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Namen und Fachausdrücke: Japanisch, A–J
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462 Einträge
  • A

  • Abe no Seimei 安部清明
    921?–1005; Yin-Yang Meister des 10. Jh.s
  • Abe no Yasuna 安部保名
    Heian-zeitlicher Höfling und angebl. Vater des Abe no Seimei
  • Abe no Yasunari 安倍泰成
    fiktionale Persönlichkeit der Heian Zeit; Yin Yang-Meister
  • A-gyō 阿形
    Bez. für einen Typ von Wächtergottheit mit geöffnetem Mund; wtl. „A-Form“ (Figur, die ein „A“ ausspricht); Gegenstück von UN-gyō
  • Aizawa Seishisai 会沢正志斎
    1781–1863; Gelehrter der Mito Schule; wichtiger Vertreter der sonnō jōi-Ideologie
  • Aizen Myōō 愛染明王
    wtl. Mantra-König der Liebe
  • Aizu 会津
    Fürstentum im Norden der Kantō-Ebene, heute zum überwiegenden Teil auf dem Gebiet von Fukushima-ken
  • aka-e 赤絵
    „Rotbilder“; in rot gehaltene Bilder zur Abwehr der Pocken; rot gilt auch als Farbe der Dämonenabwehr (mayoke); unabhängig davon wurden auch Farbholzschnitte der Meiji-Zeit wegen ihrer hervorstechenden Rotfärbung als aka-e bezeichnet
  • Akechi Mitsuhide 明智光秀
    1526–1582; Kriegsherr des Spätmittelalters; General und Mörder Oda Nobunagas
  • akusō 悪僧
    Kriegermönch; wtl. „schlechter Mönch“
  • ama 海女
    Traditionelle, japanische Fischersfrau bzw. Perlentaucherin; ursprünglich bezog sich der Ausdruck ama 海士 auf sämtliche Fischer, wobei Männer in Booten fischten, während Frauen tauchten; im Laufe der Zeit wurde ama auf Frauen eingegrenzt und dem entsprechend 海女 („Meerfrau“) geschrieben
  • amagoi 雨乞い
    Regenmachen durch rituelles Gebet und Zauber
  • ama no jaku 天邪鬼
    buddhistischer Dämon, wtl. „böser Himmelsgeist“
  • Amaterasu 天照
    Sonnengottheit; Ahnherrin des Tennō-Geschlechts
  • ama-tsu-kami 天津神
    Götter des Himmels
  • Ame no Hohi 天穂日
    Himmelsgottheit, Sohn von Amaterasu oder Susanoo
  • Ame no Koyane 天児屋/天児屋根
    mytholog. Gottheit; Ahnengottheit der Fujiwara
  • Ame no Uzume 天鈿女/ 天宇受賣
    mythologische Gottheit, Ahnherrin des Theaters
  • Amida 阿弥陀
    Buddha Amitabha; Hauptbuddha der Schulen des Reinen Landes (Jōdo-shū bzw. Jōdo Shinshū)
  • Amida-kyō 阿弥陀経
    Kleines Amida Sutra
  • Amida Nyorai 阿弥陀如来
    Buddha Amitabha
  • Anahobe no Hashihito 穴穂部間人
     ?–622; Hauptfrau des Yōmei Tennō und Mutter von Shōtoku Taishi
  • Anraku-ji 安楽時
    ältester Zen-Tempel in der Präfektur Nagano, Gründung in der Kamakura-Zeit
  • aoi 青い
    blau
  • arahitogami 現人神
    (der Tennō als) Gottheit in menschlicher Gestalt
  • arakan 阿羅漢
    buddhistische Heilsgestalt; abgeleitet von skt. arhat (oder Arhant); Kurzfom: rakan
  • aramitama 荒魂
    wtl. rauer (wilder) Geist; gewalttätige Natur einer Gottheit (im Ggs. zu nigimitama, milder Geist)
  • Arima Harunobu 有馬晴信
    1561?–1612; christlicher Daimyō in Kyūshū
  • asagutsu 浅沓
    Zeremonielles Schuhwerk der Schreinpriester
  • Asahara Shōkō 麻原 彰晃
    1955– ; Führer der Aum-Sekte; als Drahtzieher des Tōkyōter Giftgasanschlags (1995) zum Tode verurteilt
  • Asakusa-dera 浅草寺
    Tempel in Tōkyō; offizielle (sino-jap.) Lesung: Sensō-ji
  • Asakusa Jinja 浅草神社
    Schutzschrein des Tempels von Asakusa (Sensō-ji) in Tōkyō
  • Ashikaga 足利
    Kriegerfamilie, die 1336 eine neue Herrschaftsdynastie begründete: Ashikaga Shōgunat, 1336–1573
  • Ashikaga Takauji 足利尊氏
    1305–1358; Feldherr, Staatsmann; regierte als erster Ashikaga Shōgun 1338–1358
  • Ashikaga Yoshimitsu 足利義満
    1358–1408, 3. Ashikaga-Shōgun, r. 1368–1394; besonderer Förderer des Zen und des Nō-Theaters; unter ihm endete das Schisma im Tennō-Haus (Nord-Süd Hof)
  • ashura 阿修羅
    kämpfende Geister, eine von sechs Formen der Wiedergeburt; skt. asura
  • Asuka 飛鳥
    Asuka Region im Süden des Yamato-Beckens (Nara), wo sich in der Frühzeit die Residenzen der Soga befanden; Asuka-Zeit (587–645 oder auch 587–710)
  • Asuka-dera 飛鳥寺
    erster historisch fassbarer Tempel Japans, gegr. 593 (Nihon shoki) von Soga no Umako; wurde unter anderem als Hōkō-ji (Tempel des beginnenden Dharmas) bezeichnet, später aber unter dem Namen Gangō-ji (Tempel des ursprünglichen Beginns) nach Nara verlegt; unter Asuka-dera versteht man heute den ursprünglichen Standort in der Asuka Region
  • Atsuta Jingū 熱田神宮
    wichtigster und ältester Schrein in Nagoya
  • Atsuta no Enneme 熱田縁采女
    auch En’uneme; Heldin einer Edo-zeitlichen Schlangenlegende
  • Awa Kenzō 阿波研造
    1880–1939; Meister des Bogenschießens (kyūdō)
  • Azuchi-Momoyama Jidai 安土桃山時代
    Zeit der Reichseinigung zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit, 1573–1600
  • Azuma kagami 吾妻鏡/ 東鑑
    historische Chronik (ca. 1300), die Ereignisse des Kamakura- Shōgunats verzeichnet
  • azusa
    Katalpe oder Trompetenbaum; oft auch Bezeichnung für Bögen (azusayumi) aus diesem Holz, die bei shamanistischen Seancen zum Einsatz kommen
  • azusa miko 梓神子
    Miko mit Katalpa-Bogen (azusa); Edo-zeitl. Bezeichnung für Geisterseherinnnen (itako)
  • B

  • bakemono 化け物
    Gespenst, Geist; wtl. verwandeltes Wesen
  • baku
