Metalog:Bilder/Buddha Bodhisattva

Religion-in-Japan > Metalog > Bilder > Buddha Bodhisattva
Wechseln zu: Navigation, Suche
Religion-in-Japan > Metalog > Bilder > Buddha Bodhisattva
Pantheon Buddhas und Bodhisattvas (nyorai und bosatsu)
Dieses Web-Handbuch beinhaltet 1776 Illustrationen und Bilddokumente. Die vorliegende Seite enthält Bilder zum Thema „Daibutsu, Nyorai, Buddha_Bodhisattva“. Die Thumb-Images sind mit Bild-Seiten verlinkt, die zusätzliche Informationen (u.a. zu Quelle und Copyright) enthalten und jene Artikelseiten anzeigen, welche das jeweilige Bild benützen.

112 Bilder

Daihannyakyo.jpg Sutra

Daihannya-kyō

Querrolle, Sutra (Indigo-farbenes Papier, Goldtinte). Heian-Zeit, ca. 1175; Chūson-ji, Hiraizumi, Nordost-Japan; 25,4 x 18,1 cm
Bild © Metropolitan Museum, 2003, Abb. 28. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)
Dr. and Mrs. Roger G. Gerry Collection

Abschrift des Daihannya-kyō aus der Heian-Zeit.

Das Titelblatt stellt Buddhas erste Predigt im Hirschpark von Sarnarth in Indien dar. Der Buddha und zwei Bodhisattvas sitzen auf Lotos-Blüten, dahinter die fünf Asketen, mit denen Buddha ehemals gemeinsam praktizierte, sowie die friedlichen Hirsche.

Das sutra wurde auf Bestellung von Fujiwara Hidehira (–1187) angefertigt, um für die Seele seines verstorbenen Vaters Motohira (–1157) zu beten. Dieser Zweig der Fujiwara begründete Ende der Heian-Zeit in Hiraizumi, Nordost-Japan ein florierendes geistig-religiöses Zentrum.

Daihannya-kyō
Jizo obon.jpg bosatsu

Jizō Armee

Statuen, bosatsu; Ogano-machi

Jizō (skt. Kshitigarbha) Armee zur Zeit des Bon-Fests (O-bon). Die Anlage dient dem Gedenken abgetriebener Kinder (mizuko = Wasserkinder).

Jizō Armee
Jizo koyasan.jpg bosatsu

Jizō

Statue, bosatsu (Stein); Friedhof Oku-no-in, Berg Kōya
Bild © Super Ape, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Steinstatue des Jizō (skt. Kshitigarbha) auf dem Friedhof Oku-no-in am Berg Kōya.

Jizō
Jizo jigoku.jpg bosatsu

Jizō erettet ein Kind aus der Hölle

Hängerollbild, bosatsu (Seide, Farbe, Tusche) von Kanō Dōhaku, Detail. Edo-Zeit, 1819; 148 x 88 cm
Bild © Online Archive of California. (Letzter Zugriff: 2016/8)
Ruth and Sherman Lee Institute for Japanese Art

Detail aus einer Darstellung der buddhistischen Hölle, in der Jizō (skt. Kshitigarbha) in Kind errettet.

Kanō Dōhaku Jizō erettet ein Kind aus der Hölle
Jizo osore.jpg bosatsu

Moderner Jizō

Statue, bosatsu (Stein); Osore-zan
Bild © Eve Anderson, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Moderne Statue des Jizō (skt. Kshitigarbha) am Berg Osore.

Moderner Jizō
Jizo usuki.jpg bosatsu

Jizō und die Zehn Richter

Felsskulptur, bosatsu. Heian-Zeit; Usuki, Kyūshū
Bild © Prismo, 2010. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Jizō inmitten der Gruppe der Zehn Richter/Könige (Jūō) der Unterwelt.

Jizō und die Zehn Richter
Kannon fresco horyuji.jpg bosatsu

Shō Kannon

Wandgemälde (fresco secco), bosatsu, Detail. Nara-Zeit, 1949 durch Brand zerstört; Hōryū-ji, Nara
Bild © Yamashina Reiji, aus Haruyama Takematsu, Hōryūji no hekiga 法隆寺壁画 (1947). (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Bodhisattva Kannon (auch Kanzeon; skt. Avalokiteshvara; chin. Guanyin) als Begleiter von Amida in Fresco-Technik. Die photographische Aufnahme entstand vor dem Brand des Hōryū-ji im Jahr 1949.

Shō Kannon
Jizo zenen1223-26.jpg bosatsu

Jizō Bosatsu

Statue, bosatsu (Holz) von Zen'en. 1223–26
Bild © Asian Art Outlook. (Letzter Zugriff: 2016/8)
Rockefeller Collection

Jizō (skt. Kshitigarbha) als Knabe in Mönchstracht mit dem Wunscherfüllungsjuwel (nyoi no tama) in seiner linken Hand.

Zen'en Jizō Bosatsu
Jizo hakone.jpg bosatsu

Jizō

Statue, bosatsu (Fels). 1300; Hakone
Bild © Wolfgang Wiggers, Bild aus dem frühen 20. Jh.. (Letzter Zugriff: 2016/9/6)

Heute ist diese Statue des Jizō (skt. Kshitigarbha) zwar renoviert, befindet sich aber in einem kleinen Häuschen und ist daher nicht mehr so fotogen.

Jizō
Jizo dunhuang.jpg bosatsu

Bodhisattva Dizang (Jizō) und die Zehn Könige

Querbildrolle, bosatsu (Fragment). Tang Zeit, 10. Jh.; Dunhuang, Nord-China; 30 x 56 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Jizō und die Zehn Könige (Jūō). Deckblatt einer illustrierten Ausgabe des Sutras der Zehn Könige. Aus Höhle 17 der sogenannten „Tausend Buddha Höhlen“.

Bodhisattva Dizang (Jizō) und die Zehn Könige
Guze kannon.jpg bosatsu

Kannon, der Weltenretter (guze kannon)

Statue, bosatsu (vergoldet); Hōryū-ji, Nara

Statue von Kannon als Weltenretter (Guze Kannon), der angeblich die Züge von Shōtoku Taishi trägt; geheime Buddha-Statue (hibutsu) des Hōryū-ji.

Kannon, der Weltenretter
Guanyin 12c.jpg bosatsu

Guanyin in der „Haltung königlicher Gelassenheit“

Statue, bosatsu (Holz, bemalt, vergoldet). China,Shanxi, 12. Jh.; Höhe: 117cm
Bild © Rijksmuseum Amsterdam. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Sung-zeitliche Darstellung der Guanyin (jap. Kannon; skt. Avalokiteshvara).

Guanyin in der „Haltung königlicher Gelassenheit“
Jizo23.jpg bosatsu

Jizō

Statuen, bosatsu (Stein)

Jizō (skt. Kshitigarbha). Individuelle Betreuung.

Jizō
Jizo 12.jpg bosatsu

Jizō

Statuen, bosatsu (Stein)

Statuen des Jizō (skt. Kshitigarbha) mit den klassischen roten Kappen und Lätzchen.

Jizō
Jizo army.jpg bosatsu

Jizōs

Statuen, bosatsu (Stein); Friedhof, Shikoku
Bild © Don Weiss. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Eine Gruppe von Statuen des Bodhisattva Jizō (skt. Kshitigarbha) auf einem Friedhof in Shikoku.

Jizōs
Jizo 14c.jpg bosatsu

Abstieg des Bodhisattva Jizō (Jizō bosatsu raigō zu)

Hängerollbild, bosatsu (Seide, Tusche, Farbe, Gold). Muromachi-Zeit, 14. Jh.; 94,7 x 38,9 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/8)
William Sturgis Bigelow Collection

Jizō (skt. Kshitigarbha) mit Pilgerstab und Wunscherfüllungsperle (nyoi no tama), auf zwei Lotusblättern stehend, unterwegs auf einer Wolke, um Sünder aus der Hölle zu erretten.

