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Namen und Fachausdrücke: Japanisch, S
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182 Einträge
  • S

  • Sado 佐渡
    Insel im Nordosten Japans, die von vormodernen Regierungen gern als Verbannungsort politischer Gegner genützt wurde
  • Saga Tennō 嵯峨天皇
    786–842; 52. japanischer Kaiser; (r. 809–823)
  • Saichō 最澄
    767–822; Gründer des Tendai Buddhismus
  • Saidai-ji 西大寺
    Buddhistischer Tempel in Nara, err. 765, Haupttempel der Shingon Risshū Schule
  • Saigyō 西行
    1118–1190; eigentlich: Satō Norikiyo; japanischer Mönch und Dichter
  • Sai no Kawara 賽の河原
    Ufer des Flusses der Unterwelt
  • saiō 斎王
    Kult-Priesterin aus dem Tennō-Haus in den Schreinen Ise und Kamo; auch saigū; in Ise bis 1334 existent
  • saisei itchi 祭政一致
    Einheit von Ritus und Verwaltung bzw. von Religion und Staat
  • saisen 賽銭
    Spende, Spendengeld
  • saisen bako 賽銭箱
    Spendenbox, Kasten für Spendengeld
  • saishu 祭主
     wtl. Zeremonienmeister; spezielles Priesteramt in Ise
  • Saitama-ken 埼玉県
    Präfektur in der Kantō-Region Japans, nördlich von Tōkyō
  • Sake
    Reiswein
  • sakoku 鎖国
    Abschließung des Landes in der Edo-Zeit, 1639–1853
  • Sakuma Shōzan 佐久間象山
    1811–1864; Gelehrter des Konfuzianismus, des Militärwesens und der Rangaku (westliche Wissenschaften)
  • Sakurai 桜井
    Ort in der Asuka Region, wo der erste buddhistische Tempel, der Asuka-dera (später Gangō-ji) entstand
  • Samurai
    im Westen übliche Bezeichnung eines Mitgliedes der Krieger-Klasse des vorindustriellen Japans; bushi ist die in Japan gängige Bezeichnung
  • -san
    wtl. „Berg“; als Suffix auch: Tempel- oder Klosteranlage (im Ggs. zu Einzelhalle)
  • sanbō 三宝
    Drei Schätze oder Drei Juwelen, skt. triratna: Buddha, Dharma, Sangha; im Kontext des Shinto bezeichnet der Begriff ein Opfertischchen, wird in diesem Fall allerdings meist mit den Zeichen 三方 („drei Richtungen“) geschrieben.
  • san'eiketsu 三英傑
    wtl. „drei ruhmreiche Helden“; ehrenhafte Sammelbezeichnung für die „Reichseiniger“ Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi und Tokugawa Ieyasu; steht der militärische Machtaspekt im Vordergrund, werden sie auch als tenkabito (Machtmenschen) bezeichnet
  • Sangō shiiki 三教指帰
    „Essenz der Drei Lehren“ [= Buddhismus, Konfuzianismus und Daoismus!]; frühe Schrift von → Kūkai (791)
  • Sanja Matsuri 三社祭
    Fest der Drei Schrein (Götter), Asakusa, Tokyo
  • Sanjō Sanetomi 三条 実美
    1837–1891; Staatsmann der Meiji-Zeit und Unterstützer der Meiji-Restauration
  • Sanjūsangen-dō 三十三間堂
    33 Klafter Halle; Kannon-Tempelhalle in Kyōto
  • Sanjūsanshin Kannon 三十三身観音
    33 (Erscheinungsformen von) Kannon
  • sanjū-tō 三重塔
    dreistöckige Pagode
  • sankei 参詣
    Tempel- oder Schreinbesuch; Pilgerfahrt
  • sanmitsu 三密
    Drei Geheimnisse (des esoterischen Buddhismus)
  • sanmon 三門 / 山門
    Tempeltor; in der ersten Schreibung (wtl. „Dreitor“) besitzt der Begriff einen metaphysischen Hintersinn: „Tor [der Befreiung von den] drei [Hindernissen]“, auch sangedatsu mon. In der zweiten Schreibung steht san (Berg) für „Tempel“.
