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Japanische Fachbegriffe

1311 Einträge
D
  • Daikoku 大黒 (jap.)
    Glücksgott; skt. Mahakala = „Großer Schwarzer“; auch Daikoku-ten
  • daimoku 題目 (jap.)
    wtl. „Titel [des Lotos Sutras]“; Gebetspraxis des Nichiren Buddhismus
  • dai-monji 大文字 (jap.)
    Das Zeichen „Groß“, das beim Bon-Fest in Kyōto mit Feuer gebildet wird
  • Daimyō 大名 (jap.)
    Territorialfürst, Titel des Kriegeradels
  • Daimyōjin 大明神 (jap.)
    kami-Titel, wtl. Große Leuchtende Gottheit
  • Dainichi 大日 (jap.)
    Buddha Vairocana, der „kosmische Buddha“; wtl. „Großes Licht“ oder „Große Sonne“
  • Dainichi-kyō 大日経 (jap.)
    Dainichi Sutra; wichtiger Text des esoterischen Buddhismus; früheste bekannte Version aus China, 8. Jh.
  • Dainichi-kyō sho 大日経疏 (jap.)
    Kommentar zum Dainichi-kyō erstellt zwischen 724 und 727 von Yixing (683–727); T1796
  • Dainichi Nyorai 大日如来 (jap.)
    Buddha Vairocana, der „kosmische Buddha“; wtl. „Großes Licht“ oder „Große Sonne“
  • Dainihonkoku hokke genki 大日本国法華験記 (jap.)
    „Berichte von den Wundern des Lotos Sutras im Großen Reich Japan“; buddh. Legendensammlung (setsuwa) von Chingen 鎮源, 11. Jh.; behandelt in erster Linie Hagiographien
  • Dai Nihon-shi 大日本史 (jap.)
    Gesamtdarstellung der japanischen Geschichte bis 1392 in 397 Bänden, verfasst zw. 1657 und 1906
  • Daisen Kofun 大仙古墳 (jap.)
    Größtes Hügelgrab Japans in Sakai, Ōsaka, Nintoku Tennō zugeschrieben
  • Dakini 荼枳尼 (jap.)
    weibl. buddhist. Schutzgottheit, identifiziert mit Inari; skt. Dākinī; auch: menschenfressende Dämonin
  • dan 段 (jap.)
    „Stufe“, „Rang“; Bezeichnung der Fortgeschrittenen- bzw. Meistergrade in den Kampfsportarten, Budō
  • danka seido 檀家制度 (jap.)
    System zur Führung von Familienregistern durch örtliche Tempel; siehe auch terauke seido
  • danna 旦那 (jap.)
    Gönner, Patron (eines Tempels) oder auch ein Mann, der für die Lebenskosten einer Frau aufkommt (z.B. für eine Geisha)
  • Daruma 達磨 (jap.)
    Spitzname des Mönchs Bodhidharma; Bezeichnung der daruma-Puppe als Glücksbringer
  • daruma だるま (jap.)
    Glücksbringer aus Pappmaché, der dem Zen-Patriarchen Daruma (skt. Bodhidharma) nachempfunden ist
  • dashi 山車 (jap.)
    Prozessionswagen bei Schreinfesten
  • Date Masamune 伊達政宗 (jap.)
    1567–1636; Kriegsherr und mächtiger Landesfürst (Daimyō) in Nord-Japan zur Zeit der japanischen Reichseinigung
  • Datsueba 奪衣婆 (jap.)
    wtl. die Alte, die die Kleider wegnimmt; Dämonin des Totenreichs
  • Dazaifu 太宰府 (jap.)
    Stadt in Nord-Kyūshū, südöstlich der Stadt Fukuoka
  • Dazaifu Tenman-gū 大宰府天満宮 (jap.)
    Dazaifu Tenman Schrein (Kyūshū), einer der beiden Hauptschreine für Sugawara no Michizane, gegr. 919
  • Deguchi Nao 出口なお (jap.)
    1837–1918; Gründerin der Shintō-nahen Neureligion Ōmoto
  • Dejima 出島 (jap.)
    künstliche Insel in der Bucht von Nagasaki; während der Edo-Zeit war hier der einzige europäische Handelsstützpunkt
  • Dengyō Daishi 伝教大師 (jap.)