Abstieg des Bodhisattva Jizō
Kannonfresco horyuji.jpg bosatsu

Shō Kannon

Wandgemälde, bosatsu, Detail. Nara-Zeit, 1949 durch Brand zerstört; Hōryū-ji, Nara
Bild © Yamashina Reiji, aus Haruyama Takematsu, Hōryūji no hekiga 法隆寺壁画 (1947). (Letzter Zugriff: 2016/8/23)

In Fresco-Technik an der Haupthalle des Tempels. Die photographische Aufnahme entstand vor 1949.

Shō Kannon
Koya jizo.jpg bosatsu

Jizō umringt von Grabsteinen

Grabmonumente, bosatsu (Stein); Oku-no-in, Berg Kōya

Auch Jizō bosatsu darf auf Berg Kōya natürlich nicht fehlen. Auch die kleinen Figuren im Vordergrund repräsentieren diesen wichtigsten Erretter der buddhistischen Totenwelt.

Jizō umringt von Grabsteinen
Osorezan flickr9.jpg bosatsu

Szenen auf dem Gelände des „Angstbergs“

Statuen, bosatsu (Stein); Osore-zan
Bild © yuezhi, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2005/10)

Ein Abbild der Unterwelt, wo vermummte Figuren von Jizō Bosatsu (skt. Kshitigarbha) zu unheimlichen Gespenstern zu werden scheinen.

Szenen auf dem Gelände des „Angstbergs“
Osorezan flickr5.jpg bosatsu

Jizōs

Statuen, bosatsu (Stein); Osore-zan
Bild © el danimal, flickr 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Überall am Osore-zan gibt es kleine und größere Statuen des Jizō (skt. Kshitigarbha), die stellvertretend für die Kinder mit Kleidung und Spielzeug bedacht werden.

Jizōs
Osorezan flickr4.jpg bosatsu

Großer Jizō

Statue, bosatsu (Stein); Osore-zan, Aomori-ken
Bild © CheekyT, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Statue des Jizō (skt. Kshitigarbha) auf einem Hügel aufgetürmter Steinbrocken in der kargen, vulkanischen Landschaft des Osore-zan.

Großer Jizō
Sanjusangendo.jpg bosatsu

Halle mit tausend „tausendarmigen“ Kannon-Statuen

Bosatsu; Sanjūsangen-dō, Kyōto

Die 1.000 Kannon-Figuren beiderseits der großen Kannon-Statue.

Halle mit tausend „tausendarmigen“ Kannon-Statuen
Senju kannon.jpg bosatsu

Tausendarmiger Kannon (Senju Kannon)

Statue, bosatsu von Tankei (1173–1256). 1254; „Nationalschatz“; Sanjūsangen-dō, Kyōto; Höhe: 3,5 m

Hauptstatue des Kannon (skt. Avalokiteshvara; chin. Guanyin) des Tempels Sanjūsangen-dō. Die tausend Arme erklären sich dem Shingon-Mönch Ono Nigai (951–1046) zufolge daraus, dass diese Kannon-Manifestation für alle jene Wesen zuständig ist, die im Reich der Hungergeister wiedergeboren wurden. Diese Wiedergeburt droht jedem, der sich in früheren Leben der Gier schuldig gemacht hat. Ganz offensichtlich gibt es in diesem Bereich für Kannon besonders viel zu tun.

Tankei Tausendarmiger Kannon
Yakuo.jpg bosatsu

Bodhisattva Medizin-König (Yakuō Bosatsu)

Statue, bosatsu (Holz, bemalt). Kamakura-Zeit, 1202; Kōfuku-ji, Nara; Höhe: 362cm
Bildquelle: Kurokawa Takao. (Letzter Zugriff: 2014/6)

Der selten dargestellte Yakuō Bosatsu tritt im Kōfuku-ji zusammen mit seinem „Bruder“, Yakujō Bosatsu, auf.

Bodhisattva Medizin-König
Shokannon 13.jpg bosatsu

Shō Kannon

Statue, bosatsu (Holz) von Zen'en (1197–1258). Kamakura-Zeit; Höhe: 106,3 cm
Bild © Cultural Heritage Online. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Kannon (auch Kanzeon; skt. Avalokiteshvara; chin. Guanyin) mit abgebrochener Lotosblüte in der Linken Hand.

Zen'en Shō Kannon
Osorezan flickr10.jpg bosatsu

Jizō

Statue, bosatsu (Stein); Osore-zan
Bild © The Faffer, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Dank der Verfärbungen des schwefelhaltigen Wassers ist am Osore-zan auch ein „Blutteich“ (chi no ike) vorhanden. In der buddhistischen Hölle ist der Blutteich vor allem für Frauen vorgesehen. Von dort kann sie nur noch Jizō (skt. Kshitigarbha) erretten, der hier in der Mitte des Teichs zu sehen ist.

Jizō
Nyoirin kannon 14c.jpg bosatsu

Nyoirin Kannon

Hängerollbild, bosatsu (Seide). Späte Heian-Zeit; „Nationalschatz“; 169 x 90 cm
Bild © www.emuseum.jp. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Kannon (skt. Avalokiteshvara; chin. Guanyin) mit der Wunscherfüllungsperle (nyoi no tama) in meditativer Haltung, in seinem Reinen Land, Fudaraku. Die Darstellung mit sechs Armen entspricht der geläufigsten Form dieses Motivs.

Nyoirin Kannon
Koyasu kannon.jpg bosatsu

Kannon mit Säugling (Koyasu Kannon)

Skulptur, bosatsu
Bild © Shikoku henro shashinshu. (Letzter Zugriff: 2016/9/6)

Koyasu Kannon, die von den Christen zur Marienverehrung verwendet wurde. Zu finden im Tempel #71 der Shikoku-Pilgerroute.

Kannon mit Säugling
Koya kannon.jpg bosatsu

Kannon Bosatsu

Statue, bosatsu (Stein), Detail; Oku-no-in, Berg Kōya
Bild © Mike Murrill, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/9)

Statue des Kannon bosatsu.

Kannon Bosatsu
Maitreya gandhara.jpg bosatsu

Bodhisattva Maitreya

Statue, bosatsu (Stein). Gandhara, Pakistan, 2. od. 3. Jh. u.Z.; im Besitz des Norton Simon Museums
Bild © Ron Reznick. (Letzter Zugriff: 2016/9)

Hellenistische Statue des Maitreya.

Bodhisattva Maitreya
Miroku kamakura obama.jpg bosatsu

Bodhisattva Maitreya (Miroku)

Seidenbild, bosatsu. Kamakura-Zeit; Chōgen-ji, Stadt Obama
Bild © Wakasa Obama no dejitaru bunkazai. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Bodhisattva Maitreya hier in orthodoxer Erscheinungsform.

Bodhisattva Maitreya
Nyoirin kannon.jpg bosatsu

Kannon mit Wunscherfüllungsperle (Nyoirin Kannon)

Statue, bosatsu (Holz). Mitte 9. Jh.; „Nationalschatz“; Kanshin-ji, Ōsaka; Sitzhöhe: 109,4 cm
Bild © Huntington Archive. (Letzter Zugriff: 2017/1)

Sechsarmiger Kannon (auch Kanzeon; skt. Avalokiteshvara; chin. Guanyin) in der Haltung „königlicher Gelassenheit“ (d.h. mit aufgestelltem Knie), mit dem Juwel oder der Perle der Wunscherfüllung (nyoi no tama), einem magischen Gegenstand, an seiner Brust und dem „Rad der Lehre“ (hōrin, skt. Dharmachakra) in erhobener Position. Diese beiden Attribute geben der Figur den Namen Nyoirin Kannon. Daneben ist auch eine Lotosblüte zu erkennen. Dieser Kannon sitzt außerdem auf einer Lotosblüte, auf anderen Abbildungen aber auf einem Felsen im Meer. Dieser Felsen symbolisiert Kannons Reines Land, also quasi das Zuhause des Bodhisattvas.
Die Nyoirin-Statue des Kanshin-ji ist die früheste bekannte japanische Statue dieses Typs. Ihr ausgezeichneter Erhaltungszustand erklärt sich daraus, dass die Statue auch heute noch als „geheimer Buddha“ (hibutsu) gilt und nur einmal im Jahr öffentlich gezeigt wird.

