Malereien und Zeichnungen in Farbe (Werke ab ca. 1600)

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Malereien und Zeichnungen in Farbe (Werke ab ca. 1600)
Dieses Web-Handbuch beinhaltet 1788 Illustrationen und Bilddokumente. Die vorliegende Seite enthält Bilder zum Thema „Malerei“. Die Thumb-Images sind mit Bild-Seiten verlinkt, die zusätzliche Informationen (u.a. zu Quelle und Copyright) enthalten und jene Artikelseiten anzeigen, welche das jeweilige Bild benützen.

Werke namentlich bekannter Künstler 62 Bilder  + anonyme Werke

Daruma und geisha.jpg Baiōken Eishun (Takeda Harunobu) Daruma und Dame.
Hängerollbild von Baiōken Eishun (Takeda Harunobu). Edo-Zeit, frühes 18. Jh.
Bildquelle: Hatena Fotolife
Etsuko and Joe Price Collection.

Daruma und Dame mit vertauschten Kleidern.

Baiōken Eishun (Takeda Harunobu) Daruma und Dame
Qianlong.jpg Castiglione Der chinesische Kaiser Qianlong.
Hängerollbild (Seide, Farbe) von Giuseppe Castiglione (1688–1766), Detail. China, Qing-Zeit, 1736; Palace Museum, Beijing
Bild © Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2017/6/30).

Qianlong (1711–1799), der berühmteste Kaiser der Quin-Dynastie, im offiziellen „Drachengewand“. Obwohl der Drache schon seit dem sogenannten „ersten Kaiser“ im 3. Jh. v.u.Z. als eine Art Wappentier des Kaisers galt, legte erst die mongolische Qing-Dynastie das Drachengewand als Amtsrobe fest. Außerdem wurde eine Drachenhierarchie eingeführt, laut der nur „kaiserliche“ Drachen fünf Klauen haben durften, während sich Beamte nur mit vier- oder dreiklauigen Drachen schmücken durften. Das Protrait stammt von Giuseppe Castiglione, einem Maler im Dienst der Jesuiten, die damals am chinesischen Hof diverse Ämter inne hatten. Die Darstellung folgt in Aufbau und Chromatik dem traditionellen kaiserlichen Portraitformat, benützt aber auch die Schatteneffekte europäischer Malstile.

Giuseppe Castiglione Der chinesische Kaiser Qianlong
Uzume ekin.jpg Ekin Ame no Uzume.
Kami von Ekin (1812–76)
Bildquelle: Muian.

Ame no Uzume in einer parodistischen Darstellung

Ekin Ame no Uzume
Tokaido1860.jpg Gountei Sadahide, e.a. Parade entlang des Tōkaidō als Sugoroku-Spiel (Tōkaidō gyōretsu sugoroku).
Farbholzschnitt, sugoroku-e (Papier, Farbe) von Gountei Sadahide, e.a.. 1860
Bild © Japanese Historical Maps. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Gesamtschau der Parade der Daimyō entlang der berühmten Tōkaidō Route von Edo nach Kyōto im Stil des Gänschen-Spiels (sugoroku). Im Vordergrund rechts Edo, erkennbar an der Nihonbashi Brücke und der Burg des Shōguns, dahinter der Fuji, im Hintergrund der Biwa See und ganz links oben Kyōto.

Gountei Sadahide, e.a. Parade entlang des Tōkaidō als Sugoroku-Spiel
Daruma hakuin.jpg Hakuin Daruma.
Hängerollbild, kakemono (Papier, Tusche) von Hakuin (1686–1768). Edo-Zeit; Manpuku-ji, Ōita-ken.

Bodhidharma in der typischen, karikaturhaften Darstellung des Zen-Meisters Hakuin.

Hakuin Daruma
Tohachi hanabusa.jpg Hanabusa Ikkei Tōhachi Bishamon-ten.
Hängerollbild, tenbu (Seide, Farbe, Gold) von Hanabusa Ikkei. 1832
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Bishamon-ten mit vier Köpfen und zwölf Armen, die acht Schwerter eine Pagode, ein Juwel, eine Sutrenrolle und einen Vajra halten. Er reitet auf einem Löwen und hat einen Löwenhelm, auf dessen Spitze ein Buddha thront. Dahinter das „Rad der Lehre“ mit acht Speichen.


Zu Hanabusa Ikkei 英一珪 schreibt das British Museum:

Ikkei was the leader of the Hanabusa school, and offshoot of the Kano school, founded by Itcho in the early 18th century. He gives his age as eighty-one (dating the painting to 1829) and says he is copying an image from Tomon-in Temple, Moriyama in Omi Province. Further documents suggest that the painting was commissioned by one Nagaoka Yasushige and dedicated at the New Year, 1832 by Nikkyo Shonin of Ikegami Hommon-ji Temple, Edo.

Hanabusa Ikkei Tōhachi Bishamon-ten
Ii naosuke.jpg Ii Naoyasu Ii Naosuke.
Ölfarben von Ii Naoyasu (1851–1935). Meiji-Zeit; Gōtoku-ji, Tōkyō, Setagaya-ku; 121,4 x 91,1cm
Bild © Setagaya City. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Posthumes Portrait des Obersten Rates (tairō) Ii Naosuke, 1815–1860. Nachdem Naosuke 1854 Verträge mit Amerika abgeschlossen hatte, ohne die Zustimmung des Tennō abzuwarten, wurde er in den Augen der sonnō jōiAnhänger zur meist gehassten politischen Figur. 1860 gelang schließlich ein Mordanschlag auf ihn durch Samurai aus Mito. Das Portrait wurde posthum von einem Sohn Naosukes angefertigt. Dieser führte zunächst das Daimyat von Yoita und betätigte sich in der Meiji-Zeit weiter als Politiker, wandte sich aber auch hobbymäßig der westlichen Malerei zu.

Ii Naoyasu Ii Naosuke
Tengu sairinji.jpg Kaihō Yūtoku Krähen-Tengu (karasu tengu).
Hängerollbild (Seide, Farbe) von Kaihō Yūtoku, Detail. Späte Edo-Zeit, 19. Jh.; im Besitz des Sairin-ji, Kyōto
Bild © Saichō to Tendai kokuhō, 2006, Abb. 234.

Tengu in der Kleidung eines Kriegermönchs, auf einem Wildschwein reitend. Der dargestellte tengu ist wahrscheinlich Tarōbō, ein berühmter tengu, der auf dem Berg Asago im Westen Kyōtos wohnte und der Sage nach häufig die „tengu-Kiefer“ (tengu no matsu), die sich auf dem Tempelgelände befand, aufsuchte, um sich auszuruhen. Der Tempel Sairin-ji, von dem dieses Bild stammt, ist eng mit dem Shugendō, dem Glauben der yamabushi, verbunden.

Kaihō Yūtoku Krähen-Tengu
Drache myoshinji.jpg Kano Tan'yu Drache, Myōshin-ji.
Deckengemälde, ryū von Kano Tan'yu (1602–1674); Zen Tempel Myōshin-ji, Kyoto
Bild © After the Silver Rain, (Blog). (Letzter Zugriff: 2013/12).

Der Drache (ryū,) dessen eines Auge sich im Zentrum des Bildes befindet und den Betrachter überallhin zu verfolgen scheint, ist auch unter dem Spitznamen „Drache, der in acht Richtungen blickt“ bekannt.

Kano Tan'yu Drache, Myōshin-ji
Komainu a mak.jpg Kano Tsunenobu Komainu (A-Form).
Wandtafel, komainu (Farbe auf Holz, Vergoldung) von Kano Tsunenobu (1636–1713). Edo-Zeit, 18. Jh.; Zōjō-ji, Shiba (Tōkyō); ca. 2 x 2m
Bild © Museum Angewandter Kunst (MAK), Wien.

Komainu mit geöffnetem Maul (A-Form; A-gyō). Das Bild stammt aus dem Tempel Zōjō-ji in Tōkyō, einem Familientempel der Tokugawa. Teile der Anlage wurden in der Meiji-Zeit geschliffen. Der Sammler Heinrich von Siebold erwarb Teile des Gebäudes und brachte sie Ende des 19. Jh.s nach Wien.

Kano Tsunenobu Komainu (A-Form)
Komainu mak.jpg Kano Tsunenobu Komainu (UN-Form).
Wandtafel, komainu (Farbe auf Holz, Vergoldung) von Kano Tsunenobu (1636–1713). Edo-Zeit, um 1710; ca. 2 x 2m
Bild © Museum Angewandter Kunst (MAK), Wien. (Letzter Zugriff: 2014/3).

Komainu mit geschlossenem Maul (UN-Form; UN-gyō). Das Bild stammt aus dem Tempel Zōjō-ji in Tōkyō, einem Familientempel der Tokugawa. Teile der Anlage wurden in der Meiji-Zeit geschliffen. Der Sammler Heinrich von Siebold erwarb Teile des Gebäudes und brachte sie Ende des 19. Jh.s nach Wien.

Kano Tsunenobu Komainu (UN-Form)
Jizo jigoku.jpg Kanō Dōhaku Jizō erettet ein Kind aus der Hölle.
Hängerollbild, bosatsu (Seide, Farbe, Tusche) von Kanō Dōhaku, Detail. Edo-Zeit, 1819; 148 x 88 cm
Bild © Online Archive of California. (Letzter Zugriff: 2016/8)
Ruth and Sherman Lee Institute for Japanese Art.

Detail aus einer Darstellung der buddhistischen Hölle, in der Jizō (skt. Kshitigarbha) in Kind errettet.

