Hitachi fudoki

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Primärquelle
Werktitel Hitachi no kuni fudoki 常陸国風土記
Alternative Titel Hitachi fudoki 常陸風土記
Autor
Entstehungszeit Nara Zeit

Hitachi no kuni fudoki 常陸国風土記, Regionalgeschichte der Provinz Hitachi; kurz: Hitachi fudoki 常陸風土記.

Textgeschichte

Entstehungszeitraum

Der Text stammt mit großer Wahrscheinlichkeit aus dem frühen 8. Jahrhundert, es ist allerdings nicht bekannt, wann genau er erstellt wurde. Im Fudoki selbst gibt es keine Datumsangaben und es ist auch unklar, wann es dem Hof präsentiert wurde. Es gibt jedoch einige Anhaltspunkte, die auf dem Zeitraum der Entstehung hinweisen:

  • Im Hitachi Fudoki wird das Kanji 里 für Dorf verwendet. Dem Izumo fudoki 出雲風土記 zufolge wurde ab dem Jahr 715 das Zeichen 郷 verwendet wurde. Jedoch darf daraus nicht schließen, dass das Hitachi fudoki vor 715 erstellt wurde, da der erste Punkt des Edikts von 713 im Hitachi fudoki nur bedingt befolgt wird (die Forderung nach "guten Schriftzeichen" für die Ortsnamen) und man daraus schließen kann, dass den einzelnen Schriftzeichen keine große Bedeutung beigemessen wurde.
  • Iwaki wurde im Hitachi fudoki als Teil der Provinz Michi no Oku bezeichnet. 718 wurde Iwaki eine eigene Provinz, welche aber zwischen 720 und 728 wieder abgeschafft wurde. Daraus kann man lediglich schließen, dass das Fudoki nicht zwischen 718 und 720 geschrieben wurde.
  • Da es die Pflicht der Gouverneure der einzelnen Provinzen war, die Kompilierung der Fudoki auszuführen, kann man davon ausgehen, dass die Zusammenstellung des Hitachi fudoki unter Ishikawa no Asomi Naniwa Maro 石川朝臣難波麿 begann, welcher ab 714 Gouverneur von Hitachi war. Weiters wird angenommen, dass das Fudoki später von Fujiwara Umakai 藤原宇合 (Gouverneur von Hitachi 719-723) und Takahashi Mushimaro 高橋虫麿 (Dichter und Untergebener Uamakais) neu geschrieben wurde. Für diese Theorie spricht die hohe literarische Qualität des Hitachi fudoki (es wurde im chinesischen T'ang Stil verfasst). Demzufolge müssen die Autoren auch große Literarische Kompetenz besessen haben. (Funke 1994: 6)

Textüberlieferung

Obwohl die Fudoki in den Provinzen als sehr wichtig angesehen wurden, waren sie in der Hauptstadt nur von sekundärer Bedeutung im Bezug auf deren Analysepotential. Während der Heian Zeit waren Gedichte, „Monogatari“ und buddhistische Literatur von größerer Bedeutung Nach der Fertigstellung der regionalen Chroniken gehen die Fudoki allmählich verloren. Es ist anzunehmen, dass sie weggeschlossen oder sogar verkauft wurden, als der Kaiserhof 794 in die neue Hauptstadt Heian übersiedelte. Es ist auch möglich, dass die Dokumente auf Grund einer Recycling-Maßnahme vom Ursprungsort entfernt wurden. Im 8. Jhdt. war Papier sehr wertvoll. Dies veranlasste japanische Beamte dazu die Rückseiten der Dokumente, die ihren Zweck bereits erfüllt hatten wiederzuverwenden. Diese gängige Praxis veranlasst verschiedene Wissenschaftler zu der Annahme, dass Kopien älterer Manuskripte der Fudoki vielleicht noch irgendwo vorhanden sein könnten.

