Kitsune-Motive

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Bernhard Scheid, „Kitsune-Motive.“ In: Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 27.12.2016). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Mythen/Verwandlungskuenstler/Kitsune?oldid=67582
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Fuchs (kitsune)

Farbholzschnitt (mokuhan), kitsune (Papier, Farbe) von Ohara Koson (1877–1945). Ca. 1910; 37 x 19 cm
Bildquelle: The Art of Japan. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Die tanzende Bewegung auf zwei Beinen und das Blatt auf seinem Kopf zeigen an, dass der Fuchs (kitsune) im Begriff ist, menschliche Gestalt anzunehmen.

. 1 Tanzender kitsune

Mit fünfzig Jahren kön­nen sich Füch­se in Frau­en ver­wan­deln, mit hun­dert in Schön­hei­ten oder in Zau­be­rin­nen. Man­che ver­wan­deln sich auch in Män­ner und ha­ben Ver­kehr mit Frau­en. Sie kön­nen Din­ge aus tau­send Mei­len Ent­fer­nung er­ken­nen, be­herr­schen die Ma­gie, täu­schen die Men­schen und ver­wir­ren ihre Sinne. Mit tau­send Jah­ren kom­muni­zieren sie mit dem Him­mel und wer­den zu Himm­lischen Füch­sen.1

Dieses Zitat aus einem chine­si­schen Lexi­kon des zehnten Jahr­hun­derts um­reißt die meisten Eigen­schaf­ten, die Füchsen (kitsune kitsune Fuchssiehe auch Verwandlungskuenstler → Bauten/Bekannte Schreine→ Bauten/Bekannte Schreine/Fushimi→ Mythen/Symboltiere/Namazu-e ) auch in Japan nach­gesagt werden. In beiden Ländern sind Füchse als Meister der magi­schen Ver­wand­lung ein wich­tiger Be­stand­teil der Geister­welt. Sie können nach Be­lieben in die Gestalt von Men­schen schlüp­fen oder in Men­schen illu­sori­sche Wahr­neh­mun­gen er­zeugen. Der Fuchs auf der Ab­bildung rechts be­deckt etwa seinen Kopf mit einem Blatt und voll­führt einen magi­schen Tanz. Es ist dies ein un­trüg­liches Zeichen, dass er im Begriff ist eine andere Gestalt an­zu­nehmen.

Die Fuchsbilder und -geschichten auf dieser Seite stammen vor allem aus der Edo Edo 江戸 Sitz der Tokugawa Shōgune, 1600–1867 (= Edo-Zeit); heute: Tōkyōsiehe auch Geschichtsperioden → Grundbegriffe/Buddhismus→ Bauten/Bekannte Tempel→ Grundbegriffe/Shinto→ Grundbegriffe/Stereotype/Herrigels Zen→ Bauten/Bekannte Tempel/Berg Koya → mehr -Zeit, gehen aber zumeist auf ältere Vorbilder zurück. Dank der Vor­liebe für das Un­heim­lich-Mysteriös-Ge­spens­tische in der Edo-zeit­lichen Populär­kultur wurden Fuchs­motive besonders im frühen neunzehnten Jahrhundert zu einem beliebten Sujet des Kabuki Kabuki 歌舞伎 „Gesang- und Tanzkunst“; Anfang des 17. Jhd. aus Musik, Schauspiel und Tanz entwickeltes Theater-Genresiehe auch Kaidan → Mythen/Geister→ Geschichte/Kamakura/Verwuenschungen -Theaters und der ukiyo-e ukiyo-e 浮世絵 „Bilder der fließenden Welt“, populäre Farbholzschnitte der Edo-Zeitsiehe auch Kaidan → Ikonographie→ Bauten/Bekannte Tempel/Asakusa→ Alltag/Pilgerschaft→ Alltag/Matsuri/Phalluskulte→ Mythen/Geister → mehr . Neben dem wohligen Grusel­gefühl, das un­heim­liche Fuchs­ge­schich­ten ver­mitteln können, wurde und wird die magische Macht der Füchse aber auch durch­aus für real gehalten und führte in der Edo-Zeit zu ähn­lichen Extremen wie der euro­päische Hexen­glauben: Ins­beson­dere Frauen konnten ver­folgt oder ver­stoßen werden, weil man sie für ver­wan­delte Füch­sinnen hielt.

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Füchsin mit weißem Gesicht und neun Schwänzen

Farbholzschnitt, kitsune (Papier, Farbe) von Katsushika Hokusai, Detail. Edo-Zeit, um 1810; aus der Serie Sangoku yōko-den (Fuchsgeschichten aus drei Ländern), 1807
Bild © Tōkyō National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/6)

Ein neunschwänziger Fuchs als Personifikation einer übelwollenden Dämonin stürzt ein ganzes Reich ins Chaos: Es handelt sich um Kayō Fujin — eine frühere Existenz der Füchsin Tamamo no Mae— die hier als „goldener Fuchs mit weißem Gesicht und neun Schwänzen“ in einer Wolke aus schwarzem Rauch erscheint.