  • Sannō 山王
    Wtl. „Bergkönig“; Schutzgott des Tendai-Klosters auf Berg Hiei
  • Sannō Gongen 山王権現
    Gottheit des Sannō Schreins
  • sannō torii 山王鳥居
    Stilvariante der torii (Schreintore): myōjin torii mit einem zusätzlichen Giebel
  • sanpai 参拝
    Tempel- oder Schreinbesuch; Rituale der Respektsbezeugung an Tempeln und Schreinen
  • Sanron-shū 三論宗
    Schulrichtung des frühen jap. Buddhismus, eine der Sechs Nara-Schulen
  • sanshi 三尸/三蟲
    wtl. „Drei Leichname“ oder „Drei Würmer“; auch als „Drei Leichenwürmer“ (sanshichū 三尸虫) bezeichnet; verräterische Seelengeister daoistischen Ursprungs
  • Santō Kyōden 山東 京伝
    1761–1816; Edo-zeitlicher Schriftsteller und Maler
  • saru
    Affe; gehört auch zu den zwölf Tierkreiszeichen (jūni shi) (verwendet in dem Fall das Kanji 申)
  • sarugaku 猿楽
    Alte Bezeichnung für Nō-Theater; wtl. „Affenmusik“
  • sarume 猿女
    Priestertänzerin; wtl. „Affenfrau“
  • Sarutahiko 猿田彦
    Mythologische Gottheit in tengu-ähnlicher Gestalt
  • satori 悟り
    Erleuchtungserfahrung (bes. im Zen Buddhismus)
  • Satsuma 薩摩
    alte Provinz im Süden der Insel Kyūshū, in der Edo-Zeit Fürstentum (Daimyat), das sich weitgehend mit der heutigen Präfektur Kagoshima deckte.
  • segan-in 施願印
    Mudra der Schwurerfüllung
  • Seichō-no-ie 生長の家
    wtl. „Haus des Wachstums“, eine Neureligion, gegründet 1930
  • Seishi 勢至
    Bodhisattva Mahasthamaprapta
  • Seishi Bosatsu 勢至菩薩
    Bodhisattva Mahasthamaprapta; Begleiter Amidas
  • Seiwa Tennō 清和天皇
     850–881; regierte als erster Kindkaiser Japans 858–876
  • Sekigahara 関ケ原
    Sekigahara ist eine Gemeinde im Südwesten der Präfektur Gifu; 1600 fand hier die Schlacht von Sekigahara statt
  • Sekisō Soen 石霜楚圓
    986–1039; chin. Shishuang Chuyuan 石霜楚圓, Chan Patriarch
  • semui-in 施無畏印
    Mudra der Furchtlosigkeit
  • Sendai Daikannon 仙台大観音
    100 m hohe Kannon Statue in der Stadt Sendai, Präfektur Miyagi, errichtet 1991
  • Senge 千家
    Priestergeschlecht Izumos
  • Sengoku Jidai 戦国時代
    Zeit der kämpfenden Länder, 1467–1568
  • Senju Kannon 千手観音
    Kannon mit den Tausend Händen
  • senkō 線香
    Räucherstäbchen
  • senpon torii 千本鳥居
     „Tausend torii“; Bezeichnung für die zu Tunneln verbundenen Schreintore des Fushimi Inari Taisha und anderer Inari-Schreine
  • Sensō-ji 浅草寺
    Tempel in Tōkyō; auch: Asakusa-dera
  • sentai Jizō 千体地蔵
    „tausend Jizō[statuen]“; Bezeichnung für Ansammlungen von Miniaturstatuen für Bodhisattva Jizō
  • seppuku 切腹
    ritueller Selbstmord durch Bauchschnitt; „Harakiri“
  • Sesshōseki 殺生石
    „Todesstein“; Stein, der giftige Dämpfe aussendet
  • setsubun 節分
    „Trennung der Jahreszeiten“; trad. letzter Tag einer der vier Jahreszeiten; heute meist letzter Tag des Winters (3. Februar)
  • setsuwa 説話
    Lehrerzählung, didaktische Anekdote; meist von buddh. Mönchen in Form umfangreicher Sammlungen kompiliert
