Künstlerische Werke der Neuzeit (Anonym, 1600 bis 1868)

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Künstlerische Werke der Neuzeit (Anonym, 1600 bis 1868)
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Werke ohne Angabe zum Künstler 172 Bilder

Kongobo tengu konpira.jpg yōkai Tengu rettet ein Kind.
Buchillustration, yōkai (Papier, Tusche); aus Schreinchronik Zōzusan Konpira Daigongen Reigenki
Bild © Sarah Thal, Rearranging the Landscape of the Gods, 2005, S. 31.

Darstellung einer Legende des Konpira Schreins, Shikoku. Dass tengu in der Lage sind, nicht nur sich selbst, sondern auch andere blitzartig verschwinden zu lassen und an einen anderen Ort zu transportieren, dürfte mit ein Grund für den Ausdruck kamikakushi 神隠し, „übernatürliches Verschwinden“, sein, der wtl. „von den kami [hier eher Geister, Dämonen] versteckt“ bedeutet. Diesen Ausdruck gebrauchte man früher vor allem in Zusammenhang mit entsprechenden tengu-Legenden (Nihon kokugo daijiten).

Tengu rettet ein Kind
Tengu shunga.jpg yōkai Shunga mit tengu-Maske.
Farbholzschnitt, yōkai (Papier; Farbe). Edo-Zeit
Bildquelle: Wikimedia. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Erotische Darstellung (shunga) eines lesbischen Paars. Die tengu-Maske dient als Dildo.

Shunga mit tengu-Maske
Vajrapani tibet 18cent.jpg thangka Vajrapani (Bhutadamara).
Rollbild, thangka (Baumwolle, Farbe), Detail. Tibet, 18. Jh.; 69,22 x 46,36 cm
Bild © Himalayan Art. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)
Collection of Rubin Museum of Art.

Vajrapani mit vier Armen, drei Augen. In der rechten, weggespreizten Hand ein Vajra, in der Linken ein Seil, die beiden anderen Arme zur mudra der Dämonenabwehr geformt (vgl. Gōsanze Mudra). Tanzt auf der Leiche eines Dämonen (Aparajita) mit ebenfalls vier Armen und einem Elefantenrüssel.

Vajrapani
Tamonten todaiji.jpg tenbu Tamon-ten (Bishamon-ten).
Statue, tenbu. Edo-Zeit; Tōdaiji (Haupthalle), Nara
Bild © Ron Reznick. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Bishamon-ten,einer von zwei(!) Himmlischen Königen in der Haupthalle des Tōdaiji. Es handelt sich um Statuen, die im Zuge von Renovierungen in der Edo-Zeit hergestellt wurden, aber auf ältere Vorbilder zurückgehen. Das vollständige Set aller Vier Könige blieb unvollendet.

Tamon-ten (Bishamon-ten)
Rokudoe enma1.jpg tenbu Gerichtshof des Enma.
Hängerollbild, tenbu (Papier, Farbe). Späte Edo-Zeit, 19. Jh.; 152,6 x 67 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Nach einer Vorlage aus dem 13. Jahrhundert. Zu Enmas Füßen sieht man einen Angeklagten (also einen Verstorbenen), dem in einem Spiegel seine Sünden (hier der Mord an einem Mönch) vorgeführt wird. Die Höllenknechte warten schon begierig, ihn abzuführen.

Gerichtshof des Enma
Benzaiten koya.jpg tenbu Achtarmige Benzaiten.
Statue, tenbu (Holz). Edo-Zeit; Kongobu-ji, Berg Kōya
Bild © Kōbō Daishi Kūkai and the Sacred Treasures of Mount Kōya, 2003, Abb. 42.
Achtarmige Benzaiten
Raijin edo.jpg tenbu Abgestürzter Donnergott.
Plastik, tenbu (Holz, Farbe). Edo-Zeit; 26 x 20 x 21 cm
Bild © Online Archive of California
Ruth and Sherman Lee Institute for Japanese Art Collection.

Darstellung eines abgestürzten Raijin.

Abgestürzter Donnergott
Vaishravana.jpg tenbu Vaishravana auf einem Löwen reitend.
Hängerollbild, tenbu (Bauwolle, Farbe), Detail. Tibet, 19. Jh.; 50,8 x 33 cm
Bild © Himalayan Art. (Letzter Zugriff: 2019/9/19)
Collection of Rubin Museum of Art.

Vaishravana, die indische Urform des Bishamon, hier in einer tibetischen Darstellung. Interessanterweise trägt er auch hier eine Rüstung und eine lanzenartige Waffe (hier ein Banner). Der Löwe scheint ikonographisch mehr von China als von Indien beeinflusst zu sein. Besonders interessant ist der Mungo unter seiner Linken Hand. Er ist ein Symbol des Reichtums und speit Edelsteine. Dieser Symbolismus hat sich in China offenbar nicht durchgesetzt. Der Mungo wird in China als Maus oder Ratte „übersetzt“.

Vaishravana auf einem Löwen reitend
Shitenno.jpg tenbu Die Vier Himmelskönige (Shitennō).
Querbildrolle, tenbu (Papier, Farbe), Detail. Edo-Zeit; aus Zuzō-shō, 1702
Bild © Ryūgoku University Library. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Die Vier Himmelskönige (von rechts nach links: Osten = Jikoku-ten , Süden = Zōjō-ten, Norden = Tamon-ten, Westen = Kōmoku-ten) in einem ikonographischen Handbuch namens Zuzō-shō (auch Jukkan-shō oder Ejū-shō), hier in einer Kopie aus der Edo-Zeit. Das Werk enstand 1139 und gilt als eines der frühesten Standardwerke der buddhistischen Ikonographie Japans (s.a. Kopie aus der Kamakura-Zeit). Seltsamerweise dürfte dem Kopisten hier ein Fehler unterlaufen sein, denn neben Jikoku-ten, der ersten Figur von rechts, steht „sein Körper ist blaugrün (aoiro)“, während bei Zōjō-ten, der Figur daneben, steht „sein Körper ist rot“. Dies entspricht auch der Zuordnung der Farben zu den jeweiligen Himmelsrichtungen, auf der Abbildung sind die Farben jedoch vertauscht.

Die Vier Himmelskönige
Futen nikko.jpg tenbu Windgott (Fūjin).
Statue, tenbu
Bild © camebridge2000.com, 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Fūjin als Wächterfigur (niō) des Taiyūin Schreins.

Windgott (Fūjin)
Tamonten.jpg tenbu Bishamon-ten oder Tamon-ten.
Abbildung, tenbu. Edo-Zeit, 1702
Bild © Ryūgoku University Library. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Der Hüter des Nordens, Bishamon-ten. Detail aus dem ikonographischen Handbuch Zuzōshō (1239), hier in Edo-zeitlicher Kopie.

Bishamon-ten oder Tamon-ten
Tamon todaiji detail.jpg tenbu Tamon-ten (Bishamon-ten).
Statue, tenbu (Holz), Detail. Edo-Zeit; Tōdaiji (Haupthalle), Nara
Bildquelle: Supīdoneko, 2010 (J-Blog). (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Bishamon-ten, einer von zwei(!) Himmlischen Königen in der Haupthalle des Tōdaiji. Es handelt sich um Statuen, die im Zuge von Renovierungen in der Edo-Zeit hergestellt wurden, aber auf ältere Vorbilder zurückgehen. Das vollständige Set aller Vier Könige blieb unvollendet.

Tamon-ten (Bishamon-ten)
Tanuki kaibutsugahon.jpg tanuki Tanuki.
Buchillustration, tanuki (Papier, Farbe). Edo-Zeit, 1882; aus Kaibutsu gahon (Gespenster Bilderbuch)
Bildquelle: Emakimono database. (Letzter Zugriff: 2007/1).

Tanuki und Mond

Tanuki
Affen nikko.jpg saru Die Drei Weisen Affen, Nikkō.
Halbrelief, saru (Holz). 17. Jh.; Tōshō-gū in Nikkō, Tochigi-ken
Bild © Ron Reznick, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9).

Die Drei Weisen Affen (saru), welche ihren Ursprung im kōshin-Glauben haben, sind die vielleicht berühmteste Figurengruppe innerhalb der reich ornamentierten Anlage des Tōshō-gū Schreins. Sie befinden sich an einem Nebengebäude, das einstmals als Stall diente, denn angeblich sollen Affen gut für die Gesundheit von Pferden sein. Die Affen repräsentieren das Prinzip „Nicht sehen, nicht hören, nicht reden“ (mizaru, iwazaru, kikazaru).

Die Drei Weisen Affen, Nikkō
Drei affen chichibu.jpg saru Drei lebenslustige Affen (Ogenki sanzaru).
Schnitzwerk, saru (Holz, Lack). Frühe Edo-Zeit; Chichibu Schrein, Saitama-ken
Bild © Keihin Nike, Wikipedia (jp.). (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Der Chichibu Schrein stammt aus derselben Zeit wie der berühmte Tōshō-gū Schrein, wo die Drei Affen, die nichts sehen, nicht hören und nichts ausplaudern, zu sehen sind. Die Drei Affen des Chichibu Schreins scheinen wie ein ironischer Kommentar zu dieser Gruppe, indem sie ganz offensichtlich neugierig schauen, hören und den Mund weit aufreißen. Sie werden daher auch als die „lebenslustigen Drei Affen“ bezeichnet. Das Motiv findet sich auch auf den Votivbildern des Schreins.

Drei lebenslustige Affen
Koshinto fuchu.jpg saru Kōshin-Gedenkstein (kōshin-tō).
Skulptur, saru (Stein). Edo-Zeit?; Park in Fuchū, Tōkyō
Bild © Noda Kazuo, 2009. (Letzter Zugriff: 2009/9).

Kōshin-Stein (kōshin-tō) mit dem Motiv der Drei Affen (saru) mizaru, iwazaru, kikazaru.

Kōshin-Gedenkstein
Drache kiyomizu.jpg ryū Drachen als Wasserspender.
Statue, ryū. 1861; Kiyomizu Tempel, Kyōto
Bild © Foundation J.-E. Berger. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Darstellung eines Drachen (ryū) in Form eines Wasserspenders im Kiyomizu-dera.

Drachen als Wasserspender
Drache tenno.jpg ryū Drache als Symbol kaiserlischer Herrschaft.
Stickerei, ryū
Bildquelle: Imperial Politics and Symbolism in Ancient Japan. The Tenmu Dynasty, 650–800., Herman Ooms, Honolulu: University of Hawai'i Press, 2008 (Umschlagbild).

Darstellung eines Drachen (ryū) auf einem Zeremonialgewand von Kōmei Tenno, r. 1847–1866.

Drache als Symbol kaiserlischer Herrschaft
Butsuzozui rakan9-10.jpg rakan 16 Rakan, 9 & 10.
Buchillustration, rakan (Papier). 1790; aus Butsuzō zui („Buddhistische Ikonographie“)
Bild © Ehime Universität. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Darstellung der rakan 9, Jubaka Sonja (Jīvaka), r., und 10, Handaka Sonja (Panthaka)

16 Rakan, 9 & 10
Butsuzozui rakan7-8.jpg rakan 16 Rakan, 7 & 8.
Buchillustration, rakan (Papier). 1790; aus Butsuzō zui („Buddhistische Ikonographie“)
Bild © Ehime Universität. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Darstellung der rakan 7, Kari Sonja (Kālika), r., und 8, Butara Sonja (Vajraputra)

16 Rakan, 7 & 8
Rakanji morioka.jpg rakan Halle der 500 Arhats.
Skulpturengruppe, rakan (Holz, bemalt), Detail. Edo-Zeit; Rakan-dō, Hōonji, Präfektur Morioka
Bild © Tanaka Jūyō, flickr, 2010. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Halle der 500 Arhats des Hōon-ji in Morioka, Nordjapan. Die Halle wurde 1735 errichtet und 1858 erneuert. Im Mittelpunkt steht der Rushana Buddha des Kegon Sutras, umgeben von Zehn Schülern und den Sechzehn Arhats. Die Fünfhundert Arhats bilden das größere Gefolge des Buddhas. Die Statuen sind z.T. älter als die Halle und stammen aus der Kyōto-Region.