. 2 Neunschwänziger Fuchs

Zauberische Fuchsfrauen

Ähnlich wie in China verwandeln sich auch japanische kitsune vor­zugs­weise — wenn auch nicht aus­schließ­lich — in schöne Frauen. Le­gen­den solcher Fuchs­frauen tau­chen schon im japa­nischen Alter­tum (z.B. im Nihon ryōiki Nihon ryōiki 日本霊異記 „Wunder­same Bege­ben­heiten aus Japan“; buddhistische Legendensammlung von Kyōkai (Anfang 9. Jh.)siehe auch Heian Zeit → Bauten/Bekannte Tempel/Berg Koya→ Alltag/Yamabushi/En no Gyoja→ Ikonographie/Waechtergoetter/Wind und Donner→ Mythen/Hoellen/Hoellenbilder → mehr 2) auf, wurden im Laufe der Zeit mit zahl­reichen Details aus­ge­schmückt und schließ­lich in der Edo-Zeit auch für das Kabuki-Thea­ter adap­tiert. Die beiden be­kann­testen Gestalten sind Kuzunoha Kuzunoha 葛の葉 Fuchsgeist in Frauengestalt, wtl. „Rankenblatt“; angebl. Mutter des Magiers Abe no Seimei, die liebende Mutter und Ehefrau, und Tamamo no Mae Tamamo no Mae 玉藻の前 legendäre Hofdame und Kurtisane des Toba Tennō; Fuchsgeist, die ver­ruchte Hofdame. Sie stehen ein­ander cha­rakterlich dia­met­ral gegen­über und zeigen, dass der Fuchs mit seinen Zauber­kräf­ten sowohl positiv als auch negativ in Er­schei­nung treten kann. Den­noch haben beide Legen­den über­raschende Paral­lelen: In beiden Fällen kann die Fuchsfrau nicht lange in der Gesell­schaft der Menschen ver­blei­ben, ja, sie verwandelt sich sogar schlussendlich, als Kon­sequenz ihrer Extra­vagan­zen, in einen Stein. Außer­dem tau­chen in beiden Legen­den Mit­glie­der der Familie Abe auf. Diese waren in der Heian Heian 平安 alter Name Kyōtos, eig. Heian-kyō 平安京, „Stadt des Friedens“; politisches Zentrum 794–1185 (= Heian-Zeit)siehe auch Heian Zeit → Bauten/Bekannte Tempel→ Grundbegriffe/Shinto→ Ikonographie→ Bauten/Tempel/Pagoden→ Bauten/Bekannte Tempel/Berg Koya → mehr -Zeit die füh­renden Yin-Yang Meister bei Hof und galten als solche — ebenso wie die Füchse selbst — als Meister der Magie.

Kuzunoha­, die liebende Fuchsmutter

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Die Blüte der Kuzu-Ranke (Kuzu no hana)

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Ogata Gekkō (1859–1920). Meiji Zeit, 1899; aus der Serie Wettstreit zwischen Schönheiten und Blumen (Bijin hana kurabe); 35 × 23,8 cm
Bild © Rijksmuseum, Amsterdam (RP-P-1982-94). (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

So könnte die Fuchsfrau Kuzunoha (Rankenblatt) ausgesehen haben, als ihr Mann sie zum ersten Mal traf. Hut und Stock deuten eine Reisekleidung an. Auf dem Kimono ist ein Kuzu-Rankenmuster erkennbar. Die Haltung ähnelt derjenigen des tanzenden Fuchses von Ohara Koson, aber vor allem das Spiegelbild im Wasser verrät, dass es sich um eine Fuchsfrau handelt.

. 3 Kuzunoha

Die Grunderzählung dieser Legende lautet in etwa folgendermaßen:

Abe no Yasuna Abe no Yasuna 安部保名 Heian-zeitlicher Höfling und angebl. Vater des Abe no Seimei, ein Heian-zeitlicher Höfling, der sich in der Kunst der Magie übt, rettet im Wald von Shinoda (in der Umge­bung des heu­tigen Ōsaka) einen weißen Fuchs vor einem Jäger. Er ver­letzt sich dabei, doch es erscheint eine junge Frau namens Kuzunoha (Ran­kenblatt), die ihn gesund pflegt. Die beiden ver­lieben sich, heiraten und be­kommen einen Sohn. Als dieser fünf Jahre ist, kann Kuzu­noha ihre wahre Iden­ti­tät nicht länger ver­bergen. Sie be­sucht ein letztes Mal ihr Kind und schreibt ein zu Herzen ge­hen­des Ab­schieds­ge­dicht, um schließ­lich als Füch­sin in ihren Wald zu­rück­zu­keh­ren. Das Kind des Paares ist Abe no Seimei Abe no Seimei 安部清明 921?–1005; Yin-Yang Meister des 10. Jh.ssiehe auch Yin und Yang (921?–1005), der in der Folge zum be­rühm­testen Magier der Heian-Zeit heranwächst.

