1831–1889), Detail. 19. Jh.; aus der Serie „Berühmte Orte entlang des Tokaido“
Bild © Muian. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Tengu-Party nahe dem Schreintempel von Berg Akiba. Ein hochrangiger Langnasen-tengu wird von Krähen-tengu bedient und unterhalten. Auf diesem Berg in der Präfektur Shizuoka wird auch die Gottheit Akiba Gongen in tengu-Gestalt verehrt.

Kawanabe Kyōsai Langnasen- und Krähen-Tengu
Tengu miyajima.jpg Langnasen-tengu

Langnasen-tengu

Maske, yōkai. 1929; Miyajima
Bild © Jake Davies, 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Dieser tengu befindet sich im Gebälk eines Schreins.

Langnasen-tengu
Jingoro kuniyoshi.jpg Lebendige Löwenhunde

Lebendige Löwenhunde (Hidari Jingoro)

Farbholzschnitt, komainu (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi; aus der Serie Chūkō meiyō kijin den (Wundersame Ruhmestaten der Loyalität und Pietät), 1845–1846; 36,4 x 24,9 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2019/9/19)

Der legendenumwobene Bildhauer Hidari Jingorō (Bildmitte) ist unter anderem als Schöpfer der „schlafenden Katze“ im Tōshō-gū in Nikkō bekannt. Seine geschnitzten Fabelwesen sollen so lebensecht gewesen sein, dass sie sogar Verbrecher, die es auf die Tochter des Fürsten abgesehen hatten, attackieren konnten. Auf Kuniyoshis Bild ist einer der Löwenhunde (komainu) mit Horn, der andere ohne dargestellt, was wohl als klassischen Form angesehen werden kann.

Utagawa Kuniyoshi Lebendige Löwenhunde
Komainu ayuwang.jpg Löwenwächter

Löwenwächter

Statue (Stein). China; Ayuwang (Ashoka) Tempel in Ningbo, Provinz Zhejiang
Bild © Historical Asian Architecture. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Dieses Beispiel stammt aus China und beweist, dass die Löwenwächter auch dort nicht ohne Komik sind.

Löwenwächter
Stonelions wuhouci.jpg Löwenwächter

Löwenwächter

Statue (Stein); Wuhou Mausoleum, Chengdu, China
Bild © Stone Lions. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Chinesische Löwen treten zumeist als Paar von Männchen und Weibchen auf, wobei die Weibchen durch ein Junges (unter der Pfote), die Männchen durch einen Ball gekennzeichnet sind.
Dieser Symbolismus ist auch manchmal in rezenten japanischen Beispielen zu finden.

Löwenwächter
Versuchungen ingakyo.jpg Meditation und Versuchung des Buddha

Meditation und Versuchung des Buddha

Querbildrolle, emaki (Papier, bemalt). Kamakura-Zeit, 13. Jh.; aus Inga-kyō; 27.8 x 156.5cm
Bild © Metropolitan Museum of Art. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Am Ende seiner Lehrjahre meditiert Buddha, um schließlich die volle Erleuchtung zu erfahren. In dieser Zeit wird er von diversen Versuchungen durch den Dämon Mara heimgesucht. In dieser Version des Inga-kyō sind die Bestien, die dabei zum Einsatz kommen, besonders drastisch ausgeführt.

Meditation und Versuchung des Buddha
Komainu nodajinja.jpg Melodramatische komainu mit Glupschaugen

Melodramatische komainu mit Glupschaugen

Statue, komainu (Stein). Datiert 1567; Noda Jinja, Oyama-shi, Präfektur Tochigi
Bild © you1gran'pa, photozou 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Ein korpulentes, melodramatisches Paar komainu von beträchtlichem Alter. Am Podest findet sich angeblich die Datierung Tenshō 天正 4 (1567). Oder heißt es doch Taishō 大正 4 (1915)?

Melodramatische komainu mit Glupschaugen
Tamamo kuniyoshi3.jpg Mönch Gennō

Mönch Gennō

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi. Ca. 1850, Sangoku yōko zue („Fuchsmonster aus drei Reichen“); 37,6 x 25,9 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Der Zenmönch Gennō Shinshō befriedet den Geist der Tamamo no Mae und beseitigt damit den Fluch des Todessteins, in den sich Tamamo schlussendlich verwandelt hat. Der volle Titel des Bildes lautet: „Gennō tut einen Scheltschrei und bringt damit den Geis des bösen Fuchses zum Verschwinden“ (Gennō ikkatsu shite akuko no rei o metsu su).

Utagawa Kuniyoshi Mönch Gennō
Namazu ken zenkoji.jpg Namazu, Amida und Geisha

Namazu, Amida und Geisha

Welsbild, namazu-e (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniteru (1808–1876). Edo-Zeit
Bildquelle: University of Tōkyō Library. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Das älteste erhaltene namazu-Motiv stellt eine Ken-Spiel-Situation dar. Von diesem Motiv gibt es einige Varianten, die alle von Utagawa Kuniteru 歌川国輝 (1808–1876) angefertigt wurden.