Kannon mit Wunscherfüllungsperle
Nyoirin jukkansho.jpg bosatsu

Kannon mit Wunschjuwel (Nyoirin Kannon)

Buchillustration, bosatsu (Tusche und Farbe auf Papier) von Ingen. Kamakura-Zeit, 14. Jh.; aus Jikkanshō 十巻抄, Bd. 6 „Kannon“; Entsū-ji, Berg Kōya
Bild © Kūkai mandara: Kōbō Daishi to Kōya-san (Katalog), Reihōkan 2006, S. 116, Abb. 41-1

Bodhisattva Kannon auf einem Felsen sitzend und mit sechs Armen, ein Wunscherfüllungsjuwel (nyoi no tama) zur Brust haltend. Die Abbildung geht auf eine relativ frühe Kopie des Jikkanshō 十巻抄 („Abriss in zehn Bänden“) zurück. Dieses älteste japanische Handbuch der buddhistischen Ikonographie stammt aus dem 11. Jahrhundert ist auch unter dem Titel Zuzōshō 図像抄 („Abriss von Skizzen [buddhistischer] Statuen“) bekannt. Hier handelt es sich um eine Kopie durch Ingen 印玄, einen Mönch des Ninna-ji in Kyōto.

Ingen Kannon mit Wunschjuwel
Fukukensaku kannon.jpg bosatsu

Fukukensaku Kannon mit Shūkongō-jin und Bishamon-ten

Hängerollbild, bosatsu (Seide). Kamakura-Zeit; 123,1 x 87,6 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Fukūkensaku Kannon (wtl. Kannon mit dem niemals leeren [rettenden] Seil) ist eine Form Kannons, die erst mit dem esoterischen Buddhismus (ab dem 8. Jh.) aufkam. Als Begleiter des Bodhisattvas fungieren auf dieser Darstellung Shūkongō-jin (Vajrapani) und Bishamon-ten. Die Darstellung des Shūkongo-jin erinnert stark an die gleichnamige Nara-zeitliche Statue aus dem Tōdaiji. Die Kombination dieser drei Gottheiten ist ungewöhnlich und beruht auf keiner textlichen Grundlage (vgl. British Museum).

Fukukensaku Kannon mit Shūkongō-jin und Bishamon-ten
Jizo kinder3.jpg bosatsu

Jizō-Statuen

Statuen, bosatsu (Stein); Friedhof des Hase-dera, Kamakura

Jizō (skt. Kshitigarbha) Statuen mit gestrickten Kappen.

Jizō-Statuen
Byakue kannon.jpg bosatsu

Kannon im weißen Gewand (Byakue Kannon)

Hängerollbild, bosatsu (Seide, Tusche), Detail. Kamakura-Zeit; enthält eine Inschrift des Zen-Abtes Yakuō Tokken (1244–1320).; 100,3 x 41,4 cm
Bild © Nara National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Frühes Beispiel eines monochromen Tuschebilds, wie es vor allem im Zen gepflegt wurde. Die dargestellte Szene zeigt Kannon (skt. Avalokiteshvara; chin. Guanyin) in meditativer Haltung, im Hintergrund deutet der Nimbus (Heiligenschein) des Bodhisattvas zugleich den Mond an. Der Felsen, auf dem Kannon auch auf anderen Darstellungen in meditativer Haltung thront, ist ein Zeichen, dass sich Kannon in seinem Reinen Land, Fudaraku (skt. Potalaka), befindet. Die feminine weiße Gewandung entspricht dem damaligen chinesischen Zeitgeschmack, der zusammen mit dem Zen Buddhismus auch in Japan Eingang fand.

Kannon im weißen Gewand
Bodhisattva korea.jpg bosatsu

Bodhisattva Maitreya

Statue, bosatsu (Bronze, vergoldet). Korea, um 600; „Nationalschatz“; Seoul; Höhe: 93,5 cm
Bild © National Museum of Korea. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Koreanische Statue eines Bodhisattvas, möglicherweise Bodhisattva Maitreya, im Stil der Nördlichen Wei-Dynastie (385–535).

Bodhisattva Maitreya
Baozhi heian.jpg bosatsu

Portrait des chinesischen Mönchs Baozhi (418-514)

Einstammstatue, bosatsu (Holz). 11. Jh.; Saiju-ji, Kyōto; Höhe: 159 cm

Baozhi wurde später als Manifestation des Bodhisattva Kannon angesehen. Es handelt sich also nicht um die Darstellung eines kami, die Statue zeigt jedoch, wie konkret man sich die Manifestation eines Buddhas oder Bodhisattvas in einer anderen Daseinsform vorstellte.

Portrait des chinesischen Mönchs Baozhi (418-514)
Asuka bosatsu.jpg bosatsu

Bodhisattva

Statue, bosatsu (Holz). Asuka-Zeit, 7. Jh.; im Besitz des Hōryū-ji, Nara
Bild © Foundation J.-E. Berger. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Möglicherweise handelt es sich um Maitreya (jap. Miroku), den „Buddha der Zukunft“.

Bodhisattva
Byakue kannon tnm.jpg bosatsu

Kannon im Weißen Gewand (byakue kannon)

Zeichnung, bosatsu (Papier, Tusche), Detail. Muromachi-Zeit
Bild © Tokyo National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Diese Zeichnung des Byakue Kannon wird Kenchū Seiyū, einem Zen-Mönch des Kennin-ji, zugeschrieben.

Kannon im Weißen Gewand
Bato kannon2.jpg bosatsu

Batō Kannon

Statue, bosatsu (Stein); Mantoku-ji, Yokohama
Bild © PDD Toshokan. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Batō Kannon-Skulptur aus Stein.

Batō Kannon
Maitreya mulbekh.jpg daibutsu

Der Große Buddha von Mulbekh

Felsenbuddha, daibutsu. 8.–9. Jh.; Mulbekh Kloster in Ladakh, Indien, an der Grenze zu Tibet; Höhe: ca. 10m
Bild © Satyender S Dhull, (flickr), 2012. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Bodhisattva Maitreya (Miroku), Buddha der Zukunft, mit vier Armen.

Der Große Buddha von Mulbekh
Mudra kamakuradaibutsu.jpg daibutsu

Kamakura Daibutsu

Statue, daibutsu (Bronze), Detail. 1252?; Höhe: 11 m
Bild © Jenny Huang, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Die mudra der Mediation (jōin) mit den für Amida (skt. Amitabha) charakteristischen abgewinkelten Zeigefingern. Die „Schwimmhaut“ zwischen Daumen und Zeigefinger ist kein künstlerischer Missgriff, sondern entspricht den 32 Merkmalen eines Buddha.

Kamakura Daibutsu
Naradaibutsu.jpg daibutsu

Nara Daibutsu

Statue, daibutsu (Bronzeguss). 752, letzter Neuguss 1704; „Nationalschatz“; Tōdaiji, Nara; Sitzhöhe: 15m
Bild © Matthias Scommoda, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Der große Dainichi (skt. Vairocana) Daibutsu des Tōdaiji.

Nara Daibutsu
Leshan.jpg daibutsu

Der Große Buddha von Leshan

Felsenbuddha, daibutsu. Fertigstellung: 719–803; Höhe: 71 m
Bild © Visiontimes. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Der größte Felsenbuddha der buddhistischen Welt. Auf dem Bild kann man ganz klein die Touristenmassen erkennen, die auf steilen Felstreppen zur Augenhöhe des Buddhas emporsteigen. Die beinahe „europäisch“ wirkende Sitzhaltung kennzeichnet diese Figur als Maitreya (jap. Miroku, chin. Mile), den „Buddha der Zukunft“.

Der Große Buddha von Leshan
Kamakuradaibutsu meiji2.jpg daibutsu

Kamakura Daibutsu

Statue, daibutsu (Bronze). 1252?; Kamakura; Höhe: 11 m
Bild © UNIDAM, Japanologie Wien. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Handkolorierte Aufnahme des Amida Daibutsu von Kamakura aus der Meiji-Zeit.