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. 4Abschiedsgedicht

Die Füchsin Kuzunoha

Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Toyokuni (1769–1825). 1861
Bild © National Diet Library, Tōkyō. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Die Fuchsmutter Kuzunoha schreibt, ihr Kind in den Armen, ihr Abschiedsgedicht. Die Figur der Mutter ist für Eingeweihte als Portrait des Kabuki-Schauspielers Nakamura Shikan IV (1831–1899) zu identifizieren.

Diese Geschichte existiert in zahlreichen Varianten.3 Das einzige un­ver­änder­liche Ele­ment ist jeweils das Abschieds­ge­dicht, das auch auf den meisten Bildern zu finden ist:

Wenn du mich liebst/ so komm und such mich/ in Izumi/
im Wald von Shinoda/ die trauernde Kuzunoha 4

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Die Füchsin Kuzunoha (Kuzu no ha kitsune)

Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi; aus der Serie Genji kumo ukiyo e-awase („Vergleiche von Bildern der Fließenden Welt mit den Wolken des Genji monogatari“), Kapitel 2, 1844/45
Bild © Kichō shiryō gazō database, Tōkyō Metropolitan Library. (Letzter Zugriff: 2011/10)

Auf dieser Darstellung wird der verräterische Schatten der Fuchsfrau (Kuzunoha) besonders hervorgehoben.

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Kuzunoha in ihrer Wechselgestalt von Frau und (trauernder) Füchsin

Holzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi. 1852; aus der Serie „Die 69 Stationen der Kiso-Route“
Bild © Japanese Finearts. (Letzter Zugriff: 2014/8/30)

Neben Kuzunoha ist hier auch der Ehemann der Kuzunoha, Abe no Yasuna, dargestellt.

. 5 . 6 Kuzunoha im Moment der Verwandlung (Utagawa Kuniyoshi Utagawa Kuniyoshi 歌川 国芳 1798–1861; Maler und Zeichner. Bekannter Verteter des ukiyo-e-Farbholzschnittssiehe auch Junishi → Mythen/Imaginaere Tiere/Komainu→ Mythen/Geister/Kaidan→ Geschichte/Zen/Bodhidharma→ Ikonographie/Heilige/16 Arhats )
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Die Füchsin Kuzunoha (Kitsune Kuzunoha)

Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Hiroshige (1797–1858); aus der Serie Ogura nazorae hyakunin isshu, 1845–49
Bild © National Diet Library, Tōkyō. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Darstellung der Kuzunoha

. 7 Kuzunoha von Hiroshige
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Die Fuchsfrau Kuzunoha verlässt ihr Kind (Kuzunoha kitsune dōji wakaruru no zu)

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi. 1890; aus der Serie Shinkei sanjūroku kaisen (Neue 36 Geister)
Bild © Kichō shiryō gazō database, (Tōkyō Metropolitan Library). (Letzter Zugriff: 2011/10)

Der Schatten verrät die wahre Natur der Fuchsmutter. Im Vordergrund die Rankenpflanze (kuzu), die Kuzunoha ihren Namen gab.

. 8 Kuzunoha von Yoshitoshi

Im Stadt­gebiet des heutigen Ōsaka, wo sich einst der Wald von Shinoda be­fand, exis­tiert noch heute ein alter Schrein, der Kuzu­noha ge­weiht ist. Er heißt mit vollem Namen Shinoda no Mori Kuzunoha Inari Jinja Shinoda no Mori Kuzunoha Inari Jinja 信太森葛葉稲荷神社 Inari Schrein der Kuzunoha im Wald von Shinoda“; Inari Schrein bei Ōsakasiehe auch→ Karte (etwa Schrein der Kuzunoha im Wald von Shinoda) und ist klarerweise der Fuchsgottheit Inari Inari 稲荷 Reisgottheit, häufig von Fuchswächtern bewachtsiehe auch Fushimi → Bauten/Bekannte Tempel/Berg Koya→ Bauten/Bekannte Schreine→ Ikonographie/Shinto-Goetter→ Mythen/Imaginaere Tiere→ Mythen/Verwandlungskuenstler → mehr zugeordnet. In diesem Schrein wird ein Stein auf­be­wahrt, in den sich die Füch­sin schluss­endlich ver­wan­delt haben soll.

Tamamo no Mae, die Füchsin als Femme fatale

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Tryptichon mit Tamamo no Mae und Yasunari

Holzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Kunisada. Edo-Zeit
Bild © Kinsei fūzoku zue database, Nichibunken, Kyōto. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Tamamo no Mae mit Yasunari, dessen Spiegel sie und ihre Fuchsarmee mit wahrem Gesicht zeigt (re), sowie dem Bogenschützen Miura-no-suke, der sie schließlich zur Strecke bringen wird.