Hintergrund ist das Erdbeben im Tempel Zenkō-ji in Nagano (damals Shinano oder Shinshū) im Jahr 1847. Dieses Beben fand genau zu dem Zeitpunkt statt, als der Tempel seine berühmte Amida-Statue ausstellte und damit zahlreiche Pilger aus dem ganzen Land anzog. Viele Pilger fielen dem Beben zum Opfer, doch der Tempel selbst blieb weitgehend unversehrt, was als Wunder des Amida angesehen wurde.

Das Bild zeigt den Buddha Amida (der in späteren Bildern durch den Gott von Kashima ersetzt werden wird), den Erdbeben-Wels und eine Geisha. Wie beim Ken-Spiel üblich ist jeder von ihnen einem überlegen, dem anderen unterlegen: Amida ist stärker als Namazu, Namazu ist stärker als Geisha, Geisha ist stärker als Amida, was vielleicht als Seitenhieb auf den Buddhismus zu verstehen ist. Große buddhistische Tempel boten nämlich Ende der Edo-Zeit stets auch Vergnügungs- und Freuden­vierteln Platz — so auch der Zenkō-ji in Nagano.

Der Text enthält zum einen ein „Ken-Lied“, das humoristisch auf die Ereignisse Bezug nimmt, zum anderen eine Kurzdarstellung der Zerstörungen im Nachrichtenstil. Wie die meisten Welsbilder zählt auch dieses zum Genre der kawaraban, einer Art Zeitung der späten Edo-Zeit.

Bilderläuterung: Miyata Noboru, Takada Mamoru, Namazue: Shinsai to Nihon bunka. Tōkyō: Ribun Shuppan, 1995, S. 240–41 (#2)

Utagawa Kuniteru Namazu, Amida und Geisha
Tamamo kuniyoshi2.jpg Neunschwänziger Fuchs

Neunschwänziger Fuchs

Holzschnitt von Kuniyoshi. Edo-Zeit
Bild © Kichū shogazō database, National Diet Library. (Letzter Zugriff: 2009/5)

Auch in Indien trieb der neunschwänzige Fuchs (kitsune) sein Unwesen.

Kuniyoshi Neunschwänziger Fuchs
Dakki kuniyoshi.jpg Neunschwänziger Fuchs in China

Neunschwänziger Fuchs in China

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Kuniyoshi; aus der Serie Sangoku yōko zue („Fuchsmonster aus drei Reichen“), 1849–50
Bildquelle: The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Das neunschwänzige Fuchsmonster manifestiert sich in China als die Hofdame Dakki.

Kuniyoshi Neunschwänziger Fuchs in China
Kappa kawaii.jpg Niedlicher Kappa

Niedlicher Kappa

Illustration, yōkai von Hara Keiichi. 2007

Kappa-Figur aus dem Anime Kappa no Kū to natsuyasumi („Summer Days with Coo“).

Hara Keiichi Niedlicher Kappa
Hyakkiyako.jpg Nächtliche Parade der Geister

Nächtliche Parade der Geister (Hyakki yakō)

Querbildrolle, yōkai von Tosa Mitsunobu (1434?–1525), Detail
Bild © Ntl. Museum of Japanese History. (Letzter Zugriff: 2010/9)

Die Szene beruht auf dem Glauben an die sogenannten tsukumogami, Geister (yōkai), die aus altem Hausrat (insbesondere bereits hundert Jahre alte Gegenstände) entstanden sind. Die hier abgebildete Parade dieser Geister wurde zum Vorbild für zahllose ähnliche Darstellungen.

Tosa Mitsunobu Nächtliche Parade der Geister
Gozu.jpg Ochsenköpfiger Höllenknecht

Ochsenköpfiger Höllenknecht (gozu)

Querbildrolle (Papier, Tusche, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit, 13. Jh., Kitano tenjin engi
Bild © Metropolitan Museum of Art. (Letzter Zugriff: 2016/8)
Fletcher Fund, 1925

Die Abbildung entstammt einer illustrierten Chronik des Kitano Schreins (Kitano tenjin engi), des Schreins von Sugawara no Michizane. Ein ochsenköpfiger Höllenknecht fungiert als Reiseführer der Hölle im Zuge der Jenseitswanderung des Mönchs Nichizō. Von dieser Reise bringt Nichizō die Informationen über Michizanes Schicksal mit, die schließlich zur Errichtung des Kitano Tenjin Schreins führen.