  • -sha
    Shinto Schrein, andere Lesung: yashiro
  • shachi
    imaginärer Fisch, Schutztier vor Feuersbrünsten; auch shachihoko
  • Shaka 釈迦
    Buddha Shakyamuni, der historische Buddha; auch Shaka Nyorai
  • Shaka Nyorai 釈迦如来
    jap. Name des Buddha Shakyamuni
  • Shaka sanzon 釈迦三尊
    Dreiergruppe bestehend aus Buddha Śākyamuni (jap. Shaka Nyorai), flankiert von zwei Begleitern (meist etwas kleiner dargestellte Bodhisattvas)
  • shaku
    Zeremonielles Zepter der Schreinpriester; trad. Emblem von Herrschern und Götterstatuen
  • shaku
    Altes japanisches Maß für Längen. 1 shaku = 0,303m
  • shakubuku 折伏
    „brechen und unterwerfen“; Motto Nichirens
  • shari 舎利
    Reliquie eines Buddhas oder buddh. Heiligen; oft wichtiges Heiligtum eines buddh. Tempels; von skt. śarīra
  • Shasekishū 沙石集
    Sammlung buddhistischer Erzählungen und Anekdoten, 1283 verfasst von Mujū Ichien
  • shi
    „privat“
  • Shichi Fukujin 七福神
    Die Sieben Glücksgötter
  • Shichigosan 七五三
    Shichigosan-Fest für Kinder von drei, fünf, und sieben Jahren
  • shide 四手
    Papierstreifen in Zickzackform, rituelles Emblem des Shintō
  • shikinen sengū 式年遷宮
    periodische Schreinverlegung bzw. -erneuerung; zumeist, aber nicht nur, auf Ise bezogen
  • Shikoku 四国
    kleinste der vier jap. Hauptinseln; wtl. Vier-Land, da es seit dem Altertum aus vier Provinzen besteht
  • Shikoku hachijū hakkasho 四国八十八箇所
    Die 88 Pilgerstätten von Shikoku.
  • shikome 醜女
    „hässliche Frau“; Figur des Nō-Theaters; Variante der Ama no Uzume; auch: Dämonin der Unterwelt (in der Izanami-Episode)
  • Shimabara 島原
    Halbinsel in der Präfektur Nagasaki; bekannt für den Aufstand japanischer Bauern 1637–1638 (Shimabara-Rebellion), bei dem 37.000 überwiegend christliche Aufständische getötet wurden
  • shimenawa 注連縄
    shintōistisches „Götter-Seil“; geschlagene Taue aus Reisstroh.
  • shimetorii 注連鳥居
    Torii (Schreintor) bestehend aus zwei Pfosten und einem Seil; auch chūren torii gelesen
  • shinbashira 心柱/真柱
    Bezeichnet die zentrale Säule einer Pagode, wtl. Herz-Pfeiler oder wahrer Pfeiler
  • shinboku 神木
    Heiliger Baum
  • shinbutsu bunri 神仏分離
    Trennung von kami und Buddhas; meist bezogen auf die frühe Meiji-Zeit
  • shinbutsu bunri no rei 神仏分離の令
    Eine Verfügung aus dem Jahr 1868 zur Trennung von Shintō und Buddhismus
  • shinbutsu bunri rei 神仏分離令
    Verordnungen zur Trennung von kami-[Schreinen] und Buddha-[Tempeln] (ab 1868)
  • shinbutsu shūgō 神仏習合
    Übereinstimmung von kami und Buddhas; shintō-buddhistischer Synkretismus
  • shingon 真言
    wtl. „Wahres Wort“, skt. Mantra (Gebetsformel); namensgebend für den Shingon Buddhismus
  • Shingon-shū 真言宗
    Shingon-Schule, wtl. Schule des Wahren Wortes
  • shini shōzoku 死に装束
    Totengewand
  • shinkoku 神国