Kanō Dōhaku Jizō erettet ein Kind aus der Hölle
Zoga.jpg Kanō Einō Der Ehrwürdige Zōga auf einem Ochsen.
Querbildrolle, emaki (Papier, Farbe) von Kanō Einō (1631–1697), Detail. Edo-Zeit; aus Zōga shōnin gyōgōki („Taten des Ehrwürdigen Zōga“), Rolle 2; 1272,3×35,7cm
Bildquelle: Nara Women's University. (Letzter Zugriff: 2014/5).

Der Mönch Zōga zeigt seine Verachtung gegenüber weltlichem Reichtum und Prunk, indem er an der Ehrung seines eigenen Lehrers (des Mönchs im Ochsenkarren) in zerschlissener Alltagskleidung teilnimmt. Die Illustration entstammt einer Edo-zeitlichen Querbildrolle des Tanzan Schreins, des geistigen Zentrums von Tōnomine, wo Zōga tätig war.

Kanō Einō Der Ehrwürdige Zōga auf einem Ochsen
Zoga2.jpg Kanō Einō Der Ehrwürdige Zōga verschenkt seine Kleider.
Querbildrolle, emaki (Papier, Farbe) von Kanō Einō (1631–1697), Detail. Edo-Zeit; aus Zōga shōnin gyōgōki („Taten des Ehrwürdigen Zōga“), Rolle 1; 1272,3×35,7cm
Bildquelle: Nara Women's University. (Letzter Zugriff: 2014/5).

Der Mönch Zōga verschenkt seine Kleider an die Armen und kehrt nackt in sein Kloster zurück.

Kanō Einō Der Ehrwürdige Zōga verschenkt seine Kleider
Ema kano sanraku1614.jpg Kanō Sanraku Klassisches Votivbild mit Pferdemotiv.
Gemälde, ema (Farbe und Gold auf Holz) von Kanō Sanraku. Frühe Edo-Zeit, 1614
Bild © Hideyoshi to Kyōto. Toyokuni jinja shahōde [Austellungskatalog], Kyōto: Toyokuni Jinja, 1998..

Das Votivbild (ema) wurde für den Toyokuni Schrein des Toyotomi Hideyoshi in Kyōto angefertigt.

Kanō Sanraku Klassisches Votivbild mit Pferdemotiv
Nikko nakiryu.jpg Katayama Nanpū Brüllender Drache (Naki ryū).
Deckengemälde, ryū von Katayama Nanpū (1887–1980). 1968; Yakushi-Halle in Nikkō.

Drache (ryū) als Deckengemälde in Nikkō.

Katayama Nanpū Brüllender Drache
Drachen und schlange.jpg Katsushika Hokusai Drache und Schlange.
Papier-Lampion (Papier, Tusche, Farbe) von Katsushika Hokusai. Spätere Edo-Zeit, 19. Jh; 50,8 x 30,5 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Drache (ryū) und Schlange (hebi) auf einem Papierlampion, wahrscheinlich mit Bezug auf das Schlangenjahr der Tierkreiszeichen.

Katsushika Hokusai Drache und Schlange
Tengu hokusai.jpg Katsushika Hokusai Scherzhafte Tengu-Darstellung.
Zeichnung (Papier, Tusche) von Katsushika Hokusai (1760-1849).
Katsushika Hokusai Scherzhafte Tengu-Darstellung
Tanuki hokusai.jpg Katsushika Hokusai Tanuki.
Illustration, tanuki (Papier, Tusche, Farbe) von Katsushika Hokusai (1760–1849).

Tanuki mit Teekessel. Illustration zum Märchen Bunbuku chagama.

Katsushika Hokusai Tanuki
Hotei hokusai ca1810.jpg Katsushika Hokusai Hotei.
Fächerbild, fukujin (Papier, Farbe, Tusche) von Katsushika Hokusai. Ca. 1810
Bild © Muian. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Hotei schläft auf seinem Sack

Katsushika Hokusai Hotei
Kitsune hokusai.jpg Katsushika Hokusai Fuchs und Fuchsfalle.
Hängerollbild, kitsune von Katsushika Hokusai (1760–1849), Detail
Bildquelle: Muian. (Letzter Zugriff: 2011/8).

Der als Mönch verkleidete Fuchs (kitsune) kurz vor dem Tritt in die Falle.

Katsushika Hokusai Fuchs und Fuchsfalle
Shichifukujin hokusai.jpg Katsushika Hokusai, u.a. Shichi Fukujin.
Hängerollbild, fukujin (Farbe auf Seide) von Katsushika Hokusai, u.a.. Spätere Edo-Zeit, frühes 19.Jh.; Museo d'Arte Orientale Edoardo Chiossone
Bild © Muian. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Die Glücksgötter (Shichi Fukujin) in ihrer ikonographisch ausgereiften Form, dargestellt von verschiedenen Ukiyoe-Künstlern des frühen 19. Jh..

Katsushika Hokusai, u.a. Shichi Fukujin
Obake kyosai muian.jpg Kawanabe Kyōsai Totengeist (Yūreizu).
Hängerollbild, yūrei von Kawanabe Kyōsai. 1883
Bildquelle: Muian. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Bild eines Totengeistes, der dem Bild eines Totengeistes entsteigt.

Kawanabe Kyōsai Totengeist
Daruma mimikaki.jpg Kawanabe Kyōsai Geisha und Daruma.
Shunga von Kawanabe Kyōsai. Edo-Zeit
Bild © Muian. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Eine prächtig gekleidete Dame, vielleicht ein Kourtisane, aber mit aufgelöstem Haar, putzt die Ohren des Bodhidharma (in Japan Zeichen zärtlicher Vertrautheit).

Kawanabe Kyōsai Geisha und Daruma
Raijin kyosai.jpg Kawanabe Kyōsai Donnergott.
Satirische Zeichnung (Papier, Farbe) von Kawanabe Kyōsai, Detail. 1892.

Der Donnergott Raijin bei einer Trommel-Performance.

Kawanabe Kyōsai Donnergott
Raijin kyosai boston.jpg Kawanabe Kyōsai Donnergott (Raijin).
Seidenrollbild, tenbu (Tusche, Farbe) von Kawanabe Kyōsai (1831–1889). Meiji-Zeit; 114 x 35,4 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/8)
William Sturgis Bigelow Collection.

Darstellung des Raijin auf einem Seidenrollbild.

Kawanabe Kyōsai Donnergott
Susanoo kyosai.jpg Kawanabe Kyōsai Susanoo und die Schlange Yamata no Orochi.
Hängerollbild, kami (Seide, Tusche, Farbe) von Kawanabe Kyōsai (1831–1889). Meiji-Zeit, 1887; 100,4 x 29,7 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Susanoo und Yamata no Orochi. Man muss erst ein wenig suchen, bis man den Kopf der Schlange in der unteren Bildhälfte entdeckt.

Kawanabe Kyōsai Susanoo und die Schlange Yamata no Orochi
Sutendoji kyosai.jpg Kawanabe Kyōsai Shuten Dōji.
Fächerbild, oni (Papier, Tusche, Farbe) von Kawanabe Kyōsai.

Shuten Dōji wird zu Fall gebracht

Kawanabe Kyōsai Shuten Dōji
Fujin kyosai.jpg Kawanabe Kyōsai Windgott (Fūjin).
Seidenrollbild, tenbu (Tusche, Farbe) von Kawanabe Kyōsai (1831–1889). Meiji-Zeit; 114 x 35,4 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/8)
William Sturgis Bigelow Collection.

Abbildung des Fūjin auf einem Seidenrollbild.

Kawanabe Kyōsai Windgott
Daikoku kyosai.jpg Kawanabe Kyōsai Daikoku veranstaltet ein Wagenrennen mit Mäusen.
Neujahrsbild, fukujin von Kawanabe Kyōsai, Detail. 19. Jh..

Auch ein weiteres Attribut des Daikoku ist dargestellt, der Rettich (daikon), der hier als Wagen dient.

Kawanabe Kyōsai Daikoku veranstaltet ein Wagenrennen mit Mäusen
Enma kyosai.jpg Kawanabe Kyōsai Enmas Gerichtshof.
Hängerollbild (Seide, bemalt) von Kawanabe Kyōsai. Meiji-Zeit, 19. Jh.; Tokyo National Museum; 200 × 340cm
Bild © Netto Bijutsukan Ātomatomen, (jap.). (Letzter Zugriff: 2016/9/6).

Satirische Darstellung von Enmas Gerichtshof.

Kawanabe Kyōsai Enmas Gerichtshof
Kyosai yurei3.jpg Kawanabe Kyōsai Totengeist (Yūrei).
Hängerollbild, yūrei (Seide, Farbe) von Kawanabe Kyōsai (1831–1889). 1870
Bildquelle: Muian. (Letzter Zugriff: 2011/6).

Das Motiv des Rachegeists (onryō), der sich in den Haaren eines abgetrennten Kopfes festgebissen hat, findet sich auch im Zusammenhang mit Kohada Koheiji (s. Hokusai). Das Kabukistück Iroiri otogi zoshi erzählt, dass Koheiji schlussendlich seine Frau zu Tode brachte und ihren Kopf mit sich trug. Kyōsai gönnt seinem Totengeist (yūrei) allerdings keinen Triumph: in seiner Besessenheit ist der Geist nicht mehr im Stande zu erkennen, dass er das Ziel seiner Rache bereits erreicht hat.

Kawanabe Kyōsai Totengeist
Izanami izanagi.jpg Kobayashi Eitaku Izanami und Izanagi bei der Erschaffung der Welt.
Hängerollbild, kami (Seide, Tusche, Farbe) von Kobayashi Eitaku (1843–1890). Um 1885; 126 x 54,6 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)
William Sturgis Bigelow Collection.