Ochsenköpfiger Höllenknecht
Okiku yoshitoshi.jpg Okiku

Okiku

Farbholzschnitt, yūrei (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi; aus der Serie Shinkei sanjūroku kaisen („Neue Sammlung von 36 Geistern“), 1889–92; 23,5 x 36,2 cm
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Der Geist der Okiku wirkt hier im Gegensatz zu andern Totengeistern nicht furchteinflößend, sondern zart und traurig.

Tsukioka Yoshitoshi Okiku
Hokusai okiku.jpg Okiku, das Tellergespenst

Okiku, das Tellergespenst

Farbholzschnitt (nishiki-e), yūrei (Papier, Farbe) von Katsushika Hokusai (1760–1849); aus der Serie Hyaku monogatari (Hundert Geschichten), 1831–32
Bildquelle: Museum of fine Art Boston. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Der Rauch, der dem Mund der Okiku entweicht, soll wohl das Zählen der Teller symbolisieren. Okiku ist nämlich auch als Geist beständig auf der Suche nach einem Teller, den ihr Herr in der bösen Absicht versteckt hat, sie bei der Herrin anzuschwärzen. Jede Nacht entsteigt sie dem Brunnen, in dem sie schlussendlich ertränkt wurde, um die Teller noch einmal nachzuzählen.

Katsushika Hokusai Okiku, das Tellergespenst
Kobutori3.jpg Parade der Oni

Parade der Oni

Illustration, oni (Krepp-Papier, Tusche, Farbe) von Kobayashi Eitaku, Detail. 1889; aus „The old man and the devils“; Verlag: Griffith (London), Hasegawa Takejiro (Tokyo); Übersetzer: James Curtis Hepburn
Bild © Open Library. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Ein oni als Anführer, und hinter ihm weitere Oni in einer langen Reihe.

Kobayashi Eitaku Parade der Oni
Phallusgott.jpg Phallus-Mönch

Phallus-Mönch (Sakuzōzu)

Buchillustration (Farbholzschnitt) von Katsukawa Shunshō (1726-1792); aus der Serie Hyaku bobo gatari (in etwa „Geschichten von hundert Mösen“), 1771
Bild © Museum of Fine Art, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Dieses ungewöhnliche Bild stammt aus einer skurril-erotischen Anthologie, in der die bekanntesten japanischen Monster in Form von Genitalien dargestellt werden.

Katsukawa Shunshō Phallus-Mönch
Hoo byodoin.jpg Phönix

Phönix (hōō)

Skulptur, hōō (Bronze). 1053; Byōdō-in, Präfektur Kyōto
Bildquelle: John W. Bennett, Ohio State University. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Zwei dieser imaginären Vögel (hōō) zieren das Dach der Haupthalle des berühmten Amida-Tempels Byōdō-in im Süden Kyōtos. Schwarzweiß Photographie, publiziert 1966. Der Vogel ist auch auf dem derzeitigen 10.000-Yen-Schein Japans abgebildet.

Phönix
Komainu aomori.jpg Plattkopf

Plattkopf

Statue, komainu (Stein). Datiert 1892; Hachiman-gū, Goshogawara-shi, Präfektur Aomori
Bild © komainu.net, 1997. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Plattköpfige komainu. Stellvertretend für andere Politiker... (keine Photomontage).

Plattkopf
Hosogami.jpg Pockengötter

Pockengötter

Farbholzschnitt, aka-e (Papier) von Katsushika Hokki. Edo-Zeit, frühes 19. Jh.; 34,8 x 22,6 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Kinderspielzeug auf einem „Rotbild“ (aka-e); diese Bilder galten als Talismane gegen die Pocken, von denen v.a. Kinder betroffen waren. Dargestellt sind Daruma, Kintarō und ein Krieger, wahrscheinlich Minamoto no Tametomo. Die Figuren sind hier als Pockengottheiten (hōsōgami) ausgewiesen.

Katsushika Hokki Pockengötter
Namazu bordell.jpg Quartier der Strapazen und Feuersbrünste

Quartier der Strapazen und Feuersbrünste

Welsbild, namazu-e. Wahrscheinlich 1855
Bildquelle: Miyata Noboru, Takada Mamoru, Namazue: Shinsai to Nihon bunka. Tōkyō: Ribun Shuppan, 1995, S. 227 und 314

Notdürftig maskierte Erdbeben-Welse (namazu) besichtigen ein Bordell und werden von den dortigen Damen an den Bärten herangezogen. Das Bild trägt den Titel „Unterkunft der Strapazen und Feuersbrünste“. Unter „Unterkunft“ oder „Leihwohnung“ (jap. karitaku) verstand man zu dieser Zeit billige Bordelle. Diese waren als Ersatz für das vom Erdbeben zerstörte Nobel-Freudenviertel Yoshiwara errichtet worden. Somit wurde dank des Erdbebens die Prostitution in Edo weiter verbreitet und allgemein erschwinglicher. Auch das ein „positiver“ Effekt für die ärmere Bevölkerung.