    Baku, elefantenartiges legendäres Tier, das Träume frisst; auch:Tapir
  • bakufu 幕府
    wtl. „Zeltregierung“; Militärregierung, Shōgunat
  • bakumatsu 幕末
    Ende des Shōgunats, 1853–1867
  • bateren 伴天連
    christlicher Priester; Missionar
  • Bateren tsuihōrei 伴天連追放令
    Verordnung zur Vertreibung der christl. Missionare durch Tokugawa Ieyasu; 1613
  • Batō Kannon 馬頭観音
    Kannon mit dem Pferdekopf, eine zornvolle Manifestation Kannons
  • Benkei 弁慶
    legendärer Kriegermönch des Genpei-Krieges (?–1189)
  • Benten 弁天
    Glücksgöttin; Kurzform von Benzaiten
  • Benzaiten 弁才天/ 弁財天
    Glücksgöttin, Gottheit des Wassers, der Musik und der Beredsamkeit; skt. Sarasvati; auch: Benten
  • Bidatsu Tennō 敏達天皇
    538–585; 30. Tennō Japans (r. 572–585)
  • Binzuru 賓頭盧
    Skt. Pindola, ein Schüler Buddhas; auch: Bindora Baradaja (Pindola Bhāradvāja)
  • Birushana 毘盧遮那
    Buddha Vairocana; ältere jap. Namensform von Dainichi
  • Bishamon-ten 毘沙門天
    Himmelswächter des Nordens, Glücksgott; abgeleitet von einem indischen Gott des Reichtums, Vaishravana
  • biwa 琵琶
    japanische Kurzhalslaute mit vier oder fünf Saiten, wird mit einem großen Plektron angeschlagen
  • biwa hōshi 琵琶法師
    Spieler der Biwa-Laute in vormoderner Zeit, in der Regel blinde Mönche
  • Biwa-ko 琵琶湖
    Biwa-See; größter Süßwassersee Japans mit 3174 km², in der Präfektur Shiga gelegen; sein Name rührt der Legende nach von seiner Form her, die einer biwa — einer japanischen Laute — gleicht
  • Bon
    Bon-Fest (Ahnenfest); in der Alltagssprache meist O-bon
  • bon'odori 盆踊
    Bon-Tänze
  • bosatsu 菩薩
    Bodhisattva, buddhistische Heilsgestalt
  • Bōshin Sensō 戊辰戦争
    Bōshin-Krieg (1868–1869); Bürgerkrieg zwischen Tennō-Loyalisten und Shōgunatstruppen am Beginn der Meiji-Zeit. Bōshin bezeichnet das Jahr 1868
  • Budō 武道
    Oberbegriff für alle japanischen Kampfkünste; wtl. Weg des Krieges
  • buke 武家
    Kriegeradel; die führenden Kriegerklans
  • bukkyō 仏教
    Lehre des Buddha, Buddhismus
  • Bunbuku chagama 分福茶釜
    Märchen über einen tanuki der die Gestalt eines Teekessels annimmt, um sich von seinem Retter aus Dank verkaufen zu lassen
  • Bunji 文治
    japanische Ära-Bezeichnung; von 1185–1190
  • bunmei kaika 文明開化
    „Aufklärung und Öffnung“; Modernisierungs-Slogan des 19. Jh.s
  • Bunraku 文楽
    Traditionelle, japanische Form des Puppentheaters, 1684 in Ōsaka entstanden; viele Stücke des Kabuki wurden ursprünglich für Bunraku geschrieben
  • bushi 武士
    Krieger, Samurai
  • Bushidō 武士道
    Verhaltenskodex bzw. Philosophie des japanischen Militäradels; wtl. Der Weg des Kriegers
  • butsudan 仏壇
    buddh. Hausaltar
  • Butsuzō zui 仏像図彙
    buddh. Bildenzyklopädie von Tosa Hidenobu, 1783.
  • Byakue Kannon 白衣観音
    Kannon im weißen Gewand
  • C

  • chigi 千木
    ornamentale Dachsparren
  • chiken-in 智拳印
    Mudrā der Weisheitsfaust
  • Chikubushima 竹生島
    kleine Insel im nördlichen Biwa-See in Nagahama, Präf. Shiga
  • chinkonsai 鎮魂祭
    Zeremonie zur Beruhigung der Totengeister
  • chi no ike 血の池
    Blutsee
  • chinowa 茅の輪
    wtl. Ring aus Schilfgras; Schilfgraskranz zur rituellen Reinigung
  • chinowa kuguri 茅の輪くぐり
    Ritual, bei welchem man mehrmals durch einen Schilfgraskranz steigt, um Körper und Seele von Unreinheit und Krankheit zu befreien; wtl. Durchschreiten des Schilfgraskranzes
  • Chion-in 知恩院
    Haupttempel des Jōdo Buddhismus in Kyōto, err. 1234
  • Chokugo engi 勅語衍義
    „Kommentar zum Kaiserlichen Erziehungserlass“; Traktat von Inoue Tetsujirō, 1891
  • Chōgen 重源
    1121–1206; Mönch der Shingon-shū, bekannt für die Wiedererrichtung des Tōdaiji
  • Chōshū 長州
    auch Nagato; alte Provinz im Westen von Japans Hauptinsel Honshū, heute Teil von Yamaguchi-ken.
  • chūin 中陰
    wtl. mittlere Dunkelheit; Totenwelt; Übergangsperiode zwischen zwei Phasen der Wiedergeburt; im engeren Sinne: sieben mal sieben Tage nach dem Tod
  • chūsei 中世
    japanisches Mittelalter, ca. 12.–16. Jh.
  • D

  • Daian-ji 大安寺
    Buddhistischer Tempel in Nara, err. 729, geht auf ältere Vorgänger zurück
  • Daibutsu 大仏
    Großer Buddha; monumentale Buddha Statue
  • Daigo-ji 醍醐寺
    Buddhistischer Tempel in Kyōto
  • Daigo Tennō 醍醐天皇
    60. Kaiser Japans, 885–930, r. 897–930.
  • Daiitoku Myōō 大威徳明王
    skt. Yamantaka, einer der Fünf Großen Myōō
  • daijō bukkyō 大乗仏教
    Mahayana Buddhismus, wtl. „Lehre des Großen Fahrzeugs“
  • Daijō-kan 太政官
    oberstes Regierungsamt der Nara- und Heian-Zeit
  • Daikoku 大黒
    Glücksgott; skt. Mahakala = „Großer Schwarzer“; auch Daikoku-ten
  • daimoku 題目
    wtl. „Titel [des Lotos Sutras]“; Gebetspraxis des Nichiren Buddhismus
  • dai-monji 大文字
    Das Zeichen „Groß“, das beim Bon-Fest in Kyōto mit Feuer gebildet wird
  • Daimyō 大名
    Territorialfürst, Titel des Kriegeradels
  • Daimyōjin 大明神
    kami-Titel, wtl. Große Leuchtende Gottheit
  • Dainichi 大日
    Buddha Vairocana, der „kosmische Buddha“; wtl. „Großes Licht“ oder „Große Sonne“
  • Dainichi-kyō 大日経
    Dainichi Sutra; wichtiger Text des esoterischen Buddhismus; früheste bekannte Version aus China, 8. Jh.