  • 10. Jhdt.: Kaiser Daigo (897-930) lässt unter dem Rat von Miyoshi Kiyoyuki die alten Berichte des 8. Jhdt. neu sammeln. Von da an verwendet man die Information in den Fudoki um die Gültigkeit diverser Forderungen festzustellen. (--> Gesetze, umstrittene Ländereien usw.)
  • 11./12. Jhdt.: Fudoki lösen weiterhin Grundstücksstreitigkeiten. Bestimmte Fudoki Fragmente tauchen auf. Obwohl die Gültigkeit mancher anzuzweifeln ist, hat das Wort Fudoki im mittelalterlichen Japan jedoch eine gewichtige Bedeutung; somit gewinnt die Partei die durch ein Fudoki Fragment unterstützt wird.
  • 1297: neue gekürzte Versionen der Fudoki tauchen auf. Um die Verteidigung während der Mongoleninvasionen zu finanzieren, mussten sich japanische Familien schwer verschulden und ihre Ländereien verpfänden. Nach der Invasion wurden diese Schulden erlassen und die Ländereien zurückgegeben (1297). Dabei war es anscheinend nötig, die eigenen Besitzansprüche irgendwie zu rechtfertigen, wozu unter anderem die Fudoki herangezogen wurden.
  • 14.-16. Jhdt.: Geringes Interesse
  • 17./18. Jhdt. Interesser von diversen Historikern:Die Kopie des Hitachi Fudoki, die für die Wissenschaftler im 17. Jhdt. zugänglich war, wurde vom Fürsten Maeda (Fürst des Kaga Bezirks) bereitgestellt. Dieser sogenannte „Kaga“-Text wurde den Forschern Kikuchi Nariaki und Matsuhita Kenrin zur Transkription zur Verfügung gestellt. Nariaki- und Kenrin-Texte
  • Frühes 19. Jhdt: Kokugaku --> Interesse an den Fudoki nimmt zu, gedruckte Versionen waren verfügbar um den Nationalstolz und das Selbstbewusstsein zu fördern.
  • 1839 erscheint eine Kopie des Fudoki von Nishino Noriaki unter dem Titel „Teisei Hitachi no Kuni Fudoki“ (durch Holzblock-Technick – hampon- gedruckt)
  • 20. Jhdt.: Shinto wird zu Staatsreligion erklärt und ko-fudoki werden dadurch zu „heiligen Schriften“ (shinten)
  • Nach 1945: Durch archäologische Funde und das Studium alter Manuskripte wurde eine genauere Erforschung der Texte möglich und somit kann man die Kommunalpolitik des 8 Jhdt. besser rekonstruieren.
  • 1958: Akimoto Kichiro hat Zugang zum Kenrin und Nariaki Text. Zusätzlich ergänzt er durch eigene detailierte Anmerkung (Vergleich Unterschiede/Unstimmigkeiten des Nariaki und Kenrin Textes)

Inhalt und Aufbau des Hitachi Fudoki

Zunächst beginnt das Fudoki mit einer allgemeinen Einleitung in der die Entstehungs-, Namensgeschichte und Topographie der Provinz Hitachi näher beschrieben wird. Dann folgen in 9 Abschnitten die Entstehungsgeschichten und geographischen Beschreibungen der einzelnen Berzirke.

Es werden die Bezirke

Nihihari/Niibari 新治郡(にひはりぐん)

Tsukuha/Tsukuba 筑波郡 (つくばぐん)

Shida 信太郡 (しだぐん)

Ubaraki 茨城郡(うばらきぐん)

Namekata 行方郡 (なめかたぐん)

Kashima 鹿島郡 / 香島郡(かしまぐん)

Naka 那賀郡/ 中郡(なかぐん)

Kuji 久慈郡 (くじぐん)

Taka 多珂郡 (たかぐん)

näher beschrieben.

Die Abschnitte über die Bezirke Namekata, Kashima und Kuji sind die längsten.

Weiters kommen im Hitachi Fudoki insgesamt 5 Lieder und 2 Gedichte vor, welche religiöse Feste, Namensgebungen oder Ereignisse näher beschreiben.