Quartier der Strapazen und Feuersbrünste
Tengu kurama wada.jpg Riesen tengu-Maske

Riesen tengu-Maske

Statue, yōkai; Kurama, im Norden Kyōtos
Bild © Wada Yoshio, 2002. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

In Kurama befindet sich ein traditionelles Zentrum des tengu-Wesens.

Riesen tengu-Maske
Sarutahiko takachiho.jpg Sarutahiko

Sarutahiko

Maske, yōkai; Takachiho, Präfektur Miyazaki, Kyushu
Bild © kuusounomori.sakura, jp. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Maske des tengu-artigen Gottes Sarutahiko bei einer religiösen Tanzperformance (kagura).

Sarutahiko
Sayohime 1.jpg Sayohime und die Riesenschlange

Sayohime und die Riesenschlange

Buchmalerei, nara-ehon (Farbe und Goldtusche auf Papier). Edo-Zeit, 17. Jh.; aus Nare ehon Sayohime; 23,5 x 17,5 cm
Bild © Museum Angewandte Kunst Frankfurt, Foto: Ute Kunze. (Letzter Zugriff: 2017/2/7)
Sammlung Voretzsch, #12784

Matsura Sayohime, die sich selbst einem Menschenhändler verkauft hat, wird einer Schlangengottheit als Opfer dargebracht. Durch Rezitation des Lotos Sutras wird die Schlange bekehrt und das Mädchen gerettet. Die Legende wurde in der vorliegenden Version wahrscheinlich in der Muromachi-Zeit verschriftlicht, ist aber in der Heian-Zeit, also in grauer Vorzeit, angesiedelt.

Sayohime und die Riesenschlange
Sayohime 2.jpg Sayohimes Ritt auf der Riesenschlange

Sayohimes Ritt auf der Riesenschlange

Buchmalerei, nara-ehon (Farbe und Goldtusche auf Papier). Edo-Zeit, 17. Jh.; aus Nare ehon Sayohime; 23,5 x 17,5 cm
Bild © Museum Angewandte Kunst Frankfurt, Foto: Ute Kunze. (Letzter Zugriff: 2017/2/7)
Sammlung Voretzsch, #12784

Matsura Sayohime, wird von einer Schlangengottheit, die sie zum Buddhismus bekehrt hat, auf wundersame Weise durch ganz Japan transportiert. Die Legende wurde in der vorliegenden Version wahrscheinlich in der Muromachi-Zeit verschriftlicht, ist aber in der Heian-Zeit, also in grauer Vorzeit, angesiedelt.

Sayohimes Ritt auf der Riesenschlange
Tengu shimokitazawa 2012.jpg Schreinumzug mit tengu-Gottheit

Schreinumzug mit tengu-Gottheit

Schreinfest, yōkai. 2012; Shimokitazawa, Tokyo
Bild © Balbo42, flickr, 2012. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Die mythologische Gottheit Sarutahiko wird üblicherweise als hühnenhafter tengu mit wildem, weißen Haar dargestellt. Hier eine Szene eines bekannten Schreinfestes in Shimokitazawa, Tokao.

Schreinumzug mit tengu-Gottheit
Hosogami kunisada2.jpg Seuchengottheit

Seuchengottheit

Buchillustration (Papier) von Utagawa Kunisada (1786–1864). Edo-Zeit; aus Yu no o tōge no mago Jakushi (Jippensha Ikku), 1819
Bild © Waseda University Library. (Letzter Zugriff: 2015/11/25)

Eine Pockengottheit (hōsōgami), hier eine Art Geist mit den Merkmalen eines Pockenkranken. Im Korb auf seinem Rücken erkennt man unter anderem Daruma, der helfen soll, die Pocken zu vertreiben. Derartige Figuren können Krankheiten sowohl hervorbringen als auch tilgen.

Utagawa Kunisada Seuchengottheit
Shachi hiroshige.jpg Shachi (Tigerfisch) von Nagoya

Shachi (Tigerfisch) von Nagoya

Farbholzschnitt (Papier) von Utagawa Hiroshige II (1826–1869). Edo-Zeit, 1859; aus der Serie Shokoku meisho hyakkei (Berühmte Ansichten der Provinzen); 33,5 x 21,9 cm
Bild © Freer Sackler Galleries. (Letzter Zugriff: 2016/7/29)

Das Bild stellt einen der beiden berühmten vergoldeten Tigerfische (shachi) auf dem Dach der Burg von Nagoya dar. Die shachi gelten als Wahrzeichen von Nagoya.

Utagawa Hiroshige II Shachi (Tigerfisch) von Nagoya
Shoko-o 2.jpg Shokō-ō, der zweite Richter

Shokō-ō, der zweite Richter

Skizze (Papier, Farbe), Detail. Edo-Zeit; aus der Serie Jūōzu (Bilder der Zehn Könige)
Bild © MAK, Museum für Angewandte Kunst, Wien. (Letzter Zugriff: derzeit nicht online verfügbar)

Shokō-ō 初江王 (wtl. König des ersten Flusses), der zweite Richter der Totenwelt, lässt sich die Gerichtsakten vorlegen, während der Angeklagte vor ihm bereits gefoltert wird.