Halle der 500 Arhats
Butsuzozui rakan5-6.jpg rakan 16 Rakan, 5 & 6.
Buchillustration, rakan (Papier). 1790; aus Butsuzō zui („Buddhistische Ikonographie“)
Bild © Ehime Universität. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Darstellung der rakan 5, Dakora Sonja (Nakula), r., und 6, Badara Sonja (Bhadra)

16 Rakan, 5 & 6
Butsuzozui rakan3-4.jpg rakan 16 Rakan, 3 & 4.
Buchillustration, rakan (Papier). 1790; aus Butsuzō zui („Buddhistische Ikonographie“)
Bild © Ehime Universität. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Darstellung der rakan 3, Dakabarida Sonja (Kanaka Bharadvāja), r., und 4, Sobinda Sonja (Subinda)

16 Rakan, 3 & 4
Butsuzozui rakan13-14.jpg rakan 16 Rakan, 13 & 14.
Buchillustration, rakan (Papier). 1790; aus Butsuzō zui („Buddhistische Ikonographie“)
Bild © Ehime Universität. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Darstellung der rakan 13, Ingada Sonja (Angaja), r., und 14, Banabashi Sonja (Vanavāsin)

16 Rakan, 13 & 14
Butsuzozui rakan15-16.jpg rakan 16 Rakan, 15 & 16.
Buchillustration, rakan (Papier). 1790; aus Butsuzō zui („Buddhistische Ikonographie“)
Bild © Ehime Universität. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Darstellung der rakan 15, Ajita Sonja (Ajita), r., und 16, Chūda Hantaka Sonja (Cūda-Panthaka)

16 Rakan, 15 & 16
Butsuzozui rakan11-12.jpg rakan 16 Rakan, 11 & 12.
Buchillustration, rakan (Papier). 1790; aus Butsuzō zui („Buddhistische Ikonographie“)
Bild © Ehime Universität. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Darstellung der rakan 11, Ragora Sonja (Rāhula)r., und 12, Nagasaina Sonja (Nāgasena)

16 Rakan, 11 & 12
Butsuzozui rakan1-2.jpg rakan 16 Rakan, 1 & 2.
Buchillustration, rakan (Papier). 1790; aus Butsuzō zui („Buddhistische Ikonographie“)
Bild © Ehime Universität. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Darstellung der rakan 1, Batsuradaja Sonja (Pindola Bharadvāja), r., und 2, Kyadakabasha Sonja (Kanakavatsa)

16 Rakan, 1 & 2
Arhats kawagoe1.jpg rakan Tuschelnde Arhats.
Statue, rakan (Stein), Detail. Edo-Zeit, 1782–1825; aus der Serie 500 Arhats; Kita-in, Kawagoe, Saitama-ken
Bild © Yuichi Momma, flickr, 2011. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Bei genauer Betrachtung erkennt man bei beiden arhat-Figuren „Narben“ im Hals- und Brustbereich. Es sind Spuren der anti-buddhistischen Ausschreitungen in den ersten Jahren der Meiji-Zeit (ab 1868), in denen buddhistische Steinstatuen systematisch enthauptet wurden. Später wurden viele dieser Statuen wieder in Stand gesetzt.

Tuschelnde Arhats
Arhat kawagoe3.jpg rakan Freundlicher Arhat.
Skulptur, rakan (Stein), Detail. Edo-Zeit, 1782–1825; aus der Serie 500 Arhats; Kita-in, Kawagoe, Saitama-ken
Bild © Frank Gualtieri (fg2), Wikimedia Commons, 2009. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Skulptur eines fröhlichen rakan

Freundlicher Arhat
Arhat kawagoe2.jpg rakan Arhat.
Statue, rakan (Stein), Detail. Edo-Zeit, 1782–1825; aus der Serie 500 Arhats; Kita-in, Kawagoe, Saitama-ken
Bild © Frank Gualtieri (fg2), Wikimedia Commons, 2009. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Skulptur eines veträumt dasitzenden arhat

Arhat
Binzuru todaiji.jpg rakan Binzuru Sonja.
Skulptur, rakan (Holz, bemalt), Detail. Edo-Zeit; Tōdaiji, Nara
Bild © Mazimilian, flickr, 2006. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Der berühmte Binzuru (Pindola) des Tōdaiji in Nara, ein überlebensgroßer arhat, der als wundertätige Statue gilt und daher arg abgegriffen ist. Das Gewand, das in Japan allen volkstümlichen Heiligenfiguren angezogen wird, schützt ihn wohl auch vor weiterem Schaden.

Binzuru Sonja
Hannya edo.jpg oni Hannya Maske.
Nō-Maske, oni (Holz, bemalt). Edo-Zeit, 18. Jh.; im Besitz des Tokyo National Museums; 21,2 × 13,9 cm
Bild © Tokyo National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Hannya Maske: Darstellung einer zum Dämon (oni) gewordenen Frau.

Hannya Maske
Tsuno daishi.jpg oni Tsuno Daishi.
Hängerollbild, oni (Seide, Gold, Farbe, Tusche). 19. Jh.; Völkerkundemuseum Zürich (Inv.-Nr. 19450); 84 x 27,9 cm
Bild © Tomoe Steineck, Martina Wernsdörfer, Raji Steineck, WegZeichen: Japanische Kult- und Pilgerbilder. Die Sammlung Wilfried Spinner (1854–1918). Zürich: VMZ (Ausstellungskatalog), Abb. 9.

Seltene Darstellung des „Gehörnten Großmeisters“ (Tsuno Daishi) als „realistischer“ oni. Die Wunschperle auf seinem Kopf identifiziert ihn als menschenfreundliche Schutzgottheit.

Tsuno Daishi
Hannya.jpg oni Gehörnte Hannya.
Maske, oni (Holz, Lack). Edo-Zeit; Höhe: 24,2 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Standard-Maske im für „wahnsinnige Frauen“ (hannya).

Gehörnte Hannya
Schlange izumo.jpg ofuda Schlangengott des Großschreins [von Izumo].
Ofuda (Tusche und Farbe auf Papier (handkolorierter Druck)). 19. Jh.; Völkerkundemuseum Zürich (Inv.-Nr. 19423); 124 x 37 cm
Bild © Tomoe Steineck, Martina Wernsdörfer, Raji Steineck, WegZeichen: Japanische Kult- und Pilgerbilder. Die Sammlung Wilfried Spinner (1854–1918). Zürich: VMZ (Ausstellungskatalog), Abb. 66.

Dieses Bild aus dem Großschrein von Izumo stellt dessen Gottheit als Schlangen- (oder Drachen-) Gottheit dar, die aber nicht als Bedrohung, sondern als Glücksbringer anzusehen ist. Die Bildinschrift erklärt:

Dass man den Zehnten Monat [hier] den „Monat der anwesenden Götter“ nennt, hat seinen Grund darin, dass sich die acht Millionen Götter jährlich im zehnten Monat in Ame no Hisumi no Miya (Izumo Schrein) versammeln. Zu dieser Zeit kommt [der Schlangengott von Izumo] als Bote des Drachengottes an den Strand von Inasa im Lande Izumo, behütet uns vor den Plagen von Wasser, Feuer und Wind und entscheidet über die Bande zwischen Männern und Frauen.

Schlangengott des Großschreins [von Izumo]
Hoshi mandara boston.jpg nyorai, mandara Sternenmandala (Hoshi mandara).
Hängerollbild, nyorai, mandara (Farbe, Tusche auf Seide). Edo-Zeit; 83 x 51,9 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/8)
William Sturgis Bigelow Collection.

In der Mitte trohnt Buddha auf dem Weltenberg Shumisen, um den Berg herum sind die Neun Planeten sowie die Sterne des Großen Wagens zu sehen. Außerhalb befinden sich die westlichen Sternzeichen und die chinesischen Sternbilder.

Sternenmandala
Dainichi sonshomandara edo .jpg nyorai Dainichi als zentrale Figur eines Mandalas (Sonshō mandara).
Hängerollbild, nyorai (Farbe und Gold aus Seide), Detail. Edo-Zeit; 127 x 61 cm
Bild © Online Archive of California. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)
Ruth and Sherman Lee Institute for Japanese Art.
Dainichi als zentrale Figur eines Mandalas
Amida nyorai zu.jpg nyorai Buddha.
Buchillustration, nyorai. Edo-Zeit, 1702
Bild © Ryukoku University Library. (Letzter Zugriff: 2011/12/03).

Buddha Amida Nyorai in seiner klassischen Haltung, sitzend und mit der mudra der Meditation.
Die Abbildung geht auf das älteste japanische Handbuch der buddhistischen Ikonographie zurück. Das Werk ist unter den Titeln Zuzōshō 図像抄 („Abriss von Skizzen [buddhistischer] Statuen“) oder Jikkanshō 十巻抄 („Abriss in zehn Bänden“) bekannt und wird wahlweise Byōdōbō Yōgon (1075–1151) oder Shōjōbō Ejū (1060–1144) zugeschrieben. In jedem Fall gehörte der Autor der Shingon-Schule an. Die Details der Darstellungen haben sich seit der ersten Abfassung des Werkes bemerkenswert wenig geändert.
Die vorliegende Abbildung entstammt der Abschrift einer Abschrift des originalen Zuzōshō und wurde laut Kolophon 1702 (Genroku 15) angefertigt.

Buddha
Nio jinguji.jpg niō Niō.
Statue, niō; Wakasa Jingū-ji, Obama, Präfektur Fukui
Bild © 663highland, Wikimedia Commons (jap.), 2010. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Hier ist die Körpersprache der beiden Wächterfiguren (niō) — UN-gyō (geschlossener Mund) beruhigend, A-gyō (offener Mund) aufbrausend — besonders gut zu erkennen.

Niō
Nio ninnaji.jpg niō Niō des Ninna-ji.
Statue, niō (Holz, bemalt). Frühe Edo-Zeit, 1637–46; Ninna-ji, Kyōto
Bild © 663highland, Wikimedia Commons, 2010 (bearbeitet). (Letzter Zugriff: 2016/9).

Die niō sind von Zaunpfählen umgeben, die die Form eines einzackigen vajra — ein häufiges Attribut der niō — haben.

Niō des Ninna-ji
Sayohime 1.jpg nara-ehon Sayohime und die Riesenschlange.
Buchmalerei, nara-ehon (Farbe und Goldtusche auf Papier). Edo-Zeit, 17. Jh.; aus Nare ehon Sayohime; 23,5 x 17,5 cm
Bild © Museum Angewandte Kunst Frankfurt, Foto: Ute Kunze. (Letzter Zugriff: 2017/2/7)
Sammlung Voretzsch, #12784.

Matsura Sayohime, die sich selbst einem Menschenhändler verkauft hat, wird einer Schlangengottheit als Opfer dargebracht. Durch Rezitation des Lotos Sutras wird die Schlange bekehrt und das Mädchen gerettet. Die Legende wurde in der vorliegenden Version wahrscheinlich in der Muromachi-Zeit verschriftlicht, ist aber in der Heian-Zeit, also in grauer Vorzeit, angesiedelt.

Sayohime und die Riesenschlange
Sayohime 2.jpg nara-ehon Sayohimes Ritt auf der Riesenschlange.
Buchmalerei, nara-ehon (Farbe und Goldtusche auf Papier). Edo-Zeit, 17. Jh.; aus Nare ehon Sayohime; 23,5 x 17,5 cm
Bild © Museum Angewandte Kunst Frankfurt, Foto: Ute Kunze. (Letzter Zugriff: 2017/2/7)
Sammlung Voretzsch, #12784.

Matsura Sayohime, wird von einer Schlangengottheit, die sie zum Buddhismus bekehrt hat, auf wundersame Weise durch ganz Japan transportiert. Die Legende wurde in der vorliegenden Version wahrscheinlich in der Muromachi-Zeit verschriftlicht, ist aber in der Heian-Zeit, also in grauer Vorzeit, angesiedelt.

Sayohimes Ritt auf der Riesenschlange
Kanameishi2.jpg namazu-e, fukujin Erdbeben-Wels und schlafender Ebisu.
Welsbild, namazu-e, fukujin. 1844
Bild © Kichō shiryō gazō database, (Tōkyō Metropolitan Library) Stichwort 鯰. (Letzter Zugriff: 2011/10).