Kamakura Daibutsu
Kamakura daibutsu beato.jpg daibutsu

Kamakura Daibutsu

Photographie, daibutsu von Felice Beato (1832–1909)
Bild © Felice Beato, New York Public Library. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Eines der frühesten Foto-Portraits der Daibutsu-Statue des Amida (skt. Amitabha) von Felice Beato (1832–1909), der sich in den 1860er und 1870er Jahren in Japan aufhielt und dort als Photograph arbeitete. Die auf der Statue sitzenden Menschen veranschaulichen die Dimensionen der Statue besonders eindrucksvoll.

Felice Beato Kamakura Daibutsu
Kamakura daibutsu morgen.jpg daibutsu

Kamakura Daibutsu

Statue, daibutsu (Bronze). 1252?; Höhe: 11 m
Bild © Nikki, 2006. (Letzter Zugriff: 2012/5/25)

Die Große Buddha-Statue (Daibutsu) des Amida (skt. Amitabha) von Kamakura an einem ruhigen Frühlingsmorgen.

Kamakura Daibutsu
Kamakuradaibutsu face.jpg daibutsu

Gesicht des Großen Buddha von Kamakura

Statue, daibutsu (Bronze), Detail. 1252
Bild © Robert Prestiano. (Letzter Zugriff: 2008/2)

Gesicht des Amida (skt. Amitabha) Daibutsu von Kamakura. Die Gusstechnik in ringförmigen Segmenten ist hier gut zu erkennen.

Gesicht des Großen Buddha von Kamakura
Nokogiri.jpg daibutsu

Nihon-ji Daibutsu

Felsenbuddha, daibutsu (Stein). 1783 (in den 1960er Jahren rennoviert); Nokogiri (Säge) Berge, Präfektur Chiba; Höhe: 31m
Bild © Gideon Davidson. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Daibutsu-Statue des Yakushi Nyorai.

Nihon-ji Daibutsu
Ofuna kannon.jpg daibutsu

Ōfuna Kannon

Statue, daibutsu (Beton). Errichtet 1929–1960; Ōfuna, Kamakura; Höhe: 25 m
Bild © Ron Reznick, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Daibutsu-Statue von Kannon (skt. Avalokiteshvara; chin. Guanyin) im weißen Gewand (Byakue Kannon). Was hier nicht zu sehen ist: Die Statue beschränkt sich auf ein Brustbild.

Ōfuna Kannon
Ueno daibutsu.jpg daibutsu

Ueno Daibutsu

Statuenfragment, daibutsu (Bronze). Edo-Zeit; Ueno-Park, Tōkyō
Bild © Torajiro, 2011. (Letzter Zugriff: 2016/10/3)

Gesicht des Großen Buddhas (Shaka Nyorai) im Ueno Park, Tōkyō. Bis zum großen Erdbeben von 1923 war der ungewöhnlich großnasige Ueno Daibutsu aus der frühen Edo-Zeit hier in voller Größe zu bewundern.

Ueno Daibutsu
Ueno daibutsu 19jh.jpg daibutsu

Ueno Daibutsu

Photographie, daibutsu. Meiji-Zeit; Ueno-Park, Tōkyō
Bild © MAK, Wien. (Letzter Zugriff: 2016/10/3)

Aufnahme des Ueno Daibutsu in Tōkyō vor seiner Zerstörung durch das Große Kantō-Erdbeben von 1923.

Ueno Daibutsu
Ushiku daibutsu.jpg daibutsu

Ushiku Daibutsu

Statue, daibutsu (Stahlbeton, Bronze). 1993; Höhe: 110 m
Bild © Amy G., flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Von der buddhistischen Jōdo Shinshū errichtete Statue des Amida (skt. Amitabha). Die äußerste Hülle dieses Daibutsu besteht aus einer lediglich 6mm dicken Haut aus Bronze. Daher wird er auch als größte Bronzestatue der Welt bezeichnet. In der Mitte der Brust sind undeutlich drei Öffnungen zu erkennen, aus denen Besucher, die mit einem Lift im Inneren der Statue hinauf beför­dert werden, hinausschauen können.

Ushiku Daibutsu
Toganji daibutsu.jpg daibutsu

Daibutsu von Nagoya

Statue, daibutsu (Bronze), Detail. 1987; Tōgan-ji, Nagoya; Sitzhöhe: 10m
Bild © Photo Archives of the Nanzan Institute for Religion and Culture, Ian Reader, 3. Okt. 1987. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Inauguration des verhältnismäßig kleinen Daibutsu von Nagoya. Die Mönche nehmen die sogenannte Augenöffnungszeremonie in einem Baukran vor.

Daibutsu von Nagoya
Todaiji daibutsu.jpg daibutsu

Nara Daibutsu

Statue, daibutsu (Bronzeguss). 752, letzter Neuguss 1704; „Nationalschatz“; Tōdaiji, Nara; Sitzhöhe: 15m
Bild © Ron Reznick, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Der große Dainichi (skt. Vairocana), der Reiesenbuddha (Daibutsu) des Tōdaiji.

Nara Daibutsu
Alchi maitreya.jpg daibutsu

Bodhisattva Maitreya

Statue, daibutsu (Stein). Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh; Höhe: 463 cm
Bild © Christian Luczanits & Jaroslav Poncar. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Auf dem Hüfttuch (Dhoti) dieser Statue des Maitreya (Miroku) ist die gesamte Heiligenlegende des historischen Buddha abgebildet.

Bodhisattva Maitreya
Sendai kannon.jpg daibutsu

Sendai Daikannon

Statue, daibutsu (Stein). 1991; Sendai; Höhe: 100 m

Daibutsu-Statue des Bodhisattvas Kannon (auch Kanzeon, chin. Guanyin, skt. Avalokiteshvara) in Sendai.

Sendai Daikannon
Kamakura daibutsu2008.jpg daibutsu

Kamakura Daibutsu

Statue, daibutsu (Bronze). 1252?; Höhe: 11 m
Bild © Tom Richardson, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Die Große Buddha-Statue (Daibutsu) des Amida (skt. Amitabha) von Kamakura im herbstlichen Abendrot.

Kamakura Daibutsu
Longmen.jpg daibutsu

Buddha Vairocana, Longmen

Statue, daibutsu (Stein). China, Tang-Zeit, err. 672–676; Longmen Grotten, Henan, China; Höhe der zentralen Statue: 17,14m
Bild © Global Travel Authors. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Hauptnische der berühmten Felsengrotten von Longmen (Drachentor), einem Zentrum der buddhistischen Felsskulptur. Die größte Nische stammt aus der Tang-Zeit, aus der Zeit der einzigen Kaiserin dieser Zeit, Wu Zetian (625–705), die ihrerseits eine große Förderin des Buddhismus war. Im Zentrum dieser Nische steht Buddha Vairocana, dessen individuelle Züge angeblich der Kaiserin nachempfunden sind. Jedenfalls repräsentiert die Statuengruppe einen Höhepunkt des chinesischen Buddhismus.

Buddha Vairocana, Longmen
Daibutsu kamakura 2.jpg daibutsu

Kamakura Daibutsu

Statue, daibutsu (Bronze). 1252?; Höhe: 11 m
Bild © James P. Davis, 2000

Touristen bei der Besichtigung der Daibutsu-Statue in Kamakura.

Kamakura Daibutsu
Daibutsu kamakura1.jpg daibutsu

Kamakura Daibutsu

Statue, daibutsu (Bronze). 1252?; Höhe: 11 m
Bild © Burgessbroadcast, 2000. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Daibutsu-Statue von Kamakura.

Kamakura Daibutsu
Daibutsu reinigung.jpg daibutsu

Der Kopf des großen Buddha bei der Reinigung

Statue, daibutsu (Bronze), Detail. 752; Tōdaiji, Nara
Bild © Neko to Nara no shashinshū, J-Blog, 2009. (Letzter Zugriff: 2011/9)

Einmal im Jahr, am 7. August, findet eine rituelle Großreinigung des Vairocana Daibutsu und seiner Halle statt. Wie man sieht, werden ausgeklügelte traditionelle Techniken angewendet, um jedes Fleckchen des Budda zu erreichen. Insgesamt nehmen etwa 200 Mönche, alle in weiß gekleidet, an der Putzaktion teil.