    Ehrentitel des Mönchs Saichō
  • Dentō 伝燈 (jap.)
    wtl. „Übertragen der Lampe“; Weiterführen der Lehre [eines buddhistischen Meisters]; wurde 860 zu einem Ehrentitel in vier (später fünf) Abstufungen; implizierte eine Auszeichnung für Mönche außerhalb der staatlichen Mönchsverwaltung (sōgō), die sich um die Ausbreitung der buddhistischen Lehre verdient gemacht hatten
  • 道 (jap.)
    Weg, Lehre, im erweiterten Sinne auch „Religion“; s.a. Dōkyō (Daoismus)
  • Dōgen 道元 (jap.)
    s. Dōgen Kigen
  • Dōgen Kigen 道元希玄 (jap.)
    1200–1253; Begründer des Sōtō Zen; auch Eihei Dōgen.
  • dōji 童子 (jap.)
    wtl. Knabe; oft Begleiterfigur („Page“) einer buddhistischen Gestalt, manchmal auch „böser Knabe“ = Dämon (z.B. → Shuten Dōji)
  • Dōjō-ji 道成寺 (jap.)
    Tendai-Tempel in der Präfektur Wakayama, südl. von Nara, der seine Gründung bis ins Jahr 701 zurückführt; neben zahlreichen Kunstschätzen berühmt für die Legende der Kiyo-hime, die sich hier ereignet haben soll.
  • Dōkyō 道鏡 (jap.)
     ?–772; Nara-zeitl. Mönch; buddhistischer Staatsmann
  • Dōkyō 道教 (jap.)
    Daoismus, wtl. Lehre des Weges, chin. Daojiao; philosophisch-rel. Strömung Chinas; s.a.
  • dōsojin 道祖神 (jap.)
    Wegegott, auch sae no kami; volksrel. Figuren, manchmal in phallischer Form
  • Dōzō 道蔵 (jap.)
    koreanischer Mönch aus Baekje, spätes 6. Jh.; im Nihon shoki als Experte des Regenmachens erwähnt
  • Doyōsei 土曜星 (jap.)
    wtl. Erdplanet, Saturn
E
  • Ebisu 恵比寿 (jap.)
    Glücksgott der Händler und Fischer; andere Schreibung: 夷 oder 戎; Grundbedeutung wahrscheinlich „Fremder“ oder „Barbar“
  • ebisu kaki 夷かき (jap.)
    Bezeichnung für Schausteller, die früher vom Nishinomiya Jinja aus mit Puppen durch die Lande zogen
  • Ebisu Saburō 夷三郎 (jap.)
    Beiname des Glücksgottes Ebisu
  • eboshi 烏帽子 (jap.)
    von Priestern in einfacher Robe getragene Kopfbedeckung; aus schwarz gelacktem Papier
  • Edo 江戸 (jap.)
    Hauptstadt der Tokugawa-Shōgune, heute: Tōkyō; auch: Zeit der Tokugawa-Dynastie, 1600–1867 (= Edo-Zeit);
  • Ehon sankoku yōfuden 繪本三國妖婦傳 (jap.)
    „Bilderbuch der Gespensterfrauen aus Drei Ländern“; illustrierter Roman von Takai Ranzan
  • eirei 英霊 (jap.)
    „Heldenseele“; bezeichnet v.a. die im Yasukuni Schrein verehrten Kriegshelden
  • Eisai 榮西 (jap.)
    s. Myōan Yōsai
  • Eizon 叡尊 (jap.)
    1201–1290; Shingon-Mönch; Abt des Saidai-ji in Nara
  • ema 絵馬 (jap.)
    Votivbild; wtl. Bild-Pferd
  • Emishi 蝦夷 (jap.)
    Volksgruppe im Nordwesten Japans, die im Laufe des japanischen Altertums aus Honshū verdrängt bzw. unterworfen und assimiliert wurde; die Zeichen werden auch Ezo oder Ebisu gelesen
  • Enbudai 閻浮提 (jap.)
    skt. Jambudvipa. Kontinent der irdischen Welt in der trad. indischen Kosmologie. Im Buddhismus Kontinent südlich des Weltenbergs Sumeru
  • engi 縁起 (jap.)