. 9 Tamamo no Mae wird als Fuchs entlarvt

Die Geschichte der Tamamo no Mae Tamamo no Mae 玉藻の前 legendäre Hofdame und Kurtisane des Toba Tennō; Fuchsgeist spielt ebenfalls in der Heian-Zeit und umfasst sogar ein Mitglied der Familie Abe, welche schon in der Kuzu­noha-Legende vor­kommt. Doch die Rolle der Füch­sin ist bei­nahe spie­gel­bild­lich ange­legt:

Ein kinderloses Paar zieht ein Waisen­mädchen auf, dessen Schön­heit und Klug­heit so außer­ge­wöhn­lich sind, dass man selbst in der Haupt­stadt davon erfährt. Man ruft sie an den Hof, wo sie den Namen Tamamo no Mae (Hofdame Juwelen­seegras) be­kommt und alle ver­blüfft, da sie selbst die knifflig­st­en Fragen zum Buddhis­mus be­ant­worten kann. Als einmal in der Dunkel­heit helles Licht aus ihrem Körper er­strahlt, wird sie für ein bud­dhis­tisches Wesen ge­halten. Der Exkaiser Toba Toba Tennō 鳥羽天皇 1103–1156, r. 1107–1123; 74. jap. Kaiser (Heian-Zeit); regierte nach seinem Rücktritt als „Klosterkaiser“5 ver­liebt sich in das Mädchen und macht sie zu seiner Ge­liebten. Doch bald er­krankt er an einem rätsel­haften Leiden, dessen Ursachen sämt­lichen Ärzten rätsel­haft bleiben. Der Astrologe und Yin-Yang Meister Abe no Yasunari Abe no Yasunari 安倍泰成 fiktionale Persönlichkeit der Heian Zeit; Yin Yang-Meister (ein Abkömm­ling des oben er­wähnten Abe no Seimei) er­kennt, dass der Exkaiser von Tamamo no Mae ver­hext wird. Diese sei in Wirk­lich­keit ein uralter Fuchsgeist mit zwei (in späteren Versionen neun) Schwänzen, ein Feind des Buddhismus, der es da­rauf ab­ge­sehen habe, fromme Herr­scher zu Fall zu bringen. Yasunari lässt Tamamo zu Test­zwecken selbst ein bud­dhis­tisches Ritual durch­führen, sie aber ist dazu nicht im Stande, zeigt end­lich ihre wahre Gestalt und flieht.

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Tamamo no Mae

Buchillustration (Papier, Farbe). Edo-Zeit; aus Kaibutsu gahon (Gespenster-Bilderbuch)
Bild © Kinsei fūzoku zue database. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Tamamo no Mae, die Hofdame, die in Wirklichkeit ein neunschwänziger Fuchs ist.

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Die Enttarnung der Tamamo no Mae

Holzschnitt (Papier, Farbe) von Chikanobu. 1886
Bild © National Diet Library. (Letzter Zugriff: 2009/5)

Enttarnung der Tamamo no Mae durch den Priester Abe no Yasunari. Im oberen Bildteil sieht man sie als neunschwänzigen Fuchs, verfolgt von den tapfersten Bogenschützen des Landes.

. 10 . 11 Tamamo no Mae, die heimtückisch-elegante Fuchsdämonin
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Die Enttarnung der Tamamo no Mae (Abe no Yasuchika Tamamo no Mae o inoru)

Holzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861). Um 1835; 37.4 x 26 cm
Bild © Museum of Fine Art, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)
William Sturgis Bigelow Collection

Exorzismus der Tamamo no Mae durch Abe no Yasunari (hier: Yasuchika) mit Hilfe eines Spiegels, in dem sie als neunschwänziger Fuchs erscheint.

. 12 Entarnung
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Mönch Gennō

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi. Ca. 1850, Sangoku yōko zue („Fuchsmonster aus drei Reichen“); 37,6 x 25,9 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Der Zenmönch Gennō Shinshō befriedet den Geist der Tamamo no Mae und beseitigt damit den Fluch des Todessteins, in den sich Tamamo schlussendlich verwandelt hat. Der volle Titel des Bildes lautet: „Gennō tut einen Scheltschrei und bringt damit den Geis des bösen Fuchses zum Verschwinden“ (Gennō ikkatsu shite akuko no rei o metsu su).

. 13 Todesstein

Nach einer lang­wierigen Expedi­tion gelingt es schließlich den tapfersten Bogen­schüt­zen des Landes, Tamamo an ihrem Heimat­ort, der Nasu Nasuno 那須野 „Nasu-Ebene“; in der Präfektur Tochigi, westlich der Stadt Nasu-Ebene in der heutigen Präfek­tur Tochigi (nördlich von Tōkyō), zur Strecke zu bringen. Von einem Pfeil töd­lich ge­trof­fen ver­wandelt sie sich in einen giftigen „Todes­stein“ (Sesshōseki Sesshōseki 殺生石 „Todesstein“; Stein, der giftige Dämpfe aussendet), der jeden, der zu nahe kommt, tötet. Erst über zwei­hundert Jahre später gelingt es einem Zen-Mönch namens Gennō Shinshō Gennō Shinshō 源翁心昭 1329–1400; Zen-Mönch, dem magische Fähigkeiten zugeschrieben wurden, den Fluch der Tamamo no Mae zu bannen.