Der Kopf des großen Buddha bei der Reinigung
Daibutsu shigisanengi.jpg daibutsu

Der vergoldete Nara Daibutsu

Querbildrolle, daibutsu (Papier, Farbe). 12. Jh.; aus Shigisan engi; „Nationalschatz“; 31,8 x 1417,4 cm
Bild © Nara National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Die einzige bekannte Abbildung der Statue des Dainichi Daibutsu (Vairocana) vor der Zerstörung von 1181. Vor der Statue sind undeutlich menschliche Figuren zu erkennen. Es handelt sich um die Protagonistin der dargestellten Episode, die vor dem Buddha eine Nacht in Gebet und Meditation verbringt, um den Aufenthaltsort ihres Bruders geweissagt zu bekommen.

Der vergoldete Nara Daibutsu
Hokoji daibutsu4.jpg daibutsu

Letzte Version von Hideyoshis Daibutsu

Büste, daibutsu. 1843 errichtet, 1973 zerstört
Bild © Yamaguchi Sumio. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Letzte Version des Daibutsu von Toyotomi Hideyoshi, in Form einer Büste. Sie fiel 1973 einem Brand zum Opfer.

Letzte Version von Hideyoshis Daibutsu
Hyogo daibutsu kusakabe.jpg daibutsu

Hyōgo Daibutsu

Photographie, daibutsu von Kusakabe Kinbei. Meiji-Zeit; Nōfuku-ji, Kōbe; 27,8 x 21,2cm
Bild © Japanese Old Photographs of the Bakumatsu-Meiji Periods, Nagasaki University Library. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Statue des Vairocana (Birushana oder Dainichi), die 1891 in Kōbe (einstmals Hyōgo) errichtet wurde. Die ursprüngliche Statue mit dem eigentümlichen großen Kopf maß 11,5m und war aus Bronze. Bekannt als Hyōgo Daibutsu stellte sie damals nach dem Nara- und Kamakura Daibutsu den drittgrößten Bronze-Buddha Japans dar. Die Statue des Tendai-Tempels Nōfuku-ji wurde angeblich im Bemühen angefertigt, den Buddhismus gegenüber dem rasch um sich greifenden Christentum zu stärken. 1944 wurde sie jedoch für Kriegszwecke eingeschmolzen und erst 1991 durch einen neuen Daibutsu ersetzt.

Kusakabe Kinbei Hyōgo Daibutsu
Daibutsu kaempfer.jpg daibutsu

Hideyoshis Daibutsu

Skizze, daibutsu von Engelbert Kaempfer. 1691
Bild © Bodart-Bailey, Kaempfer's Japan., S. 383

Eine Skizze der Daibutsu-Statue von Toyotomi Hideyoshi.

Engelbert Kaempfer Hideyoshis Daibutsu
Daibutsu nara.jpg daibutsu

Buddha Vairocana (Rushana butsu)

Statue, daibutsu (Bronze), Detail. 752; Tōdaiji, Nara; Gesamthöhe (mit Lotos-Podest): 14,98 m
Bild © Frank Gualtieri, Wikimedia Commons 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Obwohl sie durch über zwölf Jahrhunderte viel gelitten hat, ist die weltweit größte Bronzestatue (Daibutsu) noch heute äußerst eindrucksvoll.

Buddha Vairocana
Dabutsu back.jpg daibutsu

Kamakura Daibutsu

Statue, daibutsu (Bronze). 1252?; Höhe: 11 m
Bild © Studio Yamako, (J-Blog), 2012. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Die Daibutsu-Statue des Amida (skt. Amitabha) von hinten. Im Inneren befindet sich eine kleine Treppe, durch die geöffneten Fenster in Schulterblatthöhe dringt Licht und Frischluft in den Innenraum.

Kamakura Daibutsu
Daibutsu head2.jpg daibutsu, nyorai

Kamakura Daibutsu

Statue, daibutsu, nyorai (Bronze), Detail. 1252?; Höhe: 11 m
Bild © Balendu Sharma Dadhich, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

An dieser Daibutsu-Statue des Amida (skt. Amitabha) lassen sich einige allgemeine Merkmale der Darstellung von Nyorai Figuren sehr gut erkennen:
Gelocktes Haar, Schädelwölbung, Stirnmal, feiner Schnurrbart, langgezogene, durchlöcherte Ohrläppchen (Zeichen des abgelegten Schmucks), drei Halsfalten.

Kamakura Daibutsu
Kamakura Daibutsu.jpg daibutsu, nyorai

Kamakura Daibutsu

Statue, daibutsu, nyorai (Bronze). 1252?; Höhe: 11 m
Bild © Ron Reznick, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Die Große Buddha-Statue (Daibutsu) des Amida (skt. Amitabha) von Kamakura, Seitenansicht.

Kamakura Daibutsu
Usuki daibutsu kopf.jpg magaibutsu, nyorai

Kopf des Furuzono oder Usuki Daibutsu

Felsenbuddha, magaibutsu, nyorai, Detail. Späte Heian Zeit; nahe der Stadt Usuki, Präfektur Oita, Kyūshū
Bild © Foundation J.-E. Berger. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Darstellung des Dainichi Nyorai (skt. Vairocana). Die heute wieder rekonstruierte Daibutsu-Statue misst etwa drei Meter. Es ist die größte einer ganzen Reihe von Felsenbuddhas, die über ein weites Areal in freier Natur verteilt sind.

Kopf des Furuzono oder Usuki Daibutsu
Hie sanno mandala.jpg mandara

Mandala des Sannō Schreins (Sannō-miya mandara)

Hängerollbild, mandara (Farbe und Tusche auf Seide), Detail. Muromachi-Zeit, 1447; im Besitz des Nara National Museum; 120,7 x 68,1 cm
Bild © e-Kokuhō. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Buddhas und kami des Hie (Hiyoshi) Schreins (auch Sannō Schrein) am Fuße des Klosterbergs Hiei-zan, nach dem honji suijaku-Schema. In der oberen Reihe die buddhistische „Urform“, in der unteren die „Spur“, also die unmittelbare Erscheinungsform der wichtigsten Schreingottheiten. Siehe auch Gesamtbild

Mandala des Sannō Schreins
Namazu ken zenkoji.jpg namazu-e

Namazu, Amida und Geisha

Welsbild, namazu-e (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniteru (1808–1876). Edo-Zeit
Bildquelle: University of Tōkyō Library. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Das älteste erhaltene namazu-Motiv stellt eine Ken-Spiel-Situation dar. Von diesem Motiv gibt es einige Varianten, die alle von Utagawa Kuniteru 歌川国輝 (1808–1876) angefertigt wurden.

Hintergrund ist das Erdbeben im Tempel Zenkō-ji in Nagano (damals Shinano oder Shinshū) im Jahr 1847. Dieses Beben fand genau zu dem Zeitpunkt statt, als der Tempel seine berühmte Amida-Statue ausstellte und damit zahlreiche Pilger aus dem ganzen Land anzog. Viele Pilger fielen dem Beben zum Opfer, doch der Tempel selbst blieb weitgehend unversehrt, was als Wunder des Amida angesehen wurde.

Das Bild zeigt den Buddha Amida (der in späteren Bildern durch den Gott von Kashima ersetzt werden wird), den Erdbeben-Wels und eine Geisha. Wie beim Ken-Spiel üblich ist jeder von ihnen einem überlegen, dem anderen unterlegen: Amida ist stärker als Namazu, Namazu ist stärker als Geisha, Geisha ist stärker als Amida, was vielleicht als Seitenhieb auf den Buddhismus zu verstehen ist. Große buddhistische Tempel boten nämlich Ende der Edo-Zeit stets auch Vergnügungs- und Freuden­vierteln Platz — so auch der Zenkō-ji in Nagano.

Der Text enthält zum einen ein „Ken-Lied“, das humoristisch auf die Ereignisse Bezug nimmt, zum anderen eine Kurzdarstellung der Zerstörungen im Nachrichtenstil. Wie die meisten Welsbilder zählt auch dieses zum Genre der kawaraban, einer Art Zeitung der späten Edo-Zeit.

