Personen Bilder von Menschen und Menschengruppen

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„Person sonstige.“ In: Bernhard Scheid (Hg.), Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 14.8.2016). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Metalog:Bilder/Person_sonstige?oldid=65074
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Personen Bilder von Menschen und Menschengruppen
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185 Bilder

Miko.jpg

Schreindienerinnen (miko)

Dazaifu Tenman-gū, Kyūshū
Bild © Andrew Marston, 2010. (Letzter Zugriff: 2014/6)

Zwei festlich geschmückte Schreindienerinnen des Dazaifu Tenman-gū während einer Hochzeitsfeier.

Schreindienerinnen
Haniwa mukade.jpg

Tonfiguren (haniwa)

Statue, haniwa (gebrannter Ton). Kofun-Zeit, 6. Jh.; Mukadezuka, Miyazaki-ken, Kyūshū
Bild © Japanese Archaeological Association, 2006. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Die vier haniwa-Figuren stammen aus einem Hügelgrab in Kyūshū, dem Mukadezuke, das in der späten Kofun-Zeit errichtet wurde. Die beiden Figuren im Vordergrund tragen wahrscheinlich buddhistische Stolen (kesa), die Figur mit dem Hut dürfte ein Mann sein. Die Figuren wurden an der Außenseite der Hügelgräber in Reihen nebeneinander aufgestellt.

Tonfiguren
Gosonzomandara.jpg

Mandala der Fünf Erhabenen (gosonzō mandara)

Nyorai, mandara. Kamakura-Zeit
Bild © Yamaguchi Sumio, Kyōto shiseki sansaku kai. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Dargestellt sind Shōtoku Taishi und Kūkai zu Füßen des Dainichi Nyorai.

Mandala der Fünf Erhabenen
Siebold biwahoshi.jpg

Biwa-Mönch (biwa hōshi)

Buchillustration (Lithographie); aus der Serie Nippon: Archiv zur Beschreibung von Japan Band 16, Neuauflage Tōkyō 1926, 1833–51
Bild © Digital Archive, Kyūshū University Museum. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Das Spielen der Biwa-Laute war traditionell ein für Blinde vorbehaltenes Gewerbe, sie mussten dafür aber in den Mönchsstand treten. Die Abbildung geht möglicherweise auf ein Original von Kawahara Keiga oder Carel de Villeneuve zurück. Beide standen als Zeichner in den Diensten von Philipp Franz von Siebold (1796–1866) auf seiner Japanreise 1826–28.

Biwa-Mönch
Siebold yamabushi.jpg

Bergmönch (Yamabushi)

Buchillustration (Lithographie); aus der Serie Nippon: Archiv zur Beschreibung von Japan Band 16, Neuauflage Tōkyō 1926, 1833–51
Bild © Digital Archive, Kyūshū University Museum. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Yamabushi mit „Bommel-kesa“, Muschelhorn und der typischen Kopfbedeckung. Die Abbildung geht möglicherweise auf ein Original von Kawahara Keiga oder Carel de Villeneuve zurück. Beide standen als Zeichner in den Diensten von Philipp Franz von Siebold auf seiner Japanreise 1826–28.

Bergmönch
Miko shige wallpaper.jpg

Schreindienerinnen (miko)

Aso-Schrein, Kyūshū
Bild © Shiges Wallpapers. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)
Schreindienerinnen
Ema muttermilch2.jpg Ema

Ema

Votivbild (Holz). Frühes 20. Jh.
Bild © Fowler Museum at UCLA. (Letzter Zugriff: 2012/11)
Gift of Dr. Daniel C. Holtom

Älteres ema für die Bitte um reiche Muttermilch. Das Bild stammt möglicherweise aus Sendai, wo bei einem Gingkobaum mit Brust-ähnlichen Formen um Muttermilch gebetet wurde.

Ema
Chichibujinja.jpg Hamaya-Verkauf

Hamaya-Verkauf

Chichibu Jinja, westlich von Tōkyō
Bild © Welcome to Chichibu. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Abermals miko beim Verkauf von Glücksbringern, in dem Fall hamaya.

Hamaya-Verkauf
Jinmu yoshitoshi.jpg Jinmu Tennō

Jinmu Tennō

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi (1839–1892). Meiji-Zeit, Feb. 1880; aus der Serie Dainippon meishō kagami („Spiegel der Helden des Großreichs Japan“), Nr. 37
Bild © Tokyo Archive, Tōkyō Shiritsu Toshokan. (Letzter Zugriff: 2017/3)

Die hier dargestellte Szene ist dem Nihon shoki entnommen. Dort heißt es, dass eine Schlacht gegen Ende von Jinmus Eroberungsfeldzug zugunsten dieses ersten Kaisers entschieden wurde, als sich ein goldener Raubvogel (kinshi 金鵄, eine Art Milan oder Weihe, jap. tobi) auf Jinmus Bogen niederließ und die Feinde derart blendete, dass sie unfähig waren, Widerstand zu leisten. Diese Episode wurde in der Meiji-Zeit zum Anlass genommen, den höchsten militärischen Orden nach diesem goldenen Milan zu benennen. 1873 wurde außerdem im Gedenken an Jinmu ein Reichsgründungstag (Kigensetsu) als neuer nationaler Feiertag (11. Februar) festgesetzt. Yoshitoshis Jinmu zeigt gewisse Ähnlichkeiten mit dem damaligen Kaiser Meiji. Zweifellos versuchte der Künstler im Einklang mit dem Geist seiner Zeit, eine Beziehung zwischen dieser heldenhaften Vorzeit und dem neuen Regime unter Meiji Tennō herzustellen.

Tsukioka Yoshitoshi Jinmu Tennō
Kaidan.jpg Kaidan

Kaidan

Film (Plakat) von Nakata Hideo. 2007

Filmplakat des Films „Kaidan“

Nakata Hideo Kaidan
Wakamochi.jpg Mochitsuki der Reichseiniger

Mochitsuki der Reichseiniger

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Yoshitora. 1849; ōban
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)
William Sturgis Bigelow Collection

Die drei Reichseiniger beim mochitsuki, der Herstellung von Reisklößen für das Neujahrsfest. Oda Nobunaga schlägt den Reis zu Brei, Toyotomi Hideyoshi formt daraus Klöße, Tokugawa Ieyasu isst sie auf. Hideyoshi ist hier als Affe gezeichnet. Dies entspricht seiner Physiognomie und seinem Spitznamen, saru (Affe), den er angeblich von Nobunaga bekam.

Utagawa Yoshitora Mochitsuki der Reichseiniger
Mikuji gakusei dazaifu.jpg O-mikuji

O-mikuji

Dazaifu Tenman-Schrein, Kyūshū
Bild © Nihon ryokō, 2002. (Letzter Zugriff: 2011/10)

Schüler mit frisch erworbenen o-mikuji Losen des Dazaifu Tenman-gū.

O-mikuji
Onibaba.jpg Onibaba

Onibaba

Film von Shindō Kaneto. 1965
Bild © Cinema Strikes Back. (Letzter Zugriff: 2011/11/18)

Die Titelheldin Onibaba (die dämonische Alte) mit einer hannya-Maske, von der sie sich nicht mehr befreien kann.

Shindō Kaneto Onibaba
Tengu shunga.jpg Shunga mit tengu-Maske

Shunga mit tengu-Maske

Farbholzschnitt, yōkai (Papier; Farbe). Edo-Zeit
Bildquelle: Wikimedia. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Erotische Darstellung (shunga) eines lesbischen Paars. Die tengu-Maske dient als Dildo.

Shunga mit tengu-Maske
Yamabushi yoshino2.jpg Yamabushi auf Spendensammlung

Yamabushi auf Spendensammlung

Bild © Wada Yoshio, 2002. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Vor dem Kinpusen-ji in Yoshino, einem religiösen Zentrum in den Bergen südlich von Nara, das u.a. auch für den Shugendō (den Glauben der yamabushi) bedeutend ist. (Der yamabushi im Vordergrund rechts ist im übrigen ein Westler!)

Yamabushi auf Spendensammlung
Yamabushi kyoto staud.jpg Yamabushi-Prozession im Mibu-dera

Yamabushi-Prozession im Mibu-dera

Bild © Frantisek Staud, 1999. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Eine lange Prozession von yamabushi im Mibu-dera, Kyōto.

Yamabushi-Prozession im Mibu-dera
Parinirvana gandhara.jpg Ableben des Buddha

Ableben des Buddha

Relief (Schiefer). Kushan-Periode, 2. Jh. u.Z.; Gandhara; 39,4 x 57,2cm
Bild © Alain Truong. (Letzter Zugriff: 2016/10/8)

Greaco-buddhistische Darstellung von Buddhas Ableben (parinirvana); obwohl Buddha friedlich entschlafen ist, sind seine Anhänger außer sich vor Schmerz. Lediglich die Figur am Fußende des Buddha trägt die Szene mit Fassung. Es ist dies der Buddha-Schüler Kashyapa, der Buddhas Lehre verstanden hat. Die Darstellung entspricht der Schilderung von Buddhas Ableben im Mahaparinirvana Sutra. In späteren Darstellungen des Mahayana Buddhismus ist der Kontrast im Ausdruck des Schmerzes beibehalten worden, doch nehmen Bodhisattvas die Rolle der gefassten Trauernden ein, während die Buddha-Jünger typischerweise verzweifeln. (Vgl. Nehanzu.jpg.)

Ableben des Buddha
Kobutori2.jpg Alter mit Beule

Alter mit Beule

Illustration (Papier, Tusche, Farbe) von Kobayashi Eitaku, Detail. 1889; aus „The old man and the devils“; Verlag: Griffith (London), Hasegawa Takejiro (Tokyo); Übersetzer: James Curtis Hepburn
Bild © Open Library. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Der Held des Märchens mit einer großen Beule an der Backe. Erste englischen Version des Märchens „The old man and the devils“ (Kobutori jīsan).

Kobayashi Eitaku Alter mit Beule
Tengu no ran.jpg Aufstand der Tengu-Partei, 1864

Aufstand der Tengu-Partei, 1864

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniteru (1808–1876)
Bild © Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Aufständische Vassallen von Mito in einer militärischen Konfrontation mit den Truppen des bakufu, die als Aufstand der Tengu-Partei (tengu-tō no ran, 1864–65) in die Geschichte einging. Auf ihrem Banner haben die Tennō-treuen Mito-Kämpfer den Wahlspruch sonnō jōi, „Ehrt den Kaiser, verjagt die Barbaren“, angebracht. In diesem Fall kämpfte aber selbst das Fürstenhaus von Mito auf der Seite des Shōgunats gegen die eigenen Vasallen.

Utagawa Kuniteru Aufstand der Tengu-Partei, 1864
Ausfahrt gandhara.jpg Ausfahrt des Buddha

Ausfahrt des Buddha

Relief (Stein). Gandhara, Kushan-Periode, 2 Jh. u.Z.; Indian Museum, Kolkata; 48 x 54 x 8,6 cm
Bildquelle: Printerest. (Letzter Zugriff: 2016/10/8)

Prinz Siddhartha verlässt heimlich den Palast seines Vaters, um die reale Welt kennen zu lernen. Dies ist ihm u.a. mit Hilfe von Halbgöttern möglich, die die Hufe seines Pferdes halten, damit kein Lärm entsteht.

Ausfahrt des Buddha
Ausfahrt ingakyo.jpg Ausfahrt des Prinzen Siddhartha

Ausfahrt des Prinzen Siddhartha

Querbildrolle, emaki (Papier), Detail. Nara-Zeit, 8. Jh.; „Nationalschatz“; Ōhara Bijutsukan, Okayama
Bild © Bunka Isan. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Prinz Siddhartha, der zukünftige Buddha, verlässt den Palast seines Vaters und begegnet einem Kranken. Nach weiteren Begegnungen mit einem Alten, einem Toten und einem Asketen beschließt er, selbst Asket zu werden. Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der Buddha-Vita aus der der Nara-Zeit.

Ausfahrt des Prinzen Siddhartha
Kyosai hyakki gadan.jpg Beginn einer Runde Geistergeschichten

Beginn einer Runde Geistergeschichten

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Kawanabe Kyōsai; aus Kyōsai hyakki gadan („Kyōsais Bildgeschichten von hundert Geistern“), 1889
Bild © Metropolitan Museum of Art, New York. (Letzter Zugriff: 2018/6)

Eine bürgerliche Familie lauscht wohlig schaudernd einer Erzählung von „Hundert Geschichten“ (Hyaku monogatari).

Kawanabe Kyōsai Beginn einer Runde Geistergeschichten
Ryuko sannin.jpg Bekannte Figuren im Rausch

Bekannte Figuren im Rausch

Welsbild, namazu-e. Edozeit
Bildquelle: University of Tōkyō Library. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Ein Reicher, eine Geisha und ein Handwerker verzehren zusammen einen Wels (namazu). Der Text besagt: Der Reiche, ein zorniger Trinker; der Handwerker, ein fröhlicher Trinker; die Geisha, eine weinende Trinkerin. Noch einmal wird hier satirisch auf die vom Erdbeben betroffenen Berufsgruppen angespielt. In der Darstellung nehmen die drei unbewusst Haltungen ein, die den Gesten des Ken-Spiels ähneln.