In der erweiterten Version der Legende heißt es, Tamamo hätte bereits in frühe­ren Er­schei­nungs­for­men die Kaiser von Indien und China ver­hext, sofern sie gläu­bige Buddhis­ten waren, und den Unter­gang ganzer Dyna­stien her­bei­ge­führt. Dieses Motiv findet sich tat­säch­lich auch in chine­sischen Fuchs­le­genden. Es wird bereits in mittel­alter­lichen Versi­onen der Tamamo Legende erwähnt, zu durch­schla­gen­der Popu­larität ge­lang­ten die außer­japa­nischen Fuchs­frauen aber durch den illus­trier­ten Roman Ehon sankoku yōfuden Ehon sankoku yōfuden 繪本三國妖婦傳 „Bilderbuch der Gespensterfrauen aus Drei Ländern“; illustrierter Roman von Takai Ranzan („Gespens­ter­frauen aus den Drei Ländern“) von Takai Ranzan Takai Ranzan 高井 蘭山 1762–1838; Romanautor der Edo-Zeit, mit Bildern von Teisai Hokuba Teisai Hokuba 蹄斎 北馬 1771–1844; Künstler und Schüler des Katsushika Hokusai, der zwischen 1803 und 1805 erschien. Das Motiv der Tamamo no Mae wurde unter anderem auch von Kurosawa Akira Kurosawa Akira 黒澤明 1910–1998; zählt zu den bekanntesten japanischen Filmregisseuren; v.a. bekannt für Historiendramen wie Rashomon (1950), Die Sieben Samurai (1954) oder Ran (1985).siehe auch→ Geschichte/Reichseinigung in sein Alterswerk Ran (1985) eingebaut.6

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Neunschwänziger Fuchs

Holzschnitt von Kuniyoshi. Edo-Zeit
Bild © Kichū shogazō database, National Diet Library. (Letzter Zugriff: 2009/5)

Auch in Indien trieb der neunschwänzige Fuchs (kitsune) sein Unwesen.

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Kayō Fujin

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi; aus der Serie Wa-kan hyaku monogatari („Hundert [Gespenster-]Gesichten aus Japan und China“), 1865
Bild © ukiyo-e. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Kayō Fujin ist die erste Inkarnation des neunschwänzigen Fuchs-Monsters in Indien, das sich später in Japan als Tamamo no Mae zeigen wird. Gemeinsames Merkmal: Die herrschende Dynastie zu stürzen.
Besonders interessant ist die Darstellung einer „Inderin“ in eropäischem Erscheinungsbild. Die Darstellung entstand kurz nach der erzwungenen „Öffnung“ Japans (1853), aber noch vor der Meiji-Restauration, als Japan von einer Welle anti-westlicher Ressentiments erfasst wurde.

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Neunschwänziger Fuchs in China

Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Kuniyoshi; aus der Serie Sangoku yōko zue („Fuchsmonster aus drei Reichen“), 1849–50
Bildquelle: The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Das neunschwänzige Fuchsmonster manifestiert sich in China als die Hofdame Dakki.

. 14. 15. 16
Tamamo no Mae in exotischer Form

Weitere Fuchsmotive

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Fuchslichter am Ōji Inari Schrein zum Jahresende

Farbholzschnitt, nishiki-e (Papier, Farbe) von Utagawa Hiroshige (1797–1858). Edo-Zeit, 1857; aus der Serie Meisho Edo hyakkei (Hundert berühmte Ansichten von Edo), 1857
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/6)
Denman Waldo Ross Collection

Das Bild illustriert den Glauben, dass sich Füchse (kitsune) mit den ihnen eigenen Fuchslichtern (kitsunebi) am letzten Tag des Jahres an bestimmten Orten treffen. In diesem Fall handelt es sich um einen Zürgelbaum (enoki) in der Nähe des Inari Schreins von Ōji (heute im Stadtgebiet Tōkyōs). Enoki-Bäume wurden in der Edo-Zeit auch als eine Art Meilenstein in festgesetzten Entfernungen entlang der Überlandstraßen angepflanzt.

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Fuchslichter (kitsunebi)

Buchillustration (Papier, Farbe). 1882; aus Kaibutsu gahon (Gespenster Bilderbuch)
Bild © Kaii-yōkai gazu database, Nichibunken, Kyōto. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Füchse (kitsune) mit ihren Fuchslichtern (kitsunebi).

. 17 . 18 Fuchslichter

Neben konkreten Geschichten illustrieren Edo-zeitliche Fuchsbilder auch all­ge­meine Vor­stel­lun­gen über die Zau­berkraft der Füchse. Auf der Ab­bildung oben sind bei genauer Be­trach­tung Lichter über den ein­zel­nen Füchsen zu er­ken­nen, so­ge­nannte „Fuchslichter“ (kitsunebi kitsunebi 狐火 „Fuchslichter“; mysteriöse Leuchterscheinungen), die nach volks­tüm­lichen Vor­stel­lun­gen die Seelen von Ver­stor­be­nen sein könnten.