Die Illustration aus dem späten 19. Jahrhundert zeigt das Urgötterpaar Izanagi und Izanami auf der schwebenden Himmelsbrücke (Ame no ukihashi), von wo aus sie die erste Insel im Urmeer erschaffen.

Kobayashi Eitaku Izanami und Izanagi bei der Erschaffung der Welt
Kobutori3.jpg Kobayashi Eitaku Parade der Oni.
Illustration, oni (Krepp-Papier, Tusche, Farbe) von Kobayashi Eitaku, Detail. 1889; aus „The old man and the devils“; Verlag: Griffith (London), Hasegawa Takejiro (Tokyo); Übersetzer: James Curtis Hepburn
Bild © Open Library. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Ein oni als Anführer, und hinter ihm weitere Oni in einer langen Reihe.

Kobayashi Eitaku Parade der Oni
Drachen kenninji.jpg Koizumi Junsaku Drachenpaar (sōryū-zu).
Deckengemälde, ryū von Koizumi Junsaku. 2002; Zen-Tempel Kennin-ji, Kyōto
Bild © Kenninji Gallery. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Der Kennin-ji ist der älteste Zen-Tempel Kyōtos. Dennoch — oder vielleicht gerade deshalb — besaß er als einziger unter den sieben großen Tempeln des Rinzai Zen keine Halle mit Drachenbild (ryū) an der Decke. Dies änderte sich erst 2002, als der Tempel anlässlich seines 800jährigen Bestehens dieses Deckengemälde vom damals 77-jährigen Künstler Koizumi Junsaku anfertigen ließ.

Koizumi Junsaku Drachenpaar
Uzume kosugi.jpg Kosugi Hōan Ame no Uzume no Mikoto.
Ölbild, kami (Leinwand, Ölfarbe) von Kosugi Hōan (1881–1964). 1951; Idemitsu Bijutsukan, Tokyo; 83,5 x 208,8 cm
Bild © Chiyoda Days. (Letzter Zugriff: 2013/7).

Ame no Uzume in einer modernen Interpretation. Amaterasu ist hier durch die Sonnenscheibe repräsentiert.

Kosugi Hōan Ame no Uzume no Mikoto
Mabuchi.jpg Maruyama Ōzui Kamo no Mabuchi.
Farbe und Tusche auf Papier von Maruyama Ōzui (1766–1829). Edo-Zeit
Bild © Museum of Motoori Norinaga. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Mabuchi erschließt das Manyōshū.

Maruyama Ōzui Kamo no Mabuchi
Affe sosen.jpg Mori Sosen Nihon-zaru.
Hängerollbild, saru von Mori Sosen (1774-1821), Detail
Bildquelle: Yaneurabeya no Bijutsukan. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Mori Sosen gilt als Meister der Affendarstellung, hier eine Darstellung eines nihon-zaru.

Mori Sosen Nihon-zaru
Raijin ogata.jpg Ogata Kōrin Donnergott (raijin).
Wandschirmgemälde, tenbu von Ogata Kōrin (1658–1716)
Bildquelle: Wikimedia Commons (jap.). (Letzter Zugriff: 2016/8).

Abbildung des Donnergottes (Raijin). Nach einer Vorlage von Sōtatsu (um 1600).

Ogata Kōrin Donnergott
Fujin ogata.jpg Ogata Kōrin Windgott (fūjin).
Wandschirmgemälde, tenbu von Ogata Kōrin (1658–1716)
Bild © Wikimedia Commons (jap.). (Letzter Zugriff: 2016/8).

Abbildung des Windgottes (Fūjin). Nach einer Vorlage von Sōtatsu (um 1600).

Ogata Kōrin Windgott
Fujin korin.jpg Ogata Kōrin Windgott (Fūijin).
Stellschirm, tenbu (Holz, vergoldet, Farbe) von Ogata Kōrin (1658–1716), Detail. Edo-Zeit, 17. Jh.; im Besitz des Tōkyō National Museums; 164,5 × 182,4 cm
Bild © Cultural Heritage Online. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Abbildung des Windgottes (Fūjin).

Ogata Kōrin Windgott
Raijin korin.jpg Ogata Kōrin Donnergott (Raijin).
Stellschirm, tenbu (Holz, vergoldet, Farbe) von Ogata Kōrin (1658–1716), Detail. Edo-Zeit, 17. Jh.; im Besitz des Tokyo National Museums; 164,5 × 182,4 cm
Bild © Cultural Heritage Online. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Die Vorlage zu diesem Bild des Raijin stammt von Tawaraya Sōtatsu. Abgesehen von den Farben besteht der Unterschied zu Sōtatsus Vorlage v.a. darin, dass dieser Donnergott seinem Zwilling gerade in die Augen blickt.

Ogata Kōrin Donnergott
Fujin raijin korin.jpg Ogata Kōrin Windgott und Donnergott (Fūjin raijin zu).
Stellschirm, tenbu (Holz, vergoldet, Farbe) von Ogata Kōrin (1658–1716). Edo-Zeit, 17. Jh.; im Besitz des Tōkyō National Museums; zweimal 164,5 × 182,4 cm
Bild © Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Wind- und Donnergott (Fūjin und Raijin). Die Vorlage zu diesem Bild stammt von Tawaraya Sōtatsu.

Ogata Kōrin Windgott und Donnergott
Benzaiten.jpg Ogawa Haritsu Benzaiten.
Hängerollbild, fukujin (Seide) von Ogawa Haritsu (1663–1747)
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Benzaiten mit biwa-Laute, Mond und Wellen

Ogawa Haritsu Benzaiten
Saraswati.jpg Raja Ravi Varma Sarasvati.
Ölbild von Raja Ravi Varma (1848–1906). Indien, 1896; Maharaja Fateh Singh Museum, Gujarat
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Die Göttin des Wassers und der Musik Sarasvati mit indischer Laute (vīṇā) und ihrem häufigen Tierbegleiter, dem Pfau (oft auch Schwan). Der Künstler gilt als Pionier der Verbindung von indischen Themen und westlicher Maltechnik.

Raja Ravi Varma Sarasvati
Taimenzu2.jpg Saitō Hikomaro „Zusammentreffen im Traum“ (muchū taimen zu).
Saitō Hikomaro. Edo-Zeit
Bild © Museum of Motoori Norinaga. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Das „Zusammentreffen im Traum“ zeigt die Begegnung der beiden bekanntesten Gelehrten der kokugaku, Motoori Norinaga (stehend) und Hirata Atsutane (Mitte links). Das Bild illustriert die Traumvision des Atsutane, der Norinaga in Wirklichkeit nie getroffen hatte, sich aber aufgrund seines Traums als sein Nachfolger betrachtete. Die Illustration des Traums stammt von Saitō Hikomaro (1768–1854), einem weiteren Kokugaku-Gelehrten.

Saitō Hikomaro „Zusammentreffen im Traum“
Daruma2.jpg Sensho Daruma-Portrait.
Malerei (Papier, Farbe) von Sensho. 19. Jh. (?)
Bild © Waseda Library. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Portrait von Bodhidharma, blauäugig, respekteinflößend. Tatsächlich gibt es Quellen, laut denen Bodhidharma blaue Augen gehabt haben soll. Demnach könnte er nicht indischer, sondern zentralasiatischer Herkunft sein.

Sensho Daruma-Portrait
Kitsune kokan.jpg Shiba Kōkan Kitsune.
Hängerollbild, kitsune von Shiba Kōkan (1747–1818), Detail
Bildquelle: The Kitsune page. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Kitsune im Gewand einer Nonne

Shiba Kōkan Kitsune
Oni shibata.jpg Shibata Zeshin Dämon und Glück (otafuku).
Illustration, fukujin (Papier, Tusche, Farbe) von Shibata Zeshin (1807–1891)
Bild © Hatena Fotolife, Etsuko and Joe Price Collection. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Illustration des volkstümlichen Brauches, die oni zum setsubun-Fest mit Bohnen aus dem Haus zu treiben um das Glück einzuladen. Das Glück ist hier in Form der Göttin Otafuku dargestellt.

Shibata Zeshin Dämon und Glück
Oni shohaku.jpg Soga Shōhaku Blauer oni.
Zeichnung, oni (Papier, Farbe) von Soga Shōhaku (1730–1781). 1764; 170 x 125 cm
Bild © Muian. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Detail einer Darstellung der Legende des „Knaben vom Schneeberg“ (Sekizan dōji). Es handelt sich dabei um eine frühere Existenz des Buddhas Shakyamuni, der sich einem Dämon (oni) in den Bergen des Himalaya zum Fraß anbietet.

Soga Shōhaku Blauer oni
Drachen hakozaki engi.jpg Sumiyoshi Gukei Drachen verschlingen Soldaten.
Querbildrolle (Papier, Tusche, Farbe) von Sumiyoshi Gukei (1631–1705), Detail. Edo-Zeit; aus Hakozaki Hachiman-gū engi, 1672; Hakozaki-gū; 33,6 x 860,8 cm
Bild © Hachiman Digital Handscrolls, Universität Heidelberg. (Letzter Zugriff: 2015/11/1).

Detail aus einer Querbildrolle der Legenden rund um die Gottheit Hachiman. Die Szene zeigt den Angriff japanischer Truppen auf Korea unter der Führung der Kaiserin Jingū Kōgō. Drachen (ryū) kommen der japanischen Flotte zu Hilfe und verschlingen einige koreanische Soldaten. Ein Vergleich mit der gleichen Szene in einer Bildrolle aus der Muromachi-Zeit (1389) zeigt, dass die Drachen in der Edo-Zeit offenbar ihre langen, rüsselartigen Nasen verloren haben.