Shokō-ō, der zweite Richter
Shuten doji kiyomasu.jpg Shuten Dōji

Shuten Dōji

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Torii Kiyomasu. Edo-Zeit, um 1700; 59 x 29,9 cm
Bild © Museum of Modern Art, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/2/13)

Das Bild stammt aus einer Serie über die Heldentaten des Minamoto no Yorimitsu, deren berühmteste darin besteht, dass er mit seinen vier Getreuen den menschenfressenden Dämon (oni) Shuten Dōji zu Fall bringt.

Torii Kiyomasu Shuten Dōji
Sutendoji kyosai.jpg Shuten Dōji

Shuten Dōji

Fächerbild, oni (Papier, Tusche, Farbe) von Kawanabe Kyōsai

Shuten Dōji wird zu Fall gebracht

Kawanabe Kyōsai Shuten Dōji
Jishin omamori.jpg Talisman gegen Erdbeben

Talisman gegen Erdbeben

Welsbild, namazu-e. 1855
Bildquelle: Miyata Noboru, Takada Mamoru, Namazue: Shinsai to Nihon bunka. Tōkyō: Ribun Shuppan, 1995, S. 110 und 262

Der Bildtext des namazue lautet:

Erdbebenschutz

Das Orakel des Kashima Ahnenschreins besagt: „Solange ich auf diesem Boden weile, soll kein Halm auf den Bergen, Flüssen, Gräsern und Bäume und kein Sandkorn an den Gestaden der blauen See Schaden nehmen, auch wenn die Erde bebt.“ Wer diesen Spruch morgens und abends sagt, wird ohne Fehl vor allen Übeln und Gefahren, vor Feuer, Wasser und Erdbeben gefeit sein. Und wer den Zettel, wo dies steht, an den Pfeilern in Ost und West, Süd und Nord anbringt, dessen Haus wird nicht einstürzen und nicht zerstört werden.

Talisman gegen Erdbeben
Tamamo kaibutsugahon.jpg Tamamo no Mae

Tamamo no Mae

Buchillustration (Papier, Farbe). Edo-Zeit; aus Kaibutsu gahon (Gespenster-Bilderbuch)
Bild © Kinsei fūzoku zue database. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Tamamo no Mae, die Hofdame, die in Wirklichkeit ein neunschwänziger Fuchs ist.

Tamamo no Mae
Hosogami tametomo kuniyoshi.jpg Tametomo und die Pockengötter

Tametomo und die Pockengötter

Farbholzschnitt, hōsō-e (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi. Edo-Zeit, 1843–47
Bildquelle: Nippon Design, Blog. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Der Held Minamoto no Tametomo schwört die Pockengötter (hōsōgami), u.a. auch Daruma, auf den Kampf gegen die Pocken ein.

Utagawa Kuniyoshi Tametomo und die Pockengötter
Tanuki w.jpg Tanuki-Pinupgirl

Tanuki-Pinupgirl

Okimono (Keramik) von Fujiwara Tetsuzō (Rian) (1876–1966). Frühes 20. Jh.; ca. 37 x 19 x 19cm
Bild © tatami-antiques.com. (Letzter Zugriff: 2018/2/20)

Shigaraki-Keramik einer weiblichen tanuki in lasziv-entspannter Pose.

Fujiwara Tetsuzō (Rian) Tanuki-Pinupgirl
Hiroshige okiku.jpg Tellergespenst Okiku

Tellergespenst Okiku

Farbholzschnitt, yūrei von Utagawa Hiroshige (1797–1858)
Bildquelle: Questo piccolo grande BANZAI. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Hier beschwert sich Okiku bei einem Geschirrhändler, dass ihr Teller zerbrochen ist. Karikierende Zeichnung.

Utagawa Hiroshige Tellergespenst Okiku
Yurei.jpg Totengeist

Totengeist (Yūrei)

Buchillustration, yūrei (Farbholzschnitt, Farbe); aus der Serie Kaibutsu gahon (Gespenster Bilderbuch), 1882
Bild © Kinsei fūzoku zue database, Nichibunken. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Totengeist (yūrei) auf einem nächtlichen Friedhof. Die Darstellung stammt aus der Meiji-Zeit, es handelt sich allerdings um die Kopie einer Abbildung des Gelehrten und Malers Toriyama Sekien (1712–1788) aus dem Jahr 1776.

Totengeist
Obake kyosai muian.jpg Totengeist

Totengeist (Yūreizu)

Hängerollbild, yūrei von Kawanabe Kyōsai. 1883
Bildquelle: Muian. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Bild eines Totengeistes, der dem Bild eines Totengeistes entsteigt.