    wtl. „Götterland“
  • shinmei 神明
    generelle Bezeichnung für Schreingottheiten (kami); als Schreinnamen (Shinmei-sha) allerdings nur für Zweigschreine von Ise verwendet; s.a. shinmei-zukuri
  • shinmei torii 神明鳥居
    Stilvariante des torii (Schreintors): gerade Balken, lotrechte Pfosten
  • shinmei-zukuri 神明造
    Baustil der Schreine von Ise bzw. Stil der torii von Ise
  • shin no mihashira 神の御柱
    „Herz-Pfeiler“; symbolischer Bauteil ohne statische Funktion unterhalb von Schreingebäuden, z.B. in Ise
  • Shinobazu no ike 不忍池
    Berühmter Teich im Ueno-Park in Tōkyō
  • Shinoda no Mori Kuzunoha Inari Jinja 信太森葛葉稲荷神社
    Inari Schrein der Kuzunoha im Wald von Shinoda“; Inari Schrein bei Ōsaka
  • Shinoda no Mori Kuzunoha Inari Jinja 信太森葛葉稲荷神社
    Inari Schrein der Kuzunoha im Wald von Shinoda“; Inari Schrein bei Ōsaka
  • shinōkōshō 士農工商
    wtl. „Krieger, Bauern, Handwerker, Kaufleute“; Vier-Stände-System, in dem eine hierarchische Ordnung innerhalb der genannten endogamen Berufsstände angestrebt wird; gesell. Ideal des Edo-Zeit
  • Shinran 親鸞
    1173–1262; Gründer der Jōdo Shin-Schule
  • Shinron 新論
     1825 von Aizawa Seishisai geschriebene Kollektion von Essays, welche sich unter anderem mit der Tokugawa Verteidigungspolitik auseinandersetzen
  • shinshoku 神職
    kami-Priester
  • shinshūkyō 新宗教
    Neue Religion oder Neureligion (seit Beginn der Moderne)
  • shintai 神体
    heiliges Objekt eines Shintō-Schreins; wtl. „Gottkörper“
  • Shintō 神道
    Shintō; wtl. Weg der Götter, Weg der kami
  • shintō 新党
    Neue Partei (Homonym von Shinto)
  • shintō 浸透
    Osmose (Homonym von Shinto)
  • shinzō 神像
    Bild oder Statue einer Shintō-Gottheit (kami)
  • Shirakawa Tennō 白河天皇
    1053–1129; 72. Kaiser von Japan; (r. 1073–1087); übte ab 1087 als Ex-Kaiser im geistlichen Stand (daijō hōō) reale Macht aus und begründete damit die Regierung der Klosterkaiser (insei)
  • Shiratori Jinja 白鳥神社
    wtl. Weißvogel Schrein; in vielen Landesteilen Japans vorkommende Schreine; meist Yamato Takeru geweiht, der sich nach seinem Tod in einen weißen Vogel verwandelt haben soll
  • Shiratori Misasagi 白鳥陵
    Hügelgrab des mythol. Helden Yamato Takeru
  • shishi 獅子
    Löwe, auch „Löwenhund“; Wächterfigur vor religiösen Gebäuden
  • shishimai 獅子舞
    „Löwentanz“; ursprünglich trad. chin. Tanz zum Neujahrsfest
  • Shi-Tennō 四天王
    wtl. Vier Himmelskönige, die aber eher als Himmelswächter auftreten und jeweils eine Himmelsrichtung beschützen; angeführt von Bishamon-ten, dem Wächter des Nordens; der Ausdruck wird auch für diverse Gruppen von vier Kriegern angewendet
  • Shitennō-ji 四天王寺
    buddh. Tempel im heutigen Ōsaka; zählt zusammen mit dem Asuka-dera zu den beiden ältesten Tempeln Japans (Gründung 593)
  • Shoku Nihongi 続日本紀