Eigentlich bestand die Provinz Hitachi aus 11 Bezirken, doch Shirakabe 白壁 und Kafuchi/Kawachi 河内郡 werden im Fudoki nicht erwähnt. Die alte Provinzhauptstadt und der offizielle Provinztempel lagen nahe dem heutigen Ishioka 石岡.

Der Hauptschrein lag weiter östlich bei Kashima.

Namensgebung der Provinz Hitachi

Mögliche Bedeutungen des Begriffs „Hitachi“:[1]

Continuous land - Durchgehendes Land

Einerseits wird erzählt, dass aufgrund des Fehlens an natürlichen Grenzen und Barrieren die Provinz ihren Namen hat. Genauer gesagt steht im Fudoki, dass das Land sich gleichmäßig ausdehnt und die Straßen ungestört von Wasserläufen sind. Die einzelnen Teile und Gemeinden sind nur durch natürliche Grenzen, wie enge Täler und Flüsse voneinander getrennt.

Soaking in Water- Durchnässt durch Wasser

(Wortspiel mit hitasu- eintauchen, einweichen)

Andererseits gibt es die Geschichte, dass die Provinz ihren Namen aufgrund einer Reise des Prinzen Yamato Takeru bekommen hat. Dieser hat das Gebiet der Gemeinde Nihihari bereist. Er wollte umliegendes, unbekanntes Land erforschen. Dabei hat er Hinarasu, dem Kuni no miyatsuko dieses Gebietes, befohlen einen neuen Brunnen zu graben. Das frische Wasser war so klar und Yamato Takeru dachte sich, dass er dieses weihen sollte. Als er während dieser Weihung Wasser in seine Hand nahm wurde der Ärmel seiner Kleidung durchnässt.

Tsukuha no Yama ni
Kurokumo kakari
Koromo no sode
Hitachi no Kuni
Aoki: 37,38

Topographie der Provinz Hitachi

Hitachi Provinz


Im Fudoki wird allgemein zur geographischen Beschaffenheit der Provinz Hitachi gesagt, dass sie eine weitläufige Provinz mit entlegenen Grenzen ist. Der Boden ist fruchtbar und da das Gebiet Ressourcen sowohl vom Meer (u.a. Fisch) und Bergland (u.a Maulbeeren, Hanf) beziehen kann, sind seine Bewohner unabhängig und die Haushalte wohlhabend. Armut wird durch Bodenbearbeitung, Feldarbeit und das Spinnen vermieden. Die gesamte Provinz kann als „nützliches Lagerhaus“ angesehen werden und wird als das „Land des Wohlstands“ beschrieben Das einzige Manko der Provinz ist, dass der Boden nicht gut abfließt und dass daher, während einer langen Regenzeit, keine Keimlinge wachsen können. Daher wird die Qualität des Bodens eher als mittelmäßig statt als hervorragend betrachtet.


Bezirk Nihihari/Niibari 新治郡

Bezirk Nihihari

Im Osten dieses Bezirkes erstrecken sich hohe Berge, welche die Grenze zwischen ihm und dem Bezirk von Naka bilden. Im Süden liegt der Bezirk von Shirakabe.

Im Westen von Nihihari fließt der Keno Gawa.

Im Norden liegen die so genannten Hata no Woka Berge, welche die Grenze zwischen der anliegenden Shimotsuke Provinz zur Hitachi Provinz bilden.

Namensgebung+Siedlungsgeschichte des Bezirkes

Es heißt, dass unter der Herrschaft des Prinzen Mimaki (später Sujin Tennō) ein Bote ausgesandt wurde um die Barbaren der umliegenden Länder zu besänftigen. Als dieser dann den Bezirk Nihihari erreichte, grub er einen neuen Brunnen. Das Wasser des neugegrabenen Brunnens war so klar, dass dem Bezirk der Name Nihihari- „Neu geöffnet“ gegeben wurde.

Bezirk Tsukuha/Tsukuba 筑波郡

Bezirk Tsukuba


Im Osten dieses Bezirkes liegt der Bezirk Ubaraki.