Bilderläuterung: Miyata Noboru, Takada Mamoru, Namazue: Shinsai to Nihon bunka. Tōkyō: Ribun Shuppan, 1995, S. 240–41 (#2)

Utagawa Kuniteru Namazu, Amida und Geisha
Butsu nehanzu.jpg nehanzu

Eintritt des Buddha ins Nirvana

Hängerollbild, nehanzu (Seide). Heian-Zeit, 1086; „Nationalschatz“; im Besitz des Kongōbu-ji, Berg Kōya; 267,6 x 271.2 cm ×108 cm
Bild © Kongōbu-ji „Butsu nehanzu“. Kokuhō no bi (National treasures of Japan) #20 (2010), S. 4–5.

Standardisierte Darstellung vom Ableben des hist. Buddha (skt. Shakyamuni): Umgeben von Bodhisattvas, Schülern, Gottheiten und Tieren haucht der Buddha in einem Hain von Shala-Bäumen sein irdisches Leben aus, um ins Nirvana einzutreten. Traditionellen Vorstellungen gemäß überragt er alle anderen an Körpergröße, hat auch im Alter von achtzig Jahren ein ewig jugendliches Aussehen und eine goldene Haut. Darstellungen dieser Art wurden für buddhistische Feiern zu Buddhas Todestag (15. 2.) angefertigt. Das vorliegende Bild ist das älteste und berühmteste Beispiel dieses Genres in Japan.

Eintritt des Buddha ins Nirvana
Alchi buddha predigt.jpg nyorai

Buddha predigt seinen Schülern

Wandmalerei, nyorai. Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh

Der historische Buddha Shakyamuni hält seinen Schülern Lehrreden.

Buddha predigt seinen Schülern
Shaka birth.jpg nyorai

Shakyamuni bei seiner Geburt (Tanjōbutsu)

Statue, nyorai (Bronze). Nara-Zeit, 8. Jh.; Tōdaiji, Nara; Höhe: 47cm
Bild © Foundation J.-E. Berger. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Diese Statue des Buddha Shaka Nyorai (skt. Shakyamuni) fungiert in einem Ritual, das zu Ehren von Buddhas Geburt traditionellerweise am achten Tag des Vierten Monats abgehalten wird. Dem Nihon shoki zufolge fand ein derartige Zeremonie in Japan erstmals im Jahr 606 statt.

Shakyamuni bei seiner Geburt
Raigo chionin.jpg nyorai

Amida

Hängerollbild, nyorai (Seide, Farbe). Kamakura-Zeit; „Nationalschatz“; im Besitz des Chion-in Tempels in Kyōto
Bild © Wada Yoshio. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Amida kommt mit einem Gefolge von 25 Bodhisattvas zum Haus eines Sterbenden, um ihn ins Reine Land (jōdo) zu geleiten. Das Bild stammt aus dem Haupttempel der Jōdo-shū, Chion-in.

Amida
Amida byodoin.jpg nyorai

Amida

Statue, nyorai (Holz, vergoldet) von Jōchō (?–1057). Heian-Zeit, 1053; „Nationalschatz“; Byōdō-in, südlich von Kyoto; Sitzhöhe 2,78 m

Eine der berühmtesten Amida-Statuen Japans, im Tempel Byōdō-in, der selbst zum Unesco Kulturerbe erklärt wurde. Der Tempel war einst Sommerresidenz der Fujiwara, die am Höhepunkt ihrer Macht auch diese Statue in Auftrag gaben. Zur Zeit ihrer Herstellung waren Zeitgenossen der Ansicht, dass dies die exakte Wiedergabe der wahren Natur eines Buddhas sei. Die Statue besteht (wie die meisten aus dieser Zeit) aus mehreren Holzblöcken, die innen ausgehöhlt wurden (yosegi-Technik). Die Außenseite ist mit einer dicken, mit Hanf verstärkten Lackschicht imprägniert, wodurch die Figur eine beinahe metallische Oberfläche erhält. Jōchō, der diese Statue anfertigte, gilt auch als jener Bildhauer, der die yosegi-Technik perfektionierte und damit die Grundlagen der Kei-Schule schuf. Die Vergoldung wurde 1955 erneuert.

Jōchō Amida
Shaka heian boston.jpg nyorai

Buddha Shakyamuni (Shaka Nyorai)

Skulptur, nyorai (Holz, vergoldet). Späte Heian-Zeit, 12. Jh.; Höhe: 88,5 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston (Denman Waldo Ross Collection). (Letzter Zugriff: 2016/8)

Der historische Buddha Shaka Nyorai (skt. Shakyamuni) mit der für ihn typischen mudra „Fürchtet euch nicht“ — semui-in, segan-in.

Buddha Shakyamuni
Alchi buddha seduction.jpg nyorai

Verführung unter dem Bodhi-Baum

Wandmalerei, nyorai. Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh
Bild © Heinzjimmybaumgartner, Blog. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Siddhartha ist während der Meditation unter dem bodhi-Baum Verführungen und Einflüsterungen ausgesetzt.

Verführung unter dem Bodhi-Baum
Jusanbutsu.jpg nyorai

Dreizehn Buddhas (Jūsanbutsu)

Grabmonument, nyorai (Stein). Muromachi-Zeit, 1553; Konshō-ji, Nara-ken; Höhe: 1,73m
Bild © Itoshiki monotachi, (Blog) 2006. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Die dreizehn Buddhas gelten als Urformen von dreizehn Königen, die über die Totenseelen richten. Grabmonumente wie dieses finden sich auf Friedhöfen häufig neben Darstellungen der Sechs Jizō, die ebenfalls einen besonderen Bezug zum Jenseits haben.

Dreizehn Buddhas
Alchi buddha excursion.jpg nyorai

Siddhartha verlässt erstmals den Königspalast

Nyorai

Siddhartha, der historische Buddha (auch Shakyamuni; jap. Shaka Nyorai), verlässt erstmals seine Geburtsstätte, den Königspalast, um die legändären Vier Ausfahrten zu machen.

Siddhartha verlässt erstmals den Königspalast
Hokekyo 25.jpg nyorai

Lotos Sutra, Kap. 25

Querbildrolle, nyorai (Papier, Farbe, Gold) von Sugawara Mitsushige, Detail; aus der Serie Myōhō renge-kyō, Kanzeon bosatsu fumon-bon 観世音菩薩普門品 (Das universelle Tor des Bodhisattva Avalokiteshvara), 1257; 24,6 × 934,9 cm
Bild © Metropolitan Museum of Art. (Letzter Zugriff: 2015/9/1)

Eröffnungsszene des 25. Kapitels des Lotos Sutra (Hoke-kyō), in dem es um die Vorzüge von Bodhisattva Kannon geht. Das Kapitel besteht aus einem Dialog zwischen Buddha Shakyamuni (durch Aureole gekennzeichnet) und dem „Bodhisattva Unerschöpfliche Absicht“ (ihm gegenüber am Boden sitzend), in dem die Eigenschaften Kannons als Helfer der notleidenden Lebewesen gepriesen werden. Kannon selbst tritt in dem Kapitel nur am Rande in Erscheinung. Die Illustration entstammt einer reichhaltig bebilderten Schriftrolle aus der Kamakura-Zeit, die lediglich das Kannon-Kapitel des Lotos Sutra enthält und sich vor allem auf die bildliche Darstellung der unzähligen Erscheinungsformen dieses Bodhisattvas konzentriert.

Sugawara Mitsushige Lotos Sutra, Kap. 25
Dainichi boston.jpg nyorai

Dainichi Nyorai

Statue, nyorai (Holz). 12. Jh.
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2010/8)

Dainichi Nyorai mit dem [[glossar:Mudra|]] der höchsten Weisheit.

Dainichi Nyorai
Alchi buddha birth.jpg nyorai

Geburt Buddhas

Wandmalerei, nyorai. Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh
Bild © Christian Luczanits & Jaroslav Poncar. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Königin Maya hält sich während der Geburt an den Zweigen eines Baumes fest.

