Benutzer:Barbara Sattler/archiv

Aus Kamigraphie
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Warum Kamigraphie?


Ich erhoffe mir in diesem Seminar mein Wissen im Themenbereich der Religion Japans zu erweitern. Da ich mich bereits in einem Erweiterungscurriculum eingehend mit dem Buddhismus beschäftigt habe, möchte ich dieses Seminar dazu nutzen einen tieferen Einblick in die Welt des Shintoismus zu erlangen. Um Kultur zu verstehen ist es vor allem wichtig die Grundlagen zu verstehen, zu denen, wie ich denke, auch die Religion einer Gesellschaft zählt.


Weiters möchte ich mich dieses Semester auch mit japanischer Malerei auseinandersetzen, da diese eine gewisse Faszination auf mich ausübt. Ich denke, dass sich dieses Thema mit Kamigraphie gut verbinden lässt bzw. sich gut ergänzt.


Für meine Seminararbeit habe ich mich nach eingehender Recherche für das Thema „Goryō und Matsuri im Altertum/Mittelalter“ entschieden. Bisher hatte ich mich mit eher aktuelleren Themen in der Neuzeit im Bereich der Soziologie und Psychologie beschäftigt, worauf es mir jetzt ein Anliegen war mich eingehender mit japanischer Geschichte, die sich in die Zeit der Entwicklung japanischer Künste und dem Beginn der Shogunatsregierung eingliederte, auseinander zu setzen. Während ich den Text „Shinto Shrines: Traditions and Transformations“ von unserem Kursleiter Herrn Bernhard Scheid las, lenkte sich mein Hauptinteresse auf den Abschnitt der mit „Plagen und Feste“ betitelt wurde. Dabei faszinierte mich besonders der Zwiespalt zwischen einem fröhlichen Fest zur Abwendung von Seuchen.


Nach nähere Recherche habe ich mich dafür entschieden mich dem Thema der Deifizierung des Literaten und Staatsmannes Sugawara no Michizane zu widmen. Da mich besonders die Höllendarstellung in einer der Versionen der [[Kitano Tenjin engi emaki)) besonders begeistert hat, habe ich dieses Thema für meine Seminararbeit gewählt. Aufgrund des in der Shōkyū-Version 承久本 detailiert dargestellten rokudō 六道 ("Sechs Pfade der buddhistischen Reinkarnation"), der sich in anderen Tenjin engi-Versionen nicht auf diese Weise wiederfindet habe ich mich für folgende Fragestellung entschieden:

Warum widmet sich gerade die Shōkyū-Version derart ausführlich dem Jenseitsglauben des Buddhismus? Welche Bedeutung könnten die Darstellungen der Hölle und des sechsfachen Pfades im Zusammenhang mit dem Tenjin-Glauben haben? Weisen die Höllendarstellungen der Shōkyū-Version eventuell Unterschiede zu anderen Höllendarstellungen aus dieser Epoche auf oder gibt es vielleicht Gemeinsamkeiten bzw. eine gemeinsame Quelle?

Artikel

Emaki

Karai Tenjin

Kitano Tenjin Engi Emaki

Rezension Scholz 1991

Rokudō

Buddhistische Hölle

Sugawara no Michizane

Bildgalerie

Literatur

  • Komatsu, Shigemi 小松 茂美 (1991). Kitano Tenjin engi(Zoku Nihon no emaki, Bd. 15.) 北野天神縁起. Tōkyō: Chūō Kōronsha.
  • Komatsu, Shigemi 小松 茂美 (1992). Matsuzaki Tenjin engi(Zoku Nihon no emaki, Bd. 22.) 松崎天神縁起. Tōkyō: Chūō Kōronsha.
  • Okudaira, Hideo (1973). Narrative picture scrolls.(Arts of Japan Nr. 5.) New York: Weatherhill. (Ü. von Elisabeth ten Grotenhuis.)
  • Wakabayashi, Haruko (2004). „Hell illustrated: A visual image of ikai that came from ikoku.“ In: Susanne Formanek u. William R. LaFleur (Hg.), Practicing the afterlife. Perspectives from Japan. Wien: Verl. d. Österr. Akad. d. Wiss, S. 285–318.
  • Wakabayashi, Haruko (2009). „Officials of the afterworld: Ono no Takamura and the ten kings of hell in the Chikurinji engi illustrated scrolls.“ Japanese Journal of Religious Studies 36/2, S. 319–349.