Bekannte Figuren im Rausch
Fushimi torii.jpg Bemalung eines torii

Bemalung eines torii

Torii (Holz); Fushimi Inari Taisha
Bild © Patrick Elmer, 2017. (Letzter Zugriff: 2017/12/9)

Bemalung eines frisch errichteten torii des Fushimi Inari Taisha. Das torii im Vordergrund erhält das Jahresdatum Heisei 19 (2017), das im Hintergrund stammt aus Heisei 5 (1993).

Bemalung eines torii
Yasukuni mode.jpg Besuch des Yasukuni Schreins

Besuch des Yasukuni Schreins (Yasukuni jinja mōde)

Postkarte (Papier, handkoloriert) von Fukiya Kōji. Frühe Shōwa-Zeit, 1930er Jahre?
Bild © East Asia Image Collection, Digital Image Collections at Lafayette. (Letzter Zugriff: 2018/9)

Postkarte aus der Zwischenkriegszeit mit patriotischer Propaganda. Der Schrein ist vor allem anhand seines überdimensionalen torii identifizierbar. Die Inschrift auf der Postkarte besagt: „Yukiko hat heute mit einer Freundin wieder den Yasukuni Schrein in Kudan besucht. Auf dem Rückweg denkt sie voll inniger Dankbarkeit an die Heldenseelen, die das Land beschützen, und an den großen Sieg der kaiserlichen Truppen, während die Strahlen der Frühlingssonne auf dem Weg vor den beiden Mädchen glitzern.“

Fukiya Kōji Besuch des Yasukuni Schreins
Monk flickr ck22.jpg Bettelmönch

Bettelmönch

Tōkyō, Ueno
Bild © Curtis Koshimizu, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2007/1)

Bettelmönch betend, mit Bettelschale.

Bettelmönch
Todaiji monk.jpg Bettelmönch

Bettelmönch

Tōdaiji, Nara
Bild © Ron Reznick, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Bettelmönch mit Pseudo-Pilgerstab (besteht nur aus der Spitze).

Bettelmönch
Shitennoji monk.jpg Bettelmönch

Bettelmönch

Tōdaiji, Nara
Bild © Ron Reznick, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Bettelmönch des Klosterbergs Kōya mit großem kesa.

Bettelmönch
Bettelmoench kyoto.jpg Bettelmönch in Kyōto

Bettelmönch in Kyōto

Bild © Cody Ryal, 2006. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)
Bettelmönch in Kyōto
Bettelmoench2.jpg Bettelmönch mit Pilgerstab

Bettelmönch mit Pilgerstab

Bild © Han Si, flickr, 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)
Bettelmönch mit Pilgerstab
Bettelmoench3.jpg Bettelmönch mit Rosenkranz (juzu) und Bettelschale

Bettelmönch mit Rosenkranz (juzu) und Bettelschale

Tōkyō
Bild © Luong Quang-Tuan, 2010/9. (Letzter Zugriff: 2016/8/26)
Bettelmönch mit Rosenkranz (juzu) und Bettelschale
Monks enami 1896.jpg Bettelmönche

Bettelmönche

Photographie (handkoloriert) von Enami Nobukuni (1859–1929). Meiji-Zeit, 1892–96
Bild © Rob Oechsle, flickr, 2009. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Studie von mehreren Bettelmönchen, aufgenommen im Studio in Yokohama des japanischen Fotopioniers Enami Nobukuni (auch: T. Enami). Bettelmönch benützten damals kleine Gongs, um auf sich aufmerksam zu machen, die man heute allerdings kaum mehr sieht.

Enami Nobukuni Bettelmönche
Daruma kamakura.jpg Bodhidharma

Bodhidharma

Statue (Holz, bemalt, vergoldet; Kristallaugen). Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 58.42 × 36.83 × 26.04 cm
Bild © Minneapolis Institute of Art. (Letzter Zugriff: 2018/6/7)

Der Zen-Patriarch Bodhidharma in einer frühen plastischen Darstellung, in der für ihn typischen Meditationshaltung. Seine exotischen Züge in späteren Darstellungen treten hier nicht hervor. An dieser Plastik lässt sich gut beobachten, dass Holzskulpturen in der Kamakura-Zeit zunächst eine Grundierung aus Stoff erhielten, bevor sie mit Farbe und Blattgold behandelt wurden. Auch die Kristallaugen sind typisch für den aufwändigen realistischen Stil dieser Zeit.

Bodhidharma
Buddha palast.jpg Buddha als Prinz

Buddha als Prinz

Querbildrolle (Papier, bemalt), Detail. Nara-Zeit, 8. Jh.; aus Kako genzai e-inga-kyô; „Besonderes Kulturgut“; 26,4 x 115,9cm
Bild © Nara National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Siddhartha, der zukünftige Buddha, genießt das angenehme Leben eines Prinzen. Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der Buddha-Vita aus der der Nara-Zeit.

Buddha als Prinz
Departure dunhuang.jpg Buddha begegnet dem Alter und der Krankheit

Buddha begegnet dem Alter und der Krankheit

Hängerollbild (Seide, bemalt). Tang-Zeit; Dunhuang, Qianfo Dong (Tausend Buddha Höhlen)
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/10/9)
Marc Aurel Stein

Prinz Siddhartha, der zukünftige Buddha, begegnet auf seinen sog. Vier Ausfahrten erstmals dem menschlichen Leid, in Form von Alter, Krankheit, Tod und Askese, was ihn schließlich auf den Weg der Entsagung bringt. Das Banner mit zwei Darstellungen dieser Episode trägt die Inschriften „Wie der Prinz die Stadt durch das Osttor verließ und einen Alten sah“ und „Wie der Prinz die Stadt durch das Südtor verließ und einen Kranken sah“. Es gehörte wahrscheinlich zu einem Set von Illustrationen zu Buddhas Leben.

Buddha begegnet dem Alter und der Krankheit
Borobudur beginn der askese.jpg Buddha wird Asket

Buddha wird Asket

Relief (Stein), Detail. 9. Jh.; Borobudur, Java
Bild © The Life of the Buddha (Lalitavistara) from Borobudur, Bhante Anandajoti. (Letzter Zugriff: 2016/10/9)

Am Beginn seiner Askese schneidet sich Siddhartha, der zukünftige Buddha, das Haupthaar ab. Wandrelief aus Borobudur.

Buddha wird Asket
Buddha geburt.jpg Buddhas Geburt

Buddhas Geburt

Hängerollbild (Seide, Farbe), Detail. Muromachi-Zeit, 15. Jh.; 75 x 111,5 cm
Bild © Metropolitan Museum of Art, New York. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Im Blumengarten von Lumbini erblickt der zukünftige Buddha zum letzten Mal das Licht der Welt. Er wird dabei aus der rechten Seite seiner Mutter geboren, ein Zeichen, dass er die „Unreinheit“ der Geburt nicht erfahren hat.

Buddhas Geburt
Toba purinta.jpg Buddhistischer Mönch beim Bedrucken von sotoba-Latten

Buddhistischer Mönch beim Bedrucken von sotoba-Latten

Bild © TTN. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Dafür nimmt er einen Laptop und eines eigens für diesen Zweck bestimmten Printer zu Hilfe.

Buddhistischer Mönch beim Bedrucken von sotoba-Latten
Choshu samurai.jpg Chōshū Samurai

Chōshū Samurai

Photographie (handkoloriert) von Felice Beato. 1860er Jahre
Bild © Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Eine Gruppe junger Samurai bei militärischer Lagebesprechung (1864?). Einige in traditioneller Kleidung, andere teilweise in westlichen Uniformjacken. Der Photograph, Felice Beato, eröffnete 1863 eines der ersten Photostudios in Japan und erhielt schon vor 1868 die Möglichkeit, außerhalb der Ausländerghettos zu photographieren.

Felice Beato Chōshū Samurai
Daruma und geisha.jpg Daruma und Dame

Daruma und Dame

Hängerollbild von Baiōken Eishun (Takeda Harunobu). Edo-Zeit, frühes 18. Jh.
Bildquelle: Hatena Fotolife
Etsuko and Joe Price Collection

Daruma und Dame mit vertauschten Kleidern.

Baiōken Eishun (Takeda Harunobu) Daruma und Dame
Daruma shunga2 kuniyoshi.jpg Daruma Shunga

Daruma Shunga

Farbholzschnitt, shunga (Papier, Farbe) von Kuniyoshi. Edo-Zeit, 1840er Jahre; 22 x 15,2 cm
Bildquelle: AK-Antiek. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Bodhidarma als Vulva; Verdeutlichung des Slang-Ausdrucks daruma onna (Daruma-Frau) für „billige Prostituierte“

Kuniyoshi Daruma Shunga
Daruma soba kuniyoshi.jpg Daruma im Nudel-Restaurant

Daruma im Nudel-Restaurant

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi. 1852
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8)
Utagawa Kuniyoshi Daruma im Nudel-Restaurant
Daruma harunobu2.jpg Daruma mit Geisha

Daruma mit Geisha

Farbholzschnitt, bijin-ga (Papier, Farbe) von Suzuki Harunobu (1725–1770). 1765; 26,6 x 19,2 cm
Bildquelle: Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/8/31)
William S. and John T. Spaulding Collection

Junges Mädchen bietet Daruma eine Pfeife zum Rauchen an.

Suzuki Harunobu Daruma mit Geisha
Daruma harunobu.jpg Daruma und Dame im gleichen Boot

Daruma und Dame im gleichen Boot

Farbholzschnitt, ukiyoe (Papier, Farbe) von Suzuki Harunobu (1724-1770)
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Daruma und Schöne im gleichen Boot: Daruma rasiert sich mit einer Pinzette und benützt dazu sein Spiegelbild im Wasser. Die junge Frau macht den Fährmann.

Suzuki Harunobu Daruma und Dame im gleichen Boot
Kaika no daruma.jpg Daruma und Geisha

Daruma und Geisha

Farbholzschnitt (Papier Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi (1839–1892). Meiji-Zeit; 19 × 25 cm
Bild © Waseda University Library. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Originaltitel Kaika no daruma (Daruma während der Öffnung); „Öffnung“ meint die Öffnung Japans gegenüber dem Westen. Daruma studiert in vertrauter Zweisamkeit mit einer jungen Dame eine moderne Zeitung. Er trägt eine braune Mönchskutte, während sich die Frau das rote Gewand übergezogen hat, das üblicherweise mit Daruma assoziiert wird. In diesem Bild schwingt sicher auch die Doppelbedeutung des Begriffs Daruma mit, der in der Edo-Zeit auch eine (billige) Prostituierte bezeichnete. Die melancholische Note des Bildes lässt beide, Daruma und Dame, als „Modernisierungsverlierer“ erscheinen.

Tsukioka Yoshitoshi Daruma und Geisha
Daruma3.jpg Daruma-Puppe

Daruma-Puppe

Farbholzschnitt, ukiyoe von David Bull. 1999, Small Print Collection; 11 x 15cm
Bild © David Bull. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Neujahrskarte mit Daruma-Motiv.

David Bull Daruma-Puppe
Oyuki okyo.jpg Das Trugbild der Oyuki

Das Trugbild der Oyuki (Oyuki no maboroshi)

Hängerollbild (Seide, Tusche) von Maruyama Ōkyo (1733–1795). 1750; im Besitz des UC Berkeley Art Museums
Bild © J-Blog. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Angeblich schuf Ōkyo mit diesem posthumen Portrait seiner früh verstorbenen Geliebten aus dem Freudenviertel Edos den Prototyp aller späteren Darstellungen der yūrei.

Maruyama Ōkyo Das Trugbild der Oyuki
02ochse kuniyoshi.jpg Der Bandit Kidō Maru (Ochse)

Der Bandit Kidō Maru (Ochse)

Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2014/1)

Eine zwielichtige Gestalt betrachtet selbstzufrieden ihr Spiegelbild in einem nächtlichen Weiher. Es ist der Bandit Kidō Maru, der dem Helden Minamoto Raikō auflauert. Er verbirgt sich dabei unter der Haut eines (hier schwer erkennbaren) Wasserbüffels (ushi), den er zuvor getötet hat. Die Geschichte stammt aus der mittelalterlichen Legendensammlung Kokon chōmonjū.

Utagawa Kuniyoshi Der Bandit Kidō Maru (Ochse)
Zoga.jpg Der Ehrwürdige Zōga auf einem Ochsen

Der Ehrwürdige Zōga auf einem Ochsen

Querbildrolle, emaki (Papier, Farbe) von Kanō Einō (1631–1697), Detail. Edo-Zeit; aus Zōga shōnin gyōgōki („Taten des Ehrwürdigen Zōga“), Rolle 2; 1272,3×35,7cm
Bildquelle: Nara Women's University. (Letzter Zugriff: 2014/5)

Der Mönch Zōga zeigt seine Verachtung gegenüber weltlichem Reichtum und Prunk, indem er an der Ehrung seines eigenen Lehrers (des Mönchs im Ochsenkarren) in zerschlissener Alltagskleidung teilnimmt. Die Illustration entstammt einer Edo-zeitlichen Querbildrolle des Tanzan Schreins, des geistigen Zentrums von Tōnomine, wo Zōga tätig war.

Kanō Einō Der Ehrwürdige Zōga auf einem Ochsen
Zoga2.jpg Der Ehrwürdige Zōga verschenkt seine Kleider

Der Ehrwürdige Zōga verschenkt seine Kleider

Querbildrolle, emaki (Papier, Farbe) von Kanō Einō (1631–1697), Detail. Edo-Zeit; aus Zōga shōnin gyōgōki („Taten des Ehrwürdigen Zōga“), Rolle 1; 1272,3×35,7cm
Bildquelle: Nara Women's University. (Letzter Zugriff: 2014/5)

Der Mönch Zōga verschenkt seine Kleider an die Armen und kehrt nackt in sein Kloster zurück.