Oben: Der Erdbeben-Wels (namazu) und die Zerstörungen, die er anrichtet.
Bildmitte: Der Gott von Kashima reitet eilig herbei. Links der Donnergott.
Unten: Der „Schlussstein“ (kanameishi 要石) und der schlafende Gott Ebisu, der den Gott von Kashima vertreten sollte.

Obwohl Ebisu oft als lachender, jugendlicher Glücksgott dargestellt wird, gibt es auch Legenden, denen zufolge er schwerhörig ist und aus diesem Grund den alljährlichen Aufruf an die Götter, sich im Oktober in Izumo zu versammeln, nicht hört (oder hören will). Er bleibt daher als „Aufpassergott“ (rusugami) in seiner Heimatregion. Doch auch diese Aufgabe erfüllte er im 10. Monat 1855, als der Erdbebenwels das große Ansei-Beben verursachte, nicht sorgfältig genug.

Erdbeben-Wels und schlafender Ebisu
Namazu bordell.jpg namazu-e Quartier der Strapazen und Feuersbrünste.
Welsbild, namazu-e. Wahrscheinlich 1855
Bildquelle: Miyata Noboru, Takada Mamoru, Namazue: Shinsai to Nihon bunka. Tōkyō: Ribun Shuppan, 1995, S. 227 und 314.

Notdürftig maskierte Erdbeben-Welse (namazu) besichtigen ein Bordell und werden von den dortigen Damen an den Bärten herangezogen. Das Bild trägt den Titel „Unterkunft der Strapazen und Feuersbrünste“. Unter „Unterkunft“ oder „Leihwohnung“ (jap. karitaku) verstand man zu dieser Zeit billige Bordelle. Diese waren als Ersatz für das vom Erdbeben zerstörte Nobel-Freudenviertel Yoshiwara errichtet worden. Somit wurde dank des Erdbebens die Prostitution in Edo weiter verbreitet und allgemein erschwinglicher. Auch das ein „positiver“ Effekt für die ärmere Bevölkerung.

Quartier der Strapazen und Feuersbrünste
Namazu.jpg namazu-e Die Namazu von Shinano und Edo.
Farbholzschnitt, namazu-e (Papier, Farbe). 1855
Bild © Kichō shiryō gazō database, (Tōkyō Metropolitan Library) Stichwort 鯰. (Letzter Zugriff: 2011/10).

Die beiden Welse (namazu) in der Bildmitte tragen die Schriftzeichen für „Shinshū“ und „Edo“. Dies bezieht sich auf das sog. Zenkō-ji Erdbeben in Shinano (Shinshū, heute Nagano, 1847) und das Erdbeben in Edo (1855). Der groß geschriebene Text ist ein „Erdbeben-Abwehr-Lied“, in dem die neuen Freudenviertel, die nach dem Erdbeben errichtet wurden, gefeiert werden.

Ganz oben sieht man den verzweifelten Gott von Kashima, darunter den Donnergott. Die meisten Bürger der Stadt sind wütend auf die namazu, manche aber zweifeln.

Bilderläuterung: Miyata Noboru, Takada Mamoru, Namazue: Shinsai to Nihon bunka. Tōkyō: Ribun Shuppan, 1995, S. 266–267.

Die Namazu von Shinano und Edo
Namazu kanemochi.jpg namazu-e Abtransport des Reichtums (Mochimaru takara no debune).
Welsbild, namazu-e. 1855
Bildquelle: Miyata Noboru, Takada Mamoru, Namazue: Shinsai to Nihon bunka. Tokyo: Ribun Shuppan, 1995, S. 225 und 299 (#90).

Ein Erdbeben-Wels (namazu) schüttelt einen reichen Kaufmann, bis er Geld erbricht, um das sich die Armen raufen. Der Wels mahnt den Kaufmann, in Zukunft mehr Mitleid mit den Armen zu haben. Die Armen wiederum meinen, dass es besser ist, das Geld im Bordell auszugeben, da sowieso bald wieder ein Erdbeben kommt.

Abtransport des Reichtums
Namazu ken.jpg namazu-e Erdbeben Ken.
Welsbild, namazu-e. Edo-Zeit
Bild © University of Tōkyō Library. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Das Bild illustriert ein Sprichwort der Edo-Zeit: „Die größten Gefahren sind: Erdbeben, Gewitter, Feuer — und Väter.“ Donnergott, Erdbeben-Wels (namazu) und Feuer spielen Ken, der Vater bewirtet sie dabei.

Erdbeben Ken
Jishin omamori.jpg namazu-e Talisman gegen Erdbeben.
Welsbild, namazu-e. 1855
Bildquelle: Miyata Noboru, Takada Mamoru, Namazue: Shinsai to Nihon bunka. Tōkyō: Ribun Shuppan, 1995, S. 110 und 262.

Der Bildtext des namazue lautet:

Erdbebenschutz

Das Orakel des Kashima Ahnenschreins besagt: „Solange ich auf diesem Boden weile, soll kein Halm auf den Bergen, Flüssen, Gräsern und Bäume und kein Sandkorn an den Gestaden der blauen See Schaden nehmen, auch wenn die Erde bebt.“ Wer diesen Spruch morgens und abends sagt, wird ohne Fehl vor allen Übeln und Gefahren, vor Feuer, Wasser und Erdbeben gefeit sein. Und wer den Zettel, wo dies steht, an den Pfeilern in Ost und West, Süd und Nord anbringt, dessen Haus wird nicht einstürzen und nicht zerstört werden.

Talisman gegen Erdbeben
Namazue daikoku.jpg namazu-e Welsbild mit Daikoku.
Farbholzschnitt, namazu-e. Wahrscheinlich 1855
Bildquelle: Tōkyō Metropolitan Library. (Letzter Zugriff: 2011/3).

Bildinhalt: Nachdem der Gott von Kashima (Bildmitte) den Wels (namazu) wieder unter Kontrolle gebracht hat, tritt der Glücksgott Daikoku auf den Plan und lässt Geld regnen, das den einfachen Bauarbeitern zugute kommt. Der Text ist ein „Erdbeben-Abwehr-Lied“, welches besagt:

Der Wassergott (Mizu-no-kami) hat uns das Leben gerettet, jetzt gehen wir zu den Huren (Rokubu), wie schön!

Bilderläuterung: Miyata Noboru, Takada Mamoru, Namazue: Shinsai to Nihon bunka. Tōkyō: Ribun Shuppan, 1995, S. 319–320.

Welsbild mit Daikoku
Namazue ise pferd 1855.jpg namazu-e Das Götterpferd des kaiserlichen Ise Schreins.
Welsbild, namazu-e. 1855
Bildquelle: Tōkyō Metropolitan Library. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Dieses Bild zeigt, wie die Gottheit von Ise, hier als Pferd dargestellt, den Erdbebenwels (namazu) besiegt. Es entstand in der Folge des großen Erdbebens von 1855 (Ansei 2), das vor allem in Edo (Tōkyō) großen Schaden anrichtete. Der dem Bild eingeschriebene Text berichtet davon, dass die Gottheit von Ise im Zuge des Erbebens als weißes Pferd (uma) durch die Straßen der Stadt gallopierte und all jene, die zu ihr beteten, vor Unheil bewahrte. Zur gleichen Zeit erfreuten sich Wallfahrten nach Ise einer großen Beliebtheit. Es kündigte sich darin bereits eine neue Aufwertung des Tennō an, die schließlich im Jahr 1868 in Gestalt der Meiji-Restauration vollzogen wurde.

Das Götterpferd des kaiserlichen Ise Schreins
Ryuko sannin.jpg namazu-e Bekannte Figuren im Rausch.
Welsbild, namazu-e. Edozeit
Bildquelle: University of Tōkyō Library. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Ein Reicher, eine Geisha und ein Handwerker verzehren zusammen einen Wels (namazu). Der Text besagt: Der Reiche, ein zorniger Trinker; der Handwerker, ein fröhlicher Trinker; die Geisha, eine weinende Trinkerin. Noch einmal wird hier satirisch auf die vom Erdbeben betroffenen Berufsgruppen angespielt. In der Darstellung nehmen die drei unbewusst Haltungen ein, die den Gesten des Ken-Spiels ähneln.

Bekannte Figuren im Rausch
Kanameishi.jpg namazu-e Schlussstein und Schwertgott.
Welsbild, namazu-e. Edo-Zeit
Bildquelle: Miyata Noboru, Takada Mamoru, Namazue: Shinsai to Nihon bunka. Tōkyō: Ribun Shuppan, 1995, S. 105.

Im oberen Teil des Bildes sieht man den „Schlussstein“ (kaname-ishi) das Kashima Schreins umgeben von einem Zaun und einem torii. Mit Hilfe dieses Steins, der weit ins Erdreich hinunterreichen soll, gelang es dem Gott von Kashima — dem Volksglauben der Edo-Zeit zufolge — den Erdbebenwels (namazu) im Erdinneren in Zaum zu halten.
Im unteren Bildteil sieht man den Gott von Kashima, der auch als Schwertgott bekannt ist, und den Wels in figurativer Gestalt.
Rund um die beiden sind Werkzeuge und Geldmünzen zu sehen, welche den Wiederaufbau nach dem Erdbeben symbolisieren.

Schlussstein und Schwertgott
Seppuku namazu.jpg namazu-e Erdbeben-Wels.
Welsbild, namazu-e. 1855
Bildquelle: Miyata Noboru, Takada Mamoru, Namazue: Shinsai to Nihon bunka. Tokyo: Ribun Shuppan, 1995, S. 9.

Der Erdbeben-Wels (namazu), der das Erdbeben von 1855 hervorgerufen hat, ist von einem Pfeil des Gottes Kashima Daimyōjin getroffen worden und begeht Selbstmord durch seppuku (Harakiri). Im Hintergrund, unterhalb des Gottes, sind links die verstorbenen Opfer des Bebens, rechts die Geschädigten (Großhändler, Daimyos, etc.) zu sehen. Aus dem Bauch des Welses strömt Geld (das offenbar den Armen zugute kommt).

Erdbeben-Wels
Bato rinnoji.jpg myōō Batō Kannon.
Statue, myōō (Holz, vergoldet). Edo-Zeit, 1565; Rinnō-ji, Nikkō; Sitzhöhe: 301,3cm
Bild © Shimotsuke Original Online News, 2015/11/19. (Letzter Zugriff: 2016/10/3).

Achtarmiger Batō Kannon des Tempels Rinnō-ji in Nikkō, während der Restaurierungsarbeiten im Jahr 2015. Die Teile der Statue wurden einzeln behandelt und hier erneut wieder zusammengesetzt. Die Statue ist Teil einer Dreiergruppe, bestehend aus Amida, Senju Kannon und eben Batō Kannon.

Batō Kannon
Bato2.jpg myōō Batō Kannon in Mönchsgewand.
Statue, myōō (Stein). 1823; Nerima-ku, Tōkyō
Bild © Nerima no rekishi to bunkazai.

Batō Kannon im Mönchsgewand, gefertigt aus Stein.

Batō Kannon in Mönchsgewand
Bato fujino.jpg myōō Batō Kannon.
Statue, myōō (Stein). 1850; Fujino, Präfektur Kanagawa
Bild © Japanese Buddhist Statuary, 1999. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Steinstatue des Batō Kannon.

Batō Kannon
Bato kamuriki.jpg myōō Batō Kannon.
Statue, myōō (Stein); Kamuriki-yama, Nagano-ken
Bild © Sarashina Renesansu (j.). (Letzter Zugriff: 2016/9/6).

Volkstümliche Darstellung des Batō Kannon (Kannon mit Pferdekopf).

Batō Kannon
Bato kannon zuzosho.jpg myōō Batō Kannon.
Buchillustration, myōō, Detail. Edo-Zeit; aus Zuzōshō, 1702
Bild © Ryukoku University Library. (Letzter Zugriff: 2016/09/06).

Kannon in Form eines esoterischen myōō mit Pferdekopf (Batō Kannon). Die Abbildung stammt aus einer Edo-zeitl. Kopie des ältesten japanischen Handbuchs der buddhistischen Ikonographie (Zuzōshō 図像抄, „Abriss von Skizzen [buddhistischer] Statuen“, 12. Jh.).