  • Dainichi-kyō sho 大日経疏
    Kommentar zum Dainichi-kyō erstellt zwischen 724 und 727 von Yixing (683–727); T1796
  • Dainichi Nyorai 大日如来
    Buddha Vairocana, der „kosmische Buddha“; wtl. „Großes Licht“ oder „Große Sonne“
  • Dainihonkoku hokke genki 大日本国法華験記
    „Berichte von den Wundern des Lotos Sutras im Großen Reich Japan“; buddh. Legendensammlung (setsuwa) von Chingen 鎮源, 11. Jh.; behandelt in erster Linie Hagiographien
  • Dai Nihon-shi 大日本史
    Gesamtdarstellung der japanischen Geschichte bis 1392 in 397 Bänden, verfasst zw. 1657 und 1906
  • Daisen Kofun 大仙古墳
    Größtes Hügelgrab Japans in Sakai, Ōsaka, Nintoku Tennō zugeschrieben
  • Dakini 荼枳尼
    weibl. buddhist. Schutzgottheit, identifiziert mit Inari; skt. Dākinī; auch: menschenfressende Dämonin
  • dan
    „Stufe“, „Rang“; Bezeichnung der Fortgeschrittenen- bzw. Meistergrade in den Kampfsportarten, Budō
  • danka seido 檀家制度
    System zur Führung von Familienregistern durch örtliche Tempel; siehe auch terauke seido
  • danna 旦那
    Gönner, Patron (eines Tempels) oder auch ein Mann, der für die Lebenskosten einer Frau aufkommt (z.B. für eine Geisha)
  • Daruma 達磨
    Spitzname des Mönchs Bodhidharma; Bezeichnung der daruma-Puppe als Glücksbringer
  • daruma だるま
    Glücksbringer aus Pappmaché, der dem Zen-Patriarchen Daruma (skt. Bodhidharma) nachempfunden ist
  • dashi 山車
    Prozessionswagen bei Schreinfesten
  • Date Masamune 伊達政宗
    1567–1636; Kriegsherr und mächtiger Landesfürst (Daimyō) in Nord-Japan zur Zeit der japanischen Reichseinigung
  • Datsueba 奪衣婆
    wtl. die Alte, die die Kleider wegnimmt; Dämonin des Totenreichs
  • Dazaifu 太宰府
    Stadt in Nord-Kyūshū, südöstlich der Stadt Fukuoka
  • Dazaifu Tenman-gū 大宰府天満宮
    Dazaifu Tenman Schrein (Kyūshū), einer der beiden Hauptschreine für Sugawara no Michizane, gegr. 919
  • Deguchi Nao 出口なお
    1837–1918; Gründerin der Shintō-nahen Neureligion Ōmoto
  • Dejima 出島
    künstliche Insel in der Bucht von Nagasaki; während der Edo-Zeit war hier der einzige europäische Handelsstützpunkt
  • Dengyō Daishi 伝教大師
    Ehrentitel des Mönchs Saichō
  • Dentō 伝燈
    wtl. „Übertragen der Lampe“; Weiterführen der Lehre [eines buddhistischen Meisters]; wurde 860 zu einem Ehrentitel in vier (später fünf) Abstufungen; implizierte eine Auszeichnung für Mönche außerhalb der staatlichen Mönchsverwaltung (sōgō), die sich um die Ausbreitung der buddhistischen Lehre verdient gemacht hatten

  • Weg, Lehre, im erweiterten Sinne auch „Religion“; s.a. Dōkyō (Daoismus)
  • Dōgen 道元
    s. Dōgen Kigen
  • Dōgen Kigen 道元希玄
    1200–1253; Begründer des Sōtō Zen; auch Eihei Dōgen.
  • dōji 童子
    wtl. Knabe; oft Begleiterfigur („Page“) einer buddhistischen Gestalt, manchmal auch „böser Knabe“ = Dämon (z.B. → Shuten Dōji)
  • Dōjō-ji 道成寺
    Tendai-Tempel in der Präfektur Wakayama, südl. von Nara, der seine Gründung bis ins Jahr 701 zurückführt; neben zahlreichen Kunstschätzen berühmt für die Legende der Kiyo-hime, die sich hier ereignet haben soll.
  • Dōkyō 道鏡
     ?–772; Nara-zeitl. Mönch; buddhistischer Staatsmann
  • Dōkyō 道教
    Daoismus, wtl. Lehre des Weges, chin. Daojiao; philosophisch-rel. Strömung Chinas; s.a.
  • dōsojin 道祖神
    Wegegott, auch sae no kami; volksrel. Figuren, manchmal in phallischer Form
  • Doyōsei 土曜星
    wtl. Erdplanet, Saturn
  • E

  • Ebisu 恵比寿
    Glücksgott der Händler und Fischer; andere Schreibung: 夷 oder 戎; Grundbedeutung wahrscheinlich „Fremder“ oder „Barbar“
  • ebisu kaki 夷かき
    Bezeichnung für Schau­steller, die früher vom Nishinomiya Jinja aus mit Puppen durch die Lande zogen
  • Ebisu Saburō 夷三郎
    Beiname des Glücksgottes Ebisu
  • eboshi 烏帽子
    von Priestern in einfacher Robe getragene Kopfbedeckung; aus schwarz gelacktem Papier
  • Edo 江戸
    Sitz der Tokugawa Shōgune, 1600–1867 (= Edo-Zeit); heute: Tōkyō
  • Ehon sankoku yōfuden 繪本三國妖婦傳
    „Bilderbuch der Gespensterfrauen aus Drei Ländern“; illustrierter Roman von Takai Ranzan
  • eirei 英霊
    „Heldenseele“; bezeichnet v.a. die im Yasukuni Schrein verehrten Kriegshelden
  • Eizon 叡尊
    1201–1290; Shingon-Mönch; Abt des Saidai-ji in Nara
  • ema 絵馬
    Votivbild; wtl. Bild-Pferd
  • Emishi 蝦夷
    Volksgruppe im Nordwesten Japans, die im Laufe des japanischen Altertums aus Honshū verdrängt bzw. unterworfen und assimiliert wurde; die Zeichen werden auch Ezo oder Ebisu gelesen
  • Enbudai 閻浮提
    skt. Jambudvipa. Kontinent der irdischen Welt in der trad. indischen Kosmologie. Im Buddhismus Kontinent südlich des Weltenbergs Sumeru
  • engi 縁起
    Tempel- oder Schrein-Chronik
  • engimono 縁起物
    Glücksbringer
  • Engishiki 延喜式
    „Bestimmungen der Engi Ära“; Gesetzeswerk mit zahlreichen religionspol. Bestimmungen, v.a. zum Schreinzeremoniell, aus dem 10. Jh.
  • Enma 閻魔
    skt. Yama; König oder Richter der Unterwelt; auch Enra; meist als Enma-ten oder Enma-ō angesprochen
  • enmusubi no kami 縁結びの神
    wtl. „Gottheit, die Verbindungen knüpft“; Gottheit für Verliebte, japanischer Amor
  • Ennin 円仁
    794–864; Mönch des Tendai Buddhismus, Schüler Saichōs
  • En no Gyōja 役行者
    Legendärer Begründer des Shugendō (um 700); auch: En no Ozunu/Ozuno
  • En no Ozuno 役小角
    Asket des Altertums, auch En no Ozunu; besser bekannt als En no Gyōja
  • Enoshima 江ノ島
    Schreininsel; rel. Zentrum nahe Kamakura
  • Enryaku-ji 延暦寺
    Haupttempel des Hiei Klosterbergs
  • Entsū-ji 円通寺
    Sōtō-zen Tempel in Mutsu, Präf. Aomori, zuständig für das nahe gelegene religiöse Zentrum Osore-zan („Angst-Berg“)
  • F

  • Fudaraku 補陀落
    paradisische Insel des Kannon (Avalokiteshvara), abgeleitet von skt. Potalaka
  • Fudaraku tokai 補陀落渡海
    „Überfahrt nach Fudaraku“ (Paradies des Bodhisattva Kannon); buddhistische Form des rituellen Selbstmords
  • fudoki 風土記
    Lokalchronik
  • Fudō Myōō 不動明王
    prominentester japanischer Myōō (Mantra-König), wtl. „der Unbewegliche“
  • Fugen 普賢
    Bodhisattva Samantabhadra; Begleiter des Shaka Nyorai
  • Fugen Bosatsu 普賢菩薩
    Bodhisattva Samantabhadra; Begleiter des Shaka Nyorai
  • Fuji-san 富士山
    Berg Fuji (3776 m), der höchste Berg Japans (fälschlich auch als Fuji-yama bezeichnet)
  • Fujita Tōko 藤田東湖
    1806–1855; Gelehrter der Mito-Schule
  • Fujiwara 藤原
    mächtigste Adelsfamilie im jap. Altertum
  • Fujiwara no Hirotsugu 藤原広嗣
     ?–740; Adeliger aus dem Haus der Fujiwara, der 740 die größte Rebellion des 8. Jahrhunderts anführte
  • Fujiwara no Michinori 藤原 通憲
    1106–1160; Staatsmann und wichtiger Verbündeter des Taira no Kiyomori in der Heiji-Rebellion (1159–1160); auch bekannt als Shinzei 信西
  • Fujiwara no Nakamaro 藤原仲麻呂
    706–764; Staatsmann, Kanzler in der Nara-Zeit; Eigenname Emi no Oshikatsu
  • Fujiwara no Senshi 藤原詮子
    962-1002; Mutter des Ichijō Tennō; Nonnenweihe 991
  • Fujiwara no Tokihira 藤原 時平
    871–909; japanischer Staatsman, Hofbeamter und Politiker der Heian-Zeit
  • Fujiwara no Yasuhira 藤原 泰衡
    1155–1189; Oberhaupt des Fujiwara-Clans in der Zeit des Genpei-Krieges
  • Fujiwara no Yoshifusa 藤原良房
    804–872; Staatsmann, Begründer der Fujiwara-Hagemonie
  • Fujiwara Seika 藤原惺窩
    1561–1619; Gelehrter und Philosoph des Neo-Konfuzianismus
  • Fujiwara Tetsuzō 藤原 銕造
    1876–1966; Töpfermeister in Shigaraki
  • Fujufuse-ha 不受不施派
    Edo-zeitl. Fraktion des Nichiren Buddhismus, die Andersgläubigen gegenüber „weder nehmen noch geben“ (fujifuse) wollte. Ähnlich wie die japanischen Christen stand auch die Fujufuse-ha auf der Liste verbotener Religionen der Edo-Zeit.
