Shōmu Tennō

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Historische Persönlichkeit
Name Shōmu Tennō 聖武天皇
Lebenszeit geb. 701, gest. 756 (Nara)
Titel Tennō 天皇
Sonstige Namen Prinz Obito
Verwandtschaft Sohn von Monmu Tennō
Funktion, Amt 45. Tennō, reg. 724-749
45 Shōmu-Tennō.jpg

Lebensdaten

Shōmu Tennō wurde im Jahr 701 als Sohn von Monmu Tennō 文武天皇und seiner Gemahlin Fujiwara no Miyako (Tochter des Fujiwara no Fuhito 藤原不比等) geboren. Mit seiner Frau Fujiwara no Komyoshi hatte er einen Sohn und 2 Töchter.

Da Kronprinz Obito noch ein Kind war, als sein Vater verstarb, traten an seiner Stelle Gemmei (Mutter von Genshō) und seine Tante Genshō die Thronfolge an. Im Jahr 719 ließ Genshō Tennō 元正天皇 den Kronprinzen zum ersten Mal an den Regierungsgeschäften teilhaben, und dankte 724 zu Gunsten Shōmus ab.

Shōmu Tennō war ein Anhänger des Buddhismus, dessen Leidenschaft in seiner Regierungszeit (724-749), die sich in der Nara-Zeit (710-794) befand, stark zum Ausdruck kam. Als religiösen Schutz für das Land, das von Seuchen und Missernten heimgesucht wurde, ließ er landesweit Klöster und Konvente zu Ehren Buddhas errichten. Es sollte ein provinziales Netzwerk an Klöstern entstehen (Kokubun-ji 国分寺 und Kokubuni-ji 国分尼寺). Im Laufe der Zeit etablierte er die sogenannten sechs Nara- Schulen (Nara-roku-shu). Tōdai-ji (Kokubunji) sollte dabei in der Funktion eines Landesschutztempels eine zentrale Rolle in der Verbreitung der buddhistischen Lehre darstellen.

Shōmu hegte, neben seinen Plänen bezüglich des Buddhismus, den Wunsch nach einer kunstvollen und mannigfaltigen Hauptstadt, was ihn dazu veranlasste, Naniwa (um 730) und Heijō-kyō zu erneuern. Allerdings verschob er im Laufe seiner Regierungszeit mehrmals die Hauptstadt und plante ursprünglich den Sitz des Tōdai-ji und der legendären Buddha-Statue (Daibutsu 大仏) in Shigarakai. Im Jahr 740 begab sich der Kaiser, aufgrund einer Rebellion von Fujiwara no Hirotsugu, auf eine 5 Jahre lange Wanderschaft, welche wahrscheinlich mit dem Ableben des Kronprinzen endete, und Shōmu nach Nara (Heijō-kyō) zurückkehren ließ. Nara wurde wieder zur Hauptstadt und es wurde entschieden, dass der legendäre Daibutsu ebenfalls in Nara seinen Platz finden soll.

Tōdai-ji

Shōmu Tennō veranlasste im Jahr 743 den Bau des Tōdai-ji, in welchem sich die riesige Bronzebuddhastatue befindet. Aufgrund eines Ressourcenmangels, konnte diese jedoch erst 751 fertig gestellt werden. Oberste Priorität hatte für ihn die Schaffung eines Zentrums, in dem sich eine neue Staatskultur, als Ausgangspunkt seiner Regentschaft nach buddhistischen Gesetzen und Prinzipien, etablieren sollte.

Nach Shōmus Abdankung im Jahre 749 wurde seine erste Tochter, Takano-hime als Kōken Tennō 孝謙天皇, Nachfolgerin.

Hachiman-Bezug

  • Zur Zeit des Baus der bronzenen Buddha-Statue herrschte große Kupferknappheit. Laut Hachiman gudōkun kam Hachiman beim Bau der Statue zu Hilfe. Dies symbolisiert die Zustimmung Hachimans und anderer kami. Ein plötzliche Kupferfund in der Provinz Kawara-oka sei ihm zu verdanken.
  • Der erste Goldfund in Japan, im Jahr 749, wurde durch ein Orakel des Hachiman verkündet und ermöglichte eine reibungslose Fertigstellung der Buddha-Statue.

Quellen

  • Hall, John Whitey und Marius B. Jansen, Kanai Madoka und Denis Twitchett (Hg.) (1993). The Cambridge history of Japan. Cambridge: Cambridge University Press.




Dieser Artikel wurde ursprünglich für das Schwesterprojekt Hachiman-no-pedia verfasst.