Dass Füchse nicht immer durch­trieben und schlau sind, ist das Thema eines kyōgen kyōgen 狂言 komödiantischer Zwischenakt im Nō-Theatersiehe auch→ Mythen/Goetter des Himmels/Uzume -Stücks: Ein Fuchs nützt seine Ver­wand­lungs­kunst um in Gestalt eines Mönchs einem Jäger ins Gewissen zu reden, doch keine Füchse mehr zu jagen. Er kann den Jäger zwar über­zeugen, wird aber entlarvt, als er auf dem Rück­weg selbst in eine Fuchs­falle tappt. Auf den fol­gen­den Bildern ist dieser Fuchs in Mönchs­gestalt dar­ge­stellt.

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Kitsune

Hängerollbild, kitsune von Shiba Kōkan (1747–1818), Detail
Bildquelle: The Kitsune page. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Kitsune im Gewand einer Nonne

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Fuchsschrei (Konkai)

Farbholzschnitt, nishiki-e (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi (1839-1892); aus der Serie Tsuki hyakushi (Hundert Formen des Mondes), 1886
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Das Bild trägt den Titel eines komödiantischen Theaterstücks, in dem ein Fuchs (kitsune) die Gestalt eines Mönchs annimmt.

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Fuchs und Fuchsfalle

Hängerollbild, kitsune von Katsushika Hokusai (1760–1849), Detail
Bildquelle: Muian. (Letzter Zugriff: 2011/8)

Der als Mönch verkleidete Fuchs (kitsune) kurz vor dem Tritt in die Falle.

. 19. 20. 21
Füchse in Mönchsgewand

Verweise

Verwandte Themen

Fußnoten

  1. Zitat aus dem en­zyklo­pädi­schen Werk Taiping yulan 太平御覧 aus dem 10. Jh., geht aber auf ältere Quellen zurück. Zitiert nach Rania Huntington, Alien Kind: Foxes and Late Imperial Chinese Narrative. Harvard Univ Asia Center, 2003, S. 1.
  2. Vgl. Nihon Ryo Wiki, Erzählung I-02
  3. Die etwas kompli­zier­te Ver­sion des Kabuki-Dramas findet sich etwa bei Kabuki 21. [2007/1]
  4. Koishikuba/ tazune kite miyo/ Izumi naru// Shinoda no mori no/ urami Kuzu no ha
    恋しくば / 尋ね来て見よ / 和泉なる / 信太の森の / うらみ葛の葉
  5. Toba regierte als sog. Ex- oder Klosterkaiser (insei insei 院政 Regierung der „Klosterkaiser“ (späte Heian-Zeit)siehe auch Kami Kulte ) von 1129–1256, während sein Sohn Konoe Konoe Tennō 近衛天皇 1139–1155, r. 1142–1155; 76. jap. Kaiser (Heian-Zeit) formal als Tennō fungierte.
  6. In dem Historiendrama Ran (Aufruhr) lässt Kurosawa den treuen Vasallen Kurogane die Geschichte der Tamamo erzählen, um Kaede, die Frau seines Herren, als böse Intrigantin zu entlarven. Als derselbe Vasall den Kopf der Nebenbuhlerin Kaedes herbeibringen soll, präsentiert er stattdessen den Kopf einer steinernen Inari Inari 稲荷 Reisgottheit, häufig von Fuchswächtern bewachtsiehe auch Fushimi → Bauten/Bekannte Tempel/Berg Koya→ Bauten/Bekannte Schreine→ Ikonographie/Shinto-Goetter→ Mythen/Imaginaere Tiere→ Mythen/Verwandlungskuenstler → mehr -Statue und gibt vor, die Dame sei in Wirklichkeit eine Füchsin gewesen.

Bilderläuterungen

  1. Kitsune koson.jpg

    Fuchs (kitsune)

    Farbholzschnitt (mokuhan), kitsune (Papier, Farbe) von Ohara Koson (1877–1945). Ca. 1910; 37 x 19 cm
    Bildquelle: The Art of Japan. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

    Die tanzende Bewegung auf zwei Beinen und das Blatt auf seinem Kopf zeigen an, dass der Fuchs (kitsune) im Begriff ist, menschliche Gestalt anzunehmen.

  2. Tamamo hokusai.jpg

    Füchsin mit weißem Gesicht und neun Schwänzen

    Farbholzschnitt, kitsune (Papier, Farbe) von Katsushika Hokusai, Detail. Edo-Zeit, um 1810; aus der Serie Sangoku yōko-den (Fuchsgeschichten aus drei Ländern), 1807
    Bild © Tōkyō National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/6)

    Ein neunschwänziger Fuchs als Personifikation einer übelwollenden Dämonin stürzt ein ganzes Reich ins Chaos: Es handelt sich um Kayō Fujin — eine frühere Existenz der Füchsin Tamamo no Mae— die hier als „goldener Fuchs mit weißem Gesicht und neun Schwänzen“ in einer Wolke aus schwarzem Rauch erscheint.