Geburt Buddhas
Juichimen kannon.jpg nyorai

Jūichimen Kannon

Hängerollbild, nyorai (Seide, Farbe, Blattgold), Detail. Heian-Zeit, 12. Jh.; „Nationalschatz“; Hokki-ji, Nara-ken; 169 x 90 cm
Bild © Nara National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Die Ausgestaltung der elf Köpfe, die Kannon (auch Kanzeon; skt. Avalokiteshvara; chin. Guanyin) hier auf dem eigenen Kopf trägt, ist einem Sutra entnommen, das sich ausschließlich mit dieser Erscheinungsform des Bodhisattvas befasst (jap. Jūichimen jinjushin-gyō) und 656 vom Pilgermönch Xuanzang ins Chinesische übertragen wurde. Hierin heißt es, dass drei der Köpfe mild, drei weitere streng blicken, drei hätten nach oben stehende Zähne, einer ein wildes Grinsen und einer das Aussehen eines Buddhas (Kajitani Ryōji in Epprecht 2007, S. 133-134). Niels Gülberg beschreibt die Köpfe folgendermaßen:

... am Scheitel ein Kopf des Tathâgata; zur Stirnseite drei milde lächelnde Bodhisattvamasken; zur linken Seite die drei sog. "Zornesaugenmasken", die Übel abwehren sollen; zur rechten Seite drei gestrenge Gesichter mit nach oben weisenden Eckzähnen, die den Menschen zum Praktizieren des Guten anhalten sollen; und auf der Rückseite ein in Gelächter ausbrechendes Gesicht, das die schlechten Taten der Menschen tadeln soll. (Niels Gülberg, „Michizane und die Kannon von Hase: Ergänzende Anmerkungen zum mittelalterlichen Tenjin-Kult.“ Asiatische Studien 48 (1994), S. 207.)

In der vorliegenden Darstellung tragen alle Zusatzköpfe bis auf den obersten Buddha-Kopf wiederum eine Art Kopfputz, der einen Buddha (wahrscheinlich Amida) darstellt. In der linken Hand hält Kannon das für ihn typischste Attribut: eine Vase mit Lotosblüte.

Jūichimen Kannon
Yakushi gangoji.jpg nyorai

Yakushi Nyorai

Statue, nyorai (Holz). Heian-Zeit, 9. Jh.; „Nationalschatz“; Gangō-ji, Nara-ken; Höhe 1,64 m

Wie die meisten Statuen des Medizin-Buddhas Yakushi Nyorai ist auch diese durch ein kleines Medizinfläschchen identifizierbar. Die wuchtige Erscheinung ist typisch für die frühe Heian-Zeit, in der Statuen zumeist aus einem einzigen Holzstamm herausgeschnitten wurden.

Yakushi Nyorai
Shakasanzon horyuji.jpg nyorai

Shaka-Dreiergruppe (Shaka sanzon)

Statue, nyorai (Bronze, ehem. vergoldet) von Tori Busshi (Kuratsukuri no Tori). Asuka-Zeit, 623; „Nationalschatz“; im Besitz des Hōryū-ji, Haupthalle; Sitzhöhe der mittleren Statue: 86,4 cm; Gesamthöhe: 382cm

Shaka-Trinität bestehend aus Shaka Nyorai, flankiert von den Bodhisattvas Yakuō und Yakujō, eine damals häufige Kombination. Hauptheiligtum (honzon) des Hōryū-ji. Die Figurengruppe stammt von Tori Busshi, dem gleichen Bildhauer koreanischer Herkunft, der zuvor auch den sog. Asuka Daibutsu schuf. Auch stilistisch zeigen die Figuren noch einen starken Einfluss der damaligen buddhistischen Kunst Chinas und Koreas. An der Rückseite der Aureole ist eine Inschrift angebracht, die nicht nur den Bildhauer nennt, sondern auch den Anlass der Herstellung nennt: Sie wurde 622 in Auftrag gegeben, um damit für die Gesundung des Prinzregenten Shōtoku Taishi zu beten. Als der Prinzregent 622 dennoch starb, wurde die Statue umgewidmet und sollte ihm nun für eine Wiedergeburt im Reinen Land nützlich sein. Forschungen aus jünger Zeit deuten allerdings darauf hin, dass diese Inschrift, ebenso wie die Aureole selbst, erst fünfzig Jahre später angefertigt wurde, um Shōtoku Taishi als Mentor des Buddhismus aufzuwerten.

Tori Busshi (Kuratsukuri no Tori) Shaka-Dreiergruppe
Amida heian.jpg nyorai

Amida Statue mit Meditations-mudrā

Statue, nyorai (Holz, vergoldet). Späte Heian-Zeit, 11. Jh.?; Höhe: 152,5 cm
Bild © Kyōto National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Abgebildet ist der Buddha Amida mit der für ihn typischen Meditations-mudrā. Sein Gewand besteht aus einem langem Tuch namens kashaya (jap. kesa), das um dem Körper gewickelt ist.

Amida Statue mit Meditations-mudrā
Shaka muroji.jpg nyorai

Buddha Shakyamuni (Shaka Nyorai)

Skulptur, nyorai (Holz). 9. Jh.; „Nationalschatz“; im Besitz des Shigon-Tempels Murō-ji bei Nara
Bildquelle: Wakasa Haikai, (Blog) [Scan aus Nara no furudera to butsuzō, Mitsui Memorial Museum, 2010]. (Letzter Zugriff: 2016/1)

Eine Skulptur des Shaka Nyorai (skt. Shakyamuni) im Lotos-Sitz mit der für ihn typischen mudra „Fürchtet euch nicht“ — semui-in, segan-in.

Buddha Shakyamuni
Amida nyorai zu.jpg nyorai

Buddha

Buchillustration, nyorai. Edo-Zeit, 1702
Bild © Ryukoku University Library. (Letzter Zugriff: 2011/12/03)

Buddha Amida Nyorai in seiner klassischen Haltung, sitzend und mit der mudra der Meditation.
Die Abbildung geht auf das älteste japanische Handbuch der buddhistischen Ikonographie zurück. Das Werk ist unter den Titeln Zuzōshō 図像抄 („Abriss von Skizzen [buddhistischer] Statuen“) oder Jikkanshō 十巻抄 („Abriss in zehn Bänden“) bekannt und wird wahlweise Byōdōbō Yōgon (1075–1151) oder Shōjōbō Ejū (1060–1144) zugeschrieben. In jedem Fall gehörte der Autor der Shingon-Schule an. Die Details der Darstellungen haben sich seit der ersten Abfassung des Werkes bemerkenswert wenig geändert.
Die vorliegende Abbildung entstammt der Abschrift einer Abschrift des originalen Zuzōshō und wurde laut Kolophon 1702 (Genroku 15) angefertigt.

Buddha
Dainichi douganji.jpg nyorai

Dainichi Nyorai

Statue, nyorai (Holz). 12. Jh.; Dōgan-ji, Präfektur Shiga
Bild © Takatsuki Folk Museum

Darstellung des Dainichi Nyorai mit den Händen in der Haltung der Meditations-mudrā.

Dainichi Nyorai
Asuka daibutsu.jpg nyorai

Asuka Daibutsu

Statue, nyorai (Bronze) von Tori Busshi. 609; Höhe: 2,75 m
Bild © Kyōto shiseki sansakue. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Mit 2,75m Sitzhöhe erreichte die Statue des Shaka Nyorai (skt. Shakyamuni) für die damalige Zeit kollossale Ausmaße. Der Bildhauer Tori Busshi stammte aus einer koreanischen Einwandererfamilie. Der Stil des Daibutsu ist kontinental geprägt.

Tori Busshi Asuka Daibutsu
Mccallum.jpg nyorai

Angeblich ältester Amida Japans

Statue, nyorai; Zenkō-ji, Nagano

Angeblich die älteste Amida-Skulptur Japans, befindet sich im Besitz des Zenkō-ji, Nagano.

Angeblich ältester Amida Japans
Dainichi usuki.jpg nyorai

Kopf des Furuzono Dainichi

Statue, nyorai (Stein), Detail. 12. Jh.; Usuki-shi, Kyushu
Bild © Art Calendar, 2005, Japan Airlines

Darstellung des Furuzono Dainichi aus Stein in der Stadt Usuki auf Kyūshū.