    2. offizielle Reichschronik (797), Nachfolger des Nihon shoki (Nihongi), daher der Name „Fortsetzung des Nihongi
  • Shosha negi kannushi hatto 諸社禰宜神主法度
    „Bestimmungen für Schreinpriester“ 1665
  • shōbō 正法
    Zeit des wahren Dharma
  • Shōdō 勝道
    735–817; buddhistischer Mönch aus Ost-Japan, in erster Linie als Gründer des religiösen Zentrums von Nikkō bekannt
  • shōen 荘園 / 庄園
    Lehen, feudale Landbesitzung
  • Shōgatsu 正月
    Neujahr, Neujahrsfest; in der Alltagssprache meist O-shōgatsu
  • Shōgun 将軍
    Shōgun; Titel der Militärherrscher aus dem Kriegeradel
  • Shō Kannon 聖観音
    Heilige(r) Kannon
  • Shōkon-sha 招魂社
    wtl. „Schrein zur Her­bei­rufung der [Helden]seelen“; Schrein zum Gedenken an gefallene Sodaten, ab der Meiji-Zeit in Gebrauch; berühmtester Vertreter ist der Yasukuni Jinja in Tōkyō
  • Shōmen Kongō 青面金剛
    wtl. „grüngesichtiger Vajra“, dämonische Gottheit
  • Shōmu Tennō 聖武天皇
    701–56; 45. japanischer Kaiser; (r. 724–49); Förderer des Buddhismus
  • Shōtoku Taishi 聖徳太子
    574–622; Prinz Shōtoku; kaiserlicher Regent
  • Shōun Genkei 松雲元慶
    1648–1710; Edo-zeitlicher Bildhauer-Mönch der Ōbaku-shū, v.a. für seine fünfhundert rakan bekannt
  • Shōwa 昭和
    Regierungszeit des Tennō Hirohito (1926–1989)
  • Shōwa Tennō 昭和天皇
    1901–1989; 124. Kaiser Japans; (r. 1926–1989); Eigenname: Hirohito.
  • Shugendō 修験道
    gemischt-rel. Bergkult, Orden der yamabushi
  • shuin 朱印
    wtl. „roter (=offizieller) Stempel“; auch für rel. Zwecke, z.B. Stempel ins Pilgerlogbuch verwendet
  • shuji 種子
    Symbolische Sanskrit-Zeichen; wtl. Samen (Skt. bija)
  • shukke 出家
    buddh. Mönch; wtl. „der das Haus/die Familie verlässt“
  • Shukongō-jin 執金剛神
    skt. Vajrapani. Buddhistische Wächterfigur
  • Shukongō-jin 執金剛神
    skt. Vajrapani; buddhistische Wächterfigur
  • Shumisen 須弥山
    Buddhistischer Weltenberg; skt. Meru oder Sumeru;
  • shunga 春画
    wtl. „Frühlingsbilder“; Gemälde und Druckwerke mit expliziten sexuellen Darstellungen
  • Shuten Dōji 酒顛童子
    wtl. etwa Sauf-Knabe; berüchtigter Dämon der Heian-Zeit
  • -shū
    rel. Schule, Richtung, Sekte
  • shūgyō 修業
    Übung, Ausbildung; im rel. Kontext meist verbunden mit körperlichem Einsatz und/oder Askese
  • shūha 宗派
    rel. Schule oder Sekte, Glaubensgemeinschaft
  • shūha shintō 宗派神道
    Sektenshintō, s.a. kyōha shintō
  • shūmon aratame 宗門改
    „Glaubensüberprüfung“; religiöse Kontrolle in der Edo-Zeit
  • shūmon aratame chō 宗門改帳
    Glaubensüberprüfungsregister
  • shūmon aratame yaku 宗門改役
    frühmoderne Behörde zur Glaubensüberprüfung
  • shūnen 執念
    Rachsucht, Groll, Obsession
  • shūshin 修身
    Moral- bzw. Ethikunterricht im ehemaligen jap. Schulsystem
  • Soga no Iname
    506–570; japanischer Staatsmann unter Kinmei Tennō; festigte durch die Einheirat seiner Töchter ins Kaiserhaus die dominierende Stellung seiner Familie im 6. und 7. Jh.