  • Fukami Tōshū 深見東州
    * 1951; Gründer der Shintō-nahen Neureligion WorldMate; auch bekannt als Handa Haruhisa und Fukami Seizan
  • fukko shintō 復古神道
    „Restauration des antiken Shintō“; Restaurations-Shintō
  • fukoku kyōhei 富国強兵
    „reiches Land, starkes Heer“; politischer Slogan des 19. Jh.s
  • Fukuba Bisei 福羽美静
    1831–1907; Gelehrter und Vasall des Daimyō von Tsuwano; nach 1868 führende Ämter in der Administration von Shintō Schreinen; Universitätsgründer
  • Fukurokuju 福禄寿
    Glücksgott, Gott des Langen Lebens
  • fumie 踏み絵
    „Bildertreten“; Zwangsmaßnahme zur Entlarvung von Christen
  • fundoshi
    traditionelle, japanische Unterwäsche für Männer
  • funzōe 糞掃衣
    Bezeichnung für das kesa im Zen-Buddhismus; wtl. in etwa „Kloputzfetzen“
  • furigana 振り仮名
    Lesehilfe für Kanji in Silbenschrift (kana)
  • Fushimi Inari Taisha 伏見稲荷大社
    Großschrein der Gottheit Inari in Fushimi, im Süden Kyōtos
  • Fusō ryakki 扶桑略記
    Geschichtswerk aus der späten Heian-Zeit mit Schwerpunkt auf dem jap. Buddhismus, das allg. als sehr zuverlässig eingestuft wird, obwohl Autor und genaue Umstände der Entstehung umstritten sind.
  • Futami Okitama Jinja 二見興玉神社
    Schrein in der Bucht von Ise, nahe dem Ise Jingū, v.a. für seine pittoresken „vermählten Felsen“ (meoto-iwa) bekannt
  • Futarasan Jinja 二荒山神社
    ursp. Schrein des Tempel-Schrein Komplexes von Nikkō (Tochigi-ken)
  • Futsunushi 経津主
    Mythologischer Schwertgott
  • Fūjin 風神
    Windgott; auch Fū-ten
  • G

  • gaki 餓鬼
    Hungergeist; skt. preta
  • Gaki zōshi 餓鬼草紙
    Illustrierte Querbildrollen der Hungergeister
  • gakuzuka 額束
    Schrifttafel eines torii (Schreintors)
  • Gangō-ji 元興寺
    Nachfolgetempel des Hōkō-ji (Asuka-dera), des ältesten japanischen Tempels (gegr. 593). Der Tempel wurde unter dem Namen Gangō-ji 718 nach Nara verlegt.
  • Gangō-ji engi 元興寺縁起
    Kurzbezeichnung für Gangō-ji garan engi narabini ruki shizaichō 元興寺伽藍縁起幷流記資財帳 (Gründung des Tempels Gangō-ji und Verzeichnis seiner Schätze); Tempelchronik des ersten japanischen Tempels Gangō-ji bzw. Asuka-dera
  • gasshō-in 合掌印
    Mudrā des Händefaltens
  • Geisha 芸者
    japanische Unterhaltungskünstlerin, die traditionelle japanische Künste darbietet; wtl. „Person der Künste“; der Begriff war urspr. geschlechtsneutral, wurde also auch auf Männer angewendet
  • Gekū 外宮
    Äußerer Schrein von Ise, Toyouke geweiht
  • Genbō 玄昉
     ?–746; führender Mönch der Hossō-shū; Diplomat und religiöser Berater des Shōmu Tennō
  • gendai 現代
    geschichtliche Gegenwart (ab WK 2)
  • Genji monogatari 源氏物語
    Das Genji monogatari (dt. Die Geschichte vom Prinzen Genji) wird der Hofdame Murasaki Shikibu (ca. 978–ca. 1014) zugeschrieben und ist der erste psychologische Roman der japanischen Literaturgeschichte.
  • Gennō Shinshō 源翁心昭
    1329–1400; Zen-Mönch, dem magische Fähigkeiten zugeschrieben wurden
  • Genpei Gassen 源平合戦
    Krieg zwischen den Minamoto (Gen) und den Taira (Hei, bzw. Pei), 1180–1185
  • Genpei jōsuiki 源平盛衰記
    auch Genpei seisuiki; „Aufstieg und Fall der Minamoto und der Taira“; Kriegerepos, erweiterte (späte) Version des Heike monogatari, 13.–14. Jh.
  • genpuku 元服
    Traditionelle, japanische Mannbarkeitszeremonie, deren Entstehung bis ins japanische Altertum (7./8. Jh.) zurückgeht
  • Genshin 源信
    Tendai-Mönch (942–1017); auch bekannt als Eshin; Autor des Ōjō yōshū; Wegbereiter der Jōdo-shū
  • genze riyaku 現世利益
    (religiöse) Belohnung in diesem Leben
  • geta 下駄
    Japanische Holzsandalen
  • gigaku 伎楽
    Masken/Tanz-Theater, das im 7. Jhdt. aus China über Korea nach Japan gelangte
  • Ginkaku-ji 銀閣寺
    Silberner Pavillion; Teil der Anlage des Zen-Tempels Shōkoku-ji in Kyōto
  • Gion Matsuri 祇園祭
    Gion Fest; größtes Matsuri Kyōtos
  • Go-Daigo 後醍醐
    1288–1339; Tennō der späten Kamakura-Zeit, der versuchte, die pol. Autorität des Kaiserhofes wieder herzustellen.