Kanō Einō Der Ehrwürdige Zōga verschenkt seine Kleider
OkinoJiroHiroari tengu kuniyoshi.jpg Der Meisterschütze Hiroari erlegt ein tengu-artiges Monster

Der Meisterschütze Hiroari erlegt ein tengu-artiges Monster (Oki Shirō Hiroari)

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi. C. 1820; 37,6 x 25,7 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Der Meisterschütze Hiroari erlegt ein tengu-artiges Monster. Die dargestellte Episode beruht auf einer Erzählung aus dem Kriegerepos Taiheiki. Bei dem hier besiegten Monster handelt es sich streng genommen nicht um einen Tengu, sondern, laut Taiheiki (Bd. 12), um einen Vogel mit dem Leib einer Schlange und dem Gesicht eines Menschen, der 1,6 (4,8 m, die Größe eines Buddhas) maß. Sein giftiger Atem führte im Jahr 1334 zu einer Seuche, die durch die Heldentat des Hiroari beendet wurde. Der Vogel soll die Menschen außerdem durch seinen Ruf itsumade, itsumade („bis wann, bis wann“) geängstigt haben, und wird daher auch so bezeichnet.

Utagawa Kuniyoshi Der Meisterschütze Hiroari erlegt ein tengu-artiges Monster
01ratte kuniyoshi.jpg Der Mönch Raigō (Ratte)

Der Mönch Raigō (Ratte)

Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2014/1)

Ein buddhistischer Mönch zerwühlt eine Schriftrolle, deren Schriftzeichen sich in eine Horde von Ratten (ne) verwandeln. Es handelt sich um Raigō (1002–1084) aus dem Tempel Miidera, der die Sutren des Klosterbergs Hiei mithilfe von Ratten vernichtet (nach einer anderen Version verwandelt er sich dabei selbst in eine Ratte), um sich an Kaiser und Konkurrenten zu rächen. Im Vordergrund der Gelehrte Ōe Masafusa. Mehr dazu auf der Seite Rituelle Verwuenschungen.

Utagawa Kuniyoshi Der Mönch Raigō (Ratte)
Diamant Sutra.jpg Diamant Sutra

Diamant Sutra

Buchillustration, nyorai, bosatsu (Papier, Tusche). Tang-Zeit, 686; Dunhuang; British Library; 27,6 x 499,5cm
Bild © International Dunhuang Project. (Letzter Zugriff: 2015/9/1)

Das Bild zeigt den Mönch Subhuti und Buddha Shakyamuni im Dialog, wie er im Diamant Sutra wiedergegeben ist. Es handelt sich um die einzige Illustration in der ersten Druckversion dieses Textes aus dem Jahr 868. Dargestellt sind Subhuti und der wesentlich größere Buddha, umringt von seinen Hauptschülern (zu denen auch Subhuti zählt), zwei Bodhisattvas, zwei Wächtern niō, zwei Löwenhunden (komainu), zwei Himmlischen Wesen, sowie einem weltlichen Herrscher mit Gefolge (unten rechts). Der Text gilt als das älteste gedruckte Buch der Welt. Er überdauerte Jahrhunderte in Vergessenheit in einer der Höhlen von Dunhuang, wo er vom Altösterreicher in britischen Diensten Sir Aurel Stein (1862–1943) in den Jahren 1906–1908 entdeckt wurde.

Diamant Sutra
Kuzunohana.jpg Die Blüte der Kuzu-Ranke

Die Blüte der Kuzu-Ranke (Kuzu no hana)

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Ogata Gekkō (1859–1920). Meiji Zeit, 1899; aus der Serie Wettstreit zwischen Schönheiten und Blumen (Bijin hana kurabe); 35 × 23,8 cm
Bild © Rijksmuseum, Amsterdam (RP-P-1982-94). (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

So könnte die Fuchsfrau Kuzunoha (Rankenblatt) ausgesehen haben, als ihr Mann sie zum ersten Mal traf. Hut und Stock deuten eine Reisekleidung an. Auf dem Kimono ist ein Kuzu-Rankenmuster erkennbar. Die Haltung ähnelt derjenigen des tanzenden Fuchses von Ohara Koson, aber vor allem das Spiegelbild im Wasser verrät, dass es sich um eine Fuchsfrau handelt.

Ogata Gekkō Die Blüte der Kuzu-Ranke
Tamamo kuniyoshi.jpg Die Enttarnung der Tamamo no Mae

Die Enttarnung der Tamamo no Mae (Abe no Yasuchika Tamamo no Mae o inoru)

Holzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861). Um 1835; 37.4 x 26 cm
Bild © Museum of Fine Art, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)
William Sturgis Bigelow Collection

Exorzismus der Tamamo no Mae durch Abe no Yasunari (hier: Yasuchika) mit Hilfe eines Spiegels, in dem sie als neunschwänziger Fuchs erscheint.

Utagawa Kuniyoshi Die Enttarnung der Tamamo no Mae
Tamamo chikanobu.jpg Die Enttarnung der Tamamo no Mae

Die Enttarnung der Tamamo no Mae

Holzschnitt (Papier, Farbe) von Chikanobu. 1886
Bild © National Diet Library. (Letzter Zugriff: 2009/5)

Enttarnung der Tamamo no Mae durch den Priester Abe no Yasunari. Im oberen Bildteil sieht man sie als neunschwänzigen Fuchs, verfolgt von den tapfersten Bogenschützen des Landes.

Chikanobu Die Enttarnung der Tamamo no Mae
Kuzunoha yoshitoshi.jpg Die Fuchsfrau Kuzunoha verlässt ihr Kind

Die Fuchsfrau Kuzunoha verlässt ihr Kind (Kuzunoha kitsune dōji wakaruru no zu)

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi. 1890; aus der Serie Shinkei sanjūroku kaisen (Neue 36 Geister)
Bild © Kichō shiryō gazō database, (Tōkyō Metropolitan Library). (Letzter Zugriff: 2011/10)

Der Schatten verrät die wahre Natur der Fuchsmutter. Im Vordergrund die Rankenpflanze (kuzu), die Kuzunoha ihren Namen gab.

Tsukioka Yoshitoshi Die Fuchsfrau Kuzunoha verlässt ihr Kind
Kuzunoha toyokuni.jpg Die Füchsin Kuzunoha

Die Füchsin Kuzunoha

Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Toyokuni (1769–1825). 1861
Bild © National Diet Library, Tōkyō. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Die Fuchsmutter Kuzunoha schreibt, ihr Kind in den Armen, ihr Abschiedsgedicht. Die Figur der Mutter ist für Eingeweihte als Portrait des Kabuki-Schauspielers Nakamura Shikan IV (1831–1899) zu identifizieren.

Utagawa Toyokuni Die Füchsin Kuzunoha
Kuzunoha kuniyoshi.jpg Die Füchsin Kuzunoha

Die Füchsin Kuzunoha (Kuzu no ha kitsune)

Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi; aus der Serie Genji kumo ukiyo e-awase („Vergleiche von Bildern der Fließenden Welt mit den Wolken des Genji monogatari“), Kapitel 2, 1844/45
Bild © Kichō shiryō gazō database, Tōkyō Metropolitan Library. (Letzter Zugriff: 2011/10)

Auf dieser Darstellung wird der verräterische Schatten der Fuchsfrau (Kuzunoha) besonders hervorgehoben.

Utagawa Kuniyoshi Die Füchsin Kuzunoha
Kuzunoha hiroshige.jpg Die Füchsin Kuzunoha

Die Füchsin Kuzunoha (Kitsune Kuzunoha)

Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Hiroshige (1797–1858); aus der Serie Ogura nazorae hyakunin isshu, 1845–49
Bild © National Diet Library, Tōkyō. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Darstellung der Kuzunoha

Utagawa Hiroshige Die Füchsin Kuzunoha
Botandoro.jpg Die Pfingstrosenlaterne

Die Pfingstrosenlaterne (botandōrō)

Farbholzschnitt, yūrei (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi. Meiji-Zeit; aus der Serie Shinkei sanjūroku kaisen („Neue Sammlung von 36 Geistern“), 1889–92; 23,5 x 36,2 cm
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8)

In der hier dargestellten Geschichte geht es um eine verführerische Geisterfrau, die einen verwitweten Samurai in ein erotisches Liebesverhältnis verstrickt. Jede Nacht erscheint sie in Begleitung ihrer Dienerin mit einer Laterne in Form einer Pfingstrose (Päonie, jap. botan). Als der Samurai entdeckt, dass seine Geliebte ein Totengeist (yūrei) ist, beendet er die Beziehung mithilfe religiöser Spezialisten, wird aber rückfällig und endet selbst im Grab. Herkunft und Motivation der Geisterfrau bleiben in dieser Geschichte im Dunkeln. Die Erzählung stammt von Asai Ryōi (1612–1691) und erschien erstmals 1666. Sie basiert auf einer chinesischen Vorlage.

Tsukioka Yoshitoshi Die Pfingstrosenlaterne
Sekigahara.jpg Die Schlacht von Sekigahara

Die Schlacht von Sekigahara

Wandschirm, byōbu (Holz, Papier, bemalt). 1854; Collection of The Town of Sekigahara Archive of History and Cultural Anthropology (関ヶ原町歴史民俗資料館所蔵)
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2018/8/7)

Darstellung der berühmten Schlacht von Sekigahara (1600), durch deren Gewinn Tokugawa Ieyasu die Vorherrschaft über Japan sichern konnte. Kopie eines Wandschirm-Gemäldes von Kanō Sadanobu 狩野貞信 (1597–1623), angefertigt für die Daimyō-Familie Ii in Hikone.

Die Schlacht von Sekigahara
Kuniyoshi kiyohime1.jpg Die Schlangenfrau Kiyo-hime

Die Schlangenfrau Kiyo-hime

Farbholzschnitt (nishiki-e) (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861). Um 1845
Bild © The Kuniyoshi Project, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Kiyo-hime, die sich zur Hälfte in eine Schlange verwandelt hat, windet sich um eine Tempelglocke, unter der ihr ehemaliger Geliebter Zuflucht vor ihrer Rache gesucht hat.

Utagawa Kuniyoshi Die Schlangenfrau Kiyo-hime
Ebisu hyakudaiyu.jpg Ebisu Hyakudaiyū

Ebisu Hyakudaiyū

Schreinpuppe; Nishinomiya Jinja
Bild © Darren-Jon Ashmore, 2001. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Schreinpriester Yoshii Sadatoshi demonstriert die Puppe des Ebisu Hachidaiyū.

Ebisu Hyakudaiyū
Raigo.jpg Ein Mönch als Ratte

Ein Mönch als Ratte

Farbholzschnitt, ukiyoe (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi. Meji-Zeit, 1891; aus der Serie Shinkei sanjūroku kaisen (Neue Auswahl von 36 Geistern)
Bild © Japan Print Gallery. (Letzter Zugriff: 2016/9)

Der Mönch Raigō verwandelt sich aus Rache nach seinem Tod eine riesige Ratte.

Tsukioka Yoshitoshi Ein Mönch als Ratte
Haibutsu Kishaku.jpg Einschmelzen von Tempelglocken

Einschmelzen von Tempelglocken

Buchillustration (Farbe) von Tanaka Nagane (1849–1922); aus Meiji junkyō-shi 明治辛未殉教絵史 (Illustrierte Geschichte der Märtyrer von 1871), 1907
Bild © Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Illustration von anti-buddhistischen Maßnahmen in Nishio-shi (Präfektur Aichi), 1871.

Tanaka Nagane Einschmelzen von Tempelglocken
Nehanzu.jpg Eintritt des Buddha ins Nirvana

Eintritt des Buddha ins Nirvana

Hängerollbild, nehanzu (Seide, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 196,9 × 188,6 cm
Bild © Metropolitan Museum of Art, New York. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Bei Buddhas Tod, der gleichzeitig seinen Eintritt ins nirvana bedeutet, klagen nicht nur seine menschlichen Schüler. Auch diverse Schutzgottheiten können sich vor Schmerz kaum fassen. Lediglich die edlen Bodhisattvas sind in der Lage, ihre Gefühle im Zaum zu halten.

Eintritt des Buddha ins Nirvana
Ennogyoja hokusai.jpg En no Gyōja auf dem Berg Fuji

En no Gyōja auf dem Berg Fuji

Buchillustration von Katsushika Hokusai. Edo-Zeit, 1834; aus der Serie Hundert Ansichten des Fuji, Band 1
Bild © visipix. (Letzter Zugriff: 2011/7)

En no Gyōja auf dem Berg Fuji.

Katsushika Hokusai En no Gyōja auf dem Berg Fuji
Ennogyoja skelett.jpg En no Gyōja und das Skelett

En no Gyōja und das Skelett

Bildrolle, emaki (Papier, Farbe), Detail. Muromachi Zeit, 1531; aus Taimadera engi, Rolle 1; Taima-dera, Nara-ken (heute Nara Ntl. Museum); Höhe: 35 cm
Bildquelle: Taima-dera, gokuraku jōdo e no akogare (Ausstellungskatalog). Nara National Museum 2013, Abb. 11, S. 45

En no Gyōja findet im Ōmine Gebirge ein Skelett, dass einen vajra fest umklammert. Abbildung aus einer illustrierten Ursprungslegende des Taima-dera, der únweit des Berges Katsuragi errichtet wurde, wo En seine spirituelle Basis errichtete. Der Legende nach soll En dem Bau des Tempels ausdrücklich zugestimmt haben.