Batō Kannon
Acala tibet.jpg myōō Acala (fudō).
Myōō. Nepal, 19. Jh.
Bild © Himalayan Art. (Letzter Zugriff: 2016/8).
Acala
Fudo22.jpg myōō Fudō Myōō.
Buchillustration, myōō (Papier, Farbe). Edo-Zeit, 1702
Bild © Ryūgoku University Library. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Fudō Myōō mit Schwert und Flammen-Nimbus. Kopie des verlorenen Zuzōshō (1239).

Fudō Myōō
Bato sogyo.jpg myōō Batō Kannon in Mönchsgewand.
Statue, myōō (Stein). Edo-Zeit, 1823; Honju-in, Nerima-ku, Tōkyō
Bild © Bushū chiiki isan tankyūkai. (Letzter Zugriff: 2016/9/6).

Seltene Darstellung des Batō Kannon als Pferd in Mönchstracht.

Batō Kannon in Mönchsgewand
Gozanze zuzosho.jpg myōō Gōzanze Myōō.
Buchillustration, myōō (Papier, Farbe). Edo-Zeit, 1702
Bild © Ryūgoku University Library. (Letzter Zugriff: 2011/10).

Gōzanze Myōō (skt. Trailokyavijaya), mit vier Gesichtern und acht Armen, auf den Körpern von Shiva und seiner Gespielin Parvati (Umā) tanzend. Kopie des verlorenen Zuzōshō (1239).

Gōzanze Myōō
Matsunoodera bato kannon.jpg myōō Batō Kannon.
Statue, myōō (Holz, vergoldet). Edo-Zeit; Matsunoo-dera
Bild © The Tale of Genji, 2006. (Letzter Zugriff: 2016/9/6).

Batō Kannon mit weißem Pferdekopf und drei zornvollen Gesichtern. Station 29 der „Westlichen Kannon Pilgerroute“. Diese Staue ist ein „Geheimer Budda“ (hibutsu) und wird nur alle 77 Jahre einmal hergezeigt. Der Tempel selbst beruft sich auf eine Gründungslegende, laut der Kannon mit dem Pferdekopf hier in der Nara-Zeit erschienen sein soll.

Batō Kannon
Hadaka okayama edo.jpg matsuri Nacktfest des Saidai-ji, Okayama.
Querbildrolle, matsuri (Papier), Detail. 17. Jh.; Saidai-ji, Okayama
Bildquelle: Wada Yoshio. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Auszug aus der Bildrolle Saidai-ji engi, welche das hadaka matsuri des Saidai-ji zeigt.

Nacktfest des Saidai-ji, Okayama
Makakara daikoku.jpg mandara Mahakala (Makakara).
Mandara. Edo-Zeit; aus Ishin. Chūsei Nihon no mikkyōteki sekai („Seltsame Götter: Die esoterische Welt des japanischen Mittelalters“), Yamamoto Hiroko; Chōrin-ji, Präfektur Kagawa.

Makakara (oder auch Daikoku, skt. Mahakala) hier als zentrale Figur eines ihm gewidmeten Mandala (Makakara mandara). Die Abbildung entstammt dem Titelblatt eines Buches zu diesem Thema.

Mahakala
Kumano mandara.jpg mandara Kumano Mandala (Kumano kanshin jikkai mandara).
Rollbild, mandara, Detail. Edo-Zeit, 17. Jh..

Der Ausschnitt dieses Mandalas zeigt die japanische Unterwelt (jigoku) nach geläufigen buddhistischen Vorstellungen der Edo-Zeit. Torii dienen zur Abgrenzung der einzelnen Bereiche der Wiedergeburt.

Kumano Mandala
Koshinto omiya.jpg kōshin-tō Kōshin-Gedenkstein.
Kōshin-tō; Ōmiya, nōrdl. von Tōkyō
Bild © Nakasendō nisshi, 2000. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Hier scheint es sich um eine Kombination aus Kōshin- und Wegegottheit (dōsojin) zu handeln.

Kōshin-Gedenkstein
Koshinto kunisaki2.jpg kōshin-tō Kōshin-Gedenkstein.
Statue, kōshin-tō; Halbinsel Kunisaki, Kyūshū.

Die Drei Affen (saru) als mizaru, iwazaru, kikazaru sind recht klein im unteren Feld des Reliefs zu sehen. Darüber Shōmen Kongō und zwei Begleiter. Die Vögel (Hühner) zu Füßen der Gottheit sind ebenfalls ein häufiges Motiv auf Kōshin-Steinen (kōshin-tō). Sie haben möglicherweise damit zu tun, dass auf den Tag des Affen der Tag des Hahns folgt und somit der Hahn dem Kōshin-Spuk ein Ende bereitet.
Die Halbinsel Kunisaki ist auch für andere eindrucksvolle Steinmonumente, z.B. Wächterstatuen (Niō) bekannt.

Kōshin-Gedenkstein
Koshinto kitashinjuku.jpg kōshin-tō Kōshin-Gedenkstein.
Kōshin-tō; Shinjuku, Tōkyō
Bild © Nakasendō nisshi, 2000. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Zwei Affen (saru) sowie Hahn und Henne sind auf diesem kōshin-tō abgebildet.

Kōshin-Gedenkstein
Koshinto kamakura.jpg kōshin-tō Kōshin-Gedenkstein.
Kōshin-tō. 1695; Kamakura
Bild © Kamakura no kōshin-tō. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Drei Affen (saru) als mizaru, iwazaru, kikazaruund dem Sanskrit-Zeichen des Amida-Buddha, Sonne und Mond, sowie - nur schwer erkennbar - zwei Vögeln.
Im untersten Feld sind die Namen der Spender verzeichnet.

Kōshin-Gedenkstein
Koshinto amida.jpg kōshin-tō Kōshin-Gedenkstein.
Kōshin-tō. 1676; Kamakura
Bild © Kamakura no kōshin-tō. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Drei Affen (saru) als mizaru, iwazaru, kikazaru und einer Amida-artigen Buddhafigur.

Kōshin-Gedenkstein
Koshinto karuizawa nagano.jpg kōshin-tō Kōshin-Gedenkstein.
Kōshin-tō; Karuizawa, Präfektur Nagano
Bild © Nakasendō nisshi, 2001. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Wieder sind Shōmen Kongō, die Drei Affen (saru) als mizaru, iwazaru, kikazaru und etwas undeutlich auch Hahn und Henne zu erkennen. Der Stein ist hier mit einem shintōistischen Strohseil (shimenawa) als numinoses Objekt gekennzeichnet.

Kōshin-Gedenkstein
Komainu1.jpg komainu Komainu-Paar.
Statue, komainu (Stein). Datiert 1840; Totowaki Jinja, Fukushima-ken
Bild © komainu.net, 2003. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Zwei sehr unterschiedliche komainu-Exemplare. Der A-gyō, mit aufgestellten Ohren, erinnert frappant an den österreichischen Bundespräsidenten und ehemaligen Chef der österreichischen Grünen, Alexander Van der Bellen. Hier nicht zu sehen: Diese beiden komainu folgen einem in China üblichen Schema, bei dem das „Männchen“ (A-gyō) einen Ball und das Weibchen (UN-gyō) ein Junges unter den Pranken hält.

Komainu-Paar
Qilin ming tomb.jpg kirin Chinesisches Drachenpferd (qilin).
Halbrelief, kirin (Stein), Detail. China, Qing-Zeit, 17. Jh.; Grabmal des Generals Zu Dashou (–1656), Ming Gräber in Yongtai (bei Beijing); heute Royal Ontario Museum, Kanada
Bild © Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Reliefdarstellung eines kirin.

Chinesisches Drachenpferd
Uzume sarutahiko.jpg kami Ame no Uzume und Sarutahiko.
Illustration, kami. Späte Edo-Zeit; aus Nakatomi ōbarai ezu
Bild © Suzuka bunko, Ehime University. (Letzter Zugriff: 2009/1).

Darstellung von Ame no Uzume und Sarutahiko. Für ein sehr ähnliches Motiv von Kuniyoshi siehe hier.

Ame no Uzume und Sarutahiko
Rennyo higashihonganji 1611 knm.jpg kakemono Rennyo (1415-99).
Hängerollbild, kakemono. 1611; Higashi Honganji, Kyōto.

Portrait des Mönchs Rennyo, eines Pioniers der Jōdo Shinshū.

Rennyo (1415-99)
Arima harunobu.jpg kakemono Bodhisattva oder „Christenfürst“?.
Hängerollbild, kakemono (Seide, Farbe, Gold), Detail. Frühe Edo-Zeit; Seiun-ji, Yamatomura, Präfektur Yamanashi; 150 x 60 cm
Bild © Kōshū-shi. (Letzter Zugriff: 2011/11/30).

Offiziell handelt es sich hier um ein Abbild des buddhistischen Bodhisattvas Kokūzō (skt. Akashagarbha), der häufig mit einem Wunschjuwel, das er in Brusthöhe hält, dargestellt wird. Auf dieser Darstellung fällt allerdings auf, dass das „Wunschjuwel“ eher einem Reichsapfel mit einem Kreuz, also einem christlichen Herrschaftssymbol gleicht. Auch der Mantel des Dargestellten entspricht nicht der gängigen Bodhisattva Ikonographie. Schließlich sind in dem Gewand vier Gesichter versteckt, die ebenfalls Rätsel aufgeben. Die lange in einer Schachtel verwahrte Darstellung, deren Ursprung im Dunklen liegt, dürfte jedenfalls unter christlichem Einfluss entstanden sein.

Laut dem Japanologen Detlev Schauwecker, einem Spezialisten des „christlichen Zeitalters“ in Japan, handelt es sich in der Tat um ein Portrait des christlichen Daimyōs Arima Harunobu (1561?-1612). In den Jesuitendramen der Barockzeit tritt dieser unter dem Namen Protasio von Aryma als Idealtyp des japanischen „Christenfürsten“ auf. Tatsächlich wurde er auf Grund seines Glaubens unter Tokugawa Ieyasu verbannt und schließlich zum Tode verurteilt. Japanische Quellen deuten allerdings darauf hin, dass er dem Christentum zuvor abschwor. Sollte die vorliegende Darstellung tatsächlich Arima Harunobu abbilden, so zeigt sie ihn jedenfalls in einer perfekten Überblendung christlicher und buddhistischer Attribute.

Eine andere Theorie sieht die Darstellung in der Tradition des chinesischen Nestorianismus, also einer frühen Abspaltung des Christentums, die sich schon vor der Missionierung im 16. Jh. bis China verbreitet hatte.

Bodhisattva oder „Christenfürst“?
Ashura kumano.jpg kakemono Kumano kanshin jikkai mandara.
Hängerollbild, kakemono, Detail. Edo-Zeit, 17. Jh..

Der Ausschnitt zeigt die Welt der Ashura. (siehe auch Höllen)

Kumano kanshin jikkai mandara
Kumano sankei mandara.jpg kakemono Kumano kanshin jikkai mandara.
Hängerollbild, kakemono. Edo-Zeit, 17. Jh..

Im oberen Teil eine Lebenstreppe, die das menschliche Leben von der Geburt bis zum Tod darstellt. Darunter Amidas Reines Land (jōdo), der Gerichtshof Enmas, und schließlich, in der unteren Bildhälfte, die Hölle (jigoku).

Kumano kanshin jikkai mandara
Daruma spielzeug.jpg hōsō-e Daruma als Kinderspielzeug.
Farbholzschnitt, hōsō-e. Edo-Zeit, 19. Jh.
Bild © Japanese Woodblock Print Collection, UC San Francisco. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Spielzeug, das Kinder besonders bei Krankheiten stärken soll, u.a. die Daruma-Puppe. Das Bild enthält auch eine Werbung für leichtes Gebäck (karuyaki senbei), die man bei Besuchen von kranken Kindern als Geschenk mitbrachte (Kusuri no hakubutsukan).

Daruma als Kinderspielzeug
Gorinto mimizuka.jpg gorintō Gorintō, Mimizuka, Kyōto.
Grabmonument, gorintō (Stein). Errichtet 1773
Bild © Frank Gualtieri, Wikimedia Commons 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Das Monument in Form eines gorintō-Grabsteins ist mit deutlich erkennbaren Sanskrit-Zeichen versehen, die die fünf Elemente der buddhstischen Naturlehre symbolisieren. Es befindet sich auf dem Mimizuka ("Ohrenhügel") in Kyōto, wo die Nasen und Ohren der koreanischen Kriegsgegner, die im Zuge von Toyotomi Hideyoshis Korea-Invasion (1592–98) getötet wurden, beigesetzt sind. Zugleich ein Zeichen des Triumphes und der Bitte um Vergebung.