Sumiyoshi Gukei Drachen verschlingen Soldaten
Raijin sotatsu.jpg Tawaraya Sōtatsu Donnergott (Raijin).
Stellschirm (Holz, vergoldet, Farbe) von Tawaraya Sōtatsu, Detail. Frühe Edo-Zeit, 17. Jh.; „Nationalschatz“; im Besitz des ältesten Zen-Tempels von Kyōto, Kennin-ji; 169,8 x 154,5 cm
Bild © Kyōto National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Vor lauter überschäumender Energie sind die Hände dieses Donnergottes (Raijin) in eine anatomisch unmögliche Stellung verdreht.

Tawaraya Sōtatsu Donnergott
Fujin sotatsu.jpg Tawaraya Sōtatsu Windgott (Fūjin).
Stellschirm, tenbu (Holz, vergoldet, Farbe) von Tawaraya Sōtatsu, Detail. Frühe Edo-Zeit, 17. Jh.; „Nationalschatz“; im Besitz des ältesten Zen-Tempels von Kyōto, Kennin-ji; 169.8 x 154.5 cm
Bild © Kyōto National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Darstellung des Fūjin.

Tawaraya Sōtatsu Windgott
Donner sotatsu2.jpg Tawaraya Sōtatsu (Werkstatt) Donnergott (Raijin).
Stellschirm, tenbu (Tusche, Farbe und Goldstaub auf Papier) von Tawaraya Sōtatsu (Werkstatt) (ca. 1600-1640). Frühe Edo-Zeit; 150,3 x 343,6 cm
Bild © Cleveland Museum of Art. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)
Andrew R. and Martha Holden Jennings Fund.

Dieser Donnergott (Raijin) befindet sich allein auf einem sechsteiligen Wandschirm. Er wirkt etwas wilder als das berühmte Wind- und Donner-Paar des gleichen Meisters, trägt aber ähnliche, fast comic-haft überzeichnete Züge.

Tawaraya Sōtatsu (Werkstatt) Donnergott
Benzaiten tosa.jpg Tosa Mitsuoki Benzaiten.
Hängerollbild, fukujin (Seide) von Tosa Mitsuoki (1617–1691); 118,5 x 60,8cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Benzaiten mit Laute (biwa), auf Felsen im Meer

Tosa Mitsuoki Benzaiten
Daruma togetsu.jpg Tsutsumi Tōgetsu Daruma als Geisha.
Hängerollbild, shunga (Tusche, Farbe, Papier) von Tsutsumi Tōgetsu (1749-1823). Edo-Zeit, um 1800
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Daruma im Outfit und der typischen Haltung einer hochrangigen Kurtisane, allerdings mit etwas unsicherem Gesichtsausdruck. Der Kimono ist mit hossu-Wedeln, also buddhistischen Ritualgegenständen, verziert. Das Bild trägt eine Inschrift des Edo-zeitlichen Literaten Ōta Nanpō (1749–1823).

Tsutsumi Tōgetsu Daruma als Geisha
Ameyadori.jpg Utagawa Hiroshige Suhara (Reisende im Regen).
Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Hiroshige (1797–1858). Edo-Zeit; aus der Serie Kisokaidō rokujūkyū tsugi no uchi (Die 69 Stationen des Kisokaidō), Blatt 40, 1835–38; 22,7 x 35,3 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

In Suhara, einem Ort an der Inlandsroute zwischen Edo und Kyōto (dem Kisokaidō), werden Reisende von einem plötzlichen Sommergewitter überrascht. Unter dem Dach eines kleinen Tempels hat auch eine Gruppe Pilger Unterschlupf gefunden. Ein Pilger nützt die Gelegenheit, um eine Botschaft an einen Pfosten zu pinseln — wahrscheinlich seinen Namen, ähnlich wie es heutige Pilger mit Hilfe einer „Visitenkarte“ (osame-fuda, nōsatsu) tun. Die Figur mit dem korbartigen Hut ist ein komusō, ein flötenspielender Bettelmönch, und gehört nicht zur Pilgergruppe. Zwei Bauern kommen herbeigelaufen, während im Hintergrund ein Reiter und sein Diener ihre Reise trotz des Regens fortsetzen. Das Motiv der vom Regen überraschten Reisenden findet sich häufig in den Motiven der ukiyo-e Künstler. Für dieses Bild Hiroshiges gibt es ein unmittelbares Vorbild in der Bildersammlung Itchō gafū von Suzuki Rinshō (1732-1803), wo ebenfalls ein Pilger mit Reiseschreibgerät dargestellt ist.

Utagawa Hiroshige Suhara (Reisende im Regen)
Koheiji kuniyoshi.jpg Utagawa Kunitoshi Kohada Koheiji.
Hängerollbild, yūrei (Seide, Farbe) von Utagawa Kunitoshi. Meiji-Zeit
Bildquelle: Pink Tentacle. (Letzter Zugriff: 2016/9).

Der Totengeist (yūrei) des Koheiji lugt über das Moskitonetz, um seine Frau und seinen Nebenbuhler beim Liebesakt zu stören.

Utagawa Kunitoshi Kohada Koheiji
Amagoi komachi toyoharu.jpg Utagawa Toyoharu Ono no Komachi bittet um Regen.
Hängerollbild (Seide, Farbe) von Utagawa Toyoharu (1735–1814); 42,5 x 69,2cm
Bild © Christie’s. (Letzter Zugriff: 2019/1/13)
Catherine Halff Edson.

Die Dichterin Ono no Komachi präsentiert ein Gedicht mit der Bitte um Regen (amagoi) im Garten der Göttlichen Quelle Shinsen’en. Die Szene ist zwar historisch nicht belegt, zählte aber in der Edo-Zeit zu den allseits bekannten sieben Episoden der Heian-zeitlichen Dichterin.

Utagawa Toyoharu Ono no Komachi bittet um Regen
Shikoku panorama.jpg Yoshida Hatsusaburō Panoramabild von Shikoku.
Querbildrolle von Yoshida Hatsusaburō (1884–1955). 1934
Bild © Shikoku henro michi, Webprojekt der Waseda Universität, Tokyo. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Mit besonderer Berücksichtigung der 88 Pilgertempel.

Yoshida Hatsusaburō Panoramabild von Shikoku
Miyajima panorama.jpg Yoshida Hatsusaburō Miyajima und die Stadt Hiroshima.
Panoramabild von Yoshida Hatsusaburō, Detail. 1926
Bild © Tokushima Bunri University. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Panoramabild der Schreininsel Miyajima und der Stadt Hiroshima (rechts oben), Ansicht von Süden. Ausschnitt eines Panaromabilds der Regionen Shikoku und Chūgoku.

Yoshida Hatsusaburō Miyajima und die Stadt Hiroshima
Norinaga2.jpg Yoshikawa Yoshinobu Motoori Norinaga.
Farbe auf Papier von Yoshikawa Yoshinobu, Detail. Edo-Zeit, 1790
Bild © Motoori Norinaga Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Portrait des Gelehrten Norinaga im Alter von 61 Jahren.

Yoshikawa Yoshinobu Motoori Norinaga
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Werke ohne Angabe zum Künstler 71 Bilder

Karasutengu3.jpg yōkai Karasu tengu mit yamabushi-Gewand.
Yōkai
Bildquelle: thetengu.com. (Letzter Zugriff: 2005/6).

Modernes Design eines karasu-tengu.

Karasu tengu mit yamabushi-Gewand
Vajrapani tibet 18cent.jpg thangka Vajrapani (Bhutadamara).
Rollbild, thangka (Baumwolle, Farbe), Detail. Tibet, 18. Jh.; 69,22 x 46,36 cm
Bild © Himalayan Art. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)
Collection of Rubin Museum of Art.

Vajrapani mit vier Armen, drei Augen. In der rechten, weggespreizten Hand ein Vajra, in der Linken ein Seil, die beiden anderen Arme zur mudra der Dämonenabwehr geformt (vgl. Gōsanze Mudra). Tanzt auf der Leiche eines Dämonen (Aparajita) mit ebenfalls vier Armen und einem Elefantenrüssel.

Vajrapani
Shitenno.jpg tenbu Die Vier Himmelskönige (Shitennō).
Querbildrolle, tenbu (Papier, Farbe), Detail. Edo-Zeit; aus Zuzō-shō, 1702
Bild © Ryūgoku University Library. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Die Vier Himmelskönige (von rechts nach links: Osten = Jikoku-ten , Süden = Zōjō-ten, Norden = Tamon-ten, Westen = Kōmoku-ten) in einem ikonographischen Handbuch namens Zuzō-shō (auch Jukkan-shō oder Ejū-shō), hier in einer Kopie aus der Edo-Zeit. Das Werk enstand 1139 und gilt als eines der frühesten Standardwerke der buddhistischen Ikonographie Japans (s.a. Kopie aus der Kamakura-Zeit). Seltsamerweise dürfte dem Kopisten hier ein Fehler unterlaufen sein, denn neben Jikoku-ten, der ersten Figur von rechts, steht „sein Körper ist blaugrün (aoiro)“, während bei Zōjō-ten, der Figur daneben, steht „sein Körper ist rot“. Dies entspricht auch der Zuordnung der Farben zu den jeweiligen Himmelsrichtungen, auf der Abbildung sind die Farben jedoch vertauscht.

Die Vier Himmelskönige
Rokudoe enma1.jpg tenbu Gerichtshof des Enma.
Hängerollbild, tenbu (Papier, Farbe). Späte Edo-Zeit, 19. Jh.; 152,6 x 67 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Nach einer Vorlage aus dem 13. Jahrhundert. Zu Enmas Füßen sieht man einen Angeklagten (also einen Verstorbenen), dem in einem Spiegel seine Sünden (hier der Mord an einem Mönch) vorgeführt wird. Die Höllenknechte warten schon begierig, ihn abzuführen.