En no Gyōja und das Skelett
Daruma shunga.jpg Erotische Daruma-Pose

Erotische Daruma-Pose

Farbholzschnitt, shunga (Papier, Farbe) von Ippitsusai Bunchō. 18. Jh.

Dieses „Frühlingsbild“ (shunga) parodiert die Legende, nach der Bodhidharma auf einem Schilfhalm den Yangtse Fluss überquert haben soll. Nicht nur wird der Mönch durch eine junge Dame ersetzt, auch der Grashalm wird zu einem phallusförmigen Pilz.

Ippitsusai Bunchō Erotische Daruma-Pose
Borobudur erste predigt.jpg Erste Predigt des Buddha

Erste Predigt des Buddha

Relief (Stein), Detail. 9. Jh.; Borobudur, Java
Bild © The Life of the Buddha (Lalitavistara) from Borobudur, Bhante Anandajoti. (Letzter Zugriff: 2016/10/9)

Buddha während seiner ersten Predigt in Benares. Wandrelief aus Borobudur.

Erste Predigt des Buddha
Kamishimo siebold.jpg Festtagskleidung

Festtagskleidung (Kamishimo)

Buchillustration (Lithographie); aus der Serie Nippon: Archiv zur Beschreibung von Japan Band 16, Neuauflage Tokyo 1926, 1833–51
Bild © Digital Archive, Kyūshū University Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Samurai (bushi) in festlicher Kleidung (kamishimo), 19. Jh., aus der Japanbeschreibung von Philipp Franz von Siebold (1796–1866)

Festtagskleidung
Inari kitsune2.jpg Fuchswächter

Fuchswächter

Statue, kitsune; Fushimi Inari Schrein, Kyoto
Bild © Dick Harris, 2002. (Letzter Zugriff: 2011/8)
Fuchswächter
Fuxi.jpg Fuxi und Nüwa

Fuxi und Nüwa

Tang-Zeit; National Museum China
Bild © Wikimedia. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Der mythologische Kaiser Fuxi und seine Schwester/Gemahlin Nüwa. Neben den Trigrammen erfand Fuxi auch das Winkelmaß, das er hier in der Hand hält.

Fuxi und Nüwa
Tsunodaishi.jpg Gansan Daishi

Gansan Daishi

Buchillustration (Papier, Tusche); aus Gansan daishi omikuji-e shō (Gansan Daishis Omikuji-Bilder), 1785
Bildquelle: Wikimedia Commons (jap.). (Letzter Zugriff: 2016/8)

Der Mönch Ryōgen, (aka. Gansan Daishi, 912–985) in zwei unterschiedlichen Erscheinungsformen: Als Mönch und als Dämon (mit dem hier nicht angeführten Namen) Tsuno Daishi.

Das Bild ist eine Art Glückslos (o-mikuji). Der beigefügte Text lautet:

Gansan Daishi war eigentlich eine Manifestation von Kannon mit dem Wunschjuwel. Daher müssen alle, die dieses Los ziehen, aus ganzem Herzen folgenden Spruch rezitieren.
Mantra von Kannon mit dem Wunschjuwel: on harada handomei un / on handoma jindamani jinhara un
(OM VARADA PADME HUM / OM PADMA CINTAMANI DŻWALA HUM)

Gansan Daishi
Buddha geburt gandhara.jpg Geburt Buddhas

Geburt Buddhas

Relief. Gandhara, Kushan-Periode, 2.–3. Jh. u.Z.; Freer Gallery of Art, Washington
Bild © Daderot, Wikimedia Commons, 2013. (Letzter Zugriff: 2016/10/8)

Der zukünftige Buddha बुद्ध Buddha (skt., m.) „Der Erleuchtete“; jap. butsu (hotoke) 仏 oder Budda 仏陀siehe auch →  Shaka → Grundbegriffe/Buddhismus→ Grundbegriffe/Buddhismus Lehre→ Bauten/Bekannte Tempel→ Grundbegriffe/Buddhismus Lehre/Vier Wahrheiten→ Ikonographie → mehr wird aus der rechten Taille seiner Mutter Maya geboren, die gerade im Garten von Lumbini lustwandelt und sich an den Zweigen eines Baumes festhält.

Geburt Buddhas
Daruma mimikaki.jpg Geisha und Daruma

Geisha und Daruma

Shunga von Kawanabe Kyōsai. Edo-Zeit
Bild © Muian. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Eine prächtig gekleidete Dame, vielleicht ein Kourtisane, aber mit aufgelöstem Haar, putzt die Ohren des Bodhidharma (in Japan Zeichen zärtlicher Vertrautheit).

Kawanabe Kyōsai Geisha und Daruma
Kayako juon.jpg Geist der Kayako

Geist der Kayako

Filmszene, yūrei von Shimizu Takashi; aus The Grudge, 2003
Bild © Ju-on-the-grudge-Wikia, Wiki. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Totengeist (yūrei) der Kayako, dargestellt von Fuji Takako. Die Handlung enthält gewisse Ähnlichkeiten mit der Geschichte der Oiwa, von deren Edo-zeitlicher Darstellung auch die Betonung des einen hervorquellenden Auges inspiriert sein dürfte.

Shimizu Takashi Geist der Kayako
Sadako ringu.jpg Geist der Samara (Sadako)

Geist der Samara (Sadako)

Filmszene, yūrei; aus The Ring, 2002

Adaptierte amerikanische Fassung des Films Ringu von Nakata Hideo, 1998. Dieser wiederum orientiert sich an der Gestalt der Okiku, die in den Brunnen geworfen wurde.

Geist der Samara (Sadako)
Gelehrter hokkei.jpg Gelehrter beim nächtlichen Studium

Gelehrter beim nächtlichen Studium

Malerei (Papier, Tusche) von Totoya Hokkei. Edo-Zeit, 1822–1830; 27 x 41,5 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)
Totoya Hokkei Gelehrter beim nächtlichen Studium
Hatsumode.jpg Glücksbringerverkauf

Glücksbringerverkauf

Bild © Vincent Van den Storme, 2005. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Miko beim Verkauf von Glücksbringern (o-mikuji). Kaufen und Verkaufen ist eigentlich das Wichtigste.

Glücksbringerverkauf
Yasukuni meiji tenno.jpg Große Feier des Yasukuni Schreins

Große Feier des Yasukuni Schreins (Yasukuni jinja daisai no zu)

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Shinohara Kiyooki. Meiji-Zeit, 1895; Tryptichon, 35,7 x 71,5 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Besuch des Meiji Tennō (im Vordergrund zu Pferd) im Yasukuni Schrein. Im Hintergrund ist die Haupthalle des Schreins zu sehen, die heute noch existiert, allerdings durch eine später errichtete Gebetshalle kaum mehr sichtbar ist.

Shinohara Kiyooki Große Feier des Yasukuni Schreins
11hund kuniyoshi.jpg Hata Rokurōzaemon (Hund)

Hata Rokurōzaemon (Hund)

Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2014/1)

Ein stämmiger Krieger, der neben Schwert und Lanze auch Zimmermannsgeräte mit sich trägt, äugt misstrauisch nach hinten, an der Leine einen Hund (inu), der in die selbe Richtung blickt. Im Hintergrund die Banner eines (feindlichen?) Heeres. Hata Rokurōzaemon (auch Hata Tokoyoshi, ?–1342) war ein General der Nanboku-Zeit und wird im Heldenepos Taiheiki als loyaler Vasall der Ashikaga Shogune geschildert. Auch sein Hund findet dort Erwähnung.

Utagawa Kuniyoshi Hata Rokurōzaemon (Hund)
Hotei2 hakuin.jpg Hotei (Budai)

Hotei (Budai)

Tuschmalerei, fukujin von Sengai Gibon (1750-1837)
Bild © Museum Rietberg. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Glücksgott Hotei (chin. Budai).

Sengai Gibon Hotei (Budai)
Daruma armoffering.jpg Huike schneidet seinen Arm ab

Huike schneidet seinen Arm ab (Eka danpi zu)

Hängerollbild, kakemono (Tusche auf Papier) von Sesshū Tōyō (1420–1506). 1496; „Nationalschatz“; im Besitz des Tempels Sainen-ji, Aichi-ken; 199,9 × 113,6 cm
Bild © Kyōto National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Der spätere Zen-Patriarch Huike bietet Bodhidharma seinen abgehackten Arm als Zeichen seiner Ernsthaftigkeit dar.

Sesshū Tōyō Huike schneidet seinen Arm ab
Honen predigt2.jpg Hōnen erteilt Ratschläge

Hōnen erteilt Ratschläge

Querbildrolle, emaki (Papier, Farbe). Kamakura-Zeit; aus der Serie Hōnen shōnin eden
Bild © Makura no sōshi, (Blog). (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Hōnen spricht zu einer gemischten Zuhörerschaft aus niederrangigen Mönchen und Nonnen, sowie Männern und Frauen in Alltagsgewand. Er geht dabei ganz offensichtlich auf deren individuelle Fragen ein.

Hōnen erteilt Ratschläge
Honen predigt.jpg Hōnen predigt zu Schülern und Laien

Hōnen predigt zu Schülern und Laien

14. Jh.; aus Hōnen shōnin eden
Bild © Chionin, Kyoto

Aus der illustrierten Hōnen-Biografie.

Hōnen predigt zu Schülern und Laien
04hase.jpg Iga Jutarō (Hase)

Iga Jutarō (Hase)

Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2014/1)

Ein ältlicher Krieger hält einen gehäuteten Hasen (u) in der linken und ein großes Küchenmesser in der rechten Hand. Die Szene findet unter einem Baldachin mit buddhistischer Svastika, also in einem Tempel statt. Das Bild zeigt Iga Jutarō, einen Krieger der späteren Heian Zeit, bei einem Hasenopfer, welches in einem buddhistischen Tempel ein Sakrileg darstellt.

Utagawa Kuniyoshi Iga Jutarō (Hase)
Yoshitoshi iganotsubone.jpg Iga no Tsubone mit tengu

Iga no Tsubone mit tengu

Farbholzschnitt, yōkai (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi (1839–1892); aus der Serie Tsuki hyakushi (Hundert Ansichten des Mondes), 1886
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)
William Sturgis Bigelow Collection

Die unerschrockene Hofdame des Tennō Go-Daigo, besänftigt den tengu-Geist eines ehemaligen Vasallen des Tennō, der ungerechtfertigterweise zu Tode kam.

Tsukioka Yoshitoshi Iga no Tsubone mit tengu
Shotoku Taishi eden1.jpg Illustierte Biographie Prinz Shōtokus, 1

Illustierte Biographie Prinz Shōtokus, 1

Hängerollbild (Tusche, Farbe und Gold auf Seide). Kamakura-Zeit, 14. Jhdt.; 171,8 x 84,5 cm
Bild © MET Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)
H. O. Havemeyer Collection

Auf dem ersten von zwei Rollbildern sind Empfängnis, Geburt, Kindheit und Jugend von Shōtoku Taishi dargestellt. Ähnlich der Biographie Buddhas und anderer religiöser Figuren sind diese Episoden von wundersamen Vorzeichen und übernatürlichen Erscheinungen begleitet. Insgesamt sind auf beiden Hängerollbildern 62 Szenen der Shōtoku Legende dargestellt. Die Episoden sind chronologisch nur lose geordnet, eher gehen Szenen, die räumlich mit einander verbunden sind, in einander über. Der Prinz ist meist in Orange gekleidet, die schriftlichen Erklärungen auf weißem Grund enthalten meist sein jeweiliges Lebensalter.

Illustierte Biographie Prinz Shōtokus, 1
Shotoku Taishi eden2.jpg Illustierte Biographie Prinz Shōtokus, 2

Illustierte Biographie Prinz Shōtokus, 2

Hängerollbild (Tusche, Farbe und Gold auf Seide). Kamakura-Zeit, 14. Jhdt.; 171,8 x 84,5 cm
Bild © MET Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)
H. O. Havemeyer Collection

Auf dem zweiten von zwei Rollbildern sind Erwachsenenalter, Tod und Apotheose von Shōtoku Taishi dargestellt.

Insgesamt sind auf beiden Hängerollbildern 62 Szenen der Shōtoku Legende dargestellt. Die Episoden sind chronologisch nur lose geordnet, eher gehen Szenen, die räumlich mit einander verbunden sind, in einander über. Der Prinz ist meist in Orange gekleidet, auf weißen Schildern ist sein jeweiliges Lebensalter verzeichnet.

Siehe auch: Bild:Shotoku_Taishi_eden1.jpg

Illustierte Biographie Prinz Shōtokus, 2
Shotoku Taishi eden bettler.jpg Illustrierte Biographie Prinz Shōtokus, 2

Illustrierte Biographie Prinz Shōtokus, 2

Hängerollbild, kakemono (Tusche, Farbe und Gold auf Seide), Detail. Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 171,8 x 84,5 cm
Bild © MET Museum. (Letzter Zugriff: 2013/5/21)
H. O. Havemeyer Collection

Begegnung Shōtoku Taishis mit dem Bettler von Kataoka.