Gorintō, Mimizuka, Kyōto
Gorinto koya.jpg gorintō Grabsteine.
Gorintō (Stein); Oku-no-in, Berg Kōya
Bild © Gregor Hohpe, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8).
Grabsteine
Gorinto kuroda.jpg gorintō Grabanlage der Kuroda.
Grabsteine, gorintō (Stein). Edo-Zeit; Tōchō-ji, Fukuoka, Kyushu
Bild © Bernhard Scheid, flickr, 2018. (Letzter Zugriff: 2018/12/1).

Grabanlage der Familie Kuroda, die in der Edo-Zeit über das Daimyat Fukuoka, heute Teil der Präfektur Fukuoka im Norden Kyushus herrschten. Die Grabsteine sind im klassischen gorintō-Stil gehalten. Die Anlage befindet sich auf dem Gelände des Tempels Tōchō-ji, des ältesten Shingon-Tempels auf Kyushu. Der zentrale Grabstein birgt die Urne des zweiten Kuroda Daimyo, Tadayuki (1602–1654), der ein großer Förderer dieses Tempels war.

Grabanlage der Kuroda
Daikoku motoyama.jpg fukujin Sanmen-Daikoku.
Statue, fukujin. Edo-Zeit; Motoyama-dera, Tempel der Pilgerroute in Shikoku
Bild © Bernhard Scheid, 2007.

Dreiköpfiger Daikoku mit den Zusatzgesichtern von Bishamon-ten und Benzaiten.

Sanmen-Daikoku
Daikoku zushi.jpg fukujin Daikoku.
Statue, fukujin (Holz, bemalt, vergoldet). 19. Jh..

Daikoku in einem Miniaturschrein (zushi).

Daikoku
Fukurokuju hotei.jpg fukujin Fukurokuju, Jurōjin und Hotei.
Buchillustration, fukujin (Papier, Tusche), Detail. Edo-Zeit, spätes 18. Jh; aus Bildenzyklopädie Kinmōzui („Erbauliche Lehren in Bildern“), erweiterte Fassung, Bd. 10
Bild © Universität Kyushu. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Die drei Glücksgötter (Shichi Fukujin) Fukurokuju, Jurōjin und Hotei.

Fukurokuju, Jurōjin und Hotei
Sanmen daikoku.jpg fukujin Sanmen Daikoku.
Buchillustration, fukujin (Papier). 1790; aus Butsuzō zui („Buddhistische Ikonographie“)
Bild © Ehime Universität. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Daikoku mit den zusätzlichen Gesichtern von Bishamon und Benzaiten. Die Inschrift zum Dreiköpfigen Daikoku in diesem Edo-zeitlichen Bildlexikon besagt folgendes: „Sanmen Daikoku-ten: Als Dengyō Daishi (Saichō) [das Kloster auf] Berg Hiei errichtete, erschien [Daikoku] mit drei Gesichtern, um die dreitausend Mönche [des Klosters] zu schützen.“

Sanmen Daikoku
Sanmendaikoku eishinji.jpg fukujin Dreigesichtiger Daikoku.
Statue, fukujin (Holz). Wahrscheinlich Edo-Zeit; Eishin-ji, Tōkyō
Bildquelle: NaoMa, J-Blog. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Abbildung des Daikoku, der Legende nach von Kūkai geschnitzt, wahrscheinlich jedoch aus der Edo-Zeit. Der Tempel Eishin-ji befindet sich im Norden des Ueno Parks, wo im 19. Jahrhundert die ersten Rundgänge zu Schreinen der Sieben Glücksgötter angelegt wurden. Heute ist er Teil der Shitaya-Fukujin-Route, wo Wallfahrtsorte der Glücksgötter auf ca. 3km aufgefädelt sind. Die Route entstand 1975.

Dreigesichtiger Daikoku
Hikohohodemi.jpg emakimono Hiko Hohodemi auf dem Rückweg an Land.
Querbildrolle, emakimono (Papier, bemalt), Detail. Muromachi- oder Edo-Zeit; aus Kamiyo monogatari (Geschichten aus der Götterzeit)
Bild © Ekkyō suru e-monogatari. (Ausstellungskatalog, Univ. Nagoya.) Nishio-shi: Iwase Bunko, 2016, S. 2.. (Letzter Zugriff: 2017/3/23).

Hiko Hohodemi auf einem Krokodil-artigen Meeresungeheuer (wani), in Begleitung des Meeresgottes Watatsumi und seiner Töchter. Watatsumi hält den wieder gefundenen Angelhaken in der Hand, während seine Töchter die magischen Flutsenke- und Fluthebe-Juwelen mit sich tragen.

Hiko Hohodemi auf dem Rückweg an Land
Gangoji engi 2.jpg emaki Zerstörung der ersten Tempel.
Querbildrolle, emaki (Papier, bemalt), Detail. 1661; aus Gangō-ji engi (Chronik des Gangō-ji)
Bild © Staatsbibliothek zu Berlin. (Letzter Zugriff: 2016/10/8).

Die ersten japanischen Tempel in der Zeit des Bidatsu Tennō (685) werden aus Furcht vor der Bestrafung durch die kami wieder zerstört. Illustration einer Kopie des Gangō-ji engi aus der frühen Edo-Zeit.

Zerstörung der ersten Tempel
Kurobune.jpg emaki Schwarze Schiffe (kurobune).
Querbildrolle, emaki (Papier, Farbe) (2), Detail. Edo-Zeit, 1854
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Drei Schiffe des Geschwaders von US Commodore Matthew Perry bei seinem zweiten Besuch Japans, 1854. Perry war mit insgesamt neun Schiffen und etwa 1800 Mann Besatzung unterwegs. Im Vordergrund das Flaggschiff „Powhatan“ — der als kurobune bekannt gewordenen Schiffe — Amerikas dritter, brandneuer Schaufelraddampfer (1850). Das Bild stammt aus einer japanischen Querbildrolle auf der Grundlage von Zeichnungen von Hibata Ōsuke, der den Besuch der Amerikaner und ihre technischen Wunderwerke akribisch aufzeichnete.

Schwarze Schiffe
Nonnenordination.jpg emaki Ordination der ersten japanischen Nonnen.
Querbildrolle, emaki (Papier, bemalt), Detail. 1661; aus Gangō-ji engi (Chronik des Gangō-ji)
Bild © Staatsbibliothek zu Berlin. (Letzter Zugriff: 2016/10/8).

Drei junge Mädchen werden in der Zeit des Bidatsu Tennō (685) durch eingewanderte koreanische Buddhisten zu Nonnen geweiht. Illustration einer Kopie des Gangō-ji engi aus der frühen Edo-Zeit.

Ordination der ersten japanischen Nonnen
Tauben ema.jpg ema Weiße Tauben.
Votivbild, ema. 1859; Kido Hachiman Schrein, Fukushima-ken; 29,5 x 37,5cm
Bild © Naraha no ema, Universität Fukushima. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Tauben (hato) als Tierbegleiter der Gottheit Hachiman, hier auf einem ema dargestellt.

Weiße Tauben
Ema 1712.jpg ema Ema mit Pferde-Motiv, 1712.
Votivbild, ema (Holz). Edo-Zeit, 1712; Aomori-ken; 19 x 22 cm 
Bild © The Japan Folk Crafts Museum, (Mingeikan), Tokyo, Meguro-ku. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Die Beschriftung des ema enthält das Jahr der Spende (Shōtoku 2 = 1712) und den Namen des Spenders: Nagahachi 長八, sowie am oberen Rand ein buddhistisches Zeichen in Siddham-Schrift. Möglicherweise handelt es sich um die Silbe KYA, die u.a. für Elfköpfiger Kannon oder eine Figur namens Memyō Bosatsu 馬鳴菩薩 steht (vgl. Tobi-Fudo). Letzterer wird häufig auf einem Pferd reitend dargestellt.

Ema mit Pferde-Motiv, 1712
Ueno daibutsu.jpg daibutsu Ueno Daibutsu.
Statuenfragment, daibutsu (Bronze). Edo-Zeit; Ueno-Park, Tōkyō
Bild © Torajiro, 2011. (Letzter Zugriff: 2016/10/3).

Gesicht des Großen Buddhas (Shaka Nyorai) im Ueno Park, Tōkyō. Bis zum großen Erdbeben von 1923 war der ungewöhnlich großnasige Ueno Daibutsu aus der frühen Edo-Zeit hier in voller Größe zu bewundern.

Ueno Daibutsu
Hokoji daibutsu4.jpg daibutsu Letzte Version von Hideyoshis Daibutsu.
Büste, daibutsu. 1843 errichtet, 1973 zerstört
Bild © Yamaguchi Sumio. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Letzte Version des Daibutsu von Toyotomi Hideyoshi, in Form einer Büste. Sie fiel 1973 einem Brand zum Opfer.

Letzte Version von Hideyoshis Daibutsu
Nokogiri.jpg daibutsu Nihon-ji Daibutsu.
Felsenbuddha, daibutsu (Stein). 1783 (in den 1960er Jahren rennoviert); Nokogiri (Säge) Berge, Präfektur Chiba; Höhe: 31m
Bild © Gideon Davidson. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Daibutsu-Statue des Yakushi Nyorai.

Nihon-ji Daibutsu
Nanbanbune2.jpg byōbu Schiff der Südlichen Barbaren (nanban-bune).
Wandschirm, byōbu, Detail. Edo-Zeit, frühes 17. Jh.; 169 × 363 cm
Bild © Rijksmuseum, Amsterdam (AK-RAK-1968-1-A). (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Wandschirm mit europäischen „Barbaren“ (nanban). Kurz vor der Vertreibung der Europäer aus Japan zogen diese großes Interesse auf sich. An Bord des Schiffes sind europäisch-hellhäutige und dunkelhäutige (indische?) Personen zu sehen. Die dunkelhäutigen sind Diener und Matrosen.

Schiff der Südlichen Barbaren
Sekigahara.jpg byōbu Die Schlacht von Sekigahara.
Wandschirm, byōbu (Holz, Papier, bemalt). 1854; Collection of The Town of Sekigahara Archive of History and Cultural Anthropology (関ヶ原町歴史民俗資料館所蔵)
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2018/8/7).

Darstellung der berühmten Schlacht von Sekigahara (1600), durch deren Gewinn Tokugawa Ieyasu die Vorherrschaft über Japan sichern konnte. Kopie eines Wandschirm-Gemäldes von Kanō Sadanobu 狩野貞信 (1597–1623), angefertigt für die Daimyō-Familie Ii in Hikone.

Die Schlacht von Sekigahara
Baku iwashimizu.jpg baku Gebälk mit Baku.
Schnitzwerk, baku (Holz, bemalt), Detail. Frühe Edo-Zeit; Iwashimizu Hachiman-gū, Yawata-shi, Kyōto
Bild © Bernhard Scheid, 2013.

Dachdekoration in Form eines baku

Gebälk mit Baku
Baku shishi.jpg baku Gebälk mit Baku (rechts) und Shishi.
Schnitzwerk, baku (Holz). Edo-Zeit; Daien-ji, Meguro-ku, Tokyo
Bild © Sekishinrō, 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8).
Gebälk mit Baku (rechts) und Shishi
Mungo.jpg Thangka Vaishravanas Mungo.
Hängerollbild, Thangka (Baumwolle, Farbe), Detail. Tibet, 19. Jh.
Bild © Himalayan Art. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)
Collection of Tibet House, New York.

Reichtum spendender Mungo, ein Attribut indischer und tibetischer Reichtumsgötter, beim Ausspeien von Juwelen. Der Mungo wird in China als Maus oder Ratte „übersetzt“. Auch auf dieser tibetischen Darstellung (Detail eines Bildes von Vaishravana, jap. Bishamon-ten) hat er eher Ähnlichkeit mit einer Ratte als mit dem marderartigen Tier aus Indien.