  • Godai Myōō 五大明王
    die Fünf Großen Myōō
  • gogyō 五行
    Fünf Wandlungsphasen; Prinzip der chin. Naturphilosophie
  • gohei 御幣
    Papieropfergabe, Zickzack-Papier
  • gohonzon 御本尊
    Hauptgegenstand der Verehrung im Tempel
  • Gohyaku Rakan-ji 五百羅漢寺
    Tempel der Fünfhundert Rakan (Buddha-Schüler); früher in Honjo, heute in Meguro, Tōkyō
  • gojū-tō 五重塔
    fünfstöckige Pagode
  • Gokajō no go-seimon 五箇条の御誓文
    „5-Artikel-Eid“; erste Grundsatzerklärung der Meiji-Regierung; 6. April 1868
  • gokuraku 極楽
    Paradies; identisch mit dem Reinen Land ( jōdo)
  • gokusotsu 獄卒
    Folterknechte der buddhistischen Hölle
  • goma 護摩
    buddh. Feuerritus, skt. Homa
  • goma gyōji 護摩行事
    buddh. Feuerritus, skt. Homa
  • gon
    vorläufig (im Ggs. zu jitsu, „wirklich“)
  • Gongen 権現
    buddh. Titel für kami; wtl. „vorläufige Erscheinung“
  • Gongen-sama 権現様
    volkstüml. Bezeichnung für den 1. Tokugawa Shōgun, Ieyasu, der als Tōshō Dai-Gongen vergöttlicht wurde
  • gongen-zukuri 権現造
    Architekturstil des Tōshō Schreins, abgeleitet von Tōshō Dai-Gongen, dem vergöttlichten Tokugawa Ieyasu
  • goningumi 五人組
    Nachbarschaftsgruppe; wtl. „Fünfergruppe“
  • go-on 呉音
    wtl. „Lesung [nach dem Chinesisch] der Wu [Dynastie]“; alte chin. Lesung; bes. häufig bei buddh. Begriffen
  • gorintō 五輪塔
    Grabsteinform; „Stupa der Fünf Elemente“
  • goryō 御霊
    „erhabener“ [Rache]Geist
  • goryō-e 御霊会
    Zeremonie zur Geisterbesänftigung
  • goryō shinkō 御霊信仰
    Glaube an Totengeister
  • Go-Shirakawa Tennō 後白河天皇
    1127–1192; 77. Kaiser von Japan; (r. 1155–1158); stellte vor allem als Exkaiser im Mönchsstand ein wichtiges politisches Gegengewicht zu den Diktatoren Taira no Kiyomori und Minamoto no Yoritomo dar
  • gōzanze-in 降三世印
    Mudrā des zornvollen Gōzanze Myōō
  • Gōzanze Myōō 降三世明王
    skt. Trailokyavijaya, einer der Fünf Großen Myōō
  • gozan 五山
    wtl. „Fünf Berge“; Kloster­organisation des Zen Buddhismus
  • goze 瞽女
    blinde Musikerinnen, die sich zu Gilden zusammen schlossen und einen eigenen Rezitationsstil pflegten; bis ins 20. Jh. verbreitet
  • Gozu Tennō 牛頭天王
    „Ochsenköpfiger Himmelskönig“, Seuchengott; wird manchmal mit Susanoo identifiziert
  • Gundari Myōō 軍荼利明王
    skt. Kundali, einer der Fünf Großen Myōō
  • -gū
    Shinto Schrein, andere Lesung: miya
  • gūji 宮司
    kami-Priester
  • Guze Kannon 救世観音
    wtl. Kannon, der Weltenretter; Hauptheiligtum in der Halle der Träume (Yumedono) im Hōryū-ji
  • Gyōki 行基
    668–749; Nara-zeitlicher Mönch, Popularisierer des Buddhismus
  • Gyōkyō 行教
    Mönch im Daian-ji (Nara) der frühen Heian-Zeit; Gründer des Iwashimizu Schreins
  • H

  • Hachiman 八幡
    Shintō-Gottheit, Ahnengottheit des Tennō und des Kriegeradels; auch „Yawata“ ausgesprochen
  • Hachiman gudōkun 八幡愚童訓
    wtl. Lehren des Hachiman für törichte Kinder; zweiteilige Shintō-Schrift, entstanden zw. 1282? und 1300?
  • hachiman-zukuri 八幡造り
    Baustil für Schreine mit zwei parallel-liegenden Giebeln
  • hadaka matsuri 裸祭
    wtl. Nackt-Fest; religiöses Fest
  • hagoita 羽子板
    Federball-Schläger
  • Haguro-san 羽黒山
    Berg Haguro; religiöses Zentrum des Shugendō in der Präfektur Yamagata, Nord-Japan
  • haibutsu kishaku 廃仏毀釈
    wtl. Abschaffung von Buddha, Zerstörung von Shaka; Bezeichnung für anti-buddhistische Ausschreitungen der frühen Meiji-Zeit
  • haiden 拝殿
    Zeremonienhalle eines Schreins
  • haka
    Grab
  • (o)haka mairi (お)墓参り
    Grab- oder Friedhofsbesuch
  • Hakata 博多
    alte Hafenstadt in Nord-Kyūshū, 1889 mit Fukuoka zusammengeschlossen
  • Hakuin Ekaku 白隠 慧鶴
    1685–1768; Zen-Mönch und Reformer der Rinzai-shū; Maler
  • hamaya 破魔矢
    Glückspfeil, wtl. Dämonentöter-Pfeil
  • hamayumi 破魔弓
    Glücksbogen, wtl. Dämonentöter-Bogen
  • han
    Lokales Feudalfürstentum, Spätmittelalter bis Edo-Zeit
  • hanabi 花火
    Feuerwerk; wtl. Feuer-Blumen
  • Hanabusa Itchō 英一蝶
    1652–1724; Maler und Literat; wtl. „der glorreiche Schmetterling“
  • haniwa 埴輪
    frühgeschichtliche Grabbeigaben aus Ton, meist in Form einfacher Skulpturen
  • hannya 般若
    „Weisheit“, abgeleitet von skt. prajna; auch: Hannya-Maske (Dämonin)
  • hannyaharamitta 般若波羅蜜多
    „vollkommene Weisheit“, abgeleitet von skt. prajnaparamita
  • Hannyaharamitta-kyō 般若波羅蜜多経
    „Sutra der vollkommenen Weiheit“
  • Hannya shingyō 般若心経
    „Herz Sutra der vollkommenen Weisheit“
  • harae
    Purifikation, Weihezeremonie, Exorzismus
  • haraegushi 祓串
    Harae-Wedel (auch haraigushi); rituelles Instrument für Reinigungszeremonien des Shintō
  • Hase-dera 長谷寺
    Kannon-Tempel in Sakurai, Nara-ken; errichtet in der Nara-Zeit. Hauptattraktion ist eine über 10 m hohe Statue des Elfköpfigen Kannon. Ein Zweigtempel mit ebensolcher Statue befindet sich in Kamakura (Kamakura Hase-dera)
  • Hasekura Tsunenaga 支倉常長
    1571–1622; Vasall des Date Masamune und Führer einer diplomatischen Mission nach Spanien und Italien in den Jahren 1613 bis 1620
  • Hashihaka 箸墓
    wtl. Essstäbchen-Grab; Hügelgrab aus dem 4. Jh. nahe Berg Miwa
  • hashira