Illustrierte Biographie Prinz Shōtokus, 2
Shotoku Taishi eden geburt.jpg Illustrierte Biographie Prinz Shōtokus, Geburt vor dem Pferdestall

Illustrierte Biographie Prinz Shōtokus, Geburt vor dem Pferdestall

Hängerollbild, kakemono (Tusche, Farbe und Gold auf Seide), Detail. Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 171,8 x 84,5 cm
Bild © MET Museum. (Letzter Zugriff: 2013/5/21)
H. O. Havemeyer Collection

Dargestellt wird die überlieferte Geburt von Shōtoku Taishi vor einem Pferdestall.

Illustrierte Biographie Prinz Shōtokus, Geburt vor dem Pferdestall
Shotoku Taishi eden schlacht.jpg Illustrierte Biographie Prinz Shōtokus, Kampf gegen Monobe no Moriya

Illustrierte Biographie Prinz Shōtokus, Kampf gegen Monobe no Moriya

Hängerollbild, kakemono (Tusche, Farbe und Gold auf Seide), Detail. Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 171,8 x 84,5 cm
Bild © MET Museum. (Letzter Zugriff: 2013/5/21)
H. O. Havemeyer Collection

Rechts: Der Prinz betet zu den Vier Himmelskönigen. Mitte: Der Prinz im Heer der Soga. Links: Mononobe no Moriya (auf einer Mauer stehend) wird von einem Pfeil getroffen, fällt und wird enthauptet.

Illustrierte Biographie Prinz Shōtokus, Kampf gegen Monobe no Moriya
Miyajima touristgr.jpg Itsukushima torii

Itsukushima torii

Schreintor, torii; Miyajima, Präfektur Hiroshima

Das torii von Itsukushima und die dazu gehörigen Touristen bei Sonne...

Itsukushima torii
Mokoshurai ekotoba2.jpg Japanische Krieger kapern ein mongolisches Boot

Japanische Krieger kapern ein mongolisches Boot

Querbildrolle, emaki. Kamakura-Zeit, 1275-1293; aus der Serie Mōkō shūrai ekotoba
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/9/6)

Angriff auf ein mongolisches Boot während der ersten Mongoleninvasion; in Auftrag gegeben von Takezaki Suenaga. S.a. Scrolls of the Mongol Invasions of Japan (T. Conlan)

Japanische Krieger kapern ein mongolisches Boot
Geisha-daruma.jpg Junge Frau als Daruma

Junge Frau als Daruma

Farbholzschnitt, ukiyoe (Papier gestanzt, Farbe) von Suzuki Harunobu (1724–1770). 1765–1770
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Eine Schöne in der Pose des Bodhidharma, der einer berühmten Legende zufolge den Fluss Yangtse mit Hilfe eines Schilfhalms überquert haben soll. Obwohl nach der Mode der Edo-Zeit gekleidet, spielen auch die rote Farbe der Kleidung und die Kapuzen-artige Kopfbedeckung auf die Figur des Daruma an.

Suzuki Harunobu Junge Frau als Daruma
Internetcafe.jpg Junger Mönch

Junger Mönch

Bild © Lord Ivan, flickr, 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8/26)

Junger Mönch im Internetcafe, Tōkyō.

Junger Mönch
Monk koya2.jpg Junger Mönch auf dem Klosterberg Kōya

Junger Mönch auf dem Klosterberg Kōya

Bild © Wada Yoshio, 2003. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Junger Mönch auf dem Klosterberg Kōya beim Bemalen eines Schilds.

Junger Mönch auf dem Klosterberg Kōya
Moench nagano.jpg Junger Mönch im Reise-Outfit, mit taschenförmigem kesa

Junger Mönch im Reise-Outfit, mit taschenförmigem kesa

Bild © Thomas Lottermoser, 2006. (Letzter Zugriff: [2010/9])
Junger Mönch im Reise-Outfit, mit taschenförmigem kesa
Monk2.jpg Junger Mönch mit feierlichem kesa

Junger Mönch mit feierlichem kesa

Junger Mönch mit feierlichem kesa.

Junger Mönch mit feierlichem kesa
Priester izumo.jpg Junger Priester

Junger Priester

Izumo, Shimane-ken
Bild © Jenny Huang, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Ein junger Priester (shinshoku) des Izumo Schreins.

Junger Priester
Hirohito yasukuni.jpg Kaiser Hirohito im Yasukuni Schrein

Kaiser Hirohito im Yasukuni Schrein

Photographie. 30. Okt. 1969
Bildquelle: ysf009, 2012 (Chin. Blog). (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Kaiser Hirohito (Shōwa Tennō) besuchte den Schrein sowohl vor als auch nach dem Krieg (zwischen 1952 und 1975 insgesamt acht mal). Kaiserliche Besuche wurden allerdings 1978, nach der Aufnahme von 14 der höchsten Kriegsverbrecher unter die verehrten Heldenseelen, offenbar aufgrund einer persönlichen Entscheidung des Tennō (Breen 2007, S. 4.) eingestellt.

Kaiser Hirohito im Yasukuni Schrein
Sabadaishicallig.jpg Kalligraphie im Pilgerlogbuch

Kalligraphie im Pilgerlogbuch

Saba Daishi, Shikoku
Bild © Don Weiss
Kalligraphie im Pilgerlogbuch
Daibutsu kamakura 2.jpg Kamakura Daibutsu

Kamakura Daibutsu

Statue, daibutsu (Bronze). 1252?; Höhe: 11 m
Bild © James P. Davis, 2000

Touristen bei der Besichtigung der Daibutsu-Statue in Kamakura.

Kamakura Daibutsu
08 ziege.jpg Kan'u (Ziege)

Kan'u (Ziege)

Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2014/1)

In mondheller Nacht nippt ein imponierender Mann, den man aufgrund seines langen dreigeteilten Bartes als Chinesen identifizieren kann, versonnen aus einem Becher, während eine kleine Ziege (hitsuji) zu seinen Füßen im Gras äst. Guan Yu (jap. Kan'u, gest. 219), ein chinesischer General, war maßgeblich am Aufbau der Sui Dynastie beteiligt. Er wurde Gegenstand zahlreicher Legenden und in China sogar religiös verehrt. Vor allem durch den chinesischen Roman „Geschichte der Drei Reiche“ (Sanguo Yanyi, 16. Jh.) wurde er auch in Japan ein Inbegriff von Kriegskunst, Kaltblütigkeit und Loyalität. Das Motiv mit Becher und Ziege findet sich auch auf einem anderen Druck Kuniyoshis, der Zusammenhang ist mir jedoch unklar.

Utagawa Kuniyoshi Kan'u (Ziege)
Shunga kanaya kuniyoshi.jpg Kanaya

Kanaya

Farbholzschnitt, shunga (Papier, Farbe) von Kuniyoshi. Ca. 1835
Bild © Edo Prints Gallery

Kanaya, die 25. Station des Tōkaidō, befand sich am Fluss Ōi in der heutigen Präfektur Shizuoka. Da es keine Brücke gab, waren die Reisenden auf Flöße oder Träger angewiesen. Diese Träger sind daher auch ein fixes Motiv auf Abbildungen dieser Tōkaidō-Station, so auch auf diesem satirischen shunga: Während der vordere Träger offensichtlich Gefallen an seiner Tätigkeit findet, hält sich der hintere die Nase zu.

Kuniyoshi Kanaya
Kappa shunga.jpg Kappa und Fischerin

Kappa und Fischerin (kappa to ama)

Farbholzschnitt (shunga), yōkai (Papier, Tusche) von Kitagawa Utamaro (1753–1806); aus der Serie Utamakura (Kopfkissen-Gedichte), 1788
Bild © British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/6)

Eine Perlentaucherin (ama) wird unter Wasser von zwei Flussgeistern (kappa) vergewaltigt, während eine andere halb erschreckt, halb neidisch zusieht. Vielleicht imaginiert sie sich aber auch nur selbst in sexuellem Kontakt mit den kappa. Perlentaucherinnen bzw. Fischerinnen sind ein beliebtes erotisches Sujet der Edo-Zeit, die Kombination mit kappa scheint jedoch Utamaros Idee gewesen zu sein. Der Band mit erotischen Bildern (shunga), dem diese Illustration angehört, erschien im übrigen anonym, doch sind sich Experten einig, dass die Illustrationen von Utamaro stammen.

Kitagawa Utamaro Kappa und Fischerin
03tiger.jpg Kashiwade no Omi (Tiger)

Kashiwade no Omi (Tiger)

Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

In einer gebirgigen Schneelandschaft kommt es zu einem tödlichen Duell zwischen einem Krieger und einem Tiger (tora). Der Krieger ist Kashiwade no Omi, ein Held aus der mythologischen Chronik Nihon shoki zur Zeit des Kaisers Kinmei (509–571). Auf einer diplomatischen Mission nach Korea wird Kashiwades Sohn von dem Tiger gefressen, worauf er das Tier eigenhändig zur Strecke bringt. Das Motiv wurde von Kuniyoshi mehrfach illustriert.

Utagawa Kuniyoshi Kashiwade no Omi (Tiger)
Kayo fujin.jpg Kayō Fujin

Kayō Fujin

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi; aus der Serie Wa-kan hyaku monogatari („Hundert [Gespenster-]Gesichten aus Japan und China“), 1865
Bild © ukiyo-e. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Kayō Fujin ist die erste Inkarnation des neunschwänzigen Fuchs-Monsters in Indien, das sich später in Japan als Tamamo no Mae zeigen wird. Gemeinsames Merkmal: Die herrschende Dynastie zu stürzen.
Besonders interessant ist die Darstellung einer „Inderin“ in eropäischem Erscheinungsbild. Die Darstellung entstand kurz nach der erzwungenen „Öffnung“ Japans (1853), aber noch vor der Meiji-Restauration, als Japan von einer Welle anti-westlicher Ressentiments erfasst wurde.

Tsukioka Yoshitoshi Kayō Fujin
Kiyohime yoshitoshi.jpg Kiyo-hime entsteigt dem Fluss

Kiyo-hime entsteigt dem Fluss

Farbholzschnitt (nishiki-e) (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi. 1865
Bild © National Diet Library, Tōkyō. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Die Schlangenfrau Kiyo-hime entsteigt dem Fluss Hidakagawa. Das Motiv findet sich fast identisch in der Serie „36 Geister“ (1889–92), aber die frühere Fassung gefällt mir persönlich besser, vor allem wegen der Haarsträhne, in die sich die von Eifersucht besessene Kiyo-hime verbeißt. Diese Haarsträhne findet man auch auf einem Holzschnitt Kuniyoshis zu diesem Motiv.

Tsukioka Yoshitoshi Kiyo-hime entsteigt dem Fluss
Otani yoshitsugu.jpg Kobayakawa Hideaki und der Totengeist des Ōtani Yoshitsugu

Kobayakawa Hideaki und der Totengeist des Ōtani Yoshitsugu

Farbholzschnitt, yūrei (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi, 1868
Bildquelle: Antique Art Morimiya. (Letzter Zugriff: 2016/8/31)

Hideaki (1577–1602) kämpfte in der Schicksalsschlacht von Sekigahara (1600) anfangs gegen Tokugawa Ieyasu, lief aber zu ihm über. Sein Verrat trug entscheidend zum Sieg Ieyasus bei und wurde reich belohnt. Während der Schlacht fiel er seinem ehemaligen Verbündeten Yoshitsugu (1559–1600) in den Rücken. Dieser fiel in der Schlacht. Später soll er Hideaki als Totengeist (yūrei) jede Nacht aufgesucht und so das frühe Ende des letzteren herbeigeführt haben.

Tsukioka Yoshitoshi Kobayakawa Hideaki und der Totengeist des Ōtani Yoshitsugu
Kuchisake.jpg Kuchisake

Kuchisake

Film, oni von Hashiguchi Takaaki. 2007

Kuchisake onna (die Frau mit dem Schlitzmund), eine moderne Version der Hannya.

Hashiguchi Takaaki Kuchisake
Kuzunoha kuniyoshi2.jpg Kuzunoha in ihrer Wechselgestalt von Frau und (trauernder) Füchsin

Kuzunoha in ihrer Wechselgestalt von Frau und (trauernder) Füchsin

Holzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi. 1852; aus der Serie „Die 69 Stationen der Kiso-Route“
Bild © Japanese Finearts. (Letzter Zugriff: 2014/8/30)

Neben Kuzunoha ist hier auch der Ehemann der Kuzunoha, Abe no Yasuna, dargestellt.

Utagawa Kuniyoshi Kuzunoha in ihrer Wechselgestalt von Frau und (trauernder) Füchsin
King khotan.jpg König von Khotan

König von Khotan

Wandgemälde. Südl. Song-Zeit, 10. Jh.; Dunhuang, Mogao Grotte 98
Bild © Cave Temples of Dunhuang (Ausstellungskatalog, Los Angeles, Getty 2016), S. 21, Abb. 1. (Letzter Zugriff: 2018/5/31)

Li Shengtian, der König von Khotan, der mit einer Tochter des Herrschers von Dunhuang verheiratet war und daher in den dortigen Höhlentempeln verewigt wurde. Die Darstellung stattet ihn mit Elementen der khotanesischen Vaishravana-Legende aus, nämlich die ihn tragende Erdgöttin (jap. Jiten), die am unteren Bildrand nur undeutlich zu erkennen ist, sowie zwei engelhafte Kinder im oberen Teil des Bildes, die wohl den Sohn repräsentieren, den Vaishravana einst dem Königshaus von Khotan schenkte.