Kopf des Furuzono Dainichi
Dainichi sonshomandara edo .jpg nyorai

Dainichi als zentrale Figur eines Mandalas (Sonshō mandara)

Hängerollbild, nyorai (Farbe und Gold aus Seide), Detail. Edo-Zeit; 127 x 61 cm
Bild © Online Archive of California. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)
Ruth and Sherman Lee Institute for Japanese Art
Dainichi als zentrale Figur eines Mandalas
Alchi buddha ascetism.jpg nyorai

Siddhartha kleidet sich in Leichentücher

Wandmalerei, nyorai. Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh

Siddhartha treibt die Askese soweit, dass er nur die Kleider von Toten als Schutz vor der Witterung akzeptiert.

Siddhartha kleidet sich in Leichentücher
Borobudur buddha.jpg nyorai

Buddhafigur im Heiligtum

Statue, nyorai (Stein); Borobudur, Java
Bild © Jacques Edouard Berger, 1988. (Letzter Zugriff: 2016/9)

Buddhafigur am Stupa-Berg von Borobodur, Java.

Buddhafigur im Heiligtum
Dainichi unkei.jpg nyorai

Dainichi

Statue, nyorai (Holz, vergoldet, Metallschmuck) von Unkei (ca.1150–1223). Kamakura-Zeit, 1175; „Nationalschatz“; Enjō-ji, Präfektur Nara; Höhe: 98,2 cm
Bildquelle: Rosenfeld 2011, Portraits of Chōgen, pl. 98, S. 137

Eines der frühesten erhaltenen Werke des Meisterbildhauers Unkei. Dargestellt wird Buddha Dainichi mit der mudrā der Weisheit.

Unkei Dainichi
Mudra amidahoryuji.jpg nyorai

Mudrā des predigenden Amida

Wandgemälde, nyorai; Hōryū-ji, Präfektur Nara

Mudra des Dharma-Rad-Drehens, tenbōrin-in, des Amida Buddha.

Mudrā des predigenden Amida
Amida yamagoe 13jh.jpg nyorai

Amida hinter den Bergen

Hängebildrolle, nyorai. Kamakura-Zeit, 13. Jh.; „Nationalschatz“; 120,6 x 80,3 cm
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8)
Kyōto National Museum

Das Bild zeigt „Amida, der die Berge überschreitet“. Er tut dies, um einem Sterbenden entgegenzugehen und ihn in sein Reines Land zu geleiten. Dieses Motiv ist in den Amida-Darstellungen der Kamakura-Zeit besonders häufig anzutreffen.

Amida hinter den Bergen
Yakushi fussohle.jpg nyorai

Fuß einer Statue des Yakushi Nyorai

Statue, nyorai (Bronze), Detail. Nara-Zeit; Yakushi-ji, Nara; Höhe: 254,7 cm

Die Figuren, die sich auf der Sohle des Yakushi Nyorai abzeichnen, entsprechen dem Merkmal 2 eines Buddhas.

Fuß einer Statue des Yakushi Nyorai
Kamakuradaibutsu meiji.jpg nyorai

Kamakura Daibutsu

Statue, nyorai (Bronze). 1252?; Höhe: 11 m
Bild © UNIDAM, Japanologie Wien. (Letzter Zugriff: 2011/7)
Privatsammlung Sepp Linhart

Handkolorierte Aufnahme des Kamakura-Daibutsu aus der Meiji-Zeit.

Kamakura Daibutsu
Amida horyuji.jpg nyorai

Amida mit der Geste des Predigens

Wandgemälde, nyorai, Detail. Spätes 7. Jh.; 1949 durch Brand zerstört; Hōryū-ji, Präfektur Nara
Bild © Yamashina Reiji. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

In Fresco-Technik an der Haupthalle des Tempels Hōryū-ji, Abbildung des Amida Buddha mit der mudra-Geste des Predigens.

Amida mit der Geste des Predigens
Aniin middle.jpg nyorai

An'i-in

Statue, nyorai (Holz, vergoldet), Detail

Mudra des Yakushi Nyorai.

An'i-in
Chiken in2.jpg nyorai

Weisheitsfaust-Mudrā (chiken-in)

Statue, nyorai (Holz, vergoldet) von Unkei (1150–1223), Detail; „Nationalschatz“; Enjō-ji, Präfektur Nara

Geste des Dainichi Nyorai im Kongōkai-Mandala. Gesamtbild.

Unkei Weisheitsfaust-Mudrā
Dainichi sonsho mandara.jpg nyorai

Dainichi als zentrale Figur eines Mandalas (Sonshō mandara)

Hängerollbild, nyorai (Farbe und Gold auf Seide), Detail. Kamakura-Zeit; Hōju-in, Berg Kōya; 117,9 x 62,1 cm
Bild © Kūkai mandara: Kōbō Daishi to Kōya-san (Katalog), Reihōkan 2006, S. 120, Abb. 44

Buddha Dainichi in der Mitte des Sonshō Mandara, auf dem Dainichi von acht Bodhisattvas umgeben ist. Dainichi formt die für ihn typische mudra der Weisheitsfaust. Das Mandala wurde in Riten zur Abwehr von Katastrophen, sicherer Geburt und Bitte um Regen eingesetzt.

Dainichi als zentrale Figur eines Mandalas
Daibutsu kamakura3.jpg nyorai

Kamakura Daibutsu

Statue, nyorai (Bronze). 1252?; Höhe: 11 m
Bild © Burgessbroadcast, 2000. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Die Daibutsu-Statue von hinten. Im Inneren befindet sich eine kleine Treppe, durch die geöffneten Fenster in Schulterblatthöhe dringt Licht und Frischluft in den Innenraum.

Kamakura Daibutsu
Diamant Sutra.jpg nyorai, bosatsu

Diamant Sutra

Buchillustration, nyorai, bosatsu (Papier, Tusche). Tang-Zeit, 686; Dunhuang; British Library; 27,6 x 499,5cm
Bild © International Dunhuang Project. (Letzter Zugriff: 2015/9/1)

Das Bild zeigt den Mönch Subhuti und Buddha Shakyamuni im Dialog, wie er im Diamant Sutra wiedergegeben ist. Es handelt sich um die einzige Illustration in der ersten Druckversion dieses Textes aus dem Jahr 868. Dargestellt sind Subhuti und der wesentlich größere Buddha, umringt von seinen Hauptschülern (zu denen auch Subhuti zählt), zwei Bodhisattvas, zwei Wächtern niō, zwei Löwenhunden (komainu), zwei Himmlischen Wesen, sowie einem weltlichen Herrscher mit Gefolge (unten rechts). Der Text gilt als das älteste gedruckte Buch der Welt. Er überdauerte Jahrhunderte in Vergessenheit in einer der Höhlen von Dunhuang, wo er vom Altösterreicher in britischen Diensten Sir Aurel Stein (1862–1943) in den Jahren 1906–1908 entdeckt wurde.

Diamant Sutra
Gosonzomandara.jpg nyorai, mandara

Mandala der Fünf Erhabenen (gosonzō mandara)

Nyorai, mandara. Kamakura-Zeit
Bild © Yamaguchi Sumio, Kyōto shiseki sansaku kai. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Dargestellt sind Shōtoku Taishi und Kūkai zu Füßen des Dainichi Nyorai.

Mandala der Fünf Erhabenen
Hoshi mandara boston.jpg nyorai, mandara

Sternenmandala (Hoshi mandara)

Hängerollbild, nyorai, mandara (Farbe, Tusche auf Seide). Edo-Zeit; 83 x 51,9 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/8)
William Sturgis Bigelow Collection

In der Mitte trohnt Buddha auf dem Weltenberg Shumisen, um den Berg herum sind die Neun Planeten sowie die Sterne des Großen Wagens zu sehen. Außerhalb befinden sich die westlichen Sternzeichen und die chinesischen Sternbilder.

Sternenmandala
Metalog:Bilder (zurück zum Hauptartikel)
Ikonographie
Diese Seite zitieren
„Buddha Bodhisattva.“ In: Bernhard Scheid (Hg.), Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 19.8.2016). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Metalog:Bilder/Buddha_Bodhisattva?oldid=65541