Im Süden liegt der Bezirk Kafuchi/Kawachi.

Im Westen erstreckt sich der Keno Gawa.

Im Norden liegt der Berg Tsukuba.

Namensgebung+Siedlungsgeschichte des Bezirkes

Früher hieß der Bezirk Ki (Festung), aber während der Herrschaft des Prinzen Mimaki wurde ein Mann namens Tsukuba Kuni no miyatsuko dieses Gebiets. Eines Tages sagte dieser, dass er dieses Land nach sich benennen wird, damit sein Name noch über Generationen hinweg in Erinnerung bliebe. Also hat er den ursprünglichen Namen (Ki) des Gebiets in den Namen Tsukuba geändert.


Lokale Besonderheit des Bezirkes: Berg Tsukuha/Tsukuba 筑波山(Tsukuba-san)

Der Berg hat 2 individuelle Gipfel, wobei die westliche Spitze „männlich“ oder Nantai-san genannt wird und den männlichen Gott Izanagi repräsentiert.Diese Spitze ist felsig, steil, und 870m hoch.

Die östliche Spitze wird „weiblich“ oder Nyotai-san genannt und repräsentiert die weibliche Gottheit Izanami. Sie ist ebenfalls felsig, jedoch leichter zu besteigen und 876m hoch. Auf der östlichen Spitze fließt eine Quelle, zu der auch heute noch Leute von überall pilgern und dort zu feiern. Im Gegensatz zu den meisten Bergen Japans ist der Tsukuba nicht vulkanischen Ursprungs, sondern besteht aus nichtvulkanischen Gesteinen wie Granit und Gabbro. Der Berg ist für einen besonders schönen Granit bekannt und dieser wird hier auch heute noch abgebaut.

Berg Tsukuha/Tsukuba
Nähere Ansicht des Berges


Zu den Festen, die im Frühling und im Herbst stattfinden, werden im Hitachi Fudoki 2 Volkslieder erwähnt:

Tsukuhane ni

Ahamu to

Ihishi ko ha

Taga koto kikeba ka

Mine ahazu kemu ya (Aoki: 41)


Tsukuhane ni

Ihorite

Tsuma nashi ni

Waga nemu yoro ha

Haya mo akenu kamo ya (Aoki: 42)

Bezirk Shida 信太郡

Bezirk Shida

Im Osten dieses Bezirkes liegt Shida no Umi.

Im Süden liegt Enoura no Umi.

Im Westen fließt der Keno Gawa.

Im Norden liegt der Bezirk Kafuchi/Kawachi.

Siedlungsgeschichte des Bezirkes:

In diesem Teil des Fudoki wird erwähnt, dass die Gottheit Futsunushi 経津主 vom Himmel herabgestiegen ist um eine Inspektion des Landes (Japan) zu machen. Dabei hat er die „Widerspenstigen“ (Einwohner) in den Bergern beruhigt.

Prinz Ohotarashi/Ōtarashi(später Keikō Tennō 景行天皇) reiste durch Land und ließ sich nieder. An dieser Stelle fand er aber kein Wasser, also grub er einen Brunnen um so das Gebiet zu besetzten und zu markieren.

Namensgebung des Bezirkes: In diesem Teil wird nichts über die Namensgebung des Bezirkes erwähnt.


Lokale Besonderheit der Gemeinde: Ihina Schrein

Der Schrein ist der Gottheit Ihina gewidmet, die im Berg Tsukuba wohnt.

Bezirk Ubaraki 茨城郡

Bezirk Ubaraki

Im Oster dieses Bezirkes liegt der Bezirk Kashima.

Im Süden befindet sich Saga no Nagareumi.

Im Westen dieses Bezirkes liegt der Berg Tsukuba.

Im Norden liegt der Bezirk Naka.