König von Khotan
Kukai koya myojin.jpg Kōbō Daishi und die beiden Gottheiten Niu und Kōya

Kōbō Daishi und die beiden Gottheiten Niu und Kōya (Kōbō daishi Niu Kōya ryōmyōjin zō)

Hängerollbild, kami (Seide). Kamakura-Zeit, 14. Jh.; Kongōbu-ji, Berg Kōya; 212 x 127,5cm
Bild © Kūkai mandara: Kōbō Daishi to Kōya-san (Katalog), Reihōkan 2006, S. 39, Abb. 10

Kūkai in der klassischen Darstellung mit vajra in der rechten Hand, auf dem Sessel eines Tempelabtes, flankiert von den beiden Schutzgöttern von Berg Kōya: Die Göttin Niu-tsu-hime in chinesisch anmutender Tracht und der Jäger Kariba (hier Kōya Myōjin) in klassischer Hoftracht. Oberhalb der drei Gestalten ist undeutlich eine Abbildung von Kūkais Mausoleum, Oku no In, zu sehen, unterhalb eine Abbildung des Amano Niu Schreins am Fuße von Berg Kōya. Das Bild wurde für einen bestimmten Ritus zur Verehrung der Gottheiten angefertigt, der sich mondōkō 問答講, wtl. Frage und Antwort Vortrag, nannte und 1291 begonnen wurde.

Kōbō Daishi und die beiden Gottheiten Niu und Kōya
Versuchungen ingakyo.jpg Meditation und Versuchung des Buddha

Meditation und Versuchung des Buddha

Querbildrolle, emaki (Papier, bemalt). Kamakura-Zeit, 13. Jh.; aus Inga-kyō; 27.8 x 156.5cm
Bild © Metropolitan Museum of Art. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Am Ende seiner Lehrjahre meditiert Buddha, um schließlich die volle Erleuchtung zu erfahren. In dieser Zeit wird er von diversen Versuchungen durch den Dämon Mara heimgesucht. In dieser Version des Inga-kyō sind die Bestien, die dabei zum Einsatz kommen, besonders drastisch ausgeführt.

Meditation und Versuchung des Buddha
Tenno chikanobu1878 gr.jpg Meiji Tennō und kaiserliche Ahnen

Meiji Tennō und kaiserliche Ahnen

Farbholzschnitt, kami (Papier, Farbe) von Toyohara Chikanobu (1838–1912). 1878
Bild © Artelino. (Letzter Zugriff: 2014/11)

Meiji Tennō und seine Gemahlin umgeben von ihren kaiserlichen Ahnen:

Mitte: Die Urgötter Kuni no Tokotachi, Izanami und Izanagi, davor Kaiser Meiji und Kaiserin Shōken;
Rechts: Die Ahnengötter Amaterasu, Ninigi und Jinmu Tennō sowie die nahen Vorfahren Meijis, Kōmei (Tennō 121, r. 1846–1867) und Go-Sakuramachi (Tennō 117, r. 1762–1771, eigentlich eine Kaiserin!)
Links: Die mythologischen Ahnengötter Hikohohodemi und Hikonagisa Takeugaya Fukiaezu, sowie Go-Momozono (Tennō 118, r. 1771–1779), Kōkaku (Tennō 119, r. 1780–1817) und Ninkō (Tennō 120, r. 1817–1846).

Toyohara Chikanobu Meiji Tennō und kaiserliche Ahnen
Miko schnee.jpg Miko im Schnee

Miko im Schnee

Meiji-Schrein, Tōkyō
Bild © Tom Bodley, (Pbase) 2004/12/31. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Schreindienerin (miko) während der Vorbereitungen zu den Neujahrsfeiern im Meiji Schrein.

Miko im Schnee
Pilger koya wada.jpg Modernes Pilger-Outfit

Modernes Pilger-Outfit

Bild © Wada Yoshio, 2002. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Rüstige Pilgerinnen bei der Ankunft auf Berg Kōya .

Modernes Pilger-Outfit
Mujaku.jpg Mujaku (Asangha)

Mujaku (Asangha)

Skulptur, rakan (Holz, bemalt) von Unkei (1150?–1223). Kamakura-Zeit, 1208; „Nationalschatz“; Kōfuku-ji, Nara; Höhe: 193cm

Asangha, ein buddhistischer Philosoph des 4. Jhs., gilt zusammen mit seinem Halbbruder Vasubandhu als Begründer der Yogacara Schule, aus der die jap. Hossō Schule hervorging. Die Statuen beider Heiliger wurden von Unkei für den Kōfuku-ji in Nara, der dieser Richtung angehörte, geschaffen.

Unkei Mujaku (Asangha)
Tamamo kuniyoshi3.jpg Mönch Gennō

Mönch Gennō

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi. Ca. 1850, Sangoku yōko zue („Fuchsmonster aus drei Reichen“); 37,6 x 25,9 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Der Zenmönch Gennō Shinshō befriedet den Geist der Tamamo no Mae und beseitigt damit den Fluch des Todessteins, in den sich Tamamo schlussendlich verwandelt hat. Der volle Titel des Bildes lautet: „Gennō tut einen Scheltschrei und bringt damit den Geis des bösen Fuchses zum Verschwinden“ (Gennō ikkatsu shite akuko no rei o metsu su).

Utagawa Kuniyoshi Mönch Gennō
Monk jingoji.jpg Mönch am Schreibtisch

Mönch am Schreibtisch

Jingo-ji, Kyōto
Bild © cjw, flickr, 2007/1. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

An einem sonnigen Wintertag, in einem Klostertempel außerhalb der Stadt geht ein Mönch seinen Aufgaben nach.

Mönch am Schreibtisch
Monk tofukuji.jpg Mönch eines Zen Tempels

Mönch eines Zen Tempels

Tōfuku-ji, Kyōto
Mönch eines Zen Tempels
Toji Monks.jpg Mönche vor dem Tōji

Mönche vor dem Tōji

Tempelhalle; Tōji, Kyōto
Bild © Ron Reznick, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)
Mönche vor dem Tōji
Asakusa nakamise.jpg Nakamise-dōri

Nakamise-dōri

Einkaufsstraße; Asakusa-dera, Asakusa, Tōkyō
Bild © Wada Yoshio, 2006. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Zugangsweg zum Asakusa Tempel und älteste Shoppingmall Japans aus der Edo-Zeit.

Nakamise-dōri
Nichiren exile kuniyoshi.jpg Nichiren im Exil auf Sado

Nichiren im Exil auf Sado

Farbholzschnitt, nishiki-e (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861). Edo-Zeit; aus der Serie Kōso go-ichidai ryaku zu (Illustrierte Biographie des ersten Patriarchen [der Nichiren-Schule]), 1835–36; 22,1 x 34,6 cm
Bild © Tokyo National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/6)
Rogers Fund, 1918

Nichiren ist eben auf der Insel Sado ausgesetzt worden und bahnt sich seinen Weg durch den Schnee. Szene aus einer mehrteiligen Serie zum Leben Nichirens, der sich besonders unter der Stadtbevölkerung der Edo-Zeit einer großen Beliebtheit erfreute.

Utagawa Kuniyoshi Nichiren im Exil auf Sado
Nichirens enthauptung.jpg Nichiren vor der Enthauptung

Nichiren vor der Enthauptung

Buchillustration (Papier, Tusche) von Katsushika Isai (1821–1880); 20 x 29,8 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Nichiren soll am Strand von Kamakura exekutiert werden. Ungewöhnliche Wetterphänomene verhindern die Exekution in letzter Sekunde.

Katsushika Isai Nichiren vor der Enthauptung
Siebold hokke monk.jpg Nichiren-Mönch

Nichiren-Mönch

Buchillustration (Lithographie); aus der Serie Nippon: Archiv zur Beschreibung von Japan Band 16, Neuauflage Tōkyō 1926, 1833–51
Bild © Digital Archive, Kyūshū University Museum. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Mönch mit Bettelschale, laut Siebold ein Mönch der Hokke-shū ( Nichiren Schule). Die Abbildung geht möglicherweise auf ein Original von Kawahara Keiga oder Carel de Villeneuve zurück. Beide standen als Zeichner in den Diensten von Philipp Franz von Siebold (1796–1866) auf seiner Japanreise 1826–28.

Nichiren-Mönch
06schlange.jpg Nitta Shirō (Schlange)

Nitta Shirō (Schlange)

Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2014/1)

Ein Krieger stößt im Licht seiner Fackel auf einige Schlangen (mi), während eine weibliche Gottheit, die auf einer Schlange reitet, ihn zu beschützen scheint. Es handelt sich um den Krieger Nitta Tadatsune, einen Vasallen von Minamoto Yoritomo, der eine Höhle des Berges Fuji erkundet. Er trifft auf die Göttin des Bergs (Konohana Sakuya-hime), die hier das Aussehen von Bodhisattva Kannon angenommen hat (Kannon reitet seinerseits bisweilen auf einem Drachen.) Das Motiv von Nittas unerschrockenem Gang durch die Höhle findet sich häufig auf Ukiyoe.

Utagawa Kuniyoshi Nitta Shirō (Schlange)
Monks2.jpg Novizen eines buddhistischen Klosters

Novizen eines buddhistischen Klosters

Novizen eines buddhistischen Klosters
Hatsumode-omikuji.jpg Omikuji zu Neujahr

Omikuji zu Neujahr

Bild © Japan Info. (Letzter Zugriff: 2017/11/19)

Glückslose (o-mikuji) werden von einem Mädchen im festlichen Kimono an ein Gestell gebunden. Besonders zu Neujahr (O-shōgatsu) erfreut sich dieser Brauch großer Beliebtheit.

Omikuji zu Neujahr
Nonnenordination.jpg Ordination der ersten japanischen Nonnen

Ordination der ersten japanischen Nonnen

Querbildrolle, emaki (Papier, bemalt), Detail. 1661; aus Gangō-ji engi (Chronik des Gangō-ji)
Bild © Staatsbibliothek zu Berlin. (Letzter Zugriff: 2016/10/8)

Drei junge Mädchen werden in der Zeit des Bidatsu Tennō (685) durch eingewanderte koreanische Buddhisten zu Nonnen geweiht. Illustration einer Kopie des Gangō-ji engi aus der frühen Edo-Zeit.

Ordination der ersten japanischen Nonnen
Yasukuni veteranen1.jpg Parade von Möchtegern-Kriegsveteranen im Yasukuni Schrein

Parade von Möchtegern-Kriegsveteranen im Yasukuni Schrein

Photographie. 15. 8. 2007; Yasukuni Schrein, Tōkyō
Bildquelle: News Sohu, 2008. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Bei den Feiern am 15. August im Yasukuni Schrein sammeln sich alljährlich seltsame Cos-Player, die in antiquierten Uniformen an die Heldentaten der gefallenen Soldaten erinnern.

Parade von Möchtegern-Kriegsveteranen im Yasukuni Schrein
Perry 1854.jpg Perrys zweiter Besuch in Japan (1854)

Perrys zweiter Besuch in Japan (1854)

Lithographie (koloriert) von Wilhelm Heine. 1856
Bild © US Naval History & Heritage. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Im Gebiet des heutigen Yokohama, wo später auch die ersten Ausländerkolonien entstanden, treffen amerikanische Marine Offiziere unter Commodore Perry mit ihren japanischen Verhandlungspartnern zusammen. Das Bild beruht auf einem Aquarell von Wilhelm Heine (1827–1885), einem deutschen Künstler, der Perrys Mission als offizieller „Photograph“ begleitete.

Wilhelm Heine Perrys zweiter Besuch in Japan (1854)
Henro shikoku.jpg Pilger

Pilger

Shikoku
Bild © Shikoku henro no tabi, 2003. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Pilger bei Tempel Nr. 11 des 88-Tempel-Rundwegs (Shikoku hachijū hakkasho).

Pilger
Henro mendel.jpg Pilger vor einem Tempel

Pilger vor einem Tempel

Shikoku
Bild © tigertoda productions, Tommi Mendel. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Szene aus dem Dokumentarfilm Aruki henro von Tommi Mendel, 2006.

Pilger vor einem Tempel
Henro.jpg Pilger-Outfit

Pilger-Outfit

Bild © Ian Reader, Nanzan Institute for Religion and Culture. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Der Religionswissenschaftler Ian Reader beschreibt sein Bild selbst folgendermaßen:

Pilgrims usually dress in white — signifying both the colour of purity and death. Usually they wear a white shroud (hakui 白衣) that indicates they are a pilgrim and that also symbolically is their burial shroud. The traditional headgear is a monastic style hat or kasa 笠 that not only protects against rain and sun but also symbolises the pilgrim's coffin and that has a funerary inscription on it. Pilgrims also carry a staff, tsue 杖, to help with walking, and that also serves as a symbolic gravestone; in earlier eras when pilgrims died on the route, they would be interred and their staff left to mark the site. Symbolically, thus the pilgrim was “dead to the world” while on the route; completion implied rebirth. The staff also symbolizes the body or presence of Kōbō Daishi who according to pilgrimage belief accompanies every pilgrim. In effect, too, the clothing resembles that of Kōbō Daishi, who provides the archetypal model for pilgrims in Shikoku. Many pilgrims also carry a variety of items such as rosaries, bells and a white bag to carry osamefuda 納め札 (pilgrims' calling cards), which bear their names and usually an image of Kōbō Daishi, and that are left at the temples they visit and are also given to people met along the way.

This pilgrim is unusual in dressing entirely in white; nowadays most pilgrims opt for the white shroud, staff and more convenient modern clothing and headgear. There is no prescribed apparel that must be worn, however, and pilgrims are free to choose the clothing they feel most suited to their pilgrimage.