Kawanabe Kyōsai Totengeist
Yurei kyosai1.jpg Totengeist

Totengeist (Yūrei)

Hängerollbild, yūrei (Seide, Farbe) von Kawanabe Kyōsai (1831–1889). 1871; 106,8 x 37,7 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8)

In manischer Verzweiflung fasst sich diese weibliche Rachefigur (yūrei) selbst ins Haar, während sie den Kopf ihres Opfers an den Haaren mit sich führt.

Kawanabe Kyōsai Totengeist
Kyosai yurei3.jpg Totengeist

Totengeist (Yūrei)

Hängerollbild, yūrei (Seide, Farbe) von Kawanabe Kyōsai (1831–1889). 1870
Bildquelle: Muian. (Letzter Zugriff: 2011/6)

Das Motiv des Rachegeists (onryō), der sich in den Haaren eines abgetrennten Kopfes festgebissen hat, findet sich auch im Zusammenhang mit Kohada Koheiji (s. Hokusai). Das Kabukistück Iroiri otogi zoshi erzählt, dass Koheiji schlussendlich seine Frau zu Tode brachte und ihren Kopf mit sich trug. Kyōsai gönnt seinem Totengeist (yūrei) allerdings keinen Triumph: in seiner Besessenheit ist der Geist nicht mehr im Stande zu erkennen, dass er das Ziel seiner Rache bereits erreicht hat.

Kawanabe Kyōsai Totengeist
Hokusai koheiji.jpg Totengeist des Kohada Koheiji

Totengeist des Kohada Koheiji

Farbholzschnitt (nishiki-e), yūrei (Papier, Farbe) von Katsushika Hokusai (1760–1849); aus der Serie Hyaku monogatari (Hundert Geschichten), 1831–32; 26,5 x 19 cm
Bildquelle: Museum of Fine Art, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/6)
William Sturgis Bigelow Collection

Das Gespenst des ermordeten Kohada Koheiji grinst über den Rand eines Moskitonetzes.

Katsushika Hokusai Totengeist des Kohada Koheiji
Koheiji toyokuni.jpg Totengeist des Kohada Koheiji

Totengeist des Kohada Koheiji

Farbholzschnitt, bakemono (Papier, Farbe) von Utagawa Toyokuni I (1769–1825). 1808
Bildquelle: The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Das Bild entstand im Zusammenhang mit der Uraufführung des Kabukistückes Iroiri otogi zōshi, 1808, in dem es um die Ermordung des Kohada Koheiji durch seine seine Frau und deren Liebhaber geht. Das Bild zeigt den Moment der Rache, als der Geist des Koheiji den Kopf seiner Frau in seinen Zähnen hält. Beide Gesichter tragen im übrigen die Züge des Kabuki Schauspielers Onoe Matsusuke I (1744–1815), der offenbar eine Doppelrolle spielte, wie in der Bildinschrift vermerkt ist. In viel düsterer Form taucht das Motiv auch sechzig Jahre später bei Kawanabe Kyosai auf.

Utagawa Toyokuni I Totengeist des Kohada Koheiji
Tomomori kuniyoshi.jpg Totengeist des Taira no Tomomori

Totengeist des Taira no Tomomori

Farbholzschnitt, onryō (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi. Edo-Zeit, 1818; 36,3 x 51cm
Bild © Museaum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/6)

Die grollenden Totengeister (onryō) der Taira, angeführt von Taira no Tomomori (4. Sohn von Taira no Kiyomori) attackieren das Schiff von Minamoto no Yoshitsune. Seinem treuen Gefolgsmann Benkei, einem Kriegermönch, gelingt es mithilfe einer buddhistischen Gebetskette (juzu) den Spuk zu beenden. Kuniyoshi zeigt allerdings, wie Benkei (oben rechts) und ein anderer Krieger erfolglos versuchen, die Geister mit konventionellen Waffen abzuwehren.

Das Motiv ist als Funa Benkei (Benkei auf dem Schiff) auch als Nō-Drama bekannt.

Das Frühwerk Kuniyoshis ist eigentlich ein Tryptichon, auf dem rechts auch Yoshitsune selbst dargestellt ist.

Utagawa Kuniyoshi Totengeist des Taira no Tomomori
10kings dunhuang.jpg Totengericht

Totengericht

Schriftrolle (Papier, Tusche, Farbe), Detail. China, 10. Jh.; gefunden in den Höhlentempeln von Dunhuang; 29 x 491cm
Bild © Intenational Dunhuang Project, (British Library)

Hier wird der Gerichtshof im buddhistischen Jenseits in vielen Einzelheiten gemäß dem Tang-zeitlichen Sutra der Zehn Könige (Jūō-kyō) dargestellt. Hier die Szene vor dem Zweiten König. Die Totenseelen werden durch einen Fluss getrieben. Die hölzernen Joche zeigen die Totenseelen gemäß der vormodernen chinesischen Rechtspraxis als Delinquenten.