Siedlungsgeschichte des Bezirkes:

Es wird gesagt, dass früher in Ubaraki die Kuzu überall Höhlen gegraben haben um sich beim Nähern von Fremden darin verstecken zu können. Sie waren nicht bereit aus den Höhlen rauszugehen solange die fremden Leute noch da waren daher lebten sie ihr Leben eher wie Wölfe und Nachteulen. Sie waren ständig am spionieren, auskundschaften und stehlen und sie waren nicht gewillt sich an die Zivilisation anzunähern /sich zivilisiert zu benehmen.

Namensgebung des Bezirkes:

Die Namensgebung dieses Bezirkes hängt mit einer Geschichte über die Kuzu zusammen. Einerseits gibt es die Erzählung, dass ein Mitglied der Oho no Omi Familie namens Kurosaka ein Komplott zur Ausrottung der Kuzu entwickelt haben soll. Als diese draußen in den Felder waren ließ er seine Männer Dornenzweige in die Höhlen der Kuzu. Er schreckte die Kuzu im Feld auf und diese liefen aus Angst zurück in ihre Höhlen, wurden aber durch die angebrachten Dornenzweige schwer verwundet. Aufgrund dieses Ereignisses wurde das Wort ubara (Dorn) in den Namen des Bezirkes aufgenommen und daher soll sich dann der Name Ubaraki gebildet haben.

Aber gibt es noch eine andere Erzählung die besagt, dass Kurosaka im Bemühen die Kuzu ausrotten zu können, eine Festung aus Dornenzweigen gebaut haben soll.

Bezirk Namekata 行方郡

Bezirk Namekata


Dieser Bezirk ist im Osten, Süden und Westen von Seen umgeben.

Im Norden liegt der Bezirk Ubaraki.

Zusätzliche Angaben zur Topographie:

Es gibt Beschreibungen von Orten und Böden wo keine Pflanzen wachsen können. Dann wiederum wird von blühenden, üppigen Wäldern erzählt (es werden vor allem Pasania Bäume, Kastanien Bäume, Bambus Bäume und Zelkoven öfters erwähnt) Auch der Artenreichtum an Fischen wir mehrmals erwähnt. Und es werden Städte und Orte erwähnt in denen wilde Affen, Wildschweine und Wölfe leben.

Siedlungsgeschichte des Bezirkes:

Matachi von der Yahazu Familie, wollte das Land, indem er Reisfelder anlegte, wiedergewinnen/zurückgewinnen. Dabei wurde er aber durch eine Plage von Schlangen gestört. Die Bewohner dachten diese Schlangen seien Yatsu no Kami (Tal Götter)und wussten nicht was sie tun sollten. Matachi beschloss die Schlangen zu töten.

Eine Geschichte erzählt,dass Yamato Takeru auf der Jagd war und so in den Süden des Bezirkes kam. Dort lebte ein Saheki namens Torihiko.Dieser gehorchte jedoch Yamato Takerus Befehlen nicht und wurde deswegen von dem ihm getötet.

Eine weitere Geschichte erzählt, dass sich im Süden des Bezirkes Oberhäupter der Kuzu niedergelassen hatten.Diese gehorchten nicht den Befehlen Yamato Takerus und darum hat er sie getötet und das Gebiet eingenommen.

Namensgebung des Bezirkes:

Der Bezirk Namekata wurde nach einem Kommentar von Yamato Takeru benannt. Der Prinz war gerade auf einem Feldzug durch die benachbarte Umgebung und sagte dabei, dass die Beschaffenheit dieses Gebiets (von Namekata) wunderschön und außerordentlich sei. Daher nannte er es zunächst Namekuhashi (malerisches Land), doch später nannten die Bewohner des Bezirkes das Gebiet Namekata.


Lokale Besonderheiten: Zweigschrein des Gottes Katori, Zweigschrein des Gottes Kashima

Bezirk Kashima 鹿島郡 /香島郡

Bezirk Kashima


Im Osten des Bezirks liegt das Oho Umi/die große See (gemeint ist das umliegende Meer).

Im Süden fließt der Aze no Minato. Dieser bildet die Grenze zwischen Shimotsufusa Provinz und Hitachi Provinz.