Quelle: Photo Archive on Japanese Religions, Nanzan Institute for Religion and Culture

Pilger-Outfit
Raigo ginko.jpg Raigō

Raigō

Farbholzschnitt, ukiyoe (Papier, Farbe) von Adachi Ginko. 1896
Bildquelle: ukiyo-e, (Artelino). (Letzter Zugriff: 2016/8)

Vor einem esoterischen Goma-Altar, eine vajra-Glocke in der Hand, bereitet Raigō seine Rache vor.

Adachi Ginko Raigō
Kuniyoshi raigo.jpg Raigō Ajari

Raigō Ajari

Farbholzschnitt, ukiyoe (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1798–1861). 19.Jh
Bild © The Kuniyoshi Project. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Der Mönch Raigō vernichtet aus Enttäuschung über ein gebrochenes Versprechen wertvolle Sutrenrollen und widersetzt sich allen Versuchen der Beschwichtigung durch den Gelehrten Ōe no Masafusa.

Utagawa Kuniyoshi Raigō Ajari
Rakan shoun.jpg Rakan

Rakan

Statue, rakan (Holz, bemalt) von Shōun Genkei (1648–1710). Edo-Zeit; Höhe: 85,1cm
Bild © Metropolitan Museum, New York. (Letzter Zugriff: 2017/7/6)

Ein Exemplar aus der Serie von Fünfhundert arhats (rakan), mit denen der Künstler Shōun Genkei einen neuen rakan-Boom auslöste. Etwa die Hälfte der Statuen sind heute im versteckten Gohyaku Rakan-ji in Meguro, Tokyo zu sehen, doch stellte das gesamte Ensemble einst eine Hauptsehenswürdigkeit der Stadt Edo dar.

Shōun Genkei Rakan
Scap shinto.jpg SCAP Reforms of Shintō

SCAP Reforms of Shintō

Propagandaplakat. Nach 1945
Bildquelle: The Objective Standard. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Plakat mit den wichtigsten Reformen zur Abschaffung des Staatsshintō im Sinne der Shintō Direktive (1946) durch die (amerikanische) Führung der Alliierten Kräfte (SCAP). Das Bild kontrastiert einen Shintō Priester, der als Marionette von Militär und Kapital dargestellt wird, mit einer friedlichen Menschenmenge in einem Schrein (Nikkō). Hinter einem zerbombten Haus ist als Symbol der Toleranz gegen fremde Religionen ein Kreuz zu sehen.

SCAP Reforms of Shintō
Sayohime.jpg Sayohime

Sayohime

Buchillustration (Papier, Tusche). Edo-Zeit; aus Sayohime bōfuseki
Bild © National Diet Library. (Letzter Zugriff: 2017/2/2)

Matsura Sayohime rezitiert auf dem Opferplatz das Lotos-Sutra für die Schlangengottheit. In dieser Version wird die Schlange von einem Helden getötet.

Sayohime
Sayohime hiroshige.jpg Sayohime nimmt Abschied

Sayohime nimmt Abschied

Farbholzschnitt von Utagawa Hiroshige. Edo-Zeit; aus der Serie Honchō rekinen zue (Illustrierte Chronologie Japans), Bild 10, um 1850
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2017/4/20)

Das Bild zeigt die u.a. im Manyōshū besungene Legende der Sayohime aus Kyūshū, die ihrem Mann, der 562 nach Korea in den Krieg zog, beim Abschied so lange nachwinkte, bis sie sich in Stein verwandelte.

Utagawa Hiroshige Sayohime nimmt Abschied
Sayohime 1.jpg Sayohime und die Riesenschlange

Sayohime und die Riesenschlange

Buchmalerei, nara-ehon (Farbe und Goldtusche auf Papier). Edo-Zeit, 17. Jh.; aus Nare ehon Sayohime; 23,5 x 17,5 cm
Bild © Museum Angewandte Kunst Frankfurt, Foto: Ute Kunze. (Letzter Zugriff: 2017/2/7)
Sammlung Voretzsch, #12784

Matsura Sayohime, die sich selbst einem Menschenhändler verkauft hat, wird einer Schlangengottheit als Opfer dargebracht. Durch Rezitation des Lotos Sutras wird die Schlange bekehrt und das Mädchen gerettet. Die Legende wurde in der vorliegenden Version wahrscheinlich in der Muromachi-Zeit verschriftlicht, ist aber in der Heian-Zeit, also in grauer Vorzeit, angesiedelt.

Sayohime und die Riesenschlange
Sayohime 2.jpg Sayohimes Ritt auf der Riesenschlange

Sayohimes Ritt auf der Riesenschlange

Buchmalerei, nara-ehon (Farbe und Goldtusche auf Papier). Edo-Zeit, 17. Jh.; aus Nare ehon Sayohime; 23,5 x 17,5 cm
Bild © Museum Angewandte Kunst Frankfurt, Foto: Ute Kunze. (Letzter Zugriff: 2017/2/7)
Sammlung Voretzsch, #12784

Matsura Sayohime, wird von einer Schlangengottheit, die sie zum Buddhismus bekehrt hat, auf wundersame Weise durch ganz Japan transportiert. Die Legende wurde in der vorliegenden Version wahrscheinlich in der Muromachi-Zeit verschriftlicht, ist aber in der Heian-Zeit, also in grauer Vorzeit, angesiedelt.

Sayohimes Ritt auf der Riesenschlange
Yasukuni displayroom tojo.jpg Schauraum des War Memorial Museums

Schauraum des War Memorial Museums

Yasukuni Schrein
Bild © Yamamoto Munesuke, 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Bilder von im Schrein vergöttlichten Soldaten. Im Vordergrund rechts Tōjō Hideki, der während der meisten Zeit des Pazifischen Krieges (1941–44) Heerführer und Premierminister in Personalunion war und nach dem Krieg als Kriegsverbrecher der Obersten Klasse hingerichtet wurde.

Schauraum des War Memorial Museums
Nanbanbune2.jpg Schiff der Südlichen Barbaren

Schiff der Südlichen Barbaren (nanban-bune)

Wandschirm, byōbu, Detail. Edo-Zeit, frühes 17. Jh.; 169 × 363 cm
Bild © Rijksmuseum, Amsterdam (AK-RAK-1968-1-A). (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Wandschirm mit europäischen „Barbaren“ (nanban). Kurz vor der Vertreibung der Europäer aus Japan zogen diese großes Interesse auf sich. An Bord des Schiffes sind europäisch-hellhäutige und dunkelhäutige (indische?) Personen zu sehen. Die dunkelhäutigen sind Diener und Matrosen.

Schiff der Südlichen Barbaren
Yukidaruma.jpg Schnee-Daruma

Schnee-Daruma

Farbholzschnitt, nishiki-e (Papier, Tusche, Farbe) von Utagawa Hirokage; aus der Serie Edo meisho dôke zukushi (Missgeschicke an berühmten Orten Edos), 1859
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/8)
William Sturgis Bigelow Collection

Das Bild trägt den Titel „Schnee vor den Speicherhallen [der Daimyō]“. Ein Diener hat seine Einkäufe, Fisch und Zwiebel, auf einen frisch errichteten yuki-daruma, einen Schnee-Daruma, gelegt, um sich sein Schuhwerk (geta) zu richten, doch ein Hund ist im Begriff, diese zu stehlen. Yuki-daruma ist noch heute die gängige japanische Bezeichnung für „Schneemann“.

Utagawa Hirokage Schnee-Daruma
Gospieler yomeimon.jpg Schnitzwerk des Yōmei-mon

Schnitzwerk des Yōmei-mon

Zwei Go-Spieler, Schnitzwerk des Yōmei-mon in der Schreinanlage von Nikkō

Schnitzwerk des Yōmei-mon
Guji iwashimizu.jpg Schrein-Priester

Schrein-Priester

Iwashimizu Hachiman-gū, Iwata-shi, Kyōto
Bild © Bernhard Scheid, 2013/10/6. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Führender Priester (gūji) des Iwashimizu Hachiman Schreins in priesterlicher Alltagskleidung.

Schrein-Priester
Miko heianjingu barthe.jpg Schreindienerin

Schreindienerin (miko)

Heian-Schrein, Kyōto
Bild © Alain Barthe, 1997. (Letzter Zugriff: 2016/1)

Im Hintergrund der miko befinden sich o-mikuji auf den Zweigen künstlich angelegter Büsche.

Schreindienerin
Miko kamigamo.jpg Schreindienerin

Schreindienerin

Miko; Kamigamo Schrein, Kyōto
Bild © Sou, flickr, 2010. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Schreindienerin (miko) im priesterlichen Alltagsgewand.

Schreindienerin
Seshin.jpg Seshin (Vasubandhu)

Seshin (Vasubandhu)

Skulptur, rakan (Holz, bemalt) von Unkei (1150?–1223). Kamakura-Zeit, 1208; „Nationalschatz“; Kōfuku-ji, Nara; Höhe: 186cm

Vasubandhu, ein buddhistischer Philosoph des 4. Jhs., gilt zusammen mit seinem Halbbruder Asangha als Begründer der Yogacara Schule, aus der die jap. Hossō Schule hervorging. Die Statuen beider Heiliger wurden von Unkei für den Kōfuku-ji in Nara, der dieser Richtung angehörte, geschaffen.

Unkei Seshin (Vasubandhu)
Shikokupilgrims.jpg Shikoku Pilger

Shikoku Pilger

Bild © Mainichi Shinbun

Pilger auf dem berühmten Pilgerweg von Shikoku (Shikoku hachijū hakkasho).

Shikoku Pilger
Siebold shingon monk.jpg Shingon Mönch

Shingon Mönch

Buchillustration (Lithographie); aus der Serie Nippon: Archiv zur Beschreibung von Japan Band 16, Neuauflage Tōkyō 1926, 1833–51
Bild © Digital Archive, Kyūshū University Museum. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Shingon-Mönch mit Pilgerstab und Pilgerhut. Die Abbildung geht möglicherweise auf ein Original von Kawahara Keiga oder Carel de Villeneuve zurück. Beide standen als Zeichner in den Diensten von Philipp Franz von Siebold (1796–1866) auf seiner Japanreise 1826–28.

Shingon Mönch
Monk koya.jpg Shingon-Mönch

Shingon-Mönch

Bild © Wada Yoshio, 2003. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Junger Shingon-Mönch (Berg Kōya)

Shingon-Mönch
Monks koya wada.jpg Shingon-Mönche

Shingon-Mönche

Bild © Wada Yoshio, 2003. (Letzter Zugriff: 2015/8/29)

Shingon-Mönche mit einfärbigem kesa (Berg Kōya)

Shingon-Mönche
Ema hachimangu.jpg Shintō-Priester

Shintō-Priester

Tsurugaoka Hachiman Schrein, Kamakura
Bild © Angus McIntyre, 1998. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Junge Priester entfernen ema-Täfelchen nach einem besucherreichen Tag.

Shintō-Priester
Asket ingakyo.jpg Siddhārtha begegnet einem Asketen

Siddhārtha begegnet einem Asketen

Querbildrolle (Papier, bemalt), Detail. Nara-Zeit, 8. Jh.; aus Kako genzai e-inga-kyô; 26,4 x 115,9cm
Bild © Nara National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Prinz Siddhartha, der zukünftige Buddha, verlässt den Palast seines Vaters und begegnet einem Asketen. Zuvor hat er erstmals einen Alten, einen Kranken und einen Toten gesehen und verstanden, das alle irdische Existenz auf Leid hinausläuft. Er beschließt nun, selbst Asket zu werden. Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der Buddha-Vita aus der der Nara-Zeit.

Siddhārtha begegnet einem Asketen
07pferd.jpg Soga Gorō (auf Pferd)

Soga Gorō (auf Pferd)

Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861); aus der Serie Buyū mitate jūnishi (Die Zwölf Tierkreiszeichen als Helden), 1840
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2014/1)

Ein entschlossener Held auf einem kraftvollen, sich aufbäumenden Pferd (uma): Im Wissen um die Aussichtslosigkeit seines Unterfangens macht sich Soga Gorō, der jüngere der beiden unglücklichen Soga-Brüder, auf, um den Tod seines Vaters zu rächen. Seine Rache gilt dem ersten Minomoto Shōgung Minamoto no Yoritomo (1146–1199) und wird scheitern. Doch selbst Yoritomo ist beeindruckt von der kindlichen Pietät der jugendlichen Helden. Das Motiv hängt eng mit dem vorigen Bild der gleichen Serie zusammen, auf dem Nitta zu sehen ist, der den älteren Soga Bruder im Auftrag Yoritomos zur Strecke brachte.

Utagawa Kuniyoshi Soga Gorō (auf Pferd)
Mokoshurai ekotoba1.jpg Suenaga's tollkühner Angriff

Suenaga's tollkühner Angriff

Querbildrolle, emakimono. Kamakura-Zeit, 13. Jh.; aus der Serie Mōkō shūrai ekotoba
Bild © Scrolls of the Mongol Invasions of Japan. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Die Angriffe der Mongolen auf Japan, die Götterwinde (kamikaze) und die Bedeutung der Religion im Krieg; in Auftrag gegeben von Takezaki Suenaga.