  • Soga no uji 蘇我氏
    Soga-Klan, die ersten Förderer des jap. Buddhismus
  • Soga no Umako 蘇我馬子
    551?–626; Staatsmann; Sohn des Soga no Iname
  • sonaemono 供え物
    Opfergabe
  • sonnō jōi 尊王攘夷
    „Ehrt den Kaiser, verjagt die Barbaren“; anti-westlicher Slogan des 19. Jh.s (Zitat aus den Frühling- und Herbstannalen des Konfuzius)
  • sorei 祖霊
    Ahnenseele
  • sotoba 卒塔婆
    heute: hölzerne Grabbeigabe; abg. von skt. stupa, eig. „Pagode“; in dieser Bedeutung wird sotoba jedoch auf das mittlere Zeichen 塔verkürzt;
  • Sōfuku-ji 崇福寺
    Buddhistischer Tempel in Nagasaki; 1629 errichtet
  • sōgiya 葬儀屋
    Bestattungsfirma
  • sōgō 僧綱
    Behörde für buddhistische Angelegenheiten (Altertum)
  • sōhei 僧兵
    Kriegermönch, Mönchssoldat
  • Sōjōbō 僧正坊
    wtl. in etwa „Erzabt“; der buddhistische Titel ist aber in erster Line als Eigennamen eines tengu-Königs bekannt; Minamoto no Yoshitsune soll von diesem tengu die Kunst des Schwertkampfes erlernt haben
  • Sōka Gakkai 創価学会
    wtl. in etwa „Organisation zum Studium vermehrter Werte“; neu-religiöse buddhistische Laienorganisation, gegr. 1930
  • sōrin 相輪
    Stab an der Spitze einer Pagode, üblicherweise mit neun Ringen versehen
  • sōshiki 葬式
    Begräbnis, Bestattung, Totenritus
  • sōshiki bukkyō 葬式仏教
    „Begräbnis-Buddhismus“; Buddhismus, der auf die Abhaltung von Totenriten fokussiert ist
  • Sōtō-shū 曹洞宗
    Schule des Zen-Buddhismus
  • Sugawara no Michizane 菅原道真
    845–903, Heian-zeitl. Staatsmann und Gelehrter; posthum als Tenman Tenjin vergöttlicht, heute Gott der Gelehrsamkeit
  • sugi
     Japanische Zeder
  • Suigetsu Kannon 水月観音
    Wassermond Kannon; Motiv Kannons an mondbeleuchtetem Meer
  • suijaku 垂迹
    wtl. kami-Spur (eines Buddha); buddh. Bezeichnung für → kami
  • Suiko Tennō 推古天皇
    554–628; Kaiserin(!) Suiko; 33. Tennō Japans (r. 593–628)
  • Suinin Tennō 垂仁天皇
    11. kaiserl. Herrscher Japans, leg. Regiergungszeit 29 v.–70 n.u.Z.
  • Sujin Tennō 崇神天皇
    97–30 v.u.Z. (mythol. Regierungszeit); 10. japanischer Kaiser
  • Sukunabikona 少名毘古那
    winzige Gottheit, Gefährte oder alter ego von Ōkuninushi, auch: Sukunahikona
  • Sukuyō-kyō 宿曜経
    Sutra der Sternbilder
  • Sumō 相撲
    japanischer Ringkampf
  • Susanoo 須佐之男
    mytholog. Trickster-Gott; Sturmgott, Mondgott
  • Suseri-hime 須勢理毘売
    Tochter Susanoos, Ehefrau Ōkuninushis
  • Sushun Tennō 崇峻天皇
    553?–592; 32. Tennō, r. 587–592; Bruder von Yōmei Tennō und Suiko Tennō
  • Suzuki Daisetsu 鈴木大拙
    1870–1966; jap. Zen-Autor; Bekannt als Daisetz T. Suzuki
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„S.“ In: Bernhard Scheid (Hg.), Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 14.7.2015). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Metalog:Glossar/S?oldid=50742