Im Westen befindet sich ein See.

Im Norden fließt der Atakana no Minato und bildet die Grenze zu dem Bezirk Naka.

Zusätzliche Angaben zur Topographie:

Es wird gesagt, dass die Beschaffenheit der Natur nahe zu ideal ist. Bäume und Gräser wachsen so dick und hoch, dass sie eine Art natürlich Schutzwall bilden und die Leute sicher leben können. Der Ort ist gesegnet mit reichlich Wasser und alle möglichen Arten von Blumen blühen und im Herbst muss man geradezu den Wandel der Blätter betrachten. Es heißt, dies ist das Gebiet unsichtbarer Götter. Doch seine wirkliche Schönheit kann gar nicht durch menschliche Worte beschrieben werden.

Siedlungsgeschichte des Bezirkes:

Gott Kashima „übergibt“ das Land an Prinz Ninigi.

Namensgebung des Bezirkes Der Bezirk Kashima wurde dem Großen Gott von Kashima gewidmet.


Lokale Besonderheiten: 3 Schreine zu Ehren des Großen Gottes von Kashima

Das Hitachi Fudoki schreibt, dass es zu seiner Zeit 3 Schreine gab, die der Gottheit Kashima gewidmet waren. Außerdem heißt es, dass der heutige Kashima-jingū 鹿島神宮, welcher sich in der japanischen Stadt Kashima 鹿嶋市 befindet, aus der Zusammenlegung von diesen drei Schreinen entstand.

Bezirk Naka 那賀郡/中郡

Im Osten des Bezirks liegt Oho Umi.

Bezirk Naka


Im Süden befinden sich die Bezirke Kashima und Ubaraki.

Im Westen liegen Berge die die Grenze zu dem Bezirk Nihihari und der Provinz Shimotsu Keno bilden.

Im Norden liegt der Bezirk Kuji.

In diesem Teil des Textes wird nichts über die Siedlungsgeschichte und die Namensgebung des Bezirkes erwähnt.

Bezirk Kuji 久慈郡

Bezirk Kuji


Im Osten des Bezirks liegt Oho Umi.

Im Süden und Westen ist er von dem Bezirk Naka umgeben.

Im Norden befinden sich Berge, die die Grenze zu dem Bezirk Taka und der Provinz Michi no Oku bilden.

Namensgebung des Bezirkes

Es heißt, dass Yamato Takeru dem Bezirk den Namen Kuji gegeben hat weil dieser die Form eines Wals hat.


Lokale Besonderheit des Bezirks: Berg Kabire

Im Berg befindet sich die Gottheit Tachihayahiwo/ Hayafuwake.

Nagahatabe jinja, Schrein einer Weberdynastie (s. Kamuhata hime und Textilien)

Bezirk Taka 多珂郡

Bezirk Taka

Im Osten und Süden des Bezirks liegt Oho Umi.

Im Norden und Westen befinden sich hohe Berge die die Grenze zur Provinz Michi no Oku bilden.

Namensgebung des Bezirkes

Es heißt, dass der Bezirk Taka seinen Namen aufgrund seiner topographischen Gegebenheiten erhalten hat.