    Tempel- oder Schrein-Chronik
E (Fortsetzung)
  • engimono 縁起物 (jap.)
    Glücksbringer
  • Engishiki 延喜式 (jap.)
    „Bestimmungen der Engi Ära“; Gesetzeswerk mit zahlreichen religionspol. Bestimmungen, v.a. zum Schreinzeremoniell, aus dem 10. Jh.
  • Enma 閻魔 (jap.)
    skt. Yama; König oder Richter der Unterwelt; auch Enra; meist als Enma-ten oder Enma-ō angesprochen
  • enmusubi no kami 縁結びの神 (jap.)
    wtl. „Gottheit, die Verbindungen knüpft“; Gottheit für Verliebte, japanischer Amor
  • Ennin 円仁 (jap.)
    794–864; Mönch des Tendai Buddhismus, Schüler Saichōs
  • En no Gyōja 役行者 (jap.)
    Legendärer Begründer des Shugendō (um 700); auch: En no Ozunu/Ozuno
  • En no Ozuno 役小角 (jap.)
    Asket des Altertums, auch En no Ozunu; besser bekannt als En no Gyōja
  • Enoshima 江ノ島 (jap.)
    Schreininsel; rel. Zentrum nahe Kamakura
  • Enryaku-ji 延暦寺 (jap.)
    Haupttempel des Hiei Klosterbergs
  • Entsū-ji 円通寺 (jap.)
    Sōtō-zen Tempel in Mutsu, Präf. Aomori, zuständig für das nahe gelegene religiöse Zentrum Osore-zan („Angst-Berg“)
F
  • Fudaraku 補陀落 (jap.)
    paradisische Insel des Kannon (Avalokiteshvara), abgeleitet von skt. Potalaka
  • Fudaraku tokai 補陀落渡海 (jap.)
    „Überfahrt nach Fudaraku“ (Paradies des Bodhisattva Kannon); buddhistische Form des rituellen Selbstmords
  • fudoki 風土記 (jap.)
    Lokalchronik
  • Fudō Myōō 不動明王 (jap.)
    prominentester japanischer Myōō (Mantra-König), wtl. „der Unbewegliche“
  • Fugen 普賢 (jap.)
    Bodhisattva Samantabhadra; Begleiter des Shaka Nyorai
  • Fugen Bosatsu 普賢菩薩 (jap.)
    Bodhisattva Samantabhadra; Begleiter des Shaka Nyorai
  • Fuji-san 富士山 (jap.)
    Berg Fuji (3776 m), der höchste Berg Japans (fälschlich auch als Fuji-yama bezeichnet)
  • Fujita Tōko 藤田東湖 (jap.)
    1806–1855; Gelehrter der Mito-Schule
  • Fujiwara 藤原 (jap.)
    mächtigste Adelsfamilie im jap. Altertum
  • Fujiwara no Hirotsugu 藤原広嗣 (jap.)
     ?–740; Adeliger aus dem Haus der Fujiwara, der 740 die größte Rebellion des 8. Jahrhunderts anführte
  • Fujiwara no Michinori 藤原通憲 (jap.)
    1106–1160; Staatsmann und wichtiger Verbündeter des Taira no Kiyomori in der Heiji-Rebellion (1159–1160); auch bekannt als Shinzei 信西
  • Fujiwara no Nakamaro 藤原仲麻呂 (jap.)
    706–764; Staatsmann, Kanzler in der Nara-Zeit; Eigenname Emi no Oshikatsu
  • Fujiwara no Senshi 藤原詮子 (jap.)
    962-1002; Mutter des Ichijō Tennō; Nonnenweihe 991
  • Fujiwara no Tokihira 藤原時平 (jap.)
    871–909; japanischer Staatsman, Hofbeamter und Politiker der Heian-Zeit
  • Fujiwara no Yasuhira 藤原泰衡 (jap.)
    1155–1189; Oberhaupt des Fujiwara-Clans in der Zeit des Genpei-Krieges
  • Fujiwara no Yoshifusa 藤原良房 (jap.)