Gerichtshof des Enma
Dakini.jpg tenbu Japanische Dakini auf einem weißen Fuchs.
Tenbu; Tōkyō
Bild © Toyokawa Inari Schrein. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Auf ihren Schultern trägt Dakini Reisballen.

Japanische Dakini auf einem weißen Fuchs
Vaishravana.jpg tenbu Vaishravana auf einem Löwen reitend.
Hängerollbild, tenbu (Bauwolle, Farbe), Detail. Tibet, 19. Jh.; 50,8 x 33 cm
Bild © Himalayan Art. (Letzter Zugriff: 2019/9/19)
Collection of Rubin Museum of Art.

Vaishravana, die indische Urform des Bishamon, hier in einer tibetischen Darstellung. Interessanterweise trägt er auch hier eine Rüstung und eine lanzenartige Waffe (hier ein Banner). Der Löwe scheint ikonographisch mehr von China als von Indien beeinflusst zu sein. Besonders interessant ist der Mungo unter seiner Linken Hand. Er ist ein Symbol des Reichtums und speit Edelsteine. Dieser Symbolismus hat sich in China offenbar nicht durchgesetzt. Der Mungo wird in China als Maus oder Ratte „übersetzt“.

Vaishravana auf einem Löwen reitend
Tamonten.jpg tenbu Bishamon-ten oder Tamon-ten.
Abbildung, tenbu. Edo-Zeit, 1702
Bild © Ryūgoku University Library. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Der Hüter des Nordens, Bishamon-ten. Detail aus dem ikonographischen Handbuch Zuzōshō (1239), hier in Edo-zeitlicher Kopie.

Bishamon-ten oder Tamon-ten
Tenshodaijin mnl.jpg shinzō Tenshō daijin.
Shinzō.

Männlicher Amaterasu in einer mittelalterlichen Darstellung.

Tenshō daijin
Drachen shokokuj.jpg ryū Drache.
Deckengemälde, ryū; Shōkoku-ji, Kyōto.

Darstellung eines Drachen (ryū). Besonders in den Zen-Tempeln Kyōtos sind Drachengemälde beliebt.

Drache
Tsuno daishi.jpg oni Tsuno Daishi.
Hängerollbild, oni (Seide, Gold, Farbe, Tusche). 19. Jh.; Völkerkundemuseum Zürich (Inv.-Nr. 19450); 84 x 27,9 cm
Bild © Tomoe Steineck, Martina Wernsdörfer, Raji Steineck, WegZeichen: Japanische Kult- und Pilgerbilder. Die Sammlung Wilfried Spinner (1854–1918). Zürich: VMZ (Ausstellungskatalog), Abb. 9.

Seltene Darstellung des „Gehörnten Großmeisters“ (Tsuno Daishi) als „realistischer“ oni. Die Wunschperle auf seinem Kopf identifiziert ihn als menschenfreundliche Schutzgottheit.

Tsuno Daishi
Hoshi mandara boston.jpg nyorai, mandara Sternenmandala (Hoshi mandara).
Hängerollbild, nyorai, mandara (Farbe, Tusche auf Seide). Edo-Zeit; 83 x 51,9 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/8)
William Sturgis Bigelow Collection.

In der Mitte trohnt Buddha auf dem Weltenberg Shumisen, um den Berg herum sind die Neun Planeten sowie die Sterne des Großen Wagens zu sehen. Außerhalb befinden sich die westlichen Sternzeichen und die chinesischen Sternbilder.

Sternenmandala
Amida nyorai zu.jpg nyorai Buddha.
Buchillustration, nyorai. Edo-Zeit, 1702
Bild © Ryukoku University Library. (Letzter Zugriff: 2011/12/03).

Buddha Amida Nyorai in seiner klassischen Haltung, sitzend und mit der mudra der Meditation.
Die Abbildung geht auf das älteste japanische Handbuch der buddhistischen Ikonographie zurück. Das Werk ist unter den Titeln Zuzōshō 図像抄 („Abriss von Skizzen [buddhistischer] Statuen“) oder Jikkanshō 十巻抄 („Abriss in zehn Bänden“) bekannt und wird wahlweise Byōdōbō Yōgon (1075–1151) oder Shōjōbō Ejū (1060–1144) zugeschrieben. In jedem Fall gehörte der Autor der Shingon-Schule an. Die Details der Darstellungen haben sich seit der ersten Abfassung des Werkes bemerkenswert wenig geändert.
Die vorliegende Abbildung entstammt der Abschrift einer Abschrift des originalen Zuzōshō und wurde laut Kolophon 1702 (Genroku 15) angefertigt.

Buddha
Dainichi sonshomandara edo .jpg nyorai Dainichi als zentrale Figur eines Mandalas (Sonshō mandara).
Hängerollbild, nyorai (Farbe und Gold aus Seide), Detail. Edo-Zeit; 127 x 61 cm
Bild © Online Archive of California. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)
Ruth and Sherman Lee Institute for Japanese Art.
Dainichi als zentrale Figur eines Mandalas
Sayohime 1.jpg nara-ehon Sayohime und die Riesenschlange.
Buchmalerei, nara-ehon (Farbe und Goldtusche auf Papier). Edo-Zeit, 17. Jh.; aus Nare ehon Sayohime; 23,5 x 17,5 cm
Bild © Museum Angewandte Kunst Frankfurt, Foto: Ute Kunze. (Letzter Zugriff: 2017/2/7)
Sammlung Voretzsch, #12784.

Matsura Sayohime, die sich selbst einem Menschenhändler verkauft hat, wird einer Schlangengottheit als Opfer dargebracht. Durch Rezitation des Lotos Sutras wird die Schlange bekehrt und das Mädchen gerettet. Die Legende wurde in der vorliegenden Version wahrscheinlich in der Muromachi-Zeit verschriftlicht, ist aber in der Heian-Zeit, also in grauer Vorzeit, angesiedelt.

Sayohime und die Riesenschlange
Sayohime 2.jpg nara-ehon Sayohimes Ritt auf der Riesenschlange.
Buchmalerei, nara-ehon (Farbe und Goldtusche auf Papier). Edo-Zeit, 17. Jh.; aus Nare ehon Sayohime; 23,5 x 17,5 cm
Bild © Museum Angewandte Kunst Frankfurt, Foto: Ute Kunze. (Letzter Zugriff: 2017/2/7)
Sammlung Voretzsch, #12784.

Matsura Sayohime, wird von einer Schlangengottheit, die sie zum Buddhismus bekehrt hat, auf wundersame Weise durch ganz Japan transportiert. Die Legende wurde in der vorliegenden Version wahrscheinlich in der Muromachi-Zeit verschriftlicht, ist aber in der Heian-Zeit, also in grauer Vorzeit, angesiedelt.

Sayohimes Ritt auf der Riesenschlange
Acala tibet.jpg myōō Acala (fudō).
Myōō. Nepal, 19. Jh.
Bild © Himalayan Art. (Letzter Zugriff: 2016/8).
Acala
Bato kannon zuzosho.jpg myōō Batō Kannon.
Buchillustration, myōō, Detail. Edo-Zeit; aus Zuzōshō, 1702
Bild © Ryukoku University Library. (Letzter Zugriff: 2016/09/06).

Kannon in Form eines esoterischen myōō mit Pferdekopf (Batō Kannon). Die Abbildung stammt aus einer Edo-zeitl. Kopie des ältesten japanischen Handbuchs der buddhistischen Ikonographie (Zuzōshō 図像抄, „Abriss von Skizzen [buddhistischer] Statuen“, 12. Jh.).

Batō Kannon
Fudo22.jpg myōō Fudō Myōō.
Buchillustration, myōō (Papier, Farbe). Edo-Zeit, 1702
Bild © Ryūgoku University Library. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Fudō Myōō mit Schwert und Flammen-Nimbus. Kopie des verlorenen Zuzōshō (1239).

Fudō Myōō
Gozanze zuzosho.jpg myōō Gōzanze Myōō.
Buchillustration, myōō (Papier, Farbe). Edo-Zeit, 1702
Bild © Ryūgoku University Library. (Letzter Zugriff: 2011/10).

Gōzanze Myōō (skt. Trailokyavijaya), mit vier Gesichtern und acht Armen, auf den Körpern von Shiva und seiner Gespielin Parvati (Umā) tanzend. Kopie des verlorenen Zuzōshō (1239).

Gōzanze Myōō
Hadaka okayama edo.jpg matsuri Nacktfest des Saidai-ji, Okayama.
Querbildrolle, matsuri (Papier), Detail. 17. Jh.; Saidai-ji, Okayama
Bildquelle: Wada Yoshio. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Auszug aus der Bildrolle Saidai-ji engi, welche das hadaka matsuri des Saidai-ji zeigt.

Nacktfest des Saidai-ji, Okayama
Makakara daikoku.jpg mandara Mahakala (Makakara).
Mandara. Edo-Zeit; aus Ishin. Chūsei Nihon no mikkyōteki sekai („Seltsame Götter: Die esoterische Welt des japanischen Mittelalters“), Yamamoto Hiroko; Chōrin-ji, Präfektur Kagawa.

Makakara (oder auch Daikoku, skt. Mahakala) hier als zentrale Figur eines ihm gewidmeten Mandala (Makakara mandara). Die Abbildung entstammt dem Titelblatt eines Buches zu diesem Thema.

Mahakala
Kumano nachi mandara.jpg mandara Kumano Nachi Mandala.
Hängerollbild, mandara (Seide, bemalt), Detail. Frühe Edo-Zeit
Bild © Kokugakuin University Library. (Letzter Zugriff: 2016/9/7).