Personenverzeichnis

  • Amenoshitoshiro = Kotoku Tennō 孝徳天皇 (Aoki: 35,47,72; Akimoto: 37)
  • Hinarasu 毘那良珠命 (Aoki: 37; Akimoto: 35)
  • Hinarasu 比奈良珠命 (Aoki: 39; Akimoto: 37)
  • Ihaki no Atai no Miyabe (Aoki: 73)
  • Ikume = Suinin Tennō (Aoki: 64)
  • Kahara no Sukune no Kuromaro (Aoki: 74)
  • Katawoka no Ohomuraji (Aoki: 70f)
  • Keitai Tennō (Aoki: 50)
  • Kitsuhiko (Aoki: 55)
  • Kitsuhime (Aoki: 50)
  • Kotsuhiko (Aoki: 55)
  • Kume (Aoki: 72)
  • Kurano Atai no Satomaro (Aoki: 68)
  • Kurosaka (Aoki: 45)
  • Mibu no Atai Onoko (Aoki: 47)
  • Mibu no Muraji Maro (Aoki: 47,51)
  • Mimaki 美麻貴 = Sujin Tennō 崇神天皇 (Aoki: 39,40,53,58,59,70; Akimoto: 37)
  • Miyazukobe no Shikoaka (Aoki: 73)
  • Naka no Samuta no Iratsuko 那賀寒田之郎 (Aoki: 63)
  • Nakatomi Hataorita (Aoki: 47)
  • Nakatomi Hatorida no Murajira 中臣幡識田連等 (Aoki: 37; Akimoto: 35)
  • Nakatomi no Kikikatsu (Aoki: 58)
  • Nakatomi no [...]-ko (Aoki: 56)
  • Nakatomibe no Unoko (Aoki: 56)
  • Ninigi (Aoki: 57)
  • No no Saheki (Aoki: 45)
  • Nukahiko (Aoki: 66)
  • Nukahime (Aoki: 67)
  • Oho Tachibana (Aoki: 56,72,73)
  • Ohotarashi = Keiko Tennō (Aoki: 52)
  • Okinaga Tarashi = Jingu Tennō (Aoki: 55)
  • Sahi no Ohomaro (Aoki: 62)
  • Sonehiko (Aoki: 49)
  • Taka Anaho = Seimu Tenno (Aoki: 72)
  • Takamuku no Omi 高向臣 (Aoki: 35,37,47,49,57,73; Akimoto: 35)
  • Take Kashima (Aoki: 53,54)
  • Take Misahi (Aoki: 72)
  • Tate (Aoki: 69,70)
  • Tenji Tennō (Aoki: 59,62,68)
  • Tenmu Tennō (Aoki: 52,59)
  • Tsukuha (Aoki: 40; Akimoto 39)
  • Unakami (Aoki: 70)
  • Unakami no Aze no Iratsume 海上安是之孃子 (Aoki: 63)
  • Uneme no Asomi (Aoki: 61f)
  • Yahazu no Uji no Matachi 箭括氏の麻多智 (Aoki: 50)
  • Yama no Saheki (Aoki: 45)
  • Yamato Takeru 日本武[2] (Aoki: 37,44,46-48,54-56,59,64,67,72-74; Akimoto: 35)



Verweise

  1. Bei den folgenden Abschnitten beziehe ich (Doris Krätschmer) mich rein auf das Hitachi fudoki und versuche die Dinge so wiederzugeben, wie sie im Fudoki geschrieben stehen. Da es zur Zeit der Entstehung der Fudoki verschiedenste Kriterien und "Richtlinien" für die Wahl eines Ortsnamen gab, darf den gewählten Schriftzeichen und Namensgebungen/Namensdeutungen der Bezirke und Orte nicht 100% vertraut werden. Aus diesem Grund müssen alle Informationen zu Hitachi, insbesondere die Etymologie der Ortsnamen, mit einem kritischen Blick gelesen und bewertet werden.
  2. Laut Akimoto 倭武の天皇 (やまとたけるのすめらみこと)

Quellen

  • Akimoto, Kichirō 秋本吉郎 (Hg.) (1971). Fudoki(Nihon koten bungaku taikei 日本古典文学大系 2.) 風土記. Tōkyō: Iwanami Shoten. (Erste Auflage 1958.)
  • Aoki, Michiko Yamaguchi (Ü.) (1997). Records of wind and earth: A translation of Fudoki with introduction and commentaries.(Monographs of the Association for Asian Studies, Bd. 53.) Ann Arbor, Mich.: Association for Asian Studies.
  • Funke, Mark (1994). „Hitachi no kuni fudoki.“ Monumenta Nipponica 49/1, S. 1–29.




Dieser Artikel wurde ursprünglich für das Schwesterprojekt Fudokipedia verfasst.