    804–872; Staatsmann, Begründer der Fujiwara-Hagemonie
  • Fujiwara Seika 藤原惺窩 (jap.)
    1561–1619; Gelehrter und Philosoph des Neo-Konfuzianismus
  • Fujiwara Tetsuzō 藤原銕造 (jap.)
    1876–1966; Töpfermeister in Shigaraki
  • Fujufuse-ha 不受不施派 (jap.)
    Edo-zeitl. Fraktion des Nichiren Buddhismus, die Andersgläubigen gegenüber „weder nehmen noch geben“ (fujifuse) wollte. Ähnlich wie die japanischen Christen stand auch die Fujufuse-ha auf der Liste verbotener Religionen der Edo-Zeit.
  • Fukami Tōshū 深見東州 (jap.)
    * 1951; Gründer der Shintō-nahen Neureligion WorldMate; auch bekannt als Handa Haruhisa und Fukami Seizan
  • fukko shintō 復古神道 (jap.)
    „Restauration des antiken Shintō“; Restaurations-Shintō
  • fukoku kyōhei 富国強兵 (jap.)
    „reiches Land, starkes Heer“; politischer Slogan des 19. Jh.s
  • Fukuba Bisei 福羽美静 (jap.)
    1831–1907; Gelehrter und Vasall des Daimyō von Tsuwano; nach 1868 führende Ämter in der Administration von Shintō Schreinen; Universitätsgründer
  • Fukurokuju 福禄寿 (jap.)
    Glücksgott, Gott des Langen Lebens
  • fumie 踏み絵 (jap.)
    „Bildertreten“; Zwangsmaßnahme zur Entlarvung von Christen
  • fundoshi 褌 (jap.)
    traditionelle, japanische Unterwäsche für Männer
  • funzōe 糞掃衣 (jap.)
    Bezeichnung für das kesa im Zen-Buddhismus; wtl. in etwa „Kloputzfetzen“
  • furigana 振り仮名 (jap.)
    Lesehilfe für Kanji in Silbenschrift (kana)
  • Fushimi Inari Taisha 伏見稲荷大社 (jap.)
    Großschrein der Gottheit Inari in Fushimi, im Süden Kyōtos
  • Fusō ryakki 扶桑略記 (jap.)
    Geschichtswerk aus der späten Heian-Zeit mit Schwerpunkt auf dem jap. Buddhismus, das allg. als sehr zuverlässig eingestuft wird, obwohl Autor und genaue Umstände der Entstehung umstritten sind.
  • Futami Okitama Jinja 二見興玉神社 (jap.)
    Schrein in der Bucht von Ise, nahe dem Ise Jingū, v.a. für seine pittoresken „vermählten Felsen“ (meoto-iwa) bekannt
  • Futarasan Jinja 二荒山神社 (jap.)
    ursp. Schrein des Tempel-Schrein Komplexes von Nikkō (Tochigi-ken)
  • Futsunushi 経津主 (jap.)
    Mythologischer Schwertgott
  • Fūjin 風神 (jap.)
    Windgott; auch Fū-ten
G
  • gaki 餓鬼 (jap.)
    Hungergeist; skt. preta
  • Gaki zōshi 餓鬼草紙 (jap.)
    Illustrierte Querbildrollen der Hungergeister
  • gakuzuka 額束 (jap.)
    Schrifttafel eines torii (Schreintors)
  • Gangō-ji 元興寺 (jap.)
    Nachfolgetempel des Hōkō-ji (Asuka-dera), des ältesten japanischen Tempels (gegr. 593). Der Tempel wurde unter dem Namen Gangō-ji 718 nach Nara verlegt.
  • Gangō-ji engi 元興寺縁起 (jap.)
    Kurzbezeichnung für Gangō-ji garan engi narabini ruki shizaichō 元興寺伽藍縁起幷流記資財帳 (Gründung des Tempels Gangō-ji und Verzeichnis seiner Schätze); Tempelchronik des ersten japanischen Tempels Gangō-ji bzw. Asuka-dera
  • gasshō-in 合掌印 (jap.)
    Mudrā des Händefaltens