Rezension ten Grotenhuis 1983

Aus Kamigraphie
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Rezensiertes Werk:

Shimazono, Susumu 島薗進 und Regan E. Murphy (Übersetzung) (2009). „State Shinto in the lives of the people: The establishment of emperor worship, modern nationalism, and shrine Shinto in late Meiji.“ Japanese Journal of Religious Studies 36/1, S. 93–124. (Rezension.)


Ten Grotenhuisen behandelt in ihrem Artikel "Rebirth of an Icon: The Taima Mandala in Medieval Japan" das Taima-Mandala. Dieses stammt ursprünglich aus China und ist etwa im 8. Jahrhundert entstanden, kam nach Japan und wurde in Taima-dera im Süden Naras aufbewahrt. Das Gemälde und Holzdrucke des Taima-Mandalas waren eine wichtige Darstellung für die Jôdo-Sekte, eine buddhistische Sekte aus Japan.

Auf dem Taima-Mandala ist in der Mitte der Amida-Buddha auf seinem Lotusthron sitzend, gemeinsam mit seinen Begleitern Kannon und Dai-Seishi zu erkennen. Darum herum finden sich andere Gottheiten, Musiker, Schauspieler und dergleichen. Das Mandala basiert auf einem wichtigen Mahayanatext, dem Sutra des Buddhas für ewiges Leben.

Die Autorin befasst sich in ihrem Artikel sowohl mit dem chinesischen Original, als auch mit den Kopien, die davon angefertigt worden sind. Dabei geht sie darauf ein, wie es sein kann, dass das bereits vergessene Mandala, wieder neu entdeckt werden konnte und auch für die Jôdo-Sekte wieder Bedeutung erlangen konnte. Außerdem geht sie ausführlich auf 4 Beispiele für Kopien näher ein, nämlich das Mandala von Zenrin-ji, das Chion-ji Taima Mandala, ein Mandala aus der Nelson Gallery in Kansas City und das Bunki Mandala.