    Pfeiler, Pfosten; auch: Zählwort für Gottheiten (kami)
  • Hata-uji 秦氏
    Familienklan des japanischen Altertums mit kontinentalen Wurzeln; der Name schreibt sich mit den gleichen Zeichen wie die chinesische Qin Dynastie (778–207 v.u.Z) und war von jeher sowohl in China als auch in Korea ein häufiger Familiennamen
  • hato
    Taube
  • hatsumōde 初詣
    Schrein-Neujahrsbesuch
  • Hayashi Gahō 林鵞峰
    1618-1680; war ein Neo-Konfuzianischer Gelehrter und Hof-Konfuzianer des Shōguns
  • Hayashi Razan 林羅山
    1583–1657; Neo-Konfuzianischer Gelehrter
  • hebi
    Schlange
  • Heian 平安
    alter Name Kyōtos, eig. Heian-kyō 平安京, „Stadt des Friedens“; politisches Zentrum 794–1185 (= Heian-Zeit)
  • Heian Jingū 平安神宮
    Shintō-Schrein in Kyōto; zu Ehren des Kanmu Tennō im Jahr 1895 errichtet; die historisierende Bauweise ist der Palastarchitektur der Heian-Zeit nachempfunden
  • Heian-kyō 平安京
    urspr. Name der Stadt Kyōto; wtl. Stadt des Friedens; politisches Zentrum 794–1185 (= Heian-Zeit)
  • Heiji monogatari 平治物語
    „Geschichte der Heiji Rebellion“; Kriegsepos aus der Kamakura-Zeit, Berichtszeitraum 1159–1160
  • Heijō-kyō 平城京
    urspr. Name der Stadt Nara; wtl. Stadt der Friedensburg
  • Heike monogatari 平家物語
    „Geschichte der Heike [= Taira]“; Mittelalterliches Kriegerepos
  • Heisei 平成
    Äranamen von Kaiser Akihito; Heisei-Zeit (seit 1989)
  • henro 遍路
    Pilger; Pilgerschaft
  • hibutsu 秘仏
    wtl. „geheimer Buddha“; geheim gehaltene Buddha-Statue
  • Hidari Jingorō 左甚五郎
    Meisterbildhauer der frühen Edo-Zeit, der Statuen zum Leben erwecken konnte (höchstwahrscheinlich fiktive Gestalt)
  • Hiei-zan 比叡山
    Klosterberg Hiei bei Kyōto, traditionelles Zentrum des Tendai Buddhismus
  • Hie Taisha 日吉大社
    Schutzschrein von Berg Hiei bei Kyōto; moderne Aussprache Hiyoshi Taisha; auch: Sannō Schrein
  • higan 彼岸
    „jenseitiges Ufer“; Jenseits; buddhistischer Name für die Woche der Tag-und-Nacht-Gleiche
  • Higashi Hongan-ji 東本願寺
    Östlicher Hongan-Tempel in Kyōto; Haupttempel der Ōtani-Linie des Jōdo-Shin Buddhismus; s.a. Westlicher Hongan-Tempel (Nishi Hongan-ji)
  • Hiko Hohodemi 彦火火出見
    auch Hoori; mythologischer Vorfahre der Tennō Dynastie und Held des Mythos von Bergglück und Meerglück
  • Himegami 比売神
    wtl. „göttliche Gemahlin oder Tochter“; oft anonymes weibl. Gegenstück zu einer männl. Schreingottheit
  • Himiko 卑弥呼
    ca. 170–248; frühgeschichtliche Priesterkönigin; auch Pimiko (wahrscheinliche Bedeutung: „Kind der Sonne“); chin. Pei-mi-hu
  • Hina Matsuri 雛祭
    „Puppenfest“; jahreszeitliches Fest am 3.3.
  • Hirata Atsutane 平田篤胤
    1776–1843; Kokugaku-Gelehrter
  • Hirata Kanetane 平田鉄胤
    1799–1880; Kokugaku-Gelehrter
  • Hiru-ko 蛭子
    wtl. Blutegel-Kind; erstes (missratenes) Kind von Izanagi und Izanami
  • Hitachi fudoki 常陸風土記
    „Aufzeichnungen von Luft und Erde aus Hitachi“; Chronik kultureller Bräuche der historischen Provinz Hitachi 常陸, heutige Präf. Ibaraki
  • hitaikakushi 額隠
    weißes, dreieckiges Stück Papier oder Stoff, welches von Totengeistern auf der Stirn getragen wird
  • hitobashira 人柱
    wtl. menschlicher Pfeiler; Menschenopfer bei Damm- oder Brückenbauten
  • hitsuji
    Schaf/Ziege der zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi)
  • hiwatari 火渡り
    Feuer-Gang, Gang durch glühende Kohlen
  • Hizen 肥前
    Name einer alten Provinz im Nordwesten von Kyūshū; heute Saga-ken und Nagasaki-ken
  • Hizen fudoki 肥前風土記
    auch Hizen no kuni fudoki, Lokalchronik (fudoki) aus Hizen (N-Kyūshū), wahrsch. 8. Jh.
  • Hoke-kyō 法華経
    Lotos Sutra; skt. Saddharma pundarika sutra; jap. auch Hokkekyō oder Myōhō renge kyō; zählt zu den einflussreichsten Texten des Mahayana-Buddhismus, älteste Fassungen dürften im ersten Jh. v.u.Z. entstanden sein.
  • Hokke-shū 法華宗
    Andere Bez. des Nichiren Buddhismus
  • hokora
    Miniaturschrein (innerhalb einer Schreinanlage oder am Wegrand)
  • hokuto 北斗
    Sternbild des Großen Wagens (chin. Nördlicher Schöpflöffel)
  • hon
    „Original“, „Ursprung“
  • honchō 本朝
    wtl. unsere Dynastie; Eigenbezeichnung für Japan
  • Honchō tsugan 本朝通鑑
    Geschichte Japans von Hayashi Gahō und Hayashi Razan; 1670 fertiggestellt; 310 Bände
  • honden 本殿
    Hauptgebäude eines Schreins
  • hondō 本堂
    Haupthalle eines Tempels
  • hongan 本願
    „Ureid“; zumeist Gelübde des Buddha Amida, alle Lebewesen zu retten
  • Hongan-ji 本願寺
    Tempel in Kyōto; Haupttempel der Jōdo Shinshū; seit der Aufspaltung dieser Richtung im 17. Jh. gibt es eigentlich zwei, einen östlichen (Higashi Hongan-ji, Ōtani-ha) und einen westlichen (Nishi Hongan-ji, Honganji-ha)
  • honji 本地
    (buddhistische) Urform (eines kami); s.a. suijaku
  • honji suijaku 本地垂迹
    wtl. Grundform und herabgelassene Spur; Theorie der Angleichung von kami und Buddhas
  • honzon 本尊
    Hauptheiligtum eines Tempels
  • Hoshina Masayuki 保科正之
    1611–1673; Daimyō von Aizu-han, konfuzianischer Gelehrter
  • Hossō-shū 法相宗
    Schulrichtung des frühen jap. Buddhismus, eine der Sechs Nara-Schulen