Vaishravanas Mungo
Homyo doji.jpg Nara ehon Hōmyō Dōji und die Schlange.
Buchmalerei, Nara ehon (Farbe). Frühe Edo-Zeit; aus Hōmyō dōji; 29 x 23,7 cm
Bild © National Institute for Japanese Literature. (Letzter Zugriff: 2017/2/3).

Der fromme Knabe Hōmyō Dōji rezitiert buddhistische Texte für die Schlange, der er sich zum Fraß vorwerfen ließ. Unterstützt wird er von einer Gruppe himmlischer Musiker.

Hōmyō Dōji und die Schlange
Senjukannon.jpg Senju Kannon.
Buchillustration. Edo-Zeit, 1702
Bild © Ryūgoku University Library. (Letzter Zugriff: 2016/9).

Bodhisattva Kannon mit den tausend Händen. Kopie des verlorenen Zuzōshō (1239).

Senju Kannon
Amagoikomachi harunobu.jpg Komachi bittet um Regen.
Farbholzschnitt (Papier, Farbe). Edo-Zeit, ca. 1763, Fūryū yatsushi nana Komachi („Die Sieben Komachi in modischer Kleidung“); 27 x 18,4 cm.

Ein junges Mädchen in Begleitung einer Freundin (oder Zofe) setzt ein Schiffchen ins Wasser. Das eingeschriebene Gedicht lautet:

Es ist in der Tat so / wenn dies der Sonnengrund ist / muss sie erstrahlen// Doch spricht man nicht ebenso / vom Reich unterm Regenhimmel?

Daraus ergibt sich, dass es sich um eine Anspielung auf den Regenritus und das Regenbitt-Gedicht (amagoi) der Heian-zeitlichen Dichterin Ono no Komachi handelt.

Komachi bittet um Regen
Dosojin fujinomiya.jpg Weggötter.
Statue (Stein). 1801; Fujinomiya, Präfektur Shizuoka, unweit des Fuji-san
Bild © Kaze ni fukarete. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Dieses Paar ist von einer charakteristischen Blütenform umrahmt, die als Vulva gedeutet werden kann.

Weggötter
Datsueba mak.jpg Datsueba.
Skizze (Papier, Farbe), Detail. Edo-Zeit; aus der Serie Jūōzu (Bilder der Zehn Könige)
Bild © MAK, Museum für Angewandte Kunst, Wien. (Letzter Zugriff: derzeit nicht online verfügbar).

Datsueba, hier als weiblicher Hannya-Dämon dargestellt, markiert die Handflächen der von ihr entkleideten Totensseelen mit ihren Klauen.

Datsueba
Schlange chikubushima.jpg Schlangenwächter.
Statue; Chikubushima.

Schlangenwächter im Heiligtum der Benzaiten. Siehe Spezialthema Benzaiten.

Schlangenwächter
Shoko-o 2.jpg Shokō-ō, der zweite Richter.
Skizze (Papier, Farbe), Detail. Edo-Zeit; aus der Serie Jūōzu (Bilder der Zehn Könige)
Bild © MAK, Museum für Angewandte Kunst, Wien. (Letzter Zugriff: derzeit nicht online verfügbar).

Shokō-ō 初江王 (wtl. König des ersten Flusses), der zweite Richter der Totenwelt, lässt sich die Gerichtsakten vorlegen, während der Angeklagte vor ihm bereits gefoltert wird.

Shokō-ō, der zweite Richter
Yama dharmaraja.jpg Yama Dharmaraja.
Tibet, 19. Jh.
Bild © Himalayan Art. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Darstellung des Yama

Yama Dharmaraja
Dosojin suwa.jpg Weggötter mit Sakeschalen.
Statue (Stein). 1788; Shimosuwa Jinja, Präfektur Gifu
Bild © Kurabuchi no dōsojin. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Ein Symbol ehelicher Verbundenheit.

Weggötter mit Sakeschalen
Zehn welten.jpg Die Entstehung der Zehn Welten (jippōkai no hatsugen).
Hängerollbild (Tusche, Farben und Gold auf Papier), Detail. Ca. 19. Jh.
Bild © Völkerkundemuseum der Universität Zürich
Sammlung Spinner, Inv.-Nr. 19427.

Die Zehn Stufen der Existenz nach japanisch-buddhistischen Vorstellungen. Nach der Reihenfolge und Terminologie des Tendai Buddhismus sind dies:

  1. Hölle (jigoku)
  2. Hungergeister (gaki)
  3. Tiere (chikushō)
  4. Kriegergeister (shūra)
  5. Menschen (ninkai)
  6. [Deva]-Götter (tenkai; hier: tenjo, „Himmelsfrauen“)
  7. [Buddha]-Schüler (shōmon, skt. shravaka)
  8. Pratyeka-Buddhas (enkaku)
  9. Bodhisattvas (bosatsu)
  10. Buddhas (butsu)

Die unteren sechs werden als die sechs Bereiche der Wiedergeburt (rokudō) bezeichnet, die oberen vier sind die erstrebenswerten Bereiche, welche aus dem Kreislauf der Wiedergeburten hinausführen. Bereiche 7 und 8 entsprechen den in China und Japan marginalisierten Vorstellungen des „Kleinen Fahrzeugs“ (Hinayana), Bereiche 9 und 10 denen des „Großen Fahrzeugs“ (Mahayana).

Die Zehn Welten sind kreisförmig um ein Zentrum mit dem Schriftzeichen für „Herz“ (auch „Seele“ oder „Bewusstsein“) angeordnet, aus dem sie, wie der Bildtitel besagt, „entstehen“.

Die Entstehung der Zehn Welten
Sayohime.jpg Sayohime.
Buchillustration (Papier, Tusche). Edo-Zeit; aus Sayohime bōfuseki
Bild © National Diet Library. (Letzter Zugriff: 2017/2/2).

Matsura Sayohime rezitiert auf dem Opferplatz das Lotos-Sutra für die Schlangengottheit. In dieser Version wird die Schlange von einem Helden getötet.

Sayohime
Vajrapani peace.jpg Friedlicher Vajrapani.
Hängerollbild (Baumwolle, Farbe, Gold). Tibet, 19. Jh.; 79,38 x 52,07 cm
Bild © Himalayan Art. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Darstellung des Vajrapani in seiner friedlichen Form.

Friedlicher Vajrapani
Vajra tibet.jpg Vajra.
Gold-Kupfer-Legierung. Tibet, 18. Jh.; Los Angeles County Museum of Art; Länge: 12,7cm
Bild © Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/9).

Tibetisches vajra (tib. dorje, jap. kongō) mit fünf Zinken.

Vajra
Shomen kongo spinner.jpg Kōshin Shōmen Kongō.
Hängerollbild (Tusche und Farben auf Papier, Druck). 19. Jh.; Völkerkundemuseum Zürich (Inv.-Nr. 19462); 58 x 21 cm
Bild © Tomoe Steineck, Martina Wernsdörfer, Raji Steineck, WegZeichen: Japanische Kult- und Pilgerbilder. Die Sammlung Wilfried Spinner (1854–1918). Zürich: VMZ (Ausstellungskatalog), Abb. 74.

Abermals eine Darstellung von Shōmen Kongō und den Drei Affen, wieder als mizaru, iwazaru, kikazaru.

Kōshin Shōmen Kongō
Shomenkongo saishoin.jpg Shōmen Kongō und die Drei Affen.
Statue. Frühe Edo-Zeit; im Besitz des Shingon Tempels Saishōin, Hirosaki, Präfektur Aomori
Bild © Saishoin. (Letzter Zugriff: 2009/9).

Shōmen Kongō und die Drei Affen, welche nach dem mizaru, iwazaru, kikazaru-Prinzip dargestellt sind.

Shōmen Kongō und die Drei Affen
Shumon aratame cho.jpg Shūmon aratame Register.
Bild © Isenoashiato.Wordpress. (Letzter Zugriff: 2016/8).
Shūmon aratame Register
Shumon aratame cho 2.jpg Mandaraji-mura shūmon aratame chō.
Heft (Papier). Edo-Zeit, 1698; Mandaraji-mura, Settsu (heute Amagasaki-shi, Hyōgo-ken)
Bild © Amagasaki no rekishi. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Das hier abgebildete Glaubensregister (shūmon aratame chō) aus dem Jahr 1698 (Genroku 11) stellt ein gutes Beispiel für den Wert der Glaubensregister als sozialhistorische und demographische Quelle dar. Erfasst ist das Dorf Mandaraji, heute Teil der Stadt Amagasaki zwischen Kōbe und Ōsaka. Das Register wurde von der Dorfgemeide selbst erstellt, nach jedem Eintrag findet sich aber ein Stempel des lokalen Tempels, der damit die Richtigkeit der Angaben bestätigt. Auf der dritten Seite von rechts beginnt die Aufzählung der Familienmitglieder des Dorfvorstandes (shōya) Shaichibei. Zu diesem ist vermerkt, dass er Mitglied (danna, eig. „Spender“) des Jōdo-shin Tempels Shōfuku-ji sei (oberster Eintrag in großer Schrift). Es folgt sein Namen und sein Alter (49 Jahre). Links davon seine Frau, Mitglied des gleichen Tempels, 34 Jahre. Zu ihr folgt die Bemerkung: „Tochter des Hachiuemon aus Kamikema, Provinz Settsu, Eltern gehören dem Honsen-ji der Hokke-shū an, änderte vor 19 Jahren ihre Zugehörigkeit und wurde Mitglied der Schulrichtung ihres Mannes.“ Die Frau stammt also aus einer etwa fünf Kilometer entfernten Nachbargemeinde, die einem Nichiren Tempel zugeordnet ist, hat aber ihre Zugehörigkeit (nach der Heirat) geändert. Den weiteren Einträgen ist zu entnehmen, dass das Paar eine Tochter (14 Jahre) und einen Adoptivsohn (25 Jahre) hat. Man kann annehmen, dass der Adoptivsohn zugleich Ehemann der Tochter ist und das Amt des Dorfvorstehers einmal erben wird (ein in der Edo-Zeit häufiges Verfahren in Familien ohne männliche Nachfolger). Außerdem leben im Haushalt zwei Knechte und drei Mägde in jugendlichem Alter aus der Provinz Harima, die auch als Mitglieder des gleichen Tempels angeführt sind. (Quelle: Yokota Fuyuhiko, „Hyakushō no ie to kazoku“.)

Mandaraji-mura shūmon aratame chō
Tokugawa nariaki.jpg Tokugawa Nariaki.
Edo-Zeit, 19. Jh.; Kyōto Univ. Library
Bild © Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Tokugawa Nariaki (1800–1860), Daimyō von Mito, in westlicher Drucktechnik portraitiert.

Tokugawa Nariaki
Siebold biwahoshi.jpg Biwa-Mönch (biwa hōshi).
Buchillustration (Lithographie); aus der Serie Nippon: Archiv zur Beschreibung von Japan Band 16, Neuauflage Tōkyō 1926, 1833–51
Bild © Digital Archive, Kyūshū University Museum. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Das Spielen der Biwa-Laute war traditionell ein für Blinde vorbehaltenes Gewerbe, sie mussten dafür aber in den Mönchsstand treten. Die Abbildung geht möglicherweise auf ein Original von Kawahara Keiga oder Carel de Villeneuve zurück. Beide standen als Zeichner in den Diensten von Philipp Franz von Siebold (1796–1866) auf seiner Japanreise 1826–28.

Biwa-Mönch
Siebold hokke monk.jpg Nichiren-Mönch.
Buchillustration (Lithographie); aus der Serie Nippon: Archiv zur Beschreibung von Japan Band 16, Neuauflage Tōkyō 1926, 1833–51
Bild © Digital Archive, Kyūshū University Museum. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Mönch mit Bettelschale, laut Siebold ein Mönch der Hokke-shū ( Nichiren Schule). Die Abbildung geht möglicherweise auf ein Original von Kawahara Keiga oder Carel de Villeneuve zurück. Beide standen als Zeichner in den Diensten von Philipp Franz von Siebold (1796–1866) auf seiner Japanreise 1826–28.

Nichiren-Mönch
Usagi.jpg Hase im Mond beim Reisstampfen (daisho reki).
Kalenderbild. 1867
Bild © National Diet Library. (Letzter Zugriff: 2011/7).