Unter einem großen torii vollziehen buddhistische Mönche einen Ritus. Davor sieht man ein Schiff, das ebenfalls mit torii bestückt ist, doch auf dem Segel steht „Ehre dem Buddha Amida“ namu amida butsu. Die Szene ist ein Ausschnitts eines Schrein-Mandalas, auf dem die Umgebung des Nachi Schreins in Kumano dargestellt ist. Der Ort war im Mittelalter und in der frühen Neuzeit auch dafür berühmt, dass sich Amida-Gläubige in Boote aussetzen ließen, um von hier Fudaraku, das Reine Land von Amidas Begleiter Kannon Bosatsu, zu erreichen, das man südlich der Halbinsel von Kumano wähnte. Das Boot mit den torii ist für diese Fahrt ins Ungewisse gedacht. Die Praktikanten ließen sich in einer Art Hütte an Bord einsperren und hofften, dass ihnen die Wiedergeburt in Kannons Paradies sicher wäre, wenn sie auf diese Weise den Tod finden würden. (S.a. Religiöse Selbstmorde.)

Kumano Nachi Mandala
Kumano mandara.jpg mandara Kumano Mandala (Kumano kanshin jikkai mandara).
Rollbild, mandara, Detail. Edo-Zeit, 17. Jh..

Der Ausschnitt dieses Mandalas zeigt die japanische Unterwelt (jigoku) nach geläufigen buddhistischen Vorstellungen der Edo-Zeit. Torii dienen zur Abgrenzung der einzelnen Bereiche der Wiedergeburt.

Kumano Mandala
Sarutahiko.jpg kami Sarutahiko.
Zeichnung, kami (Tusche, Farbe). Meiji-Zeit.

Finster blickt Sarutahiko der barbusigen Ame no Uzume entgegen.

Sarutahiko
Arima harunobu.jpg kakemono Bodhisattva oder „Christenfürst“?.
Hängerollbild, kakemono (Seide, Farbe, Gold), Detail. Frühe Edo-Zeit; Seiun-ji, Yamatomura, Präfektur Yamanashi; 150 x 60 cm
Bild © Kōshū-shi. (Letzter Zugriff: 2011/11/30).

Offiziell handelt es sich hier um ein Abbild des buddhistischen Bodhisattvas Kokūzō (skt. Akashagarbha), der häufig mit einem Wunschjuwel, das er in Brusthöhe hält, dargestellt wird. Auf dieser Darstellung fällt allerdings auf, dass das „Wunschjuwel“ eher einem Reichsapfel mit einem Kreuz, also einem christlichen Herrschaftssymbol gleicht. Auch der Mantel des Dargestellten entspricht nicht der gängigen Bodhisattva Ikonographie. Schließlich sind in dem Gewand vier Gesichter versteckt, die ebenfalls Rätsel aufgeben. Die lange in einer Schachtel verwahrte Darstellung, deren Ursprung im Dunklen liegt, dürfte jedenfalls unter christlichem Einfluss entstanden sein.

Laut dem Japanologen Detlev Schauwecker, einem Spezialisten des „christlichen Zeitalters“ in Japan, handelt es sich in der Tat um ein Portrait des christlichen Daimyōs Arima Harunobu (1561?-1612). In den Jesuitendramen der Barockzeit tritt dieser unter dem Namen Protasio von Aryma als Idealtyp des japanischen „Christenfürsten“ auf. Tatsächlich wurde er auf Grund seines Glaubens unter Tokugawa Ieyasu verbannt und schließlich zum Tode verurteilt. Japanische Quellen deuten allerdings darauf hin, dass er dem Christentum zuvor abschwor. Sollte die vorliegende Darstellung tatsächlich Arima Harunobu abbilden, so zeigt sie ihn jedenfalls in einer perfekten Überblendung christlicher und buddhistischer Attribute.

Eine andere Theorie sieht die Darstellung in der Tradition des chinesischen Nestorianismus, also einer frühen Abspaltung des Christentums, die sich schon vor der Missionierung im 16. Jh. bis China verbreitet hatte.

Bodhisattva oder „Christenfürst“?
Rennyo higashihonganji 1611 knm.jpg kakemono Rennyo (1415-99).
Hängerollbild, kakemono. 1611; Higashi Honganji, Kyōto.

Portrait des Mönchs Rennyo, eines Pioniers der Jōdo Shinshū.

Rennyo (1415-99)
Ashura kumano.jpg kakemono Kumano kanshin jikkai mandara.
Hängerollbild, kakemono, Detail. Edo-Zeit, 17. Jh..

Der Ausschnitt zeigt die Welt der Ashura. (siehe auch Höllen)

Kumano kanshin jikkai mandara
Kumano sankei mandara.jpg kakemono Kumano kanshin jikkai mandara.
Hängerollbild, kakemono. Edo-Zeit, 17. Jh..

Im oberen Teil eine Lebenstreppe, die das menschliche Leben von der Geburt bis zum Tod darstellt. Darunter Amidas Reines Land (jōdo), der Gerichtshof Enmas, und schließlich, in der unteren Bildhälfte, die Hölle (jigoku).

Kumano kanshin jikkai mandara
Ebisu daikoku geldbaum.jpg fukujin Ebisu und Daikoku mit Geldbaum.
Werbeposter (hikifuda), fukujin (Papier, Farbe). Meiji- oder Taishō Zeit, frühes 20. Jh.; 33,5 x 49,5 cm
Bild © Nishinomiya Jinja. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Ebisu und Daikoku behängen einen „Geldbaum“ (seine Blätter sind traditionelle Goldmünzen) mit Sinnsprüchen. Die Botschaft ist eindeutig: Nur wer redliche Grundsätze befolgt, erlangt Reichtum.

Ebisu und Daikoku mit Geldbaum
Hikohohodemi.jpg emakimono Hiko Hohodemi auf dem Rückweg an Land.
Querbildrolle, emakimono (Papier, bemalt), Detail. Muromachi- oder Edo-Zeit; aus Kamiyo monogatari (Geschichten aus der Götterzeit)
Bild © Ekkyō suru e-monogatari. (Ausstellungskatalog, Univ. Nagoya.) Nishio-shi: Iwase Bunko, 2016, S. 2.. (Letzter Zugriff: 2017/3/23).

Hiko Hohodemi auf einem Krokodil-artigen Meeresungeheuer (wani), in Begleitung des Meeresgottes Watatsumi und seiner Töchter. Watatsumi hält den wieder gefundenen Angelhaken in der Hand, während seine Töchter die magischen Flutsenke- und Fluthebe-Juwelen mit sich tragen.

Hiko Hohodemi auf dem Rückweg an Land
Nonnenordination.jpg emaki Ordination der ersten japanischen Nonnen.
Querbildrolle, emaki (Papier, bemalt), Detail. 1661; aus Gangō-ji engi (Chronik des Gangō-ji)
Bild © Staatsbibliothek zu Berlin. (Letzter Zugriff: 2016/10/8).

Drei junge Mädchen werden in der Zeit des Bidatsu Tennō (685) durch eingewanderte koreanische Buddhisten zu Nonnen geweiht. Illustration einer Kopie des Gangō-ji engi aus der frühen Edo-Zeit.

Ordination der ersten japanischen Nonnen
Gangoji engi 2.jpg emaki Zerstörung der ersten Tempel.
Querbildrolle, emaki (Papier, bemalt), Detail. 1661; aus Gangō-ji engi (Chronik des Gangō-ji)
Bild © Staatsbibliothek zu Berlin. (Letzter Zugriff: 2016/10/8).

Die ersten japanischen Tempel in der Zeit des Bidatsu Tennō (685) werden aus Furcht vor der Bestrafung durch die kami wieder zerstört. Illustration einer Kopie des Gangō-ji engi aus der frühen Edo-Zeit.

Zerstörung der ersten Tempel
Kurobune.jpg emaki Schwarze Schiffe (kurobune).
Querbildrolle, emaki (Papier, Farbe) (2), Detail. Edo-Zeit, 1854
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Drei Schiffe des Geschwaders von US Commodore Matthew Perry bei seinem zweiten Besuch Japans, 1854. Perry war mit insgesamt neun Schiffen und etwa 1800 Mann Besatzung unterwegs. Im Vordergrund das Flaggschiff „Powhatan“ — der als kurobune bekannt gewordenen Schiffe — Amerikas dritter, brandneuer Schaufelraddampfer (1850). Das Bild stammt aus einer japanischen Querbildrolle auf der Grundlage von Zeichnungen von Hibata Ōsuke, der den Besuch der Amerikaner und ihre technischen Wunderwerke akribisch aufzeichnete.

Schwarze Schiffe
3affen chichibu.jpg ema Drei lebensfrohe Affen.
Votivbild, ema (Holz, Farbe); Chichibu, Saitama-ken
Bild © Lostintokyo, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Großes ema des Chichibu Schreins im NW Tōkyōs. Parodie auf die Drei Weisen Affen, die nicht hören, sehen und sprechen wollen. Hier heißt es „Schauen wir, hören wir, sprechen wir! - Die lebensfrohen Drei Affen“. Mehr dazu...

Drei lebensfrohe Affen
Tauben ema.jpg ema Weiße Tauben.
Votivbild, ema. 1859; Kido Hachiman Schrein, Fukushima-ken; 29,5 x 37,5cm
Bild © Naraha no ema, Universität Fukushima. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Tauben (hato) als Tierbegleiter der Gottheit Hachiman, hier auf einem ema dargestellt.