  • hossu
    Pferdeschweifwedel; buddhistischer Ritualgegenstand; Symbol höchsten okkulten Wissens
  • Hotei 布袋
    Glücksgott; Manifestation von Bodhisattva Maitreya; chin. Budai
  • hotoke
    Buddha; umgangsspr. auch: Totenseele; andere Lesung: butsu; alte Schreibung: 佛

  • buddhistischer Dharma, wtl. Gesetz
  • hōanden 奉安殿
    Schreine zur Aufbewahrung des kaiserlichen Portraits (1880er Jahre bis 1945); meist in Schulhöfen
  • hōben 方便
    geschicktes Mittel; skt. upāya
  • Hōjō 北条
    Regentenfamilie des Shōgunats von Kamakura; pol. Machthaber der Kamakura-Zeit
  • hōjō-e 放生会
    Rituelle Freilassung von gefangenen Tieren
  • Hōjō Kashima 北条鹿島
    Schreininsel vor dem Hafen Hōjō in Ehime-ken, Shikoku; westlich der Insel befinden sich pittoreske Felsformationen, die jedes Jahr mit einem 45m langen shimenawa geschmückt werden
  • Hōjōki 方丈記
    „Bericht aus meiner Hütte“, Traktat von Kamo no Chōmei, geschrieben 1212
  • Hōjō Masako 北条 政子
    1157–1225; Tochter des ersten Regenten im Kamakura-Shōgunat und Frau des ersten Shōgun Minamoto no Yoritomo
  • hōken 奉献
    Spende, Opfergabe, Widmung
  • Hōki no maki 伯耆巻
    Schriftrolle der ehem. Präf. Hōki, heute Tottori
  • Hōkō-ji 方広寺
    Tempel in Kyōto, erbaut 1586-95 als Ahnentempel des Toyotomi Hideyoshi. Einstmals im Besitz der größten Buddha Statue Japans
  • Hōkō-ji 法興寺
    ältester Tempel Japans, Gründung vor 600 in der Asuka-Region, Nara; besser bekannt als Asuka-dera; 718 unter der Bezeichnung Gangō-ji in die neue Hauptstadt Heijō-kyō (Nara) verlegt
  • Hōmyō Dōji 法妙童子
    wtl. Knabe des Wunderbaren Dharma; Held einer in Indien angesiedelten buddhistischen Legende aus dem japanischen Mittelalter
  • Hōnen 法然
    1133–1212; Gründer der Jōdo-shū, der Schule vom Reinen Land
  • hōnen matsuri 豊年祭
    Erntebitt-Fest, Fruchtbarkeitsfest
  • hōnen odori 豊年踊り
    Tänze zum Dank für eine reiche Ernte
  • hōō 鳳凰
    „Phönix“; imaginärer Vogel, chin. Fenghuang
  • hōō 法王
    „Dharma-König“; urspr. Titel für einen Buddha, speziell Gautama-Buddha
  • Hōrai 蓬莱
    daoistische Insel der Unsterblichkeit; chin. Penglai
  • Hōryū-ji 法隆寺
    Tempel in Ikaruga bei Nara, gegr. 607; wtl. „Tempel des prosperierenden [Buddha]-Gesetzes“
  • hōsō-e 疱瘡絵
    „Pockenbilder“; Bilder zur Abwehr der Pocken
  • hōsōgami 疱瘡神
    Pockengottheit; hōsōgami können die Pocken selbst versinnbildlichen, werden aber auch als Wirkmacht gegen die Pocken verehrt, sie besitzen also einen krankmachenden und einen heilenden Aspekt
  • Hōzō Bosatsu 宝蔵菩薩
    skt. Dharmākara; Bodhisattva-Namen des Buddha Amida
  • Huike 慧可
    487–593; chin. Chan Patriarch; ältere Umschrift: Hui k‘o
  • hyakki 百鬼
    wtl. „hundert Geister“; Sammelbezeichnung für Geisterwesen
  • hyakuman tō 百万塔
    Miniatur-Stupas, wtl. Millionen-Stupas
  • Hyaku monogatari 百物語
    „Hundert Geschichten“; Edo-zeitliches Gesellschaftsspiel bei dem man sich 100 Gruselgeschichten erzählte
  • Hyōgo Daibutsu 兵庫大仏
    11 m hohe Statue des Dainichi Nyorai im Tempel Nōfuku-ji in Kōbe, err. 1891
  • I

  • i
    Eber der zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi)
  • Ichijō Tennō 一条天皇
    980-1011; 66. Kaiser von Japan; (r. 986-1011)
  • iemoto 家元
    traditionelles System von Handwerkern und Künstlern als hierarchisch organisierte, quasi-familiäre Betriebe
  • ihai 位牌
    Ahnentäfelchen
  • Ihara Saikaku 井原西鶴
    1642–1693; Schriftsteller der Edo-Zeit, zahlreiche erotische Romane
  • Ii Naosuke 井伊直弼
    1800–1860; Staatsmann des Bakufu; wegen pro-amerikanischer Politik ermordet
  • Ikaruga-chō 斑鳩町
    Stadt im Norden der Präfektur Nara; Die Residenz des Shōtoku Taishi befand sich hier, an der Stelle wo heute der Hōryū-ji steht
  • Ikeda Daisaku 池田大作
    *1928; Publizist, buddh. Laien-Prediger, dritter Präsident der neurel. Bewegung Sōka Gakkai
  • ikenie 生贄
    wtl. Lebendopfer; wird heute zumeist für Pferde verwendet, die in Schreinen gehalten werden; in zahlreichen Legenden aber auch Terminus für Menschenopfer
  • Iki 壱岐
     Insel in der Meerenge zwischen Korea und Japan
  • ikkō ikki 一向一揆
    Aufstände der Ikkō Anhänger; 15. und 16. Jh.
  • Ikkō-shū 一向宗
    Ikkō Sekte, eine Fraktion des Buddhismus vom Reinen Land ( Jōdo-shū)
  • Ikkyū Sōjun 一休宗純
    1394–1481; Zen Mönch und Dichter
  • Imamiya Ebisu Jinja 今宮戎神社
    Ebisu Schrein in Ōsaka
  • -in
    Suffix für Institutionen, z.B. buddhistischer Tempel
  • Inaba 因幡
    alte jap. Provinz in Zentraljapan
  • Inari 稲荷
    Reisgottheit, häufig von Fuchswächtern bewacht
  • Inariyama Tekken 稲荷山鉄剣
    Eisenlangschwert aus der kofun-Zeit (471?), 1968 im Inariyama Kofun (Saitama-ken) ausgegraben; Nationalschatz; Länge 73,5 cm
  • Inga-kyō 因果経
    „Sutra von Ursache und Wirkung (=Karma)“; eig. Kako genzai inga-kyō 過去現在因果経 (Sutra von Ursache und Wirkung in Vergangenheit und Gegenwart, chin. Guoqu xian zaiyin guo jing) oft auch E-ingakyō 絵因果経 (Illustriertes Sutra von Ursache und Wirkung); Lebensbeschreibung des historischen Buddha; erstmals greifbar in chin. Übersetzung durch Gunabhadra, Mitte 5. Jh.