In dem Bild sind die Zahlen der zwölf Monate versteckt.

Hase im Mond beim Reisstampfen
Siebold shingon monk.jpg Shingon Mönch.
Buchillustration (Lithographie); aus der Serie Nippon: Archiv zur Beschreibung von Japan Band 16, Neuauflage Tōkyō 1926, 1833–51
Bild © Digital Archive, Kyūshū University Museum. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Shingon-Mönch mit Pilgerstab und Pilgerhut. Die Abbildung geht möglicherweise auf ein Original von Kawahara Keiga oder Carel de Villeneuve zurück. Beide standen als Zeichner in den Diensten von Philipp Franz von Siebold (1796–1866) auf seiner Japanreise 1826–28.

Shingon Mönch
Tsunodaishi.jpg Gansan Daishi.
Buchillustration (Papier, Tusche); aus Gansan daishi omikuji-e shō (Gansan Daishis Omikuji-Bilder), 1785
Bildquelle: Wikimedia Commons (jap.). (Letzter Zugriff: 2016/8).

Der Mönch Ryōgen, (aka. Gansan Daishi, 912–985) in zwei unterschiedlichen Erscheinungsformen: Als Mönch und als Dämon (mit dem hier nicht angeführten Namen) Tsuno Daishi.

Das Bild ist eine Art Glückslos (o-mikuji). Der beigefügte Text lautet:

Gansan Daishi war eigentlich eine Manifestation von Kannon mit dem Wunschjuwel. Daher müssen alle, die dieses Los ziehen, aus ganzem Herzen folgenden Spruch rezitieren.
Mantra von Kannon mit dem Wunschjuwel: on harada handomei un / on handoma jindamani jinhara un
(OM VARADA PADME HUM / OM PADMA CINTAMANI DŻWALA HUM)

Gansan Daishi
Siebold yamabushi.jpg Bergmönch (Yamabushi).
Buchillustration (Lithographie); aus der Serie Nippon: Archiv zur Beschreibung von Japan Band 16, Neuauflage Tōkyō 1926, 1833–51
Bild © Digital Archive, Kyūshū University Museum. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Yamabushi mit „Bommel-kesa“, Muschelhorn und der typischen Kopfbedeckung. Die Abbildung geht möglicherweise auf ein Original von Kawahara Keiga oder Carel de Villeneuve zurück. Beide standen als Zeichner in den Diensten von Philipp Franz von Siebold auf seiner Japanreise 1826–28.

Bergmönch
Taima fukui.jpg Taima Mandara.
Mandala (Seide, Farbe). 1721; im Besitz des Shōkaku-ji, Takefu-shi, Fukui-ken; 388,7 × 399,2 cm
Bild © Historisches Museum der Stadt Fukui. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Das Taima mandara stellt des Buddhas Amida Reines Land dar.

Taima Mandara
Tamamo kaibutsugahon.jpg Tamamo no Mae.
Buchillustration (Papier, Farbe). Edo-Zeit; aus Kaibutsu gahon (Gespenster-Bilderbuch)
Bild © Kinsei fūzoku zue database. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Tamamo no Mae, die Hofdame, die in Wirklichkeit ein neunschwänziger Fuchs ist.

Tamamo no Mae
Azumamaro hokusai.jpg Kada no Azumamaro.
Buchillustration. 1848; aus Shūga hyakunin isshu, Hg. von Rokutei Senryū, ill. von Hokusai, u.a.
Bild © Rekishi jinbutsu gazō detabesu, National Institute of Japanese Literature.

Kada Azumamaro war einer der Begründer der kokugaku.

Kada no Azumamaro
Atsutane.jpg Hirata Atsutane.
Bild © Waseda University Library. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Der Kokugaku-Gelehrte Atsutane.

Hirata Atsutane
Kamishimo siebold.jpg Festtagskleidung (Kamishimo).
Buchillustration (Lithographie); aus der Serie Nippon: Archiv zur Beschreibung von Japan Band 16, Neuauflage Tokyo 1926, 1833–51
Bild © Digital Archive, Kyūshū University Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Samurai (bushi) in festlicher Kleidung (kamishimo), 19. Jh., aus der Japanbeschreibung von Philipp Franz von Siebold (1796–1866)

Festtagskleidung
Ojoyoshu1790.jpg Höllenszene.
Buchillustration. Edo-Zeit, 1790.

Illustration des Ōjō yōshū von Genshin.

Höllenszene
Drachen horyuji.jpg Absteigender Drache.
Schnitzwerk (Holz); Haupthalle, Hōryū-ji
Bild © Ron Reznick, 2004.

Drache (ryū) als Dachdekoration des Hōryū-ji. Während viele Gebäude des Hōryū-ji zu den ältesten Gebäuden der Welt zählen und angeblich aus dem 6. Jahrhundert stammen, dürfte dieses Schnitzwerk aus späterer Zeit, wahrscheinlich aus der Edo-Zeit stammen.

Absteigender Drache
Jap maria 17jh.jpg Japanische Mariendarstellung,.
Hängerollbild. 17. Jh.; Nagasaki
Bild © 26 Martyrs Museum. (Letzter Zugriff: 2010/8).

Ein japanisches Rollbild mit einer Mariendarstellung aus dem 17. Jahrhundert.

Japanische Mariendarstellung,
Koya matsudaira.jpg Grab der Matsudaira aus Shimabara/Kyūshū.
Grabmonumente (Stein); Berg Kōya
Bild © Amy Nakazawa, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Grab (gorintō) der Matsudaira auf Berg Kōya.

Grab der Matsudaira aus Shimabara/Kyūshū
Koya1.jpg Gorintō.
Grabmonumente (Stein); Berg Kōya
Bild © MOQOO, flickr 2009. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Typische Grabsteine (gorintō) aus vormoderner Zeit, entlang der Route zum Mausoleum Kukais auf Berg Kōya.

Gorintō
Kotsuage 1867.jpg Collecting Ashes.
Buchillustration (Farbe, Papier); aus Sketches of Japanese Manners and Customs, 1867
Bildquelle: Open Library. (Letzter Zugriff: 2014/9/24).

Familie beim Einsammeln der Knochenreste (kotsuage) nach der Kremation. Das Bild ist Teil einer Reihe von Illustrationen, die vom englischen Marineoffizier Jacob Silver in den Jahren 1864 und 65 in Japan gesammelt, in eine Buchillustration umgewandelt und mit einem kurzen erklärenden Text versehen wurden.

Collecting Ashes
Koshinto totsukajuku.jpg Kōshin-Gedenkstein.
Statue (Stein). Edo-Zeit, 1695; Totsuka-ku, Yokohama
Bild © only tanuki, flickr 2009. (Letzter Zugriff: 2016/7/9).

Kōshin-Gedenkstein (kōshin-tō) mit Shōmen Kongō mit vier Armen, flankiert von Sonne und Mond . Darunter die Drei Affen (saru) mit Hahn und Henne. Datierung Genroku 8 (1695)/11/2 — ein kōshin-Tag.

Kōshin-Gedenkstein
Hayashi razan.jpg Hayashi Razan.
Buchillustration (Tusche, Papier); aus Sentetsu zōden, 1845
Bild © National Institute for Japanese Literature. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Der konfuzianische Gelehrte Hayashi Razan, Autor von Werken wie Honchō tsugan ( Geschichte Japans, 1670).

Hayashi Razan
Hoto ieyasu nikko.jpg Grabmal des Tokugawa Ieyasu.
Grabstupa (Bronze). 1683
Bild © Ron Reznick, 2008. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Das Grabmal ist nicht identisch mit dem Hauptschreingebäude, in dem Ieyasu als „Gottheit, die den Osten erleuchtet“ verehrt wird. Es befindet sich hangaufwärts der Schreingebäude und ähnelt einer buddhistischen Pagode im tahōtō-Stil.

Grabmal des Tokugawa Ieyasu
Ieyasu.jpg Tokugawa Ieyasu.
Hängerollbild (Tusche, Farbe, auf Seide). Edo-Zeit, Anfang 17. Jh.; Sakai City Museum; 57 x 48 cm
Bild © Money L. Hickman(1996). Japan's Golden Age: Momoyama. New Haven und London: Yale University Press, S. 77..

Offizielles Portrait von Tokugawa Ieyasu in schwarzer Hofbeamtenrobe (sokutai). Im Hintergrund sind Schreinbauten angedeutet, die möglicherweise den Tōshō-gū darstellen und auf die Deifizierung des Shōguns hinweisen sollen.

Tokugawa Ieyasu
Jigoku rokudoe.jpg Höllenszenen.
Hängerollbild (Papier, Farbe). Späte Edo-Zeit, 19. Jh.; 152,5 x 67,3 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Nach einer Vorlage aus dem 13. Jahrhundert. Verschiedene Bereiche der Hölle (jigoku), in denen tierartige Folterknechte die Seelen der Toten mit allen erdenklichen Foltern und Torturen drangsalieren.

Höllenszenen
Hasekura tsunenaga.jpg Hasekura Tsunenaga.
Ölbild (Öl auf Leinwand). 1615; „UNESCO Kulturerbe“, „Nationalschatz“; Sendai City Museum; 80,8 x 64,5cm
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/5/6).

Hasekura Tsunenaga, der Leiter einer japanischen Mission nach Spanien und Italien, als Christ. Das Bild wurde zur Zeit von Hasekuras Audienz bei Papst Paul V in Italien angefertigt.

Hasekura Tsunenaga
Kinai1694.jpg Der Kinai Distrikt inklusive Halbinsel Kii.
Landkarte, Detail. 1694
Bildquelle: Japanese Historical Maps. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Details aus einer historischen Landkarte Japans aus dem Jahr 1694. Mit den religiösen Zentren Berg Hiei, Berg Kōya und Ise.

Der Kinai Distrikt inklusive Halbinsel Kii
Kekkonshiki 1867.jpg Japanese Wedding.
Buchillustration (Farbe, Papier); aus Sketches of Japanese Manners and Customs, 1867
Bildquelle: Open Library. (Letzter Zugriff: 2014/9/24).

Private Hochzeitsfeier in der ausgehenden Edo-Zeit. Das Brautkleid wird auch heute noch ähnlich gestaltet, auch das gemeinsame Trinken aus einer Sake-Schale ist heute noch ein wichtiges Element der Shintō-Hochzeit. Das Bild ist Teil einer Reihe von Illustrationen, die vom englischen Marineoffizier Jacob Silver in den Jahren 1864 und 65 in Japan gesammelt, in eine Buchillustration umgewandelt und mit einem kurzen erklärenden Text versehen wurden. Bei der Darstellung des Brauchtums berücksichtigt das Werk selbstverständlich nur die gehobenen Klassen.

Japanese Wedding
Keichu hokusai.jpg Ajari Keichū in buddhistischer Mönchstracht.
Buchillustration. 1848; aus Shūga hyakunin isshu, Hg. von Rokutei Senryū, ill. von Hokusai, u.a.
Bild © Rekishi jinbutsu gazō detabesu, National Institute of Japanese Literature.

Keichū gilt als Vorläufer der kokugaku.

Ajari Keichū in buddhistischer Mönchstracht
Kasuga dark.jpg Laterne aus dem Jahr Kanbun 6.
Laterne. 1666
Bild © Bohuslav Kotal, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Viele Laternen (tōrō) haben einen Text in das Muster eingebaut, der Namen des Spenders und Datum der Spende enthält.

Laterne aus dem Jahr Kanbun 6
Kasuga6.jpg Laternen.
Laterne (Bronze). 1676
Bild © Mark Boucher, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Die Laterne (tōrō) im Vordergrund hat ein Datum eingeschrieben: Enpō 4

Laternen
Kanto1694.jpg Der Kantō Distrikt rund um Edo.
Landkarte, Detail. 1694
Bildquelle: Japanese Historical Maps. (Letzter Zugriff: 2007/6).

Details aus einer historischen Landkarte Japans aus dem Jahr 1694. Der Kantō Distrikt rund um Edo (heute Tōkyō), mit den religiösen Zentren Nikkō, Kamakura und Berg Fuji.