  3. Kuzunohana.jpg

    Die Blüte der Kuzu-Ranke (Kuzu no hana)

    Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Ogata Gekkō (1859–1920). Meiji Zeit, 1899; aus der Serie Wettstreit zwischen Schönheiten und Blumen (Bijin hana kurabe); 35 × 23,8 cm
    Bild © Rijksmuseum, Amsterdam (RP-P-1982-94). (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

    So könnte die Fuchsfrau Kuzunoha (Rankenblatt) ausgesehen haben, als ihr Mann sie zum ersten Mal traf. Hut und Stock deuten eine Reisekleidung an. Auf dem Kimono ist ein Kuzu-Rankenmuster erkennbar. Die Haltung ähnelt derjenigen des tanzenden Fuchses von Ohara Koson, aber vor allem das Spiegelbild im Wasser verrät, dass es sich um eine Fuchsfrau handelt.

  4. Kuzunoha toyokuni.jpg

    Die Füchsin Kuzunoha

    Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Toyokuni (1769–1825). 1861
    Bild © National Diet Library, Tōkyō. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

    Die Fuchsmutter Kuzunoha schreibt, ihr Kind in den Armen, ihr Abschiedsgedicht. Die Figur der Mutter ist für Eingeweihte als Portrait des Kabuki-Schauspielers Nakamura Shikan IV (1831–1899) zu identifizieren.

  5. Kuzunoha kuniyoshi.jpg

    Die Füchsin Kuzunoha (Kuzu no ha kitsune)

    Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi; aus der Serie Genji kumo ukiyo e-awase („Vergleiche von Bildern der Fließenden Welt mit den Wolken des Genji monogatari“), Kapitel 2, 1844/45
    Bild © Kichō shiryō gazō database, Tōkyō Metropolitan Library. (Letzter Zugriff: 2011/10)

    Auf dieser Darstellung wird der verräterische Schatten der Fuchsfrau (Kuzunoha) besonders hervorgehoben.

  6. Kuzunoha kuniyoshi2.jpg

    Kuzunoha in ihrer Wechselgestalt von Frau und (trauernder) Füchsin

    Holzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi. 1852; aus der Serie „Die 69 Stationen der Kiso-Route“
    Bild © Japanese Finearts. (Letzter Zugriff: 2014/8/30)

    Neben Kuzunoha ist hier auch der Ehemann der Kuzunoha, Abe no Yasuna, dargestellt.

  7. Kuzunoha hiroshige.jpg

    Die Füchsin Kuzunoha (Kitsune Kuzunoha)

    Farbholzschnitt, nishikie (Papier, Farbe) von Utagawa Hiroshige (1797–1858); aus der Serie Ogura nazorae hyakunin isshu, 1845–49
    Bild © National Diet Library, Tōkyō. (Letzter Zugriff: 2016/8)

    Darstellung der Kuzunoha

  8. Kuzunoha yoshitoshi.jpg

    Die Fuchsfrau Kuzunoha verlässt ihr Kind (Kuzunoha kitsune dōji wakaruru no zu)

    Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi. 1890; aus der Serie Shinkei sanjūroku kaisen (Neue 36 Geister)
    Bild © Kichō shiryō gazō database, (Tōkyō Metropolitan Library). (Letzter Zugriff: 2011/10)

    Der Schatten verrät die wahre Natur der Fuchsmutter. Im Vordergrund die Rankenpflanze (kuzu), die Kuzunoha ihren Namen gab.

  9. Tamamo toyokuni3.jpg

    Tryptichon mit Tamamo no Mae und Yasunari

    Holzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Kunisada. Edo-Zeit
    Bild © Kinsei fūzoku zue database, Nichibunken, Kyōto. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

    Tamamo no Mae mit Yasunari, dessen Spiegel sie und ihre Fuchsarmee mit wahrem Gesicht zeigt (re), sowie dem Bogenschützen Miura-no-suke, der sie schließlich zur Strecke bringen wird.

  10. Tamamo kaibutsugahon.jpg

    Tamamo no Mae

    Buchillustration (Papier, Farbe). Edo-Zeit; aus Kaibutsu gahon (Gespenster-Bilderbuch)
    Bild © Kinsei fūzoku zue database. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

    Tamamo no Mae, die Hofdame, die in Wirklichkeit ein neunschwänziger Fuchs ist.

  11. Tamamo chikanobu.jpg

    Die Enttarnung der Tamamo no Mae

    Holzschnitt (Papier, Farbe) von Chikanobu. 1886
    Bild © National Diet Library. (Letzter Zugriff: 2009/5)

    Enttarnung der Tamamo no Mae durch den Priester Abe no Yasunari. Im oberen Bildteil sieht man sie als neunschwänzigen Fuchs, verfolgt von den tapfersten Bogenschützen des Landes.

  12. Tamamo kuniyoshi.jpg

    Die Enttarnung der Tamamo no Mae (Abe no Yasuchika Tamamo no Mae o inoru)

    Holzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi (1797–1861). Um 1835; 37.4 x 26 cm
    Bild © Museum of Fine Art, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)
    William Sturgis Bigelow Collection

    Exorzismus der Tamamo no Mae durch Abe no Yasunari (hier: Yasuchika) mit Hilfe eines Spiegels, in dem sie als neunschwänziger Fuchs erscheint.