Weiße Tauben
Ema 1712.jpg ema Ema mit Pferde-Motiv, 1712.
Votivbild, ema (Holz). Edo-Zeit, 1712; Aomori-ken; 19 x 22 cm 
Bild © The Japan Folk Crafts Museum, (Mingeikan), Tokyo, Meguro-ku. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Die Beschriftung des ema enthält das Jahr der Spende (Shōtoku 2 = 1712) und den Namen des Spenders: Nagahachi 長八, sowie am oberen Rand ein buddhistisches Zeichen in Siddham-Schrift. Möglicherweise handelt es sich um die Silbe KYA, die u.a. für Elfköpfiger Kannon oder eine Figur namens Memyō Bosatsu 馬鳴菩薩 steht (vgl. Tobi-Fudo). Letzterer wird häufig auf einem Pferd reitend dargestellt.

Ema mit Pferde-Motiv, 1712
Nanbanbune2.jpg byōbu Schiff der Südlichen Barbaren (nanban-bune).
Wandschirm, byōbu, Detail. Edo-Zeit, frühes 17. Jh.; 169 × 363 cm
Bild © Rijksmuseum, Amsterdam (AK-RAK-1968-1-A). (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Wandschirm mit europäischen „Barbaren“ (nanban). Kurz vor der Vertreibung der Europäer aus Japan zogen diese großes Interesse auf sich. An Bord des Schiffes sind europäisch-hellhäutige und dunkelhäutige (indische?) Personen zu sehen. Die dunkelhäutigen sind Diener und Matrosen.

Schiff der Südlichen Barbaren
Sekigahara.jpg byōbu Die Schlacht von Sekigahara.
Wandschirm, byōbu (Holz, Papier, bemalt). 1854; Collection of The Town of Sekigahara Archive of History and Cultural Anthropology (関ヶ原町歴史民俗資料館所蔵)
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2018/8/7).

Darstellung der berühmten Schlacht von Sekigahara (1600), durch deren Gewinn Tokugawa Ieyasu die Vorherrschaft über Japan sichern konnte. Kopie eines Wandschirm-Gemäldes von Kanō Sadanobu 狩野貞信 (1597–1623), angefertigt für die Daimyō-Familie Ii in Hikone.

Die Schlacht von Sekigahara
Mungo.jpg Thangka Vaishravanas Mungo.
Hängerollbild, Thangka (Baumwolle, Farbe), Detail. Tibet, 19. Jh.
Bild © Himalayan Art. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)
Collection of Tibet House, New York.

Reichtum spendender Mungo, ein Attribut indischer und tibetischer Reichtumsgötter, beim Ausspeien von Juwelen. Der Mungo wird in China als Maus oder Ratte „übersetzt“. Auch auf dieser tibetischen Darstellung (Detail eines Bildes von Vaishravana, jap. Bishamon-ten) hat er eher Ähnlichkeit mit einer Ratte als mit dem marderartigen Tier aus Indien.

Vaishravanas Mungo
Homyo doji.jpg Nara ehon Hōmyō Dōji und die Schlange.
Buchmalerei, Nara ehon (Farbe). Frühe Edo-Zeit; aus Hōmyō dōji; 29 x 23,7 cm
Bild © National Institute for Japanese Literature. (Letzter Zugriff: 2017/2/3).

Der fromme Knabe Hōmyō Dōji rezitiert buddhistische Texte für die Schlange, der er sich zum Fraß vorwerfen ließ. Unterstützt wird er von einer Gruppe himmlischer Musiker.

Hōmyō Dōji und die Schlange
Zhuxi.jpg Zhu Xi (1130-1200).
.
Zhu Xi (1130-1200)
Zehn welten.jpg Die Entstehung der Zehn Welten (jippōkai no hatsugen).
Hängerollbild (Tusche, Farben und Gold auf Papier), Detail. Ca. 19. Jh.
Bild © Völkerkundemuseum der Universität Zürich
Sammlung Spinner, Inv.-Nr. 19427.

Die Zehn Stufen der Existenz nach japanisch-buddhistischen Vorstellungen. Nach der Reihenfolge und Terminologie des Tendai Buddhismus sind dies:

  1. Hölle (jigoku)
  2. Hungergeister (gaki)
  3. Tiere (chikushō)
  4. Kriegergeister (shūra)
  5. Menschen (ninkai)
  6. [Deva]-Götter (tenkai; hier: tenjo, „Himmelsfrauen“)
  7. [Buddha]-Schüler (shōmon, skt. shravaka)
  8. Pratyeka-Buddhas (enkaku)
  9. Bodhisattvas (bosatsu)
  10. Buddhas (butsu)

Die unteren sechs werden als die sechs Bereiche der Wiedergeburt (rokudō) bezeichnet, die oberen vier sind die erstrebenswerten Bereiche, welche aus dem Kreislauf der Wiedergeburten hinausführen. Bereiche 7 und 8 entsprechen den in China und Japan marginalisierten Vorstellungen des „Kleinen Fahrzeugs“ (Hinayana), Bereiche 9 und 10 denen des „Großen Fahrzeugs“ (Mahayana).

Die Zehn Welten sind kreisförmig um ein Zentrum mit dem Schriftzeichen für „Herz“ (auch „Seele“ oder „Bewusstsein“) angeordnet, aus dem sie, wie der Bildtitel besagt, „entstehen“.

Die Entstehung der Zehn Welten
Yama dharmaraja.jpg Yama Dharmaraja.
Tibet, 19. Jh.
Bild © Himalayan Art. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Darstellung des Yama

Yama Dharmaraja
Taigenkyu.jpg Taigen kyū.
Schrein. Edo-Zeit
Bild © Tenri Toshokan, Yoshida Bunko.

Das Hauptheiligtum des Yoshida Shintō im Yoshida Schrein von Kyōto.

Taigen kyū
Shomen kongo spinner.jpg Kōshin Shōmen Kongō.
Hängerollbild (Tusche und Farben auf Papier, Druck). 19. Jh.; Völkerkundemuseum Zürich (Inv.-Nr. 19462); 58 x 21 cm
Bild © Tomoe Steineck, Martina Wernsdörfer, Raji Steineck, WegZeichen: Japanische Kult- und Pilgerbilder. Die Sammlung Wilfried Spinner (1854–1918). Zürich: VMZ (Ausstellungskatalog), Abb. 74.

Abermals eine Darstellung von Shōmen Kongō und den Drei Affen, wieder als mizaru, iwazaru, kikazaru.

Kōshin Shōmen Kongō
Vajrapani peace.jpg Friedlicher Vajrapani.
Hängerollbild (Baumwolle, Farbe, Gold). Tibet, 19. Jh.; 79,38 x 52,07 cm
Bild © Himalayan Art. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Darstellung des Vajrapani in seiner friedlichen Form.

Friedlicher Vajrapani
Takeda shingen.jpg Takeda Shingen.
Skizze (Papier, Farbe).

Portait des Takeda Shingen (1521–1573) mit Falken als Emblem der unter Samurai beliebten Falkenjagd; Shingen war ein berühmter Kriegsherr der sengoku-Zeit

Takeda Shingen
Taima fukui.jpg Taima Mandara.
Mandala (Seide, Farbe). 1721; im Besitz des Shōkaku-ji, Takefu-shi, Fukui-ken; 388,7 × 399,2 cm
Bild © Historisches Museum der Stadt Fukui. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Das Taima mandara stellt des Buddhas Amida Reines Land dar.

Taima Mandara
Shoko-o 2.jpg Shokō-ō, der zweite Richter.
Skizze (Papier, Farbe), Detail. Edo-Zeit; aus der Serie Jūōzu (Bilder der Zehn Könige)
Bild © MAK, Museum für Angewandte Kunst, Wien. (Letzter Zugriff: derzeit nicht online verfügbar).

Shokō-ō 初江王 (wtl. König des ersten Flusses), der zweite Richter der Totenwelt, lässt sich die Gerichtsakten vorlegen, während der Angeklagte vor ihm bereits gefoltert wird.

Shokō-ō, der zweite Richter
Shikinensengu.jpg Weg einer Gottheit.
Querbildrolle. Meiji-Zeit; Schreinanlage von Ise.

Anlässlich der periodischen Neuerrichtung der Schreinanlage von Ise, die alle 20 Jahre stattfindet, wird das Hauptheiligtum (go-shintai) des Schreins in einer nächtlichen Prozession zu seinem neuen Bestimmungsort gebracht. Das heilige Objekt ist durch Tücher verhüllt.

Weg einer Gottheit
Khotan king.jpg König Li Shengtian.
Wandmalerei. Moderne Kopie, Original 10. Jh.
Bildquelle: Mark Schumacher. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Darstellung eines Königs von Khotan in der Pose des Vaishravana, getragen von der Erdgöttin. Im oberen Teil engelhafte Kinder, die wohl den Sohn repräsentieren, den Vaishravana einst dem Königshaus von Khotan schenkte.

König Li Shengtian
Oda Nobunaga.jpg Oda Nobunaga.
Hängerollbild (Seide, Farbe). Edo-Zeit, 17. Jh.; Daiun-ji, Kyoto
Bild © Japaaan Magazine. (Letzter Zugriff: 2018/4/26).

Idealisierte Darstellung des Oda Nobunaga aus der frühen Edo-Zeit. Aufbewahrt im Daiun-ji, einem Tempel, der zum Gedenken an den 1582 ermordeten Feldherrn errichtet wurde.

Oda Nobunaga
Franzxaver.jpg Franciso de Xavier.
Ölbild. Frühe Edo-Zeit, nach 1619; 61 × 48,7cm
Bild © Kōbe City Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19).

Francisco de Xavier (1506–1552), der heilige Franz Xaver, war der Begründer der japanischen Jesuitenmission. Wie viele christliche Artefakte in Japan wurde auch dieses Bild, in Folge der Christenverfolgungen ab 1622, Jahrhunderte lang unter Verschluss gehalten und erst 1920 wieder entdeckt. Man nimmt an, dass das Bild von einem japanischen Maler stammt, der von den Jesuiten in europäischer Maltechnik ausgebildet wurde.