  • Inoue Tetsujirō 井上哲次郎
    1856–1944; führender Philosoph und Intellektueller der Meiji-Zeit
  • insei 院政
    Regierung der „Klosterkaiser“ (späte Heian-Zeit)
  • inu
    Hund der zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi)
  • inzō 印相
    Handzeichen, skt. Mudrā
  • Ippen
    1239–1289; Amida-Mönch und Gründer der Ji-shū
  • iruman イルマン/以留満
    christlicher Mönchsbruder/Pater im feudalen Japan; wtl. Pater oder Bruder
  • Ise 伊勢
    vormoderne Provinz (heute Präfektur Mie); Kurzbezeichnung für die Schreinanlage von Ise (Ise Jingū)
  • Ise Jingū 伊勢神宮
    kaiserlicher Ahnenschrein (wtl. Götterpalast) von Ise, Präfektur Mie
  • Ise: Prototype of Japanese Architecture
    Hommage an Ise, geschrieben von Kawazoe Noboru und Tange Kenzō, erschienen 1965
  • itako イタコ
    blinde Priesterin oder Shamanin; früher auch ichiko 市子
  • Itami Jūzō 伊丹十三
    1933–1997; japanischer Filmregisseur; bekannt für Komödien wie Osōshiki (1984), Tampopo (1985) oder die Steuerfahnderin (1987)
  • Itō Hirobumi 伊藤博文
    1841–1909; Staatsmann; Premierminister der Meiji-Zeit
  • Itō Jakuchū 伊藤若冲
    1716–1800; Edo-zeitl. Maler und Literat aus Kyōto; kein Mönch, aber dem Zen-Buddhismus nahe stehend
  • Itsukushima 厳島
    auch Miyajima, Schrein bei Hiroshima
  • Iwakura Tomomi 岩倉具視
    1825–1883; Staatsmann der Meiji-Zeit; Leiter der Iwakura Mission (1871–1873)
  • Iwashimizu Hachiman-gū 石清水八幡宮
    Iwashimizu Hachiman Schrein (bei Kyōto)
  • iwashi no atama mo shinjin kara 鰯の頭も信心から
    „Für den Gläubigen zählt selbst ein Sardinenkopf ...“ (Der Glaube kann Berge versetzen)
  • Izanagi 伊耶那岐/伊奘諾
    Göttervater; auch Izanaki (ki hier männliche Endung)
  • Izanami 伊耶那美 / 伊奘冉
    Göttermutter, Göttin der Unterwelt (mi hier weibliche Endung)
  • Izumo 出雲
    alter Namen der Präfektur Shimane in West-Japan; auch kurz für Izumo Taisha
  • Izumo fudoki 出雲風土記
    Lokalchronik von Izumo, 733
  • Izumo Taisha 出雲大社
    Großschrein von Izumo (Präfektur Shimane)
  • Izuna Gongen 飯縄権現
    Gottheit in tengu-Gestalt
  • J

  • jaki 邪鬼
    buddhistischer Dämon, Podest der Himmelswächter
  • jaku
    „Spur“, „Fährte“; „Vermächtnis“
  • -ji
    buddhistischer Tempel; andere Lesung: tera
  • jichinsai 地鎮祭
    shintōistische Zeremonie; rituelle Reinigung eines Baugrunds vor Baubeginn, um übelwollende Geister zu vertreiben
  • jigoku 地獄
    wtl. „[unter]irdischer Kerker“, buddhistische Hölle
  • jiin 寺院
    buddhistischer Tempel, Kloster
  • jikkan 十干
    zehn Himmelsstämme; Kategorie der traditionellen Kalenderkunde
  • Jikoku-ten 持国天
    Der Hüter des Ostens der Shi-Tennō, wtl. „der, der das Reich aufrecht erhält“; skt. Dhritarashtra
  • jingi 神祇
    wtl. Götter/Geister des Himmels und der Erde, chin. shenqi; in Japan zumeist Synonym von kami
  • jingi-dō 神祇道
    „Weg der Götter des Himmels und der Erde“; Synonym von Shinto
  • Jingi-kan 神祇官
    Götteramt, wtl. Amt für Götter des Himmels und der Erde
  • Jingi-shō 神祇省
    „Götter Ministerium“, Ministerium für Shinto-Schreinangelegenheiten, 1871–1872; s.a. Jingi-kan
  • Jingo-ji 神護寺
    Tempel nordwestlich von Kyōto, gegr. um 800; wtl. Tempel des göttlichen Schutzes
  • jingū 神宮
    „Götterpalast“; Ahnenschrein des Kaiserhauses, meist Ise Jingū
  • jingūji 神宮寺
    An einen Schrein angeschlossener Tempel
  • Jingū Kōgō 神功皇后
    mytholog. Kaiserin
  • jinja 神社
    Shintō-Schrein
  • jinja shintō 神社神道
    Schreinshintō; im Ggs. zu „Sektenshintō“, ...
  • Jinja Taishō 深沙大将
    wtl. Wüstengeneral; dämonische Erscheinungsform Bishamon-tens
  • Jinmu Tennō 神武天皇
    wtl. „göttlicher Krieger“; gemäß den japanischen Mythen der erste menschliche Herrscher (Tennō) Japans
  • Jinnō shōtō-ki 神皇正統記
    „Über die Wahre Abfolge der Göttlichen Herrscher“, Traktat von Kitabatake Chikafusa, 1339
  • jiriki 自力
    wtl. eigene Kraft; buddhistisches Konzept
  • Jishu Jinja 地主神社
    Schrein des Ōkuninushi beim Kiyomizu Tempel in Kyōto; Ōkuninushi wird hier als enmusubi no kami, als Gottheit für Liebende oder Liebesuchende, verehrt
  • Ji-shū 時宗
    Amida-Schulrichtung aus der Kamakura-Zeit, gegründet von Ippen
  • Jiten 地天
    Göttin der Erde
  • Jitō Tennō 持統天皇
    645–703, r. 686–697; 41. japanische Kaiserin
  • jitsu
    wirklich (im Ggs. zu gon, „vorläufig“)
  • jitsu no kami 実神
    „wahre kami“ = kami ohne buddhistische Urform ( honji)
  • Jizō 地蔵
    wtl. Schatzhaus/Mutterleib der Erde; skr. Kṣitigarbha; populäre Bodhisattva Figur
  • Jizō Bosatsu 地蔵菩薩
    Bodhisattva (Bosatsu); skr. Kṣitigarbha, „Speicher oder Mutterleib der Erde“
  • Jizō jūō-kyō 地蔵十王経
    „Das Sutra von Jizō und den Zehn Königen“, um 1200?
  • Joseon Wangjo (kor) 조선 왕조
    koreanisches Herrschergeschlecht; herrschte über das Kaiserreich Korea von 1392–1910

  • Altes japanisches Maß für Längen. 1 = 3,03m.
  • jōdo 浄土
    Reines Land, Paradies
  • Jōdo Shinshū 浄土真宗
    Shin-Buddhismus, bzw. Jōdo Shin-Buddhismus; wtl. „Wahre Schule des Reinen Landes“
  • Jōdo-shū 浄土宗
    Schule des Amida-Buddhismus
  • jōin 定印
    Mudrā der Meditation
  • Jōjin 成尋
    1011–1081; Mönch der Tendai-shū, u.a. für seinen Reisebericht aus China (1072) bekannt; erhielt vom chin. Kaiser nach einem erfolgreichen Regenbittritus den Ehrennamen Zenne Daishi 善慧大師 und blieb bis zu seinem Tod in China
  • Jōjitsu-shū 成實宗
    Schulrichtung des frühen jap. Buddhismus, eine der Sechs Nara-Schulen
  • Jōkō-in 常高院
    1570–1633; Ehefrau von Kyōgoku Takatsugu; wurde nach seinem Tod zur Nonne und gründete ein Kloster
  • Jōmon 縄文
    Jōmon-Zeit (bis ca. 300 v.u.Z.), jap. Urgeschichte; wtl. „Schnurmuster“, was sich auf die charakteristischen keramischen Ornamente dieser Zeit bezieht
  • jōrokubutsu 丈六仏
    Standardgröße einer Buddhastatue von einem sechs shaku (4,8m)
  • jōzabu bukkyō 上座部仏教
    Theravada Buddhismus, wtl. „Lehre der Ordensältesten“
  • ju 寿
    Langes Leben
  • Juhō-sen 鷲峰山
    Geierberg; Ort in Indien, wo Buddha seine wichtigsten Predigten abgehalten haben soll; auch Ryōju-sen (vgl. Ryōzen Jōdo)
  • jukkai 十界
    Zehn Welten des buddhistischen Jenseits; auch jikkai ausgesprochen
  • jukyō 儒教
    Konfuzianismus, Lehre des Konfuzius (Kongzi oder Kong Fuzi); wtl. Lehre der Gelehrten
  • Jurōjin 寿老人
    Glücksgott, Gott des Langen Lebens
  • jūdō 柔道
    Judo Kampfkunst, wtl. Weicher Weg
  • Jūichimen Kannon 十一面観音
    „Kannon mit den Elf Gesichtern“; geläufige Erscheinungsform von Kannon Bosatsu
  • jūni-kyū 十二宮
    wtl. „Zwölf Paläste“; traditionelle jap. Bezeichnung für die 12 Sternzeichen der westl. Astrologie
  • jūni shi 十二支
    die Zwölf Erdzweige, auch: Tierkreiszeichen
  • Jūni Shinshō 十二神将
    Die Zwölf Göttlichen Generäle
  • Jūō 十王
    Die Zehn Könige oder Richter der Totenwelt
  • Jūō-kyō 十王経
    Sutra der Zehn Könige; apokryphe chinesische Schrift aus China, 8. oder 9.Jh.
  • juzu 数珠
    Buddhistische Gebetskette; skt. Mala
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Ikonographie
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„A-J.“ In: Bernhard Scheid (Hg.), Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 8.7.2015). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Metalog:Glossar/A-J?oldid=50546