Der Kantō Distrikt rund um Edo
Jigokusoshi emaki1.jpg Zwei Seelen.
Querbildrolle (Papier, Tusche, Farbe). Edo-Zeit; aus Jigokusōshi emaki (Illustrierte Höllenfahrt)
Bild © Emakimono database, Nichibunken. (Letzter Zugriff: 2007/1).

Auf dem Weg in Jenseits, am Kreuzungspunkt der Sechs Wege.

Zwei Seelen
Koyomi 1857.jpg Kalender 1857.
Blockdruck (Papier, Tusche). Edo-Zeit, 1857
Bild © National Astronomical Observatory of Japan (NAOJ). (Letzter Zugriff: 2016/9/5).

Kalenderblatt für das Jahr 1857 (Ansei 4). Das Bild enthält diverse für das alltägliche Kalenderwesen wichtige Informationen, z.B. dass dieses Jahr 384 Tage hat, da es sich um ein Schaltjahr handelt. Der Schaltmonat wurde nach dem 5. Monat eingeschoben. Weitere wichtige Informationen beziehen sich auf die Länge der einzelnen Monate: „klein“ (小), d.h. 29 Tage, oder „groß“ (大), 30 Tage. Die Schlange rechts im Bild zeigt an, dass es sich um ein Schlangenjahr (hinoto no mi no toshi) handelt. Viele Informationen beziehen sich auf horoskopische Inhalte.

Kalender 1857
Lingoa de Iapam.jpg Lingoa de Iapam.
Buchillustration (Papier). 1604
Bild © Wikisource. (Letzter Zugriff: 2016/9/6).

Titelblatt des Wörterbuches Arte da lingoa de Iapam von João Rodrigues (1561/62–1633).

Lingoa de Iapam
Edict.jpg Verordnung zur Christenverfolgung.
Gesetztafel (Holz). 1682
Bild © 26 Martyrs.

Eine Holztafel mit einer Verordnung aus dem Jahr 1682, durch welche die Belohnungen für die Überführung von Christen festgelegt wurde:

Verordnung

Der christliche Glaube (kirishitan shūmon) ist seit langem verboten. Wer einen Verdächtigen entdeckt, muss ihn den Be·hörden melden. Als Be·lohnung gibt es

500 Siber·münzen für die An·zeige eines Priesters (bateren)
300 Silbermünzen für die An·zeige eines Mönchs·bruders (iruman)
den gleichen Betrag für einen Re·kon·ver·tierten (tachikaerimono)
100 Silber·münzen für einen Laien.

Auch wenn der An·zei·gende selbst Christ ist, bekommt er 500 Silbermünzen oder den der Anzeige ent·sprechenden Betrag. Wenn jemand aber einen Priester oder Mönch ver·steckt, so wird auch der Vor·steher (nanushi) seines Dorfes, die Nach·bar·schafts·gruppe (goningumi) und die ganze Ver·wandt·schaft bestraft.

Im Jahr Tenna 2 (1682), 5. Monat


切支丹宗門は累年御制禁たり自然不審成もの有之は申出へし御ほうびとして

はてれんの訴人 銀五百枚
いるまんの訴人 銀三百枚
立かへり者の訴人 同断
同宿并宗門の訴人 銀百枚

右之通可被下之たとひ同宿并宗門之内たりといふとも訴人に出る品により銀五百枚可被下之隠置他所よりあらはるゝにおゐては其所之名主并五人組迄一類ともに 可被処厳科者也仍下知如件

天和二年五月日

Verordnung zur Christenverfolgung
Folterszene 2.jpg Folterszene vor dem zweiten Richter.
Skizze (Papier, Farbe), Detail. Edo-Zeit; aus der Serie Jūōzu (Bilder der Zehn Könige)
Bild © MAK, Museum für Angewandte Kunst, Wien. (Letzter Zugriff: derzeit nicht online verfügbar).

Zwei Gerichtsdiener brechen einem Angeklagten die Knochen. Daneben stehen zwei Verstorbene, die offenbar mit besserem Karma ausgestattet sind.

Folterszene vor dem zweiten Richter
Enmas spiegel.jpg Enmas Spiegel.
Skizze (Papier, Farbe), Detail. Edo-Zeit; aus der Serie Jūōzu (Bilder der Zehn Könige)
Bild © MAK, Museum für Angewandte Kunst, Wien. (Letzter Zugriff: derzeit nicht online verfügbar).

Ein gehörnter Gerichtsdiener zwingt einen Angeklagten, sein eigenes Kapitalverbrechen (Raubmord) im magischen Spiegel des Richterkönigs Enma zu verifizieren, während eine Hilfsrichter mit Gerichtsakten unter dem Arm eine entsprechende Anklage vorbringt.

Enmas Spiegel
Ondake affen.jpg Drei Affen.
Statue (Stein); Ondake Jinja, Iki, Kyūshū
Bild © kaze ni fukarete, 2015. (Letzter Zugriff: 2016/7/9).

Drei Affen, die sich bei ihren Abstinenzen (mizaru, iwazaru, kikazaru) assistieren, im Ondake Jinja, einem Affenschrein auf der Insel Iki.

Drei Affen
Okunoin1.jpg Gorintō.
Grabmonumente (Stein).

Typische Grabsteine (gorintō) aus vormoderner Zeit, entlang der Route zum Mausoleum Kūkais auf Berg Kōya.

Gorintō
Junigu butsuzozui.jpg Die zwölf Tierkreiszeichen des Westens.
Tierkreiszeichen. Edo-Zeit; aus Butsuzō zui
Bild © Ehime University Library. (Letzter Zugriff: 2016/8)
Suzuka bunko.

Abbildung der westlichten Tierkreiszeichen in der Bildenzyklopädie Butsuzō zui aus der Edo-Zeit.

Die zwölf Tierkreiszeichen des Westens
Oda Nobunaga.jpg Oda Nobunaga.
Hängerollbild (Seide, Farbe). Edo-Zeit, 17. Jh.; Daiun-ji, Kyoto
Bild © Japaaan Magazine. (Letzter Zugriff: 2018/4/26).

Idealisierte Darstellung des Oda Nobunaga aus der frühen Edo-Zeit. Aufbewahrt im Daiun-ji, einem Tempel, der zum Gedenken an den 1582 ermordeten Feldherrn errichtet wurde.

Oda Nobunaga
Nonne eisho.jpg Die Nonne Jōkō-in.
Hängerollbild. Frühe Edo-Zeit; 117,7 x 51,5 cm
Bild © Digital cultural properties of Wakasa, Obama City. (Letzter Zugriff: 2011/8).

Portrait der Nonne Jōkō-in, einer Nichte des Oda Nobunaga, die nach dem Tod ihres Mannes Kyōgoku Takatsugu (1563-1609) der Welt entsagte und ein Kloster gründete. Sie trägt eine Mönchskapuze (mōsu) sowie ein taschen­förmiges kesa und hält eine Gebetskette (juzu) in der Hand.

Die Nonne Jōkō-in
Nobunaga amidaji lamers.jpg Oda Nobunaga.
Statue (Holz). 17. Jh.; Amidaji, Kyōto
Bild © Lamers, 2001, S. 58.

Holzstatue des Oda Nobunaga.

Oda Nobunaga
Folterszene 8.jpg Höllenszene.
Skizze (Papier, Farbe), Detail. Edo-Zeit; aus der Serie Jūōzu (Bilder der Zehn Könige)
Bild © MAK, Museum für Angewandte Kunst, Wien. (Letzter Zugriff: derzeit nicht online verfügbar).

In vielen Darstellungen der Zehn Richterkönige (Jūō) werden die Konsequenzen ihres Urteils gleichsam vorausschauend eingeblendet. Hier eine typische Folterszene in der Hölle, die auf einer Darstellung des achten Königs Byōdō-ō 平等王 (wtl. König des Ausgleichs) zu finden ist.

Höllenszene
Mahakala 17jh bm.jpg Mahakala.
Statue (Stein, bemalt). 17. Jh., Tibet; im Besitz des British Museum
Bildquelle: insecula.com. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Die hier dargestellte Form des Mahakala wird als Panjaranata Mahakala (Mahakala als Herr des [Vajra] Baldachin [Tantras]) bezeichnet. Der Name leitet sich von einem bestimmten Tantra-Text ab, wird aber manchmal auch als „Herr des Zelts“ übersetzt.

Mahakala
Nikko torii meiji.jpg Nikkō, torii und Pagode.
Photographie (Schwarzweiß Foto). Spätes 19. Jh.
Bild © New York Public Library. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Torii und Pagode () des Tōshō-gū aus einer weniger touristischen Zeit (frühe Meiji-Zeit).

Nikkō, torii und Pagode
Nichiren rainmaking.jpg Nichiren betet um Regen.
Buch (Papier); aus Nichiren dai-shōnin chūgasan („Lob des Großen Meisters Nichiren, illustriert“) Bd. 1, Blatt 14, 1632; 27 x 19 cm
Bild © The British Museum, , #1979,0305,0.4.1. (Letzter Zugriff: 2019/1/10).

Episode aus einer illustrierten Biographie Nichirens. Inmitten von verdurstenden Menschen und Tieren während einer großen Dürre, die Kamakura im Jahr 1271 (damals Hauptstadt) heimsuchte, hält Nichiren einen Regenbittritus (amagoi) ab.

Nichiren betet um Regen
Nanbutsu taishi.jpg Nanbutsu Taishi.
Statue (Holz). Edo-Zeit, 18. Jh.; Höhe: 29 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Shōtoku Taishi als zweijähriges Kind bei der Anrufung des Buddha (namu butsu).

Nanbutsu Taishi
Franzxaver.jpg Franciso de Xavier.
Ölbild. Frühe Edo-Zeit, nach 1619; 61 × 48,7cm
Bild © Kōbe City Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Francisco de Xavier (1506–1552), der heilige Franz Xaver, war der Begründer der japanischen Jesuitenmission. Wie viele christliche Artefakte in Japan wurde auch dieses Bild, in Folge der Christenverfolgungen ab 1622, Jahrhunderte lang unter Verschluss gehalten und erst 1920 wieder entdeckt. Man nimmt an, dass das Bild von einem japanischen Maler stammt, der von den Jesuiten in europäischer Maltechnik ausgebildet wurde.

   

Franciso de Xavier
Glocke chionin.jpg Tempelglocke.
Bronze. 1636; Tempel Chion-in, Kyōto; Höhe: 3,3m; Durchmesser: 2,8m; Wanddicke: 30cm; Gewicht: ca. 70t
Bild © Wada Yoshio. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Tempelglocke des Chion-in in Kyōto

Tempelglocke
Glocke chionin2.jpg Tempelglocke.
Bronze. 1636; Tempel Chion-in, Kyōto
Bild © Laura Meyer, 2001. (Letzter Zugriff: 2009/10).

Mönche beim Anschlagen der Glocke des Chion-in.

Tempelglocke
Maria kannon.jpg Maria Kannon.
Statue (Keramik). China, 17.–18. Jh.
Bild © Tōkyō National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Marienbild aus China, an Bodhisattva Kannon (chin. Guanyin; skt. Avalokiteshvara) angeglichen, auch von japanischen Krypto-Christen verwendet.

Maria Kannon
Mahakala tibet.jpg Mahakala.
Hängerollbild (Baumwolle, Farbe). Tibet, 19. Jh.; 88,90 x 60,96 cm
Bild © Himalayan Art. (Letzter Zugriff: 2016/8)
Collection of Shelley & Donald Rubin.

Darstellung des Mahakala.

Mahakala
Zungenfolter.jpg Zungenfolter.
Skizze (Papier, Farbe), Detail. Edo-Zeit; aus der Serie Jūōzu (Bilder der Zehn Könige)
Bild © MAK, Museum für Angewandte Kunst, Wien. (Letzter Zugriff: derzeit nicht online verfügbar).

Ein gehörnter Höllendiener pflügt die grotesk vergrößerte Zunge einer angeklagten, an einen Pflock gefesselten Totenseele. Die Szene spielt am Gerichtshof des ersten Königs im buddhistischen Jenseits. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Strafe wegen Falschaussage oder Verleumdung.

Zungenfolter
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Ikonographie 
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„Künstlerische Werke der Neuzeit (Anonym, 1600 bis 1868).“ In: Bernhard Scheid (Hg.), Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 1.9.2016). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Metalog:Bilder/Kunst_der_Neuzeit_anon?oldid=66141