   

Franciso de Xavier
Atsutane.jpg Hirata Atsutane.
Bild © Waseda University Library. (Letzter Zugriff: 2016/8).

Der Kokugaku-Gelehrte Atsutane.

Hirata Atsutane
Bishamon ema.jpg Ema des Bishamon-ten.
Votivbild (Holz, Farbe). 1935; 23 x 29,4 cm
Bild © Fowler Museum at UCLA. (Letzter Zugriff: 2012/11)
Gift of Dr. Daniel C. Holtom.

Älteres ema aus Shichigahama bei Sendai. Der abgebildete Tausendfüßler gilt als Botentier des Bishamon-ten.

Ema des Bishamon-ten
Datsueba mak.jpg Datsueba.
Skizze (Papier, Farbe), Detail. Edo-Zeit; aus der Serie Jūōzu (Bilder der Zehn Könige)
Bild © MAK, Museum für Angewandte Kunst, Wien. (Letzter Zugriff: derzeit nicht online verfügbar).

Datsueba, hier als weiblicher Hannya-Dämon dargestellt, markiert die Handflächen der von ihr entkleideten Totensseelen mit ihren Klauen.

Datsueba
Ema muttermilch2.jpg Ema.
Votivbild (Holz). Frühes 20. Jh.
Bild © Fowler Museum at UCLA. (Letzter Zugriff: 2012/11)
Gift of Dr. Daniel C. Holtom.

Älteres ema für die Bitte um reiche Muttermilch. Das Bild stammt möglicherweise aus Sendai, wo bei einem Gingkobaum mit Brust-ähnlichen Formen um Muttermilch gebetet wurde.

Ema
Enmas spiegel.jpg Enmas Spiegel.
Skizze (Papier, Farbe), Detail. Edo-Zeit; aus der Serie Jūōzu (Bilder der Zehn Könige)
Bild © MAK, Museum für Angewandte Kunst, Wien. (Letzter Zugriff: derzeit nicht online verfügbar).

Ein gehörnter Gerichtsdiener zwingt einen Angeklagten, sein eigenes Kapitalverbrechen (Raubmord) im magischen Spiegel des Richterkönigs Enma zu verifizieren, während eine Hilfsrichter mit Gerichtsakten unter dem Arm eine entsprechende Anklage vorbringt.

Enmas Spiegel
Folterszene 2.jpg Folterszene vor dem zweiten Richter.
Skizze (Papier, Farbe), Detail. Edo-Zeit; aus der Serie Jūōzu (Bilder der Zehn Könige)
Bild © MAK, Museum für Angewandte Kunst, Wien. (Letzter Zugriff: derzeit nicht online verfügbar).

Zwei Gerichtsdiener brechen einem Angeklagten die Knochen. Daneben stehen zwei Verstorbene, die offenbar mit besserem Karma ausgestattet sind.

Folterszene vor dem zweiten Richter
Folterszene 8.jpg Höllenszene.
Skizze (Papier, Farbe), Detail. Edo-Zeit; aus der Serie Jūōzu (Bilder der Zehn Könige)
Bild © MAK, Museum für Angewandte Kunst, Wien. (Letzter Zugriff: derzeit nicht online verfügbar).

In vielen Darstellungen der Zehn Richterkönige (Jūō) werden die Konsequenzen ihres Urteils gleichsam vorausschauend eingeblendet. Hier eine typische Folterszene in der Hölle, die auf einer Darstellung des achten Königs Byōdō-ō 平等王 (wtl. König des Ausgleichs) zu finden ist.

Höllenszene
Fushimi map.jpg Plan der Fushimi Schreinanlage.
Informationstafel (Holz); Fushimi Inari Schrein, Kyōto
Bild © Salvador Busquets Artigas, flickr, 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Übersichtsplan der Schreinanlage auf einem Schild im unteren Schreinbereich. Dem Schild ist zu entnehmen, dass der Inari Berg eine Höhe von 233m hat, dass die Anlage ungefähr 900.000m² umfasst und der Rundgang in etwa zwei Stunden zu bewältigen ist. Der höchste Punkt des Rundgangs befindet sich auf der Karte rechts oben.

Plan der Fushimi Schreinanlage
Nonne eisho.jpg Die Nonne Jōkō-in.
Hängerollbild. Frühe Edo-Zeit; 117,7 x 51,5 cm
Bild © Digital cultural properties of Wakasa, Obama City. (Letzter Zugriff: 2011/8).

Portrait der Nonne Jōkō-in, einer Nichte des Oda Nobunaga, die nach dem Tod ihres Mannes Kyōgoku Takatsugu (1563-1609) der Welt entsagte und ein Kloster gründete. Sie trägt eine Mönchskapuze (mōsu) sowie ein taschen­förmiges kesa und hält eine Gebetskette (juzu) in der Hand.

Die Nonne Jōkō-in
Hasekura tsunenaga.jpg Hasekura Tsunenaga.
Ölbild (Öl auf Leinwand). 1615; „UNESCO Kulturerbe“, „Nationalschatz“; Sendai City Museum; 80,8 x 64,5cm
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/5/6).

Hasekura Tsunenaga, der Leiter einer japanischen Mission nach Spanien und Italien, als Christ. Das Bild wurde zur Zeit von Hasekuras Audienz bei Papst Paul V in Italien angefertigt.

Hasekura Tsunenaga
Ieyasu.jpg Tokugawa Ieyasu.
Hängerollbild (Tusche, Farbe, auf Seide). Edo-Zeit, Anfang 17. Jh.; Sakai City Museum; 57 x 48 cm
Bild © Money L. Hickman(1996). Japan's Golden Age: Momoyama. New Haven und London: Yale University Press, S. 77..

Offizielles Portrait von Tokugawa Ieyasu in schwarzer Hofbeamtenrobe (sokutai). Im Hintergrund sind Schreinbauten angedeutet, die möglicherweise den Tōshō-gū darstellen und auf die Deifizierung des Shōguns hinweisen sollen.

Tokugawa Ieyasu
Itsukushima 1720.jpg Schreinanlage von Miyajima.
Querbildrolle, Detail. Edo-Zeit, 1720
Bild © S_Minaga. (Letzter Zugriff: 2011/7).

Abbildung der Schreinanlage von Miyajima auf einer Querbildrolle

Schreinanlage von Miyajima
Jap maria 17jh.jpg Japanische Mariendarstellung,.
Hängerollbild. 17. Jh.; Nagasaki
Bild © 26 Martyrs Museum. (Letzter Zugriff: 2010/8).

Ein japanisches Rollbild mit einer Mariendarstellung aus dem 17. Jahrhundert.

Japanische Mariendarstellung,
Jigoku rokudoe.jpg Höllenszenen.
Hängerollbild (Papier, Farbe). Späte Edo-Zeit, 19. Jh.; 152,5 x 67,3 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18).

Nach einer Vorlage aus dem 13. Jahrhundert. Verschiedene Bereiche der Hölle (jigoku), in denen tierartige Folterknechte die Seelen der Toten mit allen erdenklichen Foltern und Torturen drangsalieren.

Höllenszenen
Jinmu Feldzug.png Jinmu Tennōs Eroberungsfeldzug.
Digitale Graphik. 2013
Bildquelle: Andreas Pichler, Kamigraphie. (Letzter Zugriff: 2017/3/23).

Die einzelnen Stationen des mehrjährigen Eroberungsfeldzugs von Jinmu Tennō von Takachiho in Kyūshū nach Kashihara, seiner Residenz in Yamato, auf der Grundlage von Kojiki und Nihon shoki. Das Interessante an dieser Schilderung sind weniger die Informationen aus grauer Vorzeit (inwieweit der Feldzug auf historischen Tatsachen beruht ist völlig offen), sondern die Tatsache, dass man sich Jinmu in erster Linie als Seefahrer vorstellte. Dies legt nahe, dass sich Herrscher in der japanischen Frühgeschichte wohl tatsächlich bevorzugt per Schiff von einer Provinz zur nächsten begaben, weil der Landweg noch nicht entsprechend ausgebaut war.

Jinmu Tennōs Eroberungsfeldzug
Kanto1694.jpg Der Kantō Distrikt rund um Edo.
Landkarte, Detail. 1694
Bildquelle: Japanese Historical Maps. (Letzter Zugriff: 2007/6).

Details aus einer historischen Landkarte Japans aus dem Jahr 1694. Der Kantō Distrikt rund um Edo (heute Tōkyō), mit den religiösen Zentren Nikkō, Kamakura und Berg Fuji.

Der Kantō Distrikt rund um Edo
Mahakala tibet.jpg Mahakala.
Hängerollbild (Baumwolle, Farbe). Tibet, 19. Jh.; 88,90 x 60,96 cm
Bild © Himalayan Art. (Letzter Zugriff: 2016/8)
Collection of Shelley & Donald Rubin.

Darstellung des Mahakala.

Mahakala
Zungenfolter.jpg Zungenfolter.
Skizze (Papier, Farbe), Detail. Edo-Zeit; aus der Serie Jūōzu (Bilder der Zehn Könige)
Bild © MAK, Museum für Angewandte Kunst, Wien. (Letzter Zugriff: derzeit nicht online verfügbar).

Ein gehörnter Höllendiener pflügt die grotesk vergrößerte Zunge einer angeklagten, an einen Pflock gefesselten Totenseele. Die Szene spielt am Gerichtshof des ersten Königs im buddhistischen Jenseits. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Strafe wegen Falschaussage oder Verleumdung.

Zungenfolter
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Ikonographie 
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„Malereien und Zeichnungen in Farbe (Werke ab ca. 1600).“ In: Bernhard Scheid (Hg.), Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 15.8.2016). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Metalog:Bilder/Malerei_neu?oldid=65167