Totengericht
Tamamo toyokuni3.jpg Tryptichon mit Tamamo no Mae und Yasunari

Tryptichon mit Tamamo no Mae und Yasunari

Holzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Kunisada. Edo-Zeit
Bild © Kinsei fūzoku zue database, Nichibunken, Kyōto. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Tamamo no Mae mit Yasunari, dessen Spiegel sie und ihre Fuchsarmee mit wahrem Gesicht zeigt (re), sowie dem Bogenschützen Miura-no-suke, der sie schließlich zur Strecke bringen wird.

Utagawa Kunisada Tryptichon mit Tamamo no Mae und Yasunari
Tsuno daishi.jpg Tsuno Daishi

Tsuno Daishi

Hängerollbild, oni (Seide, Gold, Farbe, Tusche). 19. Jh.; Völkerkundemuseum Zürich (Inv.-Nr. 19450); 84 x 27,9 cm
Bild © Tomoe Steineck, Martina Wernsdörfer, Raji Steineck, WegZeichen: Japanische Kult- und Pilgerbilder. Die Sammlung Wilfried Spinner (1854–1918). Zürich: VMZ (Ausstellungskatalog), Abb. 9

Seltene Darstellung des „Gehörnten Großmeisters“ (Tsuno Daishi) als „realistischer“ oni. Die Wunschperle auf seinem Kopf identifiziert ihn als menschenfreundliche Schutzgottheit.

Tsuno Daishi
Sakabashira.jpg Umgedrehter Baumstamm

Umgedrehter Baumstamm (sakabashira)

Buchillustration von Toriyama Sekien. 1776; aus Gazu hyakki yakkō II (Gespensterhandbuch)
Bild © Ryugoku University Library (jap.). (Letzter Zugriff: 2011/7)

Aus dem umgedrehten Baum (mayoke no sakabashira) entweichen Geister.

Toriyama Sekien Umgedrehter Baumstamm
Tenguzoshi.jpg Versammlung hochrangiger Mönche

Versammlung hochrangiger Mönche

Querbildrolle, yōkai, Detail. Kamakura-Zeit, 1296; aus Tengu zōshi; Tokyo, Nezu Museum
Bild © Cultural Heritage Online. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Die versammelten Mönche aus verschiedenen Schulen des mittelalterlichen Buddhismus sind durch ihre Schnäbel als Tengus zu erkennen. Das Tengu zōshi bringt in seinen Lehrerzählungen das Tenguwesen mit den typischen Verfehlungen des Mönchsstandes, vor allem Arroganz und Hochmut, in Zusammenhang.

Versammlung hochrangiger Mönche
Namazue daikoku.jpg Welsbild mit Daikoku

Welsbild mit Daikoku

Farbholzschnitt, namazu-e. Wahrscheinlich 1855
Bildquelle: Tōkyō Metropolitan Library. (Letzter Zugriff: 2011/3)

Bildinhalt: Nachdem der Gott von Kashima (Bildmitte) den Wels (namazu) wieder unter Kontrolle gebracht hat, tritt der Glücksgott Daikoku auf den Plan und lässt Geld regnen, das den einfachen Bauarbeitern zugute kommt. Der Text ist ein „Erdbeben-Abwehr-Lied“, welches besagt:

Der Wassergott (Mizu-no-kami) hat uns das Leben gerettet, jetzt gehen wir zu den Huren (Rokubu), wie schön!

Bilderläuterung: Miyata Noboru, Takada Mamoru, Namazue: Shinsai to Nihon bunka. Tōkyō: Ribun Shuppan, 1995, S. 319–320.

Welsbild mit Daikoku
Drache kenninji un.jpg Wolkendrache

Wolkendrache (unryū)

Wandschirmmalerei von Kaihō Yūshō (1533–1615), Detail; im Besitz des Zen-Tempels Kennin-ji, Kyōto
Bild © Kyōto National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Drache (ryū) mit geschlossenem Maul („UN-Form“; UN-gyō). Das Pendant dieses Drachens ist mit offenem Maul („A-Form“; A-gyō) dargestellt. A steht für den Anfang (des Alphabets), UN für das Ende. Dieses A-UN Schema wird auch bei Torwächtern (Niō), Löwenhunden und anderen paarweise auftretenden Figuren gerne angewendet.

Kaihō Yūshō Wolkendrache
Drache kenninji.jpg Wolkendrache

Wolkendrache (unryū)

Wandschirmmalerei von Kaihō Yūshō (1533–1615), Detail; im Besitz des Zen-Tempels Kennin-ji, Kyōto
Bild © Kyōto National Museum. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Drachenkopf mit offenem Maul („A-Form“; A-gyō). Das Pendant dieses Drachens (ryū) ist mit geschlossenem Maul („UN-Form“; UN-gyō) dargestellt. A steht für den Anfang (des Alphabets), UN für das Ende. Dieses A-UN Schema wird auch bei Torwächtern (Niō), Löwenhunden und anderen paarweise auftretenden Figuren gerne angewendet.