Suenaga's tollkühner Angriff
Ameyadori.jpg Suhara (Reisende im Regen)

Suhara (Reisende im Regen)

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Hiroshige (1797–1858). Edo-Zeit; aus der Serie Kisokaidō rokujūkyū tsugi no uchi (Die 69 Stationen des Kisokaidō), Blatt 40, 1835–38; 22,7 x 35,3 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

In Suhara, einem Ort an der Inlandsroute zwischen Edo und Kyōto (dem Kisokaidō), werden Reisende von einem plötzlichen Sommergewitter überrascht. Unter dem Dach eines kleinen Tempels hat auch eine Gruppe Pilger Unterschlupf gefunden. Ein Pilger nützt die Gelegenheit, um eine Botschaft an einen Pfosten zu pinseln — wahrscheinlich seinen Namen, ähnlich wie es heutige Pilger mit Hilfe einer „Visitenkarte“ (osame-fuda, nōsatsu) tun. Die Figur mit dem korbartigen Hut ist ein komusō, ein flötenspielender Bettelmönch, und gehört nicht zur Pilgergruppe. Zwei Bauern kommen herbeigelaufen, während im Hintergrund ein Reiter und sein Diener ihre Reise trotz des Regens fortsetzen. Das Motiv der vom Regen überraschten Reisenden findet sich häufig in den Motiven der ukiyo-e Künstler. Für dieses Bild Hiroshiges gibt es ein unmittelbares Vorbild in der Bildersammlung Itchō gafū von Suzuki Rinshō (1732-1803), wo ebenfalls ein Pilger mit Reiseschreibgerät dargestellt ist.

Utagawa Hiroshige Suhara (Reisende im Regen)
Tanuki takeda kuniyoshi.jpg Takeda Katsuchiyomaru und ein tanuki

Takeda Katsuchiyomaru und ein tanuki

Farbholzschnitt, tanuki (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861). 1825–30; 39 x 26,3 cm
Bild © Freer/Sackler, The Smithonian Museums of Art. (Letzter Zugriff: 2018/2/19)
Anne van Biema Collection

Der jugendliche Takeda Shingen (1521–1573; Kindheitsnamen: Katsuchiyomaru), einer der berühmtesten japanischen Feldherren, erprobt seine Kräfte in einem Kampf mit einem feindseligen tanuki.

Utagawa Kuniyoshi Takeda Katsuchiyomaru und ein tanuki
Tamamo yoshiiku1864.jpg Tamamo no Mae

Tamamo no Mae

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Ochiai Yoshiiku (1833–1904), Detail. 1864; aus der Serie Imayō nazorae Genji (Neue Nachbilder des Genji monogatari)
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Zunächst gelingt es Tamamo dank ihrer Zauberkünste die Pfeile der Verfolger an sich abprallen zu lassen.

Ochiai Yoshiiku Tamamo no Mae
Tamamo kaibutsugahon.jpg Tamamo no Mae

Tamamo no Mae

Buchillustration (Papier, Farbe). Edo-Zeit; aus Kaibutsu gahon (Gespenster-Bilderbuch)
Bild © Kinsei fūzoku zue database. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Tamamo no Mae, die Hofdame, die in Wirklichkeit ein neunschwänziger Fuchs ist.

Tamamo no Mae
Ososhiki itami.jpg The Funeral

The Funeral (osōshiki)

Filmplakat. 1984
Bild © Ray Sawhill. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Osōshiki aus dem Jahr 1984 war Itami Juzo's Durchbruch als Regisseur gesellschaftlicher Satiren. Er schildert die Nöte eines modernen, Karriere-orientierten Filmemachers mit den traditionellen Erfordernissen eines Begräbnisses. Am Beginn des Films stirbt der Schwiegervater des Helden unerwartet an einem Herzinfarkt. Der Rest des Films erzählt in episodenhafter Form, was sich in den drei Tagen der Begräbnisfeier im Hause des Verstorbenen abspielt. Er konfrontiert das moderne Berufsleben mit alten Bräuchen, Jugend mit Alter, den Ehrgeiz, alles richtig zu machen, mit wahrer Betroffenheit angesichts des Todes. Obwohl voll von absurder Komik und schwarzem Humor werden die Umstände eines Begräbnisses doch sehr genau und realistisch dargestellt.

The Funeral Das Begräbnis
Torana detail.jpg Torana

Torana

Tor (Stein), Detail; Sanchi, Indien
Bild © Scott Weatherson, flickr 2009. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Die detailreichen Skulpturen auf diesem torana-Tor vor einem stupa in Sanchi stammen wahrscheinlich aus dem 1. Jh. u.Z.; dieser Dekor spricht dagegen, dass die indischen torana als Vorläufer der japanischen torii anzusehen sind.

Torana
Wedding2.jpg Traditionelles japanisches Hochzeitsbild

Traditionelles japanisches Hochzeitsbild

Bildquelle: Internet, vor 2004

Eine japanische Großfamilie beim Hochzeitsfoto in traditioneller Aufmachung. Braut und Bräutigam sind im Hochzeits-Kimono, auch die engsten Verwandten tragen zumeist Kimono, während die entfernteren Verwandten westlich gekleidet sind. Bemerkenswert ist das Mädchen im Vordergrund, das dem Photographen die Zunge zeigt.

Traditionelles japanisches Hochzeitsbild
Tamamo toyokuni3.jpg Tryptichon mit Tamamo no Mae und Yasunari

Tryptichon mit Tamamo no Mae und Yasunari

Holzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Kunisada. Edo-Zeit
Bild © Kinsei fūzoku zue database, Nichibunken, Kyōto. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Tamamo no Mae mit Yasunari, dessen Spiegel sie und ihre Fuchsarmee mit wahrem Gesicht zeigt (re), sowie dem Bogenschützen Miura-no-suke, der sie schließlich zur Strecke bringen wird.

Utagawa Kunisada Tryptichon mit Tamamo no Mae und Yasunari
Tsuno daishi.jpg Tsuno Daishi

Tsuno Daishi

Hängerollbild, oni (Seide, Gold, Farbe, Tusche). 19. Jh.; Völkerkundemuseum Zürich (Inv.-Nr. 19450); 84 x 27,9 cm
Bild © Tomoe Steineck, Martina Wernsdörfer, Raji Steineck, WegZeichen: Japanische Kult- und Pilgerbilder. Die Sammlung Wilfried Spinner (1854–1918). Zürich: VMZ (Ausstellungskatalog), Abb. 9

Seltene Darstellung des „Gehörnten Großmeisters“ (Tsuno Daishi) als „realistischer“ oni. Die Wunschperle auf seinem Kopf identifiziert ihn als menschenfreundliche Schutzgottheit.

Tsuno Daishi
Urashima hiroshige.jpg Urashima Tarō

Urashima Tarō

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Hiroshige (1797–1858). Edo-Zeit, um 1850; aus der Serie Honchō nenreki zue (Illustrierte Chronologie Japans); 22,2 x 34,7 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2017/6/22)

Geschichte des Urashima Tarō, illustriert von Utagawa Hiroshige. Der Künstler folgt hier der frühesten Fassung der Legende im Nihon shoki und interpretiert den Meerespalast, zu dem Urashima geführt wird, als Hōrai (auch tokoyo no kuni), die Insel der ewigen Jugend. Der eigentliche Bildtitel lautet daher: „Die Schildkröte geleitet den Jüngling nach Hōrai“ (kame rō wo tomonaite Horai ni hairu). Dem Nihon shoki entsprechend wird die Begebenheit auf das Jahr 22 der Regierung des Yūryaku Tennō (478 u.Z.) datiert. Die entsprechende Legende von seinem Verschwinden für dreihundert Jahre, die er selbst nur als drei Jahre erlebte, ist im letzten Textabschnitt des Farbholzschnitts festgehalten.

Utagawa Hiroshige Urashima Tarō
Hiroshige asakusa fischer.jpg Ursprung der Kannon-Statue von Asakusa

Ursprung der Kannon-Statue von Asakusa

Farbholzschnitt, nishiki-e (Papier Farbe) von Utagawa Hiroshige; aus der Serie Tōto kyūseki zukushi (Alle historischen Stätten der Östlichen Hauptstadt), um 1845
Bild © National Diet Library, Tōkyō. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Drei Fischer entdecken eine Kannon-Statue in ihren Netzen. Laut Gründungslegende des Asakusa-Tempels soll sich dieses wundersame Ereignis im Jahr 628 im nahe des Tempels gelegenen Fluss Sumidagawa zugetragen haben.

Utagawa Hiroshige Ursprung der Kannon-Statue von Asakusa
Miko kasuga.jpg Verkauf von Glücksbringern

Verkauf von Glücksbringern

Kasuga-Schrein, Nara
Bild © Brian Mcmorrow, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Schreinpriesterinnen beim Verkauf von Glücksbringern (o-mikuji) am Kasuga Taisha.

Verkauf von Glücksbringern
Borobudur verfuehrung.jpg Versuchungen des meditierenden Buddha

Versuchungen des meditierenden Buddha

Relief (Stein), Detail. 9. Jh.; Borobudur, Java
Bild © The Life of the Buddha (Lalitavistara) from Borobudur, Bhante Anandajoti. (Letzter Zugriff: 2016/10/9)

Während seiner Meditation versuchen die Töchter des dämonischen Mara, den zukünftigen Buddha zu verführen und so von seinem Erlösungsweg abzubringen. Wandrelief aus Borobudur.

Versuchungen des meditierenden Buddha
Moench schirm.jpg Warten auf den Boss

Warten auf den Boss

Berg Takao, Tōkyō
Bild © Dale Robinson, flickr, 2004. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Shingon-Mönch mit Schirm vor einer feierlichen Zeremonie.

Warten auf den Boss
Yomeimon waechter.jpg Wächterfigur

Wächterfigur

Statue (Holz, Farbe); Tōshō-gū, Nikkō

Einer von zwei anonymen Wächterfiguren, welche das Yōmei-mon, den Eingang zu Ieyasus Mausoleum bewachen.

Wächterfigur
Nichirenpriests.jpg Würdenträger Nichiren Buddhismus

Würdenträger Nichiren Buddhismus

1996; Nippon-ji, Chiba-ken
Bild © Michael Thaler, Blog. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Hochrangiger Würdenträger des Nichiren-Buddhismus mit Begleitern. In den Händen hält er eine buddhistische Gebetskette (juzu) und ein hossu, eine Art „Fliegenwedel“.

Würdenträger Nichiren Buddhismus
Yaegakihime.jpg Yaegaki-hime

Yaegaki-hime

Farbholzschnitt (Papier) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861). Edo-Zeit, 1852, Kisokaidō rokujūkyū tsugi no uchi (69 Stationen des Kiso Kaidō); 35,2 x 24,5 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/8/8)

Die Kabuki-Heldin Yaegaki-hime mit dem heiligen Helm der Takeda, der mit Fuchsmagie ausgestattet ist. Füchse helfen ihr, den schweren Helm zu tragen.

Utagawa Kuniyoshi Yaegaki-hime
Abbot daitokuji.jpg Zen Mönch

Zen Mönch

Bild © Foundation J.-E. Berger, („Japan/Daitokuji“). (Letzter Zugriff: 2014/8/5)

Abt des Zen-Tempels Daitoku-ji (Kyōto) mit taschenförmigem gojō-gesa.

Zen Mönch
Zen monk.jpg Zen-Mönch

Zen-Mönch

Bild © Frantisek Staud, 1998. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Zen-Mönch im klassischen, grau-schwarzen Habit

Zen-Mönch
Gangoji engi 2.jpg Zerstörung der ersten Tempel

Zerstörung der ersten Tempel

Querbildrolle, emaki (Papier, bemalt), Detail. 1661; aus Gangō-ji engi (Chronik des Gangō-ji)
Bild © Staatsbibliothek zu Berlin. (Letzter Zugriff: 2016/10/8)

Die ersten japanischen Tempel in der Zeit des Bidatsu Tennō (685) werden aus Furcht vor der Bestrafung durch die kami wieder zerstört. Illustration einer Kopie des Gangō-ji engi aus der frühen Edo-Zeit.

Zerstörung der ersten Tempel
Two monks.jpg Zwei Mönche in Kamakura

Zwei Mönche in Kamakura

Bild © Takaku Masayuki, 2005. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)
Zwei Mönche in Kamakura
Kobutori4.jpg „Her mit der Beule!“

„Her mit der Beule!“

Buchillustration, oni (Krepp-Papier, Tusche, Farbe) von Kobayashi Eitaku, Detail. 1889; aus „The old man and the devils“; Verlag: Griffith (London), Hasegawa Takejiro (Tokyo); Übersetzer: James Curtis Hepburn
Bild © Open Library. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Die oni nehmen die Beule des Alten als Pfand (Szene aus Kobutori jīsan).

Kobayashi Eitaku „Her mit der Beule!“
Taimenzu2.jpg „Zusammentreffen im Traum“

„Zusammentreffen im Traum“ (muchū taimen zu)

Saitō Hikomaro. Edo-Zeit
Bild © Museum of Motoori Norinaga. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Das „Zusammentreffen im Traum“ zeigt die Begegnung der beiden bekanntesten Gelehrten der kokugaku, Motoori Norinaga (stehend) und Hirata Atsutane (Mitte links). Das Bild illustriert die Traumvision des Atsutane, der Norinaga in Wirklichkeit nie getroffen hatte, sich aber aufgrund seines Traums als sein Nachfolger betrachtete. Die Illustration des Traums stammt von Saitō Hikomaro (1768–1854), einem weiteren Kokugaku-Gelehrten.

Saitō Hikomaro „Zusammentreffen im Traum“
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Ikonographie
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„Person sonstige.“ In: Bernhard Scheid (Hg.), Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 14.8.2016). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Metalog:Bilder/Person_sonstige?oldid=65074