  13. Tamamo kuniyoshi3.jpg

    Mönch Gennō

    Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi. Ca. 1850, Sangoku yōko zue („Fuchsmonster aus drei Reichen“); 37,6 x 25,9 cm
    Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

    Der Zenmönch Gennō Shinshō befriedet den Geist der Tamamo no Mae und beseitigt damit den Fluch des Todessteins, in den sich Tamamo schlussendlich verwandelt hat. Der volle Titel des Bildes lautet: „Gennō tut einen Scheltschrei und bringt damit den Geis des bösen Fuchses zum Verschwinden“ (Gennō ikkatsu shite akuko no rei o metsu su).

  14. Tamamo kuniyoshi2.jpg

    Neunschwänziger Fuchs

    Holzschnitt von Kuniyoshi. Edo-Zeit
    Bild © Kichū shogazō database, National Diet Library. (Letzter Zugriff: 2009/5)

    Auch in Indien trieb der neunschwänzige Fuchs (kitsune) sein Unwesen.

  15. Kayo fujin.jpg

    Kayō Fujin

    Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi; aus der Serie Wa-kan hyaku monogatari („Hundert [Gespenster-]Gesichten aus Japan und China“), 1865
    Bild © ukiyo-e. (Letzter Zugriff: 2016/8)

    Kayō Fujin ist die erste Inkarnation des neunschwänzigen Fuchs-Monsters in Indien, das sich später in Japan als Tamamo no Mae zeigen wird. Gemeinsames Merkmal: Die herrschende Dynastie zu stürzen.
    Besonders interessant ist die Darstellung einer „Inderin“ in eropäischem Erscheinungsbild. Die Darstellung entstand kurz nach der erzwungenen „Öffnung“ Japans (1853), aber noch vor der Meiji-Restauration, als Japan von einer Welle anti-westlicher Ressentiments erfasst wurde.

  16. Dakki kuniyoshi.jpg

    Neunschwänziger Fuchs in China

    Farbholzschnitt (Papier, Farbe) von Kuniyoshi; aus der Serie Sangoku yōko zue („Fuchsmonster aus drei Reichen“), 1849–50
    Bildquelle: The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

    Das neunschwänzige Fuchsmonster manifestiert sich in China als die Hofdame Dakki.

  17. Kitsune ojiinari hiroshige.jpg

    Fuchslichter am Ōji Inari Schrein zum Jahresende

    Farbholzschnitt, nishiki-e (Papier, Farbe) von Utagawa Hiroshige (1797–1858). Edo-Zeit, 1857; aus der Serie Meisho Edo hyakkei (Hundert berühmte Ansichten von Edo), 1857
    Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/6)
    Denman Waldo Ross Collection

    Das Bild illustriert den Glauben, dass sich Füchse (kitsune) mit den ihnen eigenen Fuchslichtern (kitsunebi) am letzten Tag des Jahres an bestimmten Orten treffen. In diesem Fall handelt es sich um einen Zürgelbaum (enoki) in der Nähe des Inari Schreins von Ōji (heute im Stadtgebiet Tōkyōs). Enoki-Bäume wurden in der Edo-Zeit auch als eine Art Meilenstein in festgesetzten Entfernungen entlang der Überlandstraßen angepflanzt.

  18. Kitsune kaibutsugahon2.jpg

    Fuchslichter (kitsunebi)

    Buchillustration (Papier, Farbe). 1882; aus Kaibutsu gahon (Gespenster Bilderbuch)
    Bild © Kaii-yōkai gazu database, Nichibunken, Kyōto. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

    Füchse (kitsune) mit ihren Fuchslichtern (kitsunebi).

  19. Kitsune kokan.jpg

    Kitsune

    Hängerollbild, kitsune von Shiba Kōkan (1747–1818), Detail
    Bildquelle: The Kitsune page. (Letzter Zugriff: 2016/8)

    Kitsune im Gewand einer Nonne

  20. Fuchsgeist yoshitoshi.jpg

    Fuchsschrei (Konkai)

    Farbholzschnitt, nishiki-e (Papier, Farbe) von Tsukioka Yoshitoshi (1839-1892); aus der Serie Tsuki hyakushi (Hundert Formen des Mondes), 1886
    Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8)

    Das Bild trägt den Titel eines komödiantischen Theaterstücks, in dem ein Fuchs (kitsune) die Gestalt eines Mönchs annimmt.

  21. Kitsune hokusai.jpg

    Fuchs und Fuchsfalle

    Hängerollbild, kitsune von Katsushika Hokusai (1760–1849), Detail
    Bildquelle: Muian. (Letzter Zugriff: 2011/8)

    Der als Mönch verkleidete Fuchs (kitsune) kurz vor dem Tritt in die Falle.

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Letzte Überprüfung der Linkadressen: Sept. 2016
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