Kaihō Yūshō Wolkendrache
Komainu mitsumine.jpg Wölfe oder „Berghunde“

Wölfe oder „Berghunde“ (yamainu)

Statue, komainu (Stein); Mitsumine Jinja, Präfektur Saitama
Bild © Bernhard Scheid, 2007

Wölfe oder „Berghunde“ als komainu

Wölfe oder „Berghunde“
Yasukuni komainu.jpg Yasukuni Komainu

Yasukuni Komainu

Statue, komainu (Stein). 20. Jh.; Yasukuni Schrein, Tōkyō, Chiyoda-ku
Bild © Bernhard Scheid, März 2012

Ein Löwenhund (komainu) am Eingang des Schreins, stilistisch den sog. Chinesischen Löwen des Tōdaiji in Nara nachempfunden (siehe Sidepage Komainu), allerdings noch triumphaler gestaltet.

Yasukuni Komainu
Komainu yasukuni.jpg Yasukuni Komainu

Yasukuni Komainu

Statue, komainu (Bronze); Yasukuni Schrein, Tokyo
Bild © Ichinohe Shinya, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2019/9/19)

Die Löwenhunde an einem Seiteneingang des übel beleumdeten Yasukuni Schreins verraten möglicherweise mehr über diesen Ort der Kriegshelden-Verehrung als dem Schrein selbst bewusst ist: Sie scheinen sehr von sich eingenommen und blasen sich zu imposanten Figuren auf. Dennoch teilen sie mit den anderen komainu einen (unfreiwillig) komischen Aspekt, der das heroische Pathos, das in diesem Schrein gepflegt wird, ein wenig entschärft.

Yasukuni Komainu
Yoshinaka tengu.jpg Yoshinaka im Kampf mit mehreren tengu

Yoshinaka im Kampf mit mehreren tengu

Holzschnitt, yōkai von Tsukioka Yoshitoshi. 1866
Bildquelle: Wikimedia Common. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Der Held Minamoto (Kiso) Yoshinaka (1154–84), beim Kampf mit mehreren tengu.

Tsukioka Yoshitoshi Yoshinaka im Kampf mit mehreren tengu
Jigokusoshi emaki1.jpg Zwei Seelen

Zwei Seelen

Querbildrolle (Papier, Tusche, Farbe). Edo-Zeit; aus Jigokusōshi emaki (Illustrierte Höllenfahrt)
Bild © Emakimono database, Nichibunken. (Letzter Zugriff: 2007/1)

Auf dem Weg in Jenseits, am Kreuzungspunkt der Sechs Wege.

Zwei Seelen
Kobutori4.jpg „Her mit der Beule!“

„Her mit der Beule!“

Buchillustration, oni (Krepp-Papier, Tusche, Farbe) von Kobayashi Eitaku, Detail. 1889; aus „The old man and the devils“; Verlag: Griffith (London), Hasegawa Takejiro (Tokyo); Übersetzer: James Curtis Hepburn
Bild © Open Library. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Die oni nehmen die Beule des Alten als Pfand (Szene aus Kobutori jīsan).

Kobayashi Eitaku „Her mit der Beule!“
Kobutori.jpg „The old man and the devils“

„The old man and the devils“

Umschlagbild, yōkai (Papier, Tusche, Farbe) von Kobayashi Eitaku. 1886; aus „The old man and the devils“; Verlag: Griffith (London), Hasegawa Takejiro (Tokyo); Übersetzer: James Curtis Hepburn
Bild © George Baxley. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Erste englische Version des Märchens „The old man and the devils“ (Kobutori jīsan).

Kobayashi Eitaku „The old man and the devils“
Kappa hokusai.jpg „Wie man kappa fängt“

„Wie man kappa fängt“

Buchillustration, yōkai (Papier, Tusche) von Katsushika Hokusai (1760–1849); aus der Serie Hokusai manga, Bd. 12, 1820
Bild © Muian. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Ein kappa fühlt sich vom blanken Hinterteil des Fischers sichtlich angezogen, vermutet er dort doch den magischen shirikodama (wtl. „Arschjuwel“). Der Fischer, der um diesen Effekt weiß, sitzt auf einer komplizierten Vorrichtung, um den kappa im richtigen Moment zu fangen.

Katsushika Hokusai „Wie man kappa fängt“
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Ikonographie
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„Pandämonium.“ In: Bernhard Scheid (Hg.), Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 19.8.2016). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Metalog:Bilder/Pand%C3%A4monium?oldid=65460
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